"Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

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Hangglider
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Hangglider » 15.04.2019, 09:49

harke hat geschrieben:
Neco hat geschrieben:
harke hat geschrieben:
Quatsch. Vettel hat heute ein gutes Rennen gezeigt, trotz Bottas Start und Leclercs Bummelfahrt. In Australien war er klar auf P3 Kurs wenn Ferrari die Strategie nicht verhunzt hätte.
Ich gehe davon aus, dass Vettel am Ende der Saison klar der bessere sein wird.
Ja klar, Bummelfahrt :rotate: dann hätte Vettel ja einfach vorbei fahren können! Er hat ja nicht mal eine Attacke geschafft. Mach die Augen auf
Ne, vielleicht solltest du mal die Augen aufmachen. Aufgrund von dirty Air ist es schwierig zu überholen, wenn man nicht mindestens eine Sekunde Vorsprung hat und man nicht einen Unfall riskieren will. Um das Teamergebnis nicht zu gefährden, fährt man nicht zu aggressiv gegen den eigenen Kollegen.
Sorry aber wenn man etwas als "Bummelfahrt" bezeichnet, braucht man sich nicht wundern, wenn ein anderer Sagt "Vettel könnte vorbei fahren" Leclerc hatte anscheinend den selben Speed wie Vettel, der trotz DRS nicht vorbei kam. Leclerc hat dann natürlich etwas mehr (gleichbleibenden) Abstand gelassen, da er ja sowieso nicht überholen DARF!

Weiß nicht wie man Vettel noch immer verteidigen kann.. Der hat einen Nr. Status wie einst Schumi (oder sogar mehr) und schafft es trotzdem nicht schneller zu sein.. GEGEN EINEN ROOCKIE :shrug:

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von 7Timer » 15.04.2019, 09:53

Pasha_Bojweski hat geschrieben:Also ich muss ehrlich sagen, dass mir diese übertriebene Kritik an Vettel, insbesondere durch die Medien, auch ziemlich gegen den Strich geht. Nur weil Leclerc ein hochtalentierter Fahrer ist und theoretisch schon einen GP gewonnen hätte, heißt das noch lange nicht, dass er der große Heilsbringer ist und einen vierfachen Weltmeister einfach so verdrängen kann. Ferrari macht das schon ganz richtig mit der Hierarchie und Leclerc sollte sich meiner Meinung nach auch entsprechend verhalten. Es ist immerhin erst seine 2. Saison insgesamt und seine 1. bei Ferrari und solche zynischen Funksprüche wie heute sollte er sich einfach verkneifen.

Vettel war heute etwas schneller als Leclerc und hatte beim Start einfach Pech, dass Bottas ihn ausgebremst hat und er vor der ersten Kurve dann zu weit außen war. Das er hier dann zurückgesteckt und nichts riskiert hat, war vernünftig und richtig.
Ansonsten war für ihn nicht viel auszurichten gegen die überlegenen Silberpfeile.

Auffällig war spätestens seit dem Qualifying, dass Mercedes deutlich schneller als Ferrari war. Meiner Meinung nach wird bei den Silbernen ganz viel geblufft. Man darf gespannt sein, ob es Ferrari gelingt im nächsten Rennen wieder etwas näher heranzurücken.
richtig :thumbs_up:

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von toddquinlan » 15.04.2019, 10:01

Sprittner hat geschrieben: Denen ist wirklich egal wer WM wird, sondern dass es einer aus dem Team wird :D
günstig oder teuer, 5-maliger Weltmeister oder nicht. Dass ist dem Team denke ich sehr egal wer.
HAM polarisiert natürlich, aber falls es BOT machen sollte wird sich bei Mercedes niemand beschweren :D
der erste der sich beschweren wird ist Hamilton, und eine Differenz im zweistelligen Millionenbereich wischt niemand vom Vorstand lächelnd weg.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 10:10

Hangglider hat geschrieben:
harke hat geschrieben:
Neco hat geschrieben:
Ja klar, Bummelfahrt :rotate: dann hätte Vettel ja einfach vorbei fahren können! Er hat ja nicht mal eine Attacke geschafft. Mach die Augen auf
Ne, vielleicht solltest du mal die Augen aufmachen. Aufgrund von dirty Air ist es schwierig zu überholen, wenn man nicht mindestens eine Sekunde Vorsprung hat und man nicht einen Unfall riskieren will. Um das Teamergebnis nicht zu gefährden, fährt man nicht zu aggressiv gegen den eigenen Kollegen.
Sorry aber wenn man etwas als "Bummelfahrt" bezeichnet, braucht man sich nicht wundern, wenn ein anderer Sagt "Vettel könnte vorbei fahren" Leclerc hatte anscheinend den selben Speed wie Vettel, der trotz DRS nicht vorbei kam. Leclerc hat dann natürlich etwas mehr (gleichbleibenden) Abstand gelassen, da er ja sowieso nicht überholen DARF!

