Lewis Hamilton: Warum 2019 die "härteste" Saison war

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Lewis Hamilton: Warum 2019 die "härteste" Saison war

Beitrag von Redaktion » 13.11.2019, 12:48

Weltmeister Lewis Hamilton erklärt, dass er selbst in seinem sechsten WM-Jahr mit vielen Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen hatte
Lewis Hamilton

Lewis Hamilton meint: 2019 war das härteste Jahr bisher

Lewis Hamilton hat seinen Erfolgslauf 2019 fortgesetzt. Der Brite bezeichnete sein sechstes WM-Jahr als sein bisher "stärkstes" - allerdings sei es auch das "härteste" gewesen. Im Rückblick auf die Höhen und Tiefen dieser Saison lässt er auch die dunklen Momente nicht aus."Das war auf keinen Fall das einfachste Jahr. Ganz im Gegenteil war es das härteste für uns als Team", meint der Brite. Zwar feierte seine Mannschaft allein zu Saisonbeginn fünf Doppelsiege in Serie, vor dem Grand Prix von Monaco Ende Mai verlor Mercedes jedoch ein wichtiges Mitglied."Wir haben Niki in diesem Jahr verloren. Er war ein entscheidendes Mitglied unseres Teams." Hamilton stand dem Österreicher nahe, er betrachtete den dreimaligen Weltmeister als Mentor. Umso "emotionaler" sei die Achterbahnfahrt nach dessen Ableben verlaufen.Temporär kam dem Dominator auch sein Renningenieur abhanden. Aufgrund einer Behandlung musste Peter Bonnington den Grand Prix in Mexiko auslassen, aber bereits in den USA war er wieder am Boxenfunk des Weltmeisters zu hören - pünktlich zum vorzeitigen Titelgewinn.Das schwierigste Unterfangen in einer langen Saison über 21 Rennen sei es aber, fokussiert zu bleiben. "Man versucht, außerhalb des Autos konzentriert zu bleiben - das gesamte Jahr über. Das ist der schwierigste Teil. Nur sehr wenige Athleten an der Weltspitzen können das begreifen."Hamilton versucht es dennoch zu erklären: "Wir kommen in einem Land an, Wochenende für Wochenende und dürfen uns keinen Fehler erlauben." Jedoch unterlaufen selbst einem Weltmeister Fehler, wie etwa in Hockenheim.

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Auch mit seinem Qualifying in den USA (Startplatz fünf) war er nicht gänzlich zufrieden. "Es geht immer darum, nach den schwierigen Tagen zurückzuschlagen." Selbst mit seinem Arbeitsgerät, dem W10, war er nicht immer gänzlich zufrieden. "Dieses Auto ist nicht einfach zu fahren."Zu Saisonbeginn galt der Mercedes nicht als Favorit, nach den Barcelona-Testfahrten hatten viele ihr Geld auf Ferrari gesetzt. "Das war nicht einfach für uns. Wir reisten nach Melbourne mit dem Gedanken, dass wir hinten liegen werden. Auch zu Saisonmitte lagen wir zurück. Das war wirklich eine Herausforderung."In der zweiten Saisonhälfte taten sich die Silberpfeile schwer, nach drei Niederlagen in Serie fanden sie jedoch zurück auf die Erfolgsspur. "Das war die härteste zweite Hälfte einer Saison, die wir als Team je erlebt haben. Wir mussten gegen Ferrari und Red Bull kämpfen, was großartig war."Vergleichen will er sein sechstes Triumphjahr nicht mit den vorherigen, schließlich sei jedes eine andere Achterbahnfahrt gewesen. "Ich wollte den Leuten zeigen, dass jeder Mensch im Leben mit irgendetwas hadert. Egal ob groß oder klein. Von außen sieht immer alles großartig aus, aber das ist nicht immer die Wahrheit."Selbst als sechsfacher Weltmeister und erfolgreichster Fahrer der vergangenen Jahre habe er mit Problemen zu kämpfen. "Ich ringe jeden Tag mit verschiedenen Dingen, aber ich versuche, als Person ständig zu wachsen."

