2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Teams

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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon meanmc » 26.12.2014, 17:17

@ Green Hell

Mein Kommentar war gar nicht auf dich gemünzt, würde dir nämlich sogar bezüglich Perez eher zustimmen. Der produzierte - Beispiele hast du bereits genannt - nämlich ordentlich unnötigen Schrott!

In Ungarn mit dem TK zusammengekracht - Hülkenberg out! Dann im weiteren Verlauf des Rennens der Fahrfehler, der in der Mauer endete...

In Singapur und USA wars glaub ich jeweils Sutil, den Perez umfuhr!

Bei Kanada scheiden sich ja die Geister...

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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Lurchi » 26.12.2014, 17:25

@ Green Hell, Sutil hat in Singapur eindeutig nicht genug Platz gelassen und ist Perez ins Auto gefahren (Perez war eindeutig mehr als eine halbe Wagenlänge neben ihm) :wink:

Ansonsten weiß ich nicht so richtig, was ich zu deinen Aussagen sagen soll. Hülkenberg macht einen Bogen um Perez... hab ich so nicht beobachtet. In Bahrain haben sie sich ein ziemlich heftiges Duell geliefert, ohne Berührung und unfaire Manöver auf beiden Seiten. Ansonsten wars eigentlich meist so, dass sie sich nie so richtig im Rennen begegnet sind. Achja doch, in Österreich, da waren sie aber auf unterschiedlichen Strategien.

Man kann sich ja immer die negativen Punkte herauspicken, wenn man will. Das tust du ja offensichtlich bei Perez. Ich kann den Spieß auch umdrehen und sagen, dass Perez Hülkenberg in Kanada bis zu seinem Bremsdefekt komplett deklassiert hat und es fast schon peinlich war, mit anzusehen, wie Perez auf P2 um den Sieg fährt und Hülkenberg irgendwo auf P6 oder so war. Wie gesagt, man kann sich immer das rauspicken, was man so braucht. In Hockenheim zum Beispiel wars andersherum, dort war Perez rein von der Speed her gegenüber seinem TK unterlegen.
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Green Hell » 26.12.2014, 19:22

meanmc hat geschrieben:@ Green Hell

Mein Kommentar war gar nicht auf dich gemünzt, würde dir nämlich sogar bezüglich Perez eher zustimmen. Der produzierte - Beispiele hast du bereits genannt - nämlich ordentlich unnötigen Schrott!

In Ungarn mit dem TK zusammengekracht - Hülkenberg out! Dann im weiteren Verlauf des Rennens der Fahrfehler, der in der Mauer endete...

In Singapur und USA wars glaub ich jeweils Sutil, den Perez umfuhr!

Bei Kanada scheiden sich ja die Geister...

Er hatte wenige richtig starke Rennen!


Ich hatte dich kommentiert , weil ich deine Aussage führ die Argumentation am besten fand :thumbs_up: :wink2:

Lurchi hat geschrieben:@ Green Hell, Sutil hat in Singapur eindeutig nicht genug Platz gelassen und ist Perez ins Auto gefahren (Perez war eindeutig mehr als eine halbe Wagenlänge neben ihm) :wink:

Sorry ,aber das Video zeigt doch eindeutig wie es war .
Werde jedoch kaum Chancen haben, dich zu überzeugen , seh ja dass du Fan von ihm bist .
Ich bin von keinem Fahrer Fan :rotate:
Der Frontflügel von Perez zerschelte am Heck von Sutil ungeachtet dessen , dass er mal vorher auf halber Höhe war.
Evtl. wollte Perez bei der folgenden Kurve wieder nah genug dran sein und wie bei den Kurven zuvor sich daneben zu setzten und möglichst vorbei .Cleverer gefahren und mit etwas Weitsicht hätte es auf den nächten "Geraden" klappen können .Seine Hitzköpfigkeit und Ungeduld zerstören ihm viele Rennen und auch die Rennen anderer , die darunter leiden müssen . Siehe Remake Sutil vs Perez mal aus einer ungewohnten Perspektive , wo man den Geschwindigkeitsüberschuss erkennt . Vermutlich kalte Bremsen/ Reifen aber dennoch unnötig die Kurve so anzubremsen . Mit einem großeren Kurvenradius kann er auch eine größere Kurvengeschwindigkeit fahren und hat eine höhere Geschwindigkeit am Kurvenausgang . Hier hat er es genau gegenteilig gemacht .
Ist mit hoher Geschwindigkeit in die Kurve reingestochen .Folgerichtig musste er ja auch härter bremsen , was ja letztendlich nicht reichte

Ich werde jedoch nicht mehr weiter darauf eingehen
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon meanmc » 26.12.2014, 19:30

@ Lurchi

Ungarn :wink:


zu Hamilton/Rosberg

Aus meiner Sicht wird hier auch etwas ungleich gewertet...
Ich glaube, Rosberg machte auch in der zweiten Saisonhälfte nicht MEHR Fehler als Hamilton!

Viele vergessen, dass Hamilton auch in Suzuka zweimal neben die Strecke kam - zusammen mit Ungarn sowie Sao Paulo sind das 4 Fahrfehler während der zweiten Saisonhälfte. Glaub viel mehr hat Rosberg auch nicht zu bieten... mit Kiesbetten hätte hier vielleicht sogar Rosberg manchmal das bessere Ende für sich gehabt.

