Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

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Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Redaktion » 18.10.2019, 10:25

Ex-Champion Damon Hill stellt fest, dass die öffentliche Wahrnehmung Lewis Hamiltons dessen Leistungen in der Formel 1 nicht gerecht wird © LAT Lewis Hamilton gilt schon jetzt als einer der erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten "Rekordweltmeister Lewis Hamilton": Noch ist das nur eine theoretische Möglichkeit. Doch schon in wenigen Jahren könnte sie Realität sein. Denn Lewis Hamilton ist derzeit der einzige Formel-1-Fahrer, der eine echte Chance hat, die als unübertreffbar geltenden Bestleistungen von Michael Schumacher nicht nur einzustellen, sondern sogar zu übertreffen.

Trotzdem stehe Hamilton in der öffentlichen Wahrnehmung längst nicht auf einer Stufe mit Schumacher, meint der frühere Formel-1-Weltmeister Damon Hill. "Lewis erfährt vielleicht nicht die Anerkennung, die er verdient hätte", sagt er in der 'Daily Mail'. "Das ist wohl aber ein Problem der Formel 1 und in meinen Augen kein Fehler von Lewis."

Hill glaubt vielmehr, der Grand-Prix-Sport hat sich verändert, habe sich von seinen Zuschauern entfernt. "In Großbritannien haben wir noch immer eine starke Fanbasis, aber weltweit haben viele Leute der Formel 1 den Rücken gekehrt, als Michael alles gewonnen hat", erklärt Hill.Hamiltons Erfolgsserie seit 2014Dabei legt Hamilton derzeit eine ähnliche Erfolgsserie hin wie einst Schumacher: Seit 2014 hat der Brite in bisher 117 Rennen exakt 60 Siege erzielt, also mehr als die Hälfte aller ausgetragenen Grands Prix gewonnen.Mit Ausnahme von 2016, als er gegen Nico Rosberg unterlag, holte sich Hamilton zudem jedes Jahr den Titel und schrieb mit immer neuen Bestleistungen die Rekordbücher um. (Alle genannten Statistiken in der Formel-1-Datenbank abrufen!) Nico Rosberg: Hamilton wird im Alter schlechter Nico Rosberg findet, dass Max Verstappen der aktuell beste Fahrer ist und Lewis Hamilton erste Alterserscheinungen zeigt Weitere Formel-1-Videos "Es sollte also eigentlich offensichtlich sein, dass Lewis der größte Rennfahrer ist, denn wir [in Großbritannien] hervorgebracht haben", meint Hill. Er stellt Hamilton damit über Formel-1-Legenden wie Jim Clark oder Jackie Stewart.Und Hamilton sei womöglich noch lange nicht fertig mit dem Rennfahren. "Jahr um Jahr setzt er sich gegen alle seine Rivalen durch. Wahrscheinlich steht er gerade am Zenit seiner Schaffenskraft", sagt Hill. "Das weiß er und er geht entspannt damit um."
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Zuletzt geändert von Redaktion am 18.10.2019, 10:28, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von GenauDer » 18.10.2019, 10:34

Sagt halt ein Engländer über einen Engländer.
Die öffentliche Wahrnehmung steht und fällt halt auch mit der Konkurrenzsituation und diversen Skandalen.

Schumacher hatte beides: 1997 das Duell gegen den Sohn von Gilles Villeneuve, den riesen Skandal am Ende, 1998-2000 die Konkurrenzsituation mit McLaren - auch da einige Skandale, diesmal eher bei McLaren. Die Dominanz bis 2004.
Außerdem vergisst Hill, dass Schumacher durchaus auch viel Kritik entgegengetragen wurde.

Abgesehen davon begleitet HAm ein bisschen ein Klischee (Goldkettchen und Co) und auch Rassismus.
Dass er einer der größten Fahrer aller Zeiten ist, ja vielleicht der größte bislang, steht ja außer Frage.

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afa1515
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von afa1515 » 18.10.2019, 10:46

Das nennt sich eher Opfer des Erfolgs...

Wenn der Leclerc oder Verstappen 1-2 Rennen gewinnen, ist das natürlich größer aufgebauscht. Beim Hamilton erwartet man schließlich, dass er quasi fehlerfrei und bedacht fährt.

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DeLaGeezy
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von DeLaGeezy » 18.10.2019, 11:03

afa1515 hat geschrieben:Das nennt sich eher Opfer des Erfolgs...

