"Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

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"Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Redaktion » 02.10.2019, 17:50

Mattia Binotto erklärt, warum Ferrari für 2020 am aktuellen Aero-Konzept festhält - Mittlerweile habe man es geschafft, viele Schwächen des Autos zu beheben © LAT Mattia Binotto glaubt nicht, dass man 2019 ein falsches Konzept gewählt hat Bis zur Sommerpause konnte Ferrari in der Formel-1-Saison 2019 kein Rennen gewinnen. Erst nach der Pause lief es für die Scuderia besser, und in Belgien, Italien und Singapur konnte man sogar drei Erfolge in Serie feiern. Vor dieser Serie galt der SF90 bei vielen bereits als Fehlkonstruktion. Man munkelte, Ferrari habe sich für ein falsches Aero-Konzept entschieden.Intern sieht man das offenbar anders, denn Teamchef Mattia Binotto erklärt, dass das Auto für 2020 eine "Entwicklung" des SF90 sein wird. "Ich denke nicht, dass das Konzept komplett schlecht oder falsch ist", stellt er klar und erinnert an die vielen verpassten Chancen der ersten Saisonhälfte. Er erklärt: "Ich denke, es gibt andere Gründe, warum wir in dieser Saison nicht so performt haben wie erwartet.""Es liegt nicht nur am Konzept des Autos", stellt Binotto klar. In der ersten Saisonhälfte hätte Ferrari zum Beispiel mit großer Wahrscheinlichkeit den Großen Preis von Bahrain gewonnen, wenn Charles Leclerc kein Problem mit dem Motor gehabt hätte. In Österreich wurde der Monegasse erst in der Schlussphase von Max Verstappen eingebremst, und in Kanada stand Sebastian Vettel ganz eng vor dem Sieg. Nico Rosberg: Ferrari jetzt das schnellste Auto Nico Rosberg analysiert, wie Ferrari in der Formel 1 2019 die Wende geschafft und Mercedes mit dem Singapur-Update überholt hat Weitere Formel-1-Videos Dazu kommen weitere Beispiele, in denen sich Ferrari vor allem selbst im Weg stand. Für Binotto steht fest, dass das Konzept des Autos nicht so verkehrt sein kann. Zudem erinnert er daran, dass man in den Rennen seit der Sommerpause "konkurrenzfähig" gewesen sei. In den vergangenen Monaten habe man hart daran gearbeitet, die Schwächen des SF90 zu beheben."Seit dem Großen Preis von Spanien, bei dem unsere Performance [...] sehr schlecht war, haben wir intern eine Menge unternommen, um unsere Performance auszuwerten und zu verstehen, wo die Schwächen des Autos liegen", verrät Binotto. Seitdem sie die Entwicklung in eine klare Richtung gegangen, und man habe "fortlaufend" neue Teile ans Auto gebracht.Binotto trauert verpassten Chancen nicht nach"Wir haben nicht nur in Singapur neue Teile gebracht. Das war auch früher in der Saison in anderen Rennen der Fall. Was wir in Singapur erreicht haben, war die Summe aus allem", erklärt er. In Singapur feierte Ferrari den ersten Doppelsieg seit 2017. Das habe auch nicht nur an der verbesserten Aerodynamik gelegen. Vielmehr habe man das Auto nun insgesamt besser verstanden.Bei der Balance und dem Set-up habe man inzwischen den richtigen "Kompromiss" gefunden. Drei Siege in den vergangenen vier Rennen sprechen zumindest eine deutliche Sprache. Doch wurmt es Binotto da nicht, dass man diese Lösungen nicht bereits früher gefunden hat? Denn im Hinblick auf die Weltmeisterschaft kommen diese Fortschritte zu spät. Mercedes in Sotschi: Warum der Medium wichtig war Mercedes-Chefstratege James Vowles erklärt, warum man sich beim Weltmeisterteam für den härteren Reifen am Start entschieden hat und wie das aufging Weitere Formel-1-Videos "Es ergibt keinen Sinn, etwas zu bereuen. Wir müssen nach vorne schauen", winkt er ab und erklärt, dass man aus den Fehlern lernen und sicherstellen müsse, "dass sie in Zukunft nicht noch einmal passieren." Den Rest der Saison möchte er "Rennen für Rennen" angehen. "Es wäre toll, zumindest besser als im vergangenen Jahr abzuschneiden", verrät der Teamchef."Denn das würde bedeuten, dass wir als Team Fortschritte machen", erklärt Binotto. Leicht wird das aber nicht. 2018 holte Ferrari in der WM 571 Punkte, aktuell steht man bei 409. Im Schnitt müsste man in den verbleibenden fünf Saisonrennen also 32,5 Punkte holen, um diese Marke zu brechen. "Ich weiß, dass wir einen schlechten Saisonstart hatten", erklärt Binotto, der aber trotzdem noch daran glaube.Darum entwickelte Ferrari noch für 2019Helfen könnte dabei, dass sich Mercedes bereits zu einem Großteil auf die Saison 2020 konzentriert. Doch auch bei Ferrari wird 2019 nicht mehr so viel kommen. "Ich würde sagen, dass wir uns in der Fabrik jetzt hauptsächlich auf das Auto für das kommende Jahr konzentrieren. Wenn in dieser Saison noch Updates kommen, dann werden sie nicht so groß sein wie in Singapur", erklärt Binotto.Doch warum hat Ferrari überhaupt so lange an der Entwicklung des SF90 festgehalten, während die Konkurrenz bereits auf das kommende Jahr schaut? Schließlich war absehbar, dass man das Blatt in der WM 2019 nicht mehr herumreißen kann. "Was auch immer wir in dieser Saison bauen, wird beim Verständnis auch ein Schlüssel für das kommende Jahr sein", erklärt Binotto. Gerät die Ferrari-Rivalität außer Kontrolle? Beim Russland-Grand-Prix wurden die Spannungen zwischen Sebastian Vettel und Charles Leclerc erneut offensichtlich Weitere Formel-1-Videos "Darum stecken wir noch immer Arbeit in 2019. Wir wollen nicht nur gewinnen, wir wissen auch, dass wir in der nächsten Saison davon profitieren werden, wenn wir die Performance des gesamten Autos in dieser Saison gut verstehen", so der Teamchef. In diesem Zusammenhang kommt man wieder auf den Punkt zurück, dass Ferrari am aktuellen Konzept festhalten wird.Denn ein neues Konzept würde bedeuten, dass fast alles, was man 2019 lernt, für 2020 keine Bedeutung mehr hätte. Stattdessen möchte man den aktuellen Weg weitergehen und von den Erfahrungen aus diesem Jahr profitieren. Einige offene Fragen gibt es aber noch immer. Zum Beispiel macht die Scuderia in diesem Jahr im Qualifying regelmäßig einen stärkeren Eindruck als im Rennen.Rennpace laut Binotto kein Problem"Es stimmt, dass wir im Qualifying konkurrenzfähiger sind als in den Rennen", gesteht Binotto, der das aber nicht zwangsläufig als Problem sieht. "Ich würde das mehr als Vorteil [im Qualifying] als ein Problem im Rennen sehen", erklärt er und ergänzt, dass es bei allen Teams Höhen und Tiefen gebe. "In Bahrain hatten wir die stärkste Rennpace", erinnert er zum Beispiel.

