Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

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Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Redaktion » 13.06.2018, 10:01

Rennleiter Charlie Whiting bestätigt, dass die Formel-1-Piloten durch eine geschickte Linienwahl während einer virtuellen Safety-Car-Phase Zeit gewinnen könnten
Sebastian Vettel, Valtteri Bottas, Max Verstappen

Offiziell bestätigt: Beim VSC kann tatsächlich "geschummelt" werden

Im Mai sorgte Sebastian Vettel mit Vorwürfen gegen das virtuelle Safety-Car (VSC) für Aufsehen. Der Ferrari-Pilot hatte ein "Schlupfloch" im System ausgemacht und erklärte, "dass es eine Möglichkeit gibt, unter dem VSC schneller zu sein." Rennleiter Charlie Whiting zeigte sich damals verwundert und erklärte, er habe "keine Ahnung, wovon er spricht." Nun rudert Whiting allerdings zurück und gibt Vettel recht.

"Ja, ich habe es jetzt verstanden", so Whiting im Rahmen des Rennens in Montreal. Er erklärt: "Die Kalkulation, die das System alle 50 Meter anstellt, basiert auf der Distanz von der Ziellinie. Wenn man diese Distanz verkleinern kann, dann gewinnt man minimal." Vettel hatte zuvor bereits erklärt, dass man unter dem VSC Zeit sparen könne, wenn man "lächerliche Linien" fahre.

Laut Whiting habe man zusammen mit dem Hersteller der VSC-Software ausgerechnet, dass man dadurch ungefähr "150 Millisekunden" (0,150 Sekunden) pro Runde gewinnen könnte. Bei einer VSC-Phase über drei Runden wäre das schon fast eine halbe Sekunde. Das hört sich nicht nach besonders viel an, doch auch Whiting ist sich bewusst: "In der Formel 1 ist das schon etwas wert."

Sein Versprechen daher: "Wir können das korrigieren und es etwas sicherer (gegen Missbrauch) machen." Beim virtuellen Safety-Car werden die Abstände im Feld - anders als bei einer "normalen" Safety-Car-Phase - eingefroren. Die Piloten bekommen eine Delta-Zeit vorgegeben, die sie nicht unterschreiten dürfen. Nachgemessen wird an jedem Marshal-Sektor. Davon gibt es rund 20 auf jeder Strecke.


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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Simon667 » 13.06.2018, 10:15

Ich verstehe es immer noch nicht. War irgendwie aber klar, dass was dran sein muss, sonst hätte Vettel nicht so darauf beharrt.


Bei 0,15 Sekunden pro Runde halte ich es aber für absolut irrelevant. Selbst bei 0,5 Sekunden pro Runde würde ich das so sehen. Außerdem ist es ja theoretisch vom Fahrer beeinflussbar, wenn ich zumindest den Grundsatz richtig verstehe. Dann soll halt jeder komische Linien fahren, wenn er meint, dass das was bringt.

Viel interessanter ist doch, dass die Abstände tatsächlich manchmal bedeutend mehr variieren; teils mehrere Sekunden. Das versteh mal einer.

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Pipo92 » 13.06.2018, 10:27

Simon667 hat geschrieben:
Viel interessanter ist doch, dass die Abstände tatsächlich manchmal bedeutend mehr variieren; teils mehrere Sekunden. Das versteh mal einer.


Das ist eigentlich nicht der Fall, sobald wieder auf Renntempo beschleunigt wird, sollten sich die Abstände wieder einpendeln, nur während der VSC-Phase werden sie größer (der Abstand in Metern bleibt gleich, durch die langsamere Fahrt braucht man aber mehr Zeit für die gleiche Distanz).

Seidenn, es gibt so blöde Situationen, ich meine es war VET in Monaco, als Vandoorne aus der Box kommt, dort voll rausbeschleunigen darf, am Anfang des Sektors noch Gas gibt um vor VET zu landen, dann jedoch abbremsen muss um die Zielzeit nicht zu unterschreiten.
VET hintendran dürfte zwar 2 Sekunden schneller fahren, darf aber Vandoorne nicht überholen, der gerade langsam machen muss.

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon sulzer-88 » 13.06.2018, 10:44

Kann jemand mal aufklären wie man da Zeit gewinnen soll? Das würde mich echt mal interessieren. Oder ist das streng geheim damit der Herr Vettel es selbst anwenden kann und dadurch seine 15 Hundertstel gewinnt? :D
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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Dr_Witzlos » 13.06.2018, 10:57

sulzer-88 hat geschrieben:Kann jemand mal aufklären wie man da Zeit gewinnen soll? Das würde mich echt mal interessieren. Oder ist das streng geheim damit der Herr Vettel es selbst anwenden kann und dadurch seine 15 Hundertstel gewinnt? :D


Das sieht man mal das VSC käse ist. Code 60 wäre da das Zauberwort.

