Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

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Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Redaktion » 31.01.2018, 22:45

Ab 2018 wird es keine Grid-Girls mehr in der Formel 1 geben, zu diesem Thema hat sich Redakteurin Maria Reyer ein paar Gedanken gemacht
Grid Girl

Ab 2018 wird es keine Grid-Girls mehr in der Formel 1 geben

Die Frau als schmuckes Beiwerk in der Formel 1 ist Geschichte. Das Formel-1-Management hat beschlossen, dass ab der Saison 2018 keine Grid-Girls mehr auf der Startaufstellung stehen werden. Endlich.

In einer kurzen Presseaussendung erklärt Marketingchef Sean Bratches, dass das Auftreten von Grid-Girls nicht den Werten der Marke Formel 1 entspreche, außerdem sei die Praxis nicht mit "modernen sozialen Normen" vereinbar. Die Frauen in der Startaufstellung seien weder "angemessen" noch "relevant" für den Sport und deren Fans, so die Begründung der Entscheidungsträger.

Als Frau, die in dieser Branche arbeitet, kann ich den Formel-1-Bossen zu ihrer Entscheidung nur gratulieren. Denn Grid-Girls sind ein längst überholtes Modell aus einer vergangenen Zeit. "Sex, drugs & rock'n'roll", das war einmal. Wie Sportchef Ross Brawn erkannt hat: "Viele Menschen schätzen die Grid-Girl-Tradition, aber es gibt welche, für die sie etwas den Zeitgeist verfehlt."

Über 40 Jahre sind Frauen in der Startaufstellung gestanden und hielten Schilder und Fahnen hoch. Sie trugen hohe Absätze, knappe Röckchen und wurden zu lebenden Reklameflächen von Sponsoren. Eine ausgeklügelte Werbeform, schließlich richteten alle Kameras ihre Linsen auf die hübschen, jungen Mädchen, um ihre männlichen Zielgruppen damit anzusprechen.

"Rolle der Frau ist inzwischen eine andere"

Welches Bild der Sport dabei allerdings in die Wohnzimmer nach Hause transportierte, darüber begann man erst vor wenigen Jahren nachzudenken. Die junge Frau ohne Makel, die dem Ideal von Weiblichkeit exakt entsprach und Sexappeal versprühte, wurde dem todesmutigen Rennfahrer und dessen monströsem Gefährt zur Seite gestellt. Der Kontrast war geschaffen, das perfekte Bild im Kasten. Die Frau wurde auf ihr Äußeres reduziert, konnte sich präsentieren und musste ständig lächeln. Aber bitte nur nicht den Mund aufmachen!


Großer Preis von Abu Dhabi - Girls

 

Nun kann man einwenden, dass sich die Frauen freiwillig in die Startaufstellung gestellt und als Grid-Girl gedient haben. Ja, das stimmt. Aus den unterschiedlichsten Gründen haben sich Frauen präsentiert. Manche hofften so, ihrem Formel-1-Idol einmal nahe sein zu können. Andere knüpften Kontakte, um als Models erfolgreich arbeiten zu können. Wieder andere waren bereits etablierte Playmates, und wollten sich am Wochenende Taschengeld dazuverdienen. Das kann man keiner Frau vorwerfen, das Scheinwerferlicht hat eben eine gewisse Anziehungskraft. Das Grundproblem liegt aber tiefer: Die Formel 1 bot den jungen Frauen jahrelang die Möglichkeit dazu.

Die Rolle der Frau in der westlichen Gesellschaft hat sich in den vergangenen 40 Jahren allerdings stark gewandelt. Dieser Wandel ist nun auch endlich im Motorsport angekommen. Die Langstrecken-WM (WEC) fährt schon seit 2015 ohne Grid-Girls, die 24 Stunden von Le Mans verloren dadurch dennoch nicht an Faszination. "Für mich ist das ein Phänomen, das der Vergangenheit angehört", erklärte WEC-Chef Gerard Neveu bereits damals. "Die Rolle der Frau ist inzwischen eine andere."

Der Fan sollte in die Startaufstellung

Ein kleines Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, die Formel 1 wäre keine Männerdomäne. Frauen säßen in den Führungspositionen im Management und würden über Sponsorendeals bestimmen. Würde es dann immer noch rein weibliche Grid-Girl-Paraden am Rennsonntag geben? Wohl kaum. Frauen würden schließlich nicht Frauen zum Vergnügen der Männer zur Schau stellen.

