"Waren ein wenig verärgert": Leclerc reizt Ferrari mit Fallschirmsprung

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Redaktion
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"Waren ein wenig verärgert": Leclerc reizt Ferrari mit Fallschirmsprung

Beitrag von Redaktion » 15.01.2020, 08:00

Charles Leclerc hat die Ferrari-Teamführung in der Winterpause verärgert: Der Monegasse wollte unbedingt einen Fallschirmsprung erleben
Charles Leclerc

Charles Leclerc wollte es wissen - und ist gesprungen

Ferrari-Aufsteiger Charles Leclerc ist ein Grenzgänger - auch abseits der Rennstrecke. In der Winterpause holt er sich den Adrenalin-Kick beim Skifahren oder Fallschirmspringen. Wobei die Scuderia von seinem Ausflug in luftige Höhen erst im Nachhinein erfahren hat, was dem 22-Jährigen Ärger einbrachte.

"Ja, normalerweise sollte man [um Erlaubnis fragen], und das mache ich ja auch", antwortet Leclerc auf eine Fan-Frage bei der "Autosport International Show" und ergänzt: "Nur beim Fallschirmsprung habe ich das nicht gemacht." Der Monegasse erklärt auch den Grund, warum er auf seine guten Manieren in diesem Fall vergessen hat.

"Ich habe mir gesagt: Wenn das schiefgeht, dann werde ich den Ärger nicht mehr erleben. Daher habe ich es einfach gemacht", schmunzelt Leclerc. Sein Team habe darauf weniger erfreut reagiert. "Sie waren ein wenig verärgert", gibt er zu.

Schließlich sind solche Aktivitäten mit erheblichen Risiken verbunden. Oftmals verbieten Verträge den Fahrern, extreme Sportarten in ihrer Freizeit auszuüben. Im Nachhinein sieht Leclerc ein, dass sein jugendlicher Leichtsinn ihn übermannt hat.

"Ich werde das kein zweites Mal machen. Es war großartig, aber das mache ich nur einmal." Auf seiner Instagram-Seite klingt das allerdings anders. Zu einem Bild seines Fallschirmsprungs schrieb er Anfang Dezember: "Das war mein erster Sprung heute. Was für eine großartige Erfahrung. Als nächstes auf meiner Liste: Alleine springen."


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Zuletzt geändert von Redaktion am 15.01.2020, 08:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re:

Beitrag von F1_Corn » 15.01.2020, 09:10

Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!
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Kosmo83
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Re: Re:

Beitrag von Kosmo83 » 15.01.2020, 09:58

F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 09:10
Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!
Das ist in der normalen Wirtschaft auch nicht unüblich, dass Arbeitgeber verbieten oder SEHR NAHE LEGEN, gefährliche Sportarten nicht auszuüben!

Warum sollte dies in der F1 dann anders sein ?

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Re:

Beitrag von AktenTaschenAkne » 15.01.2020, 10:23

Ich habe mir gesagt: Wenn das schiefgeht, dann werde ich den Ärger nicht mehr erleben. Daher habe ich es einfach gemacht
:rofl: ...an der Stelle musst ich lachen.

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Re: Re:

Beitrag von Lichtrot » 15.01.2020, 10:29

F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 09:10
Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!

Völlig normal. Die Fahrer kassieren ja auch Millionenbeträge und unterschreiben vorher einen Vertrag.
Dass man sich dann auch an ein paar Vorgaben hält, dürfte doch eig kein großes Problem darstellen - möchte man meinen.

Und ob man jetzt unbedingt Fallschirmspringen muss... :shrug:

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Re:

Beitrag von Höckernase » 15.01.2020, 11:29

Ich habe mir gesagt: Wenn das schiefgeht, dann werde ich den Ärger nicht mehr erleben.
:lol:
Kleine Anekdote zum Thema Fallschirme und Gefahrenmanagment:
Im Apollo-Mondprogramm durften die beiden Hauptverantwortlichen für die Fallschirmsysteme nicht mal zusammen in einem Auto fahren.
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Re: Re:

Beitrag von F1_Corn » 15.01.2020, 12:57

Kosmo83 hat geschrieben:
15.01.2020, 09:58
F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 09:10
Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!
Das ist in der normalen Wirtschaft auch nicht unüblich, dass Arbeitgeber verbieten oder SEHR NAHE LEGEN, gefährliche Sportarten nicht auszuüben!

