44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring 2016

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CP-vs-MS
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Re: 44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring 2016

Beitragvon CP-vs-MS » 30.05.2016, 15:42

Mal wieder ein Spektakel der Extraklasse, von Start bis Ziel. :thumbs_up: Hat sich mal wieder absolut gelohnt das Wochenende durch zu machen. Übertragung war auch zufriedenstellend. Nur das Wetter halt... :roll:
Einziger Wehmutstropfen ist die mangelnde Herstellerabwechslung an der Spitze gewesen. Von einer Mercedes-Dominanz kann man ja fast schon gar nicht mehr sprechen, so erdrückend war es. Ich denke aber mal, da wird man nochmal an der Stellschraube der BOP drehen.

Am Ende hat HTP den Sieg selbst weggeschmissen durch den Dreher in den Abendstunden. Ohne diesen wäre man wohl vorne geblieben.
Gleiches gilt für Haribo. Beim Überqueren der Ziellinie hatte man 1:31 Rückstand auf die ersten beiden, die dann noch eine Runde drehen mussten. Ohne die 1:32-Strafe vom Goldbär-GT3 wäre es wohl ein noch besseres Finish geworden.
Somit hat Black Falcon durch ein fehlerfreies Rennen verdient gewonnen.
Schwach fand ich dann am Ende die Aktion von HTP, die nach dem harten aber fairen Manöver von Black Falcon in die Rennleitung gerannt sind. Sich wegen einer solchen Aktion beschweren, aber selbst abends zuvor völlig skrupel- und rücksichtslos nach dem Dreher wieder in den Verkehr einordnen, fand ich schon ein wenig erbärmlich, denn da wäre eine Strafe schon eher angemessen gewesen. Da lobe ich mir doch die Reaktion vom Schlussfahrer Hohenadel bei HTP, der das Ganze diplomatisch zu Wort brachte und sich für Mercedes freute.
Ansonsten haben Audi, Porsche und BMW einige Baustellen vor sich. Denn nicht nur von der Performance, sondern auch von der Zuverlässigkeit her, war man nicht auf Augenhöhe mit Mercedes.

Danny McNamara hat geschrieben:Demgegnüber :thumbs_down: :thumbs_down: :thumbs_down: an die Möchtegern-Profis die sich quasi gegen die GT3-Boliden "verteidigt" haben bzw. entweder die Ideallinie bzw. Innenspur in den Kurven blockiert haben oder gar, was am Schokierendsten war, teilweise mittig umhergegurkt sind und den Profis so das Leben nicht nur schwer sondern auch alle unnötig in Gefahr gebracht haben, Ihr dürft gerne nächstes Mal zu Hause bleiben.


Das ist allerdings der grundsätzlich falsche Ansatz und würde das Rennen langfristig zerstören. Die Kleinen haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie die GT3. Und genau deshalb dürfen diese genauso die Ideallinie fahren wie die Spitzenfahrzeuge auch. Und zwar auch dann, wenn ein solches hinter ihnen auftaucht.
Das Problem sind aus meiner Sicht nämlich nicht die Leistungsschwachen, sondern das Ego jener Fahrer, die in den PS-starken Autos sitzen. Denn wenn es ginge, würden die doch glatt durch die Überrundeten durchfahren. Als Pilot eines schnellen Autos muss ich aber einen Weg an dem Langsamen vorbei finden und nicht der Überrundete Platz machen. Die sollen schon auf ihrer Linie bleiben und das darf wie gesagt auch die Ideallinie sein. Denn dann ist auch vorhersehbar, wo derjenige fährt und wo ich ihn als Schneller überholen kann. Und wenn es Zeit kostet, dann ist es halt so. Die Kleinen können sich auch nicht in Luft auflösen.
So wie es jetzt aber teilweise ist, werden Unfälle ja geradezu provoziert. Und Aussagen wie sie etwa ein Lucas Luhr regelmäßig tätigt, sorgen erst dafür, dass diese Entwicklung weiter anhält. Denn durch die Medienpräsenz dieser Piloten wird das Ganze ja noch verstärkt. Die Kleinen fragt doch keiner.
Es hat aber wohl auch seine Gründe, warum einer wie Luhr vor einigen Jahren nicht mehr am Audi LMP1-Programm teilnehmen durfte. Denn in der Szene kann man nicht gerade über die Kleinen herziehen, wenn es knallt, denn da sitzen in den langsameren Klassen die Werksfahrer am Steuer...
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Danny McNamara
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Re: 44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring 2016