Lewis Hamilton

In Spielberg waren die "Formula Unas" im Dirndl "Botschafterinnen" Österreichs

Nun sitzen Frauen zwar nicht am Schalthebel der Macht, allerdings aber vor den Fernsehgeräten. Es gibt eine nicht zu unterschätzende weibliche Anhängerschaft, die weiter wächst. Die Zielgruppe hat sich dadurch verschoben. Frauen wollen den Sport genießen, ohne sexistische Rollenbilder ihres Geschlechts vor dem Start suggeriert zu bekommen.

Wie Bratches richtig erkannt hat: Es sind nicht die Girls, um die sich dieser Sport dreht. Es ist der Sport selbst, die Autos und Piloten. Demnach sind Grid-Girls tatsächlich irrelevant für das sportliche Geschehen. Sie sind einzig Teil der Werbemaschinerie, ein Relikt aus der Vergangenheit. Die Formel 1 könnte sich in diesem Punkt etwas vom Fußball abschauen. Denn die Ballkinder sind ein vorbildliches Konzept, die das Spiel nur deswegen nicht unattraktiver machen. Auch Fans in der Startaufstellung würden die Formel 1 offener und moderner wirken lassen. Außerdem würde das zu Libertys Gedanken der Fannähe passen.

Warum gibt es keine Grid-Boys?

Schließlich muss man sich auch die Frage stellen, warum sich Grid-Boys nie durchgesetzt haben. Einerseits gibt es keine Interessenten, andererseits werden sie vom großteils männlichen Publikum nicht gewünscht. Vor einigen Jahren gab es beim Grand Prix von Monaco eine Startaufstellung mit männlichen Models. Sebastian Vettel regte sich darüber wild auf und meinte: "Wenn ich das Auto abstelle und mir den Hintern von George und Dave ansehen muss, dann bin ich damit nicht glücklich." Wie würde eine Pilotin darauf reagieren?

Frauen gehören weg aus der Startaufstellung rein in die Rennautos, Kommentatorenkabinen und in die Entscheidungsgremien der Teams. Schließlich sollen sie den Sport, der nicht nur für Männer veranstaltet wird, selbst aktiv mitgestalten. Es ist schön zu sehen, dass das männliche Formel-1-Management erste Schritte in diese Richtung setzt.


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Re: Kolumne: Warum die Abschaffung der Grid Girls notwendig war

Beitragvon Iceman24 » 31.01.2018, 22:59

Meiner Meinung nach ist die Abschaffung der Grid Girls genau richtig. In einem nächsten Schritt können wir die Frauen dann dazu bringen, endlich eine Burka zu tragen. Dann sind sie endlich geschützt vor uns Männern.
Bild

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon abloo » 31.01.2018, 23:14

Redaktion hat geschrieben:Sie trugen hohe Absätze, knappe Röckchen und wurden zu lebenden Reklameflächen von Sponsoren.


Und dann in der Bildercollage die Grid Girls aus Abu Dhabi zeigen, die verdammt kurze Miniröckchen anhaben, 50 cm Absätze und vor allem total zugekleistert sind mit Reklame so das man gar nicht mehr erkennen kann das das Frauen sind...

Das Der Fan sich da jetzt hinstellen soll, also wirklich das klappt doch hinten und vorne nicht.. Welcher Fan stellt sich da bitte ne halbe stunde hin wenn er den Kontakt mit dem Piloten nicht haben kann.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon _alec » 01.02.2018, 01:54

..an den Autos bringen die Finnen an um Sponsoren zu platzieren
und an Frauen ist das ganz was anderes. Da sind die Sponsoren sch... egal :D

Um eine schöne Frau nicht auf eine Litfaßsäule zu reduzieren
die nur ein Schild halten kann, sollen die der noch ein Schild geben
..und nen Regenschirm. Bei gutem Wetter nen Sonnenschirm.
Dann haben die eine Daseinsberechtigung und grinsen nicht nur schön in der Gegend rum.

Die Mädels werden doch nicht dazu gezwungen.
Die Auswahl der Klamotten könnte man überdenken,
aber gegen eine schöne Frau neben einem geilen Boliden ..wer echauffiert sich denn daran ?

Nebenkriegsschauplätze schaffen um am wesentlichen vorbei zu lenken.
Mehr ist nicht..

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon ItachiU » 01.02.2018, 03:06

Redaktion hat geschrieben:Vor einigen Jahren gab es beim Grand Prix von Monaco eine Startaufstellung mit männlichen Models. Sebastian Vettel regte sich darüber wild auf und meinte: "Wenn ich das Auto abstelle und mir den Hintern von George und Dave ansehen muss, dann bin ich damit nicht glücklich."


:rofl: :rofl: :rofl:

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon turbocharged » 01.02.2018, 07:03

Was für ein schwachsinniger Artikel. Da verdummt man ja beim Lesen.

