"Definitiv möglich": Tritt Vettel in Schumachers Fußstapfen?

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"Definitiv möglich": Tritt Vettel in Schumachers Fußstapfen?

Beitrag von Redaktion » 04.12.2019, 10:54

Nico Rosberg und Timo Glock schreiben Sebastian Vettel nach einer durchwachsenen Saison nicht ab, glauben aber, dass Vettel härter denn je an sich arbeiten muss
Sebastian Vettel, Nico Rosberg

Nico Rosberg traut Sebastian Vettel zu, auf Ferrari doch noch Weltmeister zu werden

Zum erst zweiten Mal in seiner Formel-1-Karriere hat Sebastian Vettel 2019 auf eine volle Saison gesehen ein teaminternes Duell verloren. Gegen Charles Leclerc hatte er bei Ferrari mit 240:264 Punkten beziehungsweise 1:2 Siegen das Nachsehen. Das hat der viermalige Weltmeister sonst bisher nur 2014 erlebt, als er in seinem letzten Red-Bull-Jahr Daniel Ricciardo mit 167:238 beziehungsweise 0:3 unterlag.

Seine minutenlange "Schockstarre" nach der Kollision mit Leclerc in Brasilien und die Geburt seines dritten Kindes veranlasste einige dazu, über einen möglichen Vettel-Rücktritt zu spekulieren. Was, das hat der Ferrari-Star inzwischen klargestellt, nicht in Frage kommt: "Wenn ich mir nicht zwei Haxen breche, werde ich nächstes Jahr am Start stehen!"

"Wir wollen natürlich, dass er weitermacht", sagt auch 'RTL'-Experte Nico Rosberg. "Er ist einer der besten Fahrer da draußen. Und gerade mit dem Ferrari hat er alle Chancen auch für nächstes Jahr, endlich den roten Weltmeistertitel zu holen. Das ist sein großer Traum - verständlich. Er will in die Fußstapfen von Michael Schumacher treten. Und das ist definitiv möglich."

Der Schlüssel zu einer Trendumkehr nach einer durchwachsenen Phase (die streng genommen schon 2018, mit dem Ausfall in Hockenheim, begonnen hat) liegt laut Rosberg einzig und allein in harter Arbeit: "Er muss jetzt gleich in die Fabrik fliegen und schauen, dass die diese Hinterachse in den Griff kriegen. Er hat einfach kein Vertrauen."

"Wenn er bremst, ist das Auto lose und übersteuert. Man hat kein gutes Gefühl dafür, sagt er, und daran müssen sie arbeiten. Das passiert sehr viel über die Aerodynamik. Mehr Downforce hilft auf jeden Fall. Machen die aber auch", sagt Rosberg gegenüber 'RTL'.

"Dann muss er halt irgendwie schauen, ob er noch irgendwie was finden oder was lernen kann von Leclerc. Die große Schwachstelle war das Qualifying, auch an diesem Wochenende. Zwar nur ein Zehntel, aber dann musst du die schlechtere Strategie nehmen, um was zu versuchen, fällst dann noch am Start zurück und so weiter. Dann kommt eins zum nächsten."

Timo Glock

Timo Glock findet, dass Ferrari mit dem Auto Vettel entgegenkommen muss

Rosberg selbst weiß, wovon er spricht. Er hat sich 2016 auf dem Weg zum WM-Titel mit harter Arbeit und totalem Fokus gegen Lewis Hamilton durchgesetzt, von dem er selbst zugibt, dass er womöglich mit mehr Naturtalent ausgestattet ist. Er habe 2016 alles versucht, "und noch ein bisschen mehr. Manchmal zu viel. Aber Sebastian ist ja auch so einer. Der arbeitet total akribisch. Das ist nicht das Problem."

"Hauptsächlich muss das Team daran ansetzen, ihm ein besseres Auto zur Verfügung zu stellen", glaubt ein weiterer 'RTL'-Experte, Timo Glock. Allerdings will er Vettel dabei nicht ganz aus der Verantwortung entlassen: "Er muss auch an seinen Schwächen arbeiten, die er dieses Jahr hatte. Er hat immer mal wieder einen Fehler eingebaut."

Was sicher mit daran lag, dass der Ferrari kein Auto war, das Vettels Fahrstil schmeichelt. Leclerc kam damit besser zurecht. Glock: "Der Nachteil ist die Aerodynamik, der Abtrieb fehlt. Über Motorleistung müssen wir nicht diskutieren, aber der Abtrieb ist einfach nicht so gut wie bei Mercedes. Daran muss man arbeiten."


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Zuletzt geändert von Redaktion am 04.12.2019, 10:54, insgesamt 6-mal geändert.