Weiß nicht wie man Vettel noch immer verteidigen kann.. Der hat einen Nr. Status wie einst Schumi (oder sogar mehr) und schafft es trotzdem nicht schneller zu sein.. GEGEN EINEN ROOCKIE :shrug:
Also wenn ich mich recht entsinne, steht das Qualyduell immer 2:1 für Vettel, zweitens ist Leclerc kein Rookie mehr (im Gegensatz zu Hamilton 2007 *hust*), drittens war Vettel in Melbourne strategiebereinigt der Schnellere, es sei denn, du machst es zum Grundsatz, den Fahrern Strategiefehler vorzuwerfen (dann hat aber auch Alonso 2010 die WM eigenverschuldet in Abu Dhabi weggeworfen). Und in China war Leclerc zumindest mal nicht schneller als Vettel und hatte lediglich beim Start das Glück, dass Vettel von Bottas aufgehalten wurde. Einzig in Bahrrain war Leclerc wirklich schneller als Vettel. Dass es nun wahrlich keine Schande ist, als Mehrfachchampion nicht in jedem Rennen schneller als der "Rookie"-Teamkollege zu sein, brauche ich einem Alonso-Fan wahrlich nicht mehr zu erzählen, oder?

Wie man indes zr Teamorder so früh in der Saison steht, ist natürlich trotzdem eine andere Frage, aber Ferrari hat sich nunmal für einen Nr.-1-Fahrer entschieden, verständlicherweise für den 4-fach-Champion. Einen Nr.-1-Fahrer gleich zu Saisonbeginn zu bestimmen, diese Taktik muss der Fan nicht mögen, aber Ferrari hat sie gewählt. Und auch wenn LEC wie oben beschrieben zumindest in Bahrrain tatsächlich schneller war, so hat er dennoch bis jetzt nicht bewiesen, dass diese Entscheidung falsch war. Hier spricht dann doch ziemlich offensichtlich eher der Vettelhass aus den Kritikern, die, wie das so ist, dafür auch gerne mal die Tatsachen verdrehen.

Und auch ich bin der Meinung, dass Vettel in China nicht so viel schneller war, dass diese gerechtfertigt war, aber hinterher ist man immer schlauer. Was gewesen wäre, wenn sie früher gekommen wäre, werden wir nie erfahren, aber ich lehne mich mal so weit aus dem Fenster, dass VET den Mercedes nicht gefährlich geworden wäre. Hätte man nicht dann auch noch die Strategie bei LEC so verhunzt, dass dieser auch noch hinter VER zurückfällt, hätte VEt zumindest zeigen können, ob er zu einem fairen Move a la Hamilton in Ungarn 2017 imstande ist. Wage ich zu bezweifeln, da Ferrari wie gesagt im WM-Kampf offen auf Vettel setzt. Und so, wie es mit der verhunzten Stratgie gelaufen ist, stellte sich die Frage am Ende auch nicht mehr. Ein fairer Move wäre es aber in jedem Fall gewesen.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Tracklimit_F1 » 15.04.2019, 10:25

Sprittner hat geschrieben:
Tracklimit_F1 hat geschrieben:Das mit der Teamorder finde ich nicht so schlimm, denn andere machen es auch und wenn man es nicht ausprobiert, kann man ja schlecht herausfinden, ob es so ist. Hätte man nicht getauscht, hätten einige auch nen Aufriss daraus gemacht, dass man Vettel hätte vorbeilassen sollen und so, eventuell den Sieg verschenkt hätte. Da finde ich die Boxenstopps, wo man Leclerc zu spät reingeholt hat, viel fragwürdiger.

Wahrscheinlich ist Ferrari davon ausgegangen dass, VER bis Rennende LEC noch überholen kann.(wenn sie die Zeiten die sie zu dem Zeitpunkt gefahren sind halten.) Ich weiß jetzt nicht ob LEC nicht noch einen Satz rote Reifen übrig hatte, denn dann hätte Ferrari ihn auf die schnellste Rennrunde ansetzen können das zumindest der Punkt eingetütet ist.

