Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 02.07.2018, 08:38

Der erste technische Doppelausfall seit 1955: Warum die Defekte von Valtteri Bottas und Lewis Hamilton in Österreich den Mercedes-Bossen Sorgen bereiten sollten
Niki Lauda, Toto Wolff

Niki Lauda und Toto Wolff: Am Doppelaus dürften sie zu knabbern haben ...

Liebe Leser,

stellt Euch vor, Ihr wacht am Morgen nach dem Rennen auf und stellt fest: Euer schlimmster Albtraum ist wahr geworden. Dann wisst Ihr, wie sich Niki Lauda und Toto Wolff an diesem Montag fühlen. Denn beim Österreich-Grand-Prix in Spielberg ist eben dieser Albtraum der Mercedes-Teambosse eingetreten: Beide Fahrzeuge schieden mit technischen Defekten aus. Und das hat es unter ihrer Führung noch nie gegeben!

Ein Blick in die Formel-1-Historie zeigt sogar: Es ist der erste technisch bedingte Mercedes-Doppelausfall seit dem Italien-Grand-Prix 1955. Damals schieden die Silberpfeil-Werksfahrer Karl Kling und Stirling Moss mit Getriebe- und Motorschaden aus. Dieses Mal erwischte es Valtteri Bottas und Lewis Hamilton mit fehlerhafter Hydraulik und fehlendem Benzindruck.

Die Historie entschärft den langen Zeitraum zwischen den Doppelpannen aber natürlich sofort wieder: Denn Mercedes war nach 1955 und bis einschließlich 2009 gar nicht mit einem eigenen Werksteam in der Formel 1 vertreten, kehrte erst 2010 in den Grand-Prix-Sport zurück.

Der letzte nicht technische Doppelausfall datiert übrigens aus dem Jahr 2016, als sich Hamilton und Rosberg beim Spanien-Grand-Prix gleich zu Beginn gegenseitig aus dem Rennen kegelten. Es siegte - wie auch beim neuerlichen Doppelaus von Silber in Spielberg - Max Verstappen für Red Bull.

Die Ausfall-Statistik der Silberpfeile ist dennoch bemerkenswert: Seit dem Beginn der modernen Turbo-Ära in der Formel 1 im Jahr 2014 schieden Mercedes-Werksautos nur zehn Mal mit technischen Defekten aus. 2016 und 2017 hatte das Team sogar jeweils nur eine Panne zu beklagen: die Motorschäden von Hamilton im Malaysia-Grand-Prix 2016 und von Bottas im Spanien-Grand-Prix 2017. Das entspricht einer Ausfallquote von nur zwei bis drei Prozent bei insgesamt 38 beziehungsweise 40 Rennstarts pro Jahr!

Mercedes glänzt mit hervorragender Pannenstatistik

Ähnlich beeindruckend liest sich die Erfolgsstory von Lauda und Wolff seit der Übernahme der Teamleitung zur Saison 2013: Lose Räder und nicht festgezurrte Radmuttern nicht mitgerechnet mündeten nur sieben Prozent aller immerhin 214 Rennstarts (nämlich 15) in einem technisch bedingten Ausfall.

Und dann der bittere Totalausfall in Spielberg, der Mercedes nicht nur einen möglichen Rennsieg, sondern auch die Führung in beiden WM-Gesamtwertungen kostete! Es profitiert Hauptgegner Ferrari - und das genau zu dem Zeitpunkt, an dem Mercedes wieder das Heft in die Hand zu nehmen schien.

Wir erinnern uns: Auch dank der Motoren-Ausbaustufe "2.1" hat Mercedes beim Frankreich-Grand-Prix vergangene Woche die Initiative im Titelkampf zurückgewonnen, wollte in Österreich mit einem großen Aerodynamik-Update nachlegen. Die neuen Teile verfehlten ihre Wirkung nicht: Bottas und Hamilton fuhren im Qualifying geschlossen in die erste Startreihe und im Rennen einem möglichen Doppelsieg entgegen. Doch jetzt ist Vettel plötzlich wieder WM-Spitzenreiter ...

Krisensitzung in Brackley am Montag

Wolff sprach nach dem Rennen vom "schmerzhaftesten Tag" seiner Mercedes-Karriere. Kein Wunder: Einen solchen Tag, mit gleich zwei Ausfällen in der Formel 1, hatte er als Sportchef der Marke bisher noch nie erlebt. Entsprechend groß dürfte die Motivation sein, die Fehler aufzuspüren und auszumerzen. So war es in der Vergangenheit jedenfalls bei jeder noch so kleinen Niederlage. Man darf also gespannt sein, wie viele Hebel Mercedes für die Nachforschungen bei seinem GAU-Ergebnis in Bewegung setzt.