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Re:

Beitrag von Sieversen » 04.12.2019, 12:07

Redaktion hat geschrieben:
04.12.2019, 10:54
Die große Schwachstelle war das Wochenende, auch an diesem Wochenende.
Ja, wenn man Probleme mit Wochenenden hat, ist das natürlich ärgerlich in der Formel 1. :shrug:

Ich fürchte leider, dass Vettel bei Ferrari die Zeit davon läuft, um dort noch einen Titel zu holen. Die scheinen sich längst auf die Zeit nach ihm vorzubereiten. 2020 wäre die beste Gelegenheit, es nochmal allen zu zeigen, aber ich sehe momentan halt auch nichts, was darauf hindeutet, dass Ferrari nächstes Jahr besser dastehen wird als dieses Jahr.
2018 war leider das Jahr, in dem es hätte klappen müssen. Daran wird man als Vettel-Fan noch lange zu knabbern haben, fürchte ich. Langsam verstehe ich, wie sich die Alonso-Fans 2010 gefühlt haben müssen.
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Re: Re:

Beitrag von CompraF1 » 04.12.2019, 12:46

Sieversen hat geschrieben:
04.12.2019, 12:07
Redaktion hat geschrieben:
04.12.2019, 10:54
Die große Schwachstelle war das Wochenende, auch an diesem Wochenende.
Ja, wenn man Probleme mit Wochenenden hat, ist das natürlich ärgerlich in der Formel 1. :shrug:

Ich fürchte leider, dass Vettel bei Ferrari die Zeit davon läuft, um dort noch einen Titel zu holen. Die scheinen sich längst auf die Zeit nach ihm vorzubereiten. 2020 wäre die beste Gelegenheit, es nochmal allen zu zeigen, aber ich sehe momentan halt auch nichts, was darauf hindeutet, dass Ferrari nächstes Jahr besser dastehen wird als dieses Jahr.
2018 war leider das Jahr, in dem es hätte klappen müssen. Daran wird man als Vettel-Fan noch lange zu knabbern haben, fürchte ich. Langsam verstehe ich, wie sich die Alonso-Fans 2010 gefühlt haben müssen.
Und warum sollte es 2021 nicht klappen? Die Regeln sind neu und das Auto auch. Ich sehe auf jeden Fall noch die Chance das er es schafft. Wenn die Regeln 2021 gut sind und lukrativ, dürfte auch ein Alonso wieder dabei sein. Ob bei Ferrari oder nicht, sei mal dahingestellt. Niemand kann eine Prognose für 2021 abgeben.
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Re: Re:

Beitrag von DeLaGeezy » 04.12.2019, 13:44

CompraF1 hat geschrieben:
04.12.2019, 12:46
Und warum sollte es 2021 nicht klappen? Die Regeln sind neu und das Auto auch. Ich sehe auf jeden Fall noch die Chance das er es schafft. Wenn die Regeln 2021 gut sind und lukrativ, dürfte auch ein Alonso wieder dabei sein. Ob bei Ferrari oder nicht, sei mal dahingestellt. Niemand kann eine Prognose für 2021 abgeben.
Weil er 2021 wohlmöglich keinen Ferrari mehr fährt.
Prognosen kann man abgeben. Wenn nicht vor 2021 wann dann? :wink:

Vettel kann es schaffen, doch er hat nicht mehr viel Zeit. Und es wird schwierig für ihn.
Wenn du mich fragst, muss er Ende 2020 seinen Rücktritt verkünden oder bei einem anderen Team unterschreiben, sofern es ein Angebot geben sollte.
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Re:

Beitrag von killingjoke » 04.12.2019, 14:18

Wäre schade um ihn. Nach seinem 4. Titel dachte ich damals, dass er wirklich Schumacher mal einholen könnte. Auch mit dem Wechsel dachte ich, jetzt muss er nur noch den Schumacher machen und Ferrari wieder siegfähig machen.

Aber alles deutet jetzt darauf hin, dass es nix mehr wird und er nach 2020 aufhört. Entweder weil er selber keine Lust mehr hat oder der Vertrag nicht verlängert wird. Und sein Taum mit Ferrari WM zu werden verhindert denke ich auch, dass er noch einmal woanders weiterfährt, Mercedes, Red Bull. Es sei denn er lässt den Traum für sich selber platzen und fährt nur noch um des Racing willens..und noch ein bisschen Kohle mitzunehmen.

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Re:

Beitrag von Scorp!on » 04.12.2019, 14:22

Redaktion hat geschrieben:
04.12.2019, 10:54
Tritt Vettel in Schumachers Fußstapfen?

Nein.

