Drivers to watch

Was läuft in der Formel 1 Szene?
Antworten
Benutzeravatar
turbocharged
Rekordchampion
Rekordchampion
Beiträge: 14537
Registriert: 04.10.2009, 11:06
Wohnort: Bayern

Re: Drivers to watch

Beitrag von turbocharged » 28.06.2019, 14:35

:thumbs_up:
Der hat in der Formel 1 nichts verloren.

Benutzeravatar
scott 90
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16764
Registriert: 01.11.2010, 17:39
Wohnort: So weit im Süden-schon fast wieder im Norden

Re: Drivers to watch

Beitrag von scott 90 » 28.06.2019, 14:54

MarM hat geschrieben:Dan Ticktum wurde jetzt anscheinend aus dem RB-Programm rausgeworfen. Wie man hört soll dies weniger an seinem Speed liegen, als an seinem Verhalten. Seine neuesten Ergebnisse hat er anscheinend dem Team Vorwürfe gemacht, er würde schlechteres Material bekommen. Da geht Helmut Marko ja bekanntlich die Hutschnur hoch, imho auch zurecht.
Diese Kritik hat er aber nicht an Red Bull gerichtet sondern, wenn, dann ging das an die Adresse von Mugen.

Kann schon sein, dass diese ihn dann nicht mehr weiter beschäftigen wollten, und in dem Fall war dann einfach kein Platz mehr. Zumal Honda da womöglich auch eine Rolle spielen könnte, Mugen hat da ja beste Verbindungen und bei solchen Themen ist man dort besonders sensibel.

De facto hätte man Ticktum auch wegen seiner Leistungen aus der Super Formula abziehen können, die waren gerade beim Sugo Rennen sehr schwach. Da ist der junge Mann womöglich in Erklärungsnot gewesen, aber ich will mich hier gar nicht weiter mit Gerüchten beschäftigen. Selbst wenn es passen würde, ist mir das ohne Quelle zu billig.

Man muss auch sehen, man schickt hier einen 19 jährigen ins ferne Ausland nach Japan, wo er in einem völlig fremden Umfeld agieren muss. Gasly hatte damals bestätigt, dass die Kommunikation mit den Ingenieuren durchaus schwierig ist. Das ist alles andere als das optimale Umfeld, wahrscheinlich wäre Ticktum in Europa deutlich besser aufgehoben gewesen. Aber ich habe auch nicht viel Mitleid, am Ende wusste er ja worauf er sich einlässt. Ich beginne mich nur zu fragen, ob die Ausbildung in der Super Formula, wie von RB angedacht, auf diese Art wirklich funktionieren kann.
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

Iceman24
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6991
Registriert: 23.03.2005, 20:15
Wohnort: Zürich

Re: Drivers to watch

Beitrag von Iceman24 » 30.06.2019, 23:59

Iceman24 hat geschrieben:Seit letzter Saison bin ich ziemlich begeistert von der Britischen Formel 4. Nicht nur haben die fantastische Rennstrecken, sondern auch tolle Rennen. Momentan ist die Britische F4 meiner Ansicht nach eine der spannendsten Rennserien überhaupt.

Wer mich dieses Jahr wirklich überzeugt ist Kiern Jewiss. Mit 14 Podestplätzen in den bisherigen 21 Rennen führt er momentan die Meisterschaft vor Ayrton Simmons und dem Norweger Dennis Hauger an. Auch die beiden zuletzt genannten könnten in Zukunft stark werden, aber ich denke die brauchen noch etwas mehr Erfahrung. Nimmt mich Wunder wo Jewiss nächstes Jahr fahren wird. Denke er wird den Schritt in die Britische F3 machen.
Mal ein kleines Update zu den Fahrern:

Kiern Jewiss fährt diese Saison in der britischen F3, wie vermutet. Dort hat er aber noch nicht so eingeschlagen, wie ich es erwaret hatte. Nach zwölf Rennen belegt er den achten Gesamtrang. Ayrton Simmons, der ebenfalls in der britischen F3 unterwegs ist, hält sich da stärker. Er befindet sich momentan auf P3 in der Meisterschaft mit einem Sieg in dieser Saison.
Dennis Hauger hingegen ist in der ADAC F4 unterwegs und macht dort einen fantastischen Job. Vorallem auf dem Red Bull Ring hat er überzeugt. Ich denke, der wird nächste Saison wohl um den Titel fahren.

