Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

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Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Redaktion » 16.05.2016, 07:32

Da, wo große Champions geboren werden, gibt es immer auch Kollateralschäden - und Daniel Ricciardo muss nach Barcelona fürchten, genau so einer zu werden...

(Motorsport-Total.com) - Liebe Leser,

die ganz großen Champions der Formel-1-Geschichte haben allesamt eins gemeinsam: Sie brauchen nicht viel Zeit, bis sie erstmals nach den Sternen greifen.

Das war bei Ayrton Senna so, als er 1984 in Monaco gleich im sechsten Formel-1-Rennen seiner Karriere den unterlegenen Toleman zum zweiten Platz prügelte, oder in Estoril 1985, als er im erst zweiten Rennen im damaligen Topteam Lotus seinen ersten Grand Prix gewann und von den Medien "Magic" getauft wurde.

Das war bei Michael Schumacher so, als er 1991 in Spa-Francorchamps quasi über Nacht in Bertrand Gachots Jordan einstieg und diesen auf den siebten Startplatz stellte, fast eine Sekunde vor seinem viel erfahreneren Teamkollegen Andrea de Cesaris. Und ein Jahr später bewies er im mittelmäßigen Benetton an gleicher Stelle, dass die 1992 so überlegenen Williams-Raketen doch nicht unschlagbar sind.

Lewis Hamilton hatte zwar das seltene Privileg, gleich bei einem WM-fähigen Team in die Formel 1 einzusteigen, aber er nutzte die McLaren-Chance auch auf beeindruckende Weise, fuhr neunmal hintereinander auf das Podium, gewann bei der sechsten Teilnahme zum ersten Mal und führte schon nach dem vierten Rennen sensationell die Fahrer-WM an, die er am Ende nur um einen Punkt an Kimi Räikkönen verlor.

Auf den Spuren von großen Champions

Und Sebastian Vettel bewies spätestens mit dem "Wunder von Monza" im Jahr 2008 auf Toro Rosso, dass sein Talent nicht nur für eine Rekordsaison in der Formel BMW reicht, sondern auch in der Formel 1 zu ganz Großem führen könnte. Was sich inzwischen ja auch bestätigt hat.

Und jetzt eben Max Verstappen.

Daniel Ricciardo, Max Verstappen

Eigentlich alles richtig gemacht: Daniel Ricciardo war der schnellere Mann

Aber woran in der historischen Nachbetrachtung der aufgezählten Formel-1-Sternschnuppen keiner mehr denkt, sind die Teamkollegen. Mag sein, dass bei Mercedes einige Herren letzte Nacht nicht wahnsinnig gut geschlafen haben. Aber der, der sich nach dem Grand Prix von Spanien wirklich Sorgen machen muss, ist Daniel Ricciardo.

Erstmal vorweg: Der immer lächelnde Sonnyboy aus Perth war in Barcelona der schnellere Mann als Verstappen. Full stop. Er war mit einer Runde, die von Teamchef Christian Horner im Nachhinein als "gewaltig" bezeichnet wurde, im Qualifying um vier Zehntelsekunden schneller, er war am Start schneller und führte das Rennen an, als Red Bull es für eine gute Idee hielt, zwar nicht unmittelbar auf Vettels vorgezogenen Boxenstopp zu reagieren, aber trotzdem dreimal Reifen zu wechseln.

Große Karrieren: Der Zufall hilft mit

Selbst mir, dem Couch-Möchtegern-Teamchef vor dem Datenmonitor, war sofort klar, dass das nur in die Hose gehen kann. Denn Vettel war schneller und somit nur zu schlagen, indem man ihm den Undercut nicht zu deutlich überlässt (jedenfalls nicht um sechs Runden), und Verstappen/Räikkönen würden natürlich bei zwei Stopps bleiben und damit ihr Glück versuchen. Okay, kann passieren - selbst Superhirn Ross Brawn hat schon die eine oder andere Strategie vermasselt.

