Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

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reiskocher_gtr_specv
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 30.05.2018, 21:40

Es schalten doch sowieso "morgen" wieder alle ein.

Die Quoten gehen allmählich sukzessive wieder nach oben, selbst bei der Monaco-Schnarchnummer, an Schumacher/Senna-Zeiten et al braucht man sowieso nicht mehr zu denken in Zeiten der Nachhaltigkeit, wo man lieber Fahrrad fährt.

Das Geschwurbel geht immer weiter, die Saison wird wie jedes Jahr um Monaco herum gebaut, findet Euch einfach damit ab. Wenn Euch Monaco dermaßen auf den Keks geht, dann schaut es nicht. Solange es die F1 gibt, wird es auch Monaco geben, denn es gibt keine location, wo mehr Geld steckt.

Diese Art der Kritik gibt es nun schon seit mindestens 20 Jahren, es hat sich bisher nichts geändert und es wird sich auch zukünftig nichts daran ändern, da könnt ihr Euch die Finger wund schreiben.
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Dr_Witzlos
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Dr_Witzlos » 30.05.2018, 21:50

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Es schalten doch sowieso "morgen" wieder alle ein.

Die Quoten gehen allmählich sukzessive wieder nach oben, selbst bei der Monaco-Schnarchnummer, an Schumacher/Senna-Zeiten et al braucht man sowieso nicht mehr zu denken in Zeiten der Nachhaltigkeit, wo man lieber Fahrrad fährt.

Das Geschwurbel geht immer weiter, die Saison wird wie jedes Jahr um Monaco herum gebaut, findet Euch einfach damit ab. Wenn Euch Monaco dermaßen auf den Keks geht, dann schaut es nicht. Solange es die F1 gibt, wird es auch Monaco geben, denn es gibt keine location, wo mehr Geld steckt.

Diese Art der Kritik gibt es nun schon seit mindestens 20 Jahren, es hat sich bisher nichts geändert und es wird sich auch zukünftig nichts daran ändern, da könnt ihr Euch die Finger wund schreiben.
Das liegt aber auch daran, dass die Monegassen, das Geld etwas lockerer sitzen hat und wenn halt mail einmal die Antrittsgebühr, dann hilft auch mal einer aus.

Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von J0sch » 31.05.2018, 02:23

Ich kann die Argumente des Artikels zum Teil sehr gut nachvollziehen, die Behauptung jedoch, dass man durch das Fehlen langweiliger Rennen übersättigt werden und sich abwenden würde ist ein phänomenaler Fehlschluss. Wie man auf so eine verquere Pseudopsychologie kommt ist mir ein Rätsel.
A:"Schaust du noch Formel1?" B:"Nee, das ist immer so spannend, is mit zu fad."
Ich lege meine Bücher ab jetzt auch weg, wenn nicht wenigstens hin und wieder ein langweiliges Kapitel kommt ;-)

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von _alec » 31.05.2018, 03:49

..macht mal schön weiter mit dem schönreden ..schlechter wird es von allein.
Die Autos sind sch... der Antrieb nur Müll und es gibt Hoffnung das es zumindest nicht schlechter wird.
HalleJulia ..man kann alles schön reden.
Der Fahrer ist nur eine Marionette des Teams und es profiliert sich der Reifen Hersteller.
Klar wird das nächste Rennen besser. Schlechter ist nicht machbar.
Es ist wie mit der Politik
..wir wählen nicht die beste Partei,
sondern nur das geringste Übel..
Schauen wir einfach nur weiterhin, weil es nichts besseres gibt..
..die kürzeste Verbindung zwischen 2 Punkten ist ein Tunnel..

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Cubi » 31.05.2018, 08:42

Warum immer gleich von Panik die Rede ist, nur weil man offen kundtut, das man ein Rennen nicht sonderlich spannend fand? Der Monaco GP war schon immer so. Und es gab immer die Leute, die der Meinung waren, dass da keine sonderlich gute Rennen entstehen (mich eingeschlossen). Warum ausgerechnet dieses Jahr von "Panik" die Rede ist, verstehe ich einfach nicht!