Mittlerweile würde ich aber auch wieder einige neue Leute ins Gespräch bringen:

Die beiden britischen F3 Piloten Johnathan Hoggard und Clement Novalak. Die sind beide stark diese Saison unterwegs und werden wohl den Titel unter sich ausmachen.

Am beeindruckendsten scheint im Moment auf mich aber Zane Maloney in der britischen F4 zu sein. Der Fahrer aus Barbados hat die letzten sieben Rennen für sich eintscheiden können, nachdem die ersten Rennen noch nicht so liefen wie gewünscht. Jetzt wo er sich aber eingefunden hat, scheint er kaum noch aufzuhalten zu sein. Zane Maloney wird sicher auch ein Name sein, den man sich merken muss.
Bild

Benutzeravatar
scott 90
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16764
Registriert: 01.11.2010, 17:39
Wohnort: So weit im Süden-schon fast wieder im Norden

Re: Drivers to watch

Beitrag von scott 90 » 01.12.2019, 20:35

Wie in den letzten Jahren, wage ich auch dieses Jahr einen Blick zurück auf die Saison 2019 und wie sich die Nachwuchsfahrer so geschlagen haben.

Dies "gipfelt" wieder in einer Top fünf, womit ich dann auch ohne weitere Umschweife anfangen möchte.

:arrow: Robert Shvartzman
Wer bei einem 30 Fahrer Starterfeld den Titel einfährt, der gehört unstrittig in eine Top fünf. Ein paar Zahlen dazu: 2/8 Poles, 3/16 Rennsiegen,
10 von 18 mal auf dem Podest, 54 Punkte Vorsprung auf den Vizemeister und Teamkollegen Marcus Armstrong.
Klingt nicht sonderlich spektakulär? Das wäre auch übertrieben, Tatsache ist: sein Team Prema hat seine drei Fahrer unter die ersten Drei gebracht.
Womit man wohl behaupten kann, die Mannschaft aus Italien hatte das beste Paket. Doch seine Teamkollegen musste er auch erstmal schlagen. Sowohl Armstrong als auch Daruvala haben es ihm nicht einfach gemacht.

Beide haben ebenfalls gewonnen und sind auf Pole gefahren. Waren aber eben den Tick weit weg von Shvartzman. Daruvala ließ gegen Ende der Saison nach
(hatte auch den ein oder anderen Defekt), während Armstrong wohl nicht konstant genug war. Vieles lief auch nicht in seine Richtung, Shvartzman schlitze
ihm in Österreich beim Kampf um den Sieg, in den letzten Runden, den Hinterreifen auf. Trotz Strafe kam Shvartzman zumindest noch auf das Podium, während
Armstring ausschied. Oder in Monza, als Armstrong zwar hinter Shvartzman als Zweiter ins Ziel kam, doch eine Strafe wegen Verstoß gegen die Delta Zeit unter
SC Bedingungen noch aus den Punkten flog. Nicht zu vergessen, als Armstrong dabei war Shvartzman und Hughes für Platz zwei zu überholen, er von Hughes
umgedreht wurde.

Das soll Shvartzmans Leistung nicht schmälern, zeigt aber auch das Glück zu so einer konstanten Leistung dazugehört. Es hätte durchaus sein können, dass
die Saison kippt und er sich wesentlich stärker mit Armstrong um den Titel streiten hätte müssen.

Das wirft ein Schlaglicht auf die nächste Saison, denn beide steigen in die F2 auf. Als Ferrari Junioren, die wahrscheinlich mit einem Auge auf ein Cockpit bei Alfa Romeo schielen. Das Duell könnte also weitergehen, nun aber nicht mehr Teamintern. Shvartzman bleibt bei Prema (hatten 2019 eine schwache F2 Saison), Armstrong geht zu ART (Stellt den F2 Meister).
Und es fahren ja auch noch andere mit, auch aus dem Ferrari Kader.

Kurz gesagt, ein wichtiger Etappensieg für Shvartzman 2019, aber ob er vielleicht schon 2021 in die F1 aufsteigen könnte, hängt an einer Bestätigung seiner
Leistung in der F2 ab. Da er aber auch schon in der (alten F3) sowie dem Renault 2.0 Liter Eurocup überzeugt hatte, ist er eine gute Aktie.

