Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

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Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Redaktion » 08.03.2018, 07:30

DTM-Legende Ellen Lohr ist verärgert über Carmen Jordas Aussagen: "Dummheit" - Mitgliedschaft in der FIA-Frauenkommission macht sie "richtig sauer"
Carmen Jorda

2015 wurde Carmen Jorda von Lotus als Entwickungspilotin engagiert

Der Name Carmen Jorda sorgt in der Motorsportszene weiterhin für große Aufregung. Die Spanierin hat sich einen Shitstorm eingehandelt, nachdem sie mit einer Aussage nach ihrem Formel-E-Test erneut polarisierte. Ihre Kernaussage: Die körperlichen Voraussetzungen einer Frau lassen Spitzenleistungen in der Formel 1 nicht zu. Sie riet dem weiblichen Nachwuchs daher, die Formel E anzupeilen - diese sei weniger anstrengend. DTM-Legende Ellen Lohr lässt dieses Argument nicht gelten. Im exklusiven Interview mit 'Motorsport-Total.com' stellt die 52-Jährige klar: "Es ist eine Dummheit, so etwas zu behaupten."

Lohr hatte zuvor bereits auf Instagram ihrem Ärger Luft gemacht und mit ihrem Beitrag Ex-Formel-1-Pilot Jenson Button beigepflichtet. "Carmen, du hältst jetzt besser die Klappe. Du bist eine Schande für all die hart arbeitenden weiblichen Motorsportler. Ich habe keine Ahnung, was dich in diese Motorsport-Welt brachte, sicherlich nicht deine Intelligenz oder deine Fähigkeiten."

Im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' bekräftigt sie ihre Aussagen: "Ich habe genau das gemeint, was ich geschrieben habe. Sie fällt nur dadurch auf, dass sie niemals Leistung gezeigt hat, aber dafür Standpunkte von sich gibt, die junge Mädchen mit richtigem Talent, die in den Sport kommen wollen und von der Formel 1 träumen, entmutigt."

Motorsport sei natürlich eine "körperlich Anstrengung", ob bei der Rallye Dakar oder im Formelsport. Lohr erklärt, dass die Fitness für einen Athleten der Grundstein für den Erfolg ist. Dass Frauen aufgrund biologischer Voraussetzungen - weniger Muskelmasse - allerdings unfähig wären, es in die Formel 1 zu schaffen, schmettert die Deutsche ab. "Dieses ganze Gerede von einer eigenen Formel-1-Serie für Frauen oder darüber, dass sie nicht fit genug sind, ist eine solche Frechheit, das zu behaupten."

Lohr: Susie Wolff beweist, dass Jordas Aussagen "Quatsch" sind

Susie Wolff habe als Williams-Testpilotin mehr als einmal bewiesen, dass Frauen in der Formel 1 sehr wohl schnell fahren können. "Sie ist Renndistanzen gefahren und war zwei Zehntelsekunden langsamer als Massa." Daher sei die Argumentation von Jorda "Quatsch". Denn: "Wir reden über eine Sportart, in der das Training jeden dazu bringt, fit genug dafür zu sein. Das ist eine Sportart, in dem die Jungs 1,60 Meter groß sind und 55 Kilogramm wiegen. Mit anderen Worten sind das auch nicht gerade Typen mit maximaler Muskelmasse. Es kommt also auf gezieltes Training an und ist insofern völliger Schwachsinn."

In Sportarten, wie Sprint oder Stabhochsprung, wo die Maximalleistung von Muskeln gefordert wird, sei eine Trennung von männlichen und weiblichen Teilnehmern sinnvoll - im Motorsport, wie auch im Reitsport, allerdings nicht. "Man geht nicht an die Maximalkraft der Muskulatur, sondern trainiert sehr gezielt, um fit zu sein, in diesem Fall die Nacken- und Rumpfmuskulatur, Ausdauer, Koordination - darum geht's." Der beste Beweis dafür sei, so Lohr, Wolff, die im Williams sogar Renndistanzen (rund 300 Kilometer) absolvieren konnte.

