Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Kommentiere hier die aktuellen News aus der Formel 1

Moderator: Mods

Antworten
Redaktion
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 7421
Registriert: 12.09.2007, 17:33

Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von Redaktion » 19.01.2020, 13:31

Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko spricht im exklusiven Interview über die Fahrerwechsel bei Red Bull & über die Zukunft von Gasly, Kwjat und Albon
Daniil Kwjat, Pierre Gasly

Kwjat und Gasly kennen das Gefühl, von Red Bull zu Toro Rosso zu kommen

Red Bull hat es 2019 schon wieder getan. Zum zweiten Mal in der jüngeren Teamgeschichte wurde ein Pilot mitten in der Saison vom Topteam zu Toro Rosso degradiert. Traf es 2016 noch Daniil Kwjat, war 2019 Pierre Gasly der Leittragende. Die Red-Bull-Teamführung wehrt sich gegen das Wort "Degradierung" und erklärt, warum der Fahrerwechsel von Gasly und Alex Albon notwendig und richtig war.

"Jetzt muss ich mich zunächst einmal gegen das Wort 'Degradierung' wehren", entgegnet Helmut Marko im exklusiven Interview mit 'Motorsport-Total.com' auf die Fahrerwechsel von Kwjat/Verstappen 2016 und Gasly/Albon 2019 angesprochen. "Wir reden von Formel 1."

"Wie viele tausende Fahrer träumen und arbeiten, um in die Formel 1 zu kommen? Und jetzt kommt einer von einem Formel-1-Team, das an der Spitze fährt, in ein Team, das im Mittelfeld fährt. Er verdient immer noch Geld und ist auch immer noch in der Königsklasse. Ich würde sagen, das ist ein Eröffnen neuer Chancen und keine Degradierung", verteidigt der Red-Bull-Motorsportkonsulent die Fahrerentscheidungen.

Wie Gasly im Toro Rosso wieder zu alter Form fand

Aus Sicht der Teamspitze kann Gasly froh sein, bei Toro Rosso eine neue Chance erhalten zu haben. Der Franzose selbst habe das im ersten Moment allerdings nicht so gesehen, weiß auch Marko. "Aber er sieht das jetzt zwischenzeitlich schon anders", berichtet der Grazer.Er holte den Franzosen nach zwei Jahren im Juniorteam 2019 in die Topmannschaft, dort folgte er auf Daniel Ricciardo nach. Den Platz im Juniorteam besetzte Red Bull mit Alexander Albon neu. Nach zwei schweren Unfällen in den Wintertests war Gaslys Selbstvertrauen allerdings schon vor Saisonbeginn angeknackst."Für Pierre war der Saisonstart nach den zwei Unfällen in den Wintertests sehr schwierig", berichtet Christian Horner. "Das hat sein Selbstbewusstsein definitiv beeinträchtigt." Daher gestaltete sich die erste Saisonhälfte "sehr schwierig". Gasly blieb deutlich hinter den Erwartungen, während Teamkollege Max Verstappen Siege und Podestplätze einfuhr.

Max & Alex: Das etwas andere Red-Bull-Saisonfazit

Max Verstappen und Alexander Albon sprechen im Video ausführlich über die Saison 2019, ein paar Späßchen können sie sich nicht verkneifen ... Weitere Formel-1-Videos

"Natürlich ist es sehr schwierig, Teamkollege von Max Verstappen zu sein. Für Pierre hat sich die erste Saisonhälfte sehr schwierig gestaltet. Der Druck wurde immer größer, daher war es richtig, ihn da aus der Schusslinie zu nehmen und ihn in eine ruhigere Umgebung bei Toro Rosso zu geben", rechtfertigt der Red-Bull-Teamchef die Entscheidung.Die Verantwortlichen erhofften sich durch den Wechsel eine Leistungssteigerung von Gasly, der im Toro Rosso auf Anhieb wieder schnell war. "Seit diesem Wechsel ist er wieder außerordentlich gut gefahren", konnte Horner beobachten. Dieses "Phänomen" sei "unglaublich" gewesen, ist Marko begeistert. "Pierre ist in den Toro Rosso eingestiegen und war auf Anhieb wieder der Gasly, den wir engagiert hatten."Wie erklärt sich Marko diese wundersame Wandlung? "Der Toro Rosso ist leichter zu fahren und der Druck naturgemäß geringer." Er macht aber auch eine gewisse Mitschuld bei Gasly selbst aus. Denn der 23-Jährige habe sich zu sehr von seinem Teamkollegen Max Verstappen beeindrucken lassen.