Rosberg hatte seine beiden Verbremser in Monza, sowie einen in Russland. Und seine "Sache" am Ende der Geraden in den USA.

In Spa kann man beide nicht freisprechen, in Kanada hatten beide Probleme, und fuhren jeweils einmal geradeaus. Beide machten je einen Fehler in der Quali - Rosberg in Monaco, Hamilton in Österreich. Zudem kam der Quali-"Fehler" von Hamilton in GB. (könnte sogar den Crash im 3. FT in Suzuka noch nennen)

Ich denke, es war relativ ausgeglichen - Rosbergs Problem war vielmehr, dass ihn seine Fehler mehr kosteten. Ihn aber aufgrund der Fahrfehler gegenüber seinem TK abzuwerten find ich nicht richtig!
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon scott 90 » 26.12.2014, 20:23

meanmc hat geschrieben:
In Ungarn mit dem TK zusammengekracht - Hülkenberg out! Dann im weiteren Verlauf des Rennens der Fahrfehler, der in der Mauer endete...


Ich zitiere mal aus dem Rennbericht von Ungarn, den es auf dieser Seite gab.

Der vierte Deutsche im Bunde, Nico Hülkenberg, war da schon längst draußen. Kurz nach einem Restart attackierte er in der letzten Kurve seinen Force-India-Teamkollegen Sergio Perez, fuhr diesem drauf, sodass einige Teile flogen. Der Mexikaner konnte noch bis zu seinem eigenen (selbstverschuldeten) Crash (übrigens nur ein paar Meter weiter) in der 22. Runde weiterfahren, Hülkenberg schlitterte aber in die Barrieren und musste aufgeben.
"Da gibt es keine zwei Meinungen. Wer hinten drauf fährt, ist immer Schuld", sucht Hülkenberg gar nicht erst nach Ausreden. Für Perez war es "ein dummer Unfall, der sich natürlich auch auf das Handling des Autos ausgewirkt" und somit vielleicht seinen Abflug verursacht hat.


Wenn der Nico schon zugibt selbst Schuld zu sein und nicht wirklich klar ist wie sich das letztendlich der Schaden auf Perez Auto ausgewirkt hat, kann man nicht pauschal von einem Fahrfehler sprechen, genauso wenig muss man auch ganz klar festhalten wer da in wen reingekracht ist. Einfach viel zu optimistisch in der letzten Kurve so da reinzustechen.

Ansonsten sicher hatte Perez immer noch die Krankheit von 2012, er ist oft zu aggressiv aber gerade Kanada passt da auch nicht so ganz ins Muster. Denn normalerweise hat er seine durch agressive Strategien erarbeitete Positionen dann auch durchgebracht. Das in Singapur uff, also wie ihm Sutil da die Tür zuhaut ist auch nicht gerade die feine Art, wohingegen die Sache in Austin ganz klar sein Fehler war.

Man muss es vermutlich so sehen, ein Fahrer mit mehr Rennintelligenz fährt nicht so neben Sutil in Singapur, genauso wenig kämpft er dann weiterhin so verbissen gegen Massa obwohl sein Wagen solche Probleme macht. Und klar der Fehler in Austin passiert einem dann auch nicht, hier hat er viele Punkte liegen gelassen. Das in Monaco reiht sich da wunderbar ein, auch so eine Sache gib dem Gegner etwas mehr Platz und es passiert nichts, aber sein alleiniger Fehler wars eben auch nicht.
In Malaysia und Melbourne wäre sicher auch mehr dringewesen, aber wenn du aus der Box starten musst bzw. gar nicht starten kannst, ist das auch alles andere als optimal. Auch wenn dich der Teamkollege in der Quali klar geschlagen hat.
Dazu kommt halt auch wenn du dafür dann in Brasilien auch noch doppelt büßen musst, dritter Fahrer zerstörrt dein Fahrzeug und eine Rückversetzung gibt es dann auch noch.

Ich finde deswegen die 3+ absolut ok, denn er fiel ja durchaus positiv auf hat es aber eindeutig dann auch noch zu oft übertrieben um mit Hülkenberg am Ende auf Augenhöhe zu sein. Das kann man meiner Meinung nach auch aus dem Rennduell rauslesen welches 10:7 ausging. Hülkenberg besser, vorallem konstant besser aber Perez war da und hat ihm vereinzelt Probleme gemacht, aber eben nur vereinzelt weil er nicht immer schnell genug war und noch einige Fehler gemacht hat bzw. einfach nicht klug genug gefahren ist.
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Lurchi » 26.12.2014, 20:31

Green Hell hat geschrieben:
Lurchi hat geschrieben:@ Green Hell, Sutil hat in Singapur eindeutig nicht genug Platz gelassen und ist Perez ins Auto gefahren (Perez war eindeutig mehr als eine halbe Wagenlänge neben ihm) :wink:

Sorry ,aber das Video zeigt doch eindeutig wie es war .
Werde jedoch kaum Chancen haben, dich zu überzeugen , seh ja dass du Fan von ihm bist .
Ich bin von keinem Fahrer Fan :rotate:


Das macht wohl wirklich keinen Sinn. Und warum du jetzt plötzlich ein Video von dem Crash in Austin reinballerst, um deine Aussage bezüglich Singapur zu unterlegen, verstehst auch nur du.
Naja, Sutil fährt dem Perez jedenfalls eindeutig in die Linie (ich beziehe mich auf Singapur, von Austin war überhaupt keine Rede). Um eine genaue Stelle zu nennen, von 00:08sec-00:09sec in dem Video, das du vorher gepostet hast, sieht man wie Sutil ihm in die Linie fährt, obwohl Perez da noch ne halbe Wagenlänge neben ihm ist. Dann bremst Perez logischerweise, kann aber einen Crash nicht mehr verhindern.
Auch ziemlich arm, dass du die Fan-Karte spielst. Dann brauchst du ja bei jeder Diskussion nur zu behaupten, dein Gegenüber sei Fan von dem und dem, und schon haste gewonnen.