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Iceman24 » 31.05.2018, 11:01

Wenn es so ist wie in der MotoGP, wo es ab und zu mal weniger spannend ist, die meisten Rennen aber an Spannung kaum zu überbieten sind, ist das ja okay. Aber in der "Königsklasse" ist es leider so, dass man mit langweiligen Rennen rechnen muss. Ich bin eigentlich immer überrascht, wenn das Rennen mal spannend ist. Eigentlich sollte es aber anders rum sein.
bolfo hat geschrieben:
All das wurde aber nun den Fans weggenommen. Es sind nicht die Überholmanöver, die fehlen, und es sind auch nicht die 2m breiten Autos, die es auch 1994 schon gab. Nein, es ist die UNVORHERSEHBARKEIT, die genommen wurde. Zu klar sind die Kräfteverhältnisse, zu viel weiss man über die Performance der Leute (GPS-Daten), zu wenig Ausfälle gibt es. DAS sind die Probleme. Stattdessen diskutieren wir aber darüber, DRS zu montieren oder ob man Halo braucht oder nicht. Dadurch wurde der Sport aber nicht besser. Man hat nur rumgeflickt, anstatt wirklich mal Lösungen zu bringen. Und die Lösung heisst: Möglichst Chancengleichheit und Unvorhersehbarkeit.
Das ist für mich auf allen Strecken ein Problem. Die Kurse verzeihen viel zu viel. Auch Monaco hat heute viel mehr Auslaufzonen. Die F1 sollte die Auslaufzonen wieder verkleinern und dort wo Asphalt ist (jetzt logischerweise nicht auf Monaco bezogen) wieder schön Kies oder Rasen hintun. Das macht das Rennen automatisch wieder spannender, weil auch mal jemand abfliegt und es eben die Unvorhersehbarkeit des Rennens erhöht. Meiner Meinung nach sind die Strecken heutzutage ein grosses Problem. Man schaue sich auch Monaco von damals und heute an, da hat es so viel mehr Auslaufzonen heutzutage.
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von modellmotor » 31.05.2018, 11:11

Redaktion schreibt :
Motorsport kann langweilig sein. Das muss er auch. Denn wo kämen wir hin, wenn jedes Rennen ein monumentaler Thriller wird? Wir wären schnell übersättigt und würden uns abwenden. Nur dank Langeweilern können wir die spannenden Rennen doch wirklich genießen. Wenn wir es nicht akzeptieren können, dass es Rennen mit wenig Action geben muss, sollten wir uns als Gesellschaft ernsthaft hinterfragen
Motorsport kann, darf aber keinesfalls permanent langweilig sein.Die aktuelle Formel 1 leidet in dieser Hinsicht unter der Tatsache, dass nur drei Teams auf einigen Pisten Siegchancen haben , Überholvorgänge nur durch elektronische Hilfe möglich sind und nur ein Team gegenüber allen anderen die Nase ziemlich weit voraus hat und auch dieses Jahr wieder Doppelweltmeister sein wird. Es fehlen Action,Sound und Kämpfe um die Position.Die Formel 1 kommt wie mir sehr oft wie eine Carrera-Bahn Vorstellung vor. :boring:
Grüße vom
modellmotor
Zuletzt geändert von modellmotor am 31.05.2018, 11:41, insgesamt 2-mal geändert.

EffEll
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von EffEll » 31.05.2018, 11:27

Rundumlicht hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:Motorsport kann langweilig sein. Das muss er auch. Denn wo kämen wir hin, wenn jedes Rennen ein monumentaler Thriller wird? Wir wären schnell übersättigt und würden uns abwenden. Nur dank Langeweilern können wir die spannenden Rennen doch wirklich genießen. Wenn wir es nicht akzeptieren können, dass es Rennen mit wenig Action geben muss, sollten wir uns als Gesellschaft ernsthaft hinterfragen.
Bei "übersättigt" fällt mir ein nichtmal abwegiges Gleichnis ein:
Premium-Essen im Restaurant kann und muss also auch mal langweilig sein?
Sonst genießt man gutes Essen ja nicht und würde sich völlig logisch vom teuren Essengehen abwenden?

:wall:

Eher wende ich mich vom Essen mit Premiumanspruch ab, wenn ich mehrmals viel Geld für langweilige Kost bezahlt habe. Zumindest wechsle ich doch das Restaurant.

