Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

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Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Redaktion » 12.10.2019, 08:50

Unabhängig von Taifun Hagibis findet Kimi Räikkönen, dass die Formel 1 im Regen keine gute Figur abgibt - Früher gab es auch bei starkem Regen keine Probleme © LAT Kimi Räikkönen war in Hockenheim auch neben der Spur An Fahrbetrieb ist am Samstag in Suzuka aufgrund von Taifun Hagibis nicht zu denken, doch schon geringere Wassermengen haben der Formel 1 in der Vergangenheit Probleme bereitet. Entweder wurde bei etwas stärkerem Regen nicht gefahren oder die Fahrer sind reihenweise abgeflogen wie zuletzt beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim.

Kimi Räikkönen gibt dafür den Reifen eine Mitschuld und sagt, dass es "echt lächerlich" aussieht, wenn die Formel-1-Autos auf nassen Strecken nicht fahren können. "Wir wissen, wie limitiert wir leider mit diesen Reifen sind. Es ist nicht einmal viel Regen notwendig und wir haben Aquaplaning. Das ist das Problem, und dann haben wir null Kontrolle."

Als der Finne 2001 in die Königsklasse kam, sei das anders gewesen. Selbst bei richtig starkem Regen habe man nie ein Problem gehabt. Heute warten die Piloten meist, bis sie die Intermediates aufziehen können, um die Full-Wets zu vermeiden. "Mit Sicherheit sind die Reifen nicht die besten", kritisiert der "Iceman".

Hinzu kommt, dass die Teams aufgrund der Parc-ferme-Regeln häufig eingeschränkt sind, die Autos optimal auf die Bedingungen einzustellen. Weil man meist so niedrig wie möglich fahren möchte, ist Aquaplaining die Folge. "Es sieht dann gar nicht so aus, als sei viel Wasser", meint Räikkönen. "Und dann sieht es echt lächerlich aus, wenn wir nicht fahren können. Aber so ist es: Wenn Wasser in einem Fluss über die Fahrbahn läuft, verlieren wir komplett die Kontrolle über das Auto." © LAT Romain Grosjean flog 2017 auf der Geraden in Monza ab Ein gutes Beispiel dafür ist Romain Grosjean, der vor zwei Jahren im Qualifying von Monza auf der Start-Ziel-Geraden abflog, als er die Full-Wets aufgezogen hatte. "Das sah ziemlich scheiße aus", erinnert sich der Haas-Pilot. "Es kommt immer auf die Wassermenge an und darauf, ob die Reifen funktionieren."

Teamkollege Kevin Magnussen hat auf die Qualität der Regenreifen angesprochen seine eigene Meinung: "Sie sind so gut wie die Trockenreifen", lacht er. Laut Angaben von Pirelli soll der Reifen jedoch bei einer Geschwindigkeit von 300 km/h 85 Liter Wasser pro Sekunde verdrängen - beim Intermediate sind es 30 Liter.

Unabhängig der Reifen steht die Absage heute für Grosjean aber außer Frage: "Wind und Sicherheit stehen im Vordergrund. Außerdem sagen sie, dass die Regenmenge eines ganzen Monats an einem einzigen Tag runterkommt."
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Ishigaki-kun » 12.10.2019, 09:46

Redaktion hat geschrieben:[...]An Fahrbetrieb ist am Samstag in Suzuka aufgrund von Taifun Hagibis nicht zu denken, doch schon geringere Wassermengen haben der Formel 1 in der Vergangenheit Probleme bereitet. Entweder wurde bei etwas stärkerem Regen nicht gefahren oder die Fahrer sind reihenweise abgeflogen wie zuletzt beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim.

Kimi Räikkönen gibt dafür den Reifen eine Mitschuld und sagt, dass es "echt lächerlich" aussieht, wenn die Formel-1-Autos auf nassen Strecken nicht fahren können. "Wir wissen, wie limitiert wir leider mit diesen Reifen sind. Es ist nicht einmal viel Regen notwendig und wir haben Aquaplaning. Das ist das Problem, und dann haben wir null Kontrolle."