Auch in Österreich habe man eine gute Rennpace gehabt, und in Hockenheim wäre man seiner Meinung nach ebenfalls schnell gewesen, wenn es nicht geregnet hätte. "Ich denke daher nicht, dass wir bei der Rennpace wirklich ein Problem haben", grübelt er und erklärt: "Ich denke, wenn wir auf gewissen Kursen stark sind, dann sind wir stark genug, um zu gewinnen. Und darum geht es." Fotostrecke: Russland: Fahrernoten der Redaktion © Motorsport Images Kimi Räikkönen (5): Für den Fehlstart gibt's keine technische, sondern nur eine menschliche Erklärung. Räikkönen fährt nicht mehr in der gleichen Form wie am Saisonbeginn. Dazu kommt, dass er Giovinazzi teamintern nicht im Griff hat. Gut, wenn 2019 zu Ende geht. Den Vorteil im Qualifying habe man vermutlich dank der "Power in der Qualifikation" und "vielleicht" dem besseren Verständnis für die Reifen auf einer Runde. Gleichzeitig stellt er klar, dass der Vorteil beim Motor nicht so groß sei, "wie man denken könnte." Es sei vielmehr ein Zusammenspiel aus Motor und Luftwiderstand des Autos. Die anderen Hersteller seien bei der reinen Leistung nicht weit weg.

