Alle gegen Otmar Szafnauer und Toto Wolff: Jetzt herrscht Krieg!

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Alle gegen Otmar Szafnauer und Toto Wolff: Jetzt herrscht Krieg!

Beitrag von Redaktion » 08.08.2020, 09:24

Der Ton wird rauer in der "Copygate"-Affäre: "Endlich hat man mit dem Märchen aufgeräumt, welches uns seit Monaten erzählt worden ist", spottet Andreas Seidl
Cyril Abiteboul, Toto Wolff

Am Freitag eskalierte der Streit rund um die "Copygate"-Affäre in der Formel 1

Der Ton wird rauer in der "Copygate"-Affäre in der Formel 1. Hinter vorgehaltener Hand reden viele Top-Ingenieure seit Monaten davon, dass es faktisch unmöglich ist, ein komplettes Auto so detailgetreu nachzubauen, wie das Racing Point mit dem Mercedes F1 W10 EQ Power+ aus 2019 gemacht hat. Doch kaum liefen die Kameras oder die Diktiergeräte, wurden solche Vorwürfe mangels Beweisbarkeit nicht mehr ausgesprochen.

Das ist seit dem FIA-Urteil gegen Racing Point (400.000 Euro Geldstrafe, 15 Punkte Abzug in der Konstrukteurs-WM) anders. Jetzt wird auch mit Tonband geredet. Wichtig sei, sagt etwa McLaren-Teamchef Andreas Seidl im Interview mit 'Sky', dass man "endlich mit dem Märchen aufgeräumt hat, welches uns seit Monaten erzählt worden ist, dass jemand eine Vision hatte, eine große Kamera gekauft hat und mit den Fotos ein Auto gebaut hat, mit dem er um das Podium kämpfen kann".

Der Verdacht der Racing-Point-Gegner ist klar: Andrew Green und sein technisches Team haben den RP20 nicht nur auf Basis legal erworbener Spionagefotos entwickelt, sondern möglicherweise CAD-Daten oder Zeichnungen von Mercedes erhalten. Manche verbreiten sogar die Theorie, dass einige Racing-Point-Ingenieure die Möglichkeit hatten, ein ganzes Mercedes-Auto zu vermessen. Beweisen kann das aber keiner. Für Racing Point und Mercedes gilt die Unschuldsvermutung.

Toto Wolff erzählt: "Voriges Jahr haben wir ein paar Mal erlebt, dass einer unserer Hauptgegner mit einer 3D-Kamera versucht hat, unser Auto zu scannen. Diese 3D-Kameras sind ganz schön groß. Trotzdem standen die in der Garage und außerhalb!" Wer das gewesen sei, verrät der Mercedes-Teamchef nicht. Das sei ohnehin "ziemlich offensichtlich".

"Reverse-Engineering": Was ist das und wie geht das?

Genau so habe auch Racing Point den W10 kopiert und auf Basis der dadurch erworbenen Scans sogenanntes "Reverse-Engineering" betrieben, um den RP20 zu entwickeln. "Reverse-Engineering" bedeutet, dass am Anfang des Designprozesses nicht die Zeichnung steht und am Ende das fertige Produkt, sondern man sich auf Basis von Fotos oder Modellen des fertigen Produkts den Designweg bis hin zur Zeichnung herleitet.

"Wenn du diese Kamera an einen Computer ansteckst, kannst du daraus alle Formen ableiten", erklärt Wolff. "Die Technologie existiert. Und es gibt nichts, was das verbietet. Jeder hat doch seine eigenen Spionagefotografen auf dem Dach des gegenüberliegenden Gebäudes positioniert, um jedes noch so kleine Detail der anderen Autos zu fotografieren."

Aber dass der "rosarote Mercedes" RP20 auf diese Weise entstanden ist, glaubt außerhalb von Racing Point und Mercedes kaum jemand. "Sie haben ja behauptet, dass sie das Auto mit Fotos kopiert haben. Wenn man das FIA-Dokument liest, wird klar, dass das Bullshit ist", wird McLaren-Boss Zak Brown deutlich - und sagt: "Jetzt müssen wir dieses Auto auch insgesamt in Frage stellen."

Eine Aussage, die wiederum Otmar Szafnauer auf den Plan ruft. Er kontert: "Für Zak Brown ist das Bullshit, weil er kein Ingenieur ist. Er hat keine Ahnung, wovon er spricht. Null. Ich bin überrascht, wie wenig er über die Regeln der Formel 1 weiß. Mir scheint, er weiß mehr über historische Rennen als über die Formel 1."

