Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

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Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Redaktion » 13.06.2018, 12:18

Streckendesigner Hermann Tilke befürwortet das Streben Liberty Medias, mehr Straßenkurse in den Formel-1-Kalender zu integrieren - Er hat Bock auf Einzigartigkeit
Lewis Hamilton

Auch Streckendesigner Hermann Tilke hat Lust auf das Ungewöhnliche

Die Pläne für Miami werden gerade konkretisiert und Formel-1-Boss Chase Carey spricht sogar schon über ein Rennen mitten in Berlin. Im Bestreben, die Königsklassen-Show zu verbessern, betont man bei Liberty Media immer mehr die Bedeutung von Straßenkursen. Hermann Tilke gefällt das. Denn der Streckendesigner, der für die Layouts der von ihm entworfenen Permanent-Rennstrecken viel Kritik einstecken muss, hat selbst Lust auf mehr Abwechslung.

"Dass der Trend in Richtung Straßenrennen geht ist vor allem für den Profisport gut", erklärt er beim bei der FIA Sportkonferenz auf den Philippinen. "Die Idee dahinter ist die Einzigartigkeit und jede Stadt hat nun einmal ihre Eigenarten. Man kann keinen Stadtkern mit einem anderen vergleichen. Mit Monaco, Singapur und Baku haben wir schon drei Straßenkurse im Kalender - und alle drei sind ganz anders. Für so hochklassige Seriren wie die Formel 1 ist das der richtige Weg."

Schanghai, Sepang, Bahrain - Tilke-Kursen haben oft den Ruf, durch immer gleiche Streckenabschnitte und vor allem großzügige Auslaufzonen das Spektakel eher im Zaum zu halten. Der Bauingenieur hatte seine Finger aber in Baku mit im Spiel. Auch die einst geplante Strecke in New Jersey ging über seinen Schreibtisch.

"Normalerweise bauen wir ja Strecken, die nicht nur für professionelle Rennfahrer geeignet sind, sondern im Prinzip für jeden vom Amateur-Fahrer bis zum 60-Jährigen, der auch mal ein schnelles Auto bewegen will", verteidigt er seine Arbeit. "Wer in solche Strecke investiert will, das solche Leute sicher sind, nicht nur die Formel 1. Am Beispiel Baku sieht man aber: Das ist eine Strecke für Profi-Rennfahrer. Da könnte man solche Leute nicht drauf schicken. Das macht den Unterschied."


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Grund: EXT TRIGGER

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Carol Krause » 13.06.2018, 12:59

Auf Stadtkursen macht es aber halt keinen Spaß!
Kein Fan will Stadtkurse, und die meisten Fahrer wohl auch nicht!
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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon CompraF1 » 13.06.2018, 13:34

Carol Krause hat geschrieben:Auf Stadtkursen macht es aber halt keinen Spaß!
Kein Fan will Stadtkurse, und die meisten Fahrer wohl auch nicht!

Falsch. Die meisten Fans wollen Stadtkurse. Warum? Man ist nicht mitten in der Pampa ( Magney Course ), man ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, die Rennen bieten meistens Spannung im Vergleich zu den Ufo Landeplätzen wie in Le Castellet und die Fahrer müssen über ihre Grenzen hinausgehen wie in Singapur. Die Strecke verlangt physisch wie auch psychisch alles von einem Piloten ab. Die Formel E beweist es. Dort gibt es Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Alles Stadtkurse.
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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon SaintRaptor » 13.06.2018, 14:07

Mit der Aussage hat er sich selbst als Streckenarchitekt disqualifiziert. Klar bieten Stadtkurse auch ihre Einzigartigkeiten, dass haben normale Rennstrecken aber auch (zumindest wenn sie nicht von Herrn Tilke designed sind)

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Sczepchenko » 13.06.2018, 15:15

CompraF1 hat geschrieben:
Carol Krause hat geschrieben:Auf Stadtkursen macht es aber halt keinen Spaß!
Kein Fan will Stadtkurse, und die meisten Fahrer wohl auch nicht!