Ungarn-Rennen war ausschlaggebend für den Wechsel

"Er kam zu Red Bull und hat nur auf Verstappen geschaut. Er hat sonst niemanden gesehen im gesamten Feld." Besser wäre gewesen, zu akzeptieren, dass der Niederländer schneller ist und sich langsam hinzuarbeiten. Im Gegenteil dazu habe Gasly in allen Bereichen Mankos gesehen, statt etwas anderes auszuprobieren und so mehr rauszuholen - "aber das ist leider total schiefgegangen".

Umso überraschter war Marko in der zweiten Saisonhälfte über das "Aufblühen" seines Schützlings. "Da sieht man, was Psychologie ausmacht. Wenn ich jetzt sagen würde, ich hätte das erwartet, wäre das eine komplette Lüge", muss der 76-Jährige zugeben.

Im Gegensatz zu Daniil Kwjat 2016, der bereits nach vier Rennen durch Verstappen ersetzt wurde, und "danach wirklich eingebrochen ist", hat Gasly seine Chance bei Toro Rosso genutzt und ist "wiederauferstanden." Nachsatz von Marko: "Gott sei Dank für ihn und für uns."


Fotostrecke: Red-Bull-Junioren in der Formel 1

Christian Klien (2004-2010): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT.

Christian Klien (2004-2010): Mit Unterstützung von Red Bull debütiert der Österreicher 2004 bei Jaguar in der Formel 1. Nach der Übernahme des Rennstalls durch den Engergy-Drink-Hersteller fährt Klien auch 2005 und 2006 bei den meisten Grands Prix für das nun Red-Bull-Racing genannte Team an der Seite von David Coulthard. Ende 2006 scheidet Klien nach Streitigkeiten über einen Wechsel in die ChampCar-Serie aus dem Red-Bull-Kader aus. Später ist der Österreicher Testfahrer für Honda und BMW-Sauber und fährt 2010 drei Rennen für HRT.

Er habe in der "Krisenzeit" der ersten Saisonhälfte mehrere ernsthafte Gespräche mit Gasly geführt. Der "negative Einstand" mit seinen Unfällen in Barcelona hat auch Red Bull geschmerzt. Denn: "Der zweite war ganz schwerwiegend für uns als Team, denn da waren Teile drauf, die wir eigentlich fürs Testen gebraucht hätten, von denen wir noch keine Daten hatten. Unser ganzes Testprogramm ist dadurch sehr in Mitleidenschaft gezogen worden."

Zwar habe es zwischendurch ein "Aufflackern" gegeben, wo Gasly "halbwegs" wettbewerbsfähig gewesen sei. Der fünfte Rang in Monaco, oder der vierte Platz in Großbritannien gaben dem Team Hoffnung. "Dann haben wir irgendwann gesagt, ja, wir beenden die Saison mit ihm."

Doch dann folgte ein desaströses Rennen in Ungarn, das letzte vor der Sommerpause. Gasly kam einmal mehr nicht zurecht mit dem RB15, während Verstappen im Qualifying seine erste Pole-Position holen konnte. Acht Zehntelsekunden nahm ihm der Niederländer ab. Noch bitterer das Rennen: "Er wurde von Max überrundet."

"Pierre kann noch ein ganz Großer werden"

Diese schlechte Leistung, die sich in eine Reihe von enttäuschenden Rennen eingliederte, war schließlich jener Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. "Dann war die Entscheidung klar, dass wir den Wechsel machen." Durch das Podium von Gasly in Brasilien fühlte sich Marko bestätigt, dass dies der richtige Weg war.

"Ein zweiter Platz ist ja eine Sensation schlechthin." Er glaubt, dass der Nachwuchspilot seine Lehren aus dem Jahr 2019 gezogen hat. Wird ihn ein ähnliches Schicksal ereilen wie Kwjat, der 2017 noch während des Jahres sein Cockpit bei Toro Rosso verlor und 2019 wieder ins Team zurückkehrte?

"Ich glaube, dass [Pierre] in Zukunft auch noch ein ganz Großer werden kann", hält Marko weiterhin an ihm fest. Auch wenn er für 2020 den Platz an der Seite von Verstappen nicht bekam und wieder gegen Albon den Kürzeren zog - wie auch Kwjat. Den Russen hatte die Teamspitze zwischenzeitlich bereits abgeschrieben.