Als der Finne 2001 in die Königsklasse kam, sei das anders gewesen. Selbst bei richtig starkem Regen habe man nie ein Problem gehabt. Heute warten die Piloten meist, bis sie die Intermediates aufziehen können, um die Full-Wets zu vermeiden. "Mit Sicherheit sind die Reifen nicht die besten", kritisiert der "Iceman".[...]
Nun ist klar, warum man auf jeden "Wetterfurz" so empfindlich reagiert. Natürlich ist ein Taifun kein Wetterfurz, aber stärkere Schauer hat man früher einfach durchfahren.
"Ich würde Ferrari davon abraten irgendeinen Techniker oder Mechaniker von Mercedes zu holen. Laut Wolff bricht die Karre ja in jedem Rennen fast auseinander." -Calvin :lol:

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 12.10.2019, 10:21

Die Formel 1 wird da aber nur mit reingezogen, ohne das die richtig was dafür können. Eher sind die Reifen von Pirelli für solche Bedingungen "echt lächerlich", und wer sich mit der Formel 1 auskennt, der weiß das auch. Nur eben für Gelegenheitszuschauer der Formel 1, da könnte dieser von Kimi Räikkönen beschriebene Eindruck entstehen, leider, weil sehr viele davon keine Vergleichswerte haben bis zum Jahr 2010 mit Bridgestone-Reifen für solche Bedingungen.
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Sportsmann » 12.10.2019, 10:31

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Die Formel 1 wird da aber nur mit reingezogen, ohne das die richtig was dafür können. Eher sind die Reifen von Pirelli für solche Bedingungen "echt lächerlich", und wer sich mit der Formel 1 auskennt, der weiß das auch. Nur eben für Gelegenheitszuschauer der Formel 1, da könnte dieser von Kimi Räikkönen beschriebene Eindruck entstehen, leider, weil sehr viele davon keine Vergleichswerte haben bis zum Jahr 2010 mit Bridgestone-Reifen für solche Bedingungen.
Wie ich in einem anderen Artikel schon schrieb, es ist durchaus nicht allein die Schuld von Pirelli, sondern auch der F1. Warum schwimmen die Autos auf? Primär weil die Reifen breiter geworden sind. Da kannst du noch mehr Rillen reinfräsen, aber der Weg von der Mitte bis nach außen ist einfach zu lang. Und der Druck um das Wasser rauszupressen ist nunmal der gleiche wie vorher. Wobei ich hier natürlich nicht sicher bin, inwiefern Pirtelli vom Reglement die Möglichkeit hat Regenreifen dünner zu machen, bzw. es technisch passen würde, wenn dünnere Felgen ans Auto geschraubt würden. Hier muss man ansetzen, genauso wie Regentests für Pirelli nötig sind. Anders als Bridgestone, die damals unendlich testen konnten und dann auch noch einfach versuchten das beste Produkt zu erzeugen, sieht Pirelli sich der Aufgabe nach bestimmten Performancezielen zu arbeiten gegenüber. Gebt den Italienern Tests, wenn ihr solche Forderungen aufstellt!
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Number2 » 12.10.2019, 11:26

Man könnte ja auch mal etwas flexibler sein und die Parc-Fermé-Regel fallen lassen, sobald es regnet. Regnerische Rennen sind sowieso schon aufgrund diverser Terminapassungen die Ausnahme geworden...