:arrow: Jüri Vips
Obwohl er nur Vierter in der Endabrechnung der F3 geworden ist, muss sich der Este wahrscheinlich weniger grämen als Daruvala und Armstrong. Denen ja
der Teamkollege einen eingeschenkt hat. Vips hatte die Seinigen zumindest im Griff, und war der einzige, welcher der Prema Phalanx in der Meisterschaft
hin und wieder gefährlich wurde. Es wirkte teilweise schon wie ein Kapf David gegen Goliath, denn sein Hitech Team war nur punktuell in der Lage ganz vorne rein zu fahren. In Silverstone und Österreich, beide (Hauptrennen)Rennen gewann Vips dann auch. Aber spätestens schwammen im dann die Felle davon, er war nicht in der Lage den Prema Autos zu folgen, und fuhr dann in della Roggia auch noch dem Vordermann auf. Dieser Nuller hat ihm dann wahrscheinlich den Dritten
Platz oder gar den Vizetitel gekostet. Ein dritter Saisonsieg im letzten Lauf in Sotchi, hat nicht mehr gereicht.

Was aber auch aufgefallen ist, er hatte auch Probleme bei den Sprintrennen (umgedrehter Zieleinlauf des Hauptrennens), hat er trotz relativ guter Startposition
keinen Punkt mitnehmen können.

Da ist also Luft nach oben, obwohl er als Zweiter in Macau, nochmals sein Potenzial aufgezeigt hat. Wobei er wahrscheinlich eher denken wird, er habe den Sieg verschenkt.
Doch RB Chef schien trotzdem mit der Leistung des Juniors zufrieden. Vorerst, denn er muss sich erneut beweisen. Einfacher wird es dabei wohl nicht. RB wird ihn wohl wie Ticktum
von der F3 gleich in der Super Formula platzieren. Was keine reine Nachwuchsserie (Professionelle und erfahrene Rennfahrer, relativ wenig Streckenzeit dh. Training und Rennen -
sieben Rennwochenden mit einem Rennen, zwei Trainings plus Quali) ist und mit Sicherheit einen Kulturschock (Sprachbarriere) darstellt. Zwar konnten Vandoorne oder Gasly durchaus
meistern, aber die hatten auch schon F2/GP2 Erfahrung.

Er hat unstrittig Talent, aber ob er sich da durchsetzen kann und dem Druck standhält kann man nicht absehen.

:arrow: Nyck de Vries
Natürlich darf man den F2 Meister nicht vergessen, denn seine Leistung war fast tadellos. Dennoch hat die F2 als Ganzes dieses Jahr nicht so sehr überzeugt und mit dem Titel im
dritten Jahr, kommt de Vries auch nicht für die F1 in Frage (Er ist Formel e Pilot für Mercedes).
Am Ende fehlt eben auch das Kleingeld, um einen wie Latifi im Kampf für bspw. das Williams Cockpit auszustechen.

Seine Chance auf die F1, hat er wahrscheinlich verspielt, als er Lando Norris letztes Jahr unterlag. Davon hat er sich aber nicht mehr beirren lassen und war (5/12 Poles, 4/24 Siegen,
12/24 möglichen Podestplätzen). Und den Titel ein Rennwochende vor Schluss (ca. 2 Monate) schon eingefahren. Auch in der WEC und seinem ersten FE Einsatz wusste er zu überzeugen.

Er ist also ein guter Rennfahrer, der auch schon gegen Leclerc, Albon, Norris, Russell punktuell gut aussah. In Summe hat aber immer etwas gefehlt um diesen dann auch über die "Distanz" zu
besiegen. Ob er trotzdem nochmal eine Chance in der F1 bekommt, sag niemals nie, aber es ist eher unwahrscheinlich.

:arrow: Denis Hauger
Wer der Empfehlung des Users Iceman24 gefolgt ist und schon im letzten Jahr die britische F4 angesehen hat, der könnte den Norweger Dennis Hauger kennen. Zusammen mit seinem Teamkollegen
Jack Doohan stachen die beiden Piloten in Autos mit RB Logo durchaus hervor. Teilweise auch eher durch sehr wilde Aktionen, was aber relativ typisch für diese Rennserie ist.
Wahrscheinlich haben sie es trotzdem übertrieben, denn Doohan wurde nur Fünfter in der Endabrechnung, Hauger Vierter.

Somit hatte er 2019 einiges gut zu machen, und das gelang ihm durchaus. Wer so überlegen die italienische F4 Meisterschaft gewinnt, der bringt sich durchaus für höheres in Stellung. Selbst
wenn es dann zeitgleich in der deutschen Formel 4 nur für den zweiten Platz reicht. Es waren am Ende sieben Punkte die auf Théo Pourchaire gefehlt haben. Mutmaßlich am Anfang der Saison liegen
gelassen hatte, als er Pole Position nicht annähernd ummünzen könnte und sogar zwei Mal ohne Punkte blieb. Zusammen mit drei weiteren Nullern, reichte dann sogar ein dreifach Sieg in Hockenheim
nicht mehr um Pourchaire abzufangen.

