Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

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Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Redaktion » 28.11.2017, 15:02

Nach seinen 100 Testrunden in Abu Dhabi erläutert Robert Kubica ausführlich, wie es ihm körperlich ergangen ist und warum er auf das Williams-Stammcockpit hofft
Robert Kubica

Robert Kubica drehte am Dienstag in Abu Dhabi 100 Runden im Williams FW40

Robert Kubica hat seine ersten Erfahrungen am Steuer des 2017er Williams-Boliden gesammelt. Am Dienstag, dem ersten von zwei Tagen des Pirelli-Reifentests der Formel 1 auf dem Yas Marina Circuit in Abu Dhabi, drehte Kubica 100 Runden und erzielte dabei eine persönliche Bestzeit von 1:41.296 Minuten. Mit dieser Zeit rangierte er auf Platz acht im Klassement, bevor er den Tag planmäßig vorzeitig beendete.

"Ich finde, es war ein produktiver und intensiver Tag, wenngleich ich nicht den ganzen Tag lang im Auto saß", so Kubica, der den Williams FW40 für die Nachmittagsstunden an Stammfahrer Lance Stroll übergeben hat. Am Mittwochnachmittag wird der Pole allerdings nochmals auf die Strecke gehen.

Die "100 Runden mit einem für mich neuen Auto und und vielen verschiedenen Dingen, wie den zahlreichen unterschiedlichen Reifenmischungen" bezeichnet Kubica als "das, was wir uns vorgenommen hatten". "Was die gewonnenen Information betrifft, war es für mich ein produktiver Tag und ich hoffe, dass mein Feedback auch für das Team hilfreich sein wird", so der 32-jährige Pole, der sich Hoffnungen macht, für die Saison 2018 das zweite Williams-Stammcockpit zu ergattern.


Fotos: Williams, Testfahrten in Abu Dhabi

Lance Stroll (Williams)

Im August dieses Jahres hatte Kubica seine ersten Erfahrungen überhaupt am Steuer eines 2017er-Boliden gesammelt. Damals fuhr er auf dem Hungaroring den Renault RS27. Welche Unterschiede sind beim Vergleich Williams vs. Renault aufgefallen? "Es gibt eine ganze Reihe von Unterschieden. Obwohl die Jungs eine lange Saison hinter sich haben, war die Atmosphäre in der Box sehr gut. Das hat mich schon überrascht, wenn man bedenkt, wie lang und ermüdend die Saison für sie gewesen sein muss. Was das Auto betrifft, so ist es natürlich ein anderes. Das gilt aber auch für die Strecke und für die Reifen. Für mich war im Grunde alles neu."

"Dennoch konnte ich einige der Erfahrungen aus Budapest einfließen lassen", bemerkt Kubica, der vor einigen Wochen auf dem dortigen Hungaroring auch den 2014er-Williams getestet hatte und damit seinen Einstand im Williams-Team gegeben hatte. Am Set-up des aktuellen FW40 habe er am Dienstag nicht gearbeitet, wie der Pole betont: "Wir haben die Balance mehr oder weniger so gelassen, wie sie vom Team voreingestellt wurde. Natürlich muss man ein paar fahrerspezifische Anpassungen vornehmen, aber wenn wir noch mehr Zeit haben, dann lässt sich das noch ausweiten. Grundsätzlich ging es heute darum, Vergleiche mit verschiedenen Reifenmischungen zu fahren."

Einschränkungen ja, aber...

Eines unterstreicht Kubica ganz deutlich: "Für mich ging es heute nicht darum, das Maximum aus dem Auto herauszuquetschen. Das Ziel war es, von Beginn an ein vernünftiges Tempo zu fahren, sodass wir mit konstanten Runden die Reifen evaluieren konnten. Das war der Plan für den Tag und ich denke, den haben wir erfüllt."

Robert Kubica

Kubica gibt zu, dass er mit Einschränkungen fährt, ist aber zuversichtlich

Und noch etwas stellt der Pole, dessen Verletzungen am rechten Arm beim schweren Rallye-Unfall im Februar 2011 in Italien erheblich waren, klar heraus: "Jemand sagte, ich würde mit einer Hand fahren. Ich fahre nicht mit einer Hand, es ist gar nicht möglich, ein Formel-1-Auto mit einer Hand zu fahren. Es stimmt aber, dass ich ein paar Einschränkungen habe. Das menschliche Gehirn funktioniert so, dass es körperliche Einschränkungen überwinden kann. Das ist normales tägliches Leben und etwas, mit dem ich vertraut bin."