Aber Brown legt nach: "Die Aussagen, dass das Auto auf Basis von Fotos entwickelt wurde, hat doch eh kaum jemand geglaubt. Dass das eine Falschaussage war, wurde jetzt bewiesen." Und: "Ich habe mit vielen Leuten geredet, die sich viel besser auskennen als ich. Und jeder sagt, dass es unmöglich ist, ein Auto so akkurat nachzubauen. Wenn jetzt klar ist, dass sie nicht nur Fotos hatten, stellt sich für mich die Frage, welche anderen Bauteile auch nicht nur mit Fotos nachgebaut wurden."

Mattia Binotto, derzeit für jede Gelegenheit dankbar, Mercedes eins auszuwischen, stimmt mit Brown überein. Ein Auto nur auf Basis von Fotos oder 3D-Aufnahmen so präzise nachzubauen, hält er für "sehr schwierig. Fast unmöglich. Die Bremsbelüftungen sind ja nur die Spitze des Eisbergs", sagt der Ferrari-Teamchef.

Binotto: Einmalig in der 70-jährigen Formel-1-Geschichte

"Wenn so etwas in 70 Jahren Formel-1-Geschichte noch nie passiert ist, dann nicht, weil noch nie jemand die Idee hatte. Sondern weil es unserer Meinung nach einfach nicht möglich ist, ein Auto zu kopieren und das ganze Konzept dahinter zu verstehen", erklärt Binotto und verrät, dass er der FIA deswegen einen Brief geschrieben hat. Das war noch bevor bekannt wurde, dass Ferrari gegen das in Binottos Augen zu milde Urteil gegen Racing Point in Berufung geht.

Renault, das einzige Team, das einen formellen Protest gegen Racing Point eingelegt und die Sache damit ins Rollen gebracht hat, wird es vorerst bei den Bremsbelüftungen belassen und abwarten, was das Berufungsverfahren ergibt. Teamchef Cyril Abiteboul ist dabei wichtig: "Wir müssen ein starkes Signal setzen, dass solche Informationen in Zukunft nicht mehr transferiert werden dürfen."

Toto Wolff

Toto Wolff ist sich sicher, dass Mercedes nichts falsch gemacht hat

Wolff blickt dem Verfahren gelassen entgegen: "Die Bremsbelüftungen sind nicht der Grund dafür, dass dieses Team plötzlich konkurrenzfähig ist. Das ist nur ein Nebenschauplatz. Wenn jemand nicht happy ist, nun, dann muss er Protest einlegen und das Thema zum Berufungsgericht schleppen. Ich denke nicht, dass das Erfolg haben wird. Ich finde, sie hätten mehr Demut an den Tag legen sollen und anerkennen, dass da jemand gute Arbeit geleistet hat."

In einem Interview mit 'Sky' wird der Österreicher erstmals persönlich. Es formiere sich eine "kleine Gruppe" Rebellen, "die Racing Point an den Kragen wollen". Dabei kann er sich einen Nachsatz nicht verkneifen: "Klein in jeder Hinsicht." Was er damit meint, lässt Wolff offen. Viele fassen die Aussage als Anspielung auf die überschaubare Körpergröße mancher Gegenspieler auf.

Das Motiv derjenigen, die jetzt gegen Racing Point in den Krieg ziehen, sei vor allem, dass "sie sauer sind, dass sie selbst nicht die Performance von Racing Point haben", knurrt Wolff. Und er betont: "Es gab keine konkrete Regel oder technische Richtlinie, die es verboten hat, 2020 Teile einzusetzen, die man 2019 ganz legal erhalten und dann selbst redesignt hat. Steht einfach nirgends. Genau das hat Racing Point getan."

Der 'Sky'-Moderator kontert: Aus dem FIA-Urteil gehe klar hervor, dass das nicht wahr sei. Noch am 6. Januar 2020 wurde ein kompletter Satz Bremsbelüftungen von Mercedes an Racing Point geliefert. Da waren die Bremsbelüftungen aber laut FIA-Reglement nicht mehr ungelistet, sondern schon gelistet. Und durften damit nicht mehr zwischen Teams hin- und hergeschoben werden.

