FIA World Endurance Championship 2016

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon RossoPerSempre » 28.10.2016, 20:37

chuky hat geschrieben:...

Da bin ich offensichtlich komplett anderer Meinung. Grade dies ist eine der Gründe, warum mich die LMP1 eigentlich kaum interessiert. Da finde ich die GT-Klassen wesentlich interessanter, und motorsportnäher. Und vor allem steht nicht hinter jedem Team dort ein Konzern, und Konzerne haben im Motorsport wirklich nur dann etwas verloren, wenn sie sich rein motorsportlichen Zwecken verpflichten, aber keinen Gewinn erwirtschaften wollen. Sofern jemand aussteigen will, sollten die am besten so eine Konditionalstrafe von, sagen wir, 100 Millionen € zahlen (zumindest solange das Wirtsschaftsystem so bleibt wie bisher). Dann wird keiner mehr freiwillig aussteigen wollen, dem es rein ums Geld geht.

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon DC21 » 29.10.2016, 11:56

@chuky
Das wir die letzten drei Jahre drei große Hersteller in der LMP1 hatten, war schon eher eine große Ausnahme. Anfang der 2000er hat erst Audi allein dominiert. Dann zogen sie sich kurz zurück und Bentley war einziges Werksteam. Später gab es lange Zeit den Zweikampf Audi und Peugeot. Es ändert sich also nicht wirklich viel.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon Onkel Gustav » 29.10.2016, 13:06

@RossoPerSempre: mit der Angelegenheit GT Sport und Werke in der WEC muß ich Dir wiedersprechen: Die Werke haben sich hier nur Teams ausgesucht und vorgeschoben-der Ferrari 488 wie vorher schon der 458 und 430 waren reine Entwicklungen von Ferrari, und die Teams haben auch in der Box gewaltig Unterstützung von Ferrari. Beim Porsche GT3 von Manthey eingesetzt war das nicht anderst, ebenso beim GT 40 von Ford. Ohne die Unterstützung der Werke wären die Kosten nicht zu stemmen.

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon CP-vs-MS » 29.10.2016, 15:56

RossoPerSempre hat geschrieben:Da bin ich offensichtlich komplett anderer Meinung. Grade dies ist eine der Gründe, warum mich die LMP1 eigentlich kaum interessiert. Da finde ich die GT-Klassen wesentlich interessanter, und motorsportnäher. Und vor allem steht nicht hinter jedem Team dort ein Konzern, und Konzerne haben im Motorsport wirklich nur dann etwas verloren, wenn sie sich rein motorsportlichen Zwecken verpflichten, aber keinen Gewinn erwirtschaften wollen. Sofern jemand aussteigen will, sollten die am besten so eine Konditionalstrafe von, sagen wir, 100 Millionen € zahlen (zumindest solange das Wirtsschaftsystem so bleibt wie bisher). Dann wird keiner mehr freiwillig aussteigen wollen, dem es rein ums Geld geht.


Das ist leider eine völlig realitätsferne Ansicht. Abgesehen von den bereits genannten Fakten über die GT-Klassen, wo gerade in der GTE-Pro eben doch die Werke über Einsatzteams involviert sind, wird sich kein Hersteller aus rein moralischen Gründen im Rennsport engagieren. Die Zeiten sind schon lange vorbei. Heute ist Motorsport eine reine Marketing-Plattform, denn auch ein Automobil-Hersteller ist wie jede andere Firma wirtschaftlich orientiert. Das ganze Geld wird lediglich dafür investiert seine Produkte zu vermarkten und nichts weiter. Motorsport einfach nur so zu betreiben des Sports wegen, dafür wird kein Konzern Geld freigeben.
Die angesprochene Konditionalstrafe ist in diesem Sinne sogar kontraproduktiv, da sich dann ein Werk vorher schon gegen ein Engagement entscheiden wird, wenn man neben den sowieso schon immensen Kosten für einen Einsatz irgendwann auch noch bestraft wird. Und soll es auch noch sanktioniert werden, wenn genug Werbung betrieben wurde oder wie nun im Fall Audi das Produkt einfach nicht mehr auf den Markt passt und man sich deshalb anders orientiert? Das ist doch paradox.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon RossoPerSempre » 29.10.2016, 16:59

Onkel Gustav hat geschrieben:...

