FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

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FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Redaktion » 16.10.2019, 12:19

Damit Honda-Mann Naoki Yamamoto in Suzuka für Toro Rosso am Freien Training teilnehmen konnte, hat die FIA kurzerhand ihre eigenen Regeln außer Kraft gesetzt © LAT Bekam die Superlizenz aus speziellen Umständen vorab: Naoki Yamamoto Im Formel-1-Reglement gibt es keine Ausnahmen. Eigentlich. Doch beim Japan-Grand-Prix in Suzuka hat der Motorsport-Weltrat der FIA eine eben solche gemacht, damit Naoki Yamamoto am Freitagstraining teilnehmen konnte. Dabei hatten dem japanischen Rennfahrer die erforderlichen Punkte für die Erteilung der Superlizenz gefehlt, und ohne den "Formel-1-Führerschein" hätte er nicht fahren dürfen.

Was also ist in den Kulissen passiert, dass Yamamoto doch bei Toro Rosso im Auto saß? FIA-Rennleiter Michael Masi erklärt: Die Zeit habe gegen die Pläne des Honda-Werksfahrers gespielt.

"Erst in zwei Wochen steigt das Finale der [japanischen] Super Formula. Selbst wenn Naoki dann nicht antreten würde, hätte er genug Punkte für die Superlizenz", so Masi. Bedeutet: Durch seine Endposition in der diesjährigen Meisterschaft und dank seines doppelten Titelgewinns 2018 in Super Formula und Super GT hat sich Yamamoto für die Formel-1-Superlizenz qualifiziert. Doch so weit war es in Suzuka eben noch nicht.

Der Motorsport-Weltrat drückte ein Auge zu und vergab die Lizenz gewissermaßen vorzeitig. "Nur der Weltrat kann eine solche Entscheidung treffen", meint Masi. "So ist es vergangene Woche geschehen."

Mit seiner vorzeitig ausgestellten Superlizenz hätte Yamamoto übrigens auch am Rennen teilnehmen können, falls einer der beiden Toro-Rosso-Stammpiloten kurzfristig ausgefallen wäre. "Es gibt einen Unterschied zwischen einer Superlizenz für Freitagseinsätze und einer kompletten Superlizenz", erklärt Masi. "Mit seinen Punkten hat Naoki die volle Superlizenz erhalten."

Wie sich der aktuelle Super-Formula-Champion im Grand Prix geschlagen hätte, darüber kann man nur mutmaßen. Fest steht aber: Bei seinem einmaligen Trainingseinsatz für Toro Rosso hat Yamamoto durchweg überzeugt (hier im Detail nachlesen!) - natürlich auch sehr zur Freude von Honda beim Honda-Heimrennen auf der Honda-Hausstrecke.
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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von LoK-hellscream » 16.10.2019, 13:45

Finde ich vollkommen legitim.

Generell bin ich aber kein Freund der aktuellen Superlizenz. Manche Fahrer können somit nicht mehr in die Formel 1, weil sie einen Weg eingeschlagen haben, mit dem sie zu wenige Punkte sammeln. Und in den gut bepunkteten Serien muss man dann das Glück haben, dass man dann schnell ein Cockpit für die Formel 1 findet, da die Punkte ansonsten bald wieder verfallen.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Sportsmann » 16.10.2019, 14:13

Ich wollte erst auf die FIA schimpfen, dass sie jetzt auch noch bei Dingen die nicht unter Zeitdruck stehen, wie im Rennen, Inkonsistent werden. Aber der Artikel nennt dann eine sehr schlüssige Erklärung für die Ausnahme. Die Superlizenz hätte er sowieso erhalten, auch wenn er verunfallt wäre. Und die Zeitnähe von 2 Wochen wird auch geholfen haben. Das einzige was ich jetzt sehr amüsant finden würde, wenn jetzt an Yamamotos Auto irgendetwas gefunden wird, oder er ein grobes Foul begeht und er am Ende Punkte verliert oder ganz disqualifiziert wird - aber das will man nicht hoffen. Und anders als in der F1 wo jeder jedem das Messer reinrammen möchte, aber möglichst nur wenn nötig und möglichst leise, weil es sonst schlecht fürs Image ist - so ist man in Japan wo die Superformula angesiedelt ist (leider) allzuoft darauf bedacht fünfe gerade sein zu lassen, um Ärger zu vermeiden.
Die Ausnahme ist völlig vertretbar.