Nach einer unruhigen Nacht hat in der Teamzentrale in Brackley in Großbritannien bereits die Aufarbeitung begonnen. Die erste Sitzung wurde für Montagmorgen um 8 Uhr anberaumt. Dann muss sich Mercedes auch die Frage stellen, ob es mit seinem Update-Marathon in den letzten Tagen zu viel gewollt hat. Oder ob es nur Zufall war, dass in Spielberg beide Silberpfeile mit technischen Defekten ausgerollt sind. Beide Fälle wären schlechte Nachrichten für das erfolgsverwöhnte Mercedes-Werksteam, von der falschen Taktik im Rennen mal ganz zu schweigen. Gerade die Pannen-Häufung an nur einem Rennwochenende dürfte Lauda und Wolff nachdenklich stimmen und mehr als nur eine Sitzung lang beschäftigen.


Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von Mercedes

1954: Mercedes W196 - Fahrer: Juan Manuel Fangio, Karl Kling, Hans Herrmann, Herrmann Kling

1954: Mercedes W196 - Fahrer: Juan Manuel Fangio, Karl Kling, Hans Herrmann, Herrmann Kling

Doch Mercedes ist nicht nur Weltmeister in der Formel 1, sondern auch absolute Spitze bei der eigenen Fehleranalyse. Das hat sich schon mehrfach gezeigt: Wann auch immer die Silberpfeile eine Niederlage einstecken mussten, die Reaktion erfolgte prompt nach einer eingehenden Untersuchung hinter den Kulissen. Auf diese Stärke werden Lauda und Wolff auch in diesem Fall vertrauen. Die verlorenen Punkte aus Österreich bringt das natürlich nicht zurück. Aber vielleicht etwas mehr Ruhe in den kommenden Nächten.

Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:

Lewis Hamilton dürfte nach dem Rennen in Spielberg gefrustet zu Bett gegangen sein. Nicht nur aufgrund des Ausfalls in aussichtsreicher Position, sondern vor allem aufgrund der kuriosen Strategie seines Teams, ihn unter virtuellem Safety-Car nicht zum Boxenstopp hereinzuholen. Lassen sich die Zweifel, die Hamilton schon während des Rennens per Funk äußerte, mit einer einfachen Entschuldigung von Cheftaktiker James Vowles einfach so wegwischen? Auch die verlorene WM-Führung wird Hamilton ärgern. Doch unter Druck hat er oftmals schon geglänzt. Und als nächstes folgt sein Heimrennen in Silverstone ...

Auch sein Mercedes-Teamkollege Valtteri Bottas dürfte eine unruhige Nacht verbracht haben, wenngleich er die vielen Rückschläge in diesem Jahr inzwischen mit Humor nimmt. Ganz nach dem Motto: Wie viel Pech kann man denn haben? Und das ist in seinem Fall wahrscheinlich eine rhetorische Frage. Denn immerhin war es bereits sein zweiter Ausfall im neunten Rennen und er liegt mit dem vielleicht schnellsten Auto der Formel 1 2018 nur auf Position sechs der Fahrerwertung, gut 50 Punkte hinter Hamilton. Das sollte ihm zu denken geben.

Ob Daniel Ricciardo einen erholsamen Schlaf hatte? Wohl kaum: Ausgerechnet sein Teamkollege Max Verstappen bescherte Red Bull am Red-Bull-Ring den wahrscheinlich prestigeträchtigsten aller Formel-1-Siege bisher. Und Ricciardo selbst kam nicht mal über die Distanz, an seinem 29. Geburtstag. Dazu noch sein "Meuterei-Versuch" beim Windschatten-Fahren im Qualifying und die über allem stehende Frage für 2019: bei Red Bull bleiben oder das Team verlassen? An diesem Wochenende wird Ricciardo also gleich mehrfach ins Grübeln gekommen sein.

Neben Mercedes sind vor allem Renault und Williams frustriert aus Österreich abgereist. Bei Renault debütierte der neue "Party-Modus" im Qualifying, enttäuschte aber (fast) auf ganzer Linie, weil nicht mal die Fahrer selbst einen Leistungssprung ausmachen konnten. Im Rennen rauchte Nico Hülkenbergs Renault-Motor dann spektakulär ab, das Team blieb erstmals 2018 ohne Punkte - wobei der Kampf im Mittelfeld hinter den drei Topteams immer enger wird. Und Williams? Wieder mal abgeschlagen Letzter ohne Chance auf Punkte, obwohl einige Top-10-Anwärter ausgefallen sind. Da helfen bald auch keine Durchhalteparolen mehr: Das Traditionsteam hat die sportliche Talfahrt noch immer nicht hinter sich. Bringt auch das Silverstone-Update nichts, wird es allmählich zappenduster in Grove ...