Über die Person Carmen Jorda verliert die DTM-Siegerin kein gutes Wort. "Wenn man sich ihre Karriere ansieht, muss man sich fragen, was sie eigentlich ist. Ist sie eine Rennfahrerin, die gut aussieht, oder ist sie ein Model, das so tut, als wäre sie eine Rennfahrerin?", stellt sie in dem Raum und beantwortet im gleichen Atemzug: "Es ist letzteres. Sie ist eine sehr gut aussehende Frau, die vorgibt, Rennfahrerin zu sein. Aber das war sie irgendwie nie, auch wenn sie einige Jahre in der GP3 unterwegs war." Von 2012 bis 2014 war die Spanierin in der Nachwuchsklasse unterwegs, kam jedoch über den 28. Gesamtrang nie hinaus.

"Richtig sauer", dass Jorda in der FIA-Kommission sitzt

Lohr kritisiert, dass Jorda nie entsprechende Leistungen erbracht hat, um den ehemaligen Formel-1-Testpilotenjob bei Lotus und Renault zu rechtfertigen. Auch im Simulator sei sie um viele Sekunden langsamer gewesen als ihre männlichen Kollegen. Marco Sörensen behauptete 2016, dass die Blondine in Enstone zwölf Sekunden langsamer war als er.

Ellen Lohr

Am 24. Mai 1992 gewann Lohr als bislang einzige Frau einen DTM-Lauf auf dem Hockenheimring

Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass Jorda mit etwaigen Aussagen auffällt. Sie forderte am Ende des Vorjahres eine eigene Formel-1-Klasse für Frauen. Lohr gibt zu, dass ihr nach den erneuten Aussagen der Spanierin der Kragen geplatzt ist: "Was mich wirklich aufregt: Es ist nicht das erste Mal gewesen. Sie vertritt konstant eine Meinung, die junge Mädchen demotivieren muss - und das ohne ein wirkliches Talent für diesen Sport zu besitzen oder ohne das jemals bewiesen zu haben. Das ist völlig abstrus, wenn jemand, der noch nie wirklich in einem Formel-1-Auto gesessen ist, nur im Simulator, so etwas von sich gibt."

Allerdings sieht Lohr auch die Berichterstattung darüber kritisch, denn das "Gemeine" daran sei, dass Frauen wie Jorda, die optisch ansprechend aussehen, gerne wahrgenommen werden. Dadurch würde die Akzeptanz von Frauen in der Formel 1 aber verhindert und Klischees und Vorurteile gefestigt werden. Aus diesem Grund hagelte es auch viel Kritik, als die FIA-Frauenkommission Jorda als neues Mitglied präsentierte. "Das ist eben der Grund, warum ich glaube, dass sie absolut nicht in diese Kommission gehört. Da bin ich auch richtig sauer darüber, weil ein paar wirklich tolle Frauen, wie Jutta Kleinschmidt aus Deutschland oder eben Susie Wolff, da drin sitzen."

Tatiana Calderon ist die Zukunftshoffnung

Die ehemalige Rennfahrerin findet den Zug "völlig falsch", da Jorda das Gegenteil von dem darstelle, was die Kommission vertritt. "Sie sollen junge Mädchen und Frauen ermutigen, Jobs im Motorsport zu ergreifen. Und eben als Ingenieurin oder Fahrerin zu versuchen, in die Formel 1 zu kommen. Sich den Traum zu erfüllen, denn das ist möglich." Jorda bedient im Gegenteil dazu nur das Stereotyp, wie sich Männer eine Frau im Motorsport vorstellen, so Lohr. "Gut aussehen, sexy - aber natürlich nicht ernstzunehmen." Das sei wirklich "lachhaft".