Wenn die F1 wieder kostengünstig genug wird (in 15 Jahren (vielleicht)), dann braucht man auch keine Paydriver mehr fürchten und kann die Superlizenz wieder vergessen.
Neben dem Paydriver-Argument gab es noch das Alters-Argument. Ich finde unsere jungen Piloten zeigen doch allzuoft, dass sie eine wertvolle Ergänzung des Feldes sind. Die Stimmen die keine 17-18Jährigen im Auto sehen wollen sollten mittlerweile nicht mehr so laut schallen wie vor 5 Jahren. Man maulte damals noch: Die Autos sind heute so leicht zu fahren, dass selbst kleine Jungen die fahren können. Ich meine die Superlizenz verhindert solch junge F1-Fahrer, aber es kann auch eine Extraregel sein. Man bedenke aber, dass in dem Alter bereits diverse Olympioniken den Kampf um die Medallien ausfechten. Die Jungs von heute sind auch alle bombig fit, schaut euch Russell an, tolle Brustmuskeln ;) Aber aktuell gibt es sowohl zu wenige Autos für Neulinge als auch zu viele Kosten, es gibt noch lange kein Ade zur Superlizenz.
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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von papi » 16.10.2019, 14:15

LoK-hellscream hat geschrieben:Finde ich vollkommen legitim.

Generell bin ich aber kein Freund der aktuellen Superlizenz. Manche Fahrer können somit nicht mehr in die Formel 1, weil sie einen Weg eingeschlagen haben, mit dem sie zu wenige Punkte sammeln. Und in den gut bepunkteten Serien muss man dann das Glück haben, dass man dann schnell ein Cockpit für die Formel 1 findet, da die Punkte ansonsten bald wieder verfallen.
Finde es auch legitim, sehe deine (teilweise berechtigte) Kritik aber nicht so eng. Die jungen Fahrer wissen ja, was getan werden muss, um die notwendigen Punkte zu bekommen. Wenn ein Fahrer sich für eine Richtung entscheidet, durch die es schwerer wird, dann ist das seine eigene Entscheidung. Er hätte ja auch einen anderen Weg einschlagen können, wenn das große Ziel definitv die Formel 1 sein soll. Und ein wenig Glück hast du beim "Finden" eines Formel 1 Teams schon immer benötigt. Da hat sich kaum was geändert. Und wenn du kein team findest fährst du eben weiter in der gut bepunkteten Serie und schaust, das dein Punktestand auf hohem Niveau bleibt. Nur, weil du kein F1-Team gefunden hast hörst du ja nicht mit dem Fahren in den niedrigeren Serien auf. :wink:

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von LoK-hellscream » 16.10.2019, 14:53

papi hat geschrieben:Und wenn du kein team findest fährst du eben weiter in der gut bepunkteten Serie und schaust, das dein Punktestand auf hohem Niveau bleibt. Nur, weil du kein F1-Team gefunden hast hörst du ja nicht mit dem Fahren in den niedrigeren Serien auf. :wink:
Das Problem ist, dass man nicht ewig Formel 2 fahren kann. Diese Serien kosten nur Geld und bringen kein's rein. Irgendwann will (oder muss) man sich anderweitig orientieren, wenn kein Cockpit in der Formel 1 frei ist. Und dann wird der Weg schwierig, den Sprung zu schaffen. Sowas wie mit Lotterer vor ein paar Jahren wäre wohl derzeit eher schwer möglich.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Pentar » 16.10.2019, 15:24

Sportsmann hat geschrieben:Ich wollte erst auf die FIA schimpfen, dass sie jetzt auch noch bei Dingen die nicht unter Zeitdruck stehen, wie im Rennen, Inkonsistent werden. Aber der Artikel nennt dann eine sehr schlüssige Erklärung für die Ausnahme. Die Superlizenz hätte er sowieso erhalten, auch wenn er verunfallt wäre. Und die Zeitnähe von 2 Wochen wird auch geholfen haben...
:thumbs_up:
Wollte sinngemäß das Gleiche schreiben...