Ich glaube Ferrari wollte auch nicht das Rennen von LEC versauen sondern mit LEC zumindest einen Mercedes(Bottas) einzubremsen und Vettel rankommen zu lassen dass dieser evtl. um P2 fighten kann, was natürlich nicht funktioniert hat. So wie man es auch ab und an in der Vergangenheit bei Kimi gesehen hat der als Bremse fungieren sollte.
Kann sein, aber Kimi war in Vergangenheit meist deutlich langsamer, so wie eben Bottas auch.
Dass man Leclercs Rennen nicht versauen wollte, das sehe ich auch so. Trotzdem fragwürdige Entscheidungen.
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von GenauDer » 15.04.2019, 10:25

iceman2411 hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben: Eigentlich hatte (und hat) RAI immer nur eine grobe Schwäche: das Quali (wir erinnern uns, letztes Mal hat er 4x das Quali in der letzten Kurve weggeworfen). Abgesehen davon war RAI voriges Jahr nur knapp unter Vettels Niveau und wer weiß wo er gelandet wäre, hätte er auch die für die Psyche dringend nötigen Siege am Anfang bekommen (erstes Rennen war er ja klar besser als VET). Streicht man die 4 technischen Gebrechen raus, die Vettel nicht hatte, haben die beiden ungefähr gleich viel Punkte am Konto gehabt 2018. Also wenn LEC stärker ist als RAI, kann VET sich nächstes Jahr ein anderes Team suchen
Rechne doch einfach die 4 Rennen raus, die RAI unverschuldet ausgefallen ist und schau wer wo mit den Punkten steht.
Jegliche weitere Diskussion erübrigt sich. VETs Grundperformance ist dann besser, wenn er als Nr 1 deklariert wird im Team und RAI als Nr2. Das ist ganz offensichtlich auch etwas, was an die Psyche geht und dir einen Boost /Selbstvertrauen gibt.
Kaum hat Vettel Konkurrenz macht er massiv Fehler. Er ist also mitnichten pauschal der bessere. Bis klar war, dass VET sowieso wieder strategisch bevorzugt wird, hat RAI durchaus gezeigt, dass er da mitfahren kann.
Das passive Überholverhalten stimmt jedoch absolut. Gleichzeitig ist das überaggressive offenbar auch VETs Schwäche. Ich glaub nur GRO hat sich öfter gedreht.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von xx Rantanplan xx » 15.04.2019, 10:39

KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Nachdem Vettel aus meiner Sicht richtigerweise an Leclerc vorbeigewunken wurde, konnte er sich absetzen. Durch kleinere Fehler hat er es aber verpasst, eine Lücke herauszufahren. Das zeigt, wie groß der Druck auf Vettel ist. Erst dadurch kam Leclerc überhaupt in die Position, sich darüber aufzuregen. Wäre Vettel normal weggezogen, hätte er sich nicht beschweren können/dürfen. Im Endeffekt muss man aber ganz klar sagen, dass Vettel in China der schnellere Pilot war. Dennoch war es natürlich nicht in Ordnung, Leclercs Strategie dermaßen gegen die Wand zu fahren. Dass man dann noch hinter einen RedBull zurückfällt, ist mehr als bitter.
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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 10:48

GenauDer hat geschrieben:
iceman2411 hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben: Eigentlich hatte (und hat) RAI immer nur eine grobe Schwäche: das Quali (wir erinnern uns, letztes Mal hat er 4x das Quali in der letzten Kurve weggeworfen). Abgesehen davon war RAI voriges Jahr nur knapp unter Vettels Niveau und wer weiß wo er gelandet wäre, hätte er auch die für die Psyche dringend nötigen Siege am Anfang bekommen (erstes Rennen war er ja klar besser als VET). Streicht man die 4 technischen Gebrechen raus, die Vettel nicht hatte, haben die beiden ungefähr gleich viel Punkte am Konto gehabt 2018. Also wenn LEC stärker ist als RAI, kann VET sich nächstes Jahr ein anderes Team suchen
Rechne doch einfach die 4 Rennen raus, die RAI unverschuldet ausgefallen ist und schau wer wo mit den Punkten steht.
Jegliche weitere Diskussion erübrigt sich. VETs Grundperformance ist dann besser, wenn er als Nr 1 deklariert wird im Team und RAI als Nr2. Das ist ganz offensichtlich auch etwas, was an die Psyche geht und dir einen Boost /Selbstvertrauen gibt.
Kaum hat Vettel Konkurrenz macht er massiv Fehler. Er ist also mitnichten pauschal der bessere. Bis klar war, dass VET sowieso wieder strategisch bevorzugt wird, hat RAI durchaus gezeigt, dass er da mitfahren kann.
Das passive Überholverhalten stimmt jedoch absolut. Gleichzeitig ist das überaggressive offenbar auch VETs Schwäche. Ich glaub nur GRO hat sich öfter gedreht.
Das bessere Gesamtbild der Verhältnisse erhält man aber nunmal, wenn man ALLE Saisonrennen einbezieht, sprich hochrechnet, auf welchen Positionen Kimi jeweils bei seinen unverschuldeten Ausfällen realistischerweise ins Ziel gekommen wäre. Realistischerweise wäre das bei keinem dieser Rennen vor Vettel gewesen.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von GenauDer » 15.04.2019, 11:08