Falsch. Die meisten Fans wollen Stadtkurse. Warum? Man ist nicht mitten in der Pampa ( Magney Course ), man ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, die Rennen bieten meistens Spannung im Vergleich zu den Ufo Landeplätzen wie in Le Castellet und die Fahrer müssen über ihre Grenzen hinausgehen wie in Singapur. Die Strecke verlangt physisch wie auch psychisch alles von einem Piloten ab. Die Formel E beweist es. Dort gibt es Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Alles Stadtkurse.


Also sorry: Psychisch und physisch über die Grenzen hinausgehen...machen sie das wirklich auf Strecken wie Baku oder Monaco? Dort wo man schlange fährt und wenn man "abfliegt" mit 150 kmh andockt?

Oder vlt doch eher in der Eau Rouge mit 300+ kmh am Limit, wo Runde für Runde beim kleinsten Fehler dort die letzte sein könnte?


Also auch wenn ich keine schlimmen Unfälle sehen möchte -> Mich fasziniert zweiteres mehr und ich glaube den echten Racer ebenfalls. Die Formel E soll machen was sie will, die tuckern da mit 120 kmh her und bauen Strecken so dünn und klein wie möglich damit es halbwegs nach "Geschwindigkeit" aussieht...

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon terraPole » 13.06.2018, 15:20

CompraF1 hat geschrieben:
Carol Krause hat geschrieben:Auf Stadtkursen macht es aber halt keinen Spaß!
Kein Fan will Stadtkurse, und die meisten Fahrer wohl auch nicht!

Falsch. Die meisten Fans wollen Stadtkurse. Warum? Man ist nicht mitten in der Pampa ( Magney Course ), man ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, die Rennen bieten meistens Spannung im Vergleich zu den Ufo Landeplätzen wie in Le Castellet und die Fahrer müssen über ihre Grenzen hinausgehen wie in Singapur. Die Strecke verlangt physisch wie auch psychisch alles von einem Piloten ab. Die Formel E beweist es. Dort gibt es Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Alles Stadtkurse.

Falsch. Die meisten Fans (über 99%) sind nicht an der Strecke sondern vor dem Fernseher..und da sind Rennen wie in Monaco total langweilig und schon am Samstag entschieden.
Überholen zu 95% nur in der Box möglich...sowas möcht ich nicht sehen..Monaco lass ich mir noch gefallen aber wenn der Kalender zu 50% aus solchen Rennen besteht dann wird die F1 nicht spannender.

Und Berlin? Witzig! :mrgreen:
Solange die den Flughafen nicht fertig bekommen wird sich kein Politiker trauen Steuergelder für die F1 zu verbrennen.
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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon cih » 13.06.2018, 15:57

Also sorry: Psychisch und physisch über die Grenzen hinausgehen...machen sie das wirklich auf Strecken wie Baku oder Monaco? Dort wo man schlange fährt und wenn man "abfliegt" mit 150 kmh andockt?

Oder vlt doch eher in der Eau Rouge mit 300+ kmh am Limit, wo Runde für Runde beim kleinsten Fehler dort die letzte sein könnte?



der Hockenheimring war mal spannend, bis Tielke ihn gekürzt hat. Finde den Fehler
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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Dr_Witzlos » 13.06.2018, 15:58

terraPole hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:
Carol Krause hat geschrieben:Auf Stadtkursen macht es aber halt keinen Spaß!
Kein Fan will Stadtkurse, und die meisten Fahrer wohl auch nicht!

Falsch. Die meisten Fans wollen Stadtkurse. Warum? Man ist nicht mitten in der Pampa ( Magney Course ), man ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, die Rennen bieten meistens Spannung im Vergleich zu den Ufo Landeplätzen wie in Le Castellet und die Fahrer müssen über ihre Grenzen hinausgehen wie in Singapur. Die Strecke verlangt physisch wie auch psychisch alles von einem Piloten ab. Die Formel E beweist es. Dort gibt es Jahr für Jahr mehr Zuschauer. Alles Stadtkurse.

Falsch. Die meisten Fans (über 99%) sind nicht an der Strecke sondern vor dem Fernseher..und da sind Rennen wie in Monaco total langweilig und schon am Samstag entschieden.
Überholen zu 95% nur in der Box möglich...sowas möcht ich nicht sehen..Monaco lass ich mir noch gefallen aber wenn der Kalender zu 50% aus solchen Rennen besteht dann wird die F1 nicht spannender.