Das beantwortet auch etwas die Frage, warum Hauger und nicht Pourchaire, der Norweger schien am Ende einfach der schnellere Mann, selbst wenn er es nicht so oft auf die Straße gebracht hat.
Bei so jungen Piloten und gerade in dem Stadium sind "Titel" auch noch nicht so wichtig, er wird jetzt wahrscheinlich in die F3 aufsteigen und sich sowieso neu beweisen müssen.
Dabei kann er es beibehalten möglichst viele Rennen zu fahren, indem er wie seine Kaderkollegen (Lawson/Tsunoda) dieses Jahr F3 mit der Euroformula Open kombiniert. Oder sich nur auf eines fokusiert.

Das wird man dann sehen müssen, er hatte in seinem ersten Euroformula Open Wochenende schon gute Ansätze gezeigt, selbst wenn ihm ein Japaner und Teamkollege die Show gestohlen hatte. (Dazu später mehr.)


:arrow: Oscar Piastri
Zugegeben hier könnte auch Théo Pourchaire stehen, doch am Ende habe ich mich zwecks Ausgewogenheit für den Aussie mit britischer Rennlizenz entschieden. Zudem habe ich im Gegensatz zur
F4 den "neu aufgelegten" Renault Eurocup 2.0 eher verfolgt. Daher kann ich seine Leistung auch eher einschätzen.

Sein Kampf mit Victor Martins war ähnlich eng wie der zwischen Pourchaire und Hauger in der deutschen F4. 7,5 Punkte trennten die beiden am Ende, welche beide ihre zweite Eurocup Saison gefahren sind.
Wobei dieses mal sie nicht voll von ihrer Erfahrung aus Saison eins profitieren konnten, denn 2019 wurde ein neues Auto eingeführt. Piastri hat sich zudem stark verbessert, letztes Jahr
hatte ihn Martins noch klar im Griff.

Im Gedächtnis blieb mir vor allem wie er sich in Hockenheim präsentiert hat. Die Meisterschaft hat sich am vorletzten Wochenende schon dem Ende genähert, und Rivale Martins hatte Rennen eines
gewonnen, beide fuhren in einem starken "Infight" Rad an Rad. Es hätte dort genügend Möglichkeiten gegeben die Nerven zu verlieren, doch er hat er den Schaden minimiert und war ruhig geblieben. Obwohl
Martins das Rennen gewinnen konnte. Im zweiten Rennen bei Regen hielt er ihm auch stand. Während sich Collet und Martins vor ihm liegend auf den letzten Metern ins Auto fuhren, nahm er das Geschenk dankend an.
Er konnte das zwar nicht gewinnen, wusste aber mit seiner zweiten Podiumsplatzierung am Wochenende zu überzeugen.

Das ließ er sich dann in Abu Dhabi nicht mehr nehmen, was für ihn spricht. F3 erscheint hier auch die logische Konsequenz für die Zukunft, was mit Sicherheit interessant wird.


:arrow: Anthoine Hubert
Der sechste Fahrer ist leider außer Konkurrenz, denn er hat uns im August leider viel zu früh verlassen.

Wirklich viel hatte man vom GP3 Meister 2018 nicht erwartet, fuhr er doch vor Arden. Die heuer ihre letzte F2 Saison bestritten hatten, was schon während der Saison klar war, und schon 2018
vorletzter in der Teammeisterschaft wurden. Das war nicht einfach, dafür hat sich Hubert sehr gut geschlagen, früh hat er gute Punkte eingefahren. Und dann sogar sowohl in Monaco als auch
Paul Ricard das Sprint Rennen gewinnen können. Es wäre zwar schwierig geworden mit diesem Material Guanyu Zhou beim Kampf um den inoffiziellen Titel bester Neuling zu schlagen.
Das er aber in der Endabrechnung vor Mick Schumacher oder Callum Illot steht, sagt schon einiges aus. Zumal es keinem anderen Arden Pilot gelang überhaupt nur einen Punkt einzufahren. (Weder Calderon noch Markelov)
Wie schon an anderer Stelle beschrieben, sein tragischer Tod nahm der Motorsportwelt einen talentierten Rennfahrer und einen möglichen späteren F1 Piloten.
Im Blickfeld:
Marcus Armstrong, Victor Martins, Theo Pourchaire (dazu wurde schon alles gesagt)