Formel-1-Fan hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben:
iceman2411 hat geschrieben:
Rechne doch einfach die 4 Rennen raus, die RAI unverschuldet ausgefallen ist und schau wer wo mit den Punkten steht.
Jegliche weitere Diskussion erübrigt sich. VETs Grundperformance ist dann besser, wenn er als Nr 1 deklariert wird im Team und RAI als Nr2. Das ist ganz offensichtlich auch etwas, was an die Psyche geht und dir einen Boost /Selbstvertrauen gibt.
Kaum hat Vettel Konkurrenz macht er massiv Fehler. Er ist also mitnichten pauschal der bessere. Bis klar war, dass VET sowieso wieder strategisch bevorzugt wird, hat RAI durchaus gezeigt, dass er da mitfahren kann.
Das passive Überholverhalten stimmt jedoch absolut. Gleichzeitig ist das überaggressive offenbar auch VETs Schwäche. Ich glaub nur GRO hat sich öfter gedreht.
Das bessere Gesamtbild der Verhältnisse erhält man aber nunmal, wenn man ALLE Saisonrennen einbezieht, sprich hochrechnet, auf welchen Positionen Kimi jeweils bei seinen unverschuldeten Ausfällen realistischerweise ins Ziel gekommen wäre. Realistischerweise wäre das bei keinem dieser Rennen vor Vettel gewesen.
das Gesamtbild der Verhältnisse kann man ja in jede Richtung hochrechnen: Erstens: ja, wenn man die Dreher rausnimmt stimmt deine Annahme. Nimmt man sie mit rein, wäre in mindestens einem der 4 Rennen Vettel wieder deutlich hinter RAI ins Ziel gekommen, denn auch die muss man miteinrechnen. Und wie gut ein RAI performt, wenn er eben nicht die Nr 2 ist im Team, sah man immer wieder. Auch hier hätte man mal ansetzen müssen, dann wären vielleicht regelmäßig beide vor den Mercedes ins Ziel gekommen. Aber dann hätte Vettel noch mehr Fehler gemacht, weil er damit nicht zurecht kommt, nicht die Nr 1 zu sein.
Das Gesamtbild betrachten ist also schwierig. Wie am Ende die Resultate zusammengekommen sind ist ja nicht ersichtlich. Ich erinnere an die Funksprüche von RAI (die leider nicht mehr online sind), die vom TEam einfach ignoriert wurden, weil man sich so um Vettel gekümmert hat. Natürlich hat dann RAI im Rennen einen Nachteil, wenn man erst nach 10 Runden feststellt, dass sein DRS nicht zugeht, obwohl er es seit 10 Runden anmerkt (aber er nur belächelt wird). Diese ungleichbehandlung müsstest du dann auch in deine Gesmatstatistik einrechnen. Oder, dass er nicht nur ein mal zu spät auf die Strecke geschickt wurde. Oder in den Verkehr (also jeweils beim Quali jetzt). Dinge, die bei Vettel eben nicht passiert sind. Und ich hoffe du willst nicht behaupten, dass mache nichts mit einem, wenn man sieht, dass der TK ständig besser betreut ist. Und, dass dem so ist hat man - wenn man es wahrhaben möchte - durchaus immer wieder gesehen.

Gut, es sind jetz viele Annahmen die in die Richtung gehen, dass RAI dann schneller wäre. Aber ich würde sagen, sie sind nicht unberechtigt.
Also: Der Grundspeed von Vettel war 2017/18 höher, aber ich wage zu behaupten, dass das auch (! aber eben nicht nur) damit zu tun hat, dass Rai zur Nr2 deklariert wurde.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 11:13