Aber die Konsequenz davon ist: Klein-Verstappen kommt ins Team, gewinnt gleich seinen ersten Grand Prix und lässt den Rest der Welt (oberflächlich betrachtet) wie Dilettanten aussehen, obwohl die eigentlich den besseren Job gemacht haben. Jacques Villeneuve bringt es auf den Punkt: "Es gibt Fahrer, für die passt einfach alles zusammen." Obwohl sie manchmal selbst nicht genau wissen, warum das so ist.

Verstappen gestern in Barcelona, das war so ein Fall. Ricciardo nicht.


Fotostrecke: Max Verstappen: Die schönsten Jubelfotos

Mit vier Jahren schenkte ihm Papa Jos (übrigens entgegen anderslautender Medienberichte immer noch sein Manager) sein erstes Go-Kart, jetzt ist er mit 18 Jahren und 227 Tagen jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten: Max Verstappen. "Max ist besser als ich es je war", sagt der stolze Vater.

Mit vier Jahren schenkte ihm Papa Jos (übrigens entgegen anderslautender Medienberichte immer noch sein Manager) sein erstes Go-Kart, jetzt ist er mit 18 Jahren und 227 Tagen jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten: Max Verstappen. "Max ist besser als ich es je war", sagt der stolze Vater.

Und jetzt kommen wir zur Psychologie des Momentums. Ich lasse mich zu einer gewagten Theorie hinreißen und behaupte: Barcelona 2016 war für Verstappens weitere Karriere ein definierender Moment, ein Türöffner zu ganz großen Erfolgen, der erste Schritt auf dem Weg zu mindestens einem WM-Titel. Alle Welt will das 18-jährige Wunderkind jetzt haben - und davon, dass Ricciardo 2014 einen gewissen Herrn Vettel alt aussehen hat lassen, redet keiner mehr.

Wenn es spätestens Ende 2017 darum geht, Kimi Räikkönens Cockpit neu zu besetzen, wird sich Ferrari für Verstappen möglicherweise mehr interessieren als für Ricciardo. Mercedes konnte sich immer schon für den Niederländer begeistern, und Toto Wolff wird sich in dieser Einschätzung nach gestern bestätigt fühlen. Solche Positionierungen können für eine Karriere den Unterschied machen zwischen mehrfachem Grand-Prix-Sieger und mehrfachem Weltmeister.

System Red Bull: Pro Generation kann's nur einen geben

Helmut Markos System Red Bull hat einen Makel (nicht einen Fehler, denn man kann ihm das schlecht zum Vorwurf machen): Aus jeder Generation kann nur einer ganz groß rauskommen. Gegen Vettel blieben Supertalente wie Vitantonio Liuzzi oder Sebastien Buemi auf der Strecke. Verstappen könnte nun den Platz einnehmen, der eigentlich für Ricciardo reserviert schien, und in Vettels Fußstapfen treten.

Helmut Marko, Max Verstappen

Max Verstappen ist das neue Wunderkind von Red-Bull-Boss Helmut Marko

Weit hergeholt? Weit in die Zukunft geschaut? Mag sein. Aber reden wir in ein paar Jahren weiter. Schließlich hat mir nach Sotschi auch kaum jemand geglaubt, dass Kwjat noch dieses Jahr seinen Platz für Verstappen wird räumen müssen. Mit Kwjats Kollision mit Vettel hat alles angefangen. Ein bisschen wie damals, 1991, im Londoner Taxi. Und da stehen wir nun, nur zwei Wochen später.

Vielleicht hat Ricciardo letzte Nacht gar nicht wirklich schlecht geschlafen, weil er sich des potenziellen Ausmaßes von Barcelona 2016 nicht bewusst ist. "Ich bin nicht traurig, weil Max da oben auf dem Podium steht, sondern ich bin traurig, weil nicht ich da oben stehe", sagte er während der Siegerehrung.

