James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

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Redaktion
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James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Redaktion » 17.02.2020, 13:10

McLaren-Technikchef James Key hält die Formel 1 für zukunftsträchtig, und zwar egal, auf welches Antriebskonzept man in kommenden Jahren setzt
Start in Suzuka 2018

Volle Fahrt voraus: Ob in Zukunft mit Verbrenner oder elektrisch, das ist offen

Die Formel 1 steht vor einem Dilemma: Motorsport mit Verbrennungsmotoren scheint eine Sackgasse zu sein, die Hybridkomponente der aktuellen Antriebe greift vielen Herstellern zu kurz. Wohin also soll sich die Grand-Prix-Szene entwickeln, um auch in Zukunft relevant zu sein für Werke und Fans gleichermaßen?

McLaren-Technikchef James Key hält dies für ein "besonders wichtiges Thema" und meint, die Formel 1 täte gut daran, mögliche Trends genau im Auge zu behalten. "Für die Zukunft gibt es viele Technologien, die man auf dem Radar haben muss", sagt Key. Er betont aber auch: "Es gibt genügend Alternativen."

Key denkt zum Beispiel konkret daran, dass sich die Formel 1 bei der Suche nach dem idealen Antriebskonzept gar nicht zu verbiegen brauche. "Es mag sich altmodisch anhören, aber: Die Energiedichte von Benzin ist unheimlich hoch. Und die gesamte Technologie rund um Verbrennungsmotoren gibt es bereits."

Noch kein Formel-1-Fahrplan für die Zukunft

Was Key damit sagen will: Auch unter diesen technischen Voraussetzungen könnte die Formel 1 eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie Wohlbekanntes noch effizienter macht und es damit neu positioniert.

Formel 1 2017: Mercedes zeigt Verbrennungsprozess

In seiner Technikserie "Formel 1 2017 erklärt" widmet sich Mercedes in der neuesten Folge dem Verbrennungsprozess. Weitere Formel-1-Videos

Oder eben die Rennserie sucht sich technisch ein neues Spielfeld für die Antriebe der Zukunft. "Mit ihrer Entwicklungsleistung und ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit ist die Formel 1 geradezu prädestiniert, neue Antriebsmethoden zu entwickeln - sofern das zu den Plänen und Erfordernissen der Hersteller passt", sagt Key.Das müsse nicht bedeuten, dass die Formel 1 zum Beispiel früher oder später komplett elektrisch fahre, wie der McLaren-Technikchef weiter erklärt. Ob überhaupt, das sei eine "offene Frage". Zumal sich die Formel E bis Ende der 2030er-Jahre volle Exklusivität für reine Elektroantriebe in Formelautos hat zusichern lassen."Wir müssen einfach mal schauen, was passiert", sagt Key und wiederholt nochmals: "Die Formel 1 ist die perfekte Plattform, um künftige Antriebstechnologien zu testen."

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Dr_Witzlos » 17.02.2020, 14:19

Probiert mal Antriebe mit Wasserstoff.

Jonas.sw
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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Jonas.sw » 17.02.2020, 14:53

Wenn der Wasserstoffantrieb von keinem Bodenschatz abhängig ist, dann gerne.

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Dr_Witzlos » 17.02.2020, 14:56

Jonas.sw hat geschrieben:
17.02.2020, 14:53
Wenn der Wasserstoffantrieb von keinem Bodenschatz abhängig ist, dann gerne.
Kannst ja mal die Zusammensetzung ansehen.