Wenn der Leclerc oder Verstappen 1-2 Rennen gewinnen, ist das natürlich größer aufgebauscht. Beim Hamilton erwartet man schließlich, dass er quasi fehlerfrei und bedacht fährt.
Stimme ich dir zu :thumbs_up:
Gleiches erwartet man(Fans, das Team, Medien) auch von Vettel. Da er in den letzten Monaten wahrscheinlich mehr schlechte Momente, als Glanzmomente hatte, ist die Kritik an ihm entsprechend groß.
Dabei zeigt es eigentlich nur, dass das konstante "Fahren-am-Limit" keineswegs einfach ist.
Und wenn es dann nicht so läuft, kommt der Erwartungsdruck von außen und innen noch dazu.
Lewis ist ein begnadeter Fahrer und er gehört auf jeden Fall in die "Hall of Fame" der F1 und wird immer als "Einer der Besten" gelten.
:checkered: Mercedes AMG F1 Team Fanclub

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von AC875 » 18.10.2019, 11:07

Kurz überlegen:

Michael Schumacher
- Nach einem Rennen mit Ausfall in ein Mittelfeldteam gekommen
- Mit diesem Team zu einem Weltmeister herangewachsen
- Stürzt sich auf ein am Boden liegendes Ferrari-Team
- Kämpft mehrere Jahre wie ein Löwe mit unterlegenem Auto um die WM
- Kritisiert nie das Team und schafft es, das gesamte Team hinter sich zu stellen und zur Perfektion zu treiben (trotz Beinbruch)
- Gibt sowohl auf als auch neben der Strecke wirklich niemals auf
- Setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Perfektion
- Zeigt u. a. '99 absoluten Teamgeist (in den letzten Rennen)
- Wird 5x auf Ferrari Weltmeister, schon an einem Mal sind Fahrer wie Vettel (4x WM) und Alonso (2x WM) gescheitert
Und trotzdem hatte er dick Goldkettchen und Medienrummel nie nötig, er wollte einfach nur Rennen fahren und gewinnen.


Hamilton:
- Von Anfang an in einem Top-Team
- Richtige Wechselentscheidung
- Wird direkt im 2. Jahr bei Benz WM
- Beschwert sich viel und gern
- Will das Auto gerne abstellen, wenn's nicht läuft
- Tests mag er nicht
- Leichte Lustlosigkeit kostete ihn 2016 den Titel (Rosberg war echt stark das Jahr, Lewis fehlte aber der letzte Biss)
- Will dauernd mehr Respekt
Socialmedia hier, Socialmedia da, "bitte schenkt mir doch etwas Aufmerksamkeit".

Das sind beides Top-Fahrer (gewesen), aber diesen absoluten Leader, dieses Team-Kit, diesen absoluten Willen an jedem Punkt, den verkörpert Hamilton nicht. Das sind aber die Werte, die Schumacher zu einem Vorbild für mich machen.
Und ja, auch Niederlagen gegen starke Gegner und Aussetzer wie '97 würzen das ganze.
Für mich und viele andere wird Hamilton zwar immer ein Top-Fahrer sein, aber nie diese absolute Legende.
Dafür verliert er zu schnell den Biss, beschwert sich zu viel und giert zu sehr nach Aufmerksamkeit (was auch immer er kompensieren will).
Zu seinen Anfangszeiten war Hamilton mir übrigens durchaus sympatisch.

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Sportsmann » 18.10.2019, 11:11

Inwiefern Hills Meinung nun gut begründet ist mag ich nicht beurteilen. Allerdings konnte mir eine nach GB gezogene Freundin - die überhaupt nichts mit der F1 zu tun hat sehr genau sagen wer Hamilton ist. Der wird quasi als Nationalheld gefeiert in den Medien - so ihre Ansicht. Ob Hill nun einfach nicht genug Fernsehn schaut, oder mit den falschen Leuten spricht - oder die Medien nicht auf die Bevölkerung abfärben und er Recht hat werde ich nicht erfahren.
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Toji » 18.10.2019, 11:25

