Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

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Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von Redaktion » 03.12.2019, 21:12

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ist frustriert nach dem Abu-Dhabi-Rennen und würde die Q2-Reifenregel am liebsten sofort abschaffen

Die Q2-Reifenregel sorgt in der Formel 1 immer wieder für Diskussionsstoff. Die FIA hat den Teams gar die Abschaffung der Regel vorgeschlagen, diese wurde jedoch abgelehnt. Renault-Teamchef Cyril Abiteboul ist darüber gar nicht erfreut. Er zeigt sich wütend über die "dumme" Vorschrift.

Jeder Fahrer, der das Q2 passiert und in das Q3 aufsteigt, muss auf jenem Q2-Reifen starten. So wollen es die Regularien. Da die Topteams allerdings in dieser Saison einen solch starken Pacevorteil genossen und sich meist auf dem härteren Medium-Reifen für Q3 qualifizierten, wurde der Nachteil für die dahinterliegenden Mittelfeldfahrer umso größer.

Diese mussten auf den gebrauchten weichen Reifen starten und waren obendrein gegenüber jenen Fahrern außerhalb der Top 10, die freie Reifenwahl genossen, im Nachteil. In Abu Dhabi war es Renault gelungen, sich mit Daniel Ricciardo und Nico Hülkenberg auf den Rängen acht und zehn zu qualifizieren.

Beide wurden im Rennen allerdings von Sergio Perez und Daniil Kwjat überholt, die beide außerhalb der Top 10 auf frischen Medium-Reifen gestartet waren. "Das war das schlimmste Szenario im Rennen", meint Abiteboul gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

"Wir haben einmal mehr die Demonstration dieser dummen Regel gesehen, indem wir auf dem Soft starten mussten. Das hat den Jungs hinter uns einen Vorteil verschafft." Pläne, diese Regel schon 2020 abzuschaffen, wurden von den Teams in der Strategiegruppe abgelehnt.

Da die Deadline für Regeländerungen mit 30. April bereits lange verstrichen war, hätte es dafür ein einstimmiges Ergebnis gebraucht. Die Topteams und manche ihrer Satellitenteams stimmen gegen die Abschaffung. Daher wird die Regel im kommenden Jahr bleiben.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim GP Abu Dhabi

Alfa Romeo C38: Frontflügel

Alfa Romeo C38: Frontflügel

"In der Strategiegruppe waren wir uns alle einig [,dass wir die Regel abschaffen wollen]. Aber dann kam es zur Abstimmung und alle Abmachungen lebten wieder auf. Das macht mich ehrlich gesagt sehr wütend." Er verrät, dass die Topteams gegen eine Änderung lobbyiert hätten.

"Die Regeln wurden von den Topteams schließlich gemacht, um sie zu schützen. Ich denke nicht, dass sie das brauchen, aber es ist eine weitere Schutzmaßnahme." Auch den Kundenteams der Hersteller würde die Regel helfen. "Wir, McLaren und Renault, sind die Mittelklasse, wie ich uns nenne, und werden meistens eingequetscht."

Auch Renault profitierte bereits von der Regel, als Ricciardo und Hülkenberg außerhalb der Top 10 starteten, wie in Mexiko oder Japan. "Aber ich will die Regel ja nicht behalten, nur weil es manchmal zu unserem Vorteil ist. Das ist einfach dumm, die muss verschwinden."

In Abu Dhabi seien seine Fahrer außerdem noch weiter gehindert worden, die frühe Pace auf den Softs auszunutzen, da das DRS nicht funktionierte. "Das hat uns übel mitgespielt, da wir die McLaren nicht überholen konnten, die am Start deutlich langsamer waren als wir."

Diese Umstände seien äußerst frustrierend gewesen, gibt der Teamchef zu. Auch Teamdirektor Marcin Budkowski ist die Q2-Regel ein Dorn im Auge: "Leider waren die Startplätze sieben bis zehn ein massiver Nachteil aufgrund der Reifen-Regel. Das haben wir auch schon vergangenes Jahr gesehen."


