Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Kommentiere hier die aktuellen News aus der Formel 1

Moderator: Mods

Antworten
Benutzeravatar
Calvin
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 5549
Registriert: 15.09.2014, 12:31
Lieblingsfahrer: Räikkönen, Vettel, Hakkinen

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Calvin » 15.10.2019, 21:52

Aldo hat geschrieben: Passend dazu, ein Artikel von AMuS zu dem Thema:

8 GRÜNDE, WARUM DIE F1 FALSCHE MOTOREN HAT: Hybrid-Antrieb als Bremse für Reformen
Ein sehr schöner Artikel :thumbs_up:
Toto Wolff: Wir stellen uns nicht die Frage, ob der Ferrari-Motor illegal ist. So denken wir nicht, das ist nicht unsere Einstellung. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf andere Hersteller. Wir fragen uns vielmehr: Wie können wir selber etwas besser machen?

Benutzeravatar
matze82
Kartfahrer
Beiträge: 249
Registriert: 06.10.2007, 20:24

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von matze82 » 15.10.2019, 22:05

@Aldo

doch es interessiert die Hersteller. ne 0815 PU kann jeder bauen. Formel1 ist aber auch ne Konstrukteursmeisterschaft in der man auch Herausforderungen will. Fakt ist eins bei ner 0815 PU sind Renault Mercedes und Honda weg.

Man sollte auch mal eins bedenken, grosse Regeländerungen sind schweine teuer für alle Teams und bergen auch wieder die gefahr von Dominanzen. Momentan haben wir zumindest mal 3 Teams die um siege fahren
gegen das 130km/h limit auf deutschen Autobahnen

Benutzeravatar
Aldo
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 19463
Registriert: 25.09.2012, 22:15
Lieblingsfahrer: Fernando Alonso
Lieblingsteam: Alfa Romeo, Renault, McLaren

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Aldo » 15.10.2019, 22:06

Mithrandir hat geschrieben:. Außerdem ist der Antrieb nicht mehr maßgebend für den Titel, im richtigen Auto können alle gewinnen. Wenn Newey für Red Bull ein Auto am oberen Ende seiner Möglichkeiten gezeichnet hätte hätte Honda Ferrari mit dem leistungsstärksten Aggregat geschlagen.
Tja und genau das ist der Punkt. Das richtige Auto bekommt eben nicht mal 1/3 des Feldes hin, weil durch die extremen Kosten und die Vergeiselung durch die Hersteller die Hände gebunden sind.

Ich bleibe dabei: Solange die Topteams und die Hersteller ihre Fingern bei den Regeln mit drin haben, kann die F1 noch so innovativ sein wie sie möchte. Sie verkommt mehr und mehr - alles weitere habe ich ja in meinen Beiträgen ausführlich dargelegt und steht auch im AMuS Artikel. Du kannst natürlich gerne bei deiner Meinung bleiben. ;)
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

2x F1 World Champion
1x WEC Champion
2x Le Mans
1x Daytona

To be continued..

—-
#KeepfightingMichael

Benutzeravatar
Aldo
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 19463
Registriert: 25.09.2012, 22:15
Lieblingsfahrer: Fernando Alonso
Lieblingsteam: Alfa Romeo, Renault, McLaren

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Aldo » 15.10.2019, 22:14

matze82 hat geschrieben:doch es interessiert die Hersteller. ne 0815 PU kann jeder bauen. Formel1 ist aber auch ne Konstrukteursmeisterschaft in der man auch Herausforderungen will. Fakt ist eins bei ner 0815 PU sind Renault Mercedes und Honda weg.
Genau das ist es doch aber! Warum soll die F1 die Regeln so legen wie sie die Hersteller möchten? Renault wollte unbedingt diese Hybrid Antriebe für 2014, weil sie insgeheim hofften daraus Kapital zu schlagen. Was ist daraus geworden? Nix!

