Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

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Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Redaktion » 30.05.2020, 09:49

Wie Michael Schumacher gleich bei seiner ersten Formel-1-Probefahrt "total verblüffte" und die Jordan-Crew nachhaltig von seinem Können überzeugte
Michael Schumacher, Jordan 191

Michael Schumacher im Jordan 191: Schon beim ersten Test verflixt schnell unterwegs

"Wir wussten eigentlich nichts über ihn", sagt Andrew Green. "Damals hatten wir ja kein Google, um schnell mal rauszufinden, was er eigentlich so tut." Also musste sich die Crew von Jordan selbst ein Bild von Michael Schumacher machen, bevor dieser beim Belgien-Grand-Prix 1991 in Spa erstmals ein Formel-1-Rennen bestreiten würde.

Wenige Tage vor dem Grand Prix war es so weit: Jordan schickte Schumacher im Jordan 191 auf die Südschleife in Silverstone. Hatte es Zweifel an der Leistungsfähigkeit des deutschen Rennfahrers gegeben, sie waren praktisch im Nu verflogen, wie Green erklärt: "Man konnte sofort sehen, dass er gleich richtig loslegt."

Schumacher habe keine Aufwärmphase im für ihn neuen Auto gebraucht. "Er hat von Anfang an Alarm gemacht", meint Green. "Schon nach zwei, drei Runden haben seine Bremsen geglüht." Die verdutzte Jordan-Crew kam zu dem überraschenden Schluss: "Er war schon am Pushen!"

Die Jordan-Crew will Schumacher einbremsen

Trevor Foster als Schumachers Ingenieur für die Testfahrt fürchtete um das Einsatzauto, das vor dem Belgien-Grand-Prix bloß nicht beschädigt werden durfte, und er holte Schumacher nach wenigen Runden zurück an die Box. Dann gab es laut Green folgenden Dialog:

"Er sagte Michael: 'Ich weiß schon, das ist neu für dich. Du solltest wahrscheinlich ein bisschen Tempo rausnehmen. Mach nicht zu früh zu viel Druck.' Michael aber schaute ihn verwirrt an und meinte: 'Ich pushe doch noch gar nicht, wirklich nicht! Ich versuche nur, das Auto zu verstehen.'"

Und hatte Schumacher in dieser kurzen Zeit den Jordan 191 verstanden? Zweifelsohne, meint Green und sagt: "Michael ratterte die Charakteristiken des Fahrzeugs herunter, genau wie wir es zuvor von unseren Stammfahrern gehört hatten, hinein bis in das kleinste Detail, was das Auto tut, wie man es nutzen könnte."

Schumacher von null auf Stammfahrer-Niveau

"Er sagte uns auch, wie wir das Fahrzeug einstellen sollten, um im Rennen davon zu profitieren, was uns wie helfen könnte. Wir waren total verblüfft", so der damalige Dateningenieur.


Fotostrecke: Michael Schumacher im Jordan 191

GP Belgien 1991 in Spa-Francorchamps: Der junge Deutsche Michael Schumacher bestreitet erstmals ein Formel-1-Rennen. Er fährt für das Team von Eddie Jordan im Jordan 191 und damit sensationell auf Startplatz 7! Im Rennen aber ereilt Schumacher schon in Runde 1 ein Kupplungsschaden. Doch die Bilder von damals bleiben: Hier sind sie!

GP Belgien 1991 in Spa-Francorchamps: Der junge Deutsche Michael Schumacher bestreitet erstmals ein Formel-1-Rennen. Er fährt für das Team von Eddie Jordan im Jordan 191 und damit sensationell auf Startplatz 7! Im Rennen aber ereilt Schumacher schon in Runde 1 ein Kupplungsschaden. Doch die Bilder von damals bleiben: Hier sind sie!

Was Green und seine Jordan-Kollegen so erstaunte: "Wir hatten noch nie erlebt, dass jemand zum ersten Mal im Auto sitzt und uns nach nur fünf oder sechs Runden sagt, wie das Auto tickt und wie wir es abstimmen sollten. Michael wusste genau, was er tat."