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Re: Re:

Beitrag von Scorp!on » 04.12.2019, 14:25

Sieversen hat geschrieben:
04.12.2019, 12:07
Redaktion hat geschrieben:
04.12.2019, 10:54
Die große Schwachstelle war das Wochenende, auch an diesem Wochenende.
Ja, wenn man Probleme mit Wochenenden hat, ist das natürlich ärgerlich in der Formel 1. :shrug:

Ich fürchte leider, dass Vettel bei Ferrari die Zeit davon läuft, um dort noch einen Titel zu holen. Die scheinen sich längst auf die Zeit nach ihm vorzubereiten. 2020 wäre die beste Gelegenheit, es nochmal allen zu zeigen, aber ich sehe momentan halt auch nichts, was darauf hindeutet, dass Ferrari nächstes Jahr besser dastehen wird als dieses Jahr.
2018 war leider das Jahr, in dem es hätte klappen müssen. Daran wird man als Vettel-Fan noch lange zu knabbern haben, fürchte ich. Langsam verstehe ich, wie sich die Alonso-Fans 2010 gefühlt haben müssen.
Nur das der Ferrari 2010 im Vergleich zum 2018er eine Krücke war.
Und der RBR ein Überauto. 2010 hat sich nicht Alonso die WM verspielt, 2018 hat sich Vettel aber selbst anzukreiden das es nicht geklappt hat.
Kommt davon wenn man jedes 2. Rennen den Fidget-Spinner macht.

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Re: Re:

Beitrag von abloo » 04.12.2019, 14:32

Scorp!on hat geschrieben:
04.12.2019, 14:22
Redaktion hat geschrieben:
04.12.2019, 10:54
Tritt Vettel in Schumachers Fußstapfen?

Nein.
Welche Fussstapfen sind hier gemeint?
a) Weltmeister auf Ferrari,
b) Berater für Ferrari,
c) Karriere Fortführen bei Mercedes
d) den Formel1-Schuh an den Nagel hängen
e) ...

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Re:

Beitrag von Simtek » 04.12.2019, 14:34

Die Uhr tickt definitiv und langsam wird die Zeit knapp. Letzte Saison war Ferrari zumindest zeitweise mit Mercedes auf Augenhöhe. Aber auch 2018 hat man es geschafft den Titel mal wieder zu verspielen. 2019 hat man so richtig eine Klatsche bekommen. Mit Leclerc sitzt ihm ein junger talentierter Fahrer im Nacken, den man sicher nicht "verheizen" möchte, die Zukunft liegt also eher am ihm.
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re:

Beitrag von rot » 04.12.2019, 14:48

Wieviele Kinder hat er jetzt im Stall? Drei? Oder bald drei?

Also ich schätze den Vettel als Familienmensch ein. So sah es zumindest aus als ich ihm das letzte mal beim Einkaufen über den Weg gelaufen bin. Damit ist der Kopf nicht mehr frei. Er muss sich vermutlich auch nichts mehr beweisen. Klar, mit Ferrari WM zu werden ist sicherlich ein Traum von ihm. Aber ich glaube er wird nicht sonderlich traurig sein wenn es nicht klappt.

Bei der Gage die er abgreifen kann, wird er wohl noch so lange fahren wie man ihn will. Und wenn die Zeit gekommen ist, dann schraubt er halt nur noch glücklich an seinen Mofas rum...

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Re:

Beitrag von killingjoke » 04.12.2019, 15:00

Familie bremst immer aus. Senna hatte keine eigene, Hamilton auch nicht.
Vettel sollte sich scheide lassen und die Kinder verkaufen.

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Beitrag von toddquinlan » 04.12.2019, 15:07

Ich bin auch der Meinung das die Kinder Vettel langsamer machen, er ist nicht mehr frei im Kopf

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Re:

Beitrag von killingjoke » 04.12.2019, 15:11

Es sollte vertraglich von den Teams festgeschrieben werden in der angestellten Zeit keine Kinder zeugen zu dürfen.
Maximal eine Freundin. Verheiratet ist man mit dem Auto.
Wenn doch jemanden geschwängert, dann Kündigung oder Abtreibung.

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Re: Re:

Beitrag von CompraF1 » 04.12.2019, 15:21

killingjoke hat geschrieben:
04.12.2019, 15:00
Familie bremst immer aus. Senna hatte keine eigene, Hamilton auch nicht.
Vettel sollte sich scheide lassen und die Kinder verkaufen.
Wow... einfach nur wow.... :facepalm:
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Re: Re:

Beitrag von Spocki » 04.12.2019, 15:21

killingjoke hat geschrieben:
04.12.2019, 15:00
Familie bremst immer aus. Senna hatte keine eigene, Hamilton auch nicht.
Vettel sollte sich scheide lassen und die Kinder verkaufen.
Bottas 3.14 like :lol:
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