Die F1 sollte die Regeln so legen wie sie für die Serie als Ganzes am besten ist und nicht was die Hersteller und Teams interessiert. Natürlich können die ihr Interesse bekunden und Meinung einbringen, aber man sollte die nicht selbstständig das Regelwerk rumdoktern lassen. Wenn die Hersteller eine „Challenge“ wollen, wie du es behauptest, dann wäre es doch am Nahe liegendsten, dass sie sich dem Regelwerk welches von Dritten gestellt wird anpassen und nicht das bekommen wonach sie schreien, weil sie genau wissen dass sie dadurch ein eigenen Vorteil haben.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

2x F1 World Champion
1x WEC Champion
2x Le Mans
1x Daytona

To be continued..

—-
#KeepfightingMichael

Benutzeravatar
Mithrandir
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4019
Registriert: 11.05.2008, 16:24

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Mithrandir » 15.10.2019, 23:10

Aldo hat geschrieben:Die F1 sollte die Regeln so legen wie sie für die Serie als Ganzes am besten ist und nicht was die Hersteller und Teams interessiert.
Irgendwie gehst du konsequent nicht auf den - nicht unwichtigen - Punkt ein, dass es dann keine Hersteller mehr gibt. Eine Formel1 mit Motoren ist besser als eine ohne. Aus deinem verlinkten Artikel gefällt mir Punkt 4 am besten - die Motoren sind zu (drehmoment)stark. Und wenn die Autos zu lang sind - sollen sie halt maximal 4500mm Gesamtlänge ins Reglement schreiben. Das wäre eine Revolution gewesen. In Verbindung mit einem Budgetdeckel welcher leider unter Mosley verpasst wurde.
Folgt mir, ich komm nach...

Benutzeravatar
freshman
Nachwuchspilot
Beiträge: 306
Registriert: 12.05.2011, 22:42

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von freshman » 15.10.2019, 23:50

Aldo hat geschrieben:...
Also ich bin nicht oft deiner Meinung aber bei diesem Thema kann ich dir voll zustimmen! Wem es nicht passt der soll gehen! Im Worst Case wird sich ein Motorenhersteller finden, selbst wenn alle Werksteams aussteigen.

Und ja, dem Großteil der Fans geht es um spannende Rennen und nicht um die technischen Daten. Sicherlich, eine Serie mit namhaften Hersteller ist besser aber auch mit Privatteams würde die F1 überleben.

Seit 2014 ist an der Spitze das selbe Trauerspiel und kein Ende in Sicht :thumbs_down:

Benutzeravatar
Hoto
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 9883
Registriert: 30.10.2009, 11:35
Lieblingsfahrer: Hülk Ver Lec Ric Ham Kimi

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Hoto » 16.10.2019, 01:02

Man muss kein Hellseher sein wer am Ende die großen Verlierer und wer die Gewinner sein werden:

Verlierer: die kleinen Teams
Gewinner: die großen Teams

Ist sogar recht einfach zu erklären: die ursprünglichen Regeln waren ziemlich nahe an ideal, alle Teams wären in etwa gleich dann gewesen. Und danach wurden die Regeln so lange verwässert, bis wieder das alte Kräfteverhältnis hergestellt ist. Vielleicht hilft es den kleinen Teams am Ende ja doch noch etwas, es wird aber nicht mehr viel sein.

Sollte es so kommen, dann gute Nacht. Eigentlich bliebe nur eine Lösung: Liberty muss es eiskalt durchziehen wie sie es denken, dass es richtig ist, egal ob die Teams zufrieden sind oder nicht. Für- und Gegenargumente haben sie ja nun zur genüge gehört. Das Problem dabei: Ferrari.

Ferrari kann es so oft betonen wie sie wollen, wenn ihnen die Regeln nicht passen, werden sie ihr Veto Recht nutzen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber natürlich kann man jetzt einfach auf Unschuldig machen und so tun als würde man das Veto Recht gar nicht nutzen wollen. Am Ende stellt man es halt so hin, dass man es gar nicht nutzen wollte, sondern es musste. ;)

Benutzeravatar
reiskocher_gtr_specv
Formel1.de-Legende
Formel1.de-Legende
Beiträge: 26499
Registriert: 07.06.2012, 14:19

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 16.10.2019, 07:21

terraPole hat geschrieben:Das Vetorecht entfällt aber erst nach 2020 und da JETZT die Regeln bestimmt werden sollen hat Ferrari noch die macht die nächsten 5-10 Jahre zu “boykottieren“.
Oder sehe ich das falsch?
Ja. Das Reglement für 2021 wird einzig durch eine Abstimmung im FIA Weltrat verabschiedet (Mehrheitsentscheidung), nicht durch Vorabstimmung in der Strategiegruppe, da Existenz und Stimmberechtigung der SG für das Jahr 2021 nicht mehr gelten.