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 16.10.2019, 18:07

Kein Wunder das die FIA da ein Auge zugedrückt hat und ist auch gut so.
Ein Fahrer von Honda, eine Rennstrecke die Honda gehört, und eben alles in Japan. So läuft es dann halt.
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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Dr_Witzlos » 16.10.2019, 22:12

In dem Falle wenn es rechnerisch Wasserdicht ist, ist es völlig legitim, dass man den Move macht. Aber es sollte dennoch eine Ausnahme bleiben.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Hoto » 17.10.2019, 21:12

Honda Fahrer, Honda Rennstrecke, genug um wegen 2 Wochen mal ein Auge zuzudrücken.

Die Kombination dürfte es eh nicht so oft geben, wird also eher eine Ausnahme bleiben.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von Rot234 » 18.10.2019, 07:30

LoK-hellscream hat geschrieben:Finde ich vollkommen legitim.

Generell bin ich aber kein Freund der aktuellen Superlizenz. Manche Fahrer können somit nicht mehr in die Formel 1, weil sie einen Weg eingeschlagen haben, mit dem sie zu wenige Punkte sammeln. Und in den gut bepunkteten Serien muss man dann das Glück haben, dass man dann schnell ein Cockpit für die Formel 1 findet, da die Punkte ansonsten bald wieder verfallen.
:thumbs_up:
Wenn auch schon die alte Reglung hier und da zurechtgebogen werden musste.
Kimi Raikoenen fuhr seine ersten Rennen auf Bewährung.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von afa1515 » 18.10.2019, 11:12

LoK-hellscream hat geschrieben:Generell bin ich aber kein Freund der aktuellen Superlizenz. Manche Fahrer können somit nicht mehr in die Formel 1, weil sie einen Weg eingeschlagen haben, mit dem sie zu wenige Punkte sammeln. Und in den gut bepunkteten Serien muss man dann das Glück haben, dass man dann schnell ein Cockpit für die Formel 1 findet, da die Punkte ansonsten bald wieder verfallen.
Ein guter Rennfahrer wird in jeder Serie ein brauchbares Cockpit erhalten. Und viele von den professionellen Rennfahrern treten auch in mehrerer Serien pro Jahr an, was wiederum die theoretische Punkteausbeute erhöht. Ich finde die Kriterien eigentlich sehr gelungen, und man hat bis runter zur DTM/SuperGT die Chance die Lizenz zu erhalten, wenn man in den letzten 3 Jahren in den Serien zumindest in den Top3 lag.

Und wer danach nicht mehr in der Lage ist in den schwächeren Serien um Titel zu kämpfen, hat in der F1 sowieso nichts verloren.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von LoK-hellscream » 18.10.2019, 11:20

afa1515 hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:Generell bin ich aber kein Freund der aktuellen Superlizenz. Manche Fahrer können somit nicht mehr in die Formel 1, weil sie einen Weg eingeschlagen haben, mit dem sie zu wenige Punkte sammeln. Und in den gut bepunkteten Serien muss man dann das Glück haben, dass man dann schnell ein Cockpit für die Formel 1 findet, da die Punkte ansonsten bald wieder verfallen.
Ein guter Rennfahrer wird in jeder Serie ein brauchbares Cockpit erhalten. Und viele von den professionellen Rennfahrern treten auch in mehrerer Serien pro Jahr an, was wiederum die theoretische Punkteausbeute erhöht. Ich finde die Kriterien eigentlich sehr gelungen, und man hat bis runter zur DTM/SuperGT die Chance die Lizenz zu erhalten, wenn man in den letzten 3 Jahren in den Serien zumindest in den Top3 lag.

Und wer danach nicht mehr in der Lage ist in den schwächeren Serien um Titel zu kämpfen, hat in der F1 sowieso nichts verloren.
Ich nehme gerne Lucas Auer als Beispiel. In der DTM sehr gute Ergebnisse eingefahren und glaub ich 2 mal um den Titel gekämpft bis kurz vor Schluss. Auf Grund des Punktesystems der Superlizenz und der Tatsache, dass man in solchen Serien auch öfter mal für's Team statt für die eigene Karriere fahren muss, hatte Auer nicht die nötigen Superlizenz-Punkte, als es eine Möglichkeit für ihn gab, für 2019 ein Toro Rosso Cockpit zu erhalten. Hätte er dieses Jahr die Super Formula gewonnen, hätte er auch nicht genügend Punkte gehabt für 2020, obwohl die Super Formula sicherlich schwieriger auf Anhieb zu gewinnen ist, als die Formel 2.