Hier wird nicht berücksichtigt, dass diese von vornherein langweiligen Grand Prix den gleichen Premium-Anspruch haben, wie spannende. Wieso ist ein Premiumprodukt erst wirklich zu genießen, wenn es auch aufzeigt, wie schlecht es sein kann? Ich kann dem absolut nicht folgen.
Bisher war ich mit nahezu allen von die Geschriebenen Antworten d'accord.
In dem Fall allerdings nicht.
Für mich ist die Formel 1 kein zubereitetes Gericht, welches nur zum Genuss des Kunden und dessen vollkommener Zufriedenheit dargeboten wird, sondern ein Sport, in dem sich absolute Toppiloten auf den unterschiedlichsten Strecken in verschiedenen Autos messen können. Natürlich lebt dieser Sport von den Zuschauern, aber mMn sollte er in erster Linie eine Plattform für die Teams und Fahrer schaffen, deren Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen sollten - in einem ausgewogenem Rahmen.

Zwar sollte es auch eine Show bieten. Aber keinesfalls so vollkommen geplant wie ein Gourmet-Menü.
Meiner Ansicht nach wäre dieses eher vergleichbar mit Wrestling, oder gar einem Theaterstück - absolut durchgeplant und nur zur Unterhaltung des Zuschauers. Würden die Leistungen des Kochs im Mittelpunkt stehen, wie für mich die der Fahrer in der F1, so könnte dieser durchaus mal eine Speise zubereiten, die in Art der Zubereitung und im Umfang der einzelnen Schritte extrem schwer und fordernd ist, absolute Konzentration erfordert, dem Koch alles abverlangt, vielleicht sogar noch Spaß bereitet, aber letztendlich für den der es serviert bekommt, ziemlich fad und langweilig schmeckt, um bei diesem Gleichnis zu bleiben. Denn das wäre für mich ein Monaco GP in der Küche. Im Restaurant steht aber nicht die Leistung und Forderung des Kochs im Fokus, sondern die Zufriedenheit des Kunden.

Im Sport kann alles passieren. Aber an keinem Sport wird so oft und so viel rumgedoktert wie an der F1.
Ich persönlich wäre froh über eine Kontinuität der Regeln. Die Perfekten wird es ohnehin nie geben.

Ich fand den Artikel nicht schlecht. Aber es muss auch da unterschiedliche Meinungen geben.
Hoffentlich ohne Anfeindungen und Streit.
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von MSC2005 » 31.05.2018, 12:15

"Langweilige Rennen müssen sein!" :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Neutralität ist meine Spezialität :ninja:

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von EffEll » 31.05.2018, 13:48

Dr_Witzlos hat geschrieben: Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.
Ok, lassen wir mal gedanklich die Nouvelle-Schikane weg:
Die Autos kommen dann mit etwa 320 km/h auf die Tabak-Kurve zu, die keinerlei Auslaufzonen bietet und mit knapp 200 km/h durchfahren wird.

Das ist doch ziemlich hirnrissig. Bei einem Bremsdefekt wie z.B. bei Leclerc nach dem Tunnel kannst du direkt ein Medical-Center an die Ecke stellen. Außerdem kann niemand in einer 200 km/h durchfahrenden, engen Kurve wie die Tabak überholen - der Bremsweg ist viel zu kurz.

Zwar würde ich das gerne mal sehen. Aber mehr als ein hohes Risiko kommt dadurch nicht zu Stande.
Überholmanöver sicherlich auch nicht.
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Senninha_88 » 31.05.2018, 13:48

bolfo hat geschrieben:Ich bin gespaltener Meinung.
Super Beitrag, so kennt man dich (seit Jahren!).

Mir kam ein ähnlicher Gedanke. Ich bin seit der 1990er Jahre dabei und könnte hier über einige Rennen berichten, in denen nichts als Langeweile herrschte. Ich erinnere mich noch genau, wie ich mich mit meinem Großvater darüber unterhielt, woraufhin dieser nur meinte, daß es solche Rennen schon in den 70ern und 80ern gegeben hätte und wohl auch immer geben würde. Er sollte Recht behalten.