Auch das Vetorecht von Ferrari ist an das Concorde Agreement gebunden. Maßgeblich ist tatsächlich das 1. Geltungsjahr 2021, das nicht umsonst gewählt wurde.

Siehe auch:
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... eue-autos/
Bild

Benutzeravatar
Formel-1-Fan
F1-Pilot
F1-Pilot
Beiträge: 2798
Registriert: 02.07.2007, 15:27

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Formel-1-Fan » 16.10.2019, 09:00

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
terraPole hat geschrieben:Das Vetorecht entfällt aber erst nach 2020 und da JETZT die Regeln bestimmt werden sollen hat Ferrari noch die macht die nächsten 5-10 Jahre zu “boykottieren“.
Oder sehe ich das falsch?
Ja. Das Reglement für 2021 wird einzig durch eine Abstimmung im FIA Weltrat verabschiedet (Mehrheitsentscheidung), nicht durch Vorabstimmung in der Strategiegruppe, da Existenz und Stimmberechtigung der SG für das Jahr 2021 nicht mehr gelten.

Auch das Vetorecht von Ferrari ist an das Concorde Agreement gebunden. Maßgeblich ist tatsächlich das 1. Geltungsjahr 2021, das nicht umsonst gewählt wurde.

Siehe auch:
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... eue-autos/
Also kurz: Es liegt an der FIA, zur Abwechslung einmal Eier zu beweisen und das Reglement - inklusive Budgetgrenze - auch gegen den Willen der drei großen Teams durchzusetzen. Wem es nicht passt, der soll halt gehen. Das gilt auch für Ferrari!

Ja, ich sage auch, dass die Formel 1 das notfalls verkraften wird. Ist sie nämlich mit der Budgetgrenze erst einmal finanzierbar (wobei diese hierfü m.E. weiter gesenkt + Ausnahmen rausgestrichen werden sollten), lockt dies fast automatisch auch wieder Privatteams an, die das Feld auffüllen. Im Zweifel sehe ich nämlich immer noch lieber noch ein Feld aus lauter Privatteams, die alle dicht beisammen liegen und enges, packendes Racing liefern, als - und darauf wird es ohne Veränderungen über kurz oder lang hinauslaufen - gar keine Formel 1 mehr. Auch eine Konkurrenzserie müssten die Hersteller im Zweifel erst einmal auf die Beine stellen, was sich deutlich leichter sagen als umsetzen lässt.

Benutzeravatar
Number2
Nachwuchspilot
Beiträge: 416
Registriert: 12.12.2017, 11:18
Lieblingsfahrer: Webber, Ricciardo, Alonso

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von Number2 » 16.10.2019, 12:22