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Pipo92 » 13.06.2018, 11:03

sulzer-88 hat geschrieben:Kann jemand mal aufklären wie man da Zeit gewinnen soll? Das würde mich echt mal interessieren. Oder ist das streng geheim damit der Herr Vettel es selbst anwenden kann und dadurch seine 15 Hundertstel gewinnt? :D


Also so wie ich das verstehe, ich das einfach ein Fehler in der Art der Berechnung.

Die Software nutzt für die Berechnung der Zielzeiten des Fahrers die Entfernung zur Ziellinie, gemessen an der normalen Linie.
Ist man nun durch eine andere Linie 5m näher an der Ziellinie, hat das praktisch den Effekt, als wäre man 5m weiter vorne.
Das System geht also nun davon aus, dass der Wagen 5m weiter vorne wäre und errechnet dafür eine Zielzeit.
Diese Zielzeit ist daher leicht geringer als für einen Wagen, der 5m weiter hinten ist, der Fahrer darf effektiv also etwas schneller fahren.
Das scheint sich über die Runde gesehen wohl so zu addieren, dass daraus ein Vorteil wird.

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Manisch » 13.06.2018, 11:17

Im Grunde, wenn es jeder machen kann und weiß wie es geht...dann ist es doch fair...?

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Sczepchenko » 13.06.2018, 11:57

Manisch hat geschrieben:Im Grunde, wenn es jeder machen kann und weiß wie es geht...dann ist es doch fair...?


Vettel sagte ja auch, dass es die Fahrer wohl wissen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, dannn kannst du aber nicht immer einen Vorteil für dich aus der Sache ziehen - sprich:


Lewis fährt mit freier Fahrt unterm VSC da vorne rum und nutzt diese Linien, gewinnt pro Runde 0,15 und das safety car bleibt 6 Runden draußen - dann hat er so 1 Sekunde gut gemacht auf einen.....


....Vettel der durch Überrundungen oder einem aus der Box fahrenden Auto, den z.B. Fahrer X vor sich hat der diesen Trick nicht anwendet. Sei es weil er ihn nicht kennt, vergisst, mehr zu Lewis tendiert oder "pennt".


Dann würde der Seb gerne seinen aufgedeckten Trick anwenden, kann es aber nicht weil er in dem Heck von dem hängt. Und ich denke es wäre schon komisch und weniger erlaubt wenn er den Fahrer dann überholen würde mit seinen Linien. Das wäre dann ne Nummer zu offensichtlich :wink:


Die Geschichte kann genau so gut andersherum laufen. Ich denke was Vettel sich unter dem Strich denkt ist, wieso man so einen Quatsch installiert statt einen zweiten Pit Limiter auf 120 kmh oder ähnliches wo alle nur einen Knopf drücken - 120 kmh als Beispiel damit die Reifen nicht total abkühlen. Dann hast du aber das Problem "Wer drückt wann den Knopf?" Ja, eigentlich ganz einfach. Die Playstation Lenkräder können doch von der FIA geschaltet in solchen Fällen einfach einen 5 Sekunden countdown ablaufen lassen und innerhalb dieser 5 Sekunden muss der Fahrer den zweiten VSC Limiter betätigen. Tut er es nicht ist über die Telemetrie ja einzusehen, dass er einen Vorteil hatte...

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Technikbegeisterter » 13.06.2018, 12:21

Hier wird wieder mal einiges vergessen. Habt ihr euch mal gefragt wieso das VSC aktiviert wurde?
Weil es eine gefährliche Situation auf der Strecke gibt. Indem Fahrer jetzt wilde Linien fahren und sich darauf konzentrieren jede Zehntelsekunde rauszuholen, trägt das nicht zur Sicherheit bei und widerspricht dem Sinn des VSC.
Ähnliches Problem gilt bei der von meinem Vorredner, als so einfache Lösung bezeichnete 120 Km/h Begrenzung. Auf einigen Rennstrecken gibt es Kurven die selbst im Renntempo kaum schneller als mit 120 Km/h durchfahren werden. Wenn dort jetzt noch eine Behinderung auf der Ideallinie dazu kommt, gewinnt man nichts an Sicherheit bei der Geschwindigkeit.

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Klemsi » 13.06.2018, 12:38

Sczepchenko hat geschrieben:
Manisch hat geschrieben:Im Grunde, wenn es jeder machen kann und weiß wie es geht...dann ist es doch fair...?