Kubica beschloss den Tag mit vier Longruns über jeweils 14 Runden. "Ich bin zufrieden damit, wie meine Longruns gelaufen sind, muss aber auch sagen, dass die schon bei den vorherigen Tests gut waren", macht Kubica bei Williams Werbung in eigener Sache und stellt bezüglich seiner Fitness heraus: "Das zeigt, dass sich mein Programm abseits der Strecke ausgezahlt hat."

"Wenn ich daran denke, wo ich herkomme, muss ich zufrieden sein", betont Kubica. Bezogen auf das Vertrauen ins Auto lässt er wissen: "Da gibt es natürlich noch Luft nach oben, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Ich glaube nicht, dass man nach der ersten Fahrt in einem neuen Auto mehr Selbstvertrauen haben kann. Mein Selbstvertrauen ist groß und ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffen kann."

In diesem Zusammenhang stellt der ehemalige Formel-1-Stammfahrer heraus, dass alle seine Testfahrten, die er in diesem Jahr absolviert hat (zwei davon in 2017er-Autos) unterschiedliche Ziele hatten. "Ich habe jetzt insgesamt sechs Tests absolviert - alle mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielen. Abgesehen von den ersten beiden für Renault, bei denen es um eine grundlegende Einschätzung ging, gab es immer feste Programme für entweder das Team oder für Pirelli. Das heißt, es gibt nicht wirklich Zeit, um die Tests für mich selbst zu nutzen. Alles, was ich tun kann, ist so viele Informationen wie möglich aufzusaugen, um sie für mich nutzen zu können."

Vorausschau auf Mittwoch und die Zukunft

"Natürlich wäre es besser, mit 80 Prozent Erfahrung und 20 Prozent Neuerungen zu fahren. Das ist aber nicht der Fall, weil ich mich jeweils nach wenigen Runden wieder an etwas Neues gewöhnen muss", so Kubica, der damit beispielsweise auf die unterschiedlichen Reifenmischungen, die er am Dienstag im Auftrag von Pirelli testen musste, verweist.

Robert Kubica

Am Mittwoch wird Kubica den Williams nochmals testen, bevor man entscheidet

Am Mittwoch wird der Williams FW40 zunächst vom kürzlich von Renault zu Williams gelotsten Sergei Sirotkin gefahren, bevor Kubica das Auto am Nachmittag übernehmen wird. "Wenn ich morgen noch einmal einen so guten Tag wie heute oder vielleicht sogar einen noch besseren Tag haben sollte, dann wäre das klasse. Der heutige Tag hat mir sehr geholfen hinsichtlich des Selbstvertrauens und bezogen darauf, was möglich ist, was schwierig ist und was besser wird", unterstreicht Kubica.

Und so blickt der hoffnungsvolle Anwärter auf das zweite Williams-Cockpit vor seinem Einsatz am Mittwoch schon einmal weiter voraus: "Wenn das hier der Beginn von etwas gewesen sein sollte, dann war es ein guter Beginn, auf dem sich aufbauen lässt. Wenn daraus nichts werden sollte, dann war es trotzdem wert, es versucht zu haben."


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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Logi » 28.11.2017, 15:53

So hat man Kubica wenigstens wieder mal in einen aktuellen Formel 1 Auto gesehen, auch wenn es nur Testtage waren. Das hatten ihn ja einige nicht zugetraut.