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von plastikschaufel » 13.11.2019, 13:40

Jede Saison ist die härteste und jede Saison ist Lewis der beste Lewis aller Zeiten. Haben wir längst verstanden.

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von F1_Corn » 13.11.2019, 13:43

Das Mit Lauda ist noch immer für alle ein Schock!

Aber davon ab wahrscheinlich weil es schwierig ist motiviert zu bleiben wenn die Saison praktisch so früh entschieden ist und man nicht mal Konkurrenz im eigenen Team hat. Ab der Sommerpause musste man das Ding ja nur noch nach hause fahren. Aber das hat er sich ja auch zum Teil erarbeitet bzw. herausgefahren.
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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von FU Racing Team » 13.11.2019, 15:56

plastikschaufel hat geschrieben:
13.11.2019, 13:40
Jede Saison ist die härteste und jede Saison ist Lewis der beste Lewis aller Zeiten. Haben wir längst verstanden.

Ich finde es toll, dass du das mittlerweile auch so siehst :mrgreen:
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von plastikschaufel » 13.11.2019, 16:12

FU Racing Team hat geschrieben:
13.11.2019, 15:56
plastikschaufel hat geschrieben:
13.11.2019, 13:40
Jede Saison ist die härteste und jede Saison ist Lewis der beste Lewis aller Zeiten. Haben wir längst verstanden.

Ich finde es toll, dass du das mittlerweile auch so siehst :mrgreen:
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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von Calvin » 13.11.2019, 17:00

Redaktion hat geschrieben:
13.11.2019, 12:48
"Wir reisten nach Melbourne mit dem Gedanken, dass wir hinten liegen werden. Auch zu Saisonmitte lagen wir zurück. Das war wirklich eine Herausforderung."In der zweiten Saisonhälfte taten sich die Silberpfeile schwer, nach drei Niederlagen in Serie fanden sie jedoch zurück auf die Erfolgsspur. "Das war die härteste zweite Hälfte einer Saison, die wir als Team je erlebt haben. Wir mussten gegen Ferrari und Red Bull kämpfen, was großartig war.
In Melbourne lag man nicht zurück, sondern war Dominant. Von dem her verstehe ich dieses "Auch zur Saisonmitte lagen wir zurück" sowieso nicht. Zur Saisonanfang lang man nie zurück und auch nach der Sommerpause war man im Rennen nie langsamer als Ferrari - selbst auf den sogenannten Ferraristrecken Spa und Monza war Hamilton bzw Mercedes im Rennen schneller - in Spa konnte Hamilton eher nicht gewinnen weil Vettel ne Zeitlang die die fahrende Schickane gespielt hat, und in Monza weil Leclerc den Hamilton abgedrängt hatte, als er ihn versuchte zu überholen (ohne DRS wohlgesagt).

Dieses ständige verherrlichen beim Team Mercedes ist einfach nur noch absolut nervig.
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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von ALO95 » 13.11.2019, 22:06

Schade für ihn das nicht alle Saisonen so gemütlich wie 2007 sein können

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von bolfo » 13.11.2019, 22:44

Calvin hat geschrieben:
13.11.2019, 17:00
Redaktion hat geschrieben:
13.11.2019, 12:48
"Wir reisten nach Melbourne mit dem Gedanken, dass wir hinten liegen werden. Auch zu Saisonmitte lagen wir zurück. Das war wirklich eine Herausforderung."In der zweiten Saisonhälfte taten sich die Silberpfeile schwer, nach drei Niederlagen in Serie fanden sie jedoch zurück auf die Erfolgsspur. "Das war die härteste zweite Hälfte einer Saison, die wir als Team je erlebt haben. Wir mussten gegen Ferrari und Red Bull kämpfen, was großartig war.
In Melbourne lag man nicht zurück, sondern war Dominant. Von dem her verstehe ich dieses "Auch zur Saisonmitte lagen wir zurück" sowieso nicht. Zur Saisonanfang lang man nie zurück und auch nach der Sommerpause war man im Rennen nie langsamer als Ferrari - selbst auf den sogenannten Ferraristrecken Spa und Monza war Hamilton bzw Mercedes im Rennen schneller - in Spa konnte Hamilton eher nicht gewinnen weil Vettel ne Zeitlang die die fahrende Schickane gespielt hat, und in Monza weil Leclerc den Hamilton abgedrängt hatte, als er ihn versuchte zu überholen (ohne DRS wohlgesagt).