Frauen gehören weg aus der Startaufstellung rein in die Rennautos, Kommentatorenkabinen und in die Entscheidungsgremien der Teams.

Ich bin auch für eine Frauenquote.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Cubi » 01.02.2018, 08:30

ItachiU hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:Vor einigen Jahren gab es beim Grand Prix von Monaco eine Startaufstellung mit männlichen Models. Sebastian Vettel regte sich darüber wild auf und meinte: "Wenn ich das Auto abstelle und mir den Hintern von George und Dave ansehen muss, dann bin ich damit nicht glücklich."


:rofl: :rofl: :rofl:


Wo er Recht hat, hat er Recht!

Irgendwie wird doch hier vergessen, dass mit Sicherheit keine einzige der Damen zu dieser Demütigung gezwungen wurde. Ganz im Gegenteil, da wird sich ganz offiziell darauf beworben, einfach um sich selbst oder das Land zu repräsentieren. Was soll daran falsch sein?

Wo sollen Grid Girls den Zeitgeist verfehlen? Frauen, die sich permanent halbnackt auf Instagram und Co. präsentieren haben riesige Fanbases und werden mit Werbedeals, usw. überhäuft. Sex Sells, das galt damals, genauso wie es heute auch noch gilt. Und dass Frauen sich dadurch abgeschreckt fühlen, ist doch genauso Blödsinn! Frauen haben kein Problem damit sich auch andere hübsche Frauen anzusehen, das entsprechende Selbstvertrauen vorausgesetzt.

Frauen gehören in die Rennautos? Da stimme voll und ganz zu. Aber wie wäre es denn dann mit Grid Boys für die Frauen und Girls für die männlichen Fahrer? Oder der/die Fahrer/in darf sich aussuchen, auf wessen Hintern er lieber schauen will....

Mann kann aber auch alles überregulieren....

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Calvin » 01.02.2018, 08:34

Redaktion hat geschrieben:Ein kleines Gedankenexperiment: Man stelle sich vor, die Formel 1 wäre keine Männerdomäne. Frauen säßen in den Führungspositionen im Management und würden über Sponsorendeals bestimmen. Würde es dann immer noch rein weibliche Grid-Girl-Paraden am Rennsonntag geben? Wohl kaum. Frauen würden schließlich nicht Frauen zum Vergnügen der Männer zur Schau stellen.


Was für ein Quatsch. Dazu braucht es kein Mann/Frau-Schublade. Wenn eine Person wenig Skrupel hat, hat auch eine Frau keine Skrupel Frauen zur Schau zu stellen solange es Geld regnet. Siehe Heidi Klum. Die führt Jahr für Jahr junge Frauen in die Manege und stellt diese Bloss.

Und ganz ehrlich, Models werden halt auf ihr aussehen reduziert und sind halt Menschen, mit denen irgendwelche Sachen verkauft werden sollen. Ob Mann oder Frau.

Und ich bin eher ein linker, ein "Gutmensch". Bin auf jeden Fall dafür dass man gegen Sexismus vorgeht. Aber wenn die ganze Situation dermassen ausgenützt und ausgeschlachtet wird, erreicht man eher das Gegenteil.
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon EffEll » 01.02.2018, 09:07

Eigentlich ist es mir egal. Aber ich fühle mich missbraucht. #metoo
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Cubi » 01.02.2018, 09:22

Calvin hat geschrieben:Und ich bin eher ein linker, ein "Gutmensch". Bin auf jeden Fall dafür dass man gegen Sexismus vorgeht. Aber wenn die ganze Situation dermassen ausgenützt und ausgeschlachtet wird, erreicht man eher das Gegenteil.


Genau das bringt es doch auf den Punkt. Es ist doch kein Sexismus, nur weil man da ein paar hübsche Mädels hinstellt, die das Ganze auch noch gerne tun und sich am Ende über die Aufmerksamkeit und das Geld freuen. Diese ganze Debatte ist so verdammt sinnlos...

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon EffEll » 01.02.2018, 09:24

_alec hat geschrieben:.
die nur ein Schild halten kann, sollen die der noch ein Schild geben
..und nen Regenschirm. Bei gutem Wetter nen Sonnenschirm.
Dann haben die eine Daseinsberechtigung und grinsen nicht nur schön in der Gegend rum.

..

