Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

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Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Redaktion » 02.10.2019, 09:38

Red-Bull-Sportchef Helmut Marko hält nichts davon, die Startaufstellung der Formel 1 umzudrehen und erklärt, was die Regelmacher stattdessen umsetzen sollten © LAT Der Formel-1-Start: Die Schnellsten aus dem Qualifying stehen traditionell vorne Einfach die Startaufstellung umdrehen, damit die Schnellsten hinten und die Langsameren vorne stehen, schon ist für Spannung im Grand Prix gesorgt. Das ist die Theorie hinter dem sogenannten Reverse-Grid-Verfahren, das derzeit auch in der Formel 1 diskutiert wird. Doch Helmut Marko spricht sich klar gegen eine umgedrehte Startaufstellung aus, weil er sie für "absurd und derartig sportverzerrend" hält.Bei 'Servus TV' erklärt Marko: "Wenn man das auf Strecken wie Monte Carlo, Singapur oder Barcelona macht, auf Strecken, auf denen praktisch Überholverbot herrscht, dann brauchst du die Startaufstellung gar nicht umdrehen, weil sich eh nichts ändert." Auf manchen Kursen sei überholen ohnehin Wunschdenken.Deshalb würde Marko an ganz anderer Stelle ansetzen. "Unser Sport muss sich mal ein Beispiel nehmen am Fußball oder am Tennis. Da haben sich die Regeln in den vergangenen 30, 40, 50 Jahren im Wesentlichen nicht verändert." Unsere Vision für die Formel 1 2021 Offiziell gibt es noch kein Reglement für die Formel-1-Saison 2021. Wir haben uns trotzdem schon einmal Gedanken darüber gemacht, was wir gerne sehen Weitere Formel-1-Videos "Der Zuschauer muss verstehen, es gibt einen Grand Prix nach diesen und jenen Regeln und der Beste soll gewinnen, aber nicht mit künstlichen Manipulationen. Wir haben eh schon DRS und andere Sachen, um die Spannung zu erhöhen."Deshalb fordert Marko eine Besinnung auf klare Grundwerte und pocht auf ein Reglement, in dem die Autos "gleichwertiger" sind, wie er es ausdrückt. "Vor allem die Aerodynamik muss eingedämmt werden. Das Hinterherfahren ist ja so schwierig geworden, weil du die Reifen überhitzt. Dann verlieren sie Grip und du rutscht mehr." Weil so aber keine Überholchance entstehe, seien "leider viele Rennen relativ eintönig", meint Marko.
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theCraptain
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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von theCraptain » 02.10.2019, 09:50

Wie gewohnt Klartext vom Dr.

Mit dieser Meinung repräsentiert er sicher die Mehrheit aller Fans, Experten und Akteure.

So ein Kasperkram passt nicht zur F1.

Interessanr aber ist sein Vorschlag die Aero zu beschränken, ist es doch gerade RBR die traditionell gerade durch die Aero brillieren. Dennoch fordert er dort Restriktionen, das bestätigt seine Glaubwürdigkeit.
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Shogun » 02.10.2019, 10:21

Der Doktor sagt es genauso wie ich, umgekehrte Startaufstellung ist sportverzerrend aber es gibt echt Leute die so was gut finden Man kann alles machen aber bitte nicht sowas einführen

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Simtek » 02.10.2019, 10:27

Ich bin ja echt kein Freund von Dr. Marko. Aber hier muss ich ihm einfach mal recht geben. Wir brauchen keine künstliche Verzerrung der Leistungsfähigkeit. Was wir brauchen ist das wir Möglichkeiten schaffen damit auch die kleinen Team auch aus eigener Kraft mit den grossen mithalten können.
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von plastikschaufel » 02.10.2019, 11:46

K.O. System wieder einführen. Kommt schon.

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Dr_Witzlos » 02.10.2019, 13:55

Ich finde, man sollte einfach wie schon FIA vorgeschlagen hat, einfach die Entwicklung aufstellen, dass jede Änderung in einer Datenbank erfasst ist und jedes Team drauf zurückgreifen kann. Des weiteren sollte man die Aero so vereinfachen und die Reifen so anpassen, dass man ohne Bedenken attackieren kann ohne dass sich der reifen in luft aulöst.

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Klemsi » 02.10.2019, 15:38

Den ganzen Funk und Telemetriewahnsinn auch noch weg!
Der Fahrer soll für das Auto verantwortlich sein. Eine Temp-, Öldruck- und Ladungsanzeige sollte ausreichen. (von mir aus sollens 3 mehr sein)
Positionsanzeige und Fahnen am Lenkraddisplay. Keine Verstellknöpfe. Auto wird im Training und Quali auf die Strecke optimiert und so muss dann gefahren werden, den Rest übernimmt der Fahrer mit dem Gasfuß!
Für Geschriebenes gilt: SOWEIT ICH MICH ERINNERN KANN! Sollte ich mich also falsch erinnern, hast du natürlich Recht! (Danke Turbocharged)
Alles darf man dann aber doch nicht schreiben. Wird von den Mods gelöscht. Auch wenn ich schwören könnte mich daran erinnern zu können!