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von V12 Engine » 12.10.2019, 11:40

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Die Formel 1 wird da aber nur mit reingezogen, ohne das die richtig was dafür können. Eher sind die Reifen von Pirelli für solche Bedingungen "echt lächerlich", und wer sich mit der Formel 1 auskennt, der weiß das auch. Nur eben für Gelegenheitszuschauer der Formel 1, da könnte dieser von Kimi Räikkönen beschriebene Eindruck entstehen, leider, weil sehr viele davon keine Vergleichswerte haben bis zum Jahr 2010 mit Bridgestone-Reifen für solche Bedingungen.
Genau wie du sagt! :thumbs_up:

Man hätte eigentlich Pirelli längst eine Untersuchen gestellt und durchgesetzt was mit diesen Regen-Reifen nicht stimmt!
Im Jahr 2014 beim Suzuka war auch mit leichten Regen Bedingung und wir wissen was mit Jules Bianchi passiert ist mit schuld von dem Reifen. Keiner hat die Pirelli die Finger gezeigt sondern auf anderen Schuld gegeben, dass es die Streckenposten ändern müssen.

Und sowie Ferrari Fan 33 beschrieben hat, war schon seit dem Einführung solche Problem was mit Bridgestone sehr zuverlässig war beim solchen Bedienungen.

Jean Todt ist kein schlechter Mensch wie wir so kennen, aber als Chef ist er ein Jammerlappen der nicht verstehen will oder nicht möchte.

Zudem Vettel rage aussage zu "V12 Back!" finde ich schon etwas merkwürdig. Ein V12 wäre für das Car viel zu Schwer am Gewicht gelastet und ein V10/V8 wäre ideale geeignet, weil jeder F1-Profis wie Schumacher zu Ferrari ging und Testfahrt 1995 Wagen ausprobiert hat und der hat gesagt, dass mit ein V12 viel zuschwer wäre und man könnte doch ein V10 umrüsteten was Anfang Ferrari-Team nicht gefallen hat und später doch beschlossen wurde und ab 1998 war da sowieso Pflicht jeder muss ein V10-Motor gerüstet wurden (Kein V8 & V12) und die Experten wissen es das auch so. Englischen Biograf und Sonstiges steht es mehr drin als hier.
"Wenn Eddie Irvine so viel testen und entwickeln würde wie er plappert und andere Piloten kritisiert, wäre er ein besserer Rennfahrer."
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von CrAzyPsyCho » 12.10.2019, 12:26

Warum soll sich Pirelli auch die Mühe machen die Regenreifen besser zu machen? Sind doch ohnehin kaum im Einsatz.
Wenn es beim Start regnet wird sinnlos ewig hinter dem SC hergefahren und wenn es dann endlich losgeht, wechseln alle sehr schnell auf Inter.

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von CompraF1 » 12.10.2019, 14:55

CrAzyPsyCho hat geschrieben:Warum soll sich Pirelli auch die Mühe machen die Regenreifen besser zu machen? Sind doch ohnehin kaum im Einsatz.
Wenn es beim Start regnet wird sinnlos ewig hinter dem SC hergefahren und wenn es dann endlich losgeht, wechseln alle sehr schnell auf Inter.
Richtig. Die Full wets sind doch mehr deko als alles andere. Undenkbar das die Formel 1 heutzutage einen GP ala Brasilien 2003 fahren würde. Da wurde zwar auch hinter dem Safety Car gestartet aber anschließend ging die Post ab.... Heute wartet man mehr oder weniger bis die Strecke fast trocken ist. Hockenheim war schon fast ein Wunder das die stehend gestartet sind. Ich kann mich noch an ein Rennen vor ein paar Jahren in Silverstone erinnern wo man praktisch bei Sonnenschein und fast trockener Rennstrecke die Zuschauer betrogen hat um einen stehenden Start. Ja ich sage bewusst betrogen. Das war ja lächerlich von der FIA.
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von wertas » 12.10.2019, 15:28

Die FIA muss den Bodenabstand erhöhen, Pirelli muss bessere Reifen liefern. Evtl. braucht man auch bessere Rücklichter. Dann sollten Regenrennen möglich sein.