Dieses ständige verherrlichen beim Team Mercedes ist einfach nur noch absolut nervig.
Naja, das ist eben Hamilton. Jede neue Saison war die härteste und beste seiner Karriere. Wie jedes Jahr eben.

Ich finde zudem seine Aussage witzig, wo er meint, es sei die härteste zweite Hälfte einer Saison, die man als Team jemals durchlaufen musste, weil man drei Niederlagen in Folge hatte. Das zeigt, wie easy eigentlich die letzten Jahre waren.
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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von geones89 » 13.11.2019, 23:13

Kann mir kaum vorstellen, dass er das was er da erzählt selber glaubt.
Mercedes marschiert seit 2014 mit einer erdrückenden Übermacht durch die Saisons. Klar es waren immer mal schlechtere Rennen dabei, aber die waren die Ausnahme. 2018 war mal eine kurze Schwächephase, die dann aber durch die legalen?? Wunderfelgen direkt wieder behoben wurde.

Hamilton hat alle seine Titel seit 2014 spielend mit Bravour geholt, aber wirklich gekämpft hat er aus meiner Sicht nie. Er konnte mit dem Wissen eines fast immer überlegenen Autos stets seine Stärken voll ausspielen. Mercedes und er funktionieren eben wie ein Uhrwerk.
Es wird interessant zu sehen, wie es in diesem Dreamteam weitergeht, falls die kommenden Jahr mal wirklich Sand ins Getriebe gelangen sollte und die Überlegenheit weg ist.

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von sapere_aude » 14.11.2019, 09:22

Jetzt hört aber auf den Lewis so schlecht zu machen. Kindergarten...

Man kann durchaus unterscheiden:

eine menschlich harte Saison zu haben, oder
eine sportlich harte Saison zu haben.


Es wird auch ausführlich im Artikel auf den Verlust von Niki eingegangen. Die Frage welche Art "härteste" Saison er gehabt hat ist damit geklärt: sportlich war es überschaubar.

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von GenauDer » 14.11.2019, 09:40

plastikschaufel hat geschrieben:
13.11.2019, 13:40
Jede Saison ist die härteste und jede Saison ist Lewis der beste Lewis aller Zeiten. Haben wir längst verstanden.
Jede Strecke hat die besten Fans, Gott hilft bei jedem Sieg mit (schiebt das Auto ein bisschen an) und HAM fährt auch immer schneller, als es das Auto eigentlich hergibt.

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Re: Lewis Hamilton: Warum 2019 die

Beitrag von Zappelfilip » 14.11.2019, 10:47

Ich werde mit solchen Aussagen irgendwie nicht warm. Unbestritten hat Lewis dieses Jahr wieder ein paar Hammer-Rennen aus dem Hut gezogen. Auch wenn man das beste Auto hat muß man es ja auch auf die Strecke bringen. Vielleicht ist er aber auch echt noch der Junge Lewis geblieben. Der gar nicht so hart ist wie er vor zwei, drei Jahren mal versucht hat sich darzustellen. Er scheint mit einer Menge Selbstzweifel zu kämpfen. Natürlich ist es hart jemanden wie Nikki gehen lassen zu müssen. Aber letzlich sollte einen solch ein Verlust stärken.
Ich mache mir manchmal echt Gedanken über das Seelenleben von so manchen Piloten wenn man ihre Aussagen und Gedanke hört.
"Es hat einen größeren Einfluss auf die Umwelt, dass Lewis Veganer geworden ist ..."
Otmar Szafnauer, findet Umweltschutz in der Formel 1 überbewertet. :mrgreen:
(Quelle: motorsport-total.com)

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