"Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

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"Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Redaktion » 16.04.2018, 07:26

Die Analyse zum Mercedes-Durchhänger: Warum Lewis Hamilton ratlos ist, die Geschichte gegen das Team spricht und welche Reaktion Alexander Wurz empfiehlt
Lewis Hamilton

Geht die Mercedes-Ära zu Ende? Die Geschichte der Formel 1 spricht dafür ...

Dass Mercedes drei Rennen hintereinander nicht gewinnen kann, ist ein Novum in der modernen Hybrid-Ära der Formel 1, die 2014 begonnen hat. Aber die goldenen Jahre der silbernen Pfeile scheinen sich dem Ende zuzuneigen: "Das ist die neue Realität", seufzt Sportchef Toto Wolff und räumt ein, dass sich das "ziemlich mies" anfühle.

Ans Ende der goldenen Jahre glaubt Wolff aber noch nicht: "Wenn wir das so sehen würden, hätten wir nicht die richtige Einstellung! Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir uns aus schwierigen Phasen erholen können, und ich lerne diese schwierigen Tage sogar irgendwie viel mehr zu schätzen, weil sie uns dabei helfen, das Auto besser zu verstehen und uns weiterzuentwickeln. Das Team hat aus solchen Phasen bisher immer das Beste gemacht."

Wir erinnern uns zurück: 2017 hatte Sebastian Vettel nach sechs Rennen 25 Punkte Vorsprung auf Lewis Hamilton - doch am Ende wurde Mercedes relativ souverän Weltmeister. "Es war auch 2017 so, dass Ferrari gut ausgesehen hat, aber dann sind sie eingebrochen", sagt Damon Hill, Weltmeister von 1996. "Aber ich habe das Gefühl, dass es dieses Jahr zum Trend wird."

"Ein Rennen kann mal Glück sein, aber jetzt war es schon das dritte Rennwochenende hintereinander, bei dem Ferrari einen dominanten Eindruck hinterlassen hat und Mercedes in Schach halten konnte", befürchtet der heutige TV-Experte.

Gegen Mercedes spricht die Formel-1-Geschichte. Jede große Ära ist irgendwann zu Ende gegangen. McLaren gewann zwischen 1984 und 1991 sieben von acht möglichen Fahrer- und sechs von acht möglichen Konstrukteurstiteln. 1994, 1995 und 1996 feierte das Team keinen einzigen Grand-Prix-Sieg.

Williams: Totalabsturz in die Bedeutungslosigkeit

Zwischen 1992 und 1997 wurde Williams viermal Fahrer- und fünfmal Konstrukteurs-Weltmeister. 1998, 1999 und 2000 gab es nicht einen Siegerpokal. Ferrari setzte zwischen 2000 und 2004 zu einem einmaligen Erfolgslauf mit fünf WM-Doubles an. Und hätten nicht die Michelin-Autos in Indianapolis 2005 zurückgezogen, wäre die Scuderia in jenem Jahr ohne vollen Erfolg geblieben.

Zwischen 2010 und 2013 war dann viermal Red Bull dran - ein Zeitraum genauso lang, wie die Dominanz von Mercedes bisher angedauert hat. 2014 gewann Daniel Ricciardo immerhin noch dreimal, 2015 gab es aber keinen Grand-Prix-Sieg mehr. Das zeigt: Rein statistisch geht (fast) jeder Erfolgsrun nach vier bis fünf Jahren zu Ende.

"Es ist in allen Sportarten unweigerlich so, dass das Gewinnen irgendwann schwieriger wird oder ganz aufhört", spricht Red-Bull-Teamchef Christian Horner aus Erfahrung. "Mercedes hat immer noch ein sehr schnelles Auto, aber es ist unglaublich, dass sie nach drei Rennen noch keines gewonnen haben. Ich bin mir jedoch sicher, dass sie in naher Zukunft wieder gewinnen werden. Aber solche Zyklen gehören dazu - und jeder Zyklus geht irgendwann zu Ende."

Das hat in der Regel nicht einen, sondern vielerlei Gründe. Zum Beispiel, dass wichtiges Personal von der Konkurrenz abgeworben wird. Eine Entwicklung, gegen die man sich fast nicht wehren kann: Bekommen Mitarbeiter von anderen Teams lukrative Angebote, ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem man finanziell nicht mehr mitziehen kann - weil sonst das Gehaltsgefüge explodieren würde.