Mithrandir hat geschrieben:
Number2 hat geschrieben:Mittlerweile sind doch die meisten Teams voneinander nicht unterscheidbar, abgesehen von der Farbe des Wagens. Racing Point, Williams, Haas, Mercedes, McLaren, Renault... für mich alles irgendwie dieselbe Grütze.
Jo, ätzend. Alle treten mit zwei Autos an welche sich auch noch ziemlich ähnlich sind. Verstehe nicht, warum nicht mal 'ne Drohne oder ein Staubsauger. Wenn Mercedes und Williams nicht zu unterscheiden sind und mit McLaren noch das Privatteam mit eingeworfen wird sollte man die Formel1 tatsächlich abschaffen, falls das die verbreitete Wahrnehmung ist. Schwer nachvollziehbare Meinung von jemandem, der diesen Sport scheinbar verfolgt.
Ich verstehe deine Argumentation nicht. Mir geht es nicht um die Abschaffung der F1, sondern um die Verbesserung, wie es Liberty Media mit breiter Brust angekündigt hatte. Wenn daraufhin einige namhafte Hersteller aussteigen, könnte man den Verlust mit den restlichen Teams zumindest etwas aufwiegen, sofern diese sich mehr für ihr Image einsetzen würden, sodass wieder "Marken" im Sport vertreten wären. Ferrari ist ja auch deshalb einzigartig und hat so viele Anhänger wie kein zweites Team, weil sie von ihrem aufgebauten Mythos-Status leben.
Da mein Einkommen jedoch nicht von der F1 abhängig ist, lässt sich das relativ leicht sagen. Das gesamte Business wird so einen radikalen Schritt wohl niemals gehen. Man sollte dann aber auch weniger Dampfplaudern und Hoffnungen schüren, nur um dann schlussendlich wieder den Teams die Schuhe zu putzen.

rik_groove
Simulatorfahrer
Beiträge: 606
Registriert: 10.04.2014, 13:58

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von rik_groove » 16.10.2019, 13:26

revan hat geschrieben:Keiner will Einheitsautos
Ich hätte da nichts dagegen... Ja Technikwettkampf, Innovationen Blabla. Ich würde die Fahrer gerne auf Augenhöhe kämpfen sehen :wave:

Benutzeravatar
faybn
Kartfahrer
Beiträge: 232
Registriert: 20.10.2014, 10:06

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von faybn » 16.10.2019, 13:32

rik_groove hat geschrieben:
revan hat geschrieben:Keiner will Einheitsautos
Ich hätte da nichts dagegen... Ja Technikwettkampf, Innovationen Blabla. Ich würde die Fahrer gerne auf Augenhöhe kämpfen sehen :wave:
Sehe ich auch so. Die Indycar Serie hat’s in den 90ern bewiesen, da gab es großartigen Rennsport und es waren auch Einheitschassis. Warum sollte es nicht beispielsweise drei hochkarätige Chassishersteller für die F1 geben und die Teams kaufen dort ein? Alle mit Vor- u. Nachteilen.

Doch ich höre schon die F1-Puristen schreien, dass damit die DNA undsoweiter… :mrgreen:

rik_groove
Simulatorfahrer
Beiträge: 606
Registriert: 10.04.2014, 13:58

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von rik_groove » 16.10.2019, 13:43

faybn hat geschrieben:Die Indycar Serie hat’s in den 90ern bewiesen, da gab es großartigen Rennsport
True that, hab damals viel Indycar geschaut, auch die games am pc waren super :wave:

Benutzeravatar
theCraptain
GP-Sieger
GP-Sieger
Beiträge: 4686
Registriert: 29.04.2016, 14:46
Lieblingsfahrer: Rex Racer, Speed Racer
Wohnort: HB

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von theCraptain » 16.10.2019, 16:13

Wenn man sich überlegt mit welchen Ankündigungen vor gut 2 Jahren das 2021er Reglement bepriesen wurde, vom Antrieb ohne MGU-H über Gewichtsersparnis bis hin zur spürbaren Kostendeckelung. Inzwischen alles nur noch Schattenthemen, die Hersteller haben es mit Verzögerungstaktik und Druck (Ausstieg wenn...) geschafft, LM und Todt (FIA) in die Knie zu zwingen.

Letztendlich hätten LM und die FIA sich vor über 2 Jahren von den 4 Herstellern auf einigen Seiten vorgeben lassen können wie die sich das 2021er Reglement vorstellen. Das wird letztendlich kaum anders sein wie das Reglement, das in einigen Wochen manifestiert wird.

Das ust traurig und Ross Brawn hat sich tatsächlich zum Grüßungsaugust machen lassen. Bin maßlos enttäuscht weil die F1 auch jenseits von 2020 nur noch aus den 4 Herstellern besteht, wobei ich Renault noch nicht dabei sehe, könnten dann nur 3 Teams sein denen dann die F1 gehört und die alles nur unter sich ausmachen.
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
Sebastian Vettel Sochi 2019: "Wir brauchen wieder *** V12-Motoren"

Benutzeravatar
LoK-hellscream
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3905
Registriert: 29.06.2009, 14:54
Lieblingsteam: Williams
Wohnort: Österreich

Re: Letztes Treffen am Mittwoch: Wie groß wird die F1-Revolution 2021 wirklich?