Jorda sei keine Rennfahrerin, sondern war viel eher ein Marketingschachzug des ehemaligen Lotus-Teams, ist die Deutsche überzeugt. Bereits einige Fahrerinnen vor der Spanierin hätten dem Frauenbild in der Formel 1 nicht geholfen. Vorurteile durch schlechte Leistungen seien so nur immer wieder bestätigt worden.


Fotostrecke: Susie Wolff: Die Karriere einer Frauenhoffnung

Susie Wolff hängt ihren Helm an den Nagel. Die 32-jährige Schottin gibt für das Saisonende 2015 ihren Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt. Lange Zeit galt Wolff als heißeste Kandidatin für eine weibliche Pilotin in der Formel 1, doch die letzte Hürde zur Stammpilot zu nehmen, gelang ihr nicht. Wir zeigen euch die spannende Karriere von Susie Wolff in unserer Fotostrecke.

Susie Wolff hängt ihren Helm an den Nagel. Die 32-jährige Schottin gibt für das Saisonende 2015 ihren Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt. Lange Zeit galt Wolff als heißeste Kandidatin für eine weibliche Pilotin in der Formel 1, doch die letzte Hürde zur Stammpilot zu nehmen, gelang ihr nicht. Wir zeigen euch die spannende Karriere von Susie Wolff in unserer Fotostrecke.

Lohr hält fest: "Das ist eine Macho-Welt, deshalb wird es noch ein bisschen dauern. Aber es bewegt sich in die richtige Richtung." Denn mit Tatiana Calderon hat es eine vielversprechende Nachwuchspilotin in die Testfahrerrolle bei Sauber geschafft. Mit Marta Garcia gibt es auch im Juniorprogramm von Renault wieder ein Mädchen. Und in Deutschland ruhen die Hoffnung auf Formel-4-Pilotin Sophia Flörsch.

Viele Hoffnungen lagen auf Susie Wolff, erklärt Lohr: "Sie hat durch ihre guten Testergebnisse schon einige Barrieren überwunden. Tatiana hat wirklich eine tolle Karriere bisher hingelegt, die sie berechtigt, dort jetzt (bei Sauber; Anm. d. Red.) zu sein. Das folgt in immer kürzeren Abständen, zuerst Susie, jetzt Tatiana. Solche Frauen wie Jorda braucht einfach kein Mensch, die Zeiten sind einfach vorbei." Es sei also nur noch eine Frage der Zeit, bis wieder eine Frau am Steuer eines Formel-1-Wagens sitzt, lautet Lohrs Schlussfolgerung.

Neue FIA-Initiative "Girls on Track" mit EU-Hilfe

Um eine breitere Basis an weiblichen Fahrerinnen in Zukunft aufzubauen, hat die FIA in Kooperation mit der Europäischen Union eine neue Initiative gestartet. Am Mittwoch wurde diese im Rahmen des Genfer Autosalons präsentiert. Das zweijährige Projekt "Girls on Track - Karting Challenge" soll europäische Nachwuchstalente fördern. In nationalen Bewerben werden Mädchen zwischen 13 und 18 Jahren gegeneinander antreten. Die jeweils besten Drei werden in einem Finale im März 2019 in Le Mans gegeneinander kämpfen. Die Top 6 werden in ein sportliches und pädagogisches Programm aufgenommen, das bis Herbst 2019 laufen soll.

Solche Initiativen seien wichtig, bekräftigt Lohr. "Etwas anderes erwartet man auch nicht von einer FIA-Frauenkommission, dass da mal etwas vorwärts geht. Die existiert ja bereits länger. Es ist auf jeden Fall gut." Denn so würde Aufmerksamkeit geschaffen werden und das Bewusstsein und die Akzeptanz auch bei den Eltern wachsen. Was wäre also die richtige Botschaft an alle Nachwuchspilotinnen, die von der Formel 1 träumen? "Eure Chance ist größer denn je, in die Formel 1 zu kommen. Geht euren Weg. Und das mit harten Ellbogen, so wie auch die Jungs. Lasst euch nicht von Vorurteilen bremsen, selbst wenn sie von angeblichen Rennfahrerinnen kommen", rät Lohr.


