Berger: Leclerc die "nächste Generation", Vettel muss sich "wehren"

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Berger: Leclerc die "nächste Generation", Vettel muss sich "wehren"

Beitrag von Redaktion » 05.12.2019, 08:25

Gerhard Berger glaubt, dass sich Sebastian Vettel 2020 warm anziehen muss, wenn er sich bei Ferrari gegen Charles Leclerc durchsetzen möchte
Gerhard Berger

Gerhard Berger am Montag bei der Aufzeichnung der 'ServusTV'-Sendung

Der ehemalige Formel-1-Pilot Gerhard Berger glaubt, dass 2020 für Sebastian Vettel ein besonders wichtiges Jahr werden könnte, wenn er sich den Traum vom WM-Titel auf Ferrari erfüllen möchte: "Leclerc ist die Jugend, ist die nächste Generation", sagt der heutige DTM-Chef im Interview mit 'ServusTV'. Folgerichtig müsse sich Vettel gegen dessen Angriff "wehren".

"Er hat ganz klar erkannt, dass er mit Leclerc einen Mann im Team hat, gegen den er alle Register ziehen muss, seine Erfahrung spielen lassen muss, die er bei vier WM-Titeln gesammelt hat. Für nächstes Jahr wird das sicher eine harte Nummer", glaubt Berger.

"Der Bursche ist schnell, ist auch schon ganz schön ausgeschlafen, auch ein bisschen in den Herzen der Italiener. Sebastian muss nächstes Jahr richtig angreifen."

Berger spielt damit auf Situationen wie in Monza an, wo Leclerc seine ganze Abgebrühtheit in die Waagschale geworfen hat. Zuerst mit einer nicht ganz sauberen Taktik im Qualifying, die verhinderte, dass Vettel auf seine schnelle Runde gehen konnte. Dann mit einem harten Manöver gegen Lewis Hamilton, das ihm den von den Tifosi vielumjubelten Sieg sicherte.

Ferrari habe "zwei Alphatiere" im Team, analysiert der zehnfache Grand-Prix-Sieger: "Der Vorteil ist, dass die Zitrone ausgepresst wird. Das heißt, die Technik wird bis ins Letzte genutzt. Der Nachteil ist, dass das jemand managen muss. Aber wenn man zurückschaut, haben die erfolgreichen Teams das immer gemacht."

"Frank Williams hat immer die zwei Schnellsten, die er bekommen hat, gegeneinander fahren lassen. Enzo Ferrari hat immer darauf geachtet, seine Nummer 1 unter Druck zu setzen und die Nummer 2 vielleicht eines Tages zur Nummer 1 zu machen."

Insofern sei so eine Situation "nichts Neues", sagt Berger.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 05.12.2019, 08:25, insgesamt 2-mal geändert.

SEVENDREAM
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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von SEVENDREAM » 05.12.2019, 09:08

Klaub ich auch das er sich warm anziehen muss ... Dieses Jahr war Leclerc noch ein Lehrling bei Ferrari ...

Ich kann mich nicht mehr errinern wann letztes Mal ein Neuling einen mehrfachenWeltmeister in Punkten gebugelt hat ... Ausser natürlich RIC mit Vettel ...

Sogar 1988 hatte Prost mehr Punkte als Senna und dieser fuhr schon sein fünftes Jahr ...

Sehr starke Leistung von Leclerc ! Für mich ist Hamilton auf einer Stuffe mit den Prosts, Sennas, Schumachers, ... Aber ist das Vettel auch ?

Es ist doch schon das zweite Mal das es passiert ist ... Wievielle Titel hätte er wenn er gegen einen RIC oder LEC oder HAM oder ALO im gleichen Team gefahren wäre ? Wahrscheinlich nicht soviele, vielleicht keinen ...

Oder ist er doch ein ganz grosser und Leclerc noch etwas besser ? ...

Bin gespannt auf 2020 ... Im gegensatz von 2019, wird Vettel nicht mit einem Number one Status in die Saison gehen ...