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von mamoe » 02.10.2019, 16:07

Shogun hat geschrieben:Der Doktor sagt es genauso wie ich, umgekehrte Startaufstellung ist sportverzerrend aber es gibt echt Leute die so was gut finden Man kann alles machen aber bitte nicht sowas einführen
:thumbs_up: stimmt
klein-, groß- sowie rechtschreibfehler sind beabsichtigt und führen bei logischer
verbindung zu einem code, mit welchem man einen schatz findet!

Michael Schumacher will always be the greatest!
http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw" target="_blank
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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von mulles3 » 02.10.2019, 16:43

Wie sollte das denn gehen , würde da jeder versuchen im Qualy letzter zu werden , oder würde da die Platzierung der FWM zählen ????

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von wertas » 02.10.2019, 18:06

Ich denke entweder die Wm Platzierung oder die Platzierung vom letzten Rennen würde zählen.
Allerdings würde dann das Qualy wegfallen und die Formel1 müsste sich ein Ersatz Event überlegen.

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Red Baron » 02.10.2019, 18:15

mulles3 hat geschrieben:Wie sollte das denn gehen , würde da jeder versuchen im Qualy letzter zu werden , oder würde da die Platzierung der FWM zählen ????
Wie das gehen sollte hat sich doch schon in Monza gezeigt, das war eine heimlich organisierte Generalprobe.

Meiner Meinung nach sollte man auf weiteren künstlichen Quatsch verzichten und lieber über technisch anspruchsvolle Massnahmen nachdenken.

:idea: :idea: :idea:
Zum Beispiel folgendes:
- P1 bekommt 10 Kilo Silicon irgendwo aufgeklebt und 10 ml Botox in die Reifen gespritzt.
- P2 bekommt 9 Kilo + 9 ml Botox
- usw

Das verschlechtert die Aero und macht das Reifenmanagment etwas schwieriger.

Da würden dann mehr Leute, besonders männliche, zuschauen.
Das ist ja wohl der Zweck dieser Massnahme und die hat sich ja schon auf einigen Gebieten als erfolgreich bewiesen.

:rofl: :rofl:
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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Warlord » 02.10.2019, 19:08

mamoe hat geschrieben:
Shogun hat geschrieben:Der Doktor sagt es genauso wie ich, umgekehrte Startaufstellung ist sportverzerrend aber es gibt echt Leute die so was gut finden Man kann alles machen aber bitte nicht sowas einführen
:thumbs_up: stimmt
In manchen Klassen macht das durchaus Freude, aber in die Formel 1 passt das in der Tat einfach wirklich nicht.
In Klassen wo die Autos in etwa die gleiche Leistung haben ist das gut, aber was bringt das, wenn Williams vorne steht? Ich seh das sogar negativ, weil dann wären Unfälle in den ersten Runden wahrscheinlicher.
Unfälle sind natürlich oftmals spektakulär, können aber auch sehr gefährlich sein. Und für mich überwiegt "gefährlich" gegenüber "spektakulär".

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von platypus » 02.10.2019, 22:01

Klemsi hat geschrieben:Den ganzen Funk und Telemetriewahnsinn auch noch weg!
Der Fahrer soll für das Auto verantwortlich sein. Eine Temp-, Öldruck- und Ladungsanzeige sollte ausreichen.
Positionsanzeige und Fahnen am Lenkraddisplay. Keine Verstellknöpfe.
Paßt :thumbs_up:

Dazu dann noch weg mit dem kompletten Flügelwerk!
Und weg mit den Randsteinen und dem Aspahlt neben der Strecke. Zwei weiße Linien müssen auch in den Kurven als Begrenzung reichen und dahinter Kiesbetten!

So rein optisch denke ich da an die Besinnung auf Renner wie damals einem Weslake Eagle T1G.
--> https://cdn-1.motorsport.com/images/mgl ... eslake.jpg :heartbeat:

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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Wester » 02.10.2019, 22:15

Klemsi hat geschrieben:Den ganzen Funk und Telemetriewahnsinn auch noch weg!
Der Fahrer soll für das Auto verantwortlich sein. Eine Temp-, Öldruck- und Ladungsanzeige sollte ausreichen. (von mir aus sollens 3 mehr sein)
Positionsanzeige und Fahnen am Lenkraddisplay. Keine Verstellknöpfe. Auto wird im Training und Quali auf die Strecke optimiert und so muss dann gefahren werden, den Rest übernimmt der Fahrer mit dem Gasfuß!
Die Autos sind viel zu komplex, da ist dieses romantische Denken zu optimistisch. In die technische „Steinzeit“ wird man die Autos nicht mehr schicken.

Dass ausgerechnet Marko ankommt mit Regeländerungen, wo er doch quasi einer der Sprecher eines Teams ist, das durch ihre aerodynamischen Erfindungen erst dafür sorgte, dass die F1 immer schlimmer wurde, ist wieder typisch. Wenn es darauf ankommt die Aero zu beschneiden, wäre RB wieder das erste Team was dagegen poltern wird.
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Re: Helmut Marko: Reverse-Grid-Rennen sind "absurd"

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 02.10.2019, 23:29

So ist es, absurd und totaler Quatsch, sowas hat in der Formel 1 bestimmt nichts verloren!
Aber da braucht man sich keine Gedanken zu machen, erstens war es von Liberty Media nur ein Vorschlag, und zweitens würden die sowas niemals durchbekommen. Die bräuchten die Zustimmung von mindestens sieben Teams, das würden die für so einen Blödsinn niemals bekommen!
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