Toshiki Oyu:
der Japaner der aus dem Nichts kam und bei seinem Debüt ohne viel Erfahrung in Europa bzw. Silverstone, einen Doppelsieg eingefahren hat. Zwar kam das sicherlich auch zustande
weil einige Stammpiloten (Lawson, Sato, Tsunoda, Doohan) nicht mitgefahren sind, aber es gab einige denen man den Sieg eher zutrauen hätte können.
Also entweder ein Glückstreffer, oder der Vierter der japanischen F3 (Einziger mit Toda Motor, mit in den letzten Jahren keiner Meister wurde) ist ein sehr hoffnungsvolles Talent.
Guanyu Zhou:
Chinese aus der F2, welcher der bestplatzierte Rookie war. Wusste durchaus immer wieder zu überzeugen. Hat zwar nie ein Rennen gewonnen, stand aber fünfmal als Dritter auf dem Podest.
Kann er das 2020 ausbauen, könnte er der erste Chinese in der F1 werden. Was aber sicher nicht einfach wird.


Christian Lundgaard:
Letztes Jahr noch ein Fahrer der Saison im Eurocup, aber davon kann er sich nichts mehr kaufen. In der F3 kam er, zusammen mit seinem ART Team, etwas unter die Räder. Sechster in der Debütsaison
ist nicht schlecht, aber wenn man sehr hohe Ansprüche hat, dann womöglich schon zu wenig. Es hätte auch besser laufen können, in Monza kollidierte er im Kampf um die Führung mit Zendelli,
was ihm den Frontflügel zerstörte. Damit hätte er hinter Vips als Fünfter best of the rest werden können. Aber weil er trotz eines Sieges in Ungarn, oft gar keine Punkte geholt hatte,
hat das wegen einem Punkt nicht geklappt. In einer zweiten F3 Saison könnte er das besser machen, oder vielleicht wagt er schon den Aufstieg in die F2
Ein Wort noch zu Nicolas Latifi, der ja 2020 als einziger Neuling neu in die F2 aufsteigt. Er hat nicht so überzeugt, dass man ihn hier zwingend aufführen müsste. Aber natürlich ist er
trotzdem der Vizemeister der F2, das hat bspw. Checo Perez auch gereicht um aufzusteigen (Ericsson gar nur ein Gesamtrang sechs). Sicher hat er Potenzial, genauso würde man aber Fahrer
finden die sich mit besseren Leistungen unter Umständen eher empfohlen hätten. Nur zählt das in diesem Fall nicht primär und die meisten anderen F2 Fahrer hat er dieses Jahr hinter sich gelassen.
D.h. er könnte diese Chance auch durchaus nutzen.

Das wars dann wieder mit 2019 im Rennsportbereich, wenn jemand eine andere Idee/Meinung bzgl. der Top 5 hat gerne posten. Vielleicht habe ich ja auch wen vergessen. Ansonsten bringt formulascout wahrscheinlich noch seine Top 50 heraus, da kann man dann seine Meinung mit denen von Experten abgleichen. Kann ich hier dann auch posten.
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

Benutzeravatar
asd
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4544
Registriert: 02.11.2007, 18:41

Re: Drivers to watch

Beitrag von asd » 09.12.2019, 13:05

@ Scott
deinem Ranking möchte ich mal nicht widersprechen, auch wenn ich Hauger und Pastri bislang noch nicht kannte.
in der abgelaufenen F2 Saison waren einige "alte Hasen", de Vries und Latifi bspw sind beide schon 24 und wohl auch ein Grund, dass beide nicht sonderlich im Fokus waren.
Mal verglichen zu Russell und Norris

hast du eig noch etwas von Dan Ticktum gehört?
soweit ich weiß hat er seinen RB Support verloren.
schade eigentlich
:checkered:

Benutzeravatar
scott 90
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16764
Registriert: 01.11.2010, 17:39
Wohnort: So weit im Süden-schon fast wieder im Norden