Das sei zu Beginn der Hybridära anders gewesen. Damals habe Mercedes einen großen Vorsprung gehabt, "als sie einfach den besten Motor hatten." Das sei bei Ferrari aktuell aber nicht der Fall. Insgesamt scheint der SF90 mittlerweile aber ungefähr auf Augenhöhe mit dem Mercedes W10 zu sein. Bestätigt sich dieser Trend bis zum Saisonbeginn 2020, steht der Formel 1 eine deutlich offenere WM bevor als 2019.
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 02.10.2019, 18:25

Noch vor der Sommerpause habe ich nicht daran geglaubt, das Ferrari mit dem aktuellen Auto dem SF90 so eine sehr gute Performance zeigen wird. Ich bin von Ferrari sehr, sehr positiv überrascht worden!

Es ist einfach wieder das Auto und sieht danach aus wie man es bei den Wintertestfahrten in Barcelona gesehen hat und dann im laufe der Saison bis zur Sommerpause nur auf gewissen Rennstrecken. Jetzt hat man es bei Ferrari wohl geschafft durch die Updates die man entwickelt und gebracht hat, diese Performance die man bei den Wintertestfahrten gehabt hat und in der Saison auf gewissen Rennstrecken auf alle Rennstrecken zu übertragen und auch dort zu bringen.

Dann kann dieses Aerodynamik-Konzept natürlich beibehalten werden, wenn die Entwicklung Schritt für Schritt so weiter geht und dann auf den neuen 2020'er Ferrari übertragen wird, bzw. dort mit einfließt.
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Warlord » 02.10.2019, 19:01

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Noch vor der Sommerpause habe ich nicht daran geglaubt, das Ferrari mit dem aktuellen Auto dem SF90 so eine sehr gute Performance zeigen wird. Ich bin von Ferrari sehr, sehr positiv überrascht worden!

Es ist einfach wieder das Auto und sieht danach aus wie man es bei den Wintertestfahrten in Barcelona gesehen hat und dann im laufe der Saison bis zur Sommerpause nur auf gewissen Rennstrecken. Jetzt hat man es bei Ferrari wohl geschafft durch die Updates die man entwickelt und gebracht hat, diese Performance die man bei den Wintertestfahrten gehabt hat und in der Saison auf gewissen Rennstrecken auf alle Rennstrecken zu übertragen und auch dort zu bringen.

Dann kann dieses Aerodynamik-Konzept natürlich beibehalten werden, wenn die Entwicklung Schritt für Schritt so weiter geht und dann auf den neuen 2020'er Ferrari übertragen wird, bzw. dort mit einfließt.
Mag jetzt Klugscheißerisch klingen, aber ich hatte es immer geahnt das nur ein "paar" Kniffe fehlen und der Ferrari kann sein volles Potential entwickeln. Nur hat das einfach viel zu lange gedauert.
Und du hast es ja auch quasi im Urin gehabt wenn ich deinen Text so lese.

Ferrari tut gut daran, an diesem Konzept festzuhalten. Motorenupgrades können natürlich immer gerne ran gebracht werden, aber die Aero ist "erst mal" gut. Es einfach mal so mit Mercedes aufzunehmen soll schon was heißen, auch wenn ich nach wie vor noch glaube, dass Mercedes aktuell nicht voll fährt. Einfach aus dem Grund, um die Chance auf Motorenschäden in den letzten Rennen, so gering wie möglich zu halten.
Klingt sehr albern das weiß ich selbst, aber man kennt doch Toto Wolff zumindest ein bisschen. Der ist manchmal übervorsichtig, was ich aber aus seiner Sicht nachvollziehen kann.

Es geht jedenfalls aufwärts mit Ferrari, nur sollen die einfach mal ihre Fahrer frei fahren lassen.
Lec wurde bevorzugt und auch Vet wurde bevorzugt. Lasst sie nun einfach frei fahren und gebt ihnen nur die Anweisung "Fahrt euch nicht in die Karre".