Euer
Stefan Ehlen

Übrigens: Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat, nämlich die beiden Red-Bull-Verantwortlichen Dietrich Mateschitz und Helmut Marko, das können Sie jetzt in der Schwesterkolumne meines Kollegen Christian Nimmervoll auf de.motorsport.com nachlesen.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 02.07.2018, 10:52, insgesamt 15-mal geändert.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon phenO » 02.07.2018, 09:29

Hatte mich schon gewundert, wieso mir die Kolumne nicht gefällt, da ist mir aufgefallen, dass sie nicht vom Nimmervoll ist. Naja, was soll’s. :shrug:

Zum Thema: halb so wild, auch Vettel wird noch seinen 0er machen dieses Jahr.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon vettel-fan2011 » 02.07.2018, 09:59

phenO hat geschrieben:Zum Thema: halb so wild, auch Vettel wird noch seinen 0er machen dieses Jahr.

Abwarten. Es ist natürlich möglich, aber der Ferrari scheint absolut 0 Probleme zu machen … :heartbeat:

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon vettel-fan2011 » 02.07.2018, 10:01

Und Anstelle von Mercedes, würde ich mir keine Gedanken machen. Heute kam alles zusammen auf einmal, das war halt einfach Pech (oder schlechte Arbeit von Mercedes? Die haben das Update ja schon ein Rennen später gebracht, da die Qualität nicht passte). In SIlverstone, dem "Mercedesland", wird es eh wieder ein 1-2 oder zumindest ein Hamilton Sieg. ;)

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Gerer-Bub » 02.07.2018, 10:06

Silverstone kommt für Mercedes und auch Hamilton gerade gelegen.
Für Hamiltons Selbstvertrauen wäre ein lockerer Sieg echt gut und wo sollte es "einfacher" sein als in Silverstone.

Danach kommt jedoch Hockenheim, was schwer einzuschätzen ist. Ich denke Ferrari ist dort mindestens ebenbürtig.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon CompraF1 » 02.07.2018, 10:09

Sorry aber so kann man das nicht stehen lassen. Wieso sollte das Mercedes Team am schlechtesten geschlafen haben? Wie man am Start gesehen hat waren sie schon nach einer Runde meilenweit dem Rest der F1 entflogen. Der technische Defekt ist ärgerlich aber mehr nicht. Sie wären sonst locker einen Doppelsieg eingefahren. Und wenn man bedenkt dass die nächsten Rennen ja alle Mercedes Strecken sind dürfen die Sorgenfalten bei den Verantwortlichen ziemlich gering sein.
Also entzieht sich dieser Artikel jeglicher Realität. Ärgerlich? Ja. Aber schlecht geschlafen? Nein. Diese beiden Ausfälle gleichen ja praktisch einem Sechser im Lotto und die Mercedes Verantwortlichen wissen dies auch. Wenn hier überhaupt einer schlecht geschlafen hat dann allerhöchstens das obligatorische Williams Team. Aber selbst die dürften mittlerweile keine Albträume mehr haben sondern haben sich ihrem Schicksal gefügt.
Im Prinzip kann man nur sagen dass dieser Österreich Grand Prix nur Gewinner hervor gebracht hat. Verstappen, Ferrari, Haas, die Zuschauer und sogar Erricson.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Forza_Ferrari_93 » 02.07.2018, 10:12

Irgendwann musste ja mal ein Mercedes technisch bedingt ausfallen. Sollte in Silverstone nichts unvorhersehbares passieren werden sie wahrscheinlich mit einem Doppelsieg abreisen. Also alles halb so wild.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon theCraptain » 02.07.2018, 10:21

Aus Erfahungen der letzten Jahre darf man damit rechnen, dass beide Mercs keinen technischen Ausfall mehr haben werden, ebenfalls wird sich Vowles oder seine Strategiekollegen wohl kein drittes Mal so dermaßen vertun.

Wie schon erwähnt, scheint alles was in einer Saison technisch schlecht laufen kann bei Merc in einen GP zu passieren. Und wer rechnet ernsthaft damit, dass Merc bis Saisonende nochmal so ein WE hat? Ich nicht.

Das Imperium wird erneut zurückschlageen, ist Merc doch schon lange gesetzt für einen klaren 1-2 Sieg in Silverstone, dann werden beide WM-Führungen wieder wechseln, alles andere wäre eine noch grössere "Sensation" als das was gestern passiert ist.