Hamilton: Leise Töne bei der Fahrerparade

Selbst Hamilton dämmert langsam, dass es nicht einfach wird, 2018 ein weiteres Mal Weltmeister zu werden. Während der Fahrerparade vor dem Start in Schanghai wurde er gefragt, was er Fans sagt, die befürchten, dass die Mercedes-Ära endet und Ferrari jetzt übernehmen könnte. Seine Antwort: "Vielleicht haben sie recht. Aber wir werden versuchen, ihnen das Gegenteil zu beweisen."
"Jetzt geht's nicht mehr um easy Sekunden, die sie mit einem total überlegenen Auto hatten."Alexander Wurz
Mercedes hat in Australien, Bahrain und China auch verloren, weil die Strategen nicht alles richtig gemacht haben. Die stehen 2018 vor neuen Herausforderungen: "Jetzt geht's um Zehntelsekunden und nicht mehr um easy Sekunden, die sie in den letzten Jahren mit einem total überlegenen Auto hatten", analysiert 'ORF'-Experte Alexander Wurz.Es ist eine Sache, die strategische Ausrichtung eines Rennens zu managen, wenn man in Führung liegt. Dann geht es vor allem darum, die richtigen Gaps zu suchen und keine gravierenden Schnitzer zu machen. Weiter hinten wird's schon schwieriger. Plötzlich müssen alle Varianten einbezogen werden, die auch die Konkurrenz betreffen. Das multipliziert die Rechenaufgaben, die gelöst werden müssen.

Wurz glaubt: Mercedes muss aufwachen

"Der Einschätzung kann ich wirklich was abgewinnen", findet Wurz. "Wenn du nicht gewöhnt bist, dass es so knapp zugeht, dann adjustierst du deine Daten nicht nach." Das Rennen in Schanghai sei ein Paradebeispiel dafür gewesen. Denn Mercedes hätte schon nach dem ersten Undercut von Valtteri Bottas gegen Vettel erkennen müssen, wie groß der Reifenvorteil wirklich ist."Dann hätte man, wie die Red-Bull-Mannschaft, doch das Risiko genommen und sie während der Safety-Car-Phase reingeholt", glaubt der Österreicher. An ein dauerhaftes Problem glaubt er trotzdem nicht: "Die werden sehr schnell reagieren und schnell nachlernen. Denn das Auto ist extrem schnell."

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"Die Leute wachen alle auf und wissen, jetzt geht's ums Eingemachte. Jetzt muss sich das Team zusammensetzen und sagen: 'Okay, wie adjustieren wir? Was ist falsch gelaufen? Haben wir die Daten falsch einprogrammiert?' Da müssen sie einfach aggressiver ans Werk gehen", analysiert Wurz.Vielleicht wird Mercedes in der Frühphase der WM auch ein Opfer des eigenen Selbstbewusstseins. Bei den Wintertests in Barcelona hatte man - wie in den vergangenen Jahren - bewusst darauf verzichtet, die weichsten Pirelli-Reifen zu testen. Jetzt hat der F1 W09 EQ Power+ just mit denen die größten Probleme.

Bei den Wintertests zu überheblich agiert?

Dass da ein Zusammenhang besteht, glaubt Wolff nicht: "Das halte ich für Zufall. Wir werden sehen, wie wir mit dem Hypersoft in Monaco zurechtkommen. Die Reifen haben unterschiedliche Temperaturfenster, das ist ziemlich schwierig einzuschätzen. Das ist so komplex zu verstehen - sonst wüsste ja jedes Team genau, was es zu tun hat. Ich glaube nicht, dass es da ein Muster gibt."

Gleichzeitig muss er nach Schanghai einräumen: "Wir haben die Reifen überhitzt. Wir haben das nicht im Griff. Wir wechseln zwischen zu kalt und Überhitzung. In der Formel 1 gibt es für sowas keine raschen Lösungen."

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"Man sieht auch, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Bei den Tests und in Melbourne hat man uns vorhergesagt, dass wir in der Weltmeisterschaft davonfahren werden, weil das Auto so überlegen war. Jetzt sind drei Rennen gefahren - und wir sehen, dass es nicht so ist", erklärt Wolff.

Der nach Bahrain gezogene Schluss, dass der W09 keine "Diva" mehr sei, erscheint nach China jedenfalls vorschnell. Bereits nach dem Qualifying am Samstag gab Wolff zu: "Wir hatten heute wieder ein bisschen eine Diva. Ich glaube aber nicht, dass sie wirklich eine Diva ist."