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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von abloo » 03.12.2019, 22:57

Stimmt. Aufgrund des abstandes zwischen den topteams und der mittelfeldteams zeigt diese regel kaum mehr wirkung ausser bei den mittelfeldteams.

Aber was ändern? Hilft es sie nur abzuschaffen oder würde ein zusätzlicher reifensatz für alle ab platz 11 was ändern? Oder die bekloppte durchflussmengenbegrenzung ab platz 11 etwas erhöhen das mittelfeldteams näher dran sind?

So oder so schwierige ausgangslage...

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von onebox » 04.12.2019, 08:37

Ich mag die Regel auch nicht.
Zumal meiner Meinung nach viele die Regel nicht mal verstehen.
Da muss RTL noch mehr Aufklärung betreiben :wink2:

Die einfachste Lösung wäre freie Reifenwahl. Und Abschaffung der Pflichtboxenstopps.

Die Zuschauer sind weniger verwirrt und einer der vielen künstlichen Spannungselemente wäre endlich wieder verschwunden.

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von AktenTaschenAkne » 04.12.2019, 08:49

Da muss ich dem Abi mal recht geben. Die Regel verfehlt bei den aktuellen Leistungsverhältnissen ihre Wirkung.

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von Manisch » 04.12.2019, 11:31

Kann ich absolut verstehen und dagegen poltert Renault ja auch schon eine Weile.
Beim momentanen Feld würde es wohl nur es bringen, wenn die Top 6 mit den Quali-Reifen fahren müssten.

Im Gegenzug frage ich mich, inwiefern das von den Mittelfeldteams bereits taktisch ausgenutzt wird, um "leider ganz, ganz knapp" auf Platz 11 zu landen.

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marcel-85
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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von marcel-85 » 04.12.2019, 11:37

Sehe ich genauso, wobei noch viel mehr Regeln abgeschafft gehören.
-Freie Reifenwahl für alle
-Pflicht-Boxenstopp abschaffen
-nur noch 2 (max. 3) Reifenmischungen überhaupt
-(am besten noch das Nachtanken wieder erlauben - aber das wurde ja in anderen Threads schon genug diskutiert - ich wäre auf jeden Fall dafür)

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von Sportsmann » 04.12.2019, 13:09