Erst beim German-GP zeigt sich erneut, wer von den zwei Teams mit einer Länge Vorsprung nach Ungern reisen wird.
Sebastian Vettel 2018: "...und am besten wäre es de ganze Elektrokram rauswerfe und wieder geile 12-Zylinder rein..."

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon LoK-hellscream » 02.07.2018, 10:26

CompraF1 hat geschrieben:Diese beiden Ausfälle gleichen ja praktisch einem Sechser im Lotto und die Mercedes Verantwortlichen wissen dies auch.


Sie sind allen um die Ohren gefahren? Ich glaube du hast ein anderes Rennen als ich gesehen. Sie konnten eine kleine Lücke herausfahren im 1. Stint, mehr auch nicht. Im 2. wären auch ohne das selbstverschuldete Strategie-Drama dem Lewis die Reifen um die Ohren geflogen, und vermutlich dem Bottas auch. Sprich, man hätte auch ohne den eigenverschuldeten Technikdefekten und dem Strategiefehler trotzdem das Rennen nicht gewonnen. Das ist für mich eindeutig ein Grund, schlecht zu schlafen, wenn so etwas nach einem Qualy passiert, in dem man total überlegen ist. Denn alle Gründe sind selbstverschuldet, die Ausbaustufe des Motors brandneu.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon revan » 02.07.2018, 10:26

vettel-fan2011 hat geschrieben:
phenO hat geschrieben:Zum Thema: halb so wild, auch Vettel wird noch seinen 0er machen dieses Jahr.

Abwarten. Es ist natürlich möglich, aber der Ferrari scheint absolut 0 Probleme zu machen … :heartbeat:


Ferrari hat heuer schon genug falsch gemacht
Diesen Samstag mit Vettel (Strafe), dazu Kimis Boxenstop in Bahrain (Plus Ausfall und verletztem Mechaniker); darüber hinaus Kimi hatte auch schon zwei Motorschäden...

Da verwette ich meinen imaginären Hut, dass da Ferrari auch bei Vettel noch mal (im negativen Sinn) zuschlagen wird...
Zuletzt geändert von revan am 02.07.2018, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon eyedexe » 02.07.2018, 10:27

CompraF1 hat geschrieben:Sorry aber so kann man das nicht stehen lassen. Wieso sollte das Mercedes Team am schlechtesten geschlafen haben? Wie man am Start gesehen hat waren sie schon nach einer Runde meilenweit dem Rest der F1 entflogen. Der technische Defekt ist ärgerlich aber mehr nicht. Sie wären sonst locker einen Doppelsieg eingefahren.

Das Blistering hätte beiden wahrscheinlich dennoch den Doppelsieg gekostet.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon CompraF1 » 02.07.2018, 10:48

LoK-hellscream hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:Diese beiden Ausfälle gleichen ja praktisch einem Sechser im Lotto und die Mercedes Verantwortlichen wissen dies auch.


Sie sind allen um die Ohren gefahren? Ich glaube du hast ein anderes Rennen als ich gesehen. Sie konnten eine kleine Lücke herausfahren im 1. Stint, mehr auch nicht. Im 2. wären auch ohne das selbstverschuldete Strategie-Drama dem Lewis die Reifen um die Ohren geflogen, und vermutlich dem Bottas auch. Sprich, man hätte auch ohne den eigenverschuldeten Technikdefekten und dem Strategiefehler trotzdem das Rennen nicht gewonnen. Das ist für mich eindeutig ein Grund, schlecht zu schlafen, wenn so etwas nach einem Qualy passiert, in dem man total überlegen ist. Denn alle Gründe sind selbstverschuldet, die Ausbaustufe des Motors brandneu.

Ja da hast du ein falsches Rennen gesehen. Die Blasenbildung ist ein Pirelli Fehler. Keiner direkt von Mercedes. Ohne diese Reifen und dem Technikteufel wäre das ein Doppelsieg geworden. Also schlecht schlafen tut da niemand. Nicht mal Hamilton. Er weiß das selbst nach dem Ausfall gestern, Mercedes immer noch das beste Paket hat.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon F1 Noob » 02.07.2018, 10:50

LoK-hellscream hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:Diese beiden Ausfälle gleichen ja praktisch einem Sechser im Lotto und die Mercedes Verantwortlichen wissen dies auch.