Wolff lässt Argument von 'Sky'-Moderator nicht gelten

Wolff weist das Argument als "total irrelevant" ab: "Die Bremsbelüftungen von Racing Point waren schon lange vor Jahresende fertig. Die wurden eigentlich nur für die Wintertests geliefert, weil ihre eigenen noch nicht fertig waren. Das hatte keinerlei Auswirkung mehr auf das Design ihrer eigenen Bremsbelüftungen. Das hält die FIA in ihrem Urteil auch so fest."

Und er holt zum Gegenangriff aus: "Wir hatten 2015 einen Fall mit Haas. Haas bekam damals das ganze Auto von Ferrari. Es gab nicht ein einziges Teil, das Haas selbst designt hatte. Wurde alles von Ferrari gemacht. Sie haben ein Schlupfloch genutzt, weil sie kein eingetragener Teilnehmer waren. Und sie haben ein Auto auf die Strecke gestellt, das sehr konkurrenzfähig war, weil es eine Ferrari-Kopie war."

"Wir haben diese Schlupflöcher schon oft gesehen. Wir haben das damals sportlich genommen. Wir wollten eine Klarstellung, genau wie Renault. Die Klarstellung kam dann auch, nämlich dass sie kein Teilnehmer waren, weil sie noch nicht in die WM eingeschrieben waren. That's it. Von dem Punkt an musst du dich damit abfinden und versuchen, sie zu schlagen. Finde dich damit ab!"

Eine Darstellung, die Haas-Teamchef Günther Steiner nicht auf sich sitzen lässt und als "totalen Mist" abqualifiziert: "Wir haben nie einen kompletten Ferrari eingesetzt. Wie sollte er das auch wissen? 2015 waren die Regeln außerdem noch ganz anders. Die wurden erst nachher klargestellt. Wir haben immer nur das verwendet, was wir legal einkaufen konnten.

"Einerseits die Bremsbelüften jemandem zu geben und dann zu sagen, dass wer anderer das ganze Auto eingesetzt hat, ist ein bisschen extrem", sagt Steiner und vermutet: "Ich glaube, da spricht das schlechte Gewissen. Mir kommt vor, Toto steht ziemlich mit dem Rücken zur Wand. Und jetzt versucht er, mit anderen Dingen abzulenken."

McLaren-Technikchef: Das ist bei Racing Point anders

Denn für die, die behaupten, sich mit der Materie auszukennen, ist der Fall klar. McLaren-Technikchef James Key etwa hat kein Verständnis für die Argumentation, der Racing Point sei ein ganz legal anhand von Fotos nachgebauter Vorjahres-Mercedes: "Man muss sich ja nur die Fotos von den beiden Autos anschauen. Dann ist eigentlich alles gesagt."

Zak Brown

Zak Brown und McLaren sprechen mit am deutlichsten aus, was sie vermuten

"Ich beziehe mich damit gar nicht auf die Bremsbelüftungen. Das wurde ja jetzt behandelt. Aber ich sehe das größere Bild. Wenn wir auf unser Auto schauen, dann steckt da zu 100 Prozent McLaren drin. Wir schauen es uns an und können behaupten, dass das unsere eigene Arbeit war. Ich denke, so sollte die Formel 1 sein. So war es auch früher immer."

"Oft hört man, dass die Teams schon immer voneinander kopiert haben. Stimmt. Aber das Gute an der Aerodynamik, und das ist nun mal das, was man sehen kann, ist: Sie macht nur 30 Prozent des Gesamtpakets aus. Wie du diese Oberflächen dann zum Funktionieren bekommst, welche Rolle da kleinste Details spielen, das kannst du von außen nicht erkennen. Darum sieht man so etwas, wie es Racing Point gemacht hat, nicht so oft."

Wenn in der Vergangenheit kopiert wurde, dann oftmals ein Konzept, eine Grundidee - aber nicht ein ganzes Auto, bis hin zur Form der aerodynamischen Oberflächen und Details. "Ein wirklich gutes Beispiel dafür ist der Doppeldiffusor", erklärt Key. "Brawn, Toyota und Williams hatten einen. Und irgendwie sprach sich das rum. Wahrscheinlich, weil Mitarbeiter Teams gewechselt haben."