Warum sollte dies in der F1 dann anders sein ?
Was soll denn da bitte passieren? Wenn etwas passiert haben die ganz andere Probleme! Er hat ja keine Verantwortung für andere die ggf. durch sein fehlen gefährdet würden.

Dann müssten sie ihm ja auch verbieten am Straßenverkehr teilzunehmen. Da lobe ich mir den Kimi, der fährt einfach weiter Motocross :thumbs_up:
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Re: Re:

Beitrag von chrisspeed » 15.01.2020, 13:37

F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 12:57
Kosmo83 hat geschrieben:
15.01.2020, 09:58
F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 09:10
Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!
Das ist in der normalen Wirtschaft auch nicht unüblich, dass Arbeitgeber verbieten oder SEHR NAHE LEGEN, gefährliche Sportarten nicht auszuüben!

Warum sollte dies in der F1 dann anders sein ?
Was soll denn da bitte passieren? Wenn etwas passiert haben die ganz andere Probleme! Er hat ja keine Verantwortung für andere die ggf. durch sein fehlen gefährdet würden.

Dann müssten sie ihm ja auch verbieten am Straßenverkehr teilzunehmen. Da lobe ich mir den Kimi, der fährt einfach weiter Motocross :thumbs_up:
Man investiert Millionen in einen Fahrer und hat auf dem Weg möglicherweise andere potentielle Kandidaten liegen lassen. Wie Berger sagte, kümmern sich in Maranello 1500 Mitarbeiter für die zwei Rennwagen inklusive Fahrer.

Wäre blöd, wenn deine Investitionen für längere Zeit (oder für immer) ausfällt.

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Re: Re:

Beitrag von Olymp » 15.01.2020, 13:37

Lichtrot hat geschrieben:
15.01.2020, 10:29
F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 09:10
Also bitte, die Teams haben teilweise echt nen Vogel!

Völlig normal. Die Fahrer kassieren ja auch Millionenbeträge und unterschreiben vorher einen Vertrag.
Dass man sich dann auch an ein paar Vorgaben hält, dürfte doch eig kein großes Problem darstellen - möchte man meinen.

Und ob man jetzt unbedingt Fallschirmspringen muss... :shrug:
Ich war selbst vor einigen Wochen Fallschirmspringen und habe mich vorher durchaus mit dem Risiko beschäftigt. Mein Ergebnis: die Autofahrt zum Flugplatz war von der Wahrscheinlichkeit nach am gefährlichsten, danach der Flug und danach auf Platz 3 erst der Fallschirmsprung selbst. Von daher sind bestimmte Vorgaben durchaus völlig übertrieben, gerade da es sich hier sogar um einen Tandemsprung handelte.

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Re: Re:

Beitrag von Boris » 15.01.2020, 13:52

chrisspeed hat geschrieben:
15.01.2020, 13:37
F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 12:57
Kosmo83 hat geschrieben:
15.01.2020, 09:58


Das ist in der normalen Wirtschaft auch nicht unüblich, dass Arbeitgeber verbieten oder SEHR NAHE LEGEN, gefährliche Sportarten nicht auszuüben!

Warum sollte dies in der F1 dann anders sein ?
Was soll denn da bitte passieren? Wenn etwas passiert haben die ganz andere Probleme! Er hat ja keine Verantwortung für andere die ggf. durch sein fehlen gefährdet würden.

Dann müssten sie ihm ja auch verbieten am Straßenverkehr teilzunehmen. Da lobe ich mir den Kimi, der fährt einfach weiter Motocross :thumbs_up:
Man investiert Millionen in einen Fahrer und hat auf dem Weg möglicherweise andere potentielle Kandidaten liegen lassen. Wie Berger sagte, kümmern sich in Maranello 1500 Mitarbeiter für die zwei Rennwagen inklusive Fahrer.