GenauDer hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben: Rechne doch einfach die 4 Rennen raus, die RAI unverschuldet ausgefallen ist und schau wer wo mit den Punkten steht.
Jegliche weitere Diskussion erübrigt sich. VETs Grundperformance ist dann besser, wenn er als Nr 1 deklariert wird im Team und RAI als Nr2. Das ist ganz offensichtlich auch etwas, was an die Psyche geht und dir einen Boost /Selbstvertrauen gibt.
Kaum hat Vettel Konkurrenz macht er massiv Fehler. Er ist also mitnichten pauschal der bessere. Bis klar war, dass VET sowieso wieder strategisch bevorzugt wird, hat RAI durchaus gezeigt, dass er da mitfahren kann.
Das passive Überholverhalten stimmt jedoch absolut. Gleichzeitig ist das überaggressive offenbar auch VETs Schwäche. Ich glaub nur GRO hat sich öfter gedreht.
Das bessere Gesamtbild der Verhältnisse erhält man aber nunmal, wenn man ALLE Saisonrennen einbezieht, sprich hochrechnet, auf welchen Positionen Kimi jeweils bei seinen unverschuldeten Ausfällen realistischerweise ins Ziel gekommen wäre. Realistischerweise wäre das bei keinem dieser Rennen vor Vettel gewesen.
das Gesamtbild der Verhältnisse kann man ja in jede Richtung hochrechnen: Erstens: ja, wenn man die Dreher rausnimmt stimmt deine Annahme. Nimmt man sie mit rein, wäre in mindestens einem der 4 Rennen Vettel wieder deutlich hinter RAI ins Ziel gekommen, denn auch die muss man miteinrechnen. Und wie gut ein RAI performt, wenn er eben nicht die Nr 2 ist im Team, sah man immer wieder. Auch hier hätte man mal ansetzen müssen, dann wären vielleicht regelmäßig beide vor den Mercedes ins Ziel gekommen. Aber dann hätte Vettel noch mehr Fehler gemacht, weil er damit nicht zurecht kommt, nicht die Nr 1 zu sein.
Das Gesamtbild betrachten ist also schwierig. Wie am Ende die Resultate zusammengekommen sind ist ja nicht ersichtlich. Ich erinnere an die Funksprüche von RAI (die leider nicht mehr online sind), die vom TEam einfach ignoriert wurden, weil man sich so um Vettel gekümmert hat. Natürlich hat dann RAI im Rennen einen Nachteil, wenn man erst nach 10 Runden feststellt, dass sein DRS nicht zugeht, obwohl er es seit 10 Runden anmerkt (aber er nur belächelt wird). Diese ungleichbehandlung müsstest du dann auch in deine Gesmatstatistik einrechnen. Oder, dass er nicht nur ein mal zu spät auf die Strecke geschickt wurde. Oder in den Verkehr (also jeweils beim Quali jetzt). Dinge, die bei Vettel eben nicht passiert sind. Und ich hoffe du willst nicht behaupten, dass mache nichts mit einem, wenn man sieht, dass der TK ständig besser betreut ist. Und, dass dem so ist hat man - wenn man es wahrhaben möchte - durchaus immer wieder gesehen.

Gut, es sind jetz viele Annahmen die in die Richtung gehen, dass RAI dann schneller wäre. Aber ich würde sagen, sie sind nicht unberechtigt.
Also: Der Grundspeed von Vettel war 2017/18 höher, aber ich wage zu behaupten, dass das auch (! aber eben nicht nur) damit zu tun hat, dass Rai zur Nr2 deklariert wurde.
Ich habe jetzt einfach mal angenommen, dass Kimi stets auf der Position ins Ziel gekommen wäre, auf der er unverschuldet ausgefallen ist. Das waren zwei vierte Plätze und ein zweiter Platz, in Spa gehe ich optimistischerweise von einem dritten Platz aus. Macht 57 Punkte, verloren aht er das Duell aber am Ende um 69 Punkte. Trotz Vettels Fehlern. Pech und Strategiefehler gab es auch bei Vettel (China).

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Sprittner » 15.04.2019, 11:20

xx Rantanplan xx hat geschrieben:
KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Nachdem Vettel aus meiner Sicht richtigerweise an Leclerc vorbeigewunken wurde, konnte er sich absetzen. Durch kleinere Fehler hat er es aber verpasst, eine Lücke herauszufahren. Das zeigt, wie groß der Druck auf Vettel ist. Erst dadurch kam Leclerc überhaupt in die Position, sich darüber aufzuregen. Wäre Vettel normal weggezogen, hätte er sich nicht beschweren können/dürfen. Im Endeffekt muss man aber ganz klar sagen, dass Vettel in China der schnellere Pilot war. Dennoch war es natürlich nicht in Ordnung, Leclercs Strategie dermaßen gegen die Wand zu fahren. Dass man dann noch hinter einen RedBull zurückfällt, ist mehr als bitter.
Damit ist alles gesagt. Sehe ich auch so.
Obs nun richtig war VET vorbeizuwinken da scheiden sich die Geister. Man konnte in der Quali noch im Rennen die Pace der Silberpfeile mitgehen. Kein LEC und kein VET hatte wirklich die Chance zumindest an P2 zu kommen. VET war als er vorbeigewunken wurde zwar schneller, hat sich aber dies selber zu verschulden(und diese Team-Order Diskussion) da er keine Lücke zu LEC rausfahren konnte, was an ihm selbst lag. Ein 4-maliger Weltmeister sollte sich nicht in jeder Runde verbremsen dass die Zehntel die er rausgefahren hat sofort wieder zunichte sind.

Ich glaube einfach das die Scuderia versucht hat mit LEC den BOT auszubremsen. Damit VET näher an Platz 2 kommt. Vielleicht war das der Grundgedanke von Ferrari. Hätte sich LEC gegen BOT erwehren könne und ihn ein paar Runden aufhalten können, wäre er trotzdem an die Box beordert worden - (ob Ferrari damit im Rennen auf die schnellste Rennrunde gehen wollte?)