"Irgendwann hatten alle einen Doppeldiffusor. Aber wir mussten dafür unser eigenes geistiges Eigentum entwickeln. Wir entwickelten eine Lösung, die an unserem Auto funktionierte. Das Grundprinzip des Doppeldiffusors wurde kopiert, nicht der Doppeldiffusor selbst, bis hin in kleinste technische Details. Das ist etwas ganz anderes."

"Die Ähnlichkeiten, die wir in diesem Fall sehen, gehen einen sehr großen Schritt über alles hinaus, was wir bisher erlebt haben", sagt Key und fordert: "Jetzt muss die FIA entscheiden, was sie wollen. Sonst werden wir in Zukunft sehr viele sehr ähnliche Rennautos haben, mit jeweils einem Führungsteam. Und ich glaube nicht, dass sich das irgendjemand wünscht."


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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Warlord » 08.08.2020, 09:35

Welches Team war denn das, welches den Mercedes mit großen 3D Kameras gescannt hat 2019? Ferrari?

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Andreas H. » 08.08.2020, 09:40

Warlord hat geschrieben:
08.08.2020, 09:35
Welches Team war denn das, welches den Mercedes mit großen 3D Kameras gescannt hat 2019? Ferrari?
Wohl kaum, sonst hätte Wolff das wohl etwas deutlicher gemacht. Als ob er sich so eine Gelegenheit entgehen ließe, Ferrari eins auszuwischen.

Aber selbst wenn Ferrari es war, es hat ja offensichtlich nicht geklappt. Von daher in das nur eine Nebelbombe von Wolff um abzulenken.
Zuletzt geändert von Andreas H. am 08.08.2020, 09:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Silberner Mercedes » 08.08.2020, 09:44

Ich bin logischerweise persönlich überzeugt das sich Mercedes in dieser Sache nichts zu Schulden hat kommen lassen. Aber ich bin auch dafür das schnellstmöglich zu prüfen. Das Auto von RP zerlegen und nachschauen. So wie es bei Ferrari gelaufen ist. Wenn alles in Ordnung ist schelmisch über den Gegner lachen.
Wenn sich aber herausstellt das Mercedes doch tiefer drin hängt, dann verdient das einen Einlauf vom Feinsten. Die kennen die Regeln, und ich erwarte das man danach arbeitet. Wolff hat in erster Linie die Interessen vom Mercedes Team zu berücksichtigen. Wenn er anfangen sollte das mit seinen sonstigen Aktivitäten zu vermischen muß Mercedes sofort die Konsequenz ziehen. Dann erwarte ich das sein Kopf über die Start-Ziellinie kullert. Aber wie bereits erwähnt. Ich halte Mercedes AMG und Wolff für clever genug sich innerhalb des Regelwerks zu bewegen.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von cmd » 08.08.2020, 09:45

Binotto sollte die Klappe halten. Ferrari hat letztes Jahr extrem Betrogen und gelogen.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Spocki » 08.08.2020, 09:46

Warlord hat geschrieben:
08.08.2020, 09:35
Welches Team war denn das, welches den Mercedes mit großen 3D Kameras gescannt hat 2019? Ferrari?
Die haben es sicher auch versucht - dann ist die Kamera explodiert.
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rot
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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von rot » 08.08.2020, 09:46

Ich bin entsetzt. Was für Pappnasen. Soviel Ahnungslosigkeit würde man von Teamchefs der F1 nicht erwarten....

Binotto soll sich mal den Toyota TF103 anschauen und den Ferrari F2002 daneben stellen. :facepalm:

Ich zitier mich mal selbst:

rot hat geschrieben:
08.08.2020, 09:15
Ich glaube nicht, dass Mercedes unerlaubte DWG's RacingPoint zugespielt hat. Von den Bremsbelüftungen hatte RP ja ganz legal die Pläne. Dazu bezieht RP den kompletten Antriebsstrang und Hinterachse von Mercedes. Dazu haben sie sicher auch die Files legal bekommen.

Und zur Kopie anhand Fotos; also vor einiger Zeit hätte ich in dasselbe Horn geblasen. Wie schon mal erwähnt, habe ich kürzlich einen Bootsrumpf virtualisiert für ein neues Kajak und habe dazu auch die Photogrammetrie genutzt - und war verblüfft.

Das erste Photoset habe ich mit dem Handy gemacht. War okay. Das zweite mit der Nikon D850. Zum Berechnen nutzte ich 3DF Zefyr. Bei lediglich jeweils rund 80 Einzelfotos war das Resultat fantastisch und ich hatte ein komplettes detailiertes Mesh zur Weiterverarbeitung.