Beitragvon Danny McNamara » 30.05.2016, 16:35

CP-vs-MS hat geschrieben:
Danny McNamara hat geschrieben:Demgegnüber :thumbs_down: :thumbs_down: :thumbs_down: an die Möchtegern-Profis die sich quasi gegen die GT3-Boliden "verteidigt" haben bzw. entweder die Ideallinie bzw. Innenspur in den Kurven blockiert haben oder gar, was am Schokierendsten war, teilweise mittig umhergegurkt sind und den Profis so das Leben nicht nur schwer sondern auch alle unnötig in Gefahr gebracht haben, Ihr dürft gerne nächstes Mal zu Hause bleiben.


Das ist allerdings der grundsätzlich falsche Ansatz und würde das Rennen langfristig zerstören. Die Kleinen haben genauso ihre Daseinsberechtigung wie die GT3. Und genau deshalb dürfen diese genauso die Ideallinie fahren wie die Spitzenfahrzeuge auch. Und zwar auch dann, wenn ein solches hinter ihnen auftaucht.
Das Problem sind aus meiner Sicht nämlich nicht die Leistungsschwachen, sondern das Ego jener Fahrer, die in den PS-starken Autos sitzen. Denn wenn es ginge, würden die doch glatt durch die Überrundeten durchfahren. Als Pilot eines schnellen Autos muss ich aber einen Weg an dem Langsamen vorbei finden und nicht der Überrundete Platz machen. Die sollen schon auf ihrer Linie bleiben und das darf wie gesagt auch die Ideallinie sein. Denn dann ist auch vorhersehbar, wo derjenige fährt und wo ich ihn als Schneller überholen kann. Und wenn es Zeit kostet, dann ist es halt so. Die Kleinen können sich auch nicht in Luft auflösen.
So wie es jetzt aber teilweise ist, werden Unfälle ja geradezu provoziert. Und Aussagen wie sie etwa ein Lucas Luhr regelmäßig tätigt, sorgen erst dafür, dass diese Entwicklung weiter anhält. Denn durch die Medienpräsenz dieser Piloten wird das Ganze ja noch verstärkt. Die Kleinen fragt doch keiner.
Es hat aber wohl auch seine Gründe, warum einer wie Luhr vor einigen Jahren nicht mehr am Audi LMP1-Programm teilnehmen durfte. Denn in der Szene kann man nicht gerade über die Kleinen herziehen, wenn es knallt, denn da sitzen in den langsameren Klassen die Werksfahrer am Steuer...


Das stimmt eben auch, grundsätzlich bin ich da bei Dir,
insbesondere der Charme würde abnehmen ohne die Kleinen...

Leicht haben die es bestimmt nicht, einer hat glaub ich gesagt, dass wäre da draußen wie mit einem Bus gegen Motorräder, die aus dem nichts auftauchen.
Das glaub ich sofort.
Wie gesagt, gab sehr viele Piloten bei den Kleinen die wirklich top gefahren sind und jederzeit berechenbar gewesen sind, weil sie sich eindeutig positioniert haben und dies teilweise sogar mit dem Blinker kommuniziert haben (die sind mir jederzeit willkommen :rotate: ),
da ists dann auch kein Problem wenn sie grundsätzlich auf der Ideallinie fahren, jedoch gerne mit Tuchfühlung zum Streckenrand und nicht eher in Richtung Fahrbahnmitte pendeln und praktisch "Kampflinie" fahren.
Dies war zwar nur ne Minderheit, die aber im Gedächntis geblieben ist (wie im Straßenverkehr ja auch, die Mehrheit der Normalen merkt man garnicht, aber die Minderheit der Deppen bleiben in Erinnerung).