Vettel sagte ja auch, dass es die Fahrer wohl wissen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, dannn kannst du aber nicht immer einen Vorteil für dich aus der Sache ziehen - sprich:


Lewis fährt mit freier Fahrt unterm VSC da vorne rum und nutzt diese Linien, gewinnt pro Runde 0,15 und das safety car bleibt 6 Runden draußen - dann hat er so 1 Sekunde gut gemacht auf einen.....


....Vettel der durch Überrundungen oder einem aus der Box fahrenden Auto, den z.B. Fahrer X vor sich hat der diesen Trick nicht anwendet. Sei es weil er ihn nicht kennt, vergisst, mehr zu Lewis tendiert oder "pennt".


Dann würde der Seb gerne seinen aufgedeckten Trick anwenden, kann es aber nicht weil er in dem Heck von dem hängt. Und ich denke es wäre schon komisch und weniger erlaubt wenn er den Fahrer dann überholen würde mit seinen Linien. Das wäre dann ne Nummer zu offensichtlich :wink:


Die Geschichte kann genau so gut andersherum laufen. Ich denke was Vettel sich unter dem Strich denkt ist, wieso man so einen Quatsch installiert statt einen zweiten Pit Limiter auf 120 kmh oder ähnliches wo alle nur einen Knopf drücken - 120 kmh als Beispiel damit die Reifen nicht total abkühlen. Dann hast du aber das Problem "Wer drückt wann den Knopf?" Ja, eigentlich ganz einfach. Die Playstation Lenkräder können doch von der FIA geschaltet in solchen Fällen einfach einen 5 Sekunden countdown ablaufen lassen und innerhalb dieser 5 Sekunden muss der Fahrer den zweiten VSC Limiter betätigen. Tut er es nicht ist über die Telemetrie ja einzusehen, dass er einen Vorteil hatte...

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So einfach ist es aber nicht... Denn fährt nun jeder 120, kommt oder entfernt sich jener, welcher die kürzerste Linie fährt! Ein Reifenaufwärmen bedeutet also dann Zeitverlust.
Nahezu die Hälfte der Leute ist dümmer als der Durchschnitt...

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Carol Krause » 13.06.2018, 13:05

sulzer-88 hat geschrieben:Kann jemand mal aufklären wie man da Zeit gewinnen soll? Das würde mich echt mal interessieren. Oder ist das streng geheim damit der Herr Vettel es selbst anwenden kann und dadurch seine 15 Hundertstel gewinnt? :D


Das ist ganz einfach: Je nachdem, wie du die Strecke durchfährst, ist auch die länge anders (Wenn du zick-zack fährst, wird die Strecke länger).
Die Delta-Zeiten verändern sich aber nicht mit der Linie, die du fährst und man kann somit Zeit gewinnen!

Ich hoffe, ich hab das Halbwegs verständlich erklärt
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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Carol Krause » 13.06.2018, 13:06

Sorry irgendwie hab ich das jetzt zwei mal gesendet
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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon h00bi » 13.06.2018, 13:14

In der Formel E gibts Full Course Yellow, max. 50 km/h. Die haben aber nicht so wahnsinnige Probleme mit der Reifentemperatur.
Da gabs jetzt in Zurich aber auch den Fall dass Fahrer zu spät abgebremst haben und dafür Strafen kassiert haben.

Der Renndirektor der Formel E hat seit Saison zwei die Möglichkeit, auf der gesamten Rennstrecke gelbe Flaggen schwenken zu lassen. Das Modell namens Full Course Yellow (FCY) ähnelt in seiner Wirkung dem Virtual-Safety-Car (VSC) der Formel 1. Herrscht permanent Gelb, müssen die Fahrer auf 50 km/h verlangsamen und den Abstand zum Vordermann beibehalten.

Überholen ist während der permanenten Gelbphase verboten. Hält sich ein Fahrer nicht daran oder fährt er unangemessen - sei es zu schnell oder zu langsam-, wird er zu den Rennkommissaren vorgeladen. Die Boxengasse bleibt während einer FCY-Phase geöffnet, auch hier gilt das gängige Tempolimit von 50 km/h. Zwischen den Safety-Car-Linien darf ein auf der Strecke fahrendes Auto ein anderes überholen, wenn sich dieses gerade innerhalb der Boxenein- oder -ausfahrt befindet.


Dass Doppel-Gelb keinen Sinn macht weiß man spätestens seit Rosbergs Pole-Zeit in Ungarn 2016 oder dem Bianchi-Unfall, insofern bleibt aber nur das VSC, echtes SC oder eben rote Flagge.
Denn die Fahrer werden nie so langsam fahren dass nichts passiert sondern nur so langsam dass es keine Strafe gibt.
Egal welche Regelung man wählt, jeder wird versuchen einen Vorteil daraus zu ziehen.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:

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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Pipo92 » 13.06.2018, 13:14

Klemsi hat geschrieben:
Sczepchenko hat geschrieben:
Manisch hat geschrieben:Im Grunde, wenn es jeder machen kann und weiß wie es geht...dann ist es doch fair...?