Und Berlin? Witzig! :mrgreen:
Solange die den Flughafen nicht fertig bekommen wird sich kein Politiker trauen Steuergelder für die F1 zu verbrennen.


Monaco ist ein schlechtes Beispiel. Aber es ist ein klassiker.

Ich bin nicht abgeneigt gegen Stadtkurse.

Wie viele haben hier gegen Baku geschossen und als Langeweile-GP getitelt. Da ist Rampazampa pur. Singapur hat auch immer spektakuläre Rennen geliefert. Wenn das auf dieser Art designt ist, ist das überhaupt kein Problem. Ein Problem ist nur die Finanzierbarkeit des Landes. Weil da immer Infrastruktur gesperrt werden muss, was auch teilweise die Wirtschaftlichkeit blockiert.

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Dr_Witzlos » 13.06.2018, 16:00

cih hat geschrieben:
Also sorry: Psychisch und physisch über die Grenzen hinausgehen...machen sie das wirklich auf Strecken wie Baku oder Monaco? Dort wo man schlange fährt und wenn man "abfliegt" mit 150 kmh andockt?

Oder vlt doch eher in der Eau Rouge mit 300+ kmh am Limit, wo Runde für Runde beim kleinsten Fehler dort die letzte sein könnte?



der Hockenheimring war mal spannend, bis Tielke ihn gekürzt hat. Finde den Fehler

Also auch wenn ich keine schlimmen Unfälle sehen möchte -> Mich fasziniert zweiteres mehr und ich glaube den echten Racer ebenfalls. Die Formel E soll machen was sie will, die tuckern da mit 120 kmh her und bauen Strecken so dünn und klein wie möglich damit es halbwegs nach "Geschwindigkeit" aussieht...
[/quote]

Der Fehler ist bei der FIA zu suchen und nicht bei Tilke. Der macht nur das, damit es konform ist. Zudem muss Tilke als Architekt auch die anderen Rennserien in Blick behalten. Für ein Streckenbetreiber ist es utopisch nur F1-only zu bauen.

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon abloo » 13.06.2018, 16:05

terraPole hat geschrieben:Solange die den Flughafen nicht fertig bekommen wird sich kein Politiker trauen Steuergelder für die F1 zu verbrennen.


Der Flughafen ist doch fertig, er wird nur aktuell zum ersten Mal saniert.
Die Sanierung wurde halt leider nur um einige Jahrzehnte vorgezogen :rofl:

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon theCraptain » 13.06.2018, 18:36

"Normalerweise bauen wir ja Strecken, die nicht nur für professionelle Rennfahrer geeignet sind, sondern im Prinzip für jeden vom Amateur-Fahrer bis zum 60-Jährigen, der auch mal ein schnelles Auto bewegen will", verteidigt er seine Arbeit. "Wer in solche Strecke investiert will, das solche Leute sicher sind, nicht nur die Formel 1. Am Beispiel Baku sieht man aber: Das ist eine Strecke für Profi-Rennfahrer. Da könnte man solche Leute nicht drauf schicken. Das macht den Unterschied."

Wie alt ist HJ Stuck oder Röhrl ? *LOL*

Mal ernsthaft, Tilke widerspricht sich doch selbst mit solch einem unhaltbaren Argument denn die Stadtkurse sind ja nur temporär. Nach dem GP wird alles abgebaut und bis zum nächsten Jahr im Keller gelagert, wie mit dem Weihnachtszeugs.

Kurse wie Spa, Monza oder Suzuka sollten mal als Basis für neue/bestehende Kurse dienen, sowas wie Sochi kann er sich gerne als Negativbeispiel auf seinen Schreibtisch stellen.