Der Effizienteste Antrieb ist, wenn man selber ins den Tank pinkeln kann. Das würde klärkosten sparen und jeder könnte theoretisch ein kleines Biomasse-Kraftwerk betreiben und man würde damit WCs überflüssig machen

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von BruderimHerrn » 17.02.2020, 15:14

Dr_Witzlos hat geschrieben:
17.02.2020, 14:19
Probiert mal Antriebe mit Wasserstoff.
wie soll das aussehen? Verbrennen oder Brennstoffzelle und wie viel Anteil am Gesamtverbrauch
soll Wasserstoff haben?
Danke Legende ***

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von AktenTaschenAkne » 17.02.2020, 15:54

Dr_Witzlos hat geschrieben:
17.02.2020, 14:56
Jonas.sw hat geschrieben:
17.02.2020, 14:53
Wenn der Wasserstoffantrieb von keinem Bodenschatz abhängig ist, dann gerne.
Kannst ja mal die Zusammensetzung ansehen.
Ich glaub es ging dem User nicht um die Zusammensetzung von Wasserstoff, sondern um die Herstellung da er in der Natur nur unzureichend vorkommt.
Und das ist doch der Passus Knackus beim Wasserstoff. Produktion, Transport und Lagerung sind meines Wissens aktuell noch alles andere als CO2 neutral.

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Forza_Ferrari_93 » 17.02.2020, 16:51

AktenTaschenAkne hat geschrieben:
17.02.2020, 15:54
Dr_Witzlos hat geschrieben:
17.02.2020, 14:56
Jonas.sw hat geschrieben:
17.02.2020, 14:53
Wenn der Wasserstoffantrieb von keinem Bodenschatz abhängig ist, dann gerne.
Kannst ja mal die Zusammensetzung ansehen.
Ich glaub es ging dem User nicht um die Zusammensetzung von Wasserstoff, sondern um die Herstellung da er in der Natur nur unzureichend vorkommt.
Und das ist doch der Passus Knackus beim Wasserstoff. Produktion, Transport und Lagerung sind meines Wissens aktuell noch alles andere als CO2 neutral.
Ich bin zwar ein absoluter Laie auf diesem Gebiet, aber ich möchte auch meinen Senf dazu geben. Also, der Strom muss schließlich auch irgendwo herkommen. Solange dafür AKW und Kohlekraftwerke verantwortlich sind ist unser elektrischer Strom auch nicht CO2 neutral. Von den Akkus ganz zu schweigen.

Außerdem gibt es mMn, einen ganz einfachen Grund weshalb die F1 niemals voll elektrisch unterwegs sein wird. Der Sound ist einfach schrecklich. Hab mir erst letztens Highlights aus der Formel E angeschaut und ganz ehrlich ich kann diese Serie mit ihren Autoscootern und komischen Motorgeräuschen oder was das sein soll nicht ernst nehmen.
"Ich möchte mich bei allen bedanken, die weiter an mich geglaubt haben. Mir haben so viele Menschen Briefe und Nachrichten geschickt, das war sehr wichtig für mich"

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von BruderimHerrn » 17.02.2020, 17:25

Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
17.02.2020, 16:51
Also, der Strom muss schließlich auch irgendwo herkommen.
Das stimmt, aber mit Wasserstoff gewinnen wir nur etwas, wenn man den aus regenerativen Strom herstellen würde, der Wirkungsgrad dabei liegt bei derzeit 70 %.
Wasserstoff aus Erdgas erzeugt CO2, da ist es dann besser bei Benzin zu bleiben, besonders weil die Tanks soviel aufwändiger sind.

Was mich zur Formel1 bringt, wenn die Fahrzeuge nicht noch schwerer und größer werden sollen, wird man Wasserstoff nicht in der F1 sehen.
Danke Legende ***

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von h00bi » 17.02.2020, 20:35

Hier bei uns gibt es (glaube vom Fraunhofer) eine Wasserstofftanke mit Solardach. Diese kann überlicherweise ~13 Autos Netzautark versorgen. Ich weiß jetzt nicht was die Fahrer an Kilometer runterspulen, aber 13 Autos pro Tanke ist halt nicht wirklich viel wenns um Massentauglichkeit geht.
Cool wärs natürlich auf einem Mehrfamilienhaus und in der Tiefgarage kann dann jeder anteilig Wasserstoff tanken oder seinen Wasserstoffanteil auch verkaufen.
Zumal sich die Formel E bis Ende der 2030er-Jahre volle Exklusivität für reine Elektroantriebe in Formelautos hat zusichern lassen.
schön dass das mal erwähnt wird.
Das macht diese ständige, sinnfreie Diskussion nämlich total überflüssig.
Zuletzt geändert von h00bi am 17.02.2020, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von turbocharged » 17.02.2020, 20:42

Habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn man nicht elektrisch fährt.
Am besten man schmeißt jetzt noch den ganzen Hybridquatsch raus und fährt wieder mit richtigen Motoren.