Vettel sagte ja auch, dass es die Fahrer wohl wissen. Wenn dies aber nicht der Fall ist, dannn kannst du aber nicht immer einen Vorteil für dich aus der Sache ziehen - sprich:


Lewis fährt mit freier Fahrt unterm VSC da vorne rum und nutzt diese Linien, gewinnt pro Runde 0,15 und das safety car bleibt 6 Runden draußen - dann hat er so 1 Sekunde gut gemacht auf einen.....


....Vettel der durch Überrundungen oder einem aus der Box fahrenden Auto, den z.B. Fahrer X vor sich hat der diesen Trick nicht anwendet. Sei es weil er ihn nicht kennt, vergisst, mehr zu Lewis tendiert oder "pennt".


Dann würde der Seb gerne seinen aufgedeckten Trick anwenden, kann es aber nicht weil er in dem Heck von dem hängt. Und ich denke es wäre schon komisch und weniger erlaubt wenn er den Fahrer dann überholen würde mit seinen Linien. Das wäre dann ne Nummer zu offensichtlich :wink:


Die Geschichte kann genau so gut andersherum laufen. Ich denke was Vettel sich unter dem Strich denkt ist, wieso man so einen Quatsch installiert statt einen zweiten Pit Limiter auf 120 kmh oder ähnliches wo alle nur einen Knopf drücken - 120 kmh als Beispiel damit die Reifen nicht total abkühlen. Dann hast du aber das Problem "Wer drückt wann den Knopf?" Ja, eigentlich ganz einfach. Die Playstation Lenkräder können doch von der FIA geschaltet in solchen Fällen einfach einen 5 Sekunden countdown ablaufen lassen und innerhalb dieser 5 Sekunden muss der Fahrer den zweiten VSC Limiter betätigen. Tut er es nicht ist über die Telemetrie ja einzusehen, dass er einen Vorteil hatte...

Also wirklich: Es kann so einfach sein!


So einfach ist es aber nicht... Denn fährt nun jeder 120, kommt oder entfernt sich jener, welcher die kürzerste Linie fährt! Ein Reifenaufwärmen bedeutet also dann Zeitverlust.


+ Wer z.B. in Kanada gerade anbremst um mit Tempo 80 durch die Kurve zu fahren, hat definitiv einen Vorteil gegenüber dem Fahrer, der gerade von 300 auf der Geraden auf die 120 abbremsen muss.

An sich muss ja nur nur die Software korrigiert werden, statt von der genauen Position der Wagen eine Berechnung durchzuführen, zuerst die Position der Wagen zu ermitteln, die Position praktisch auf gleicher Höhe auf die Idealline zu setzen (falls abweichend) und erst dann die Berechnung durchzuführen.
Dann wäre zumindest das Problem gelöst.

Dämlich ist halt noch die Boxeneinfahrt/Boxenausfahrtsgeschichte, wenn ein Fahrer voll beschleunigt, sich so vor einen fahrer setzt, der mit gedrosseltem Tempo unterwegs ist, und diesen dann einbremst, damit er die Delta-Zeit schafft.

Es hätte mich auch mal interressiert, wie viel Zeit man in Kanada unter VSC bei einer Boxendurchfahrt (ohne Stopp) verloren hätte. Man kürzt ja praktisch die Schikane vor Start-Ziel ab und kann dann nach der Ausfahrt ein gutes Stück vollgas fahren, um dann auch noch Turn 1 abzukürzen.

Votinc
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Re: Also doch: FIA bestätigt Vettel-Theorie über VSC-Schlupfloch

Beitragvon Votinc » 13.06.2018, 13:17

Carol Krause hat geschrieben:
sulzer-88 hat geschrieben:Kann jemand mal aufklären wie man da Zeit gewinnen soll? Das würde mich echt mal interessieren. Oder ist das streng geheim damit der Herr Vettel es selbst anwenden kann und dadurch seine 15 Hundertstel gewinnt? :D


Das ist ganz einfach: Je nachdem, wie du die Strecke durchfährst, ist auch die länge anders (Wenn du zick-zack fährst, wird die Strecke länger).
Die Delta-Zeiten verändern sich aber nicht mit der Linie, die du fährst und man kann somit Zeit gewinnen!

Ich hoffe, ich hab das Halbwegs verständlich erklärt


Kein bisschen...

Wenn die Deltas doch gleich bleiben, bleibt doch die gefahrene Zeit gleich unabhängig davon welche Linie man fährt


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