Die Aussagen Schumachers hätten sich "vollkommen" mit der Rückmeldung der Jordan-Stammfahrer gedeckt. "Und sie hatten das Auto eine halbe Saison lang bewegt! Michael schaffte das in sechs Runden. Wir wussten dann, dass er ziemlich talentiert sein musste", sagt Green.

De Cesaris der Verzweiflung nahe

Deshalb sei es auch nicht weiter überraschend gewesen, Schumacher beim Grand Prix in Spa ähnlich stark auftreten zu sehen. "Er flog regelrecht", meint Green. Nur einer hatte nicht damit gerechnet: Schumachers Jordan-Teamkollege Andrea de Cesaris.

"Ihn hat das auf dem falschen Fuß erwischt", sagt Green. "Er hatte nicht erwartet, dass sein Teamkollege ihm so um die Ohren fährt. Er ist dann regelrecht in die Daten von Michael abgetaucht und hat sich zurückgekämpft. Aber Michael war unheimlich schnell."

Bekanntlich endete Schumachers Formel-1-Debüt trotz Startplatz sieben nicht mit einem Happyend, sondern mit einem Ausfall nach nur wenigen Metern. Ein Anfängerfehler, wie Green heute meint.

War Jordan 1991 in Spa sogar siegfähig?

Der aktuelle Technikchef von Racing Point erklärt: "Bei den Starts fehlte ihm die Erfahrung. Das konnte man damals einfach nicht trainieren. Und das wurde ihm zum Verhängnis, weil er beim Start die Kupplung verbrannte."


Fotostrecke: Alle Formel-1-Autos von Michael Schumacher

Jordan 191: Alles beginnt 1991 in Spa - und ist bereits nach wenigen Metern wieder vorbei.

Jordan 191: Alles beginnt 1991 in Spa - und ist bereits nach wenigen Metern wieder vorbei. "Schumi" Debütrennen in der Formel 1 dauert nur wenige Meter, dann gibt die Kupplung des Boliden auf. Im Jordan 191 sitzt der spätere Rekordchampion anschließend nie wieder. Bilanz: 1 Rennen, 0 Siege, 0 Pole-Positions

Für Teamkollege de Cesaris lief es weitaus besser: Der Italiener lag kurz vor Schluss sensationell an zweiter Stelle und auf Tuchfühlung zu McLaren-Fahrer Ayrton Senna an der Spitze. Drei Runden vor Rennende aber überhitzte der Ford-Motor im Jordan 191 und de Cesaris musste sein Auto abstellen.

"Andrea zeigte, was hätte möglich sein können", meint Green rückblickend. "Es wäre ein fantastisches Ergebnis geworden, aber es sollte leider nicht sein." Ob de Cesaris ohne Motorenprobleme vielleicht sogar hätte gewinnen können, das ist Spekulation.

Was möglich hätte sein können ...

Schumacher jedenfalls, davon ist Green überzeugt, wäre ebenfalls nicht ins Ziel gekommen: "Der Motor war modifiziert worden und verbrannte zu viel Öl, was wir erst hinterher erfuhren. Es wäre nicht genügend Öl im Auto gewesen für die komplette Distanz."

Nur für den Fall, dass der Jordan-Ford 191 durchgehalten hätte, Schumacher hätte wohl bereits bei seinem ersten Formel-1-Rennen geglänzt, meint Green. Und zwar "ohne Zweifel", wie er sagt. "Es hätte eine der oberen Stufen auf dem Treppchen sein können. Ich zumindest hätte darauf gewettet!"

Exakt ein Jahr später stand Schumacher in Spa-Francorchamps tatsächlich ganz oben, dann allerdings bereits als Benetton-Fahrer. Zwei weitere Jahre danach wurde Schumacher erstmals Formel-1-Weltmeister, und bis 2006 zum erfolgreichsten Grand-Prix-Fahrer überhaupt.


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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Plauze » 30.05.2020, 09:55

"Michael ratterte die Charakteristiken des Fahrzeugs herunter, genau wie wir es zuvor von unseren Stammfahrern gehört hatten, hinein bis in das kleinste Detail, was das Auto tut, wie man es nutzen könnte."