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von D-Zug » 05.12.2019, 10:58

SEVENDREAM hat geschrieben:
05.12.2019, 09:08
Klaub ich auch das er sich warm anziehen muss ... Dieses Jahr war Leclerc noch ein Lehrling bei Ferrari ...

Ich kann mich nicht mehr errinern wann letztes Mal ein Neuling einen mehrfachenWeltmeister in Punkten gebugelt hat ... Ausser natürlich RIC mit Vettel ...

Sogar 1988 hatte Prost mehr Punkte als Senna und dieser fuhr schon sein fünftes Jahr ...

Sehr starke Leistung von Leclerc ! Für mich ist Hamilton auf einer Stuffe mit den Prosts, Sennas, Schumachers, ... Aber ist das Vettel auch ?
Leclerc ist nicht auf einer Stufe mit Senna, Prost,...

Müsste dann Ricciardo ja auch sein: er tat 2014 schließlich dasselbe mit Vettel, was Leclerc 2019 tat.

Leider ist Vettel nicht der super außergewöhnliche Fahrer, was einem die bisher vier Titel und über 50 Siege suggerieren möchten.

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Spocki
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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Spocki » 05.12.2019, 11:15

D-Zug hat geschrieben:
05.12.2019, 10:58

Leider ist Vettel nicht der super außergewöhnliche Fahrer, was einem die bisher vier Titel und über 50 Siege suggerieren möchten.
Hat er seine Titel und Siege im Happymeal gezogen?

Oder wie kommst du zu der Erkenntnis? Weil er Punktemäßig verloren hatte und länger keinen Titel mehr einfuhr?

Schumacher und Alonso sind dann wohl auch schlechter, als Titel und Siege suggerieren nehme ich an.

Wie ich solche „Feststellungen“ hasse. Auf der einen Seite Leclerc in den Himmel loben, aber gleichzeitig die Leistung relativieren, weil vettel ja bestenfalls ein b-klasse Fahrer ist. Da verstehe einer die Logik.

Wenn Leclerc mal Hamilton mit einem größeren Abstand schlägt, als vettel, ist vettel dann besser als Hamilton trotz dann vielleicht 8,9 Titeln?....hmm...
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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von chrisspeed » 05.12.2019, 11:21

Wie oft wurde Hamilton schon von seinem Teamkollegen geschlagen? Doch bestimmt auch 2x, oder?

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von ALO95 » 05.12.2019, 11:55

Spocki hat geschrieben:
05.12.2019, 11:15
D-Zug hat geschrieben:
05.12.2019, 10:58

Leider ist Vettel nicht der super außergewöhnliche Fahrer, was einem die bisher vier Titel und über 50 Siege suggerieren möchten.
Hat er seine Titel und Siege im Happymeal gezogen?

Oder wie kommst du zu der Erkenntnis? Weil er Punktemäßig verloren hatte und länger keinen Titel mehr einfuhr?

Schumacher und Alonso sind dann wohl auch schlechter, als Titel und Siege suggerieren nehme ich an.

Wie ich solche „Feststellungen“ hasse. Auf der einen Seite Leclerc in den Himmel loben, aber gleichzeitig die Leistung relativieren, weil vettel ja bestenfalls ein b-klasse Fahrer ist. Da verstehe einer die Logik.

Wenn Leclerc mal Hamilton mit einem größeren Abstand schlägt, als vettel, ist vettel dann besser als Hamilton trotz dann vielleicht 8,9 Titeln?....hmm...
Ohne teaminterne Konkurrenz im besten Auto kann Vettel brillieren. Ich will auch gar nicht bestreiten dass er da das Maximum aus dem Auto herausgeholt hat. Aber sobald er nur ein wenig unter Druck gerät wird er extrem fehleranfällig und das ist sicher nicht eines 4fachen WM würdig. Vettel ist sicher nicht in der Liga eines Alonso und Hamilton.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von harrrys » 05.12.2019, 12:07

