Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

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Redaktion
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Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Redaktion » 15.07.2019, 14:03

Valtteri Bottas will einen anderen Weg gehen, um Lewis Hamilton zu schlagen - Im Gegensatz zu Nico Rosberg mache er schwierige Situationen nur mit sich selbst aus © LAT Valtteri Bottas erklärt, dass Hilfe von außen nichts für ihn ist Nico Rosberg hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er seinen WM-Titel in der Formel-1-Saison 2016 auch vielen Kleinigkeiten abseits der Rennstrecke zu verdanken hat. Nachdem er den Titelkampf gegen Lewis Hamilton 2014 und 2015 verloren hatte, setzte Rosberg 2016 unter anderem verstärkt auf Dinge wie ein besonderes Mentaltraining - mit Erfolg.Valtteri Bottas befindet sich aktuell in einer ähnlichen Situation. Auch er hat 2017 und 2018 gegen den Teamkollegen Hamilton jeweils den Kürzeren gezogen. Er möchte allerdings einen anderen Weg als Rosberg gehen, um gegen den scheinbar übermächtigen Briten zu bestehen. Auf die Frage, ob er sich die Arbeit mit einem Sportpsychologen vorstellen könnte, antwortet er: "Nein.""Ich denke ehrlich gesagt nicht, dass das bei mir funktionieren würde", erklärt der Finne und ergänzt: "Jeder Sportler und jede Person ist individuell. Manche brauchen Hilfe von außen. Ich habe viele gute Leute um mich herum, mit denen ich reden kann." Er sei aber nicht der Typ für Mentaltraining und lange Gespräche. "Ich mache das gewöhnlicherweise mit mir selbst aus", verrät er. Rosberg-Racevlog: Backstage in Silverstone Nico Rosberg taucht ein in den Paddock beim Grand-Prix-Klassiker in Silverstone Weitere Formel-1-Videos Wenn er "harte Zeiten oder Zweifel" habe, dann brauche er keinen Mentaltrainer. Er könne darin für sich "keinen Gewinn" erkennen. "Viele Leute [im Sport] nutzen die ganze Zeit Psychologen. Und sie bekommen von ihnen auch Hilfe", weiß Bottas. Allerdings sei das nicht für alle etwas. "Ich bin nicht Nico", erinnert er und stellt klar: "Ich weiß, was für mich am besten funktioniert."Tipps, wie man Hamilton besiegen kann, habe er sich bei Rosberg persönlich auch noch nicht abgeholt. "Ich habe mit ihm nicht wirklich darüber gesprochen", berichtet er. Das sei auch nicht sein Plan, er wolle seinen seinen "eigenen Weg" verfolgen. Und dieser sei es weiterhin, sich in schwierigen Situationen Rat beim "Mann im Spiegel" zu holen - also bei sich selbst.Auf die Frage, was dieser ihm nach dem Rennen in Silverstone sagen werde, antwortet Bottas: "Er wird sagen: 'Gute Arbeit am ganzen Wochenende. Pech gehabt. Vergiss es, lerne daraus, mach weiter - und gewinne in Deutschland!'"
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Zuletzt geändert von Redaktion am 15.07.2019, 14:11, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Sportsmann » 15.07.2019, 14:55

Schade, aber vielleicht reicht seine Leistung ja trotzdem noch aus um nicht von Ocon ersetzt zu werden. Ein Rosberg und ein Leclerc haben ja durchaus gezeigt, dass man durch Mentaltraining nicht schlechter wird.
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Jonas.sw » 15.07.2019, 15:04

Gut jeder wie er meint, wäre nur schade, wenn die Entscheidung so getroffen wurde, weil man meint, es wäre ein Zeichen von Schwäche, mit einen Mentaltrainer zu arbeiten.

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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von NR6-KeepFightingMSC » 15.07.2019, 16:38

Wenn ein Mentaltraining für ihn nichts ist, ist das natürlich völlig in Ordnung, denn wie er selbst sagt ist jeder anders.
Allerdings wirkt es auf mich ein bisschen so, als würde er das direkt Ablehnen ohne es überhaupt versucht zu haben, und sowas halte ich immer für schwierig, denn man kann sich eben auch leicht mal täuschen. Und nach enttäuschenden Wochenenden wirkt Bottas auch immer ziemlich "down", aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Neppi » 15.07.2019, 16:52

NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:Wenn ein Mentaltraining für ihn nichts ist, ist das natürlich völlig in Ordnung, denn wie er selbst sagt ist jeder anders.
Allerdings wirkt es auf mich ein bisschen so, als würde er das direkt Ablehnen ohne es überhaupt versucht zu haben, und sowas halte ich immer für schwierig, denn man kann sich eben auch leicht mal täuschen. Und nach enttäuschenden Wochenenden wirkt Bottas auch immer ziemlich "down", aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Sehe ich ähnlich. Es ist halt immer noch in den Köpfen dass es als Versagen gilt, wenn man sowas nicht selbst auf die Reihe bekommt und man Hilfe braucht. Das man damit aber nochmal ein paar Prozente herausholen kann (siehe Rosberg), das übersehen viele.

Und so down wie er nach manchen Rennen ist, würde ich ihm dazu raten es auszuprobieren.