@ Lurchi

Ungarn :wink:

Was ist mit Ungarn?
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Plauze » 26.12.2014, 20:54

Schön, dass sich hier auch eine kleine Diskussion entfaltet, der Thread soll ja durchaus dazu anregen, sich nochmal ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen. Manches sieht man in der Rückschau ja vielleicht auch anders. Und zu vielem gibt es natürlich auch mehrere gültige Meinungen.

Zum Thema Perez:
Die Kollision in Ungarn geht meiner Meinung nach auf Hülkenbergs Kappe. Hat dieser auch klipp und klar eingestanden, und für mich ist das damit eigentlich abgehakt. Perez' Abflug danach war sicher ein Fahrfehler des Mexikaners, allerdings wissen wir nicht, inwieweit er durch eine etwaige Beschädigung am Auto gehandicapt war. Angeblich war das Handling ja nach der Kollision nicht mehr das beste. An dem Sonntag haben sich beide Force-India-Fahrer nicht mit Ruhm bekleckert, folglich gibt es keinen Grund, Perez das Wochenende negativ anzurechnen und Hülkenberg nicht. Letzterer war da ausnahmsweise auch mal nicht so ganz auf der Höhe.

Das Video von Singapur habe ich mir jetzt noch zwei Mal angeschaut, und ich kann beim besten Willen nicht mit Sicherheit sagen, wer bei dem Vorfall eher Schuld hat. Ist ja keine klassische Auffahrsituation, sondern ein Stück weit ist es eine Hamilton/Rosberg/Spa-Situation. Der Hintermann (Perez) sticht zu optimistisch seitlich rein, der Vordermann (Sutil) bleibt zu stur auf seiner Linie und nimmt die Berührung in Kauf. Wenn man jetzt mal nicht krampfhaft bei irgendwem die Schuld sehen will, kann man das Ganze als Rennunfall zu den Akten legen - so hat es ja dann auch die Rennleitung gesehen, die bezüglich des Vorfalls keine weiteren Schritte unternahm.

Bleiben Montreal und Austin, nicht?
Zu Montreal ist schon viel geschrieben worden. Ich sah es damals als zu optimistische Linienwahl Massas, womit ich mich, glaube ich, in der Minderheit befand. Perez hat dann die Strafe bekommen. War sicher nicht optimal, zumal er einige Punkte hätte heimbringen können. Allerdings habe ich sowohl an Montreal als auch an die definitiv dumme Aktion des Mexikaners in Austin schon gedacht, als ich oben über Perez geurteilt habe.
Wie gesagt, die 3+ kann ich vertreten, wer will, mag natürlich gern auch kritischer urteilen.
Insgesamt denke ich aber schon, dass Perez sein Zweikampfverhalten ein wenig verbessert hat und sich eher positiv entwickelt hat im Vergleich zu seinem McLaren-Jahr. Da ist er mitunter ja wirklich auf Gedeih und Verderb in jede vermeintliche Lücke reingestochen. Geblieben ist eine gewisse Aggression, richtig. Aber ich finde, man darf getrost auch mal den Kampfgeist mancher Fahrer honorieren. Ist ja nicht nur negativ.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon meanmc » 26.12.2014, 21:17

Jau, der Abflug von Perez in Ungarn sah dem von Vettel verdammt ähnlich...

Hülkenberg will ich natürlich nicht widersprechen, auch da ich die Kollision nur in Ansätzen gesehen habe - ob man deshalb aber Perez freisprechen kann, bleibt trotzdem offen. (oder hat jemand eine ordentliche Aufzeichnung davon?)
Denn letztendlich kann ein Schuldeingeständnis auch einfach das Einsehen eines eigenen Fehlers sein - was nicht gleichbedeutend ist, dass der andere unschuldig ist - das aber nur allgemein...
Spielt aber auch keine Rolle, und nehm den ersten Teil meiner Ungarn-Aussage gerne zurück - Vettelmässig abgeflogen ist er ja trotzdem und hat sein Auto geschrottet!

Aber, mir ist ja egal, ob Perez nun ne 4 oder ne 3+ bekommt - hab nur wieder einen Perez gesehen, der mir mein Bild zu ihm bestätigt hat.
Scheinbar ist er irgendwie "immer" involviert, aber auch "nie" schuld?! Tja... kann ein Mensch so viel Pech haben :mrgreen:
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Green Hell » 26.12.2014, 21:20

Lurchi hat geschrieben:Das macht wohl wirklich keinen Sinn. Und warum du jetzt plötzlich ein Video von dem Crash in Austin reinballerst, um deine Aussage bezüglich Singapur zu unterlegen, verstehst auch nur du.
Naja, Sutil fährt dem Perez jedenfalls eindeutig in die Linie (ich beziehe mich auf Singapur, von Austin war überhaupt keine Rede). Um eine genaue Stelle zu nennen, von 00:08sec-00:09sec in dem Video, das du vorher gepostet hast, sieht man wie Sutil ihm in die Linie fährt, obwohl Perez da noch ne halbe Wagenlänge neben ihm ist. Dann bremst Perez logischerweise, kann aber einen Crash nicht mehr verhindern.