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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon FlavioDerBriatore » 08.03.2018, 08:47

Zickenkrieg halt ... alleine deshalb schon braucht es keine Frauen in der Formel1.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Dr_Witzlos » 08.03.2018, 08:57

Für mich hat Carmen Jorda eine Erbse am Laufen.

Wenn sogar Frauen Astronauten werden können, dann sollte F1 kein Problem sein. Vielleicht verstehe ich da auch was völlig falsch. Aber das was die da vom Stapel lässt ist sogar noch eine Niveau tiefer als der Sender mit drei Buchstaben. Das muss man erstmal schaffen.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon miner » 08.03.2018, 11:46

Da hat Frau Lohr absolut Recht!
Frau Jordan ist nie dadurch aufgefallen, das sie eine vernünfige Leistung erbracht hat.
Es gibt Fahrerinnen die dies taten und tun. Frau Wolff war so eine!

Natürlich ist es wichtig junge Rennfahrerinnen auch entsprechend zu fördern.
Ohne die massive Unterstützung von Red Bull wäre z.B. Carlos Sainz jr. sicher nicht dort wo er heute steht.
Im Gegensatz zu vielen vielen anderen jungen Faherern konnte er auf Kosten von RD testen, testen und nochmal testen.

Frau Jorden sollte besser erstmal nachdenken bevor sie den Mund aufmacht und solche Äußerungen tätigt, oder ihr Manager sollte sie unterstützen.

Motorport ist eine Sportart bei der Frauen nicht körperlich benachteiligt sind.
Gebt den jungen Mädels also die Chance sich zu beweisen und drückt die ESC Taste für die Äusserungen von Frau Jordan.
Was nutzt mich der schönste Kopf wenn nichts drin ist?

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Lichtrot » 08.03.2018, 11:47

Wenn Jorda die die Dinge so sieht, dann darf sie diese auch so sagen. Meinungsfreiheit! Ob man ihre Sicht nun teilt oder nicht, ist wieder eine andere Sache.
Was aber garnicht geht, sind Leute, welche Menschen mit anderer Meinung sofort persönlich beleidigen müssen! Armselig, Frau Lohr. :roll:

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Champion_2001 » 08.03.2018, 12:13

Lichtrot hat geschrieben:Wenn Jorda die die Dinge so sieht, dann darf sie diese auch so sagen. Meinungsfreiheit! Ob man ihre Sicht nun teilt oder nicht, ist wieder eine andere Sache.
Was aber garnicht geht, sind Leute, welche Menschen mit anderer Meinung sofort persönlich beleidigen müssen! Armselig, Frau Lohr. :roll:


Da Jorda diese Position in der Frauenkomission hat ist es nicht mit dem Verweis auf "Meinungsfreiheit" getan. Ihre Aussagen haben Gewicht, also darf und muss man ihre Meinung kritisieren. Beleidigt wurde sie hier eigentlich nicht wirklich oder hat Lohr irgendwas gesagt, was nicht den Tatsachen entspricht? Über die Model Aussage kann man streiten, die war böse. Aber wenn es stimmt, dass sie im Simulator überhaupt nicht konkurrenzfähig war, dann kann sie sich sicher nicht als Rennfahrerin bezeichnen...
Es gibt einen Unterschied, ob diese Ausaage von Jorad oder einem hier im Forum getätigt wird. Die eine Meinung ist relevant und die andere ist fast weitestgehend irrelevant, da keine Veantwortung dahinter steckt.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Typ17 GTI » 08.03.2018, 12:21

Redaktion hat geschrieben:"Sie ist Renndistanzen gefahren und war zwei Zehntelsekunden langsamer als Massa.