"Er sagte uns auch, wie wir das Fahrzeug einstellen sollten, um im Rennen davon zu profitieren, was uns wie helfen könnte. Wir waren total verblüfft", so der damalige Dateningenieur.
Ah, wieder das alte Märchen, dass Fahrer das Auto (mit)entwickeln. Wer ist dieser Andrew Green eigentlich, was hat er geleistet und warum verbreitet er einfach Fake News? Böse, böse.
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Ronso
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Ronso » 30.05.2020, 10:54

Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.

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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von harrrys » 30.05.2020, 11:02

Wir sind uns aber einig dass es einen Unterschied gibt zwischen "Auto einstellen" und "Auto entwickeln". Der von Plauze zitierte Textausschnitt spricht nämlich von Fahrzeugeinstellung. Das Wort "entwickeln" konnte ich nicht finden

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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Martinho » 30.05.2020, 11:04

Ronso hat geschrieben:
30.05.2020, 10:54
Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.
Au man :facepalm: schonmal was von Ironie gehört? Edit
Zuletzt geändert von Vitello Tonnato am 30.05.2020, 11:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Userdiskussionen sind hier immer noch nicht erwünscht.
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Hank » 30.05.2020, 11:07

Plauze hat geschrieben:
30.05.2020, 09:55
Ah, wieder das alte Märchen, dass Fahrer das Auto (mit)entwickeln. Wer ist dieser Andrew Green eigentlich, was hat er geleistet und warum verbreitet er einfach Fake News? Böse, böse.
DIe meisten betrachten halt nur die schwarz weiß Perspektive. Entweder ein Fahrer entwickelt das Auto gar nicht, oder er entwickelt es sehr stark. Die Wahrheit wird natürlich irgendwo dazwischen liegen und auch wenn ein A. Newey mal gesagt hat, dass bei der Entwicklung keine Rücksicht auf den Fahrer genommen wird, war das mit Sicherheit nicht in dieser extremen Form gemeint. Dir bringt das schnellste Auto nichts, wenn es kein Fahrer bzw. dein Fahrer bewegen kann.

In diesem Kontext ist es auch unheimlich schwierig zu bestimmen, welcher Fahrer nun wirklich besser ist als der andere. Am Ende kann man da realistisch eigentlich nur sagen, dass wenn Fahrer viele Siege und Meisterschaften geholt haben, sie auf jeden Fall sehr gut sein müssen, andernfalls ist das in einem Sport mit so hoher Leistungsdichte einfach nicht möglich.

Michael Schumacher war schon eine herausragende Persönlichkeit und gehört definitiv zu den besten Fahrern der Geschichte. Eigentlich fehlt nur noch ein schöner Film über sein Lebenswerk, mit noch mehr Hintergrundinformationen. Wäre bestimmt ein sehr spannender Film/ Doku.
Ronso hat geschrieben:Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.
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Auch wenn wir uns hier in einem virtuellem Raum bewegen, finde ich es immer wieder äußerst befremdlich, dass Personen quasi in einen Raum kommen, die Situation gar nicht beurteilen können und der anderen Person erstmal direkt verdeutlichen, dass sie keine Ahnung hat. Machst Du das im privaten Umfeled auch so?
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Warlord » 30.05.2020, 11:12

Toll und von mir wird mal wieder gar nicht gesprochen hier.
Mein erstes mal aufm Töpfchen damals war nämlich auch nen Knaller...