Wolff: "Kapriziös" trifft's besser als "Diva"

"Vielleicht wäre 'kapriziöse Frau' eine treffende Bezeichnung. Denn wenn du den Nagel auf den Kopf triffst, den 'sweet Spot', dann ist unser Auto großartig. Aber das ist uns heute nicht gelungen."Besorgniserregend: In Schanghai war es am Freitag und Samstag kühl, am Sonntag warm. Auf glattem Asphalt. In Bahrain, auf grobkörnigem Asphalt, war Ferrari ebenfalls schneller. "Die Bedingungen im Qualifying und Rennen waren sehr unterschiedlich, aber wir waren bei keinen davon die Schnellsten", stellt Chefrenningenieur Andrew Shovlin fest.

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Er weiß: "Auf uns wartet in vielen Bereichen Arbeit. Wir müssen die Qualifying- sowie die Rennpace verbessern. Wir hatten einfach nicht die Pace, um Red Bull auf der gleichen Strategie zu schlagen, und wir müssen mit Blick auf die Performance unseres Autos an diesem Wochenende sehr ehrlich mit uns ins Gericht gehen."Problematisch ist aus Mercedes-Sicht, dass sich die Ingenieure noch keinen Reim darauf machen können, wann das Auto funktioniert und wann nicht. Im Qualifying in Schanghai fuhren Hamilton und Bottas mit Ultrasofts hinterher. Als sie jedoch im zweiten Q2-Run mit härteren Reifen unterwegs waren, reichte es plötzlich zur Bestzeit, weil das Auto kurzzeitig wie auf Schienen lag.

Hamilton kann sich keinen Reim machen

"Am Freitag war noch alles gut", rätselt Hamilton, "aber dann war plötzlich alles durcheinander. Und das haben wir ab Samstag nicht mehr hinbekommen." Der W09 sei generell "sehr instabil. In viele Kurven lässt er sich nicht so gut einlenken. Das hat eine Menge Performance gekostet."
"Jetzt treibt ihn Kimi wieder an, sodass Sebastian seine Komfortzone verlassen muss."Paul di Resta
Dazu kommt, dass die Konkurrenz aufgewacht ist. Ferrari hat alle Mittel aufgeboten, um endlich wieder zu gewinnen, und nach so vielen Jahren ohne durchschlagenden Erfolg ist der Hunger bei der Scuderia und auch bei Red Bull riesengroß. Zusätzlich hilft, dass Kimi Räikkönen zumindest in den Trainings an die Form alter Tage anknüpfen kann."Sebastian hatte Kimi die letzten Jahre immer im Griff", beobachtet TV-Experte Paul di Resta. "Jetzt treibt ihn Kimi wieder an, sodass Sebastian seine Komfortzone verlassen muss. Und das Auto ist wunderbar ausbalanciert. Er trifft jeden Scheitelpunkt, ganz egal wie aggressiv er aufs Gaspedal steigt."Doch Mercedes wäre nicht Mercedes, würde das Team den Niedergang einfach zulassen. In den zwei Wochen zwischen China und Aserbaidschan wird ein Meeting das nächste jagen. Selbst Hamilton, sonst nicht als emsiger Datenanalyst bekannt, hat angekündigt, am Donnerstag in die Fabrik nach Brackley zu kommen. Um am besten schon beim nächsten Rennen in Baku zurückzuschlagen.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Onkel Gustav » 16.04.2018, 08:02

Die Überlegenheit ist nicht mehr so groß wie in den letzten Jahren, ist jedoch nach wie vor vorhanden. Man sollte jetzt nicht nach 3 Rennen sagen die Mercedes-Ära ist zu Ende.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Meister_Eder » 16.04.2018, 08:05

Sehe ich genauso. Mercedes hatte 3 wirklich schlechte Rennen, bis zur Halbzeit haben Sie sich wieder gefangen!

Gruß
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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Ferrarista1985 » 16.04.2018, 08:14

Ich finde, dass Mercedes unter Wert geschlagen wurde.

Sie haben nach wie vor das Stärkste Auto im Feld. na gut, jetzt haben sie 3 Rennen nicht gewonnen aber es gab immer Gründe.

In Melbourne wurde der Sieg geklaut bedingt durch die SC Phase und in Bahrain war der getriebeschaden vom Hamilton ausschlaggebend, sowie die späte Reaktion von der Mercedes Mauer. Ansonsten wären das 2 Siege gewesen.

In China, mag das ganze wohl irgendwie in die falsche Richtung beim Setup geschuldet sein.

Abwarten! Die Saison ist noch lang!

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Silberner Mercedes » 16.04.2018, 08:23

Liebe Güte, für einen Abgesang ist es noch viel zu früh. Man muß natürlich der Tatsache ins Auge blicken das Mercedes nicht mehr die Dominanz der letzten Jahre hat. Aber das war ja auch abzusehen.