dass hamilton nicht so wahrgenommen wird wie schumacher ist doch vor allem der situation im gesamten startfeld geschuldet - da aber eben auch, wie sie entstanden ist. schumacher steht bei ferrari eben auch für das wiederauferstehen nach den jahren der niederlagen und rückschläge. bei hamilton war dieses potential nie da, weil er sich mit einem übergangsjahr quasi ins gemachte nest gesetzt hat - und einmal von rosberg geschlagen wurde. die letzten fünf jahre mercedes hatten nie auch nur den ansatz einer rivalität eines anderen teams zu verzeichnen, was den sicheren ausgang der meisterschaft anbelangt, und das ist bei ferrari damals anders gewesen. zwei der fünf titel waren damals äußerst knapp, häkkinen und räikkönen waren damals sehr nah dran. diese risikosituation hat es bei mercedes nie gegeben - selbst zu vettels zeiten, die als dominant herbeigeredet werden, waren zwei von vier titeln sehr knapp. bei hamilton weiß jeder, dass er sich in diesem auto nur selbst schlagen kann - was dann eben auch geschieht, indem er einen titel an rosberg verliert. würde es jetzt zwei meisterschaften geben, in denen bis auf die letzten runden des finalrennens mercedes von anderen gravierend bedroht wäre, vielleicht sogar aufholen müsste, vielleicht sogar knapp verlöre und im nächsten jahr knapp gewinnen würde, wäre auch hamiltons legendenstatus höher. hamilton hat eigentlich kurioserweise keinen rufbonus erhalten, seit er mclaren verlassen hat. damals wusste jeder, wie brutal gut er ist, und damals wusste auch jeder, was er für eine heulsuse ist, was ihm in jahren wie 2011 auf die füße gefallen sein dürfte, was seinen leumund anbelangt. wäre der mercedes etwas schlechter, fiele das alles nicht so ins gewicht - so hat man das gefühl der prinzessin auf der erbse im vorherbestimmten siegerauto, in dem jeder depp gewinnen würde - was teilweise stimmt, teilweise blödsinn ist und hamilton nicht gerecht wird.
To finish first, you have to be finnish first.

Jonas_95
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Jonas_95 » 18.10.2019, 11:31

Ich werde mein Leben nicht diese eine Kolumne aus dem Jahr 2012 vergessen (ich glaube sie ist genau hier erschienen), in der es um Hamiltons verschenktes Talent ging.

Ich meine mich zu erinnern, dass sie kurz nach dem GP von Sinagpur erschienen ist, nachdem Hamilton in Führung liegend ausgeschieden war. Dass ein einziger WM-Titel nach den Vorschusslorbeeren von 2007 und 2008 definitiv zu wenig für die Karriere Hamiltons sei usw.. Das kam einem Abgesang schon sehr sehr nahe.

Ich würde das Gesicht des Redakteurs gern heute mal sehen. Fünf WM-Titel später.


P.S.: Ich denke, dass sich Hamiltons Status als Legende des Sports erst manifestieren wird, wenn er schon lange aufgehört hat. Schumachers Dominanz war doch auch für viele Zuschauer lästig und nun, 15 Jahre später soll es die Sternstunde des Sports gewesen sein? Ich bin mir sicher, dass Hamilton, irgendwann in 10 Jahren, wenn er die Sieger-Interviews auf dem F1-Podest führen darf, einen ähnlichen Status inne hat wie Schumi oder Prost.

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Manisch » 18.10.2019, 11:40

Ich denke auch, dass man dazu neigt, seine Erfolge im Rahmen der Mercedes Dominanz schlechtzureden.
Sprich, Leute die sagen: "Mit dem Auto wäre jeder so oft Weltmeister geworden".

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von faybn » 18.10.2019, 11:42

AC875 hat geschrieben:Kurz überlegen:

Michael Schumacher
- Nach einem Rennen mit Ausfall in ein Mittelfeldteam gekommen
- Mit diesem Team zu einem Weltmeister herangewachsen
- Stürzt sich auf ein am Boden liegendes Ferrari-Team
- Kämpft mehrere Jahre wie ein Löwe mit unterlegenem Auto um die WM
- Kritisiert nie das Team und schafft es, das gesamte Team hinter sich zu stellen und zur Perfektion zu treiben (trotz Beinbruch)
- Gibt sowohl auf als auch neben der Strecke wirklich niemals auf
- Setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Perfektion
- Zeigt u. a. '99 absoluten Teamgeist (in den letzten Rennen)
- Wird 5x auf Ferrari Weltmeister, schon an einem Mal sind Fahrer wie Vettel (4x WM) und Alonso (2x WM) gescheitert
Und trotzdem hatte er dick Goldkettchen und Medienrummel nie nötig, er wollte einfach nur Rennen fahren und gewinnen.