Plauze
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Plauze » 30.05.2020, 11:57

Ronso hat geschrieben:
30.05.2020, 10:54
Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.
Wie andere bereits geschrieben haben, war mein Beitrag ironisch zu verstehen, anknüpfend an eine Diskussion (siehe Links), die wir neulich an anderer Stelle geführt haben.
Wenn du nicht regelmäßig im Forum mitliest, musste dir das natürlich entgehen.
In vielen meiner 12000 Beiträge habe ich versucht darzustellen, dass ein Fahrer zwar nicht das Auto im Alleingang entwickeln kann, aber als Teil seines Teams durch die Qualität seiner Rückmeldungen vom Fahrverhalten des Autos trotzdem einen Unterschied bei der Entwicklung ausmachen kann.
harrrys hat geschrieben:Wir sind uns aber einig dass es einen Unterschied gibt zwischen "Auto einstellen" und "Auto entwickeln". Der von Plauze zitierte Textausschnitt spricht nämlich von Fahrzeugeinstellung. Das Wort "entwickeln" konnte ich nicht finden
Du hast Recht, da gibt es einen Unterschied.
Aber: Je mehr und je präziser ein Fahrer seinem Team Rückmeldungen über das Fahrverhalten und die Einstellung eines Auto gibt, desto konkreter kann die Entwicklung eines neuen Autos auch diese Rückmeldungen mit einfließen lassen und damit das Gesamtpaket verbessern.
Anknüpfend an die Diskussion neulich war diese Qualität Schumachers mit Sicherheit ein Grund für Ross Brawn, ihn bei Mercedes verpflichtet zu haben, und sie war ein Faktor bei der Vorbereitung auf die Reglementänderungen 2014. Ich möchte dieses Fass nicht erneut aufmachen, wollte darauf aber anlässlich der Tatsache, dass sogar ehemalige Jordan-Ingenieure sich gerade daran erinnern, nochmal darauf hinweisen.
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von terraPole » 30.05.2020, 12:18

Schumacher habe keine Aufwärmphase im für ihn neuen Auto gebraucht. "Er hat von Anfang an Alarm gemacht", meint Green. "Schon nach zwei, drei Runden haben seine Bremsen geglüht.
Ich glaub das ist das "gewisse Etwas" das man als "Neuling" mitbringen muss wenn man WM werden will.
Alles andere kann man sich irgendwann aneignen. Ricciardo war/ist auch extrem von Verstappen beeindruckt weil dieser ins Auto einsteigt ohne viel Daten zu analysieren und sofort schnell ist bzw. in der Lage ist am Limit zu fahren während RIC immer ein paar Runden brauchte um sich ranzutasten.
Wer sich im Cockpit am schnellsten an gewisse Situationen adaptieren kann (besonders im Rennen) ist den anderen Fahrern meist einen Schritt voraus..und da war Schumi besonders im Regen oft eine Klasse für sich.
Da fällt mir grad auf dass es so einige Parallelen zwischen Schumi und Verstappen gibt. :ninja:

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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von ScuderiaFerrari#1929 » 30.05.2020, 12:23

Ronso hat geschrieben:
30.05.2020, 10:54
Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.
Man muss halt auch mal Ironie erkennen können. Zudem verfasst Plauze hier mit die besten Beiträge und ist auch noch Moderator (Diese seltsamen Wesen, deren Schrift hier Grün ist). :winky:
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von DeLaGeezy » 30.05.2020, 13:52

Green sagt zwar, dass sie sowas noch nie erlebt haben, aber Jordan (das F1 Team) gab es doch auch erst seit der Saison 1991?
Das würde die Bewunderung für Schumi etwas relativieren.

Schumacher war ein sehr guter Fahrer und hatte zudem das mechanische Verständnis. Seine Karriere ist keine Überraschung.
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Sportsmann » 30.05.2020, 15:29

Hank hat geschrieben:
30.05.2020, 11:07
Plauze hat geschrieben:
30.05.2020, 09:55
Ah, wieder das alte Märchen, dass Fahrer das Auto (mit)entwickeln. Wer ist dieser Andrew Green eigentlich, was hat er geleistet und warum verbreitet er einfach Fake News? Böse, böse.
DIe meisten betrachten halt nur die schwarz weiß Perspektive. Entweder ein Fahrer entwickelt das Auto gar nicht, oder er entwickelt es sehr stark. Die Wahrheit wird natürlich irgendwo dazwischen liegen und auch wenn ein A. Newey mal gesagt hat, dass bei der Entwicklung keine Rücksicht auf den Fahrer genommen wird, war das mit Sicherheit nicht in dieser extremen Form gemeint. Dir bringt das schnellste Auto nichts, wenn es kein Fahrer bzw. dein Fahrer bewegen kann.