Mit Ideallinie bzw. Innenspur in Kurven blockieren meinte ich primär bzw hatte ich vor allem das Karussell in Erinnerung, wo einige Kleine die GT3-Boliden bestimmt rechtzeitig vom Weiten gesehen haben (Blaulicht) und trotzdem innen auf den Beton gefahren sind.
Oder auch die Fahrbahn komplett blockieren, weil sie gerade eigene Positionskämpfe haben, welche für die Top-Boliden wie Elefantenrennen anmuten.
Joa, kann man natürlich als ihr gutes Recht sehen, würde ich wahrscheinlich ähnlich sehen, wenn jedoch der Leistungsunterschied nicht so extrem wäre und dadurch auch ne gewisse Verzerrung stattfinden würde, weil einer Glück hatte 15 Sekunden vorher durchzuschlüpfen, während der dahinter nun anstehen muss.
Kannst Du Dich an die letzte Runde erinnern, wo um ein Haar das Überrunden zum Zünglein an der Waage werden konnte (wurde es ja gottseidank nicht)?

Auch stimme ich Dir zu, dass die Piloten der Top-Boliden teilweise richtig brutal gefahren sind, jedoch in meinen Augen die Ausnahme waren bzw. habe ich von denen kaum was mitbekommen, da ja meist die führenden GT3-Boliden gezeigt wurden bzw bei denen Onboard mitgefahren wurde und die sind grundsätzlich top gefahren in meinen Augen.
Kann mich jedoch an die Szene erinnern wo irgendein Porsche einen Seat glaub ich abgeräumt hat und dann einfach weitergefahren ist, schon derbe asozial... da wollte er in ne Lücke die nie wirklich existiert hat (Barcelona-Reminder für mich :wink2: )

Wie gesagt, die guten Piloten sind mir herzlich willkommen, jedoch kann ich auf die unberechenbaren "Mittelspurschleicher" gerne verzichten.
"The ultimate measure of a man is not where he stands in moments of comfort and convenience, but where he stands at times of challenge and controversy."

- Martin Luther King, Jr.

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Re: 44. ADAC 24h-Rennen Nürburgring 2016

Beitragvon Mithrandir » 30.05.2016, 20:06

CP-vs-MS hat geschrieben:Mal wieder ein Spektakel der Extraklasse, von Start bis Ziel. :thumbs_up: Hat sich mal wieder absolut gelohnt das Wochenende durch zu machen. Übertragung war auch zufriedenstellend. Nur das Wetter halt... :roll:
Einziger Wehmutstropfen ist die mangelnde Herstellerabwechslung an der Spitze gewesen. Von einer Mercedes-Dominanz kann man ja fast schon gar nicht mehr sprechen, so erdrückend war es. Ich denke aber mal, da wird man nochmal an der Stellschraube der BOP drehen.

Zustimmung meinerseits, das ist echt eine geniale Veranstaltung und es ist toll, dass man komplett live dabei sein konnte und auch nachts interessante Bilder zu sehen bekam. Regie ist ausbaufähig.

Beim Kräfteverhältnis ist meine Meinung etwas anders. Was das Enderergebnis oder die Positionen während des Rennens angeht sah Mercedes AMG wirklich dominant aus, allerdings war es immer ziemlich eng an der Spitze und Porsche und vor allem BMW konnte die Rundenzeiten gut mitgehen, der BMW war vom Tempo gleichwertig. Nur Audi hat irgendwie enttäuscht.
Allerdings hat Mercedes AMG wohl die Bedeutung des Rennens neu bewertet und werksseitig massiv unterstützt, die waren in der Breite extrem gut aufgestellt. Vermutlich deswegen hatten die AMG GT3 fast alle Siegchancen und waren zuverlässig, während es den Bewerbern an letzterem und dem Quentchen Glück fehlte. Die schnellsten Konkurrenten konnten allesamt das Rennen nicht beenden.

So dominierten dann die Sterne, was in der Schlußphase trotzdem irre spannend war. Mir ging durch den Kopf, was die Fahrer in den kleineren Klassen wohl dachten, als die beiden AMG GT3 Minuten und Sekunden vor dem Ablauf der 24h mit Rekordrunden hintereinander herjagten. Ob die wohl alle informiert waren oder ob sich der ein oder andere auf dem gemütlich Weg ins Ziel gewundert hat? Die Grüppchenbildung zum Geleitschutz des Führenden hat jedenfalls nicht stattgefunden, da hatte ich drauf spekuliert :D
Folgt mir, ich komm nach...


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