Vettel übrigens auch :mrgreen: aber das ist nochmal ein ganz anderes Level an Mentalschwäche als bei Bottas :mrgreen:
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Jonas.sw » 15.07.2019, 16:56

Die sollten nur nicht Otto nehmen als Mentaltrainer...

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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von dersven » 15.07.2019, 17:32

Vielleicht fehlt Bottas schlicht und ergreifend der Speed. Man darf nicht vergessen, dass Hamilton wohl so mit der beste Fahrer im Feld ist, mit allen Wassern gewaschen, sowohl auf als auch abseits der Strecke. Ein Alonso sah schon sehr alt gegen den Rookie-Hamilton aus und ein Rosberg hat sich mental so verausgabt, dass er nach dem Titel gleich in den Ruhestand gegangen ist. :D

Bottas müsste eine ordentliche Schippe drauflegen (und vor allem das Niveau dann konstant halten) und das traue ich ihm bei allem Respekt nicht zu. Natürlich hatte er jetzt in Silverstone Pech, aber am Ende der Saison wird man wohl feststellen können, dass auch ein Sieg in GB nichts am Ausgang der WM geändert hätte.

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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von evosenator » 15.07.2019, 20:48

Vettel leider auch nicht. Ihm würde es garantiert was bringen
Lust, irgendwann mal für klicken, liken und teilen Geld zu verdienen?

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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Sportsmann » 15.07.2019, 23:56

Neppi hat geschrieben:
NR6-KeepFightingMSC hat geschrieben:Wenn ein Mentaltraining für ihn nichts ist, ist das natürlich völlig in Ordnung, denn wie er selbst sagt ist jeder anders.
Allerdings wirkt es auf mich ein bisschen so, als würde er das direkt Ablehnen ohne es überhaupt versucht zu haben, und sowas halte ich immer für schwierig, denn man kann sich eben auch leicht mal täuschen. Und nach enttäuschenden Wochenenden wirkt Bottas auch immer ziemlich "down", aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Sehe ich ähnlich. Es ist halt immer noch in den Köpfen dass es als Versagen gilt, wenn man sowas nicht selbst auf die Reihe bekommt und man Hilfe braucht. Das man damit aber nochmal ein paar Prozente herausholen kann (siehe Rosberg), das übersehen viele.

Und so down wie er nach manchen Rennen ist, würde ich ihm dazu raten es auszuprobieren.

Vettel übrigens auch :mrgreen: aber das ist nochmal ein ganz anderes Level an Mentalschwäche als bei Bottas :mrgreen:
Die Sache mit dem Versagen ist ja durchaus nicht ganz so einfach. Es stimmt ja manchmal auch, wenn man nicht immer schon mit einem Mentaltrainer/Psychologen zusammengearbeitet hat. Bottas würde sich damit eingestehen dass er versagt hat und es nicht allein schafft - jetzt der wichtige Teil - sein Maximum aus sich herauszuholen.
Ein Rosberg hat auch 2 Jahre versagt und fast alle hier, insbesondere Herr Nimmervoll haben ihn schon hundertfach abgeschrieben. Nur sollte jeder sich gut überlegen ob man das Versagen nicht auch akzeptieren sollte und sich sagt: gut ich hab BISHER versagt, aber AB JETZT tue ich alles um noch besser zu werden.
Das würde ich Vettel und Bottas beiden wünschen. Vettel wirkt zwar ausserhalb des Autos mittlerweile gelassener, aber die Handlungen im Auto geben Grund zur Spekulation und so oder so hat er genug Druck mit dem Neuling der ihn älter aussehen lässt als er ist.
Bottas hätte ich vor dieser Saison den Mentaltrainer empfohlen, der sah doch nach jedem weiteren Rennen auf P3-4 gequält aus. Aktuell kommt er ja immerhin auf seine zweiten Plätze was ihm ggf. Zeit bringt (Vertragsverlängerung) noch mehr dazuzulernen. Dabei müsste er nur in die Garage nebenan schauen, Hamilton hat schließlich auf der ganzen Welt (Amateur)Mentaltrainer - die richten ihn (wenn das mal nötig sein sollte) sofort wieder auf.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, wenn man den Druck (z.b. vor einem Wettkampf) nicht mehr freudig erwartet, sondern sich unwohl fühlt, dann lohnt sich Mentaltraining. Ohne Stressbedingte Muskelverspannung gibt es nunmal ein paar Prozent mehr Leistung.

Mögen die Beiden ihre Ziele erreichen und von weiteren Schmähungen und Gründen für solche verschont bleiben.
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von GenauDer » 16.07.2019, 00:20

War bei Kimi leider ähnlich.
Und genau der hätte absolut brilliante Leistungen abliefern können, mit freiem Kopf.

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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von modernf1bodyguard » 16.07.2019, 14:01

Jonas.sw hat geschrieben:Die sollten nur nicht Otto nehmen als Mentaltrainer...
Reporter: "Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Valtteri! Was hat heute den Unterschied gemacht?
Bottas: "HAHA! Ckckckckck!"
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Re: Anders als Rosberg: Bottas hat kein Interesse an Mentaltraining und Co.

Beitrag von Brod » 16.07.2019, 14:07

Mit oder ohne Mentaltrainer...sehe ihm einfach auch nicht ganz auf dem Niveau von Rosberg.
Did perpetual happiness in the GardenofEden maybe get so boring that eating the apple was justified?

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