Hamilton:
- Von Anfang an in einem Top-Team
- Richtige Wechselentscheidung
- Wird direkt im 2. Jahr bei Benz WM
- Beschwert sich viel und gern
- Will das Auto gerne abstellen, wenn's nicht läuft
- Tests mag er nicht
- Leichte Lustlosigkeit kostete ihn 2016 den Titel (Rosberg war echt stark das Jahr, Lewis fehlte aber der letzte Biss)
- Will dauernd mehr Respekt
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Das sind beides Top-Fahrer (gewesen), aber diesen absoluten Leader, dieses Team-Kit, diesen absoluten Willen an jedem Punkt, den verkörpert Hamilton nicht. Das sind aber die Werte, die Schumacher zu einem Vorbild für mich machen.
Und ja, auch Niederlagen gegen starke Gegner und Aussetzer wie '97 würzen das ganze.
Für mich und viele andere wird Hamilton zwar immer ein Top-Fahrer sein, aber nie diese absolute Legende.
Dafür verliert er zu schnell den Biss, beschwert sich zu viel und giert zu sehr nach Aufmerksamkeit (was auch immer er kompensieren will).
Zu seinen Anfangszeiten war Hamilton mir übrigens durchaus sympatisch.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. :thumbs_up:

Keine Frage, ich sehe HAM als einen der schnellsten Fahrer an, die jemals gefahren sind, aber er hatte auch das Glück immer in einem Topteam gewesen zu sein und seine Titel von 2014–jetzt in einem der überlegensten Autos der F1-Geschichte geholt zu haben. Muss man auch schaffen, richtig…aber ich sehe dennoch die Leistung Schumachers als beachtlicher an.

donstephan
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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von donstephan » 18.10.2019, 11:52

AC875 hat geschrieben:Kurz überlegen:

Michael Schumacher
- Nach einem Rennen mit Ausfall in ein Mittelfeldteam gekommen
- Mit diesem Team zu einem Weltmeister herangewachsen
- Stürzt sich auf ein am Boden liegendes Ferrari-Team
- Kämpft mehrere Jahre wie ein Löwe mit unterlegenem Auto um die WM
- Kritisiert nie das Team und schafft es, das gesamte Team hinter sich zu stellen und zur Perfektion zu treiben (trotz Beinbruch)
- Gibt sowohl auf als auch neben der Strecke wirklich niemals auf
- Setzt neue Maßstäbe in Bezug auf Perfektion
- Zeigt u. a. '99 absoluten Teamgeist (in den letzten Rennen)
- Wird 5x auf Ferrari Weltmeister, schon an einem Mal sind Fahrer wie Vettel (4x WM) und Alonso (2x WM) gescheitert
Und trotzdem hatte er dick Goldkettchen und Medienrummel nie nötig, er wollte einfach nur Rennen fahren und gewinnen.


Hamilton:
- Von Anfang an in einem Top-Team
- Richtige Wechselentscheidung
- Wird direkt im 2. Jahr bei Benz WM
- Beschwert sich viel und gern
- Will das Auto gerne abstellen, wenn's nicht läuft
- Tests mag er nicht
- Leichte Lustlosigkeit kostete ihn 2016 den Titel (Rosberg war echt stark das Jahr, Lewis fehlte aber der letzte Biss)
- Will dauernd mehr Respekt
Socialmedia hier, Socialmedia da, "bitte schenkt mir doch etwas Aufmerksamkeit".

Das sind beides Top-Fahrer (gewesen), aber diesen absoluten Leader, dieses Team-Kit, diesen absoluten Willen an jedem Punkt, den verkörpert Hamilton nicht. Das sind aber die Werte, die Schumacher zu einem Vorbild für mich machen.
Und ja, auch Niederlagen gegen starke Gegner und Aussetzer wie '97 würzen das ganze.
Für mich und viele andere wird Hamilton zwar immer ein Top-Fahrer sein, aber nie diese absolute Legende.
Dafür verliert er zu schnell den Biss, beschwert sich zu viel und giert zu sehr nach Aufmerksamkeit (was auch immer er kompensieren will).
Zu seinen Anfangszeiten war Hamilton mir übrigens durchaus sympatisch.
Vielen Dank dafür ! HAM wird auch mit 10 WM-Titeln nicht mehr Anerkennung. Schumacher hat für den ganzen Motorsport neue Maßstäbe gesetzt. Thema: Fleiß, Fitness, Ingeneursverständnis. und jetzt vergleiche wieder mit Hamilton, könnte er keine Obenohneselfies posten würde es selbst da mies ausschauen ...