Das Rennen war zu dem Zeitpunkt für LEC sowieso schon im Eimer, den VER hätte ihn denke ich noch abgefangen mit frischen Reifen. Zudem konnte VER immer soweit mit dem Ferrari mithalten dass er sie zum Boxenstopp zwingen konnte. Ich denke er hätte LEC eingeholt. Und dann wäre LEC mit frischen Reifen sowie alten Reifen auf P5 gelandet. Ich denke der zweite Stopp bzw. kein zweiter Stopp hätte an seiner Endplatzierung nichts geändert.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Sprittner » 15.04.2019, 11:22

Sprittner hat geschrieben:
xx Rantanplan xx hat geschrieben:
KIMI-ICEMAN hat geschrieben:Nachdem Vettel aus meiner Sicht richtigerweise an Leclerc vorbeigewunken wurde, konnte er sich absetzen. Durch kleinere Fehler hat er es aber verpasst, eine Lücke herauszufahren. Das zeigt, wie groß der Druck auf Vettel ist. Erst dadurch kam Leclerc überhaupt in die Position, sich darüber aufzuregen. Wäre Vettel normal weggezogen, hätte er sich nicht beschweren können/dürfen. Im Endeffekt muss man aber ganz klar sagen, dass Vettel in China der schnellere Pilot war. Dennoch war es natürlich nicht in Ordnung, Leclercs Strategie dermaßen gegen die Wand zu fahren. Dass man dann noch hinter einen RedBull zurückfällt, ist mehr als bitter.
Damit ist alles gesagt. Sehe ich auch so.
Obs nun richtig war VET vorbeizuwinken da scheiden sich die Geister. Man konnte in der Quali noch im Rennen die Pace der Silberpfeile mitgehen. Kein LEC und kein VET hatte wirklich die Chance zumindest an P2 zu kommen. VET war als er vorbeigewunken wurde zwar schneller, hat sich aber dies selber zu verschulden(und diese Team-Order Diskussion) da er keine Lücke zu LEC rausfahren konnte, was an ihm selbst lag. Ein 4-maliger Weltmeister sollte sich nicht in jeder Runde verbremsen dass die Zehntel die er rausgefahren hat sofort wieder zunichte sind.

Ich glaube einfach das die Scuderia versucht hat mit LEC den BOT auszubremsen. Damit VET näher an Platz 2 kommt. Vielleicht war das der Grundgedanke von Ferrari. Hätte sich LEC gegen BOT erwehren könne und ihn ein paar Runden aufhalten können, wäre er trotzdem an die Box beordert worden - (ob Ferrari damit im Rennen auf die schnellste Rennrunde gehen wollte?)

Das Rennen war zu dem Zeitpunkt für LEC sowieso schon im Eimer, den VER hätte ihn denke ich noch abgefangen mit frischen Reifen. Zudem konnte VER immer soweit mit dem Ferrari mithalten dass er sie zum Boxenstopp zwingen konnte. Ich denke er hätte LEC eingeholt. Und dann wäre LEC mit frischen Reifen sowie alten Reifen auf P5 gelandet. Ich denke der zweite Stopp bzw. kein zweiter Stopp hätte an seiner Endplatzierung nichts geändert.

Obs nun richtig war VET vorbeizuwinken da scheiden sich die Geister. Man konnte WEDER in der Quali noch im Rennen die Pace der Silberpfeile mitgehen.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von GenauDer » 15.04.2019, 11:26

Formel-1-Fan hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben: Das bessere Gesamtbild der Verhältnisse erhält man aber nunmal, wenn man ALLE Saisonrennen einbezieht, sprich hochrechnet, auf welchen Positionen Kimi jeweils bei seinen unverschuldeten Ausfällen realistischerweise ins Ziel gekommen wäre. Realistischerweise wäre das bei keinem dieser Rennen vor Vettel gewesen.
das Gesamtbild der Verhältnisse kann man ja in jede Richtung hochrechnen: Erstens: ja, wenn man die Dreher rausnimmt stimmt deine Annahme. Nimmt man sie mit rein, wäre in mindestens einem der 4 Rennen Vettel wieder deutlich hinter RAI ins Ziel gekommen, denn auch die muss man miteinrechnen. Und wie gut ein RAI performt, wenn er eben nicht die Nr 2 ist im Team, sah man immer wieder. Auch hier hätte man mal ansetzen müssen, dann wären vielleicht regelmäßig beide vor den Mercedes ins Ziel gekommen. Aber dann hätte Vettel noch mehr Fehler gemacht, weil er damit nicht zurecht kommt, nicht die Nr 1 zu sein.
Das Gesamtbild betrachten ist also schwierig. Wie am Ende die Resultate zusammengekommen sind ist ja nicht ersichtlich. Ich erinnere an die Funksprüche von RAI (die leider nicht mehr online sind), die vom TEam einfach ignoriert wurden, weil man sich so um Vettel gekümmert hat. Natürlich hat dann RAI im Rennen einen Nachteil, wenn man erst nach 10 Runden feststellt, dass sein DRS nicht zugeht, obwohl er es seit 10 Runden anmerkt (aber er nur belächelt wird). Diese ungleichbehandlung müsstest du dann auch in deine Gesmatstatistik einrechnen. Oder, dass er nicht nur ein mal zu spät auf die Strecke geschickt wurde. Oder in den Verkehr (also jeweils beim Quali jetzt). Dinge, die bei Vettel eben nicht passiert sind. Und ich hoffe du willst nicht behaupten, dass mache nichts mit einem, wenn man sieht, dass der TK ständig besser betreut ist. Und, dass dem so ist hat man - wenn man es wahrhaben möchte - durchaus immer wieder gesehen.