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Jonas.sw » 17.02.2020, 21:32

Bei den Verbrennungsmotoren ist das Problem der CO2 Ausstoß. Dann muss das Erdöl gefördert werden. Das kann auch schlecht für die Umwelt sein.

Bei Elektroantrieben wird mehr von diesem Kobalt gebraucht, was dann in nicht ganz klaren Verhältnissen beispielsweise in
der Demokratischen Republik Kongo abgebaut wird.

Wenn der Wasserstoffantrieb ohne Rohstoffe auskommt, die auf nicht guter Weise abgebaut werden, dann ist das schon mal eine gute Richtung.

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müsseRe: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Dr_Witzlos » 18.02.2020, 07:36

Ich glaub wenn man Wasserstoff aus Wasser generieren kann denn es müsste ja nur die Sauerstoffmoleküle abgespalten werden. Die Energie die beim Abspalten zustande käme, könnte man als Antrieb nutzen.

Wenn ich in Chemie aufgepasst habe, obwohl ich nie Chemie hatte. Müsste nach der Abspaltung Wasserstoff 2 (H2) da sein.

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Re: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von icke » 18.02.2020, 07:59

Dr_Witzlos hat geschrieben:
17.02.2020, 14:19
Probiert mal Antriebe mit Wasserstoff.
Bin ich auch dafür.

Energiedichter geht es nicht. Und wenn man es eichtig anstellt, braucht man nur ein paar Gramm, um die Autos knapp unter Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen!

Echte Zukunftstechnologie eben.
Solange wir es nicht schaffen, einen Apfel herzustellen, können wir noch viel von der Natur lernen.

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Re: müsseRe: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von icke » 18.02.2020, 08:04

Dr_Witzlos hat geschrieben:
18.02.2020, 07:36
Ich glaub wenn man Wasserstoff aus Wasser generieren kann denn es müsste ja nur die Sauerstoffmoleküle abgespalten werden. Die Energie die beim Abspalten zustande käme, könnte man als Antrieb nutzen.

Wenn ich in Chemie aufgepasst habe, obwohl ich nie Chemie hatte. Müsste nach der Abspaltung Wasserstoff 2 (H2) da sein.
Leider muss man Energie aufwenden, um aus Wasser Wasserstoff herzustellen. Da wird nichts "frei"!
Es geht auch nicht ganz ohne seltene Edelmetalle. Wer sich dafür interessiert, kann sich auf den Webseiten von Prof. Hubert Gasteiger von der TU München informieren.
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Re: müsseRe: James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

Beitrag von Dr_Witzlos » 18.02.2020, 08:18

icke hat geschrieben:
18.02.2020, 08:04
Dr_Witzlos hat geschrieben:
18.02.2020, 07:36
Ich glaub wenn man Wasserstoff aus Wasser generieren kann denn es müsste ja nur die Sauerstoffmoleküle abgespalten werden. Die Energie die beim Abspalten zustande käme, könnte man als Antrieb nutzen.

Wenn ich in Chemie aufgepasst habe, obwohl ich nie Chemie hatte. Müsste nach der Abspaltung Wasserstoff 2 (H2) da sein.
Leider muss man Energie aufwenden, um aus Wasser Wasserstoff herzustellen. Da wird nichts "frei"!
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Seltene Metalle werden überall verbaut. Ich denke, wenn man dort die Forschung und Entwicklung vorantreiben würde, dann glaube ich, dass es genauso effizient wie die verbrenner sein werden.

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