Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

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Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Redaktion » 16.02.2020, 17:56

Formel-1-Sportchef Ross Brawn glaubt, dass die Trennung von Honda der richtige Schritt von McLaren war - Hoffnung auf Trendwende bei Williams
Fernando Alonso

McLaren und Honda: Das war bis zuletzt keine große Liebesbeziehung

Für Formel-1-Sportchef Ross Brawn war die Trennung McLarens von Motorenpartner Honda kein Fehler, auch wenn die Japaner mit Red Bull bewiesen haben, dass sie konkurrenzfähiges Material zur Verfügung stellen können. Denn für ihn war der Trennung von Honda der Startschuss für die Trendwende bei McLaren.

"Sie haben ein paar vernünftige Leute dort, aber es hat eine Weile gedauert, bis sie das gemerkt haben", sagt Brawn. "Die Leute meinen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, sich von Honda zu trennen. Aber lustigerweise glaube ich, dass sie das fast gebraucht haben, um zu merken, was sie mit dem Team machen müssen."

"Sie haben die Schuld die ganze Zeit auf Honda geschoben und jetzt gemerkt, dass das nicht gestimmt hat", so Brawn, der einst selbst Teamchef von Honda war. "Indem sie Honda losgeworden sind und eine Messlatte bekommen haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie etwas mit dem Team machen müssen."

Vergleich mit gleichem Motor war wichtig

McLaren hatte das Scheitern in der Formel 1 am Honda-Motor festgemacht und behauptet, dass man mit einem besseren Motor mit den Spitzenteams mithalten könnte. Doch als man den gleichen Motor wie Renault im Auto hatte, lag man sogar hinter dem Werksteam, bevor man diese 2019 schlagen konnte.


Fotostrecke: Honda-Meilensteine in der Formel 1

Bereits 1964 befindet sich der erste Werks-Honda auf einer Formel-1-Rennstrecke. Pilotiert wird der Wagen zunächst vom US-Amerikaner Ronny Bucknum.

Bereits 1964 befindet sich der erste Werks-Honda auf einer Formel-1-Rennstrecke. Pilotiert wird der Wagen zunächst vom US-Amerikaner Ronny Bucknum.

"Ich wüsste nicht, wie sie sonst zu dieser Erkenntnis gekommen wären, wenn sie nicht einen anderen Motor ins Heck eingebaut hätten, den auch andere Teams gefahren sind", so Brawn. "So haben sie erst realisiert, dass sie große Änderungen machen müssen. Und ich denke, das haben sie geschafft. Sie haben einen sehr positiven Schritt gemacht."

Groß Hoffnungen liegen bei allen Mittelfeld-Teams auf 2021, wenn das Feld neu gemischt wird. Allerdings haben die Topteams 2020 noch das große Plus, dass die Budgetgrenze nicht greift und sie die Entwicklung noch einmal mit großem finanziellen Aufwand betreiben können - das könnte den kleineren Teams natürlich schaden.

Was wird 2021?

"Sie werden wirtschaftlich sehr herausgefordert. Ich weiß, dass das Teil des Problems ist", sagt Brawn. "Es gibt ein paar frustrierte Teams, weil sie gehofft hatten, dass die Budgetobergrenze niedriger ausfallen würde. Aber wir mussten eine Höhe festlegen, die auch von den Topteams gut erreichbar sein würde. Es wird dennoch eine dramatische Änderung der Topteams geben, was ihre Struktur betrifft."

Die Preisgeldverteilung in der Formel 1

Unser Video zeigt auf, wie unfair die Preisgeldverteilung in der Formel 1 aufgestellt ist! Weitere Formel-1-Videos

Daher ist Brawn optimistisch, dass sich das Feld angleichen wird: "In diesem Prozess werden wir die Mittelfeldteams mit den Topteams eher gleichstellen. Es gibt daher eine rosigere Zukunft für diese Mittelfeldteams", betont er."Der neue kommerzielle Deal ist viel gerechter. Das Preisgeld wird deutlich fairer aufgeteilt werden auf alle Teams. Manche Teams werden daher eine erhebliche Erhöhung ihres Preisgeldes spüren. Das wird ihre finanzielle Lage verbessern."

Brawn hofft auf Williams-Wende

Das dürften vor allem gute Nachrichten für Williams sein, die schon seit Jahren am finanziellen Abgrund hängen und bis auf den letzten Platz der Konstrukteurs-WM gerutscht sind. Brawn hofft, dass das Traditionsteam bald wieder in die Spur finden wird. "Das ist eine Sorge. Williams hatte jetzt ein paar wirklich schwierige Jahre. So kann man nicht weitermachen", sagt er.