Es war ein Symbolbild: Der junge Verstappen klaut ihm den Sieg, der eigentlich seiner gewesen wäre. Jetzt gilt es darauf zu achten, dass er das nicht mit seiner ganzen Karriere genauso macht...

Wer sonst noch schlecht geschlafen hat:

Daniil Kwjat: Der arme Russe wird in seinem Leben wahrscheinlich nie mehr "Game of Thrones" schauen, denn härter hätte ihn der Cockpit-Tausch mit Verstappen gar nicht treffen können. Während er im Toro Rosso gegen Carlos Sainz untergeht, gewinnt der andere in "seinem" Auto den Grand Prix. Das muss wehtun. Auch Kwjat gehört jetzt endgültig zu den Kollateralschäden von Verstappens Weg nach oben.

Niki Lauda: Vorweg: Ich bin mir sicher, dass Niki Lauda nicht tatsächlich schlecht geschlafen hat. Was juckt es die Eiche, wenn sich eine Sau an ihr reibt? Aber Mercedes-Pressesprecher Bradley Lord muss das Herz in die Hose gerutscht sein, als Lauda sofort nach der Kollision on air erzählte, dass Lewis Hamilton eindeutig der Schuldige ist. Teamintern war da noch nicht abgesprochen, wie man die Sache darstellen würde. Toto Wolff widersprach, drückte sich aber diplomatisch aus: "Niki ist ein Racer. Er denkt schwarz-weiß." Nur: Wer von seinen Fahrern in einer mediendominierten Welt Besonnenheit und Professionalität einfordert, der sollte es nicht selbst anders machen. Als Journalist sage ich: Danke, Niki, für diese erfrischende Spontanität!


Fotostrecke: Der Mercedes-Crash in Barcelona

Katastrophe für Mercedes in Barcelona: Nur vier Kurven dauert es, bis die beiden führenden Silberpfeile im Kies stehen. Es ist die erste verheerende Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton seit Spa 2014.

Katastrophe für Mercedes in Barcelona: Nur vier Kurven dauert es, bis die beiden führenden Silberpfeile im Kies stehen. Es ist die erste verheerende Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton seit Spa 2014.

Nico Hülkenberg: Je länger die Saison dauert, desto weniger Land sieht der Le-Mans-Sieger gegen Sergio Perez. Perez ist selbst schon einer, der aufs Abstellgleis geschoben wurde, weil ihn McLaren nach nur einer Saison nicht mehr wollte. So einen muss man schlagen (und zwar ebenso klar wie regelmäßig), wenn man selbst in einem Topteam landen möchte. Es mag Gründe für Hülkenbergs Schwächephase geben. Aber wen interessieren die in der gnadenlosen Welt der Formel 1?

Jolyon Palmer: Jacques Villeneuve sagt ganz richtig, dass der Sohn von Jonathan Palmer im Vergleich zu Kevin Magnussen übel aussieht. "Er hat es einfach nicht", analysiert der Weltmeister von 1997 nach fünf Rennen. Im Gegensatz zu Ricciardo und Hülkenberg stellt sich bei Palmer nicht die Frage, ob er eines Tages doch noch Champion werden kann. Bei ihm geht's nur darum, wie lange er Formel 1 fahren darf. Mein Tipp: nicht bis Saisonende.

IhrChristian Nimmervoll

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon wracer82 » 16.05.2016, 10:24

Ricciardo sollte sich für nächstes Jahr dringend einen neuen Rennstall suchen.
Red Bull hat entschieden: Falls das Auto wieder weltmeistertauglich ist, wird es Verstappen. Da bin ich mir ganz sicher.

Ebenso glaube ich auch, dass die wohl schlechtere Strategie absichtlich an Ricciardio gegeben wurde.
Natürlich muss man auch Glück haben und es hätten auch die Reifen bei Verstappen einbrechen können, aber Red Bull hat es riskiert und gewonnen. Zu verlieren gab es auch nicht viel, da Max schon gezeigt hat, was er kann.

