Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

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Redaktion
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Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von Redaktion » 07.10.2019, 17:01

Sogenannte Open-Source-Teile könnten unter dem neuen Formel-1-Reglement ab 2021 eine kostengünstige und sichere Alternative zu Einheitsteilen bieten © LAT Open-Source- statt Einheitsteilen: Die Topteams freunden sich schon damit an Mit Einheitsteilen können sich die Formel-1-Teams traditionell nur schwer anfreunden. Noch dazu, weil sie vor der Einführung des neuen Reglements zur Saison 2021 befürchten, ein fehlerhaftes Design könnte die gesamte Neuausrichtung der Rennserie gefährden und mehr Probleme schaffen als lösen. Deshalb steht nun eine neue Idee im Raum: sogenannte Open-Source-Teile.

Was darunter zu verstehen ist? Ganz einfach: Im Open-Source-Verfahren könnte jedes Team bestimmte Designs veröffentlichen und so der Konkurrenz zum Nachbauen zur Verfügung stellen. Der Unterschied zu klassischen Einheitsteilen läge darin, dass die Teams freie Wahl hätten, für welchen Open-Source-Ansatz sie sich entscheiden. Und: Sie würden die entsprechenden Teile dann selbst produzieren, nicht extern fertigen lassen.

Obwohl der Vorschlag noch "ziemlich frisch" ist, wie Mercedes-Technikchef James Allison erklärt, habe er sich bereits damit angefreundet. "Wir werden uns noch im Detail darüber unterhalten müssen, damit aus einem vielversprechenden Konzept auch eine darstellbare Realität werden kann. Doch ich halte das für eine Möglichkeit, die wir uns auf jeden Fall anschauen sollten."Keine Sofortmaßnahme ab 2021Allison betont jedoch, dass es sich dabei nicht um eine Sofortmaßnahme für 2021 handeln würde. Es brauche wohl "etwas Geduld", bis das Open-Source-System anlaufen könne, so der Brite. Formel 1 2021: So könnte sie aussehen! Ground-Effect, keine hohe Nase mehr, einfachere Flügel, abgedeckte Felgen: So stellt sich Ross Brawns Team die neue Formel 1 ab 2021 vor Weitere Formel-1-Videos "Vor 2021 wird jeder bis zum Schluss entwickeln und dann geht es sofort auf die Rennstrecke. Du könntest also nicht einfach abwarten, bis Open-Source-Designs durch einen Konkurrenten verfügbar gemacht werden, weil es dann schlicht zu spät wäre", erklärt Allison und meint: "So etwas muss sich über Saisons hinweg aufbauen."Positiver Nebeneffekt eines Open-Source-Systems sei in jedem Fall eine Kostenersparnis, wie Allison weiter ausführt. "Das beste Design wird sich durchsetzen. Das führt dann automatisch dazu, dass niemand von uns Geld für die Entwicklung aufbringen will, wenn es schon ein gutes Design auf dem Markt gibt."Die Kernfrage: Open Source für welche Teile?Heißt im Klartext: Die Formel 1 könnte Einheitsbauteile bekommen, ohne dass dies klassische Einheitsteile wären, sondern wettbewerbserprobte Komponenten zu einem vernünftigen Geldaufwand. Offen ist allerdings, welche Fahrzeugteile einem Open-Source-Projekt zugeordnet werden könnten. "Darüber müssten wir schon sehr intensiv nachdenken", sagt Red-Bull-Chefdesigner Paul Monaghan. © Motorsport Network Designstudie: So könnte ein Formel-1-Auto in der Saison 2021 aussehen Bevor sich die Formel 1 auf Einheitsteile von externen Zulieferern verlasse, deren Qualität sich vielleicht erst im Saisonverlauf zeige, seien die Chancen von Open-Source-Teilen unbedingt zu erörtern. "Sonst gehen wir 2021 vielleicht mit einer ganzen Reihe von Problemen und Schwierigkeiten in die Saison", meint Monaghan. "Deshalb stehen wir der Open-Source-Diskussion offen gegenüber."

Ferrari-Sportdirektor Laurent Mekies denkt ähnlich und erklärt: "Wir unterstützen diese Initiative, weil wir so einige Risiken vermeiden könnten, die mit der Einführung von Einheitsteilen einhergehen würden." Er warnt aber davor, dass es "ein bisschen kompliziert" werden könnte, sich auf eine Liste von Open-Source-Teilen zu einigen - sofern das Open-Source-Projekt überhaupt eingeführt wird.
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h00bi
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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von h00bi » 07.10.2019, 17:58

Habe schon vor 2-3 Jahren dafür plädiert dass man am Ende der Saison die Konstruktion veröffentlichen muss. So hätte man in der laufenden Saison keinen Nachteil aber die Teams könnten aus den Plänen der anderen Autos sicher interessante Schlüsse ziehen, die sie dann auch nutzen können.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:

Kangal67
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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von Kangal67 » 07.10.2019, 19:36

h00bi hat geschrieben:Habe schon vor 2-3 Jahren dafür plädiert dass man am Ende der Saison die Konstruktion veröffentlichen muss. So hätte man in der laufenden Saison keinen Nachteil aber die Teams könnten aus den Plänen der anderen Autos sicher interessante Schlüsse ziehen, die sie dann auch nutzen können.
Klar, Newey bastelt was zusammen und liefert einen ab, damit am Emde vom Jahr, alles sehen können :wave:

Stulle68
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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von Stulle68 » 08.10.2019, 10:19

[quote="h00bi"]Habe schon vor 2-3 Jahren dafür plädiert dass man am Ende der Saison die Konstruktion veröffentlichen muss. So hätte man in der laufenden Saison keinen Nachteil aber die Teams könnten aus den Plänen der anderen Autos sicher interessante Schlüsse ziehen, die sie dann auch nutzen können.[/quot

Das hört sich für mich nach einer guten Idee an. So hätte vlt Mercedes nicht so konkurenzlos lange einen Titel nach den anderen geholt und auch die schwächeren Team würden sicher profitieren.

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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von Sportsmann » 08.10.2019, 11:41

Stulle68 hat geschrieben:
h00bi hat geschrieben:Habe schon vor 2-3 Jahren dafür plädiert dass man am Ende der Saison die Konstruktion veröffentlichen muss. So hätte man in der laufenden Saison keinen Nachteil aber die Teams könnten aus den Plänen der anderen Autos sicher interessante Schlüsse ziehen, die sie dann auch nutzen können.
Das hört sich für mich nach einer guten Idee an. So hätte vlt Mercedes nicht so konkurenzlos lange einen Titel nach den anderen geholt und auch die schwächeren Team würden sicher profitieren.
Die Open-Source-Teile sind allerdings nur als Ersatz für die Einheitsteile gedacht, nicht für alle. Und da fallen dann die Leistungsrelevanten Teile raus. Es geht lediglich um die Dinge die viel Geld kosten, aber wenig performanzunterschied bringen, bzw. die nicht sichtbar sind. Wie Feuerlöscher oder ggf. bald doch einige Getriebeteile (hatte man geplant aber zurückgenommen). Gerade beim Getriebe ist heute kein Leistungsgewinn mehr zu erreichen, darum stand es erst auf der Liste. Nur wenn es kaputt geht, hat es Einfluss auf das Renngeschehen, ein Fall der selten auftritt.
Einer 100% Open-Source-Lösung würde sicherlich niemand zustimmen. Warum auch? Wieso sollten die Topteams 100Mio mehr ausgeben für 1 Jahr Entwicklungsvorsprung ? Mit dem Wissen über 100% der Teile und eigenen Ingenieuren wäre die Lücke in wenigen Jahren fast bei Null. Das kann keiner der Geldschleuderteams wollen.
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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von marsal79 » 08.10.2019, 12:43

... was passiert dann ?
kostenvorteil ? für wen ?
was wenn ich ein teil von ferrari "kopiere", passt es dann zu meinem konzept ? oder bekomme ich dann noch mehr probleme und verursache noch höhere kosten weil es an sich nicht kompatibel ist ?
oder bis ich dann nur verwirrt und verliere den sgn. "roten faden" ?

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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von h00bi » 08.10.2019, 20:29

marsal79 hat geschrieben: was wenn ich ein teil von ferrari "kopiere", passt es dann zu meinem konzept ?
du kannst von 8 anderen Teams kopieren, es spielt also keine Rolle ob das Teil von Ferrari passt.
Die Ingenieure in der F1 sind ja nicht auf den Kopf gefallen, mache sind halt nur etwas cleverer als die anderen.

Der 2018er Merc war sicher deutlich schneller als der 2019er Williams.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:

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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von marsal79 » 09.10.2019, 15:26

h00bi hat geschrieben:
marsal79 hat geschrieben: was wenn ich ein teil von ferrari "kopiere", passt es dann zu meinem konzept ?
du kannst von 8 anderen Teams kopieren, es spielt also keine Rolle ob das Teil von Ferrari passt.
Die Ingenieure in der F1 sind ja nicht auf den Kopf gefallen, mache sind halt nur etwas cleverer als die anderen.

Der 2018er Merc war sicher deutlich schneller als der 2019er Williams.
die kernaussage war eigentlich - ich kann mir nicht vorstellen dass dadurch kosten eingespart werden -
vielleicht indem man standardisierte front oder heckflügel verwenden muss.. ?!

h00bi
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Re: Was sich die Topteams von Open-Source-Teilen versprechen

Beitrag von h00bi » 16.10.2019, 22:14

Einen standardisierten Frontflügel, also Grundblatt und Flügelchen ohne Nase und Halterung, halte ich eigentlich für eine hervorragende Idee.
Am besten kombiniert mit einem umgekehrten DRS, dass man den Frontflügel steiler stellen darf, um in den Kurven weniger Anpressdruck zu verlieren.
DCS -> Downforce Cornering System oder so.

Wie du bereits angemerkt hast würde das die Kopierbarkeit verbessern. Dazu müsste man in vielen Fällen nicht mal Pläne veröffentlichen. Die Ingenieure könnten dann bereits aus Fotos und Slow-Mo's sehr viel ablesen.
plastikschaufel hat geschrieben:Aber Toto hat gesagt, dass [absurden Schwachsinn hier einfügen] :lol:

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