Wenn die nun mit ner Hasselblad oder sonstigem Mittelformat den Mercedes fotografiert haben, die tausenden von Photos beispielsweise in ReCap berechnet haben, dann kommt dabei sehrwohl ein ziemlich perfektes Modell bei raus. Da habe ich absolut keine Bedenken.
Der Rest ist dann abhängig von den Ings...

Man sollte dabei nicht vergessen, RacingPoint, oder ehemals Force India baut seit Jahren im Verhältnis zum Budget erfolgerich F1 Autos. Die wissen wie das geht. So sollen sich z.B. die Vorderachse und Kühlung komplett vom Mercedes unterscheiden.

Letzendlich hätte der Schuss auch nach hinten gehen können. RP hat es aber geschafft, das Konzept zum funktionieren zu bringen.

Nun RP zu verurteilen, weil sie die legal gekauften 2019er Bremskühlungen kopiert und weiter entwickelt haben, das finde ich sehr an den Haaren herbeigezogen. Dies nur, weil sie die Teile 2019 nicht genutzt haben?

Aber ja, vielleicht täusch ich mich auch, und es gab einen Datentransfer von Mercedes zu RacingPont. Aber ehrlich, das würde Mercedes in ein ganz neues Licht rücken....
Die haben keine Ahnung was heute möglich ist und was nicht. Was der Wink mit der 3D Kamera soll, das weiss ich hingegen auch nicht. Und nein, die sind nicht gross. Für 3D reicht ein Handy mit der entsprechenden Ausstattung. Die riesen Kiste wird ein Laserscaner gewesen sein....
Zuletzt geändert von rot am 08.08.2020, 09:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Andreas H. » 08.08.2020, 09:47

cmd hat geschrieben:
08.08.2020, 09:45
Binotto sollte die Klappe halten. Ferrari hat letztes Jahr extrem Betrogen und gelogen.
Musste ja wieder kommen *gäähn*
Und wo ist dein Beweis, dass es Betrug war und man nicht nur eine Grauzone genutzt hat, die es jetzt nicht mehr gibt? So wie es jedes andere Team auch machen würde, wenn es eine solche Grauzone entdeckt?

Hast du nicht, richtig? Von daher ist es inhaltslose Hetze, spar es dir.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von rot » 08.08.2020, 09:57

Silberner Mercedes hat geschrieben:
08.08.2020, 09:44
Ich halte Mercedes AMG und Wolff für clever genug sich innerhalb des Regelwerks zu bewegen.
Seh ich auch so. Warum sollte Mercedes sowas offensichtliches denn tun? Langeweile? Die bekennen sich zur Formel1 und gewinnen was es zu gewinnen gibt. Dabei lässt ein Wolff nix anbrennen. Und schon gar nicht sowas...

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von pegasusone » 08.08.2020, 10:00

Wolff hat geschrieben:"Voriges Jahr haben wir ein paar Mal erlebt, dass einer unserer Hauptgegner mit einer 3D-Kamera versucht hat, unser Auto zu scannen. Diese 3D-Kameras sind ganz schön groß. Trotzdem standen die in der Garage und außerhalb!...Wenn du diese Kamera an einen Computer ansteckst, kannst du daraus alle Formen ableiten"
Seidl hat geschrieben:Wichtig sei, dass man "endlich mit dem Märchen aufgeräumt hat, welches uns seit Monaten erzählt worden ist, dass jemand eine Vision hatte, eine große Kamera gekauft hat und mit den Fotos ein Auto gebaut hat, mit dem er um das Podium kämpfen kann."
Wolff hat geschrieben:Die Bremsbelüftungen sind nicht der Grund dafür, dass dieses Team plötzlich konkurrenzfähig ist. Das ist nur ein Nebenschauplatz.
Brown hat geschrieben:"Jetzt müssen wir dieses Auto auch insgesamt in Frage stellen."
Da wird noch so einiges kommen und ich glaube ganz besonders für Wolff; denn er zeigt sich unglaublich uneinsichtig beinahe arrogant. Das wird nicht gut ankommen. Sollte McLaren das Ding durchziehen und den gesamten RP-Boliden unter die Lupe nehmen lassen und sich dabei herausstellen, dass in der Tat auch andere Teile illegal kopiert wurden, wird es eng für den "besten" Teamchef der Formel 1. Es dreht sich nun mal nicht um die äusserliche Form der Bremsschächte und es ist unglaublich bedauerlich, dass Toto Wolff es darauf zu reduzieren versuch und gleichzeitig der gesamten Fachwelt Unfähigkeit unterstellt. Vielleicht war der Toto ja ein wenig zu smart, als er mit Racing Point/Aston Martin liebäugelte!