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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Melassa » 28.11.2017, 18:45

Next step done. Schön. :thumbs_up:
Produktiver Tag für Robert und das Team. Und morgen geht es noch am Ende des Tages auf richtige Zeitenjagt. :D
#Support Kubica! #robertkubica_real

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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon don michele » 28.11.2017, 20:22

Es ist schon Wahnsinn, dass man mit so einer Verletzung ein Formel 1 Auto schnell bewegen kann, das verdient Respekt.
Was ich stark vermisse, sowohl von Renault als auch von Williams ist eine Aussage die ungefähr so klingt. "Kubica fuhr beeindruckende Zeiten, er hat uns überrascht und er war außerordentlich konstant."
Stattdessen liest man immer nur, war gut, war in Ordnung, etc. Alleine deswegen glaube ich nicht, dass es was wird, denn schließlich tauscht man Massa nicht gegen einen anderen aus weil dieser langsamer ist, sonder schneller. Die Longruns waren auf dem Niveau von Stroll, der eine halbe Sekunde langsamer ist als Massa.

Ich würde es ihm wünschen, allerdings denke ich, dass er zu langsam ist.
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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Black Box » 28.11.2017, 20:47

don michele hat geschrieben:Es ist schon Wahnsinn, dass man mit so einer Verletzung ein Formel 1 Auto schnell bewegen kann, das verdient Respekt.
Was ich stark vermisse, sowohl von Renault als auch von Williams ist eine Aussage die ungefähr so klingt. "Kubica fuhr beeindruckende Zeiten, er hat uns überrascht und er war außerordentlich konstant."
Stattdessen liest man immer nur, war gut, war in Ordnung, etc. Alleine deswegen glaube ich nicht, dass es was wird, denn schließlich tauscht man Massa nicht gegen einen anderen aus weil dieser langsamer ist, sonder schneller. Die Longruns waren auf dem Niveau von Stroll, der eine halbe Sekunde langsamer ist als Massa.

Ich würde es ihm wünschen, allerdings denke ich, dass er zu langsam ist.


Selbst wenn seine Zeiten noch nicht beeindruckend wären, dann ist es nur verständlich in der kurzen Zeit in Anbetracht all der Variablen um in herum und dem Handicap, ohne Grund wird man ihm nicht mehr als allen anderen Kandidaten Testzeit einräumen.

Williams wird wissen was sie tun.
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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon don michele » 28.11.2017, 21:33

Das Williams Team hat 10 Millionen Gründe, so viel zahlt Kubicas Sponsor Lotos.
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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon motorsportfan88 » 28.11.2017, 22:34

don michele hat geschrieben:Das Williams Team hat 10 Millionen Gründe, so viel zahlt Kubicas Sponsor Lotos.


Was aber "kein" Geld ist, wenn Kubica keine stabile Leistung bringen kann.
Ich bin mir auch nicht sicher was er kann, klar jeder wünscht ihm das es klappt!
Je mehr er fährt um so mehr wird er auch finden, die Zeit von heute ist ja nicht schlecht und darauf kann man gewiss aufbauen!

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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Laundry » 28.11.2017, 23:04

don michele hat geschrieben: .... denn schließlich tauscht man Massa nicht gegen einen anderen aus weil dieser langsamer ist, sonder schneller. Die Longruns waren auf dem Niveau von Stroll, der eine halbe Sekunde langsamer ist als Massa.



Richtig man ersetzt Massa nicht mit einem langsameren Fahrer. Sprich Williams ist davon überzeugt, dass Kubica schneller oder mindestens genauso schnell wie Massa ist.

Und der Vergleich mit Stroll hingt. Andere Temperaturen und andere Gummiverhältnisse.

Aber selbst wenn Kubica tatsächlich ähnliche Longruns gefahren ist, wie Stroll, dann ist das doch ausgezeichnet!
Das waren die ersten Kilometer mit diesem Auto, was Stroll ein ganzes Jahr gefahren ist. Zusätzlich waren es die ersten Kilometer in AbuDhabi. Ein Stroll hatte FP1 FP2 FP3. Kubica musste natürlich erstmal das Auto für sich einstellen. Die richtigen Settings finden. Das ist natürlich doppelt so schwer, wenn das Auto neu ist und man keine Referenzen hat. Er muss sich erstmal rantasten und die Grenzen des Autos erfühlen. Das dauert seine Zeit und zusätzlich war er nicht bedacht darauf. Den er sollte konstante Runden für das Team fahren.