marcel-85 hat geschrieben:
04.12.2019, 11:37
Sehe ich genauso, wobei noch viel mehr Regeln abgeschafft gehören.
-Freie Reifenwahl für alle
-Pflicht-Boxenstopp abschaffen
-nur noch 2 (max. 3) Reifenmischungen überhaupt
-(am besten noch das Nachtanken wieder erlauben - aber das wurde ja in anderen Threads schon genug diskutiert - ich wäre auf jeden Fall dafür)
Ich bin bei der aktuellen Formel-1 mit dem Überholproblem eher für 2 Pflichtboxenstopps - weil das oft das einzige Spannungselement ist. Topfahrer überholen sich leider normalerweise sowieso nicht, abgesehen von Ferraris die kassiert werden weil sie im Qualifying gut und im Rennen weniger gut sind, oder wegen "Der Strategie". Aber ich habe auch nichts gegen eine Abschaffung.
2 oder 3 Reifenmischungen sind nicht sinnvoll. Wenn dann das Heizdeckenverbot doch noch kommen sollte, viel Spaß dabei den weichsten Reifen, in Monaco oder bei kühlen Temperaturen und Safetycar, auf Temperatur zu bringen. Das wird nicht gehen, wenn derselbe Reifen auch in Silverstone und Suzuka gefahren wird und man dort nicht nach 3-5 Runden die Gummifetzen nach Reifenplatzern aufsammeln will. Härtegrad, Grip, Temperaturresistenz, Reifenabrieb, Erwärmbarkeit - das alles sind Faktoren die kompliziert zusammengehören. Der einzige Weg aus dem Dilemma sind mehrere Reifenmischungen, damit man sowohl in kühlen Regionen bzw. bei entsprechenden Jahreszeiten und auch in heissen Regionen und auf Strecken mit viel und wenig Reifenbelastung, bzw. Abrieb -auch beeinflusst durch den Asphalt - fahren kann.
Es gab nicht umsonst den Ultrasoft erst nur in Monaco, der dann zum Hypersoft wurde - wobei er glaube ich nur minimal "weicher" wurde. Massa und wie sie alle heissen haben lautstark betont dass man dort weichere Reifen fahren müsse - also kamen sie und das Prozedere von 2-3 Aufwärmrunden wurde zu 1-2 Aufwärmrunden reduziert. Mit 2 Reifenmischungen kannst du den GP fahren ohne Stopp, bevor die Reifen warm werden. Der GP wäre für mich dann ein F1-freier Tag, auch wenn es sicherlich wieder mehr Crashs geben würde wegen der rutschigen kalten Reifen.
So wie ich aktuell für Pflichtboxenstopps bin, damit nicht fast immer nur 1 Stopp gefahren wird mit den härtesten Reifen, so bin ich dem Nachtanken nicht abgeneigt. Aber dann kommen wir wieder zur Verschiebung hin zum taktischen Rennen, anstatt der Rennaction auf der Strecke. Das wäre aktuell sicher positiv, weil diese Taktikspielchen meist der interessanteste Teil sind. Sobald Überholen in der F1 möglich ist, bitte alles davon wieder abschaffen und zu einfacherem Rennsport zurückkehren.
Für den Moment würde ich vorschlagen: Die Reifenwahl für Strecke muss weicher werden. Es liesse sich beim härtesten Reifen z.B.statt C2, C3 oder C4 nehmen, so dass 2-3 Stopps nötig sind. Da wäre dann keine Pflicht zu Boxenstopps nötig und Stoppen wäre trotzdem sinnvoll. Das wäre "aktuell" meine Lieblingsvariante. Dann auch gerne ohne Nachtanken, weil ich lieber viele blitschnelle Boxenstopps sehen will.

Zum Artikel:
Man kann dem nur hinzufügen, dass dieses gepolter jetzt so laut ist, weil das Medium hier nicht "sagen" schreiben wollte und weil Renault und McLaren dadurch benachteiligt wurden. Es ist auf vielen Strecken ein Nachteil gewesen mit dem weichen Reifen zu starten. Alle dahinter haben sich für die Mediums entschieden, oder sogar den harten. Am Eindrucksvollsten war das in Paul Ricard wo man Giovinazzi wahrlich nicht beglückwünschen konnte, dass er sich so gut in den Top10 platziert hatte. Was möglich wäre als Modifikation dieser nicht mehr, bzw. niemals wirklich sinnvollen Regel, wäre dass alle in den Top10 frische Reifen bekommen, mit dem Typ den sie in Q3 genutzt haben. So gäbe es nicht den quasi doppelten Nachteil von angefahrenen Reifen. Aber dann müsste Pirelli noch mehr Reifen liefern. Weg mit der willkürlichen Regel die bei P10 eine Grenze setzt, ohne sich auf die Kräfteverhältnisse zu konzentrieren.
Dass die Teams auf P11 gepokert haben glaube ich jedoch kaum, bzw. wenn nur selten. Denn das Mittelfeld ist sehr eng und wenn man dann auf P15 landet kommt man bestenfalls um die 4 nicht Topteamplätz nach vorne und ist auf P11. Pokern geht nur gut, wenn die Lücken größer sind und man eine Zielzeit fahren kann, die in die Lücke zwischen P10 und P11 passt.
Perez und Kvyat haben in Abu Dhabi einfach Glück gehabt, dass die Konkurrenz von hinten sich zerlegt hat und die Konkurrenz vorne auf der schlechteren Strategie war. Ich bin überzeugt dass die McLaren und Renault bei gleicher Strategie schneller gewesen wären.
Gesundheitstipp: Nach dem (30s) Händewaschen, wenn ihr vom Kühlen ins Warme kommt, reibt euch Hals, Ohren, Nase warm. (Nachfragen -> PN).
Suche Mäzen/in zur gemeinsamen Weltverbesserung - ebenfalls PN an mich ;)