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 02.10.2019, 20:23

Aktuell sieht es tatsächlich danach aus, dass Ferrari mit einer Evolution statt einer Revolution gut beraten wäre.
Allerdings muss man jetzt erstmal Suzuka abwarten und sehen, wie sich das Auto in diesen schnellen Kurven mit dem neuen Aero-Paket macht. Aber grundsätzlich ist der Ansatz von Ferrari fürs Rennen von Vorteil, da sie durch ihren Speed auf den Geraden wirklich nur sehr schwer überholt werden können und das ist einfach gold wert, da man so auch Rennen gewinnen kann, in denen man nicht das schnellste Auto hat. Und Ferrari weiß natürlich, wie sich das anfühlt, wenn man sich nur an 2017 zurückerinnert, als man gegen Mercedes auf der Geraden noch keine Chance hatte. Ich erinnere mich da direkt an Belgien, als Vettel aus dem Windschatten raus ist und direkt keine Chance mehr hatte wirklich vorbei zu ziehen oder Barcelona, als Hamilton ganz leicht an Vettel vorbeigezogen ist.

Wichtig finde ich aber, dass man nicht vergisst, den aktuellen Motorenvorteil miteinzubeziehen. Denn wo würde der Mercedes mit dem Ferrari Motor im Heck stehen? Kann man nicht sagen, aber die Stärke auf den Geraden kommt nicht nur durch das Konzept.

Deswegen bin ich der Meinung, dass man jetzt einen ersten wichtigen Schritt Richtung mehr Downforce gemacht hat und wenn man da für nächstes Jahr noch einen drauflegen könnte, sollte es wirklich gut aussehen. (Es sei denn, Mercedes zaubert wieder etwas aus dem Hut oder man kann den Motorennachteil aufholen)
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von evosenator » 02.10.2019, 20:25

Warlord hat geschrieben:
Mag jetzt Klugscheißerisch klingen, aber ich hatte es immer geahnt das nur ein "paar" Kniffe fehlen und der Ferrari kann sein volles Potential entwickeln.

Amen :thumbs_up:

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von MarvinAyrton007 » 02.10.2019, 20:45

Ja auch wünsche (das mag man mir nicht glauben ) einen starken Ferrari und RB. ABER es wird sein wie immer, MAMG hat die komplette Entwicklung auf 2020 gestellt und wird dann allen roten und blauen Hoffnungsträgern zeigen, das es für sie alles völlig umsonst war. Es wird sich das gleiche Bild zeigen wie nach den diesjährigen Wintertests. MAMG packt die Keule raus und richtet sie alle hin.
Und sollte es nicht so sein, wird Ferrari selber MAMG zum erneuten Weltmeister 2020 machen.
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Aldo » 02.10.2019, 21:06

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:Aktuell sieht es tatsächlich danach aus, dass Ferrari mit einer Evolution statt einer Revolution gut beraten wäre.
Allerdings muss man jetzt erstmal Suzuka abwarten und sehen, wie sich das Auto in diesen schnellen Kurven mit dem neuen Aero-Paket macht. Aber grundsätzlich ist der Ansatz von Ferrari fürs Rennen von Vorteil, da sie durch ihren Speed auf den Geraden wirklich nur sehr schwer überholt werden können und das ist einfach gold wert, da man so auch Rennen gewinnen kann, in denen man nicht das schnellste Auto hat. Und Ferrari weiß natürlich, wie sich das anfühlt, wenn man sich nur an 2017 zurückerinnert, als man gegen Mercedes auf der Geraden noch keine Chance hatte. Ich erinnere mich da direkt an Belgien, als Vettel aus dem Windschatten raus ist und direkt keine Chance mehr hatte wirklich vorbei zu ziehen oder Barcelona, als Hamilton ganz leicht an Vettel vorbeigezogen ist.

Wichtig finde ich aber, dass man nicht vergisst, den aktuellen Motorenvorteil miteinzubeziehen. Denn wo würde der Mercedes mit dem Ferrari Motor im Heck stehen? Kann man nicht sagen, aber die Stärke auf den Geraden kommt nicht nur durch das Konzept.

Deswegen bin ich der Meinung, dass man jetzt einen ersten wichtigen Schritt Richtung mehr Downforce gemacht hat und wenn man da für nächstes Jahr noch einen drauflegen könnte, sollte es wirklich gut aussehen. (Es sei denn, Mercedes zaubert wieder etwas aus dem Hut oder man kann den Motorennachteil aufholen)
:thumbs_up:

100% Sign. Genau das sagt Schmidt bei AMuS ja auch.
2020 sollen die Reifen besser ins Reifenfenster gebracht werden können. Das wäre ein enormer Vorteil für Ferrari. Man muss nur hoffen dass Mercedes nicht hinter das Motorengeheimnis kommt und dass Ferraris Aufwärtstrend in Suzuka bestätigt wird. Wenn sie dort stark sind, sollte man das Auto endlich verstehen. Denn der Typ Strecke ist für Ferrari schlimmer als Monaco oder Singapur.
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von GenauDer » 02.10.2019, 22:09