Aber moment mal, warum sollte der erfolgreichste Teamchef aller Zeiten, der immer noch mit seinem erfolgreichen Team zusammenarbeitet und sogar unlängst die Hochzeit zwischen ihm seinem Team und den Fahrern bekanntgegeben hat, in ein anderes Konkurenzteam investieren?

Manch einer glaubt ja, dass Mercedes den Stecker ziehen könnte und hinsichtlich Copy-Gate dürfte sich dies Version auch immer mehr manifestieren. Für Mercedes unter Källenius ist solch eine Affäre pures Gift. Ganz egal, wer da welche Daten weitergeschoben hat!
Das wahre Zeichen der Intelligenz ist nicht Wissen, sondern Vorstellungskraft. - Einstein

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Re: Alle gegen Otmar Szafnauer und Toto Wolff: Jetzt herrscht Krieg!

Beitrag von ALO95 » 08.08.2020, 10:06

Da werden viele Zeichnungen zu RP von Mercedes gewandert sein. Toto Wolff hat bei beiden Teams Anteile. Das stinkt bis zum Himmel.
Finde gut das die anderen Teams sich dagegen wehren.

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Re: Alle gegen Otmar Szafnauer und Toto Wolff: Jetzt herrscht Krieg!

Beitrag von Andreas H. » 08.08.2020, 10:08

Was man vielleicht auch betrachten sollte, bei der ganzen Diskussion um die Möglichkeit, ein Auto nur mit Fotos zu kopieren: Selbst wenn es möglich sein sollte, woher hatte RP denn dermaßen viele Detailfotos? Nur über Spionagefotos kommt man niemals an jedes Detail, völlig ausgeschlossen. Bedeutet, Mercedes muss RP gestattet haben, das Auto von vorne bis hinten abzufotografieren.
Ob das jetzt illegal ist weiß ich nicht, es war ja in dem Sinne kein Datentransfer. Gegen den Spirit der F1 ist es aber definitiv.
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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von Garten » 08.08.2020, 10:11

pegasusone hat geschrieben:
08.08.2020, 10:00
Manch einer glaubt ja, dass Mercedes den Stecker ziehen könnte und hinsichtlich Copy-Gate dürfte sich dies Version auch immer mehr manifestieren. Für Mercedes unter Källenius ist solch eine Affäre pures Gift. Ganz egal, wer da welche Daten weitergeschoben hat!
Warum dann nicht einfach das aktuelle Mercedes Team übernehmen? :wink2: Das ist a) garantiert legal und b) man bekommt Zugriff auf das komplette Know How.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von DeLaGeezy » 08.08.2020, 10:14

pegasusone hat geschrieben:
08.08.2020, 10:00
Da wird noch so einiges kommen und ich glaube ganz besonders für Wolff; denn er zeigt sich unglaublich uneinsichtig beinahe arrogant. Das wird nicht gut ankommen. Sollte McLaren das Ding durchziehen und den gesamten RP-Boliden unter die Lupe nehmen lassen [...]
...dann kommt da am Ende noch bei heraus, dass die...ich mags gar nicht sagen...
..mit Mercedes Power fahren...omg :shock: :shh:

Ich persönlich glaube nicht, dass Wolff etwas riskiert um AM/RP zu helfen. Bei den Bremsen ist es halt so, dass diese ganz legal 2019 gekauft wurden. Nun gibt es ein Design, welches dem ziemlich ähnelt. Oh nein! Da bin ich aber sehr überrascht. haha

Vielleicht lief es ja so ab (da sie den gleichen Windkanal nutzen):
RP Mitarbeiter1 zu Mitarbeiter 2:
"Ich frage mich wie Mercedes das gebaut hat"

Mercedes Mitarbeiter1 denkt laut nach und sagt:
"Zum Glück haben wir das so und so gebaut, jetzt sind wir wirklich effizient mit der Technologie."