Beitrag von LoK-hellscream » 16.10.2019, 16:32

faybn hat geschrieben:
rik_groove hat geschrieben:
revan hat geschrieben:Keiner will Einheitsautos
Ich hätte da nichts dagegen... Ja Technikwettkampf, Innovationen Blabla. Ich würde die Fahrer gerne auf Augenhöhe kämpfen sehen :wave:
Sehe ich auch so. Die Indycar Serie hat’s in den 90ern bewiesen, da gab es großartigen Rennsport und es waren auch Einheitschassis. Warum sollte es nicht beispielsweise drei hochkarätige Chassishersteller für die F1 geben und die Teams kaufen dort ein? Alle mit Vor- u. Nachteilen.

Doch ich höre schon die F1-Puristen schreien, dass damit die DNA undsoweiter… :mrgreen:
Wie lang hat die Indycar bzw. Champcar Serie denn so überlebt? Die ist mit wehenden Fahnen fast in der Bedeutungslosigkeit verschwunden, obwohl ihr die Formel 1 in den USA keine Konkurrenz macht. Erst jetzt geht es endlich wieder bergauf und trotzdem ist die Reichweite der IndyCar äußerst mager. Da ist die Formel 1 im TV nicht mehr weit weg in den USA.

Generell sollte sich aber jeder fragen, wieso dann nicht einfach bei jeder Einheitsserie, ob Formel, Tourenwagen etc. viel höhere Zuschauerzahlen hat, wenn das doch die große Lösung aller Probleme ist. Wieso ist die Formel 1 seit über 70 Jahren die Königsklasse des Motorsports auf 4 Rädern, wenn doch Einheits-Autos viel besser sind?
Aldo hat geschrieben: Genau das ist es doch aber! Warum soll die F1 die Regeln so legen wie sie die Hersteller möchten? Renault wollte unbedingt diese Hybrid Antriebe für 2014, weil sie insgeheim hofften daraus Kapital zu schlagen. Was ist daraus geworden? Nix!
Das ist so kurzsichtig gedacht. :facepalm:

Wenn alle Hersteller aussteigen, dann steigen auch die restlichen großen Namen der Formel 1 aus, wie Williams, wie McLaren, wie Red Bull. Ich glaube nicht, dass Haas oder Racing Point dann noch weitermachen würden. Die Serie wäre tot. Gutes Beispiel war die geplante Piratenserie vor 10 Jahren. Alle wollten dort rüber, auch die Teams, die sich für die Formel 1 neu eingeschrieben haben, da sich die Formel 1 nur lohnt, wenn man die entsprechenden Namen auch hat, gegen die man antreten kann.

Mit deiner Strategie würde es die Formel 1 also mindestens 1 Saison nicht mehr geben, eher 2, bis man mit entsprechenden Ausschreibungen eine Einheitsserie etablieren kann. Das wäre dann quasi eine GP1 ohne klingende Namen, ohne große Sponsoren und ohne großes Medien-Interesse. Die großen Fahrer würden alle in verschiedene Serien verschwinden, eine so große Häufung an Top-Fahrern hätten wir nie wieder (siehe auch bei den Indy-Cars, wo ein Alonso mal fast ein Indy 500 beim 1. Antreten gewinnt und andere Ex-Formel 1 Fahrer um die Meisterschaft kämpfen, während es umgekehrt kaum mal jemanden gelingt, von drüben in der Formel 1 Fuß zu fassen). Es wäre ein trauriger Abklatsch der ehemaligen Formel 1, der Formel-Sport würde zur Nische verkommen, der Formel 1 Titel wäre nicht mehr mehr wert, als ein Porsche Super Cup Titel. Und für den interessieren sich auch nur Motorsport-Enthusiasten und nicht die breite Masse.

Antworten