Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

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Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

Beitrag von Redaktion » 21.10.2019, 14:17

Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone macht einen Vorschlag, wie das neue Reglement bei den Grand-Prix-Teams endlich Anklang finden könnte © LAT Da geht's lang: Bernie Ecclestone hatte einen besonderen Führungsstil Das Ringen um das neue Reglement der Formel 1 ab 2021 geht in seine Schlussphase. Noch im Oktober 2019 sollen die neuen Regeln finalisiert und vorgestellt werden - und das deutlich später als eigentlich geplant (hier Details nachlesen!). Der ehemalige Formel-1-Chef Bernie Ecclestone kann das nicht verstehen und rät seinem Amtsnachfolger Chase Carey deshalb zu drastischen Maßnahmen.

Am Rande des Russland-Grand-Prix in Sotschi erklärte Ecclestone laut 'auto motor und sport' seinen Ansatz: "Mach einen Deal mit Ferrari und Red Bull. Dann setzt du den anderen die Pistole auf die Brust und sagst: 'Friss oder stirb!'"

Tatsächlich hat Ecclestone während seiner Zeit als Formel-1-Boss mit eben solchen Methoden operiert. So zum Beispiel 2004/2005, als Hersteller und Teams mit der Einrichtung einer Konkurrenzserie drohten. Ecclestone köderte daraufhin Ferrari mit Bonuszahlungen sowie einem bis heute gültigen Vetorecht, womit der Anfang vom Ende der Gegenbewegung zur Formel 1 eingeleitet wurde.

Überhaupt hat Ecclestone einst die Grundlagen der modernen Formel 1 geschaffen, als er - ähnlich konsequent - ab 1978 als Vorsitzender der Konstrukteursvereinigung FOCA erst auf Konfrontation zum Weltverband FIA ging und anschließend die TV-Rechte kaufte und in Eigenregie vermarktete. Damit begann der Aufstieg der Formel 1 zum Weltsport, Ecclestone selbst wurde Milliardär. Fotostrecke: Ecclestones Skandale und Skandälchen © xpbimages.com Im Laufe seines Berufs- und Privatlebens erwarb sich Bernie Ecclestone den Ruf, jede Krise sowie jeden Skandal unbeschadet zu überstehen und anschließend genauso weiterzumachen wie zuvor. Diese "Tefloneigenschaften" sicherten dem Zampano seine Macht in politischen Zwickmühlen, nach seiner Scheidung, bei allerlei juristischen Problemen und verbalen Entgleisungen. Erstmals wackelte Ecclestone aber nicht als Geschäftsmann, sondern als Rennfahrer. Ein Rückblick auf Skandale und Skandälchen. In der Vita des ehemaligen Serienchefs tauchen immer wieder Kontroversen auf, wie 2013 der Bestechungsskandal um den Verkauf von Formel-1-Anteilen, der ab 2014 vor dem Landgericht München verhandelt wurde. Es kam jedoch zu keinem Urteil, nachdem Ecclestone eine Zahlung von rund 75 Millionen Euro geleistet hatte.

Im Anschluss an die Übernahme der Formel 1 durch Liberty Media im Jahr 2016 verlor Ecclestone im Januar 2017 seine Position als Geschäftsführer der Formel-1-Gruppe, zeigt sich aber weiterhin bei einzelnen Rennen im Fahrerlager - wie zuletzt in Sotschi.
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Re: Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

Beitrag von CompraF1 » 21.10.2019, 15:51

Ja irgendwie hat er ja Recht. Bringt den Kleinen Teams zwar nichts aber durch kontroverse und irgendwie absurde Art kann ich ihn verstehen.
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Re: Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

Beitrag von Sportsmann » 21.10.2019, 16:47

Recht hat er wohl, aber nur wenn es um die Notlösung geht. Man kann auch mal taktieren, genau so wie es die Teams tun. Wenn man Angst hat, dass die großen Teams wirklich nicht unterschreiben und alle mitziehen und niemand mehr will, dann könnte man ja umgekehrt einen Deal mit den kleinen Teams machen - das käme dann ggf. noch eine Spur günstiger und würde falls die großen doch wieder mitspielen wollen zu einem Deut mehr Konkurrenzfähigkeit führen.
Einziges verbleibendes Problem, man würde ohne Werksteams Ferrari/Mercedes/RB=Honda wohl kaum genug Motoren bekommen. Renault baut zudem sogar auf Zulieferer.
Andererseits hat Mercedes ja schon einen Vertrag mit Williams bis 2025, wonach es möglich scheint, dass man als Motorenhersteller bleiben würde/müsste. Und die Motorenentwicklung ist doch sowieso bereits im Gange. Es wäre also durchaus im Interesse der Hersteller etwas zu verkaufen.
Und dann wäre da noch die 3Milliarden Werbewert, die man letztens hier erwähnte - für Kosten von 8-15Mio (glaube ich) - warum also sollten die Marken sich von dieser wunderbaren Werbeplattform wegen ein paar Milliönchen mehr oder weniger verabschieden?
So sehr ich Sicherheit verstehe und mag, hier wäre der Poker auf ein besseres Ergebnis vertretbar und Ecclestones Idee wie gesagt eine Notlösung.
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Re: Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

Beitrag von Dopp.Ex » 22.10.2019, 11:29

Schon klar, dass Bernie seinem Stil treu bleibt. Aber hat nicht genau dieser Verhandlungsstil letztendlich zur aktuellen Zweiklassen F1 geführt? Mit den einen, die ihm wichtig schienen wurden Rosinen gepickt und den Rest liess er am langen Arm (ver-)hungern. Nur, wenn Bernie Sorgen bekam, dass die F1 zu wenige Teams haben könnte, wurde einer vor dem verhungern vorübergehend gerettet, indem die KW-Prämie vom Vorjahr schon während des laufenden Jahres ausbezahlt wurde.

Irgendwann müssen die Regelmacher zu einem Kompromiss finden und sei dieser halt, dass die aktuellen Regel so bestehen bleiben. Hier liegt die Verantwortung einzig bei LM und der FIA.

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Re: Wie Ecclestone die neuen Formel-1-Regeln durchdrücken würde

Beitrag von Dr_Witzlos » 22.10.2019, 11:46

Ehrlich gesagt hier hätte Mal die FIA und LM Cojones beweisen können und stupide ihr Regelwerk durchdrücken sollen. Wem es nicht passt, der darf gerne die Formel 1 verlassen

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