Wird halt schwierig das so beweisen und es muss ja noch nicht einmal so gelaufen sein.

Was man anhand von Bildern nachbauen kann ist beeindruckend. Ich durfte vor ein paar Monaten ein Projekt begleiten, welches anhand von Bildern ein Modell nachbaut. Es funktioniert. Kann die Erfahrungen von "rot" bestätigen.

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Re: "Bullshit", "Mist", persönliche Angriffe: Jetzt eskaliert "Copygate"!

Beitrag von violettcm » 08.08.2020, 10:15

rot hat geschrieben:
08.08.2020, 09:46


Binotto soll sich mal den Toyota TF103 anschauen und den Ferrari F2002 daneben stellen. :facepalm:
Ich habe mir mal ein Vergleichsbild angeschaut...

Bild

ich habe binnen kurzer Zeit mehr differenzen gefunden als zwischen RP und MAMG.

Nehmen wir die Nase die beim Ferrari tiefer hängt, Der komplett anders geformte Frontflügel...

https://us.motorsport.com/f1/photos/toy ... /23134575/

Genauso sind hier Unterschiede zwischen beiden Wagen zu erkennen. Also daher glaube ich dass hier vielleicht (im üblichen Rahmen) kopiert wurde. Allerdings nicht total... Würde mit der Modernen Aero solche Unterschiede zwischen zwei Wagen haben würde man von komplett unterschiedlichen Autos sprechen...


btt:

Naja... Die Ähnlichkeit beider Wagen ist extrem und der plötzliche Formanstieg genauso. Wie Dodo Golf sogar selbst sagte muss da mehr kopiert werden um so viel schneller zu werden. Man muss mal überlegen. Ein Hulk und Stroll die hier gerne mal beide keine Hamiltons sind waren in den beiden Trainings jeweils einmal auf Augenhöhe von Verstappen. Klar weiß man nicht welches Programm die Fahrer hatten...

Leider befürchte ich, dass RP noch weitere Strafen zu befürchten hat... MAMG allerdings wieder einmal unbeschadet damit davon kommt. Siehe hier Reifentests und Lochfelgen sowie ein paar andere delikate Fälle wo man sich auch hätte anders entscheiden können.

Nun aber auf Ferrari herum zu hacken (wofür man genug Zeit hatte in der Winter- und Corona-Pause ist für mich eher ein Strohmann-Argument von Seitens der MAMG Sympathisanten aller; "Aber die haben doch auch betrogen!". Ja, haben sie scheinbar. In welcher Hinsicht wissen nur FIA und Ferrari. Die Strafe haben sie bekommen. Daher tut es bei diesem Thema nichts zur Sache. Ich stimme dahingehend dem Artikel zu dass Jojo Rolf wirklich gerade seine Fälle davon schwimmen sieht. Denn solch ein patziges Verhalten erlebt man in der Tat selten bei ihm. Wer weiß? Vielleicht würde ein Zerlegen des 2019er MAMG Dinge ans Licht bringen die eventuell auch nicht so 100% Legal waren? Denn eine Sekunde schneller als der Rest des Feldes zu sein ist schon extrem. Gerade über so lange Zeit.

Viele hier vergessen, dass auch bei Ferrari, RBR und mehreren anderen Teams nicht nur Nasenbohrer sitzen. Daher ist die Lage bzgl MAMG. schwierig einzuschätzen. Fest steht nur a) MAMG ist ca1-1,5 Sekunden auf einer Runde schneller und niemand versteht woher diese große Lücke kommt. b) RP baute eine MAMG kopie basierend auf den Vorjahreswagen der aus dem Stand stark genug ist auf das Podium zu fahren.

Ehrlich gesagt (und damit meine ich nicht dass MAMG illegal gearbeitet hat) kommt mir das Ganze wie der Film Megamind vor. MAMG terminiert über Jahre alles und versucht aus einem harmlosen Widersacher einen ebenbürtigen Gegner zu basteln um wieder mehr Spaß zu haben oder in diesem Falle der eigenen Leistung mehr Wert zu geben. So oder so... Ich glaube Copygate wird uns noch lange beschäftigen und weder RP noch MAMG sollten 100% safe sein wenn es um kommende Strafen geht. Die Frage wird nur sein wie die kommenden Urteile ausfallen. Es wirkt nämlich nicht so als würden die restlichen Teams das ganze auf sich beruhen lassen.

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