Übrigens wird wohl auch Kwjat (wie Palmer) die Saison nicht komplett beenden, sollte er die schlechte Performance beibehalten. Da könnte ich mir Pierre Gasly nach der GP2 Saison für letzten Rennen recht gut vorstellen...

Ach, spekulieren ist was ganz tolles... :D

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Darkdriver » 16.05.2016, 10:27

Ricciardo hat eigentlich keinen Grund schlecht zu schlafen, er hat alles richtig gemacht. Fuer die Strategie kann er nichts. Red Bull hat jetzt zwei Fahrer, die sich auf gleichem Level bewegen, das sollte eigentlich Red Bull schlecht schlafen lassen. :-)
Bild[/quote]
Nicht der schnellste, sondern der konstanteste Fahrer wird WM.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Marshall60010000 » 16.05.2016, 10:44

Darkdriver hat geschrieben:Ricciardo hat eigentlich keinen Grund schlecht zu schlafen, er hat alles richtig gemacht. Fuer die Strategie kann er nichts. Red Bull hat jetzt zwei Fahrer, die sich auf gleichem Level bewegen, das sollte eigentlich Red Bull schlecht schlafen lassen. :-)


Eigentlich schon, aber eigentlich auch wieder nicht.
Man muss es einfach unterstreichen: Das war Verstappen's ERSTER Grand Prix im RB. Er hat während der Saison das Auto gewechselt, und er verliert die Quali dann gerade mal mit 0,4 Sek. Im Rennen fährt er ohne Probleme die gleiche Pace wie der Teamkollege, und dann gewinnt er auch noch ( wenn auch etwas glücklich ) das Rennen.

Vor allem die Tatsache das es sein erstes Wochenende in einem komplett neuen Auto ist macht die ganze Geschichte ( zumindest für mich ) so beeindruckend. In der Vergangenheit hat eigentlich jeder ( z.B Fisichella 2009 oder Kovalainen 2013 im Lotus ) überhaupt kein Land gesehen, und das macht mir persönlich ''Angst''.

Nächster GP ist jetzt Monaco, und es ist wohl bei keinem Rennen im Jahr so wichtig das Limit des Autos zu kennen. Wenn Verstappen selbst in Monaco gegen Riccardo so gut aussieht oder ihn gar schlägt, dann ist das eigentlich ein ''Skandal''.
Man sollte stets Theorien an Fakten anpassen, und nicht Fakten an Theorien.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon HäkkinenFan » 16.05.2016, 10:46

Kwjat hat wohl denschlechtesten Tag erwischt.
Er hätte sicherlich auch das Rennen gewonnen in dem Auto und mit der Strategie. Und alle seine Fehler aus den vorigen Rennen wären vergessen. Hier ist viel Glück im Spiel gewesen bzw. Pech.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon MarM » 16.05.2016, 10:47

wracer82 hat geschrieben:Ricciardo sollte sich für nächstes Jahr dringend einen neuen Rennstall suchen.
Red Bull hat entschieden: Falls das Auto wieder weltmeistertauglich ist, wird es Verstappen. Da bin ich mir ganz sicher.

Ebenso glaube ich auch, dass die wohl schlechtere Strategie absichtlich an Ricciardio gegeben wurde.
Natürlich muss man auch Glück haben und es hätten auch die Reifen bei Verstappen einbrechen können, aber Red Bull hat es riskiert und gewonnen. Zu verlieren gab es auch nicht viel, da Max schon gezeigt hat, was er kann.

Übrigens wird wohl auch Kwjat (wie Palmer) die Saison nicht komplett beenden, sollte er die schlechte Performance beibehalten. Da könnte ich mir Pierre Gasly nach der GP2 Saison für letzten Rennen recht gut vorstellen...