chrisspeed hat geschrieben:
05.12.2019, 11:21
Wie oft wurde Hamilton schon von seinem Teamkollegen geschlagen? Doch bestimmt auch 2x, oder?
Unterm Strich nie, er hat zwar gegen button und rosberg je ein jahr verloren aber auch gegen beide 2 jahre gewonnen, von daher hat er alle seine teamkollegen besiegt. Vettel gegen 2 seiner 3 letzten Teamkollegen verloren und das sind beides keine weltmeister. Nach ricciardo ist er ja bekanntlich geflüchtet, aber wenn er die nächsten 2 Jahre gegen leclerc gewinnt kann er vielleicht dieses duell noch drehen.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Spocki » 05.12.2019, 12:12

ALO95 hat geschrieben:
05.12.2019, 11:55
Spocki hat geschrieben:
05.12.2019, 11:15
D-Zug hat geschrieben:
05.12.2019, 10:58

Leider ist Vettel nicht der super außergewöhnliche Fahrer, was einem die bisher vier Titel und über 50 Siege suggerieren möchten.
Hat er seine Titel und Siege im Happymeal gezogen?

Oder wie kommst du zu der Erkenntnis? Weil er Punktemäßig verloren hatte und länger keinen Titel mehr einfuhr?

Schumacher und Alonso sind dann wohl auch schlechter, als Titel und Siege suggerieren nehme ich an.

Wie ich solche „Feststellungen“ hasse. Auf der einen Seite Leclerc in den Himmel loben, aber gleichzeitig die Leistung relativieren, weil vettel ja bestenfalls ein b-klasse Fahrer ist. Da verstehe einer die Logik.

Wenn Leclerc mal Hamilton mit einem größeren Abstand schlägt, als vettel, ist vettel dann besser als Hamilton trotz dann vielleicht 8,9 Titeln?....hmm...
Ohne teaminterne Konkurrenz im besten Auto kann Vettel brillieren. Ich will auch gar nicht bestreiten dass er da das Maximum aus dem Auto herausgeholt hat. Aber sobald er nur ein wenig unter Druck gerät wird er extrem fehleranfällig und das ist sicher nicht eines 4fachen WM würdig. Vettel ist sicher nicht in der Liga eines Alonso und Hamilton.
Ich würde behaupten der Druck in Abu Dhabi 2010 und 2012 war immens. Brasilien 2012 auch.
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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von afa1515 » 05.12.2019, 12:20

Ich sag mal, Vettel MUSS dominieren.

Weil wenn er nur gleich gut wie Leclerc ist, dann bringt er Ferrari nichts. Dann setzt man gleich auf den Leclerc und holt eine konstante Nummer 2 rein. Von den 4 Titeln und 53 Siegen kann er sich nichts kaufen, wenn er dann trotzdem der Langsamere ist.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Formula_1 » 05.12.2019, 12:28

Ich verstehe nicht, warum viele nur einen ganz bestimmten Typen von Fahrer für "würdig" halten. Es geht in der Formel 1 darum, mit einem speziellen Auto (was neben einem selbst nur der Teamkollege fährt) der schnellste zu sein. Es geht nicht darum, mit einem nicht so schnellen Auto, dass für alle gleich ist, möglichst viel heraus zu holen.

Mal ein Beispiel aus anderen Sportarten, die etwas mit "Laufen" zu tun haben: Jeder, der auch nur hobbymäßig läuft, wird wissen, dass verschiedene Schuhe unterschiedlich geformt sind (trotz gleicher Größe). Da ist es doch wohl selbstverständlich, dass ein Profisportler nicht mit dem Modell läuft, dass ihm überhaupt nicht liegt.

Aber in der Formel 1, in der das Auto viel essentieller ist, da soll dann jeder mit jedem Auto gut klar kommen müssen, um als schneller Fahrer "akzeptiert" zu werden? Das ist doch Quatsch... Man ist dann vielseitig, aber über die Qualitäten "der schnellste" sagt das auch noch nichts aus.