Adaptiere den letzten Satz meines letzten Posts zu Singapore , dann passt es wieder :wink:
Es ist ein typischer Fehler von Perez , den er immer wieder macht .
Er stößt ohne Überlegung in eine Lücke , versucht diese zu behaupten, die der Vordermann jedoch verteidigen darf .
Bei gleicher Höhe hätte ich anders entschieden , doch die war nie gegeben .
Mit dem 2 . Video wollte ich nur die wiederholt vertanen Chancen aufführen , die Perez eigendlich liegen lässt.

Im Gegensatz zu Rosberg Hamilton hatten hier beide Platz in Singapore .
Man kann das Video notfalls downloaden und in einer Superslowmotion betrachten .
Ist ja ein Zusammenschnitt 2er Betrachtungswinkel , deswegen nahm ich genau dieses Video beim 1. Beispiel
Da war immer noch ein Raum von über einem halben Meter in der Bremszone
Sehr gut zu sehen in der Betrachtung von hinten


Scott 90 hat geschrieben: Zitat Rennbericht : Der Mexikaner konnte noch bis zu seinem eigenen (selbstverschuldeten) Crash (übrigens nur ein paar Meter weiter) in der 22. Runde weiterfahren,

Dann ist Kimi´s Ferrari echt ein Panzer gewesen :wink2:
So wie dieser durchgeschüttelt wurde
meanmc hat geschrieben:Scheinbar ist er irgendwie "immer" involviert, aber auch "nie" schuld?! Tja... kann ein Mensch so viel Pech haben :mrgreen:


Selbst in Austin erkennt er seine Schuld nicht an

Plauze hat geschrieben:Schön, dass sich hier auch eine kleine Diskussion entfaltet, der Thread soll ja durchaus dazu anregen, sich nochmal ein paar Dinge ins Gedächtnis zu rufen. Manches sieht man in der Rückschau ja vielleicht auch anders. Und zu vielem gibt es natürlich auch mehrere gültige Meinungen.

Ich achte deine Arbeit und hab es auch so in deiner Einleitung verstanden .
Es wird immer unterschiedliche Ansichten geben , so wie jetzt , was aber ja nicht schlimm ist

Plauze hat geschrieben:Zum Thema Perez:
Die Kollision in Ungarn geht meiner Meinung nach auf Hülkenbergs Kappe. Hat dieser auch klipp und klar eingestanden, und für mich ist das damit eigentlich abgehakt. Perez' Abflug danach war sicher ein Fahrfehler des Mexikaners, allerdings wissen wir nicht, inwieweit er durch eine etwaige Beschädigung am Auto gehandicapt war. Angeblich war das Handling ja nach der Kollision nicht mehr das beste. An dem Sonntag haben sich beide Force-India-Fahrer nicht mit Ruhm bekleckert, folglich gibt es keinen Grund, Perez das Wochenende negativ anzurechnen und Hülkenberg nicht. Letzterer war da ausnahmsweise auch mal nicht so ganz auf der Höhe.

Von dem Hülkenberg Perez Manöver find ich leider kein passendes Video .
Hülkenberg sagt seine Schuld , OK , er kann es wenigstens eingestehen.


Plauze hat geschrieben:Bleiben Montreal und Austin, nicht?
Zu Montreal ist schon viel geschrieben worden. Ich sah es damals als zu optimistische Linienwahl Massas, womit ich mich, glaube ich, in der Minderheit befand. Perez hat dann die Strafe bekommen. War sicher nicht optimal, zumal er einige Punkte hätte heimbringen können. Allerdings habe ich sowohl an Montreal als auch an die definitiv dumme Aktion des Mexikaners in Austin schon gedacht, als ich oben über Perez geurteilt habe.

Massa hat glaube ich per Runde etwa 2 Sek aufgeholt .Die Linienwahl war unorthodox. Eigendlich musste der Unfall nicht sein , von beiden nicht . Es gab ihn jedoch . Massa hat auf jedenfall mehr als eine Teilschuld .

Austin :?:
Ich glaub da braucht man keiner weiteren Worte

Sollte Perez sich nächtes Jahr nicht zusammen reißen können , wird er mit aller Wahrscheinlichkeit niemals mehr in ein Topteam kommen .
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon scott 90 » 27.12.2014, 16:02

meanmc hat geschrieben:Denn letztendlich kann ein Schuldeingeständnis auch einfach das Einsehen eines eigenen Fehlers sein - was nicht gleichbedeutend ist, dass der andere unschuldig ist - das aber nur allgemein...

Nun auch der Nico wird wissen ab wann es sinnvoll ist sich die Schuld einzugestehen und wann ein Verweis auf den Gegner angebracht ist.

http://www.streetfire.net/video/hulkenberg-crashes-into-perez-2014-f1-hungary_2463541.htm
Klassisch verbremst Perez gibt ihm mehr als genug Platz, da gibt es kaum zwei Meinungen.