Ach, spekulieren ist was ganz tolles... :D


Klar, pure spekulation, aber ich denke das haut schon hin.. Wenn RB wieder um die WM mitfährt gibts Teamorder für Verstappen- der Vorteil wenn man Helmut Marko als Schosshündchen hält.
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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Argestes » 16.05.2016, 10:52

Ricciardo wird schon einiges durch den Kopf gehen, aber unterm Strich war er schneller und Red Bull hat nun zwei Leute, denen man jeden Erfolg zutrauen kann.

Schlecht schlafen sollte da Sainz. Die Tür zu Red Bull ist zu, solange Ricciardo und Verstappen nicht dort weg wollen. Red Bull hat keinen Grund, sie derzeit auszutauschen. Verstappens Erfolg macht Ricciardos Leistungen nicht unvergessen. Der hat sich schon bewiesen und er zeigt keine Anzeichen, sein Niveau nicht halten zu können.

Red Bull sucht ja offensichtlich nicht nur nach einem Star. Und Red Bull weiß auch, dass man nicht automatisch besser wird, wenn man laufend denjenigen austauscht, der im Moment gerade ein schwächeres Ergebnis vorzuweisen hat.

Verstappen und Ricciardo als Teamkollegen, die frei fahren dürfen, solange sie nicht dem Team schaden. Wäre doch toll für Team und Publikum. Und hat allen Unkenrufen und Verschwörungstheorien zum Trotz bei diesem Team schon früher ganz gut funktioniert. Nur da eben doch mit einer Paarung, bei der sich ein Fahrer auf Dauer klar durchsetzen konnte.
Ich meine das ernst.
Ich bin eben so blöd.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon ..::Borni::.. » 16.05.2016, 10:55

HäkkinenFan hat geschrieben:Kwjat hat wohl denschlechtesten Tag erwischt.
Er hätte sicherlich auch das Rennen gewonnen in dem Auto und mit der Strategie. Und alle seine Fehler aus den vorigen Rennen wären vergessen. Hier ist viel Glück im Spiel gewesen bzw. Pech.


Naja zuerst hätte er in Q3 die Ferarri packen müssen. Da ging es zwischen Kimi und Max nur um ein paar tausendstel. Dann hätte er den Start ohne Kollision mit Vettel überstehen müssen. :lol:
Ich glaube nicht das Kwjat das Rennen gewonnen hätte.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon RustyMcReary » 16.05.2016, 11:19

Momentan sieht es leider wirklich danach aus, dass es aus teaminterner Sicht richtig war, Kwjat über die Klippe springen zu lassen. Die Formel 1 ist manchmal wirklich ziemlich hart.

Zu Ricciardo: Er muss definitiv aufpassen. Aber ich denke schon, dass er in den nächsten Rennen zeigen wird, dass er Verstappen gewachsen ist. Ricciardo ist einer der besten Fahrer in der Formel 1 und im Gegensatz zu Vettelm Hamilton und Co noch sehr jung. Der hat auch noch viel Zeit.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon McTom » 16.05.2016, 12:10

wracer82 hat geschrieben:Ricciardo sollte sich für nächstes Jahr dringend einen neuen Rennstall suchen.
Red Bull hat entschieden: Falls das Auto wieder weltmeistertauglich ist, wird es Verstappen. Da bin ich mir ganz sicher.

Ebenso glaube ich auch, dass die wohl schlechtere Strategie absichtlich an Ricciardio gegeben wurde. ....

Ach, spekulieren ist was ganz tolles... :D


Genau. Und Vettel sollte sich auch einen neuen Rennstall suchen. Der wurde 2014 ja auch immer benachteiligt und hat da auch gleich die Konsequenzen gezogen. Und gestern hat Ferrari ihn ganz klar auf die schlechtere Strategie gesetzt. Denke dass war Absicht. Die wollten, das Kimi gewinnt :roll:

:mrgreen:
Wenn man tot ist, ist es für einen selbst nicht so schlimm, weil man ja tot Ist. Für andere kann dein Tod aber schlimm sein.
Das ist übrigens genau so, wie wenn man doof ist.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon phenO » 16.05.2016, 13:45

Naja Ricciardo halte ich schon für deutlich stärker als Webber. Der war zwar auch kein Nasebohrer, aber Ricciardo ist ebenfalls noch sehr jung und hat noch einiges im Köcher. Das Duell bleibt spannend.