In der MotoGP ist das wirklich so. Da halten die Damen den Schirm, während die Fahrer in der Aufstellung auf den Mopeds sitzen.
Aber es ist doch irgendwie auch eine Aufgabe, den Startplatz, die Startnummer und die Landesflagge anzuzeigen
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon FU Racing Team » 01.02.2018, 09:29

Es ist ja schön, dass Frau Reyer das Wegfallen der Grid-Girls nicht stört, aber vielleicht sollte man, auch als Redakteurin, über den eigenen Tellerrand schauen und Dinge in Relation sehen. Wie viele weibliche Formel-1-Fans gibt es überhaupt? Wie viel Prozent der Gesamtmasse sind es? 5-10%? Vielleicht. Und ich denke, dass den meisten weiblichen Fans die Grid Girs kein Dorn im Auge waren. Die Debatte ist in meinen unehrlich und künstlich aufgeblasen. Denn wenn man gegen Grid Girls argumentiert, muss man sämtliche Zuschaustellung von attraktiven Frauen angehen, also u. a. die gesamte Model-Branche. Natürlich wird das nicht geschehen. Die Frage ist ja, wen hat es denn ernsthaft gestört, dass Grid Girls die GP-Wochenenden aufgehübscht haben?

Zum Ergebnis: man will einen Wandel bei der Rolle der Frau. Man will sie weg von der Werbefläche und hinein uns Cockpit bringen. Wer glaubt, dass es einen pos. Effekt auf die Chancen von Frauen auf Renncockpits hat, wenn man Grid Girls verbietet, dem ist in meinen Augen nicht zu helfen. Statt mehr werden wir nun noch weniger mit Frauen im Motorsport zu tun haben.

Die Tatsache, dass Grid Boys nicht gut ankamen, unterstreicht ja nur, wer in der Formel-1 die Zielgruppe ist, nämlich Männer!
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Spocki » 01.02.2018, 09:33

Redaktion hat geschrieben:Vor einigen Jahren gab es beim Grand Prix von Monaco eine Startaufstellung mit männlichen Models. Sebastian Vettel regte sich darüber wild auf und meinte: "Wenn ich das Auto abstelle und mir den Hintern von George und Dave ansehen muss, dann bin ich damit nicht glücklich."

Vettel ist damals regelrecht ausgerastet! Als das Rennen zu Ende war hat er Zuhause ein paar Fensterscheiben zerschlagen, es hat vier Mann gebraucht, um ihn zu fixieren.
:puke:

Der hat das damals mit einem müden lächeln gesagt, als er gefragt wurde, ob er die Grid Girls vermissen würde.

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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 01.02.2018, 09:44

Ist/war es ein Anachronismus? Vielleicht.
Hilft es, Frauen in F1-Führungspositionen, Kommentatorenboxen oder gar in die Cockpits zu bringen? Nein.
Denn es dürfte wohl eher selten vorkommen, dass jemand, der im Model-Business weiter kommen will, sich erst in den grid stellt und danach Rennstrategien für Williams ausarbeitet.
Der Zusammenhang ist konstruiert und mit Verlaub lächerlich.

Ich sehe auch überhaupt keine "Abwertung" der jungen Frauen, die sich im grid platzierten, sie wussten ganz genau, was sie da tun. Im Gegenteil, dieser semi-feministische Ansatz degradiert diese Frauen zum "Blödchen", so von Frau zu Frau.
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Manisch
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Re: Kolumne: Warum es keine Grid-Girls in der Formel 1 braucht

Beitragvon Manisch » 01.02.2018, 09:49

Ja, die Formel 1 braucht die Grid Girls nicht zum Funktionieren.
Aber Nein, die Girls schaden der Formel 1 auch nicht.

Die Formel 1 verpasst meiner Meinung nach eine riesige Chance Frauen zu stärken.
Anstatt die Gird Girls abzuschaffen hätte man sie lieber "optimieren" sollen.

In dem Kommentar werden beispielsweise knappe Röcke angesprochen - die gibt es aber in meiner Wahrnehmung immer seltener. Italien war da teilweise relativ knapp. Aber Abu Dhabi ist doch ein großartiges Beispiel dafür, dass man eben NICHT viel Haut zeigen muss und trotzdem attraktiv sein kann. Und auch die Dirndl in Österreich waren doch voll ok.

Warum macht Liberty es sich also nicht zur Aufgabe und legt ein paar Richtlinien fest, damit wir weniger Heineken-Girls und mehr Dirndl haben?

Die logische Konsequenz ist ansonsten nur, dass man das gesamte Model-Business abschafft. Auch Instagram sollte verboten werden.
__

Unabhängig davon sehe ich das größere Problem in gewissen Fotografen, aber auch Bildergalerien. Es sind immer mal Bilder bei, wo den Mädels direkt und ganz nah auf die Brüste fotografiert wird. Und Seiten wie formel1.de zeigen solche Bilder dann in ihren Bildergalerien. Das ist tatsächlich unangenehm und da sollte der Chef tatsächlich mal auf den Tisch hauen.


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