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von JPM_F1 » 18.10.2019, 11:55

zum vergleich fällt mir nur ein, daß schumacher viel unsportlicher war und viel bessere voraussetzungen hatte (testzeiten, wasserträger, geschenkte siege, einmal hat er sich sogar zum titel gerammt usw).
trotzdem darf sich ein hamilton nicht beschweren bzw. hill, denn er fährt nun mal im besten team und eine goldene statue sollte er deswegen nicht erwarten.

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von donstephan » 18.10.2019, 12:05

Jonas_95 hat geschrieben:Ich werde mein Leben nicht diese eine Kolumne aus dem Jahr 2012 vergessen (ich glaube sie ist genau hier erschienen), in der es um Hamiltons verschenktes Talent ging.

Ich meine mich zu erinnern, dass sie kurz nach dem GP von Sinagpur erschienen ist, nachdem Hamilton in Führung liegend ausgeschieden war. Dass ein einziger WM-Titel nach den Vorschusslorbeeren von 2007 und 2008 definitiv zu wenig für die Karriere Hamiltons sei usw.. Das kam einem Abgesang schon sehr sehr nahe.

Ich würde das Gesicht des Redakteurs gern heute mal sehen. Fünf WM-Titel später.


P.S.: Ich denke, dass sich Hamiltons Status als Legende des Sports erst manifestieren wird, wenn er schon lange aufgehört hat. Schumachers Dominanz war doch auch für viele Zuschauer lästig und nun, 15 Jahre später soll es die Sternstunde des Sports gewesen sein? Ich bin mir sicher, dass Hamilton, irgendwann in 10 Jahren, wenn er die Sieger-Interviews auf dem F1-Podest führen darf, einen ähnlichen Status inne hat wie Schumi oder Prost.
Du ich glaub, der schaut immer noch genauso. Den von diesen 5 WM-Titeln hatte er teilweise nur einen bis gar keinen Gegner. Und ja wie soll ich sagen ? Mich langweilt es ja selber, aber: 2016

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von Typ17 GTI » 18.10.2019, 12:23

JPM_F1 hat geschrieben: geschenkte siege,
Wieviel Siege hat er denn geschenkt bekommen? Das Lewis auch schon einen Sieg geschenkt bekommen hat, hast du geflissentlich vergessen? Im Gegensatz zu Lewis hat Schumacher aber auch schon Siege hergeschenkt an Irvine und Barrichello.

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Re: Hill: Lewis Hamilton erfährt nicht genug Anerkennung

Beitrag von LoK-hellscream » 18.10.2019, 12:27

donstephan hat geschrieben:Du ich glaub, der schaut immer noch genauso. Den von diesen 5 WM-Titeln hatte er teilweise nur einen bis gar keinen Gegner. Und ja wie soll ich sagen ? Mich langweilt es ja selber, aber: 2016
Richtig. Hamilton ist wahrlich einer der besten Formel 1 Fahrer dieser Generation. Aber er hätte sicherlich nicht so viele Titel, wenn der Mercedes nicht so überlegen wäre und Bottas auf dem selben Niveau wie Rosberg fahren würde. Es muss halt auch immer alles passen, damit man so viele Titel in Serie holen kann. War bei Schumacher auch nicht anders. Der hat sich vor den Ferrari-Titeln auch die Zähne an seiner Konkurrenz ausgebissen. Dass er aber eigentlich immer um den Titel gekämpft hat und er derjenige war, den es zu schlagen galt, hat halt auch gezeigt, wie gut er ist.

Bei Hamilton hatte ich in den Jahren, in denen er kein WM-Material zur Verfügung, nicht dieses Gefühl. Aber andererseits ist Hamilton glaub ich auch viel mehr auf eine perfekte Umgebung angewiesen als es ein Schumacher war, damit er auch seine ganze Leistung abrufen kann. Das sind halt unterschiedliche Persönlichkeiten. Beides Legenden des Sports.

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