Wäre blöd, wenn deine Investitionen für längere Zeit (oder für immer) ausfällt.
Unglaublich was man die Leute heut zu tage erklären muss, hoffentlich einleuchtend für einige aber ich finde es eher ernüchternd...

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Re:

Beitrag von cih » 15.01.2020, 14:00

ich finde es ehrlich gesagt auch übertrieben. Mir kann mein Arbeitgeber nicht vorschreiben was ich in meiner Freizeit mache. Es sei denn ich bin krankgeschrieben da gelten natürlich andere Regeln.
Andererseits kann ich Ferrari verstehen den so ein Fahrer ist ja "wertvoller". Allerdings sollten hier zu bestimmten Zeiträumen (beispielsweise nach Saisonende) solche Sachen einfach möglich sein. Notfalls muss man halt damit warten bis man seinen Vertrag beendet hat. Unterschrieben ist Unterschrieben
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Re: Re:

Beitrag von pilimen » 15.01.2020, 14:07

AktenTaschenAkne hat geschrieben:
15.01.2020, 10:23
Ich habe mir gesagt: Wenn das schiefgeht, dann werde ich den Ärger nicht mehr erleben. Daher habe ich es einfach gemacht
:rofl: ...an der Stelle musst ich lachen.
Das ist doch eine gesunde Einstellung 😅

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Re: Re:

Beitrag von Formula_1 » 15.01.2020, 14:47

cih hat geschrieben:
15.01.2020, 14:00
[...]
Allerdings sollten hier zu bestimmten Zeiträumen (beispielsweise nach Saisonende) solche Sachen einfach möglich sein. Notfalls muss man halt damit warten bis man seinen Vertrag beendet hat. Unterschrieben ist Unterschrieben
Das ist der entscheidende Punkt, wenn ich mich auf so einen Vertrag einlasse, in dem so etwas steht, dann sollte ich mich auch daran halten - oder dafür sorgen, dass da so etwas nicht drin steht (er hat doch erst kürzlich neu verhandelt).

Bezüglich des Risikos: Es geht nicht nur um das Risiko selber, sondern auch um die Vermeidbarkeit. Während Flüge oder Autofahrten für F1 Fahrer nicht vermeidbar sind, ist es ein Fallschirmspring sehr wohl. Die Statistik nützt einem auch nichts, wenn man gerade derjenige ist, bei dem es schief geht. ;)

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Re: Re:

Beitrag von Formula_1 » 15.01.2020, 14:48

pilimen hat geschrieben:
15.01.2020, 14:07
AktenTaschenAkne hat geschrieben:
15.01.2020, 10:23
Ich habe mir gesagt: Wenn das schiefgeht, dann werde ich den Ärger nicht mehr erleben. Daher habe ich es einfach gemacht
:rofl: ...an der Stelle musst ich lachen.
Das ist doch eine gesunde Einstellung 😅
Egoistisch nenne ich die Einstellung eher.

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Re: Re:

Beitrag von F1_Corn » 15.01.2020, 15:35

Boris hat geschrieben:
15.01.2020, 13:52
chrisspeed hat geschrieben:
15.01.2020, 13:37
F1_Corn hat geschrieben:
15.01.2020, 12:57


Was soll denn da bitte passieren? Wenn etwas passiert haben die ganz andere Probleme! Er hat ja keine Verantwortung für andere die ggf. durch sein fehlen gefährdet würden.

Dann müssten sie ihm ja auch verbieten am Straßenverkehr teilzunehmen. Da lobe ich mir den Kimi, der fährt einfach weiter Motocross :thumbs_up:
Man investiert Millionen in einen Fahrer und hat auf dem Weg möglicherweise andere potentielle Kandidaten liegen lassen. Wie Berger sagte, kümmern sich in Maranello 1500 Mitarbeiter für die zwei Rennwagen inklusive Fahrer.

Wäre blöd, wenn deine Investitionen für längere Zeit (oder für immer) ausfällt.
Unglaublich was man die Leute heut zu tage erklären muss, hoffentlich einleuchtend für einige aber ich finde es eher ernüchternd...
Das muss man mir nicht erklären, trotzdem sollte man sich ein gewisses Maß an Freiheit wahren. Aber das geht hier mal wieder zu weit.
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