Also wenn er tatsächlich direkt auf Stroll Niveau war. Sehr schön :thumbs_up:
"I'm not really a big fan of Fernando Alonso, ... , perhaps Robert Kubica in the right car might surprise everybody"

- Frank Williams

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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Black Box » 28.11.2017, 23:51

don michele hat geschrieben:Das Williams Team hat 10 Millionen Gründe, so viel zahlt Kubicas Sponsor Lotos.


Als ob das der Grund ist, noch weniger bei Renault, nur dass dort dann ein Sainz dazwischen kam.
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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Melassa » 29.11.2017, 00:13

Laundry hat geschrieben:Kubica musste natürlich erstmal das Auto für sich einstellen. Die richtigen Settings finden. Das ist natürlich doppelt so schwer, wenn das Auto neu ist und man keine Referenzen hat.

Wie er in diesem Interview selbst erklärt, war es sogar so, dass er das Auto nicht für sich einstellen durfte. Er musste mit den Einstellungen der Stammfahrer aus dem Rennen am Sonntag fahren. Er fand es interessant, andere Ansätze kennenzulernen :wink:

@don michele
Dir ist aber bewusst, dass die sich noch in Vertragsverhandlungen befinden? Es wäre nicht besonders klug, wenn sich Williams übermäßig beeindruckt zeigen würde. Wobei, wenn man sich die Aussagen von P. Lowe heute anhört...
Robert ist auf dem richtigen Weg.
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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon Deuerling Andreas » 29.11.2017, 01:21

Manche erwarten, dass Robert einsteigt und gleich den Rundenrekord knackt lol
Er wird heute schneller sein als Stroll, da bin ich mir sicher!
Es läuft so, wie ich es erwartet habe und wir werden ihn nächstes Jahr im Williams sehen... Würde ich mir zumindest wünschen.

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Re: Robert Kubica: "Fahre nicht mit einer Hand"

Beitragvon abloo » 29.11.2017, 02:17

Laundry hat geschrieben:
don michele hat geschrieben: .... denn schließlich tauscht man Massa nicht gegen einen anderen aus weil dieser langsamer ist, sonder schneller. Die Longruns waren auf dem Niveau von Stroll, der eine halbe Sekunde langsamer ist als Massa.



Richtig man ersetzt Massa nicht mit einem langsameren Fahrer. Sprich Williams ist davon überzeugt, dass Kubica schneller oder mindestens genauso schnell wie Massa ist.

Und der Vergleich mit Stroll hingt. Andere Temperaturen und andere Gummiverhältnisse.

Aber selbst wenn Kubica tatsächlich ähnliche Longruns gefahren ist, wie Stroll, dann ist das doch ausgezeichnet!
Das waren die ersten Kilometer mit diesem Auto, was Stroll ein ganzes Jahr gefahren ist. Zusätzlich waren es die ersten Kilometer in AbuDhabi. Ein Stroll hatte FP1 FP2 FP3. Kubica musste natürlich erstmal das Auto für sich einstellen. Die richtigen Settings finden. Das ist natürlich doppelt so schwer, wenn das Auto neu ist und man keine Referenzen hat. Er muss sich erstmal rantasten und die Grenzen des Autos erfühlen. Das dauert seine Zeit und zusätzlich war er nicht bedacht darauf. Den er sollte konstante Runden für das Team fahren.


Also wenn er tatsächlich direkt auf Stroll Niveau war. Sehr schön :thumbs_up:


Ich hab mir dazu einen anderen Vergleich mal angesehen... Kubica ist zum ersten Mal den aktuellen Williams Boliden gefahren. Richtig? Das ist ein Di Resta in Ungarn ja auch. Di Resta war in der Quali 0,7 Sekunden langsamer als Stroll. Wenn also ein Kubica ähnliche Longrunzeiten wie Stroll fährt könnte das also heissen das er bereits besser als Di Resta geeignet ist, da beide ja auch Simulatorerfahrungen haben. Richtig? Wenn man jetzt noch bedenkt das beide Male das Auto für Massa abgestimmt war hiesse das auch das Kubica sich besser anpassen könnte als Di Resta. Und das ist schon ein Schlagkräftiges Argument. Wie oft jammern denn die Piloten das die Abstimmung am Auto nicht passt und sie sich anpassen müssen. Das kommt doch pausenlos vor.

Ich bin jedenfalls schon gespannt auf den zweiten Trainingstag.


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