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von draine » 12.10.2019, 19:06

Das Problem an den neuen Regenreifen im Vergleich zu früher ist halt das diese bedeutetend breiter sind. Wenn sie breiter sind, müssen sie automatisch auch mehr Wasser verdrängen. Da kann es eben sein das 85 Liter die Sekunde bei 200 km/h nicht ausreichen. Da ist ein schmalerer Reifen im Vorteil.

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Der Neue » 12.10.2019, 19:15

CompraF1 hat geschrieben:
CrAzyPsyCho hat geschrieben:Warum soll sich Pirelli auch die Mühe machen die Regenreifen besser zu machen? Sind doch ohnehin kaum im Einsatz.
Wenn es beim Start regnet wird sinnlos ewig hinter dem SC hergefahren und wenn es dann endlich losgeht, wechseln alle sehr schnell auf Inter.
Richtig. Die Full wets sind doch mehr deko als alles andere. Undenkbar das die Formel 1 heutzutage einen GP ala Brasilien 2003 fahren würde. Da wurde zwar auch hinter dem Safety Car gestartet aber anschließend ging die Post ab.... Heute wartet man mehr oder weniger bis die Strecke fast trocken ist. Hockenheim war schon fast ein Wunder das die stehend gestartet sind. Ich kann mich noch an ein Rennen vor ein paar Jahren in Silverstone erinnern wo man praktisch bei Sonnenschein und fast trockener Rennstrecke die Zuschauer betrogen hat um einen stehenden Start. Ja ich sage bewusst betrogen. Das war ja lächerlich von der FIA.
Ein Rennen wie Brasilien 2003 wäre heute nicht möglich. Wobei das Beispiel etwas hinkt, denn damals war es ja kein Dauerregen, sondern einfach ein Bach, der durch das Senna-S lief.

Richtige Regenrennen gab es ja noch in Japan 2007 und China 2009. Wobei auch damals schon mit langen SC-Gegurke.

Dieser Sicherheitswahn ist in den letzten Jahren vor allem durch das VSC noch extremer geworden. Mittlerweile gibt es ja bei jedem stehenden Auto ein VSC, manchmal auch ein SC (vollkommen lächerlich wie bei Giovanazzi in Silverstone und Russell in Sotschi). Da wurden aus dem Bianchi-Unglück einfach die falschen Lehren gezogen. Klar war das damals leichtsinnig, aber eben vor allem auch vom Fahrer selbst, der zu schnell war unter Doppel-Gelb und es eben auch ein sehr doofer Zufall ist genau an der gleichen Stelle abzufliegen. Sowas passiert 50 Jahre nicht.
Dass mittlerweile bei furztrockener Strecke und einem Auto neben der Strecke sofort das SC rausrückt ist nicht nur unnötig, sondern sorgt auch für Wettbewerbsverzerrung. Hamilton hätte so in Silverstone nämlich nicht gewonnen, wenn ich mich erinnere.
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von CompraF1 » 12.10.2019, 19:32

Der Neue hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:
CrAzyPsyCho hat geschrieben:Warum soll sich Pirelli auch die Mühe machen die Regenreifen besser zu machen? Sind doch ohnehin kaum im Einsatz.
Wenn es beim Start regnet wird sinnlos ewig hinter dem SC hergefahren und wenn es dann endlich losgeht, wechseln alle sehr schnell auf Inter.
Richtig. Die Full wets sind doch mehr deko als alles andere. Undenkbar das die Formel 1 heutzutage einen GP ala Brasilien 2003 fahren würde. Da wurde zwar auch hinter dem Safety Car gestartet aber anschließend ging die Post ab.... Heute wartet man mehr oder weniger bis die Strecke fast trocken ist. Hockenheim war schon fast ein Wunder das die stehend gestartet sind. Ich kann mich noch an ein Rennen vor ein paar Jahren in Silverstone erinnern wo man praktisch bei Sonnenschein und fast trockener Rennstrecke die Zuschauer betrogen hat um einen stehenden Start. Ja ich sage bewusst betrogen. Das war ja lächerlich von der FIA.
Ein Rennen wie Brasilien 2003 wäre heute nicht möglich. Wobei das Beispiel etwas hinkt, denn damals war es ja kein Dauerregen, sondern einfach ein Bach, der durch das Senna-S lief.