Beim Rest kann ich der Kolumne zustimmen.
Keep fighting Michael ; RIP Jules!

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Bastard666 » 16.05.2016, 14:22

eigendlich ein luxusproblem mit der schlaflosigkeit hier . solange es um die kwm geht ist es kein problem , erst bei der fwm kommt es zum tragen . es ist aber immer sinnvoll auf beide fahrer zu setzen um den gegnern so viel punkte wie möglich abzuluchsen . gestern gab es eigendlich alles was die f1 ausmacht . den worste case bei mercedes mit einer null und daraus resultierend andere der davon profitierten . ricciardo hat bestimmt nicht schlecht geschlafen .es gab nie wirklich ein direktes duell mit seinem teamkollegen . erst wenn er da regelmäßig unterlegen ist bleibt er immer noch einer der besten fahrer der f1 . vettel hat doch auch gezeigt , dass man als unterlegener sich für ein topteam qualifizieren kann und auch ordendlich verdient . gegen max zu verlieren ist auch keine schande , das werden noch viele andere in naher zukunft auch . kimi konnte jedenfalls gestern seinen hintern studieren . ein teamduell wie bei mercedes wäre auch bei rb wieder wünschenswert .

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon lio007 » 16.05.2016, 16:20

Beiden Nr. 1 Fahrern RIC & VET wurde die von Pirelli (vermeintlich) schneller geglaubte 3-Stopp-Strategie zugewiesen
Dass dem nicht so ist, konnte, zu dem Zeitpunkt im Rennen als die 3-Stopp festgelegt wurde, niemand wissen.
Das Glückspendel hat in dem Fall gestern in Richtung VES ausgeschlagen.

Dass VES ein Talent ist, kann man nicht bestreiten. Ich denke auch nicht, dass sich RIC Gedanken machen muss, weil es erst VES's erstes Wochenende mit dem Team ist...die heutigen Simulatoren sind sehr gut, sodass Piloten wirklich gut vorbereitet an die Strecke kommen.

Ich meine auch, dass man VES 2016 aufbauen will um 2017 gerüstet zu sein um in der KWM gut abzuschneiden, dazu braucht man 2 sehr gute Fahrer.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Danny McNamara » 16.05.2016, 16:42

Apropos schlecht schlafen,
könnte Lewis Hamilton nicht eigentlich auch dazugehören?

Nicht wegen dem Crash, sondern weil er mal wieder einen Start verloren hat.
Hätte er den Start nicht verloren... ach lassen wir es... hätte, hätte, Fahradkette (vgl. Steinbrück)... :mrgreen:

Also für guten Schlaf und größeres Selbstvertrauen hat dies garantiert nicht gesorgt.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

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Re: Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat

Beitragvon Kimi der Iceman » 16.05.2016, 17:25

lio007 hat geschrieben:Beiden Nr. 1 Fahrern RIC & VET wurde die von Pirelli (vermeintlich) schneller geglaubte 3-Stopp-Strategie zugewiesen


Aber was hat man denn bei Ferrari hinsichtlich VET erwartet? Dass er einen Kimi, der geraden mal 2 Runden ältere Reifen hat, einholt oder dass Kimi ihn vorbeifahren lässt? Man hat VET bewusst hinter Kimi gebracht. Jeder konnte sich doch denken: "Wenn VET mit den Mediums durchfährt, wird es Kimi mit 2 Runden älteren Reifen auch schaffen."
Wenn Kimi nicht ständig hinter VES gehangen hätte, wäre VET erst recht nicht bis auf 5 sec rangekommen. Kimi war mit den älteren Reifen sogar noch der schnellere der beiden. VET hatte freie Fahrt, auch wenn er sich gegen RIC verteidigen musste.
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