Robert Kubica, George Russell

Ross Brawn drückt vor allem Williams die Daumen

Der Brite hofft, dass dem Rennstall noch einmal die Wende gelingt. "Williams ist schließlich ein großartiger Name in der Formel 1, sie haben so eine reiche Geschichte. Wir wollen sie nicht verlieren", so Brawn.

"Die fairere Geldverteilung sollten ihnen helfen. Aber sie können jetzt nicht immer am Ende des Feldes rumhängen und weiterhin so schlecht abschneiden. Das wird sich nicht halten. Wir drücken die Daumen, dass sie in den kommenden Jahren einen besseren Job machen werden."


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Zuletzt geändert von Redaktion am 16.02.2020, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Formula_1 » 16.02.2020, 18:03

Der Fehler war die Art und Weise, wie man mit Honda zusammen gearbeitet hat. Daher war die Trennung von Honda dann auch kein Fehler (mehr).

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Pentar » 16.02.2020, 18:42

Redaktion hat geschrieben:..."Die Leute meinen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, sich von Honda zu trennen. Aber lustigerweise glaube ich, dass sie das fast gebraucht haben, um zu merken, was sie mit dem Team machen müssen."
"Sie haben die Schuld die ganze Zeit auf Honda geschoben und jetzt gemerkt, dass das nicht gestimmt hat", so Brawn, der einst selbst Teamchef von Honda war. "Indem sie Honda losgeworden sind und eine Messlatte bekommen haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie etwas mit dem Team machen müssen."
McLaren hatte das Scheitern in der Formel 1 am Honda-Motor festgemacht und behauptet, dass man mit einem besseren Motor mit den Spitzenteams mithalten könnte. Doch als man den gleichen Motor wie Renault im Auto hatte, lag man sogar hinter dem Werksteam, bevor man diese 2019 schlagen konnte...
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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Aldo » 16.02.2020, 19:31

Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 18:42
Redaktion hat geschrieben:..."Die Leute meinen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, sich von Honda zu trennen. Aber lustigerweise glaube ich, dass sie das fast gebraucht haben, um zu merken, was sie mit dem Team machen müssen."
"Sie haben die Schuld die ganze Zeit auf Honda geschoben und jetzt gemerkt, dass das nicht gestimmt hat", so Brawn, der einst selbst Teamchef von Honda war. "Indem sie Honda losgeworden sind und eine Messlatte bekommen haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie etwas mit dem Team machen müssen."
McLaren hatte das Scheitern in der Formel 1 am Honda-Motor festgemacht und behauptet, dass man mit einem besseren Motor mit den Spitzenteams mithalten könnte. Doch als man den gleichen Motor wie Renault im Auto hatte, lag man sogar hinter dem Werksteam, bevor man diese 2019 schlagen konnte...
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Das ist genau das, was ich seit der Trennung immer gesagt habe. Ohne die Trennung von Honda, würde vermutlich ein Boullier und seine Gefolgschaft immer noch vor sich hin wurschteln bei McLaren und uns erzählen, mit welchem Motor X man nun um die WM kämpfen würde.

Ich denke die Entscheidung von Brown, diesen Sauhaufen auszusortieren ist für McLaren zukunftsweisend und könnte in 1-2 Jahren, wenn McLaren wirklich wieder vorne mitfahren sollte rückblickend als der richtige Schachzug zu erwähnen sein.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Pentar » 16.02.2020, 19:48

Ja.
Und dass Ross Brawn diesbezüglich kein Blatt vor den Mund nimmt, finde ich äußerst bemerkenswert...

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Mithrandir » 16.02.2020, 20:02

Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 19:48
Ja. Und dass Ross Brawn diesbezüglich kein Blatt vor den Mund nimmt, finde ich äußerst bemerkenswert...
Warum sollte er?

Ich finde ebenfalls, dass er und ihr recht habt und die Trennung in dem Sinn richtig war, dass dort Missstände im Team und bei der Technik aufgedeckt werden konnten. Trotzdem hätte eine (utopische) goldrichtige Lösung anders ausgesehen, war nicht möglich weil von mehreren Seiten Fehler gemacht wurden.
So bleibt es für mich die richtige Entscheidung und gleichzeitig eine große Chance, die vertan wurde.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Pentar » 16.02.2020, 21:34

Mithrandir hat geschrieben: :chat:
Superhirn & OBE Ross Brawn hat mit diesen Statements wieder mal den "Nagel auf den Kopf" getroffen.
Für "uns Fans" ist so eine ehrliche Meinung natürlich absolut klasse!
Aber was sagen die McLaren-Verantwortlichen zu solchen Äußerungen -
direkt aus dem Munde des F1-Sportdirektors der FIA?