Ich hab mich vielleicht nicht deutlich genug ausgedrückt. Ich meinte vielmehr Teams, die einzig wegen Werken existieren, und sonst keine Möglichkeiten haben weiter zu bestehen. Einzig auf deine Ferrari-Beispiele trifft eine wirklich etwas deutlichere Werkunterstützung zu, ansonsten ist ein Engagement im GT-Sport (oder auch LMP2) für ein privates Team zumindest realistischer als in der LMP1 mit deren Unkosten. Warum hier die FIA kein Maximalbudget vorschreibt, oder vermehrt kleine Werke/Teams fördert, kann ich kaum nachvollziehen (und will es vielleicht auch gar nicht).

CP-vs-MS hat geschrieben:...

Und genau deshalb haben Konzerne eben nichts im Rennsport zu suchen, zumindest nicht jene, die sich dem Motorsport gegenüber mehr verpflichtet sehen als dem reinen Gewinn für die eigenen Taschen. Meine Ansicht über Motorsport ist sicherlich etwas romantisch, nur sollte man nicht alle Moral gegenüber dem Motorsport nur den eigenen, kapitalistischen Interessen unterordnen, und das ist die gigantisch fehlerhafte Denkweise, die den generellen Motorsport eines Tages noch ins Grab tragen wird.

Gerade die Dinge, die du zu meinem Vorschlag über Konditionalstrafen geschrieben hast, hab ich auch genauso gemeint, nämlich dass sich die Werke dann ganz genau überlegen, ob sie wirklich einsteigen wollen, oder das Feld eben doch anderen Teilnehmern mit mehr Herz gegenüber Motorsport überlassen. Andere Möglichkeit wäre das Festschreiben eines Maximalbudgets, dass von einem Rennstall verwendet werden darf, um kleineren, privaten Team mehr Chancen einzuräumen.

Jedenfalls fühl ich mich bestätigt, warum mich selbst die WEC (war mal ein Fan von dieser Serie) von Zeit zu Zeit immer weniger interessiert. Geht mir aber mit vielen anderen Motorsportarten, wo die Werke dominieren, allerdings ebenso. F1 ist für mich eigentlich nur wegen Ferrari (vielleicht auch noch Williams und McLaren) noch interessant, die aber als eine der wenigen Werke am ehesten noch eine wirkliche Verbindung zum Motorsport haben.

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon CP-vs-MS » 30.10.2016, 06:36

Ich kann im Moment noch nicht ganz nachvollziehen, worauf du genau hinaus möchtest. Denn Konzerne aus dem Motorsport zu verbannen hätte weitaus weitreichendere Konsequenzen als nur das Wegfallen reiner Werksteams.
Ich möchte dazu die von dir zitierten GT-Klassen einmal beleuchten, allen voran die GT3, die in den letzten Jahren einen ziemlichen weltweiten Boom zu verzeichnen hat. Die FIA hat mit dieser Klasse und deren BOP eine tolle Spielwiese für Hersteller konstruiert, denn sie ist eine wahre Geldmaschinerie, obwohl es sich fast ausschließlich um Kundenengagements handelt. Der reine Motorsport spielt in der GT3 aus Herstellersicht nämlich eine eher untergeordnete Rolle. Eine Marke wie Audi, BMW, Mercedes, Porsche (um nur mal die Deutschen zu nennen) verdient am Verkauf von Fahrzeug, Ersatzteilen und sonstigen Services Millionen an einem einzigen veräußerten Boliden, pro Saison wohl gemerkt. Und da der Boom u.a. wegen der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten weiter anhält steigen immer mehr mit ein, weil erkannt wurde wie profitabel dieser Markt ist. Sollen die Konzerne nun auch das unterlassen und keine Autos mehr bereit stellen?
Damit würdest du den Motorsport schon viel früher sterben lassen, als du ihn tot schreibst. Denn die Folge daraus ist doch, dass niemand mehr ein Rennfahrzeug von einem Hersteller erwerben dürfte. Es fahren also irgendwann nur noch Gebrauchtwagen rum, bis diese irgendwann verschwinden. Und was passiert dann?
Und mal ehrlich, wer von uns möchte schon Rennen mit Autos von gestern sehen?