Sie sind allen um die Ohren gefahren? Ich glaube du hast ein anderes Rennen als ich gesehen. Sie konnten eine kleine Lücke herausfahren im 1. Stint, mehr auch nicht. Im 2. wären auch ohne das selbstverschuldete Strategie-Drama dem Lewis die Reifen um die Ohren geflogen, und vermutlich dem Bottas auch. Sprich, man hätte auch ohne den eigenverschuldeten Technikdefekten und dem Strategiefehler trotzdem das Rennen nicht gewonnen. Das ist für mich eindeutig ein Grund, schlecht zu schlafen, wenn so etwas nach einem Qualy passiert, in dem man total überlegen ist. Denn alle Gründe sind selbstverschuldet, die Ausbaustufe des Motors brandneu.


Und das Aerodynamik-Upgrade sollte eigentlich auch seinen Teilen auf den Weg zurück nach vorn beitragen, was es letztlich nicht hat. Ja, Mercedes war gestern in Summe 2. bis 3. Kraft hinter Ferrari und zwischen Verstappen und Ricciardo. Von Dominanz redet man nur noch, wenn man eh schon grundsätzlich pessimistisch ist und sich gegen aktuelle Geschehnisse wehrt. Denn das war ein Rennen, was so klar gegen Mercedes lief wie kaum eins zuvor.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Sportsmann » 02.07.2018, 11:00

CompraF1 hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:Diese beiden Ausfälle gleichen ja praktisch einem Sechser im Lotto und die Mercedes Verantwortlichen wissen dies auch.


Sie sind allen um die Ohren gefahren? Ich glaube du hast ein anderes Rennen als ich gesehen. Sie konnten eine kleine Lücke herausfahren im 1. Stint, mehr auch nicht. Im 2. wären auch ohne das selbstverschuldete Strategie-Drama dem Lewis die Reifen um die Ohren geflogen, und vermutlich dem Bottas auch. Sprich, man hätte auch ohne den eigenverschuldeten Technikdefekten und dem Strategiefehler trotzdem das Rennen nicht gewonnen. Das ist für mich eindeutig ein Grund, schlecht zu schlafen, wenn so etwas nach einem Qualy passiert, in dem man total überlegen ist. Denn alle Gründe sind selbstverschuldet, die Ausbaustufe des Motors brandneu.

Ja da hast du ein falsches Rennen gesehen. Die Blasenbildung ist ein Pirelli Fehler. Keiner direkt von Mercedes. Ohne diese Reifen und dem Technikteufel wäre das ein Doppelsieg geworden. Also schlecht schlafen tut da niemand. Nicht mal Hamilton. Er weiß das selbst nach dem Ausfall gestern, Mercedes immer noch das beste Paket hat.


Es ist auch nicht Fehler der deutschen Fußballnationalmannschaft, dass der Wind den Ball nicht so angeblasen hat, dass er von Latte und Pfosten ins Tor geprallt wäre. Mercedes und alle Teams müssen mit den Bedingungen leben. Sei es Streckenprofil, Reifen, Hitze, Asphaltbeschaffenheit. Wenn Mercedes keine Möglichkeit findet entweder so superschnell zu fahren, dass sie zusätzliche Boxenstopps rausfahren oder die Reifen sanfter behandeln um zusätzliche Boxenstopps gleich einzusparen, so ist das Mercedes Verantwortung.
Mercedes hätte keinen dominanten Doppelsieg eingefahren. Der Abtriebsstarke Mercedes und 50Grad Asphalttemperatur auf dem rauhen Asphalt haben die Reifen zu schnell verschlissen. Ob es am Ende doch gereicht hätte, das ist schwer vorauszusagen. So viel schneller schien Hamilton jedoch am Anfang seiner Soft-Stints dann auch nicht mehr fahren zu können, sonst wäre er womöglich auch an den Ferrari vorbeigekommen und nicht umgekehrt.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon crossroad » 02.07.2018, 11:11

Zum Blistering würd ich auch gerne meinen Senf dazugeben:
1. Ja, es ist in der Tat beachtlich, dass Ferrari damit kaum Probleme hatte - meine Theorie dazu: Setup gut getroffen und zu Beginn des Stints gut auf die Hinterreifen aufgepasst.
2. Vergleicht man Ver mit Ric, so hatte nur letzterer mit zu starkem Blistering zu kämpfen - bei Ver waren die Reifen relativ stabil - und mMn ist, wenn es um das Schönen der Reifen geht der RB14 das beste Auto. (Auch Ferrari hatte schon Probleme mit den Pirellis, zB. in Spanien, auf derselben Strecke auf der Mercedes exzellent mit den Reifen umgegangen ist.)
3. Ich bin überzeugt, dass Mercedes, wenn sie vorne weggefahren wären keine allzu großen Probleme mit den Reifen bekommen hätten.


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