Richtige Regenrennen gab es ja noch in Japan 2007 und China 2009. Wobei auch damals schon mit langen SC-Gegurke.

Dieser Sicherheitswahn ist in den letzten Jahren vor allem durch das VSC noch extremer geworden. Mittlerweile gibt es ja bei jedem stehenden Auto ein VSC, manchmal auch ein SC (vollkommen lächerlich wie bei Giovanazzi in Silverstone und Russell in Sotschi). Da wurden aus dem Bianchi-Unglück einfach die falschen Lehren gezogen. Klar war das damals leichtsinnig, aber eben vor allem auch vom Fahrer selbst, der zu schnell war unter Doppel-Gelb und es eben auch ein sehr doofer Zufall ist genau an der gleichen Stelle abzufliegen. Sowas passiert 50 Jahre nicht.
Dass mittlerweile bei furztrockener Strecke und einem Auto neben der Strecke sofort das SC rausrückt ist nicht nur unnötig, sondern sorgt auch für Wettbewerbsverzerrung. Hamilton hätte so in Silverstone nämlich nicht gewonnen, wenn ich mich erinnere.
Gerade die Regenrennen sind aber das was den Reiz ausmacht. Ich kann mich an kein langweiliges Rennen im Regen erinnern. Selbst Nürburgring 2007 war die ersten Runden pure Unterhaltung und genau da gab es einen Spruch von Nick Heidfeld wo er zu seinem Team gesprochen hat, "undrivebale" "undrivebale" ( findet man bei Youtube heute noch) aber eben einige Fahrer haben es geschafft ihr Auto unter diesen Bedingungen auch im Regen perfekt zu fahren. Selbst Marcus Winkelhock der noch nie ein Formel 1 Rennen zuvor gefahren ist.
Das Safety Car ist ein Unding für mich im Regen.
Nein ich will kein Bianchi 2.0 und nein ich bin sensationsgeil auf Chrashs. Ich finde einfach das ein guter Formel 1 Fahrer sein Auto im Regen beherrschen sollte.
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Der Neue » 12.10.2019, 19:53

CompraF1 hat geschrieben:Gerade die Regenrennen sind aber das was den Reiz ausmacht. Ich kann mich an kein langweiliges Rennen im Regen erinnern. Selbst Nürburgring 2007 war die ersten Runden pure Unterhaltung und genau da gab es einen Spruch von Nick Heidfeld wo er zu seinem Team gesprochen hat, "undrivebale" "undrivebale" ( findet man bei Youtube heute noch) aber eben einige Fahrer haben es geschafft ihr Auto unter diesen Bedingungen auch im Regen perfekt zu fahren. Selbst Marcus Winkelhock der noch nie ein Formel 1 Rennen zuvor gefahren ist.
Das Safety Car ist ein Unding für mich im Regen.
Nein ich will kein Bianchi 2.0 und nein ich bin sensationsgeil auf Chrashs. Ich finde einfach das ein guter Formel 1 Fahrer sein Auto im Regen beherrschen sollte.
Bei Platzregen kann man nicht fahren. Der Abbruch am Nürburgring oder Sepang 2009 oder Montreal 2011 waren vollkommen richtig.

Es geht ja um Rennen wie Fuji 2007, wo es ein ergiebiger Regen war. Darauf kann man sich einstellen und auch wenn die Sicht schlecht war, aber man konnte fahren.

Ich bin also auch dafür, dass im Regen gefahren wird. Dafür gibt es ja Full Wets und dafür sind das die besten Fahrer der Welt.