@Dr. Witzlos
Baku ist nur dann interessant wenn es so abgeht wie 2018/2017. Passiert dort nix ist es mit Monaco vergleichbar. Andersherum wären GP auf Langweilern wie Ungernoring oder Barcelona genauso spektakulär würde dort genausoviel an Crashes/DNF und SC passieren
"Als ich 1996 in Spa zum ersten Mal bei einem GP war[.. ]Michael fuhr gerade mit seinem V10 vorbei. Das hat mich regelrecht durchgeschüttelt, es war wie ein Kampfjet", berichtet Hamilton, bei dem von dieser Faszination 20 Jahre später kaum noch etwas übrig ist.

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon terraPole » 13.06.2018, 19:10

Dr_Witzlos hat geschrieben:Wie viele haben hier gegen Baku geschossen und als Langeweile-GP getitelt. Da ist Rampazampa pur. Singapur hat auch immer spektakuläre Rennen geliefert.

Hmm..in Baku passieren immer chaotische Dinge wie VET-HAM 2017 wodurch es spannend wirkt.
Auch 2018 wäre eher mau wenn Verstappen nicht Ricciardo abgeräumt hätte und in der Folge VET P1 verloren hätte..ansonsten wäre Vettel wohl locker zum Sieg gefahren.
Wenn es in Monaco regnet und viele Unfälle passieren dann wäre auch dort mehr Spannung.
Wenn es in Singapur trocken ist passiert da auch nicht mehr so viel.

Umso breiter eine Strecke ist desto verschiedenere Linien kann man fahren um den zu Gegner zu überholen..Kurve 1 in China ist da ein perfektes Beispiel oder Austin am Anfang von Sektor 3..sowas ist in der Stadt halt nur sehr begrenzt möglich.
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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Since 88 » 13.06.2018, 19:18

cih hat geschrieben:der Hockenheimring war mal spannend, bis Tielke ihn gekürzt hat. Finde den Fehler


Falsch. Der Hockenkeimring wurde erst spannend, als die Autobahn gebaut wurde und (nicht zuletzt wegen Jim Clarks Unfall) Schikanen in die langen Gerade gebaut wurden. Davor bestand er aus zwei Vollgasabschnitten zwischen dem Ortseingang von Hockenheim und der Ostkurve. Öder kann ich mir eine Rennstrecke kaum vorstellen. Spannend wurde der Ring erst, als der Westteil durch die Autobahn abgeschnitten, das Motodrom gebaut und die Vollgasstrecken halbiert wurden.

Und nicht Tilke hat den Kurs gekürzt, sondern die FIA in Kombination mit Umweltauflagen. Die Sicherheitsräume im Waldabschnitt entsprachen nicht mehr den geltenden Regeln, es hätten viele Bäume entlang der Strecke gefällt werden müssen. Für jeden gefällten Baum hätte aber ein neuer gepflanzt werden müssen, und dafür fehlte der Hockenheimring GmbH ganz einfach die Fläche. Deshalb gab es nur die Alternativen, die Strecke zu kürzen und die freigewordene Fläche im Wald als Ersatz für die Vergrößerung des Motodroms zu nehmen oder den Ring komplett aus dem F1-Kalender zu nehmen. Tilke hat aus dieser Zwangslage das Beste rausgeholt, was drin war.
Das neue Deppenspiel: Wir töten ein Akkusativ.

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Deuerling Andreas » 13.06.2018, 19:47

Wie viele Stadtkurse denn noch?
Vom ev. Miami-Layout bin ich jetzt nicht so begeistert, ist ja auch das Problem, wenn die Streckenführung von Strassen und Gebäuden vorgegeben ist.
Ausserdem müssen dann Strecken wie Silverstone, Monza oder Spa weichen, das kann doch keiner wollen?
Ach ja ich vergass... LM will ja mehr Glamour reinbringen... Schampus schlürfen aufm Balkon direkt an der Strecke, bussi bussi Selfie :lol:

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Re: Hermann Tilke pro Stadtkurse: "Einzigartigkeit der richtige Weg"

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 13.06.2018, 20:03

So ein F1 GP in New York City, das hätte richtig was, das wäre super wie ich finde. Ich denke das würde weltweit mindestens genauso viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wie der Monaco GP.

Ist ja in der Vergangenheit schon mehrere Male im Gespräch gewesen, nur wohl logistisch dort ziemlich schwer durchzuziehen.
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