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von marcel-85 » 04.12.2019, 18:59

Sportsmann hat geschrieben:
04.12.2019, 13:09
marcel-85 hat geschrieben:
04.12.2019, 11:37
Sehe ich genauso, wobei noch viel mehr Regeln abgeschafft gehören.
-Freie Reifenwahl für alle
-Pflicht-Boxenstopp abschaffen
-nur noch 2 (max. 3) Reifenmischungen überhaupt
-(am besten noch das Nachtanken wieder erlauben - aber das wurde ja in anderen Threads schon genug diskutiert - ich wäre auf jeden Fall dafür)
Ich bin bei der aktuellen Formel-1 mit dem Überholproblem eher für 2 Pflichtboxenstopps - weil das oft das einzige Spannungselement ist. Topfahrer überholen sich leider normalerweise sowieso nicht, abgesehen von Ferraris die kassiert werden weil sie im Qualifying gut und im Rennen weniger gut sind, oder wegen "Der Strategie". Aber ich habe auch nichts gegen eine Abschaffung.
2 oder 3 Reifenmischungen sind nicht sinnvoll. Wenn dann das Heizdeckenverbot doch noch kommen sollte, viel Spaß dabei den weichsten Reifen, in Monaco oder bei kühlen Temperaturen und Safetycar, auf Temperatur zu bringen. Das wird nicht gehen, wenn derselbe Reifen auch in Silverstone und Suzuka gefahren wird und man dort nicht nach 3-5 Runden die Gummifetzen nach Reifenplatzern aufsammeln will. Härtegrad, Grip, Temperaturresistenz, Reifenabrieb, Erwärmbarkeit - das alles sind Faktoren die kompliziert zusammengehören. Der einzige Weg aus dem Dilemma sind mehrere Reifenmischungen, damit man sowohl in kühlen Regionen bzw. bei entsprechenden Jahreszeiten und auch in heissen Regionen und auf Strecken mit viel und wenig Reifenbelastung, bzw. Abrieb -auch beeinflusst durch den Asphalt - fahren kann.
Es gab nicht umsonst den Ultrasoft erst nur in Monaco, der dann zum Hypersoft wurde - wobei er glaube ich nur minimal "weicher" wurde. Massa und wie sie alle heissen haben lautstark betont dass man dort weichere Reifen fahren müsse - also kamen sie und das Prozedere von 2-3 Aufwärmrunden wurde zu 1-2 Aufwärmrunden reduziert. Mit 2 Reifenmischungen kannst du den GP fahren ohne Stopp, bevor die Reifen warm werden. Der GP wäre für mich dann ein F1-freier Tag, auch wenn es sicherlich wieder mehr Crashs geben würde wegen der rutschigen kalten Reifen.
So wie ich aktuell für Pflichtboxenstopps bin, damit nicht fast immer nur 1 Stopp gefahren wird mit den härtesten Reifen, so bin ich dem Nachtanken nicht abgeneigt. Aber dann kommen wir wieder zur Verschiebung hin zum taktischen Rennen, anstatt der Rennaction auf der Strecke. Das wäre aktuell sicher positiv, weil diese Taktikspielchen meist der interessanteste Teil sind. Sobald Überholen in der F1 möglich ist, bitte alles davon wieder abschaffen und zu einfacherem Rennsport zurückkehren.
Für den Moment würde ich vorschlagen: Die Reifenwahl für Strecke muss weicher werden. Es liesse sich beim härtesten Reifen z.B.statt C2, C3 oder C4 nehmen, so dass 2-3 Stopps nötig sind. Da wäre dann keine Pflicht zu Boxenstopps nötig und Stoppen wäre trotzdem sinnvoll. Das wäre "aktuell" meine Lieblingsvariante. Dann auch gerne ohne Nachtanken, weil ich lieber viele blitschnelle Boxenstopps sehen will.