Pierre Gasly

Brasilien 2019: Gasly feiert sein erstes F1-Podium

"Das war ein Missverständnis", klärt der Österreicher auf. Denn in einem Interview am Rande des Grand Prix von Großbritannien wurde er gefragt, ob Kwjat kein Kandidat mehr für den Red-Bull-Sitz 2020 sei. Kurz davor war er noch sensationell in Deutschland auf das Podium gefahren, dennoch wurden Markos Aussagen als Absage interpretiert.

"Wir wussten von all den Daten, was Kwjat kann. Er hat in der ersten halben Saison gute Leistungen hingelegt." Auch in Abu Dhabi sei der 25-Jährige ein gutes Rennen gefahren. Ohne die Kollision von Gasly mit Racing-Point-Fahrer Lance Stroll hätte Toro Rosso gar die Chance gehabt, Renault in der Konstrukteurs-Wertung zu überholen.

"Das wäre natürlich eine späte Genugtuung gewesen", merkt Marko schmunzelnd in Anspielung auf die zerrüttete Beziehung mit dem ehemaligen Motorenlieferanten des Teams an. Was die Entscheidung über das Cockpit 2020 betrifft, habe man sich alle drei Kandidaten (Kwjat, Gasly und Albon) angesehen.

Albon bleibt im Topteam: "Recht einfache Entscheidung"

Anfang November gab das Topteam schließlich die Vertragsverlängerung mit dem Thailänder bekannt. "Albon hat eine unglaubliche Steigerung von Rennen zu Rennen hingelegt. Das, was schlussendlich sehr überzeugend war, war seine Stärke im Rennen, wie er überholt."Der Rookie sei "außergewöhnlich gut" gefahren in der zweiten Saisonhälfte, wirft Horner ein. "Sein Feedback ist toll, seine Pace verbessert sich ständig, auch auf Strecken, auf denen er zuvor noch gar nie gefahren ist. Er hat sich den Sitz aufgrund seiner Leistung verdient."Mit Ausnahme von Brasilien (Kollision mit Lewis Hamilton) schaffte es Albon in allen Rennen mit Red Bull unter die Top 6. In Interlagos lag er auf Podestkurs, als ihn der Weltmeister von der Strecke drehte. "Wir sind sehr aufgeregt über sein Potenzial in Zukunft. Das war eine recht einfache Entscheidung, seinen Vertrag mit dem Team als Teamkollege von Max 2020 zu verlängern."

Die Albon-Story

Wie Alexander Albon aus dem Red-Bull-Kader flog, zurückkehrte und nun das Stammcockpit erhielt! Weitere Formel-1-Videos

Besonders Albons Überholmanöver haben die Red-Bull-Führung überzeugt. So einfach wie die Entscheidung für dieses Jahr war sein Weg ins Topteam allerdings nicht. Seine Karriere gleicht eher einer Achterbahnfahrt.Nach dem Rauswurf aus dem Juniorkader, musste Albon trotz privater Schwierigkeiten um seine Karriere im Motorsport kämpfen, er schaffte den Aufstieg in die Formel 2. Danach wäre er fast in der Formel E bei Nissan gelandet, doch Toro Rosso suchte nach einem Ersatz für Gasly."Daniels Entscheidung, zu Renault zu wechseln, hat für ihn die Chance eröffnet, zu Toro Rosso zu kommen. Wir konnten sehr schnell sehen, dass er talentiert ist und eine tolle Stärke im Rennen hat", lässt Horner Revue passieren. Sein steiniger Werdegang zeuge von seiner Hartnäckigkeit und seinem Einsatz für die Sache.

Fahrerwechsel erneut denkbar? "Ich hoffe nicht"

Außerdem will Red Bull neben der Nummer 1 im Team (Verstappen) einen möglichst konstanten Fahrer etablieren. "Wir wollen nicht nur den Fahrertitel sondern auch den Konstrukteurstitel wieder zurückholen und da brauchst du ein starkes Team."

Albon muss nun in seiner zweiten Saison beweisen, dass er tatsächlich schneller ist als die beiden Toro-Rosso-Fahrer. Schließlich hat er nur einen Vertrag für 2020 erhalten und könnte im kommenden Jahr wieder ersetzt werden. Red Bull schließlich nicht aus, dass sogar noch während der Saison wieder ein Tausch passieren könnte. "Denkbar ist alles. Aber ich hoffe nicht", meint Marko dazu.

