Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

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Redaktion
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Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Redaktion » 20.02.2020, 08:59

Gerhard Berger weiß aus Erfahrung, wie schwierig es für einen Fahrer bei Ferrari sein kann, und befürchtet, dass Sebastian Vettels Traum vom "roten" Titel platzen wird
Gerhard Berger und Sebastian Vettel

Gerhard Berger weiß genau, wie es ist, Ferrari-Fahrer zu sein ...

Gerhard Berger glaubt, dass Sebastian Vettel bei Ferrari nicht die nötige Rückendeckung genießt, die er braucht, um an frühere Red-Bull-Erfolge anknüpfen zu können. Und der ehemalige Formel-1-Fahrer unterstellt dem viermaligen Weltmeister außerdem, im Konkurrenzvergleich vielleicht nicht das robusteste Nervengerüst im Feld zu haben.Vettel habe schon 2014 gezeigt, "dass er nervelt, wenn er Druck hat", erklärt Berger im Interview mit 'Motorsport-Total.com'. Der Österreicher spielt auf Vettels letzte Red-Bull-Saison an, in der er gegen Newcomer Daniel Ricciardo überraschend mit 0:3 Siegen und 167:238 Punkten unterging und anschließend vorzeitig seinen Red-Bull-Vertrag beendete, um zu Ferrari wechseln zu können.Vettel habe "Fehler gemacht", sagt Berger: "Das war bei Ricciardo so und jetzt auch bei Leclerc." Aber: "Am Ende des Tages war er viermal Weltmeister. Er ist einer der erfolgreichsten Rennfahrer, die es je gegeben hat. Er ist ein supercleverer Kerl. Er ist auch nett, das muss ich wirklich sagen! Und er hat immer seinen Weg gefunden, ob Ricciardo oder nicht.""Letztendlich", bemerkt der heutige DTM-Chef, "ist Ricciardo der, der den falschen Weg eingeschlagen hat. Sebastian ist immer noch da. Darum schätze ich Vettel sehr stark ein. Ich könnte nicht sagen, dass er irgendwo den falschen Weg eingeschlagen hat.""Ja, er hat sich an Ricciardo irgendwann ein bisschen die Zähne ausgebissen, eine Saison lang. Er hatte eine Saison lang mit Leclerc keinen Selbstläufer. Aber schauen wir uns die nächste Saison an."Dass Vettel bei Ferrari jene "Nestwärme" vermisst, die er als klare Nummer 1 bei Red Bull, mit seinem Förderer Helmut Marko als Motorsportchef, stets hatte, gilt im Formel-1-Paddock als offenes Geheimnis. Mattia Binotto erklärte ihn daher Anfang 2019 vorsichtig zur Nummer 1. Aber Supertalent Charles Leclerc hat an dieser Hierarchie schnell gerüttelt.

Warum 2020 ein Schicksalsjahr für Vettel wird

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Berger findet, dass sich Ferrari besonders in den Räikkönen-Jahren klar hinter Vettel stellen hätte sollen. Stattdessen habe es "keine klare Linie gegeben", wer Weltmeister werden soll. "Dann sagt man halt: 'Wir handhaben das sportlich.' In Ordnung. Und ein Rennen später machen sie's wieder umgekehrt", kritisiert der Österreicher."Diese konsequente Linie, die Red Bull mit Helmut Marko hat, die ist nicht immer richtig - aber sie ist immer konsequent und geradeheraus", findet Berger und ergänzt: "Wer das auch hervorragend macht, ist Toto Wolff. Toto schmeißt seinen Laden überhaupt hervorragend.""Sebastian ist einer, der braucht ein warmes Umfeld. Das hatte er bei uns bei Toro Rosso, danach auch bei Red Bull mit Helmut. Auch bei Ferrari." Aber Ferrari sei als Team "schwierig", weiß Berger: "Ich kann ein Lied davon singen. Mich erinnert das alles an meine Zeit. Ich wurde dort auch nie Weltmeister.""Die Chancen stehen gut, dass Sebastian auf Ferrari auch nie Weltmeister wird. Obwohl er viermaliger Weltmeister ist! Das zeigt nur, wie schwierig die Ferrari-Konstellation wirklich ist", so der 60-Jährige. "Es gibt Leute wie Lauda, wie Schumacher, die schaffen das. Ich hab's nicht geschafft. Und Sebastian scheint's auch nicht ganz hinzukriegen."