Zum Artikel:
Man kann dem nur hinzufügen, dass dieses gepolter jetzt so laut ist, weil das Medium hier nicht "sagen" schreiben wollte und weil Renault und McLaren dadurch benachteiligt wurden. Es ist auf vielen Strecken ein Nachteil gewesen mit dem weichen Reifen zu starten. Alle dahinter haben sich für die Mediums entschieden, oder sogar den harten. Am Eindrucksvollsten war das in Paul Ricard wo man Giovinazzi wahrlich nicht beglückwünschen konnte, dass er sich so gut in den Top10 platziert hatte. Was möglich wäre als Modifikation dieser nicht mehr, bzw. niemals wirklich sinnvollen Regel, wäre dass alle in den Top10 frische Reifen bekommen, mit dem Typ den sie in Q3 genutzt haben. So gäbe es nicht den quasi doppelten Nachteil von angefahrenen Reifen. Aber dann müsste Pirelli noch mehr Reifen liefern. Weg mit der willkürlichen Regel die bei P10 eine Grenze setzt, ohne sich auf die Kräfteverhältnisse zu konzentrieren.
Dass die Teams auf P11 gepokert haben glaube ich jedoch kaum, bzw. wenn nur selten. Denn das Mittelfeld ist sehr eng und wenn man dann auf P15 landet kommt man bestenfalls um die 4 nicht Topteamplätz nach vorne und ist auf P11. Pokern geht nur gut, wenn die Lücken größer sind und man eine Zielzeit fahren kann, die in die Lücke zwischen P10 und P11 passt.
Perez und Kvyat haben in Abu Dhabi einfach Glück gehabt, dass die Konkurrenz von hinten sich zerlegt hat und die Konkurrenz vorne auf der schlechteren Strategie war. Ich bin überzeugt dass die McLaren und Renault bei gleicher Strategie schneller gewesen wären.
So gesehen hast du schon recht. Ich hab mir zwar nicht alles durchgelesen, aber ich denke ich weiß,was du meinst. Mein Kommentar war natürlich sehr kurz und allgemein gehalten. Selbstverständlich müssten bei meinem Vorschlag die Reifen so angepasst werden, dass sie auf allen Strecken funktionieren. Wenn man dann auf einer Strecke mit einem stop durchkommt und auf einer anderen mit 4, dann ist das eben so. Außerdem war das auch in Bezug auf die neuen Regeln bezogen. Hauptsächlich will ich damit sagen, dass man von der Überreglementierung wegkommen muss und alles ein wenig einfacher wird. In der Formel 1 gibt es in jedem Bereich verbesserungspotential.

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von Simtek » 04.12.2019, 19:02

Schön und gut, aber wenn Renault nicht in der Lage ist ein Auto auf die Räder zu stellen mit dem man regelmässig ins Q3 fahren kann, dann sollte man sich auch ein bisschen an die eigene Nase fassen.
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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von Hoto » 05.12.2019, 00:13

Simtek hat geschrieben:
04.12.2019, 19:02
Schön und gut, aber wenn Renault nicht in der Lage ist ein Auto auf die Räder zu stellen mit dem man regelmässig ins Q3 fahren kann, dann sollte man sich auch ein bisschen an die eigene Nase fassen.
Wieso? Dann müssten sie ja praktisch immer mit diesem Nachteil leben.

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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von f1fan02 » 05.12.2019, 07:41

Taktisch interessanter wäre es wenn man zur alten Regel zurückkehrt, dass die Q3 Fahrer mit jenem Reifen starten müssen, mit denen sie in Q3 gefahren sind.
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Re: Q2-Reifenregel: Renault-Teamchef poltert über "dumme" Vorschrift

Beitrag von SBinotto » 05.12.2019, 20:04

Redaktion hat geschrieben:
03.12.2019, 21:12
...Die Topteams und manche ihrer Satellitenteams stimmen gegen die Abschaffung. Daher wird die Regel im kommenden Jahr bleiben....
Und genau deswegen sollten die Teams genau 0 Mitbestimmungsrecht haben. Sie könnten nach ihrer Meinung gefragt werden, mehr aber auch nicht. Beim Fußball entscheiden die Spieler auch nicht ob das jetzt ein Elfmeter wird oder eben nicht! :wall:
Pronto Sebastian, SBinalla!

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