Aldo hat geschrieben:
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:Aktuell sieht es tatsächlich danach aus, dass Ferrari mit einer Evolution statt einer Revolution gut beraten wäre.
Allerdings muss man jetzt erstmal Suzuka abwarten und sehen, wie sich das Auto in diesen schnellen Kurven mit dem neuen Aero-Paket macht. Aber grundsätzlich ist der Ansatz von Ferrari fürs Rennen von Vorteil, da sie durch ihren Speed auf den Geraden wirklich nur sehr schwer überholt werden können und das ist einfach gold wert, da man so auch Rennen gewinnen kann, in denen man nicht das schnellste Auto hat. Und Ferrari weiß natürlich, wie sich das anfühlt, wenn man sich nur an 2017 zurückerinnert, als man gegen Mercedes auf der Geraden noch keine Chance hatte. Ich erinnere mich da direkt an Belgien, als Vettel aus dem Windschatten raus ist und direkt keine Chance mehr hatte wirklich vorbei zu ziehen oder Barcelona, als Hamilton ganz leicht an Vettel vorbeigezogen ist.

Wichtig finde ich aber, dass man nicht vergisst, den aktuellen Motorenvorteil miteinzubeziehen. Denn wo würde der Mercedes mit dem Ferrari Motor im Heck stehen? Kann man nicht sagen, aber die Stärke auf den Geraden kommt nicht nur durch das Konzept.

Deswegen bin ich der Meinung, dass man jetzt einen ersten wichtigen Schritt Richtung mehr Downforce gemacht hat und wenn man da für nächstes Jahr noch einen drauflegen könnte, sollte es wirklich gut aussehen. (Es sei denn, Mercedes zaubert wieder etwas aus dem Hut oder man kann den Motorennachteil aufholen)
:thumbs_up:

100% Sign. Genau das sagt Schmidt bei AMuS ja auch.
2020 sollen die Reifen besser ins Reifenfenster gebracht werden können. Das wäre ein enormer Vorteil für Ferrari. Man muss nur hoffen dass Mercedes nicht hinter das Motorengeheimnis kommt und dass Ferraris Aufwärtstrend in Suzuka bestätigt wird. Wenn sie dort stark sind, sollte man das Auto endlich verstehen. Denn der Typ Strecke ist für Ferrari schlimmer als Monaco oder Singapur.
Auf dem Motorengeheimnis - solange legal - dürfen Ferrari sich natürlich gerne ausruhen. Mich wundert nur, dass die Kunden diesen PS Vorteil nicht haben...

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Tifoso » 02.10.2019, 22:30

Mag zwar sein dass das Aero-Konzept nicht grundsätzlich falsch ist, aber wenn man immer wieder Rennen hat wo man weit :!: hinter der Konkurrenz liegt, dann ist die Abstimmung unbeständig. Das hilft in Hinsicht der Resultate nicht wirklich.

Ebenfalls darf man den Punktevorsprung von Mercedes nicht außer Acht lassen. Die versuchen natürlich immer zu gewinnen, aber wenn es dieses Jahr halt nicht immer klappt, ist das für die kein Genickbruch mehr. Somit kann man da Ferrari quasi auf die falsche Fährte locken. Zumal genau das ja nun sogar zutreffen könnte. Toto hat ja schon gesagt das man sich bei Mercedes eventuell schon zu viel auf nächstes Jahr konzentriert, und andererseits wird Ferrari nach drei Siegen stärker geredet, als sie tatsächlich sind. In Spa gewann Charles unter anderem weil Vettel als Blocker eingesetzt worden ist. In Singapur hätte Hamilton gewonnen wenn man ihn zur selben Runde wie Vettel reinholt. In Russland war Hamilton viel näher an Charles, als er wiederum an Vettel war - trotz härteren Reifen und "Reifen-schonen". Als Charles dann hinter Bottas fest hing war Ferrari trotz dem Topspeed dann doch nur noch für den 3. Platz gut.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Rennpace von Mercedes ist auch nach der Sommerpause mindestens konkurrenzfähig. Ferrari sieht momentan erstärkt aus, aber das kann Anfang 2020 plötzlich wieder ganz anders aussehen. Zum einen kommt es selten vor, dass sich Mercedes selbst im Weg steht, zum anderen grenzt es ja schon fast an ein Wunder das sich Ferrari wiederum nur in Sotschi strategisch selbst im Weg stand. Wenn es also für Ferrari eine Evolution gibt, dann muss sie dennoch ganz schön reinhauen.
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Edit 2015: Hab meine Sig schon so lange nicht geändert dass Raikönnen mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre fährt. Von dem bin ich natürlich auch ein Fan :D