Re: Drivers to watch

Beitrag von scott 90 » 09.12.2019, 14:42

asd hat geschrieben:
09.12.2019, 13:05
@ Scott
deinem Ranking möchte ich mal nicht widersprechen, auch wenn ich Hauger und Pastri bislang noch nicht kannte.
in der abgelaufenen F2 Saison waren einige "alte Hasen", de Vries und Latifi bspw sind beide schon 24 und wohl auch ein Grund, dass beide nicht sonderlich im Fokus waren.
Mal verglichen zu Russell und Norris

hast du eig noch etwas von Dan Ticktum gehört?
soweit ich weiß hat er seinen RB Support verloren.
schade eigentlich
Bezüglich de Vries und Latifi kommt zum Alter noch hinzu, dass Latifi zeitgleich mit Giovinazzi in die GP2 aufgestiegen ist (2016, vier Jahre her) und de Vries ein Jahr später zusammen mit Leclerc. D.h. obwohl sie deutlich mehr Erfahrung hatten, wurden beide letztes Jahr von Norris und Russell sowie Albon geschlagen. Da haben sie es verpasst Argumente zu sammeln.

Was Ticktum angeht, er wird jetzt tatsächlich nochmal eine Chance bekommen. Nächstes Jahr fährt er zusammen mit Sean Gelael für DAMS Formel 2, womit er sich scheinbar trotz RB Aus rehabilitieren konnte. Er fährt dann ja auch wie zu F3 Zeiten wieder gegen Mick Schumacher in einem Prema :mrgreen:

Eine gewisse Chance noch in der F1 zu landen hat er also noch, so einfach wie mit RB wird es also nicht.
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

Benutzeravatar
MarM
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4154
Registriert: 04.11.2013, 10:50
Lieblingsteam: Scuderia Ferrari

Re: Drivers to watch

Beitrag von MarM » 10.12.2019, 14:46

@scott, wie bewertest du die Saison von Mick Schumacher? Von dem was ich gehört habe war die extrem mittelmäßig, also nicht so dass er eine Empfehlung für die F1 für sich abgegeben hat. Oder irre ich da?
Die Autorennen von heute haben kaum noch etwas mit jenem Sport zu tun, den ich seit 60 Jahren vertrete.
―Enzo Ferrari


Du möchtest Mitglied im Ferrari-FC werden? 👉 PN an mich!

Ferrari per sempre!
Forza KSC

Benutzeravatar
scott 90
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16764
Registriert: 01.11.2010, 17:39
Wohnort: So weit im Süden-schon fast wieder im Norden

Re: Drivers to watch

Beitrag von scott 90 » 10.12.2019, 21:11

MarM hat geschrieben:
10.12.2019, 14:46
@scott, wie bewertest du die Saison von Mick Schumacher? Von dem was ich gehört habe war die extrem mittelmäßig, also nicht so dass er eine Empfehlung für die F1 für sich abgegeben hat. Oder irre ich da?
Stand jetzt, stimmt die Bezeichnung Mittelmaß absolut. Das sah die gesamte Saison so aus, und selbst wenn man nur die Neulinge betrachtet, dann waren Zhou und Hubert besser. Abgesehen davon, hilft vielleicht die Tatsache, dass sich die Rookies allgemein recht schwer getan haben. So war dieses Jahrgang die F2 eher schwächer besetzt, aber durchweg mit F2 erfahrenen Fahrern. Zum Vergleich: de Vries (drei), Latifi (vier), Ghiotto (vier), Sette Camara (drei), Aitken (zwei), Matsushita (vier), Deletraz (drei), King (vier) in Klammern Anzahl der Saisonzeiten.

Glänzen konnte da nur Zhou (punktuell Hubert), nicht nur Schumacher sondern auch Ilott haben eher enttäuscht. Wobei letzterer zumindest zum Schluss langsam ins Rollen kam.

Das macht es in Summe schon recht schwierig, denn während man bei Ilott durch den Fortschritt während der Saison, Hoffnung machen kann. Kann ich das bei Mick nicht, außer man ist Fan von Omen. Er wurde auch in der Saison vor seinem F3 Titel in seiner ersten F3 Saison ebenfalls nur Zwölfter. Selbes Team und er bekommt 2020 auch denselben Teamkollegen (Shvartzman). Wie gesagt kommt Ticktum auch wieder dazu, es fehlt eigentlich nur Vips.

Wenn man so will, muss für eine Empfehlung für die F1 schon der Titel her, oder zumindest muss er die Ferrari Junioren (Ilott, Shvartzmam, Armstrong, Alesi) distanzieren. Andernfalls sehe ich nicht wie man leistungsgerecht rechtfertigen will, ihn einem anderen für ein mögliches Cockpit in der Ferrari Familie bevorzugen kann.
Bild
RIP #77DW #17JB #25JW

Antworten