Weiters halte ich es für ein Gerücht, dass ein guter Rennfahrer automatisch in jeder Serie ein brauchbares Cockpit erhält. Vor allem bei den jungen Rennfahrern zählt auch noch das Geld, welches man mitbringt, da man sich bisher nur in Nachwuchs-Serien einen Namen gemacht hat und noch nie gegen die alten Hasen fahren musste. Da kann man vom Formel 2 Champ mal schnell auf dem Abstellgleis landen, wenn man Pech hat.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 18.10.2019, 13:40

Richtige Entscheidung.
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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von afa1515 » 19.10.2019, 09:16

LoK-hellscream hat geschrieben:Ich nehme gerne Lucas Auer als Beispiel. In der DTM sehr gute Ergebnisse eingefahren und glaub ich 2 mal um den Titel gekämpft bis kurz vor Schluss. Auf Grund des Punktesystems der Superlizenz und der Tatsache, dass man in solchen Serien auch öfter mal für's Team statt für die eigene Karriere fahren muss, hatte Auer nicht die nötigen Superlizenz-Punkte, als es eine Möglichkeit für ihn gab, für 2019 ein Toro Rosso Cockpit zu erhalten. Hätte er dieses Jahr die Super Formula gewonnen, hätte er auch nicht genügend Punkte gehabt für 2020, obwohl die Super Formula sicherlich schwieriger auf Anhieb zu gewinnen ist, als die Formel 2.
Lucas Auer fuhr ein paar Mal um Siege mit, ja. Die Saisonen von 2016 - 2018 hat er allerdings auf den Rängen 12, 6 und 7 beendet. Zwar mit etwas Pech, aber in der Nähe zum Titel war er eigentlich nie. Als Gegenvergleich kann man di Resta oder auch aktuell Rene Rast ranziehen - beide hatten bzw. hätten die nötigen Punkte um aufzusteigen. Natürlich wird man als Aston Martin DTM - Pilot aktuell recht wenig glorreiche Ergebnisse einfahren, aber einen Wechsel von einem DTM oder SuperGT Fahrer in den F1, würde wohl generell nur für den Titelträger in Frage kommen.
Und wenn wir ehrlich sind, war Auer auch nur im Gespräch wegen seiner Connections zu Red Bull.

Die Superlizenz ist so ausgelegt, dass die Nachwuchspiloten die besten Chancen haben, und ich finde das eigentlich recht logisch. F2 und F3 haben eine gute Ausbeute. Weiteres noch Piloten mit ähnlicher Autocharakteristik wie z.B. die IndyCars, Formel-E oder Super Formula. Und die LMP-Klassen der WEC haben auch noch gute Aufstiegschancen. Und von sämtlichen Serien darunter erwartet man sich nun mal eine gewisse Dominanz.

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Re: FIA-Rennleiter erklärt Zugeständnisse bei Yamamoto-Superlizenz

Beitrag von LoK-hellscream » 21.10.2019, 08:54

afa1515 hat geschrieben:Die Superlizenz ist so ausgelegt, dass die Nachwuchspiloten die besten Chancen haben, und ich finde das eigentlich recht logisch. F2 und F3 haben eine gute Ausbeute. Weiteres noch Piloten mit ähnlicher Autocharakteristik wie z.B. die IndyCars, Formel-E oder Super Formula. Und die LMP-Klassen der WEC haben auch noch gute Aufstiegschancen. Und von sämtlichen Serien darunter erwartet man sich nun mal eine gewisse Dominanz.
Damit hätten wir zB nie einen Kobayashi in der Formel 1 gehabt, wenn es früher schon so gewesen wäre. Man muss nicht unbedingt die Nachwuchsserien alle gewinnen, um sich für die Formel 1 zu qualifizieren. Es gibt auch Talente, die in den unteren Serien zwar aufzeigen, aber die Ergebnisse nicht einfahren können und dann in der Formel 1 plötzlich ein irrsinniges Talent aufblitzen lassen. Deshalb wäre ich für ein Mindestalter von 18 Jahren und mind. 3 Jahre Erfahrung in einer Profi-Rennserie auf 4 Rädern. Wenn derjenige nicht tragbar ist, wird er von der FIA dann mit Begründung nicht zugelassen und fertig (zB jemand, der jede Serie mit Abstand als Letzter abgeschlossen hat aber viele Millionen Sponsorgelder mitbringt).

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