Nur bei Starkregen und Monsun kann man nicht fahren. Denn wenn es nur noch Aquaplaning gibt und die Autos von der Strecke fliegen hat das nichts mehr mit Können, sondern mit Glück zu tun. Das ist dann nur noch gefährlich.

E gab aber auch langweilige Regenrennen, so ist das nicht :wink:
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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Formel-1-Fan » 12.10.2019, 20:00

CompraF1 hat geschrieben:
Der Neue hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben: Richtig. Die Full wets sind doch mehr deko als alles andere. Undenkbar das die Formel 1 heutzutage einen GP ala Brasilien 2003 fahren würde. Da wurde zwar auch hinter dem Safety Car gestartet aber anschließend ging die Post ab.... Heute wartet man mehr oder weniger bis die Strecke fast trocken ist. Hockenheim war schon fast ein Wunder das die stehend gestartet sind. Ich kann mich noch an ein Rennen vor ein paar Jahren in Silverstone erinnern wo man praktisch bei Sonnenschein und fast trockener Rennstrecke die Zuschauer betrogen hat um einen stehenden Start. Ja ich sage bewusst betrogen. Das war ja lächerlich von der FIA.
Ein Rennen wie Brasilien 2003 wäre heute nicht möglich. Wobei das Beispiel etwas hinkt, denn damals war es ja kein Dauerregen, sondern einfach ein Bach, der durch das Senna-S lief.

Richtige Regenrennen gab es ja noch in Japan 2007 und China 2009. Wobei auch damals schon mit langen SC-Gegurke.

Dieser Sicherheitswahn ist in den letzten Jahren vor allem durch das VSC noch extremer geworden. Mittlerweile gibt es ja bei jedem stehenden Auto ein VSC, manchmal auch ein SC (vollkommen lächerlich wie bei Giovanazzi in Silverstone und Russell in Sotschi). Da wurden aus dem Bianchi-Unglück einfach die falschen Lehren gezogen. Klar war das damals leichtsinnig, aber eben vor allem auch vom Fahrer selbst, der zu schnell war unter Doppel-Gelb und es eben auch ein sehr doofer Zufall ist genau an der gleichen Stelle abzufliegen. Sowas passiert 50 Jahre nicht.
Dass mittlerweile bei furztrockener Strecke und einem Auto neben der Strecke sofort das SC rausrückt ist nicht nur unnötig, sondern sorgt auch für Wettbewerbsverzerrung. Hamilton hätte so in Silverstone nämlich nicht gewonnen, wenn ich mich erinnere.
Gerade die Regenrennen sind aber das was den Reiz ausmacht. Ich kann mich an kein langweiliges Rennen im Regen erinnern. Selbst Nürburgring 2007 war die ersten Runden pure Unterhaltung und genau da gab es einen Spruch von Nick Heidfeld wo er zu seinem Team gesprochen hat, "undrivebale" "undrivebale" ( findet man bei Youtube heute noch) aber eben einige Fahrer haben es geschafft ihr Auto unter diesen Bedingungen auch im Regen perfekt zu fahren. Selbst Marcus Winkelhock der noch nie ein Formel 1 Rennen zuvor gefahren ist.
Das Safety Car ist ein Unding für mich im Regen.
Nein ich will kein Bianchi 2.0 und nein ich bin sensationsgeil auf Chrashs. Ich finde einfach das ein guter Formel 1 Fahrer sein Auto im Regen beherrschen sollte.
Bezogen auf Bianchi wiederhole ich mich ja sowieso gerne: Der Unfall hat auf INTERMEDIATES stattgefunden.

Es mag ja sein, dass Pirelli nicht die besten Regenreifen liefert, dennoch klingt mir auch das sehr nach einer Ausrede. Es ist immer noch vor allen Dingen eine Frage der angepassten Geschwindigkeit. Man sollte sich auch mal davon lösen, einzelne Unfälle als Beweis anzusehen, dass die Bedingungen “undriveable“ wären. Es ist doch bezeichnend, dass in Monza 2017 der EIINZIGE Fahrer, der an dieser Stelle abgeflogen ist, derjenige war, bei dem dort die höchste Geschwindigkeit gemessen wurde. Ergo hatte ER seine Geschwindigkeit nicht adäquat angepasst. Und dennoch wurde mit einem schließlich endgültigen Abbruch des Trainings reagiert.