Daniil Kwjat

Kwjat: Hat er noch eine Chance auf das Red-Bull-Cockpit?

Mit 49 Jahren hat das Toro-Rosso-Duo mehr Jahre auf dem Buckel wie die Red-Bull-Stammfahrer (45 Jahre), auch verfügen sie über die meiste Erfahrung. Könnte es daher sogar möglich sein, dass Daniil Kwjat noch einmal den Sprung in ein Topteam schafft?

"Das glaube ich schon", antwortet der Red-Bull-Motorsportkonsulent bedacht. "Wie gesagt, er muss noch konstanter werden, aber wie schon erwähnt, das letzte Rennen in Abu Dhabi war eines seiner stärksten."


Link zum Newseintrag

Benutzeravatar
SBinotto
Kartfahrer
Beiträge: 110
Registriert: 28.10.2019, 10:51
Lieblingsfahrer: S. Vettel
Lieblingsteam: Scuderia Ferrari
Kontaktdaten:

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von SBinotto » 19.01.2020, 22:36

Für mich irgendwie immer noch unverständlich, warum man nicht Kvyat in den Red Bull gepackt hat. Anhand seiner damaligen Leistungen neben Ricciardo im Red Bull würde ich ihn schon stärker einschätzen. Er hatte Ricciardo geschlagen, obwohl Kvyat ein DNF/DNS mehr hatte.

Allerdings hatte Kvyat zu dem Zeitpunkt insgesamt schon mehr F1 Erfahrung. Kann natürlich sein, dass Albon zu dem gleichen Karrierezeitpunkt genauso mittel/stark fährt wie Kvyat. Jetzt kann ich die beiden schwer miteinander vergleichen.

Ich halte es nicht gerade für die falsche Entscheidung, dass Albon das RB Cockpit bekommen hat, aber auch nicht unbedingt für die *einzig* richtige. Ich hätte gerne noch einen "Vergleichstausch" gesehen, wie schon in früheren Beiträgen geschrieben. Erst Kvyat für 4-5 Rennen im RB, dann Albon für 4-5 Rennen. Bleibt aber wohl ein Gedankenspiel :(
Pronto Sebastian, SBinalla!

Bild
Bild
Bild
Bild

Plauze
Mehrfacher Champion
Mehrfacher Champion
Beiträge: 12172
Registriert: 15.06.2011, 03:02

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von Plauze » 20.01.2020, 08:06

Also gut, da hat man halt Albon die Chance gegeben, zu zeigen, wie er sich im Red Bull schlägt. Und obwohl der Mann zweifellos talentiert ist, zeigt sich: Er ist zwar konstanter als Gasly, bezüglich seiner Resultate aber auch nicht um ein vielfaches besser. Das Luxusproblem der Red-Bull-Funktionäre ist, dass sie einen Verstappen im ersten Cockpit sitzen haben, der ein Talent ist, wie es in 25 Jahren unter tausend Fahrern vielleicht zwei, drei Mal vorkommt. Setze dagegen irgendeinen x-beliebigen Juniorpiloten ins Auto in der Garage nebenan, und er kann nur verlieren, selbst wenn er für sich genommen richtig gut ist.
Gasly ist bei Red Bull sehr schwach aufgetreten, aber er ist jetzt mitnichten wiederauferstanden, sondern kommt mit dem vertrauten Toro-Rosso-Rennstall und ohne Druck besser zurecht als bei Red Bull, wo er plötzlich hin katapultiert wurde. Auch die Leistungen eines Albon sahen bei Toro Rosso beeindruckender aus als bei Red Bull, weil da eben nicht dieser verflixte Verstappen im anderen Auto saß. Es ist alles eine Frage der Perspektive.