Nochmal ein Beispiel: Wir haben zwei Autos, A und B. Auto A ist die Referenz und damit erreicht ein perfekter Fahrer "100 %", Auto B ist nahe dran, damit kann "95 %" im Idealfall erreicht werden. Und wir haben zwei Fahrer: Fahrer X, und Fahrer Y.
Nun dürfen beide mit beiden Autos fahren. Fahrer X erreicht mit Auto A "98 %", mit Auto B "90 %". Fahrer Y hingegen erreicht mit Auto A "95 %" und mit Auto B "92 %". Insgesamt der schnellste aus den Konstellationen ist für mich Fahrer X, auch wenn er mit Auto B von Fahrer Y geschlagen werden würde (wenn er selber auch das Auto B fährt).

Vom Teamkollegen geschlagen werden ist für mich einfach nicht relevant, solange es nicht mal ansatzweise um die WM ging. Ehrlich gesagt empfinde ich es als größere Pleite für einen Fahrer, wenn der Teamkollege WM wird, und das ist zumindest bisher nun noch nicht bei Vettel passiert.

Leclerc wird seit der Ansage, dass er bei Ferrari fahren wird, natürlich von vielen Seiten als der neue Heilsbringer betrachtet, dass kann ich auch nachvollziehen. Aber in meinen Augen muss er der Rolle erstmal gerecht werden, man hat gut gesehen, dass Vettel auch wieder oft stärker war als Leclerc, als das Auto wieder besser zu Vettel passte.

Ich denke auf jeden Fall, dass beide nächstes Jahr eine Chance haben, wenn das Team und Auto mitspielt.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 05.12.2019, 12:29

"Der Bursche ist schnell, ist auch schon ganz schön ausgeschlafen, auch ein bisschen in den Herzen der Italiener.
Ich glaube diese Aussage von Gerhard Berger ist etwas untertrieben. Spätestens nach seinem Sieg beim Italien GP in Monza, worauf Ferrari seit dem Jahr 2010 gewartet hat, ist Charles Leclerc nicht nur ein bisschen in den Herzen der Italiener, sondern voll und ganz!
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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Formula_1 » 05.12.2019, 12:33

afa1515 hat geschrieben:
05.12.2019, 12:20
Ich sag mal, Vettel MUSS dominieren.

Weil wenn er nur gleich gut wie Leclerc ist, dann bringt er Ferrari nichts. Dann setzt man gleich auf den Leclerc und holt eine konstante Nummer 2 rein. Von den 4 Titeln und 53 Siegen kann er sich nichts kaufen, wenn er dann trotzdem der Langsamere ist.
Wenn das Auto beiden Fahrern liegt und auch überhaupt potentiell für P1 und P2 ist, gebe ich dir Recht, dass er schneller sein sollte. Ich denke unter den Umständen wird Vettel das aber auch sein. Geht es wieder nur um den Blumentopf und stellt Ferrari wieder ein instabiles Auto hin, wird Leclerc wohl vorne liegen.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von Formula_1 » 05.12.2019, 12:36

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
05.12.2019, 12:29
"Der Bursche ist schnell, ist auch schon ganz schön ausgeschlafen, auch ein bisschen in den Herzen der Italiener.
Ich glaube diese Aussage von Gerhard Berger ist etwas untertrieben. Spätestens nach seinem Sieg beim Italien GP in Monza, worauf Ferrari seit dem Jahr 2010 gewartet hat, ist Charles Leclerc nicht nur ein bisschen in den Herzen der Italiener, sondern voll und ganz!
Und ich bin mir recht sicher, dass es auch unter den Italienern Leute gibt, die die Augen offen haben und hauptsächlich bei dem Wochenende erkannt haben, dass Leclerc eine Doppelpole weggeschmissen hat und dadurch den Sieg in größte Gefahr gebracht hat. Ferrari war dieses Jahr für Monza Favorit, wenn dieses Auto irgendwas konnte, dann solche Strecken.

