Adrian Newey mag 2021er-Regeln nicht: "Ein bisschen wie GP1"

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Adrian Newey mag 2021er-Regeln nicht: "Ein bisschen wie GP1"

Beitrag von Redaktion » 21.02.2020, 21:51

Red-Bull-Designer Adrian Newey konzentriert sich bereits auf die Entwicklung des RB17 für 2021 - Vom neuen Reglement ist er wenig begeistert
Das Reglement 2021 soll eine Trendwende in der Formel 1 einleiten. Das Regelwerk wurde in Zusammenarbeit zwischen Liberty Media und der FIA ausgearbeitet und verfolgt gleich mehrere Ziele: nachhaltigeren, sicheren und packenden Sport mit einem innovativen technischen Reglement zu bieten. Die Designer sind jedoch nicht in "Ekstase" verfallen, schon gar nicht Red-Bull-Designpapst Adrian Newey."Ich freue mich auf Regeländerungen, weil das eine Chance ist, neue Dinge zu verstehen. Was ich jedoch nicht mag, ist dieser generelle Trend hin zu restriktiveren Regeln", erklärt der Brite gegenüber 'inews.co.uk'. Er erinnert sich zurück an jene Regeländerungen, die schließlich zur Red-Bull-Dominanz führten."An der letzten großen Änderungen 2009 war besonders schön, dass die Regeln nicht restriktiver wurden." Newey konnte das ausnutzen und verhalf Sebastian Vettel zu vier WM-Titeln in Folge. Derzeit arbeitet er bereits am neuen Boliden für die kommende Saison."Die neuen Regeln sind sehr restriktiv und vorschreibend", kritisiert Newey. "Und ich denke, dass ist sehr schade." Er fühlt sich an die Einheitsserie GP1 erinnert, nicht an die Formel 1. Diesen Vergleich haben zuvor bereits andere führende Formel-1-Verantwortliche herangezogen.

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Der Red-Bull-Designchef betont, dass er nicht der Einzige im Fahrerlager sei, der so fühle. Auch seine Gesprächspartner in der Boxengasse würden sich gleichsam unwohl fühlen mit den Änderungen. "Es wurde einfach durchgedrückt, ganz abgesehen davon, was die Leute darüber denken."Er ist skeptisch, ob das neue Reglement der Formel 1 gut tun wird. "Ob das für den Sport gut oder schlecht ist, wird die Zeit zeigen."

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Zuletzt geändert von Redaktion am 21.02.2020, 21:51, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Adrian Newey mag 2021er-Regeln nicht: "Ein bisschen wie GP1"

Beitrag von turbocharged » 21.02.2020, 22:02

Wenn gewisse Teams, darunter zählt auch seins, nicht unendlich viel Geld in die Formel 1 pumpen würden, dann bräuchte man solche Regeln nicht.

Das Problem ist hausgemacht.

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Re: Adrian Newey mag 2021er-Regeln nicht: "Ein bisschen wie GP1"

Beitrag von Mithrandir » 21.02.2020, 22:22

Redaktion hat geschrieben:
21.02.2020, 21:51
"Es wurde einfach durchgedrückt, [...]"
Haben sie in dem Fall gut gemacht, wenn es diese Aerodynamik-Exzesse einschränkt :thumbs_up:
Außerdem sind das eben die Instanzen, welche die Regeln machen und nicht die Teilnehmer.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Adrian Newey mag 2021er-Regeln nicht: "Ein bisschen wie GP1"

Beitrag von Sportsmann » 22.02.2020, 01:35

Wie könnte ich Neweys Aussagen aus diesem Artikel zustimmen? Gar nicht. Wenn das Ziel ist, ein perfekt aerodynamisches Auto zu bauen was im Qualifying vorne ist und die von Newey geliebten Freiheiten möglichst groß wären, so könnte man sich das Rennen auch sparen. Funktioniert das Qualifying dann mal nicht nach Wunsch, oder es gibt Startplatzstrafen, so wäre alles im Eimer. Denn ein doppelt so gutes Auto was 70% Abtrieb verliert beim Hinterherfahren ist längst kein doppelt so gutes Auto mehr.
Wenn so ein Superaeroauto (naturgemäß) vorne steht und dann auch noch starke Luftverwirbelungen erzeugt, so ist abgesehen vom Start oder Safetycar oder - Defekten - die älteren unter uns erinnern sich noch ;) - das Samstagsergebnis wie das Sonntagsergebnis. Das ist nicht meine Vorstellung von gesundem Sport. Das wäre als wenn ein Marathonläufer oder eine Triatlethin nach der ersten Viertelstunde den Sieg unter normalen Umständen sicher hätte, aber noch 2 Stunden Bewegung auf dem Programm stehen.

Natürlich hat Newey nicht den Wunsch, dass das Racing verhindert wird, sicherlich versteht er auch den Ansatz von LM ersteinmal sehr restriktiv zu sein und dann ggf. mehr Freiheiten zu bieten, aber letztendlich ist es sein Wunsch möglichst frei und kreativ arbeiten zu können. Solche Äußerungen "GP1" sind daher verständlich, wobei es mir neu wäre, dass man in der GP1 über die Saison entwickelt - spricht er also hier schon vom vollständigen Rückzug aus dem F1 Geschäft ? ;)

Newey wird die Veränderungen garantiert nicht nur negativ bewerten - wenngleich das nicht in den Artikel passte, weil es zu verständlich, zu normal und langweilig ist. Schließlich musste RB über die letzten Jahre auf die harte Tour (neu) lernen, was es bedeutet, mit anfälliger Aerodynamik nicht mehr vorne zu fahren. Wenngleich das nach 2 Jahren (2016) und dank des Opfers von Abtrieb für Topspeed durch kleinere Flügelchen ziemlich gut geklappt hat. Aber sowohl RB als auch wir Fans wollen gerne das Teams auch ohne Notlösung, bzw. das bereits im Design steckende Zugeständnis nicht um den Sieg mitkämpfen zu können, in der F1 antreten und aus eigener Kraft gewinnen können.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
Suche Mäzen/in zur gemeinsamen Weltverbesserung - ebenfalls PN an mich ;)

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