"Früher war alles besser" mag auf einige Aspekte zutreffen. Wer jedoch generell behauptet, früher hätte es per se spannendere Rennen gegeben, der liegt falsch. Es scheint trotzdem so - und hier kommt dein Aspekt der Unvorhersehbarkeit ins Spiel - daß das Pendel in den letzten Jahren in die falsche Richtung ausschlug und in der modernen Formel 1 öfters solche eher faden Rennen vorkommen. Transparenz ist schön und gut, aber genau zu wissen, wann wer wegen welchen Reifen in die Box fährt oder wer wo wie und wann unter "Graining" leidet, nimmt leider das Ungewisse. Heute dreht sich scheinbar alles um die Lebensdauer der Reifen und mir kommt es vor, als beschränke sich das Repertoire der Strategieabteilungen auf den hoch im Kurs stehenden "Undercut". Ich weiß noch genau, als der Zuschauer nur mit wenigen Faktoren ausgestattet wurde und man höchstens wußte, wer mit "Prime" oder "Options" fuhr oder welcher Fahrer im Hinblick auf seine Rundenzeiten im Abschlußtraining wohl mit welchen Spritmengen unterwegs war. Was da blieb waren teilweise reine Vermutungen. Es erlaubte jedoch eine Vielzahl von unterschiedlichen Strategien (Schumacher's 4-Stopp-Rennen in Frankreich war eine Augenweide!) und machte wie ich finde den ganzen Ablauf spannender. Es gab öfters mal Wunderkerzen in einer Saison (Fisichella in Hockenheim, Hill in Ungarn und Trulli in Österreich), weil die Wagen an sich unterschiedlicher waren, als heute. Die Strecken erlaubten damals kaum bis keine Fahrfehler: Schumacher und Alonso kämpften zwei Mal in Imola und man wußte genau, daß der kleinste Fehler das Ende bedeuten würde. Heute nimmt man etwas Schwung heraus, fährt etwas abseits über den Asphalt und schließt wieder auf.

Es können also einige Faktoren genannt werden. Sie haben zwar in der Sache wenig miteinander zutun, tragen jedoch zu der Entwicklung bei. Daher ist es kein Wunder, weswegen viele der Ansicht sind, daß langweiligere Rennen öfters an der Tagesordnung seien, als noch vor wenigen Jahrzehnten.
Zuletzt geändert von Senninha_88 am 01.06.2018, 17:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von terraPole » 31.05.2018, 15:25

Was sich hier alle über die aktuellen Regeln aufregen.. :mrgreen:
War Monaco bzw die F1 je anders?
Dass letzte spannende Jahr war 2012..davor gab es immer nur 2-3 Fahrer die eine Chance auf die WM hatten.
Von daher find ich 2018 bis jetzt ganz spannend da fast bei jedem Rennen Kleinigkeiten über den Sieg entschieden haben und somit eine Vorhersage unmöglich ist.
EffEll hat geschrieben:
Dr_Witzlos hat geschrieben: Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.
Ok, lassen wir mal gedanklich die Nouvelle-Schikane weg:
Die Autos kommen dann mit etwa 320 km/h auf die Tabak-Kurve zu, die keinerlei Auslaufzonen bietet und mit knapp 200 km/h durchfahren wird.

Das ist doch ziemlich hirnrissig. Bei einem Bremsdefekt wie z.B. bei Leclerc nach dem Tunnel kannst du direkt ein Medical-Center an die Ecke stellen. Außerdem kann niemand in einer 200 km/h durchfahrenden, engen Kurve wie die Tabak überholen - der Bremsweg ist viel zu kurz.
Da bin ich absolut deiner Meinung! Verstehe auch nicht wie einige immer darauf kommen die Schikane verschwinden lassen zu können.
Die wurde doch extra ins Layout integriert um die Geschwindigkeit rauszunehmen.
Wenn die weg wäre dann ist es nur eine Frage der Zeit bis es Tote/Verletzte gibt..absolut undenkbar dass man das zulässt.
Ich mag Monaco auch nicht..Prestige hin oder her..aber das größte Problem dort ist, dass die Strecke viel zu schmal ist.
Und da nicht mehr Platz zur Verfügung steht müsste man einen Teil der Strecke aufs Wasser legen..ob das passieren wird kann ich nicht sagen.
Monaco steht sich auch irgendwie selbst im Weg.
"Das Rennen des Jahres", "Der Place to be für die Promis" , usw..
Bei der Werbung/Vorberichterstattung für den GP spricht man nur von Superlativen und die Messlatte wird extrem hochgelegt...und im Endeffekt ist jeder MonacoGP, gemessen daran wie er aufgezogen wird, eine absolute Luftnummer.
Bin gespannt wie lange das in Zeiten des Internets, wo überall sofort Kritisiert wird, noch so bleibt.
Zuletzt geändert von terraPole am 31.05.2018, 15:26, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Iceman24 » 31.05.2018, 15:25

EffEll hat geschrieben:
Dr_Witzlos hat geschrieben: Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.
Ok, lassen wir mal gedanklich die Nouvelle-Schikane weg:
Die Autos kommen dann mit etwa 320 km/h auf die Tabak-Kurve zu, die keinerlei Auslaufzonen bietet und mit knapp 200 km/h durchfahren wird.