Trotzdem hat sich das Team bis jetzt nicht sooo schlecht geschlagen. Mit etwas Glück hätte Australien auch gewonnen werden können. Und China wäre ohne Safety Car möglicherweis auch etwas anders gelaufen.

Aber so ist das halt. Das ist Rennsport. Das Team hat noch genug Rennen Zeit die Scharte wieder auszuwetzen. Und Mercedes ist ja nicht bekannt dafür in Panik zu verfallen. Es wird in Ruhe weitergearbeitet und am Ende der Saison sehen wir für was es gerreicht hat.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon F1_Corn » 16.04.2018, 08:28

Ferrarista1985 hat geschrieben:Ich finde, dass Mercedes unter Wert geschlagen wurde.

Sie haben nach wie vor das Stärkste Auto im Feld. na gut, jetzt haben sie 3 Rennen nicht gewonnen aber es gab immer Gründe.

In Melbourne wurde der Sieg geklaut bedingt durch die SC Phase und in Bahrain war der getriebeschaden vom Hamilton ausschlaggebend, sowie die späte Reaktion von der Mercedes Mauer. Ansonsten wären das 2 Siege gewesen.

In China, mag das ganze wohl irgendwie in die falsche Richtung beim Setup geschuldet sein.

Abwarten! Die Saison ist noch lang!


Bottas hätte gestern relativ locker gewonnen ohne SC, sie hatten einfach 3x Pech und hätten gut und gerne alle 3 Rennen gewinnen können/müssen. Meiner Meinung nach ist der MAMG nach wie vor das schnellste Auto im Feld und die Saison wird wohl relativ ähnlich laufen wie 2017.

Ohne das SC und die frischen Reifen wäre Red Bull gar nicht mit bei der Musik gewesen!
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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon DeLaGeezy » 16.04.2018, 08:39

ich sehe keine krise. 2x in diesem jahr hat das sc aus mercedes sicht das rennen "zerstört".

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon G.E. » 16.04.2018, 08:43

Schön ist im Moment, dass Mercedes nicht automatisch, schon vor dem Rennen, als Sieger da steht.

Mercedes hat immer noch ein hervorragendes Auto.
Das mag stimmen, im Zusammenhang mit dem Gesamtpaket.

Man muss sich aber auch mal die Mercedes Kundenteams ansehen und die sind ja wohl auf dem absteigenden Ast.

Ich denke nicht das Mercedes nachgelassen hat.
Eher ist es so, dass zumindest Ferrari und RB aufgeschlossen haben.
Mercedes kam dagegen nicht wirklich weiter.
Irgend wann ist es eben Ende mit der Entwicklung.

Allerdings denke ich schon, dass sich Mercedes im Laufe der Saison wieder erholt.
Bis dahin müssen Ferrari und RB so viele Punkte mitnehmen wie irgendwie möglich.
Einfach um einen erneuten Mercedes-WM zu verhindern.

Ricciardo wäre doch mal ganz nett als WM :wave:
Wer einen Schreibfehler findet, darf ihn gerne behalten.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon ..::Borni::.. » 16.04.2018, 09:09

Hätte es in Australien kein VSC und in China kein SC gegeben, hätten wir schon zwei Mercedes Siege gesehen. Und in Bahrein hat nur eine Runde gefehlt und dann hätte Bottas gewonnen. Mercedes wird auch dieses Jahr wahrscheinlich wieder beide Titel abgreifen. Das Auto ist auf Ferrari Niveau, die Strategieabteilung ist etwas ausgebuffter, das Fahrzeug wahrscheinlich etwas zuverlässiger und Hamilton wird sicher auch bald wieder aufdrehen wenn er den Druck spürt. Also mein Tipp bleibt, Hamilton wird WM.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon f1fan02 » 16.04.2018, 09:16

Redaktion hat geschrieben:Aber die goldenen Jahre der silbernen Pfeile scheinen sich dem Ende zuzuneigen:


Na sieh mal an. Wie sich das Blatt nur innerhalb von 3 (in Worten DREI (!!!)) Rennen wendet. In Australien, nach dem Qualifying war Mercedes nach Ansicht der hiesigen Forenexperten, ja "noch dominanter" als in den letzten Jahren. Beide WM-Titel quasi schon vergeben. Ein ominöser Power-Modus, den nur das Mercedes-Werksteam besitzt, der geschätze 5-7 Zehntel ausmacht, blablabla alles heiße Luft :rotate:
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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon papi » 16.04.2018, 09:17

Bezüglich Raikkönnen:
Irgend jemand hier im Forum (ich weiß leider nicht mehr wer) schrieb nach den freien Trainings dieses Wochenende, das es auch möglich sei, das Vettel in den Trainings extra nicht Vollgas fährt, um den Motor zu schonen. Dass das ein Versuch ist, das Material so gut es geht zu schonen, und nur im Qualifying und Rennen zu belasten.