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 02.10.2019, 23:10

Warlord hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Noch vor der Sommerpause habe ich nicht daran geglaubt, das Ferrari mit dem aktuellen Auto dem SF90 so eine sehr gute Performance zeigen wird. Ich bin von Ferrari sehr, sehr positiv überrascht worden!

Es ist einfach wieder das Auto und sieht danach aus wie man es bei den Wintertestfahrten in Barcelona gesehen hat und dann im laufe der Saison bis zur Sommerpause nur auf gewissen Rennstrecken. Jetzt hat man es bei Ferrari wohl geschafft durch die Updates die man entwickelt und gebracht hat, diese Performance die man bei den Wintertestfahrten gehabt hat und in der Saison auf gewissen Rennstrecken auf alle Rennstrecken zu übertragen und auch dort zu bringen.

Dann kann dieses Aerodynamik-Konzept natürlich beibehalten werden, wenn die Entwicklung Schritt für Schritt so weiter geht und dann auf den neuen 2020'er Ferrari übertragen wird, bzw. dort mit einfließt.
Mag jetzt Klugscheißerisch klingen, aber ich hatte es immer geahnt das nur ein "paar" Kniffe fehlen und der Ferrari kann sein volles Potential entwickeln. Nur hat das einfach viel zu lange gedauert.
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Ja, das hatte ich. Die ganze sehr gute Performance von den Wintertestfahrten in Barcelona, die kann ja nicht plötzlich fast spurlos verschwunden sein, die muß irgendwo im Auto schlummern, und irgendwie muß man es schaffen diese an jeder Rennstrecke zu zeigen. Nur langsam aber sicher habe ich den Glauben verloren, dass man dies bei Ferrari in diesem Jahr noch schafft. Das man in Belgien und Italien richtig gut sein wird, dass war aufgrund des Highspeeds den Ferrari hat klar, nur was dann in Singapur und jetzt in Russland kam, daran habe ich langsam nicht mehr geglaubt.
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von mulles3 » 03.10.2019, 00:00

Aufpassen !! nicht dass Mercedes Sie wieder auflaufen lässt, Sie geben Ferrari etwas die Oberhand und die glauben Sie hätten das richtige Konzept und Entwickeln munter weiter , und Mercedes legt wieder ne Schippe drauf 2020

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von mulles3 » 03.10.2019, 00:06

bis zur Saisonhälfte wurde in der Quali immer die Rundenrekorde vom Vorjahr verbessert , danach nicht mehr :shh: :silent: :D

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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von mulles3 » 03.10.2019, 00:08

bis zur Saisonhälfte wurde in der Quali immer die Rundenrekorde vom Vorjahr verbessert , danach nicht mehr :shh: :silent: :D

mulles3
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von mulles3 » 03.10.2019, 00:09

bis zur Saisonhälfte wurde in der Quali immer die Rundenrekorde vom Vorjahr verbessert , danach nicht mehr :shh: :silent: :D

Lsadno
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Re: "Nicht komplett falsch": Ferrari hält für 2020 an Aero-Konzept fest

Beitrag von Lsadno » 03.10.2019, 08:50

sieht für mich wie ein abenteuer vom kasperl aus, der das böse krokodil auf die falsche fährte lockt, damit es sich in sicherheit wiegt, nur m es dann bei der nächsten gelegenheit einzufangen.

was ich damit sagen möchte: mercedes tut seit dem späten frühjahr eigentlich nichts mehr, das letzte wirkliche update war in deutschland juli. ferrari ist jetzt auf augenhöhe und hat durch glückliche umstände und teamwork den ein oder anderen sieg errungen. jetzt machen sie mit dem "falschen" konzept weiter und werden spätestens in melbournce im märz wieder das böse erwachen haben.

ich wünsche mir nur, dass ich mich täusche.

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