In diesem Kontext ist es auch unheimlich schwierig zu bestimmen, welcher Fahrer nun wirklich besser ist als der andere. Am Ende kann man da realistisch eigentlich nur sagen, dass wenn Fahrer viele Siege und Meisterschaften geholt haben, sie auf jeden Fall sehr gut sein müssen, andernfalls ist das in einem Sport mit so hoher Leistungsdichte einfach nicht möglich.

Michael Schumacher war schon eine herausragende Persönlichkeit und gehört definitiv zu den besten Fahrern der Geschichte. Eigentlich fehlt nur noch ein schöner Film über sein Lebenswerk, mit noch mehr Hintergrundinformationen. Wäre bestimmt ein sehr spannender Film/ Doku.
Ronso hat geschrieben:Natürlich konnten die Fahrer Einfluss auf das Setup nehmen. Wer nach 12000 Beiträgen immer noch so einen Unsinn von sich gibt, hat nicht viel von der Formel1 verstanden. Vielleicht sollte man das Gesagte von Zeitgenossen einfach so stehen lassen, oder willst Du allen vorwerfen, dass sie lügen. Sie waren schließlich näher dran, als wir alle.
Nach oben
Wenn Du schon feststellst, dass jemand 12.000 Posts verfasst hat, dann wäre es klug, diese Beiträge oder die Aussagen des Users etwas zu durchforsten, bevor man einen peinlichen Kommentar verfasst, der nichts mit der Meinung des Nutzers zu tun hat. In diesem Fall fehlt Dir scheinbar die Forenhistorie und Du kannst das geschriebene gar nicht beurteilen.

Auch wenn wir uns hier in einem virtuellem Raum bewegen, finde ich es immer wieder äußerst befremdlich, dass Personen quasi in einen Raum kommen, die Situation gar nicht beurteilen können und der anderen Person erstmal direkt verdeutlichen, dass sie keine Ahnung hat. Machst Du das im privaten Umfeled auch so?
Hier muss ich die Kommunikation mal von aussen beurteilen. Kurz Ronso hat nicht sauber gearbeitet, Plauze aber einen Fallstrick gelegt.
Als aktiver Forist habe ich eine Idee warum Plauze das schreibt. Aber dem Gelegenheitsnutzer kommt das seltsam vor. Grund: Es ist auch nicht ganz sauber. Plauze reagiert auf eine vorherige Diskussion. Aber hier wird Ironie verwendet, was man ohne Hintergrund nicht versteht. Das Missverständnis hätte man ggf. durch Anschauen des Links vermeiden können, wenn man auf etwas antwortet was sich offensichtlich auf einen Link bezieht, wäre das sogar zu erwarten gewesen.

Was mich aber wundert ist, das Plauze mit einem relativ kurzen Beitrag reagiert und dann auch noch Entwicklung und Setupeinstellungen nicht abgrenzt. Ich sehe da wie Foristen vor mir auch einen gewaltigen Unterschied.
Dazu kommt auch noch das Plauze einen Zeitpunkt als Ausgangspunkt wählt, der ggf. den Zweiflern der anderen Diskussionen aus guten Gründen nicht als Gegenindiz passt. 1991 ist schon eine Weile her. Selbst wenn Schumacher damals die Entwicklung vorangetrieben haben sollte, weil er sich mit Mechanik und Grundlagen der Aerodynamik auskannte, dann ist das immernoch kein Garant, dass dies nur 20 Jahre später auch noch möglich gewesen ist.
1991 war die Aerodynamik bei weitem weniger komplex und die Simulationswerkezuge einfacher, die Theorie weniger komplex und die Detailtiefe der Arbeit geringer. Wenn ein Fahrer der kein mehrjähriges (Fern-)Studium hinter sich hat mitentwickelt, so tut er das auf einer einfacheren Ebene, bei der man darüber streiten kann, ob das "mitentwickeln" genannt werden darf. Zu sagen was das Fahrzeug tun soll, bedeutet noch lange nicht, dass man es schafft das Fahrzeug dahin zu bekommen. Das ist eben die Entwicklungsleistung. Andererseits fängt eine Entwicklung oft mit einer Zielstellung an. Für mich ist das eine Definitionsfrage. Ich sehe den Fahrer durchaus an der Entwicklung beteiligt, wobei der Beitrag pro Person - was übrigens alle involvierten 400+ Personen angeht, gering ist.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
Suche Mäzen/in zur gemeinsamen Weltverbesserung - ebenfalls PN an mich ;)