Ich finde den Gedankengang sehr interessant und es wäre auch für mich durchaus vorstellbar/nachvollziehnbar. Hier wäre dann die Frage, inwiefern Raikkönnen (in Vergleich zu Vettel) wirklich an die alte Stärke anknüpfen kann, oder ob es viel mehr ein Ausdruck eines langfristigeren Schachzuges von Vettel ist.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon NR6-KeepFightingMSC » 16.04.2018, 09:44

papi hat geschrieben:Bezüglich Raikkönnen:
Irgend jemand hier im Forum (ich weiß leider nicht mehr wer) schrieb nach den freien Trainings dieses Wochenende, das es auch möglich sei, das Vettel in den Trainings extra nicht Vollgas fährt, um den Motor zu schonen. Dass das ein Versuch ist, das Material so gut es geht zu schonen, und nur im Qualifying und Rennen zu belasten.

Ich finde den Gedankengang sehr interessant und es wäre auch für mich durchaus vorstellbar/nachvollziehnbar. Hier wäre dann die Frage, inwiefern Raikkönnen (in Vergleich zu Vettel) wirklich an die alte Stärke anknüpfen kann, oder ob es viel mehr ein Ausdruck eines langfristigeren Schachzuges von Vettel ist.


Genau, wenn ich nicht Vollgas fahre, dann bin ich minimal langsamer als der Teamkollege und sobald ich Vollgas gebe minimal schneller. Ergibt sehr viel Sinn.
Und wenn da Ferrari eingreift und den Motor auf weniger Leistung laufen lässt, dann wird mit Kimi das gleiche gemacht.
Das Auto liegt Kimi einfach besser dieses Jahr, sodass er immer auf Anhieb schnell ist, während Vettel erst nach dem Set Up suchen muss.
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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon guxxn » 16.04.2018, 10:33

DeLaGeezy hat geschrieben:ich sehe keine krise. 2x in diesem jahr hat das sc aus mercedes sicht das rennen "zerstört".


sehe ich genauso! langsam irgendwie ärgerlich, dass wegen andere gute fahrer/autos nicht zeigen können was sie eigentlich wirklich können :)

und ich rede von mercedes und ferrari..!

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon Mike89 » 16.04.2018, 10:56

papi hat geschrieben:Bezüglich Raikkönnen:
Irgend jemand hier im Forum (ich weiß leider nicht mehr wer) schrieb nach den freien Trainings dieses Wochenende, das es auch möglich sei, das Vettel in den Trainings extra nicht Vollgas fährt, um den Motor zu schonen. Dass das ein Versuch ist, das Material so gut es geht zu schonen, und nur im Qualifying und Rennen zu belasten.

Ich finde den Gedankengang sehr interessant und es wäre auch für mich durchaus vorstellbar/nachvollziehnbar. Hier wäre dann die Frage, inwiefern Raikkönnen (in Vergleich zu Vettel) wirklich an die alte Stärke anknüpfen kann, oder ob es viel mehr ein Ausdruck eines langfristigeren Schachzuges von Vettel ist.


Ach das ist doch völlig hanebüchen :facepalm: . Man hat 2 Autos und für gewöhnlich fährt man in den Trainings etwas unterschiedliche Programme, daher ist mal der eine und dann der andere schneller. Zumal, warum sollte Kimi dann nicht auch den Motor "schonen", in den Trainings geht es schließlich nicht um Zeiten.

Was die Speed von Räikkönen angeht. Hätte Kimi den letzten Sektor etwas besser hinbekommen, hätte er in China auf der Pole gestanden. Auch in Bahrain war seine Q3 Runde nicht perfekt. Im Rennen kann er das dann nicht mehr so gut umsetzen, alles nichts Neues.

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Re: "Das ist die neue Realität": Mercedes-Ära vor dem Ende?

Beitragvon papi » 16.04.2018, 10:59

Mike89 hat geschrieben:Ach das ist doch völlig hanebüchen :facepalm:

Ist ja auch nur eine Vermutung und Theorie. Und diese können durchaus mal hanebüchen sein :) :wink:
Wenn man sich das mal neutral betrachtet könnte es eben durchaus Sinn machen. Ist aber eben nur eine Theorie :wink:


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