Aber, mir ist ja egal, ob Perez nun ne 4 oder ne 3+ bekommt - hab nur wieder einen Perez gesehen, der mir mein Bild zu ihm bestätigt hat.
Scheinbar ist er irgendwie "immer" involviert, aber auch "nie" schuld?! Tja... kann ein Mensch so viel Pech haben :mrgreen:

Wie gesagt er legt es schon darauf an weil er oft genug nicht intelligent genug fährt um einen Zwischenfall zu verhindern, nur gehören da eben auch immer zwei dazu. Wenn beide auf stur schalten kracht es eben und dann überrascht es eben nicht, nur kann man das halt auch nicht immer auf Perez schieben.
Mitschuld vermutlich meistens aber allein Schuld ist er selten und die Außendarstellung als Maßstab nun ja das ist in meinen Augen immer eine andere Geschichte. Macht ihn vermutlich nicht für jedermann sympathisch aber das sollte nicht in die Schuldfrage von anderen Zwischenfällen oder gar einer Saisonbewertung mit einfließen.

Es ist halt einfach so Perez ist jemand der die Senna Philosophie "And if you no longer go for a gap that exists, you are no longer a racing driver " kompromisslos lebt. Da wird nicht abgewartet und klar stolpert man dann auch mal darüber, nur das komische ist ja die Leute beschweren sich immer es gebe keine Typen mehr wie zum Beispiel einen James Hunt, aber Leute wie Perez die sich ähnlich wie er eben nicht als aalglatt und angepasst geben werden dafür von vermutlich den gleichen niedergemacht. Das geht nicht an dich, nur das fällt eben auf.
Insgesamt fehlt Perez eben dieses Professor Gen, um eben einfach mal dosiertes Risiko zu gehen und mal abzuwarten. Er bringt sich dann manchmal auch um verdiente Ergebnisse aber dafür verurteilen kann ich ihn nicht. Weil er eben doch ein Farbtupfer in der sonst so blassen F1 ist.
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Green Hell » 27.12.2014, 16:18

scott 90 hat geschrieben:http://www.streetfire.net/video/hulkenberg-crashes-into-perez-2014-f1-hungary_2463541.htm
Klassisch verbremst Perez gibt ihm mehr als genug Platz, da gibt es kaum zwei Meinungen.

Danke für den link , hatte gestern nichts gefunden
da gebe ich dir vollkommen recht
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon Plauze » 27.12.2014, 16:49

Joa, Scott, so sehe ich persönlich das auch und so würde ich auch die Hülkenberg-Situation in Ungarn bewerten.
Nun, weiter im Text...

Toro Rosso
Mit Daniel Ricciardos Wechsel zu Red Bull hat am Ende der Saison der zweite über Toro Rosso geförderte Bullen-Zögling den Sprung zum großen Bruder-Team geschafft, und ähnlich wie Vettel vor fünf Jahren hat der Australier eingeschlagen wie eine Bombe. Für das Förderprogramm und die Fahrerauswahl bei Toro Rosso war das eine Auszeichnung, denn bekanntlich fuhr auch Vergne letztes Jahr ungefähr auf Ricciardos Niveau, und Kvyat war 2014 nicht bedeutend schlechter als der Franzose. Die Talente sind also nicht gerade rar gesäht, und nur so ist es zu erklären, dass im nächsten Jahr Jean-Eric Vergne das Cockpit räumen und Max Verstappen, dem jüngsten Fahrer aller Zeiten, Platz machen muss. Kvyat hingegen wird Vettel bei Red Bull ersetzen.
Was die Performance angeht, ist Toro Rosso seit Jahren verblüffend stabil. Es geht nicht wirklich nach vorn, aber man fällt auch nicht zurück. Dies war insofern interessant, als dass man von 2013 auf 2014 den Motorenhersteller wechselte und seit Jahresbeginn wie Red Bull mit Renault-Aggregaten beliefert wurde.
Diese erwiesen sich schon bei den Testfahrten und auch in der ersten Saisonhälfte als die problematischsten Antriebe der neuen Generation. Trotzdem gelang es dem Minardi-Nachfolgeteam, sowohl die von Ferrari belieferten Sauber als auch Lotus-Renault hinter sich zu lassen. Zwar dürfte dies zum einen auch der Entwicklungshilfestellung von Red Bull zu verdanken sein, zum anderen hat Toro Rosso aber höchstwahrscheinlich tatsächlich kein ganz schlechtes Auto auf die Räder gestellt.
Fazit: Den Erwartungen ist man gerecht geworden. Die Problematik des Umstiegs auf einen neuen Hersteller wurde obsolet, weil alle Teams neue Motoren bekamen. Ein eklatantes Zuverlässigkeitsproblem konnte man bis zur Saisonmitte abstellen. Man konnte in der Konstrukteurswertung dank des schwächelnden Lotus-Teams einen Platz gewinnen und war alles in allem auf dem Niveau der Vorjahre. Manchmal wäre womöglich mehr dringewesen, manchen Punkt hat man durch taktische Unzulänglichkeiten liegen lassen. - Note: 3-