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von afa1515 » 05.12.2019, 12:48

Formula_1 hat geschrieben:
05.12.2019, 12:28
Aber in der Formel 1, in der das Auto viel essentieller ist, da soll dann jeder mit jedem Auto gut klar kommen müssen, um als schneller Fahrer "akzeptiert" zu werden? Das ist doch Quatsch... Man ist dann vielseitig, aber über die Qualitäten "der schnellste" sagt das auch noch nichts aus.
Als Topfahrer sollte man aus jedem Auto zumindest 99% rausholen können. Die Argumentation find ich daher ein wenig schwach, weil dann kann ich ja immer mit dem Argument kommen, dass Fahrer X mit einem anderen Auto Fahrer Y ganz sicher geschlagen hätte. Vettel fährt seit 5 Jahren bei Ferrari und hatte sicher Mitspracherecht in der Entwicklung. Trotzdem kommt auf einmal Leclerc daher und war quasi schon im 2. Rennen der Schnellere. Natürlich kann man jetzt mit Zahlen hin und her werfen, aber wenn er nur schnell ist, wenn ihm das Auto zu 100% liegt, dann spricht dass nicht gerade für ihm. Und Leclerc hatte ja auch oft genug selbst Probleme...Baku, Monaco, Japan und Mexiko.

Vielleicht muss man auch annehmen, dass Vettel zwar einer der schnellsten ist, aber trotzdem nicht zur absoluten Speerspitze gehört?

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Re: Berger: Leclerc die

Beitrag von D-Zug » 05.12.2019, 12:48

Spocki hat geschrieben:
05.12.2019, 11:15
D-Zug hat geschrieben:
05.12.2019, 10:58

Leider ist Vettel nicht der super außergewöhnliche Fahrer, was einem die bisher vier Titel und über 50 Siege suggerieren möchten.
Hat er seine Titel und Siege im Happymeal gezogen?

Oder wie kommst du zu der Erkenntnis? Weil er Punktemäßig verloren hatte und länger keinen Titel mehr einfuhr?

Schumacher und Alonso sind dann wohl auch schlechter, als Titel und Siege suggerieren nehme ich an.

Wie ich solche „Feststellungen“ hasse. Auf der einen Seite Leclerc in den Himmel loben, aber gleichzeitig die Leistung relativieren, weil vettel ja bestenfalls ein b-klasse Fahrer ist. Da verstehe einer die Logik.

Wenn Leclerc mal Hamilton mit einem größeren Abstand schlägt, als vettel, ist vettel dann besser als Hamilton trotz dann vielleicht 8,9 Titeln?....hmm...
Also harrrys hat es schon angedeutet. Sowohl Button als auch Rosberg waren Weltmeister-Fahrer. Ricciardo und Leclerc nicht und bleiben es vielleicht sogar auch. Wenn doch, dann "verbessert" sich Vettels Bilanz gegen die natürlich im Nachhinein.

Außerdem: Sowohl gegen Button und gegen Rosberg hat er in jenen "Niederlagesaisons" 2011, 2016 nie weniger Siege gehabt. Und dann als Beilage auch noch vom Speed her klar in die Schranken gewiesen (Qualifyingduell, Poles).

Bei Vettel? Nichts dergleichen in dessen Niederlagesaisons. Komplett untergegangen (sowohl Siege als auch Qualifying) gegen (womöglich) nur Nicht-Weltmeister-Fahrer.

Wo wir bei Qualifying sind: ist Liuzzi auch Senna-, Prost-Kategorie? Er hat Vettel 2007 im Qualifyingduell geschlagen. Jetzt kommt wahrscheinlich, "Rookie!", und darauf kann man nur antworten, "LIUZZI".

Selbst wenn man komplett unvorbereitet in eine Kiste gesteckt wird, vernichtet man als tatsächlicher späterer sehr viel-facher Fahrer bloß so jemanden wie Liuzzi oder de Cesaris (siehe z.B. Schumacher 1991 in Belgien).

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