Gut, es sind jetz viele Annahmen die in die Richtung gehen, dass RAI dann schneller wäre. Aber ich würde sagen, sie sind nicht unberechtigt.
Also: Der Grundspeed von Vettel war 2017/18 höher, aber ich wage zu behaupten, dass das auch (! aber eben nicht nur) damit zu tun hat, dass Rai zur Nr2 deklariert wurde.
Ich habe jetzt einfach mal angenommen, dass Kimi stets auf der Position ins Ziel gekommen wäre, auf der er unverschuldet ausgefallen ist. Das waren zwei vierte Plätze und ein zweiter Platz, in Spa gehe ich optimistischerweise von einem dritten Platz aus. Macht 57 Punkte, verloren aht er das Duell aber am Ende um 69 Punkte. Trotz Vettels Fehlern. Pech und Strategiefehler gab es auch bei Vettel (China).
Das ist eine realistische, mathematische Annahme. Aber ignoriert halt die Fälle wo Stallorder/Strategie zugunsten von VET passiert ist usw usf. Oder, dass RAI eigentlich fast immer am Podest gelandet ist, er also stets ein Top 3 Ergebnis nach Hause gebracht hat, auch wenn gegen ihn entschieden wurde. Außerdem nehme ich auch pauschal an, dass Spa ganz anders ausgegangen wäre (P3 ist eher das Minimalergebnis für den ehemaligen "King of Spa"). Aber das ist Wunschdenken ;-)
Gerade in Spa war es ja, wo man Kimi völlig im Stich gelassen hat (zuerst im Quali, dann im Rennen).

Wir könnens im Nachhinein nicht feststellen. Aber es war auf jeden Fall nicht so, dass Vettel deutlich überlegen war, sondern die Abstände insgesamt eher knapp waren und, dass Ferrari sich keinen Gefallen getan hat Kimi so zu behandeln. Auch die KWM wäre ganz anders ausgegangen. 57 Punkte mehr für RAI sowie da und dort weniger Punkte für BOT oder HAM

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Formel-1-Fan » 15.04.2019, 11:33

GenauDer hat geschrieben:
Wir könnens im Nachhinein nicht feststellen. Aber es war auf jeden Fall nicht so, dass Vettel deutlich überlegen war, sondern die Abstände insgesamt eher knapp waren und, dass Ferrari sich keinen Gefallen getan hat Kimi so zu behandeln. Auch die KWM wäre ganz anders ausgegangen. 57 Punkte mehr für RAI sowie da und dort weniger Punkte für BOT oder HAM
Wir können vor allen Dingen festhalten, dass Vettel 2018 mit en zahlreichen Fehlern ein fahrerisch sauschwaches Jahr hatte und trotzdem, selbst wenn man Kimis unverschuldete rausrechnet, damit am Ende vor diesem lag. Man kann jetzt hier und da noch herumdoktern und mit Stallregie und verhauenen Strategen argumentieren (die man dann aber auch bei Vettel rausrechnen muss), und je nachdem kommt vielleicht raus, dass er knapp vor Vettel gelandet wer. Das kann aber nicht über die Erkenntnis hinwegtäuschen, dass selbst ein Vettel in der wohl schwächsten Form seiner Karriere, um nicht zu sagen in einem absoluten Säuchenjahr, RAI im Teamduell deutlich geschlagen hat und selbst bei genannter "Korrektur" diverser Ergebnisse zumindest, wenn überhaupt, nur sehr knapp hinter diesem gelandet wäre.