Das ist doch ziemlich hirnrissig. Bei einem Bremsdefekt wie z.B. bei Leclerc nach dem Tunnel kannst du direkt ein Medical-Center an die Ecke stellen. Außerdem kann niemand in einer 200 km/h durchfahrenden, engen Kurve wie die Tabak überholen - der Bremsweg ist viel zu kurz.

Zwar würde ich das gerne mal sehen. Aber mehr als ein hohes Risiko kommt dadurch nicht zu Stande.
Überholmanöver sicherlich auch nicht.
Ist ja nicht anders als die schnelle rechts kurve in Baku, wo man auch mit 300 durchfährt. Da müssen sie halt ne SAFER Barrier hintun und gut ist. Wie gesagt, früher war die Hafenschikane auch viel schneller als jetzt.
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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von terraPole » 31.05.2018, 15:35

Iceman24 hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
Dr_Witzlos hat geschrieben: Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.
Ok, lassen wir mal gedanklich die Nouvelle-Schikane weg:
Die Autos kommen dann mit etwa 320 km/h auf die Tabak-Kurve zu, die keinerlei Auslaufzonen bietet und mit knapp 200 km/h durchfahren wird.

Das ist doch ziemlich hirnrissig. Bei einem Bremsdefekt wie z.B. bei Leclerc nach dem Tunnel kannst du direkt ein Medical-Center an die Ecke stellen. Außerdem kann niemand in einer 200 km/h durchfahrenden, engen Kurve wie die Tabak überholen - der Bremsweg ist viel zu kurz.

Zwar würde ich das gerne mal sehen. Aber mehr als ein hohes Risiko kommt dadurch nicht zu Stande.
Überholmanöver sicherlich auch nicht.
Ist ja nicht anders als die schnelle rechts kurve in Baku, wo man auch mit 300 durchfährt. Da müssen sie halt ne SAFER Barrier hintun und gut ist. Wie gesagt, früher war die Hafenschikane auch viel schneller als jetzt.
Ich find schon dass es was ganz anderes ist.
1. Ist die Stelle in Baku 3-Spurig also um einiges breiter als in Monaco
2. ist in Baku an dieser stelle keiner so nah dran dass er überholen kann..das passiert erst später auf der langen Geraden die dann 4-Spurig wird.

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Re: Kolumne: Langweilige Rennen müssen sein!

Beitrag von Dr_Witzlos » 31.05.2018, 15:36

Iceman24 hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
Dr_Witzlos hat geschrieben: Das beste was effektiv passieren kann ist, die Hafenschikane weg und dann hätten wir sogar ein Windschattenduell, Es lässt durchaus mehrere Streckenführungen zu, aber die Hafenschikane ist das Problem.
Ok, lassen wir mal gedanklich die Nouvelle-Schikane weg:
Die Autos kommen dann mit etwa 320 km/h auf die Tabak-Kurve zu, die keinerlei Auslaufzonen bietet und mit knapp 200 km/h durchfahren wird.

Das ist doch ziemlich hirnrissig. Bei einem Bremsdefekt wie z.B. bei Leclerc nach dem Tunnel kannst du direkt ein Medical-Center an die Ecke stellen. Außerdem kann niemand in einer 200 km/h durchfahrenden, engen Kurve wie die Tabak überholen - der Bremsweg ist viel zu kurz.

Zwar würde ich das gerne mal sehen. Aber mehr als ein hohes Risiko kommt dadurch nicht zu Stande.
Überholmanöver sicherlich auch nicht.
Ist ja nicht anders als die schnelle rechts kurve in Baku, wo man auch mit 300 durchfährt. Da müssen sie halt ne SAFER Barrier hintun und gut ist. Wie gesagt, früher war die Hafenschikane auch viel schneller als jetzt.

Damit wollte ich auch argumentieren. Selbst die Parabolica birgt da mehr Gefahr

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