Jean-Éric Vergne
Sein neuer Teamkollege startete mit einigen Vorschusslorbeeren von Marko und Co. in die neue Saison. Vergne holte letztlich fast drei Mal so viele Punkte wie Kvyat - schlecht war seine Leistung also keineswegs. Trotzdem wird er ausgetauscht - wie kam es dazu?
Vergne fuhr jetzt drei Jahre lang für Toro Rosso. Dabei zeigte er solide Leistungen und konnte vereinzelt auch wirklich aufzeigen - zuletzt beim Rennen in Singapur. Insgesamt stagnierte seine Performance aber auf ordentlichem, aber nicht unbedingt beispiellos gutem Niveau. Während im Qualifying-Trimm sowohl Ricciardo seinerzeit als auch Kvyat heuer mehrfach ausgezeichnete Runden zustandebrachten, geriet Vergne gerade auf diese eine heiße Runde gegen beide Fahrer ins Hintertreffen (Quali-Duell 2014 7:12). Dass er letztlich trotzdem mehr Punkte holte, mag seiner Erfahrung zu verdanken sein, aber auch einigen strategischen Fehlentscheidungen beim Teamkollegen.
Vergne ist ein guter Fahrer, aber keiner, von dem man sich nach drei Jahren noch eine erhebliche Leistungssteigerung erwarten sollte. Dies mag für Red Bull den Ausschlag gegeben haben, sich bei der Neubesetzung des Vettel-Cockpits gegen den Franzosen zu entscheiden, auch wenn es für diesen schade ist.
Denn vor allem in der zweiten Saisonhälfte zeigte er - zu spät - einigen Biss. Singapur habe ich lobend erwähnt, doch auch sein Rennen in Suzuka, als er sich unter schwierigsten Bedingungen von Startplatz 20 (nach Rückversetzung wegen Überschreitung des PU-Komponentenlimits) bis zum endgültigen Abbruch auf Platz 9 vorarbeitete, war aller Ehren wert. Wenn er Glück hat, wird sich irgendein Team nochmal an Leistungen wie diese erinnern. Die Konkurrenz ist allerdings sehr, sehr hart.
Fazit: Vergnes vorerst letzte Saison stand unter keinem guten Stern. Schwache Renault-Motoren, Defekte und strategische Probleme verhagelten dem Franzosen die erste Hälfte. Auch er selbst war nicht auf der Höhe - die durchwachsenen Leistungen im Qualifying muss er sich selbst ankreiden. Die guten Leistungen, die er am Ende des Jahres zeigte, kamen zu spät, um Mateschitz und Co. nochmal von seinen Qualitäten zu überzeugen. Trotzdem kann er sein Cockpit erhobenen Hauptes räumen, denn schlecht war er auf keinen Fall. - Note: 3

Daniil Kvyat
Zu Beginn seines Rookiejahres zeigte der junge Russe gleich mal Zähne und konnte bis nach dem Rennen in Shanghai immerhin vier Punkte sammeln - dann wurde auch er wie Vergne von der katastrophalen Zuverlässigkeit des Toro Rosso in der ersten Saisonhälfte heimgesucht. Wenn er mal nicht ausfiel, war er eigentlich recht gut unterwegs, auch wenn seine Performance nicht mehr so auffällig herausstach wie noch in den ersten Rennen. "Punkten" konnte Kvyat - auch wenn es dafür keine tatsächlichen WM-Zähler gab - vor allem im Qualifying, wo er Vergne recht deutlich im Griff hatte und unter Beweis stellte, dass er eine durchaus beeindruckende Grundschnelligkeit mitbringt, die dem Franzosen vielleicht ein wenig abgeht. Dafür muss Kvyat in seinen nächsten Jahren noch im Renntrimm zulegen, wo ihm manchmal meines Erachtens ein wenig die Übersicht fehlte - zu diesem Eindruck könnte aber auch einige taktische Fehlentscheidungen von Toro Rosso beigetragen haben.
Sein bestes Rennen zeigte Kvyat wohl in Spa, als er in der Schlussphase den von hinten anstürmenden Hülkenberg rundenlang hinter sich halten und schließlich den verdienten neunten Platz verteidigen konnte.
Gegen Ende der Saison wirkte er im Renntrimm zu unauffällig. Beim Heimrennen in Sotchi sorgte er mit einem herausragenden Qualifying und Startplatz fünf, nur sieben Zehntel hinter Hamilton(!), für Furore, bevor er dann am Sonntag durch einen miserablen Start (technisches Problem?) das Rennen wegwarf. Wohl der bitterste Moment im nichtsdestotrotz vielversprechenden Debütjahr von Daniil Kvyat.
Fazit: Sonntags war Kvyat oft recht unauffällig unterwegs. Aber sein Qualifying-Speed, seine Leistungen in Melbourne und Spa und sein abenteuerliches Abfangmanöver des mal wieder defekten Toro Rosso in Monza zeigen, aus welchem Holz der Russe geschnitzt ist. Er könnte sich bei Red Bull durchaus als unbequemer Teamkollege für Ricciardo erweisen, wenn er sich im Renntrimm noch etwas steigern kann. Schnell ist er allemal, jetzt heißt es, an der Beständigkeit zu arbeiten. - Note: 3
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 27.12.2014, 18:30

scott 90 hat geschrieben:Es ist halt einfach so Perez ist jemand der die Senna Philosophie "And if you no longer go for a gap that exists, you are no longer a racing driver " kompromisslos lebt. Da wird nicht abgewartet und klar stolpert man dann auch mal darüber, nur das komische ist ja die Leute beschweren sich immer es gebe keine Typen mehr wie zum Beispiel einen James Hunt, aber Leute wie Perez die sich ähnlich wie er eben nicht als aalglatt und angepasst geben werden dafür von vermutlich den gleichen niedergemacht. Das geht nicht an dich, nur das fällt eben auf.
Insgesamt fehlt Perez eben dieses Professor Gen, um eben einfach mal dosiertes Risiko zu gehen und mal abzuwarten. Er bringt sich dann manchmal auch um verdiente Ergebnisse aber dafür verurteilen kann ich ihn nicht. Weil er eben doch ein Farbtupfer in der sonst so blassen F1 ist.