War sie über die Renndistanz bloß 2 Zehntel langsamer oder auf einer Runde? Das wird in dieser Aussage nicht wirklich ersichtlich. Übrigens ist es ein Unterschied ob ich bei einem Test eine Renndistanz abspule oder bei einem GP unter Wettbewerbsbedingungen.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon terraPole » 08.03.2018, 12:44

Typ17 GTI hat geschrieben:
Redaktion hat geschrieben:"Sie ist Renndistanzen gefahren und war zwei Zehntelsekunden langsamer als Massa.

War sie über die Renndistanz bloß 2 Zehntel langsamer oder auf einer Runde? Das wird in dieser Aussage nicht wirklich ersichtlich. Übrigens ist es ein Unterschied ob ich bei einem Test eine Renndistanz abspule oder bei einem GP unter Wettbewerbsbedingungen.

Das kann eigentlich nur pro Runde sein..ansonsten hätte man bei Williams wohl gesagt dass sie auf einem Level mit Massa fährt..weil zwei Zehntel sind ja nix bezogen auf ein Rennen. Aber selbst pro Runde ist das ja nicht schlecht..gibt's da auch einen Vergleich mit Stroll? :mrgreen:

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Lichtrot » 08.03.2018, 13:03

Champion_2001 hat geschrieben:
Lichtrot hat geschrieben:Wenn Jorda die die Dinge so sieht, dann darf sie diese auch so sagen. Meinungsfreiheit! Ob man ihre Sicht nun teilt oder nicht, ist wieder eine andere Sache.
Was aber garnicht geht, sind Leute, welche Menschen mit anderer Meinung sofort persönlich beleidigen müssen! Armselig, Frau Lohr. :roll:


Da Jorda diese Position in der Frauenkomission hat ist es nicht mit dem Verweis auf "Meinungsfreiheit" getan. Ihre Aussagen haben Gewicht, also darf und muss man ihre Meinung kritisieren. Beleidigt wurde sie hier eigentlich nicht wirklich oder hat Lohr irgendwas gesagt, was nicht den Tatsachen entspricht? Über die Model Aussage kann man streiten, die war böse. Aber wenn es stimmt, dass sie im Simulator überhaupt nicht konkurrenzfähig war, dann kann sie sich sicher nicht als Rennfahrerin bezeichnen...
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"Ich habe keine Ahnung, was dich in diese Motorsport-Welt brachte, sicherlich nicht deine Intelligenz..."

UNNÖTIGE BELEIDIGUNG. Wer nicht sachlich und locker auf etwas reagieren kann, der sollte lieber garnichts sagen. Aber das kennt man vom Internet ja. Hat jemand eine unbeliebte Meinung, glaubt jeder gleich, dass er dieser Person alles an den Kopf werfen darf. Irrtum!

Und Carmen Jorda ist sogar ziemlich intelligent. Denn... im Moment ist sie die wohl bekannteste Frau im Motorsport. Alle anderen sind nicht vorhanden. Von daher... Alles richtig gemacht! ;)

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Champion_2001 » 08.03.2018, 13:14

Lichtrot hat geschrieben:
Champion_2001 hat geschrieben:
Lichtrot hat geschrieben:Wenn Jorda die die Dinge so sieht, dann darf sie diese auch so sagen. Meinungsfreiheit! Ob man ihre Sicht nun teilt oder nicht, ist wieder eine andere Sache.
Was aber garnicht geht, sind Leute, welche Menschen mit anderer Meinung sofort persönlich beleidigen müssen! Armselig, Frau Lohr. :roll:


Da Jorda diese Position in der Frauenkomission hat ist es nicht mit dem Verweis auf "Meinungsfreiheit" getan. Ihre Aussagen haben Gewicht, also darf und muss man ihre Meinung kritisieren. Beleidigt wurde sie hier eigentlich nicht wirklich oder hat Lohr irgendwas gesagt, was nicht den Tatsachen entspricht? Über die Model Aussage kann man streiten, die war böse. Aber wenn es stimmt, dass sie im Simulator überhaupt nicht konkurrenzfähig war, dann kann sie sich sicher nicht als Rennfahrerin bezeichnen...
Es gibt einen Unterschied, ob diese Ausaage von Jorad oder einem hier im Forum getätigt wird. Die eine Meinung ist relevant und die andere ist fast weitestgehend irrelevant, da keine Veantwortung dahinter steckt.