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Mithrandir » 16.02.2020, 22:21

Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 21:34
Aber was sagen die McLaren-Verantwortlichen zu solchen Äußerungen -
direkt aus dem Munde des F1-Sportdirektors der FIA?
Sie stimmen ihm zu schätze ich. Es ist eine treffende Analyse und mittlerweile wird das auch vom Team ähnlich selbstkritisch kommuniziert, diese Erkenntnis war notwendig für einen Aufschwung. Wären frühere Verantwortliche in der Lage gewesen sich besser selbst zu reflektieren hätten wir womöglich eine andere Geschichte gesehen.
Daher bin ich der Meinung, dass bei McLaren aktuell viel richtig läuft und hoffe der Trend hält an und trotzdem finde ich es schade, dass es kein erfolgreiches McLaren-Honda gegeben hat.
Folgt mir, ich komm nach...

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Höckernase » 17.02.2020, 03:24

Es war ein Riesenfehler 2015 kein Kundenteam als Referenz zu beliefern.
Wäre man nur eine halbe Sekunde schneller gewesen als z.B. Sauber mit dem gleichen Motor,
wäre man schon damals stuzig geworden.
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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Klemsi » 17.02.2020, 05:39

Aldo hat geschrieben:
16.02.2020, 19:31
Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 18:42
Redaktion hat geschrieben:..."Die Leute meinen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, sich von Honda zu trennen. Aber lustigerweise glaube ich, dass sie das fast gebraucht haben, um zu merken, was sie mit dem Team machen müssen."
"Sie haben die Schuld die ganze Zeit auf Honda geschoben und jetzt gemerkt, dass das nicht gestimmt hat", so Brawn, der einst selbst Teamchef von Honda war. "Indem sie Honda losgeworden sind und eine Messlatte bekommen haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie etwas mit dem Team machen müssen."
McLaren hatte das Scheitern in der Formel 1 am Honda-Motor festgemacht und behauptet, dass man mit einem besseren Motor mit den Spitzenteams mithalten könnte. Doch als man den gleichen Motor wie Renault im Auto hatte, lag man sogar hinter dem Werksteam, bevor man diese 2019 schlagen konnte...
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Das ist genau das, was ich seit der Trennung immer gesagt habe. Ohne die Trennung von Honda, würde vermutlich ein Boullier und seine Gefolgschaft immer noch vor sich hin wurschteln bei McLaren und uns erzählen, mit welchem Motor X man nun um die WM kämpfen würde.

Ich denke die Entscheidung von Brown, diesen Sauhaufen auszusortieren ist für McLaren zukunftsweisend und könnte in 1-2 Jahren, wenn McLaren wirklich wieder vorne mitfahren sollte rückblickend als der richtige Schachzug zu erwähnen sein.
Wenn Mercedes aus der F1 aussteigt, dann kann McLaren wieder vorne mitfahren! Aus diesem Grund sind sie ja zu Honda. Man vergisst schnell...
Für Geschriebenes gilt: SOWEIT ICH MICH ERINNERN KANN! Sollte ich mich also falsch erinnern, hast du natürlich Recht! (Danke Turbocharged)
Alles darf man dann aber doch nicht schreiben. Wird von den Mods gelöscht. Auch wenn ich schwören könnte mich daran erinnern zu können!

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Klemsi » 17.02.2020, 05:41

Mithrandir hat geschrieben:
16.02.2020, 22:21
Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 21:34
Aber was sagen die McLaren-Verantwortlichen zu solchen Äußerungen -
direkt aus dem Munde des F1-Sportdirektors der FIA?
Sie stimmen ihm zu schätze ich. Es ist eine treffende Analyse und mittlerweile wird das auch vom Team ähnlich selbstkritisch kommuniziert, diese Erkenntnis war notwendig für einen Aufschwung. Wären frühere Verantwortliche in der Lage gewesen sich besser selbst zu reflektieren hätten wir womöglich eine andere Geschichte gesehen.
Daher bin ich der Meinung, dass bei McLaren aktuell viel richtig läuft und hoffe der Trend hält an und trotzdem finde ich es schade, dass es kein erfolgreiches McLaren-Honda gegeben hat.
Vielleicht sehen wir in ein paar Jahren wieder McLaren-Honda. Mit Mercedesmotoren wirds auch nicht nach ganz vorne gehen...
Für Geschriebenes gilt: SOWEIT ICH MICH ERINNERN KANN! Sollte ich mich also falsch erinnern, hast du natürlich Recht! (Danke Turbocharged)
Alles darf man dann aber doch nicht schreiben. Wird von den Mods gelöscht. Auch wenn ich schwören könnte mich daran erinnern zu können!