Es gibt neben Ferrari in der F1 wahrscheinlich kaum ein anderes Beispiel, was auf deine These zutrifft (und das, obwohl Ferrari im GT-Markt genau den gleichen Weg bestreitet wie der Rest auch). Alle anderen machen das aus von mir beschriebenen Gründen. Und die finde ich noch nicht mal verwerflich, denn jedes dieser Projekte hat volkswirtschaftlich auch ganz andere Vorteile als nur den reinen Profit eines Unternehmens. Ob es allerdings immer alles zu den Kosten sein muss, ist die Frage, die ich mir stelle.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon Onkel Gustav » 30.10.2016, 08:23

@RossoPerSempre: im Teil 1 Deiner Ausführungen muss ich Dir widersprechen-auch Porsche,Ford,Aston Martin sind Werkseinsätze hinter Teams versteckt. Auch BMW, die im nächsten Jahr in die GT kommen werden sich "nur" ein Team suchen,und es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht als Werkseinsatz deklarieren. Die Aussage vom Motorsportchef: "Wir kommen in die WEC und zurück nach LeMans" ist jedoch eindeutig.
BMW wäre meiner Meinung nach aber in der LMP 1 besser aufgehoben.

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon DC21 » 02.11.2016, 09:01

Das hatte ich so gar nicht auf dem Schirm, aber Audi zieht sich wohl wegen der Diesel-Affäre und der Milliarden Strafe aus der WEC zurück. Dies wird nämlich auch als Grund für den VW Ausstieg aus der WRC angegeben.
http://www.motorsport-total.com/rallye/ ... 10101.html
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon CP-vs-MS » 05.11.2016, 14:03

Auch wenn folgende Nachricht nun nur noch eine Randnotiz für die WEC ist, so ist im VW-Konzern das Donnerwetter wohl noch nicht vorbei. Erst das WEC-Aus mit Audi, dann das WRC-Engagement mit Volkswagen beendet und nun räumt Wolfgang Ullrich nach 23 Jahren auch noch den Posten des Audi-Motorsportchefs oder muss ihn räumen. Nachfolger ist Dieter Gass, der 2012 für Audi bereits mal Rennleiter bei der WEC war und anschließend in die DTM umstieg.

Unterdessen deutet sich wieder mal eine äußerst spannende Auseinandersetzung in Shanghai an. Beim heutigen Qualifying holte Porsche die Pole vor einem Toyota und einem Audi. Zwischen P1 und P3 lagen dabei nicht mal 1,5 Zehntelsekunden! Das wird morgen nochmal ein richtiger Knaller, denn in Bahrain befürchte ich aufgrund der Temperaturen eine Audi-Dominanz. Ab 4:00 Uhr geht es los, ab 8:30 Uhr schaltet sich Eurosport dazu.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 16.11.2016, 19:54

Rubens Barrichello wird nächstes Jahr sein Le Mans Debüt geben.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon F1Fan2004 » 17.11.2016, 00:00

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Rubens Barrichello wird nächstes Jahr sein Le Mans Debüt geben.