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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von papi » 30.05.2020, 15:30

Plauze hat geschrieben:
30.05.2020, 09:55
"Michael ratterte die Charakteristiken des Fahrzeugs herunter, genau wie wir es zuvor von unseren Stammfahrern gehört hatten, hinein bis in das kleinste Detail, was das Auto tut, wie man es nutzen könnte."

"Er sagte uns auch, wie wir das Fahrzeug einstellen sollten, um im Rennen davon zu profitieren, was uns wie helfen könnte. Wir waren total verblüfft", so der damalige Dateningenieur.
Ah, wieder das alte Märchen, dass Fahrer das Auto (mit)entwickeln. Wer ist dieser Andrew Green eigentlich, was hat er geleistet und warum verbreitet er einfach Fake News? Böse, böse.
So viel Schwachsinn in nur einen Beitrag. Alle Achtung. :facepalm:

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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Sportsmann » 30.05.2020, 15:33

papi hat geschrieben:
30.05.2020, 15:30
Plauze hat geschrieben:
30.05.2020, 09:55
"Michael ratterte die Charakteristiken des Fahrzeugs herunter, genau wie wir es zuvor von unseren Stammfahrern gehört hatten, hinein bis in das kleinste Detail, was das Auto tut, wie man es nutzen könnte."

"Er sagte uns auch, wie wir das Fahrzeug einstellen sollten, um im Rennen davon zu profitieren, was uns wie helfen könnte. Wir waren total verblüfft", so der damalige Dateningenieur.
Ah, wieder das alte Märchen, dass Fahrer das Auto (mit)entwickeln. Wer ist dieser Andrew Green eigentlich, was hat er geleistet und warum verbreitet er einfach Fake News? Böse, böse.
So viel Schwachsinn in nur einen Beitrag. Alle Achtung. :facepalm:
Es hilft manchmal erst etwas weiter zu lesen in einem Thread. Das hätte mir auch gerade einen Beitrag erspart, den Plauze ähnlich als Antwort erstellt hatte.
Aber, dein Beitrag ist wertlos für uns Foristen. Er wendet sich nur gegen eine Meinung und gibt keine Ideen warum etwas schlecht ist. Spar dir das bitte - meine Meinung. Zumal Plauze üblicherweise sinnvolle Beiträge verfasst, wo man deutlich sieht das Formulierung und Hintergrund durchdacht sind. Daher sollte man - wenn man den User kennt - mehrfach überlegen ob das wirklich nur Schwachsinn sein kann. Und Links prüfen auf die sich ein Kommentar bezieht ist auch sinnvoll, bevor man darüber urteilt. Der Kommentar bezog sich offensichtlich auf den Link. Klar, das ist nicht die sauberste Art zu kommentieren, aber als Antwortender darf man erstmal gucken ob die Backpfeife denn gerechtfertigt ist, bevor man sie verteilt.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
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Re: Jordan 1991: So beeindruckend war Michael Schumachers erster F1-Test

Beitrag von Calvin » 30.05.2020, 15:42

papi hat geschrieben:
30.05.2020, 15:30
So viel Schwachsinn in nur einen Beitrag. Alle Achtung. :facepalm:
Lest ihr die Beiträge eigentlich durch? :lol:
Toto Wolff: Wir stellen uns nicht die Frage, ob der Ferrari-Motor illegal ist. So denken wir nicht, das ist nicht unsere Einstellung. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere Hersteller. Wir fragen uns vielmehr: Wie können wir selber etwas besser machen?

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