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Woelli38 » 20.02.2020, 09:16

Jo, der Herr Chefredakteur "nervelt" auch mit seinen dauernden Berger-Berichten... :domokun:
Man nannte Ihn den "Fisherman’s Friend" der Formel 1... :mrgreen:

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von GenauDer » 20.02.2020, 09:40

Klar hängt die Leistung eines Sportlers mit dem Umfeld zu tun.
Konnte man ja auch bei Kimi immer gut sehen, wenn er ein super Umfeld hatte, war er ein großartiger Fahrer, wenn es nicht passte nur besseres Mittelmaß

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von DeLaGeezy » 20.02.2020, 10:05

Woelli38 hat geschrieben:
20.02.2020, 09:16
Jo, der Herr Chefredakteur "nervelt" auch mit seinen dauernden Berger-Berichten... :domokun:
:lol:
Mir fehlte in diesem Bericht ob Berger den Vettel über, gleich oder unter Senna einordnet :winky:

Aber davon mal abgesehen, hat er aber Recht. Vettel ist noch da und Ric.....kann vielleicht nochmal wiederkommen - mal sehen. Ansonsten wenig Überraschendes :boring:
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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Jackie1953 » 20.02.2020, 10:25

Sebastian Vettel muss jetzt unbedingt abliefern, wenn nicht ist es für ihn bei den Rote vorbei, wäre jedoch irgendwie schade. Der Druck ist allerdings sehr gross, denn nebst den Top-Teams (Mercedes und Red Bull-Honda) hat er noch den eigenen Teamkollegen gegen sich, und Ferrari hat bereits signalisiert dass der Leclerc für Ferrari die Zukunft ist (langfristiger Vertrag).

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Turel » 20.02.2020, 13:36

Woelli38 hat geschrieben:
20.02.2020, 09:16
Jo, der Herr Chefredakteur "nervelt" auch mit seinen dauernden Berger-Berichten... :domokun:

Exakt den Beitrag, 1:1 gab es schon dieses Jahr.

Click, cashing💰

Zum Thema, wir sehen alle zum ersten mal wie sich Vettel schlagen wird mit einem Teamkollegen der ihn die Sasion vorher geschlagen hat.

Würde mich nicht Wundern wenn wir den "alten" Vettel wie in 2012 sehen werden.
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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von MarvinAyrton007 » 20.02.2020, 15:22

Braucht der Herr Berger irgendwie Geld? Bei der Präzenz die er zeigt muss man spekulieren ob ihm die Kohle ausgeht und er deswegen, zu allem und jeden, seine Kommentare abgeben muss.
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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Woelli38 » 20.02.2020, 15:30

MarvinAyrton007 hat geschrieben:
20.02.2020, 15:22
Braucht der Herr Berger irgendwie Geld? Bei der Präzenz die er zeigt muss man spekulieren ob ihm die Kohle ausgeht und er deswegen, zu allem und jeden, seine Kommentare abgeben muss.
Ist wohl eher die Frage, ob der Redakteur Geld braucht, wenn er inhaltlich gleiche Artikel dauernd NEU reinsetzt... :mrgreen:
Man nannte Ihn den "Fisherman’s Friend" der Formel 1... :mrgreen:

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Forza_Ferrari_93 » 20.02.2020, 15:30

Solange der Ferrari genug Abtrieb erzeugt mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Vettel schwächelt nur dann, wenn sein Bolide Probleme mit dem Abtrieb hat. Das war 2014 so und auch 2019 und beide male hatte er einen jungen talentierten TK der es gewohnt war mit schlechtem Material so viel wie möglich rauszuholen. Selbst in diesen Situationen kann er noch einigermaßen mithalten. Also abwarten wie die Post abgeht, wenn Ferrari über eine ganze Saison hinweg konstant um Siege fahren kann.
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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von MarvinAyrton007 » 20.02.2020, 15:33

Woelli38 hat geschrieben:
20.02.2020, 15:30
MarvinAyrton007 hat geschrieben:
20.02.2020, 15:22
Braucht der Herr Berger irgendwie Geld? Bei der Präzenz die er zeigt muss man spekulieren ob ihm die Kohle ausgeht und er deswegen, zu allem und jeden, seine Kommentare abgeben muss.
Ist wohl eher die Frage, ob der Redakteur Geld braucht, wenn er inhaltlich gleiche Artikel dauernd NEU reinsetzt... :mrgreen:
Dann könnten die Beiden ja eine Interessengemeinschaft eröffnen :-)
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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Warlord » 20.02.2020, 17:21

Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
20.02.2020, 15:30
Solange der Ferrari genug Abtrieb erzeugt mache ich mir überhaupt keine Sorgen. Vettel schwächelt nur dann, wenn sein Bolide Probleme mit dem Abtrieb hat. Das war 2014 so und auch 2019 und beide male hatte er einen jungen talentierten TK der es gewohnt war mit schlechtem Material so viel wie möglich rauszuholen. Selbst in diesen Situationen kann er noch einigermaßen mithalten. Also abwarten wie die Post abgeht, wenn Ferrari über eine ganze Saison hinweg konstant um Siege fahren kann.
Dem stimme ich so zu.
Ich habe nur leider die Vermutung. das er irgendwie alleine gelassen wird im Team. Also natürlich nicht direkt, aber du weißt was ich meine. Er kämpft irgendwie ohne Backup.
Ich hoffe aber das ich mich täusche.

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von schumi791 » 20.02.2020, 17:27

Redaktion hat geschrieben:
20.02.2020, 08:59
Mattia Binotto erklärte ihn daher Anfang 2019 vorsichtig zur Nummer 1. Aber Supertalent Charles Leclerc hat an dieser Hierarchie schnell gerüttelt.
Das ist doch der entscheidende Punkt, an dem Vettel einfach letzte Saison gescheitert ist. Wenn ich im Vorfeld einer neuen Saison zur Nr. 1 auserkoren werde, dann muss ich diesen Status mit Leistung rechtfertigen, doch die dafür erforderliche Leistung von Vettels Seite blieb einfach aus.
Leclerc war immer dran an oder eben besser als Vettel.

Das ist eben auch der wesentliche Unterschied zu Schumacher und Lauda, die ihr Standing immer mit der entsprechenden Leistung untermauert und entsprechend zementiert haben. Im Falle Schumachers war es ja gar so, dass es schlicht keinen gab der ihm hätte das Wasser auf Dauer reichen können. Ferrari hatte da den besten Fahrer im Feld in ihren eigenen Reihen, einzig Häkkinen vermochte kurzzeitig Zweifel darüber aufkommen zu lassen. Jedoch wussten damals alle, dass das Team in der Bringschuld ist und ihm das nötige, konkurrenzfähige Material zur Verfügung stellen muss.

Eine ähnliche Situation hatten wir von 2010 bis 2014 mit Alonso. In dieser Zeit schaffte Ferrari ja genau das nicht. Der Fahrer war absolut top, die Autos meistens jedoch über weite Strecken unterlegen. Alonsos bester Ferrari war jener aus 2010 und dieser war nicht das schnellste Auto im Feld.
Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Hoto » 20.02.2020, 20:49

Ja, Ferrari hat inzwischen zu viele Jahre hinter sich, in der sie nicht das Auto hinstellten was ihre Top Fahrer brauchten um WM zu werden. Außer hier und da ein paar Erfolge wurde das nichts. Und leider tut Ferrari damit nur eines: Top Fahrer verheizen. Alonso hätte locker noch mehr WM Titel holen können, genauso Vettel, wenn das Auto gepasst und das Team insgesamt weniger Fehler gemacht hätte. An den Fahrern lag das immer nur sehr bedingt. Aber Berger hat schon recht, Vettel zeigt durchaus auffällig oft Nerven für einen 4fach WM. Vielleicht hat RBRs Art derart ihren Top Fahrern den Rücken zu stärken eben auch Spätfolgen, wenn es diese Rückendeckung in anderen Teams so nicht gibt.

Hoffen wir, dass es dieses Jahr besser läuft, allein schon wegen der WM Spannung. Ein starkes F1 Jahr vor den neuen Regeln kann nicht schaden, denn wer weiß wie es mit den neuen Regeln erst mal laufen wird. Man hat ja die letzten Jahre gesehen wie lange es dauern kann bis die Teams aufschließen.

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Re: Gerhard Berger: Sebastian Vettel "nervelt, wenn er Druck hat"

Beitrag von Spocki » 20.02.2020, 21:04

Erinnert ihn anscheinend an Senna...
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