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Re: "Schlechter Journalismus": Vettel redet nicht gern über Teamorder

Beitrag von Sprittner » 15.04.2019, 11:40

GenauDer hat geschrieben:
Formel-1-Fan hat geschrieben:
GenauDer hat geschrieben: das Gesamtbild der Verhältnisse kann man ja in jede Richtung hochrechnen: Erstens: ja, wenn man die Dreher rausnimmt stimmt deine Annahme. Nimmt man sie mit rein, wäre in mindestens einem der 4 Rennen Vettel wieder deutlich hinter RAI ins Ziel gekommen, denn auch die muss man miteinrechnen. Und wie gut ein RAI performt, wenn er eben nicht die Nr 2 ist im Team, sah man immer wieder. Auch hier hätte man mal ansetzen müssen, dann wären vielleicht regelmäßig beide vor den Mercedes ins Ziel gekommen. Aber dann hätte Vettel noch mehr Fehler gemacht, weil er damit nicht zurecht kommt, nicht die Nr 1 zu sein.
Das Gesamtbild betrachten ist also schwierig. Wie am Ende die Resultate zusammengekommen sind ist ja nicht ersichtlich. Ich erinnere an die Funksprüche von RAI (die leider nicht mehr online sind), die vom TEam einfach ignoriert wurden, weil man sich so um Vettel gekümmert hat. Natürlich hat dann RAI im Rennen einen Nachteil, wenn man erst nach 10 Runden feststellt, dass sein DRS nicht zugeht, obwohl er es seit 10 Runden anmerkt (aber er nur belächelt wird). Diese ungleichbehandlung müsstest du dann auch in deine Gesmatstatistik einrechnen. Oder, dass er nicht nur ein mal zu spät auf die Strecke geschickt wurde. Oder in den Verkehr (also jeweils beim Quali jetzt). Dinge, die bei Vettel eben nicht passiert sind. Und ich hoffe du willst nicht behaupten, dass mache nichts mit einem, wenn man sieht, dass der TK ständig besser betreut ist. Und, dass dem so ist hat man - wenn man es wahrhaben möchte - durchaus immer wieder gesehen.

Gut, es sind jetz viele Annahmen die in die Richtung gehen, dass RAI dann schneller wäre. Aber ich würde sagen, sie sind nicht unberechtigt.
Also: Der Grundspeed von Vettel war 2017/18 höher, aber ich wage zu behaupten, dass das auch (! aber eben nicht nur) damit zu tun hat, dass Rai zur Nr2 deklariert wurde.
Ich habe jetzt einfach mal angenommen, dass Kimi stets auf der Position ins Ziel gekommen wäre, auf der er unverschuldet ausgefallen ist. Das waren zwei vierte Plätze und ein zweiter Platz, in Spa gehe ich optimistischerweise von einem dritten Platz aus. Macht 57 Punkte, verloren aht er das Duell aber am Ende um 69 Punkte. Trotz Vettels Fehlern. Pech und Strategiefehler gab es auch bei Vettel (China).
Das ist eine realistische, mathematische Annahme. Aber ignoriert halt die Fälle wo Stallorder/Strategie zugunsten von VET passiert ist usw usf. Oder, dass RAI eigentlich fast immer am Podest gelandet ist, er also stets ein Top 3 Ergebnis nach Hause gebracht hat, auch wenn gegen ihn entschieden wurde. Außerdem nehme ich auch pauschal an, dass Spa ganz anders ausgegangen wäre (P3 ist eher das Minimalergebnis für den ehemaligen "King of Spa"). Aber das ist Wunschdenken ;-)
Gerade in Spa war es ja, wo man Kimi völlig im Stich gelassen hat (zuerst im Quali, dann im Rennen).

Wir könnens im Nachhinein nicht feststellen. Aber es war auf jeden Fall nicht so, dass Vettel deutlich überlegen war, sondern die Abstände insgesamt eher knapp waren und, dass Ferrari sich keinen Gefallen getan hat Kimi so zu behandeln. Auch die KWM wäre ganz anders ausgegangen. 57 Punkte mehr für RAI sowie da und dort weniger Punkte für BOT oder HAM


Ihr könnt mich einen Lügner nennen, aber letztes Jahr fande ich persönlich RAI stärker, wäre er nicht nahezu in jedem Rennen benachteiligt worden. RAI hat, wie schon oben geschrieben, letztes Jahr in fast jedem Rennen TOP-3 Ergebnisse nach Hause gefahren. Ich kann mich nur an Austin erinnern wo er von der Scuderia bevorzugt behandelt worden ist und zwar nur dass er die WM noch offenhalten kann indem er das Rennen gewinnt und vor HAM platziert ist. (vergönnt sei ihm der Sieg, hat er sich verdient) Nachdem sich VET mal wieder selbst ausm Spiel genommen hat.

Zumal ich finde das RAI mit dem Ferrrai vom letzten Jahr besser umgehen konnte als VET.

Ferrari würde gut tun, beide Fahrer fahren zu lassen und einfach schauen was die nächsten Rennen ergeben. VET sollte sich abfinden dass es auch mal Teamkollegen gibt die nicht alles einfach hinnehmen. Sie haben größere Probleme - z.B. wie der hohe Zeitenverlst im 2ten Sektro in China herkam.

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