"Ich habe keine Ahnung, was dich in diese Motorsport-Welt brachte, sicherlich nicht deine Intelligenz..."

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Und Carmen Jorda ist sogar ziemlich intelligent. Denn... im Moment ist sie die wohl bekannteste Frau im Motorsport. Alle anderen sind nicht vorhanden. Von daher... Alles richtig gemacht! ;)


Jo, stimme ich dir zu. Sowas muss nicht sein und hat wenig mit konstruktiver kritik zu tun. Dumm ist sie sicher nicht, aber sicher keine überragende Rennfahrerin und deshalb ist es mehr als zweifelhaft, ob sie was in der Frauenkomission zu suchen hat, wenn sie solche Sprüche loslässt.
Ich würde ihren bekanntheitsgrad aber nicht überbewerten, da gibt es schon einige größere Nummern die auch fahrerisch was drauf haben. Danica Patrick ist da nur ein Beispiel.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon theCraptain » 08.03.2018, 13:50

Lohr hatte zuvor bereits auf Instagram ihrem Ärger Luft gemacht und mit ihrem Beitrag Ex-Formel-1-Pilot Jenson Button beigepflichtet. "Carmen, du hältst jetzt besser die Klappe. Du bist eine Schande für all die hart arbeitenden weiblichen Motorsportler. Ich habe keine Ahnung, was dich in diese Motorsport-Welt brachte, sicherlich nicht deine Intelligenz oder deine Fähigkeiten."


Sie fällt nur dadurch auf, dass sie niemals Leistung gezeigt hat, aber dafür Standpunkte von sich gibt, die junge Mädchen mit richtigem Talent, die in den Sport kommen wollen und von der Formel 1 träumen, entmutigt."


Über die Person Carmen Jorda verliert die DTM-Siegerin kein gutes Wort. "Wenn man sich ihre Karriere ansieht, muss man sich fragen, was sie eigentlich ist. Ist sie eine Rennfahrerin, die gut aussieht, oder ist sie ein Model, das so tut, als wäre sie eine Rennfahrerin?", stellt sie in dem Raum und beantwortet im gleichen Atemzug: "Es ist letzteres. Sie ist eine sehr gut aussehende Frau, die vorgibt, Rennfahrerin zu sein. Aber das war sie irgendwie nie, auch wenn sie einige Jahre in der GP3 unterwegs war." Von 2012 bis 2014 war die Spanierin in der Nachwuchsklasse unterwegs, kam jedoch über den 28. Gesamtrang nie hinaus.

Danke Ellen Lohr :thumbs_up:

Mich nervt an Frau Jorda dass sie nicht mit guten Rennergebnissen in den Medien erscheint sondern immer nur wegen irgendwelchem Blabla. Warum tritt sie nicht mal öffentlich in einem F1-Simulator gegen einen F1-Testfahrer an und beweist, zumindest im Simulator, wie schnell (bzw. langsam) sie wirklich ist?

Sie wäre stattdessen doch eine heisse Kandidatin für den Dschungelfock beim Soap-Sender :mrgreen:
Test, Test, 1, 2, 3, Test, liest das jemand?