PER billigt man "den Senna Modus" aber einfach nicht zu, da fehlt die Qualität, wer ist denn das schon, diese Wurst?
Und man muss sich selbst eingestehen, dass es in dieser sterilisierten F1 3.0 für Charaktere wie Senna, Hunt, Lauda, Mansell, Piquet sen., Schumacher (...) eigentlich und einfach keinen Platz mehr gibt.
"Wir" sind auch mit ein Grund dafür. Die F1 der jeweiligen Epoche passt doch überhaupt nicht mehr zum aktuellen Zuschauer.
Der "moderne nachhaltige Hybrid-F1-Pilot" sorgt doch nicht durch die negative Energiebilanz, die für die Korrektur eines von ihm hervorgerufenen Crashs fällig wird (Karbon backen...), für eine negative Öko-Bilanz, was? :oops:
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meanmc
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon meanmc » 27.12.2014, 23:19

scott 90 hat geschrieben:Wie gesagt er legt es schon darauf an weil er oft genug nicht intelligent genug fährt um einen Zwischenfall zu verhindern, nur gehören da eben auch immer zwei dazu. Wenn beide auf stur schalten kracht es eben und dann überrascht es eben nicht, nur kann man das halt auch nicht immer auf Perez schieben.
Mitschuld vermutlich meistens aber allein Schuld ist er selten und die Außendarstellung als Maßstab nun ja das ist in meinen Augen immer eine andere Geschichte. Macht ihn vermutlich nicht für jedermann sympathisch aber das sollte nicht in die Schuldfrage von anderen Zwischenfällen oder gar einer Saisonbewertung mit einfließen.

Es ist halt einfach so Perez ist jemand der die Senna Philosophie "And if you no longer go for a gap that exists, you are no longer a racing driver " kompromisslos lebt. Da wird nicht abgewartet und klar stolpert man dann auch mal darüber, nur das komische ist ja die Leute beschweren sich immer es gebe keine Typen mehr wie zum Beispiel einen James Hunt, aber Leute wie Perez die sich ähnlich wie er eben nicht als aalglatt und angepasst geben werden dafür von vermutlich den gleichen niedergemacht. Das geht nicht an dich, nur das fällt eben auf.
Insgesamt fehlt Perez eben dieses Professor Gen, um eben einfach mal dosiertes Risiko zu gehen und mal abzuwarten. Er bringt sich dann manchmal auch um verdiente Ergebnisse aber dafür verurteilen kann ich ihn nicht. Weil er eben doch ein Farbtupfer in der sonst so blassen F1 ist.


Also der erste von den beiden Ungarn-Zwischenfällen ist eindeutig Hülkenbergs Fehler - das muss man so nach den von dir verlinkten Bildern sagen!

Aber, nein, es gehören NICHT immer zwei dazu. Diese Weisheit war im Allgemeinen noch nie richtig! Ausser man gibt jemandem - im Fall der Formel 1 - grundsätzlich eine Schuld, "weil er da draussen rumfährt!" :mrgreen:

Es gibt bestimmte Regeln auf der Strecke. Und ich finde es gibt durchaus einige Fahrer, die mit diesen Regeln etwas überfordert sind. Wahrscheinlich hat jeder Fahrer schon gegen diese Regeln verstossen. Klar...
Berührungen finden statt - lässt sich auch kaum vermeiden. Aber es gibt eben Fahrer, die haben eine pro Saison, und andere gleich einige...

Was Senna mit "to go for a gap" meinte, ist nicht das, was Perez macht. Der "geht auf Lücken die nicht da sind" oder "bedenkt einfach nicht, dass da noch ein Gegner ist". Das ist was völlig anderes... siehe zb USA GP!
Montoya war das klassische Beispiel für das, was Senna mit dieser Aussage meinte. Während andere - siehe zb sein TK R. Schumacher - eben mal meist "brav" hinterherfuhren, traute sich Montoya zu attackieren, aggressiv in vorhandene Lücken zu stossen und zu überholen. Weil er gewinnen wollte, im Fall von Senna kam noch dazu, weil dieser der Beste sein wollte!

Eine Sturkopf-Aktion war übrigens vielleicht der Unfall der beiden Mercedes-Fahrer in Spa zb ... da gehören zwei dazu. In Kanada zb war für mich nur ein Sturkopf unterwegs - Perez! Mit einem weitwunden Auto "noch retten was geht" (so kurz vor Schluss).