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von racingfan8 » 17.02.2020, 12:09

Aldo hat geschrieben:
16.02.2020, 19:31
Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 18:42
Redaktion hat geschrieben:..."Die Leute meinen, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, sich von Honda zu trennen. Aber lustigerweise glaube ich, dass sie das fast gebraucht haben, um zu merken, was sie mit dem Team machen müssen."
"Sie haben die Schuld die ganze Zeit auf Honda geschoben und jetzt gemerkt, dass das nicht gestimmt hat", so Brawn, der einst selbst Teamchef von Honda war. "Indem sie Honda losgeworden sind und eine Messlatte bekommen haben, ist ihnen bewusst geworden, dass sie etwas mit dem Team machen müssen."
McLaren hatte das Scheitern in der Formel 1 am Honda-Motor festgemacht und behauptet, dass man mit einem besseren Motor mit den Spitzenteams mithalten könnte. Doch als man den gleichen Motor wie Renault im Auto hatte, lag man sogar hinter dem Werksteam, bevor man diese 2019 schlagen konnte...
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Das ist genau das, was ich seit der Trennung immer gesagt habe. Ohne die Trennung von Honda, würde vermutlich ein Boullier und seine Gefolgschaft immer noch vor sich hin wurschteln bei McLaren und uns erzählen, mit welchem Motor X man nun um die WM kämpfen würde.

Ich denke die Entscheidung von Brown, diesen Sauhaufen auszusortieren ist für McLaren zukunftsweisend und könnte in 1-2 Jahren, wenn McLaren wirklich wieder vorne mitfahren sollte rückblickend als der richtige Schachzug zu erwähnen sein.
Denke viel mehr man wusste schon vorher Bescheid, sonst hätte man ein Kundenteam zugelassen. Mit Letzterem hätte man die Erkenntnisse auch ohne Trennung vom Werksstatus und 100 Mio. im Jahr gewinnen können...

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Aldo » 17.02.2020, 12:31

Mithrandir hat geschrieben:
16.02.2020, 22:21
Pentar hat geschrieben:
16.02.2020, 21:34
Aber was sagen die McLaren-Verantwortlichen zu solchen Äußerungen -
direkt aus dem Munde des F1-Sportdirektors der FIA?
Sie stimmen ihm zu schätze ich. Es ist eine treffende Analyse und mittlerweile wird das auch vom Team ähnlich selbstkritisch kommuniziert, diese Erkenntnis war notwendig für einen Aufschwung. Wären frühere Verantwortliche in der Lage gewesen sich besser selbst zu reflektieren hätten wir womöglich eine andere Geschichte gesehen.
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Da stimme ich absolut zu. Ich hätte so gerne ein erfolgreiches McLaren-Honda gesehen. Weil diese Partnerschaft einfach allein schon vom Namen her klangvoll ist und für mich reizvoller als beispielsweise Red Bull-Honda oder McLaren-Renault/Mercedes. Auch Mercedes ist denke ich nur ein Übergang bis man wieder in Zukunft ein Werkspartner haben wird. Denn das bleibt das Ziel. Vielleicht klappt es ja irgendwann nochmal mit Honda.
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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von plastikschaufel » 17.02.2020, 13:57

Formula_1 hat geschrieben:
16.02.2020, 18:03
Der Fehler war die Art und Weise, wie man mit Honda zusammen gearbeitet hat. Daher war die Trennung von Honda dann auch kein Fehler (mehr).
Richtig. McLaren war einfach nicht in der Lage, mit denen zu entwickeln. Da ist Red Bull deutlich besser.

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Re: Brawn: McLarens Trennung von Honda war goldrichtig!

Beitrag von Pentar » 17.02.2020, 17:25

Dazu möchte ich anmerken, dass RBR nach dem 3-jährigen McLaren-Desaster das Honda-Aggregat zunächst 1 Jahr lang im STR "getestet" hat und die Erfolge dieser doch sehr zufriedenstellenden Zusammenarbeit dann letztendlich auch RBR zum Wechsel bewogen haben.
Für Honda war der Wechsel zu diesen beiden Teams in Summe "goldrichtig" - um die Headline des Artikels aufzugreifen...

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