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon SeppKultura » 08.03.2018, 14:10

Champion_2001 hat geschrieben:Da Jorda diese Position in der Frauenkomission hat ist es nicht mit dem Verweis auf "Meinungsfreiheit" getan. Ihre Aussagen haben Gewicht, also darf und muss man ihre Meinung kritisieren. Beleidigt wurde sie hier eigentlich nicht wirklich oder hat Lohr irgendwas gesagt, was nicht den Tatsachen entspricht? Über die Model Aussage kann man streiten, die war böse. Aber wenn es stimmt, dass sie im Simulator überhaupt nicht konkurrenzfähig war, dann kann sie sich sicher nicht als Rennfahrerin bezeichnen...
Es gibt einen Unterschied, ob diese Ausaage von Jorad oder einem hier im Forum getätigt wird. Die eine Meinung ist relevant und die andere ist fast weitestgehend irrelevant, da keine Veantwortung dahinter steckt.


Verstehe nicht ganz, was an dieser Aussage böse sein soll. Jorda ist sein 2014 (!) kein einziges (!!!) Rennen mehr gefahren. Sie ist also klarerweise keine Rennfahrerin und war nur wegen ihres Aussehens und den damit verbundenen Marketingmöglichkeiten bei Lotus.
Was diese Frau in einer Kommission mit wirklichen Rennfahrerinnen zu suchen hat, verstehe ich aber wirklich absolut nicht.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon SeppKultura » 08.03.2018, 14:17

Lichtrot hat geschrieben:
"Ich habe keine Ahnung, was dich in diese Motorsport-Welt brachte, sicherlich nicht deine Intelligenz..."

UNNÖTIGE BELEIDIGUNG. Wer nicht sachlich und locker auf etwas reagieren kann, der sollte lieber garnichts sagen. Aber das kennt man vom Internet ja. Hat jemand eine unbeliebte Meinung, glaubt jeder gleich, dass er dieser Person alles an den Kopf werfen darf. Irrtum!

Und Carmen Jorda ist sogar ziemlich intelligent. Denn... im Moment ist sie die wohl bekannteste Frau im Motorsport. Alle anderen sind nicht vorhanden. Von daher... Alles richtig gemacht! ;)


Es geht hier - wie dir bereits vorhin erklärt wurde - nicht um eine unbeliebte Meinung, sondern darum, dass eine offizielle FIA-Vertreterin sich derart negativ äußert. Ellen Lohr hat deftige Worte gewählt, aber die waren in diesem Fall mehr als berechtigt.

Bezeichnenderweise ist es für dich in Ordnung, jungen Rennfahrerinnen die Fähigkeiten abzusprechen und zu behaupten: das schafft ihr eh nie. Und eine entsprechende Gegenreaktion soll unnötig sein? Ganz entschieden nein, wer seine Meinung (ich bin mir sicher: bewusst) derart provokant ins Internet stellt, muss mit solchen Reaktionen rechnen.

Und bzgl. Intelligenz: inwiefern ist Berühmtheit ein Gradmesser dafür? Dann wäre ja jeder Blogger, die Kardashians und co hochintelligente Menschen, die sich vor Nobelpreisträgern nicht fürchten müssten. Das glaube ich jedoch eher nicht :) ... sich angesichts ihrer mehr als bescheidenen Rennkarriere als Expertin hinzustellen, zeugt nicht gerade von besonders hohem Intellekt.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Silberner Mercedes » 08.03.2018, 14:24

Das riecht für mich so ein bisschen nach Neid gegenüber Jorda. Möglicherweise hätten sich andere gerne in ihrer jetzigen Position gesehen.

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Re: Ellen Lohr über Jorda: "Sie ist keine richtige Rennfahrerin"

Beitragvon Typ17 GTI » 08.03.2018, 14:50

SeppKultura hat geschrieben: sondern darum, dass eine offizielle FIA-Vertreterin sich derart negativ äußert.

Was war denn "derart negativ"? Immer diese Superlative. Ihre Aussage war vielleicht nicht besonders überlegt, aber negative war es nun auch wieder nicht. Muß man heutzutage aus jedem Mückenfurz einen Shitstorm vom Zaun brechen?


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