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Re: Kimi Räikkönen: Formel 1 sieht im Regen "echt lächerlich" aus

Beitrag von Kugelblitz » 12.10.2019, 23:03

V12 Engine hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Die Formel 1 wird da aber nur mit reingezogen, ohne das die richtig was dafür können. Eher sind die Reifen von Pirelli für solche Bedingungen "echt lächerlich", und wer sich mit der Formel 1 auskennt, der weiß das auch. Nur eben für Gelegenheitszuschauer der Formel 1, da könnte dieser von Kimi Räikkönen beschriebene Eindruck entstehen, leider, weil sehr viele davon keine Vergleichswerte haben bis zum Jahr 2010 mit Bridgestone-Reifen für solche Bedingungen.
Genau wie du sagt! :thumbs_up:

Man hätte eigentlich Pirelli längst eine Untersuchen gestellt und durchgesetzt was mit diesen Regen-Reifen nicht stimmt!
Im Jahr 2014 beim Suzuka war auch mit leichten Regen Bedingung und wir wissen was mit Jules Bianchi passiert ist mit schuld von dem Reifen. Keiner hat die Pirelli die Finger gezeigt sondern auf anderen Schuld gegeben, dass es die Streckenposten ändern müssen.

Und sowie Ferrari Fan 33 beschrieben hat, war schon seit dem Einführung solche Problem was mit Bridgestone sehr zuverlässig war beim solchen Bedienungen.

Jean Todt ist kein schlechter Mensch wie wir so kennen, aber als Chef ist er ein Jammerlappen der nicht verstehen will oder nicht möchte.

Zudem Vettel rage aussage zu "V12 Back!" finde ich schon etwas merkwürdig. Ein V12 wäre für das Car viel zu Schwer am Gewicht gelastet und ein V10/V8 wäre ideale geeignet, weil jeder F1-Profis wie Schumacher zu Ferrari ging und Testfahrt 1995 Wagen ausprobiert hat und der hat gesagt, dass mit ein V12 viel zuschwer wäre und man könnte doch ein V10 umrüsteten was Anfang Ferrari-Team nicht gefallen hat und später doch beschlossen wurde und ab 1998 war da sowieso Pflicht jeder muss ein V10-Motor gerüstet wurden (Kein V8 & V12) und die Experten wissen es das auch so. Englischen Biograf und Sonstiges steht es mehr drin als hier.

Schumacher hat zwar Ende 1995 den 95er Ferrari mit V12 getestet, aber der Motor stand da schon nicht mehr zur Debatte. Es war klar, daß ab 1996 ein V10 verwendet würde. Egal, was Schumacher nach dem Test "gewünscht" hätte. Das Auto drumherum wurde da ja auch schon längst entwickelt.

Das Gewicht des V12 war auch nicht so sehr das Problem. Eher schon die Gewichtsverteilung und die Länge des Autos. Denn mit einem Zylinder pro Bank mehr, verlagerte sich alles weiter nach hinten, denn das Getriebe setzte ja hinter dem Motor an.

Daß ein V12 heute zu schwer für das Auto wäre, ist aber wirklich Unsinn. Im Gegenteil sind die Autos heute viel schwerer als damals. Der ganze Hybridkram wiegt eine Menge, der Halo wiegt, und die FIA hat zudem höhere Mindestgewichte beschlossen, damit die Fahrer nicht mehr so hungern müssen, um Gewicht zu sparen. Es gibt ein Zitat von Lewis Hamilton, daß die Autos heute 100 Kilo schwerer sind als in dem Jahr, als er in die F1 kam.

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