Und jedes Mal, wenn Helmut Marko schlecht über Daniil Kvyat redet, ist das ja eigentlich ein Eingeständnis des eigenen Versagens, denn wenn man so jemanden, der im Topteam (dem Anschein nach) auf ganzer Linie enttäuscht hat und seitdem auch nicht wiederauferstanden ist, trotzdem noch bei Toro Rosso durchschleppen muss, kann es mit der Qualität der Talentförderung bei den Bullen ja nicht so besonders weit her sein...
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

Derbe_klopp_te
Rookie
Rookie
Beiträge: 1016
Registriert: 26.07.2007, 20:24

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von Derbe_klopp_te » 20.01.2020, 09:01

Also ich finde, dass die 'Degradierungen' von Kvyat und Gasly nicht direkt vergleichbar sind.
Kvyat hatte in der Vorsaison mehr Punkte eingefahren, als der Hoch eingeschätzte Ricciardo. In der folgesaison ist er nach 4 Rennen degradiert worden, obwohl er dabei schon einen Podestplatz eingefahren hatte.
Das man trotz guter Leistungen (mein gott da ist er halt mal Vettel reingefahren, war sehr sehr dumm, aber das muss man auchmal abhaken können) im ersten Team Rausfliegt, ist schon extrem hart und kann einen Fahrer brechen.
Gasly dagegen hat die ganze Saison bisdato versemmelt und konnte das deswegen auch als befreiung sehen. Im artikel wird ja erklärt wie sehr er sich an den überaus talentierten TK die Zähne ausbiss...

Benutzeravatar
Connaisseur
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2505
Registriert: 16.07.2010, 11:24

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von Connaisseur » 20.01.2020, 09:40

Derbe_klopp_te hat geschrieben:
20.01.2020, 09:01
Also ich finde, dass die 'Degradierungen' von Kvyat und Gasly nicht direkt vergleichbar sind.
Kvyat hatte in der Vorsaison mehr Punkte eingefahren, als der Hoch eingeschätzte Ricciardo. In der folgesaison ist er nach 4 Rennen degradiert worden, obwohl er dabei schon einen Podestplatz eingefahren hatte.
Das man trotz guter Leistungen (mein gott da ist er halt mal Vettel reingefahren, war sehr sehr dumm, aber das muss man auchmal abhaken können) im ersten Team Rausfliegt, ist schon extrem hart und kann einen Fahrer brechen.
Gasly dagegen hat die ganze Saison bisdato versemmelt und konnte das deswegen auch als befreiung sehen. Im artikel wird ja erklärt wie sehr er sich an den überaus talentierten TK die Zähne ausbiss...
Der inoffizielle Hintergrund bei der Degradierung Kwyats war doch, dass man nur einen Vorwand suchte, um Verstappen endlich in den RB zu lotsen. Da kamen die Scharmützel gerade recht.

Derbe_klopp_te
Rookie
Rookie
Beiträge: 1016
Registriert: 26.07.2007, 20:24

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von Derbe_klopp_te » 20.01.2020, 12:20

Ja genau, aber genau deswegen ist es halt viel verständlicher, dass Kvyat sich davon nicht so richtig erholt hat und Gasly halt schon.
Man hat Kvyat einfach geopfert und ihm unrecht getan.
Alles was danach kommt ist halt nur bla bla...

D-Zug
Testfahrer
Beiträge: 916
Registriert: 18.03.2019, 19:14

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von D-Zug » 20.01.2020, 12:49

Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden
?!?!

Beide greifen in Chaosrennen im schlechten Auto ein Podium ab.

Gut, wenn man innerhalb des "nicht Beeindruckend Seins" noch weiter auffächern möchte, kann man darüber diskutieren, ob Kvyat oder Gasly besser/schlechter ist...

D-Zug
Testfahrer
Beiträge: 916
Registriert: 18.03.2019, 19:14

Re: Helmut Marko: Gasly ist "im Gegensatz zu Kwjat" wiederauferstanden

Beitrag von D-Zug » 20.01.2020, 12:58

Derbe_klopp_te hat geschrieben:
20.01.2020, 12:20
Ja genau, aber genau deswegen ist es halt viel verständlicher, dass Kvyat sich davon nicht so richtig erholt hat und Gasly halt schon.
Man hat Kvyat einfach geopfert und ihm unrecht getan.
Alles was danach kommt ist halt nur bla bla...
Wie soll man ihn nicht opfern? Nicht mal einen Bruchteil von dem was Verstappen hinbekommen hat hätte Kwyat im Red Bull 2016 bis 2019 hingekriegt.

Nur Speed oder Liuzzi oder Bourdais wären vermutlich noch schlechter in der Toro Rosso-Geschichte.

Buemi/Vergne/Alguersuari wären ca. Gasly/Kwyat/(u.U. Albon)-Niveau.

Antworten