Ich hab ja nix gegen den Kerl, aber sowas wie in Kanada darf einfach nicht passieren. Ich weiss, dass das Thema heikel ist und es da einige Ansichten dazu gibt, letztendlich vertraue ich mal den Leuten, die die Situation offiziell beurteilt haben. Denn genau das war auch meine Meinung zum Unfall.
Wer es anders sieht - akzeptier ich auch... also macht bitte keine Diskussion nun draus, hat uns schon den halben Sommer beschäftigt :mrgreen:

Und wegen den Typen
Senna hatte im Rookie-Jahr, zb am Nürburgring, auch verschuldet Schrott produziert und sich mit Mansell 2 mal in den Folgejahren beim "Battle der zwei Sturköpfe" angelegt.
Wurde das totgeschwiegen? NEIN... der hat genauso Druck dafür bekommen! Ein Rosberg war zb höchst angepisst über Sennas Fahrweise...

Somit, es ist doch immer schon so gewesen, dass Fahrern ihre "Fehler" vorgehalten wurden. Geändert hat sich diesbezüglich wohl eher das bis weit in die 80er, sogar 90er hinein, es als sehr gefährlich für Leib und Leben angesehen wurde, wenn man so aggressiv fährt wie Senna und Co. es teils taten. Und - es war etwas völlig neues für die "alten Hasen"!

Hier sind nicht alleine Unfälle gemeint, sondern zb auch "spätes bremsen", mit dem Senna auch zweimal einen Prost (beide Male in Hockenheim) oder Mansell (Kanada) ohne Berührung ins Aus beförderte. (selbstredend nicht die Schuld von Senna, denn die Jungs hätten halt mal früher bremsen sollen - aber bei sowas spielte er gerne mit seinen Gegnern. Das kannste echt nur machen, wenn du total über den Dingen stehst. Für mich eindeutig ein Beweis, dass der Junge ein echter Renngott war)

Als Senna fuhr entwickelte sich die Formel 1 weiter. Mansell, Berger - das waren auch keine Fahrer, die nachgeben wollten. So war es ja nicht alleine Senna damals, sondern die "neue Generation an Fahrern". An die sich dann ein M. Schumacher nahtlos anschloss...
Senna krachte ja nicht umsonst 4 mal mit Mansell zusammen, und einmal mit Berger - das lag ja nicht alleine an Senna!

Berger meinte zb nach Brasilien 89 sowas wie: "Gut, jetzt weiss ich zumindest, dass Senna auch nicht nachgibt"!
Ein Prost fragte sich "ob Mansell wisse, dass man im selben Team fährt"...

Aber diesen "Senna-Modus", den alle toll fanden und der akzeptiert wurde - den gab es doch gar nicht!
Senna propagierte ja nicht ein "alles ist erlaubt", sondern ein "Ich fahr aggressiv". Und war lediglich eine Evolutionsstufe zu dem, was nach ihm in der Formel 1 kam. Er war sozusagen der Vorreiter von dem, was wir danach erlebten!

Somit - ein Perez ist doch ein Typ, und genau wie Senna, Mansell und Berger früher, bekommt auch er Kritik für das, was er da teilweise auf der Strecke abliefert. Da seine allgemeinen Highlights sich im Gegensatz zu den anderen genannten Fahrern in Grenzen halten, darf man hier durchaus auch differenzierter hinschauen!
(auf die aktuelle Formel1-Situation bezogen)
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Re: 2014 - Tops & Flops - Subjektive Bewertung v. Fahrern&Te

Beitragvon scott 90 » 28.12.2014, 15:00

meanmc hat geschrieben:
Somit - ein Perez ist doch ein Typ, und genau wie Senna, Mansell und Berger früher, bekommt auch er Kritik für das, was er da teilweise auf der Strecke abliefert. Da seine allgemeinen Highlights sich im Gegensatz zu den anderen genannten Fahrern in Grenzen halten, darf man hier durchaus auch differenzierter hinschauen!

Macht man auch, denn ich habe eigentlich auch keinen Vergleich gewagt sondern seine Art beschrieben wie er eben Rennen fährt. Da gibt es die genannten Parallelen aber man muss auch zugeben ganz ohne Rennintelligenz geht es eben auch nicht, dass ist auch der Punkt an dem Perez arbeiten muss, wenn er mehr erreichen will.

Wobei es schon überrascht das ausgerechnet Fahrertypen wie er oder auch ein Maldonado immer wieder so extreme Strategien fahren können bei denen es auf das Reifenschonen ankommt. Man möchte meinen ein Paradoxon aber scheinbar funktioniert das ganz gut.


Mal zurück zur letzten Bewertung. Da bin auch auch ganz bei Plauze, ein Vergne war nicht schlecht aber im dritten Jahr war da nicht ein Schritt nach vorne zu erkennen, er schlägt sich mit denselben Problemen rum, wobei er doch vereinzelt dann doch sehr starke Ergebnisse herausholen kann. Aber gegen einen Rookie bei gleichen Ausfällen das Rennduell dann nur mit einem 9:8 zu gewinnen und das bei der gleichen Anzahl an technischen Defekten ist schon heftig. Das was in Monza passiert ist war dann auch sinnbildich Kvyat kam von ganz hinten und war drauf und dran Punkte zu holen bis ihm die Bremsscheiube geplatzt ist, trotzdem war er am Ende noch vor Vergne im Ziel. Klar in Singapur zum Beispiel war es andersrum.
Vom möglichen Potenzial her muss man da förmlich Kvyat nehmen und auch wenn es bitter ist nach drei Jahren und keinen klaren Trend nach oben, ist es dann auch verständlich bei TR Platz für einen neuen zu machen.
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RIP #77DW #17JB #25JW


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