Zwar "nur" in der LMP2, aber dies freut mich wirklich richtig :thumbs_up: Zusammen mit Lammers bildet er sich ein cooles Gespann :)

Jetzt müsste nur noch Montoya kommen, aber für den kommt eigentlich nur die LMP1 in Frage und solange Porsche kein drittes Auto mehr einsetzt tut sich da wohl kaum eine Möglichkeit auf :roll:
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon Jerom∃ » 19.11.2016, 00:02

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This weekend we honour and respect our great FIA WEC rivalry with our friends Audi Sport. We will miss you on the grid next year but we feel privileged to have shared so many special memories together.


:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:
Genuinely entertaining .

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon TheDane » 19.11.2016, 19:29

Der Ausstieg von Audi ist der komplett falsche Weg. Man zieht sich wohl nicht aus Kostengründen zurück, sondern dem Verbraucher zu vermitteln dass er die Kohle nicht zum Fenster raus wirft nach dem Dieselskandal.

Den Einsatz nur auf die Formel E zu konzentrieren. Ich weiß nicht.

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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 19.11.2016, 19:37

Ich finde die Entscheidung richtig. Man hat sich dermaßen selbst in's Knie geschossen, dass es ein Unding ist, weiterhin mit dieser Technologie werben zu wollen.
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Re: FIA World Endurance Championship 2016

Beitragvon CP-vs-MS » 20.11.2016, 19:29

TheDane hat geschrieben:Der Ausstieg von Audi ist der komplett falsche Weg. Man zieht sich wohl nicht aus Kostengründen zurück, sondern dem Verbraucher zu vermitteln dass er die Kohle nicht zum Fenster raus wirft nach dem Dieselskandal.


Darum gehts doch gar nicht. Es macht wenig Sinn ein Produkt zu bewerben, was in wenigen Jahren auf dem Markt nicht mehr existent ist. Und von daher ist es insgesamt der falsche Weg weiter in die Diesel-Technologie zu investieren, geschweige denn Techniken auszuprobieren, die in einigen Jahren vielleicht serientauglich wären, wenn es dafür gar keine Nachfrage mehr gibt.
Die Kostengründe sind ein eher verschwiegener Grund, da ja überhaupt noch gar nicht absehbar ist, wie viel der Skandal den Konzern insgesamt kostet. In den USA rollt ja bereits die nächste Klagewelle an. Es wäre deshalb moralisch äußerst fragwürdig, warum sündhaft teure Motorsport-Engagements wie WRC und WEC weiterlaufen sollen, wenn gleichzeitig tausende Arbeitsplätze abgebaut werden müssen...

Unterdessen hat sich Audi mit einem wahren Feuerwerk aus der Langstreckenszene verabschiedet. Nachdem man sich bereits die Pole erfahren hatte, fuhr man gestern auch noch einen Doppelsieg zum Abschluss ein.
Lieb/Dumas/Jani reichten P6 nach einer nicht unbedingt fehlerfreien Fahrt, um die WM zu gewinnen, auch weil Toyota nicht so konkurrenzfähig war wie noch zuletzt und nur Vierter und Fünfter wurde. Damit rutschte das siegreiche Audi-Team sogar noch auf P2 der Fahrer-WM durch.

Auch wenn es nun natürlich schon etwas traurig ist, dass Audi Servus sagt, so muss man doch mal festhalten, dass die Saison 2016 die wohl ausgeglichendste und spannendste Saison der WEC-Geschichte war und einfach richtig Spaß gemacht hat. Alle drei Hersteller waren bis auf einige Ausnahmen eigentlich immer siegfähig. Höhepunkt war wohl das Rennen in Fuji, wo alle drei wirklich auf einem Level waren und bis in die Schlussphase jeweils noch ein Auto eines Werks realistische Siegchancen hatte.
Ich bin gespannt wie es sich nächstes Jahr mit nur noch zwei Werken entwickelt. Es ist ja nicht das Ende der Welt, auch wenn es mit drei Herstellern natürlich besser wäre. Aber einen ersten Schritt Richtung Peugeot-Einstieg hat man ja jetzt mit der Aufschiebung des neuen Reglements auf 2020 gemacht. Jetzt muss noch über den Winter eine Kostenreduktion beschlossen werden.
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