Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Kommentiere hier die aktuellen News aus der Formel 1

Moderator: Mods

Benutzeravatar
FU Racing Team
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3050
Registriert: 04.05.2015, 13:06
Lieblingsfahrer: HAM, MSC, RIC, HULK
Lieblingsteam: BMW Sauber, Mercedes, McLaren

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon FU Racing Team » 11.09.2019, 18:08

Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:
Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
Meine Güte, hör doch auf so einen Schwachsinn zu erzählen. Dadurch wird Alonso auch kein 3 maliger Weltmeister.

PS: Was Vettel/Ferrari betrifft mach ich mir keine Sorgen. Um Weltmeister zu werden, braucht es so oder so mehr Anpressdruck und einen anderen Umgang mit den Reifen. Man muss sich nur die Rundenzeiten ansehen und mit einberechnen, dass Sebastian aufgrund des niedrigen Anpressdruck und der Reifen im Nachteil ist, dann weiß man, dass Vettel locker mit Leclerc mithalten kann. Leclerc ist schnell, aber bestimmt kein Messias. Er hat wie jeder andere auch Stärken und Schwächen. Sobald es wieder darum geht, die Reifen zu streicheln, wird er blöd aus der Wäsche gucken, wenn ihm der Reifenverschleiß um die Ohren fliegt und er plötzlich jede Runde damit kämpfen muss, das Auto auf der Strecke zu halten.

PPS: Vettel sollte ab jetzt den Welpenschutz beiseite legen und dem Leclerc zeigen, wer hier wirklich das Sagen bei Ferrari hat. Zwei Siege sind schön und gut, aber der Junge glaubt allen ernstes er wäre der neue Michael Schumacher und könne sich alles erlauben. Die Zeit der Nettigkeiten ist vorbei. Wenn es Leclerc unbedingt auf die harte Tour lernen möchte, dann soll es so sein. :popcorn:



Woher weißt du, dass Leclerc eben nicht in allen oder manchen Bereichen besser als Vettel ist?!? Du schließt das ja kategorisch aus. Ich bin mir da überhaupt nicht sicher. Das wird erst die Zukunft zeigen mMn.


Wenn er in allen Bereichen besser wäre, hätte er in Kanada keine 6 Zehntel Rückstand auf Vettel gehabt. Leclerc ist wie gesagt auch nur ein Mensch und kein Halbgott und Menschen haben nun mal Stärken und Schwächen. Zum Beispiel schließe ich es nicht aus, dass Leclerc mit den neuen Reifen oder mit Übersteuern deutlich besser klar kommt. Diese Stärken könnten aber schon bald ein Handicap werden, wenn es wieder darum geht schonend mit den Reifen umzugehen. Dann ist Leclerc derjenige, der seinen Fahrstil anpassen muss.



Hä? Wegen eines Qualifyings schließt du darauf? Hamilton lag auch schon mal über 6 Zehntel hinter Rosberg in der Quali (glaube Monza 2016). Und Vettel lag doch letztens auch 7,5 Zehntel hinter Leclerc. Sorry, aber das ist null schlüssig.

Und der Rest ist reines "wenn & vielleicht". Wer sagt dir, wer mit welchem zukünftigen Reifen besser zurecht kommen wird? Vielleicht kann sich ein Leclerc auch nächstes Jahr besser auf Auto und Reifen einstellen als Vettel. Es gibt absolut keinen FAKT, der deine Annahme unterstreicht. Es gibt im Gegenteil sogar eher "Indikatoren" dafür, dass Vettel auch 2020 unterliegen könnte, denn Vettel schafft es eben seit mindestens 1,5 Jahren nicht sich auf einen Wagen einzustellen, der nicht zu seinem Fahrstil passt. Und das finde ich nicht gerade überzeugend oder weltmeisterlich.

Ich will aber auch nochmal betonen: ich selbst will überhaupt nicht ausschließen, dass Vettel wieder zurück zu alter Form findet und auch einen Leclerc dann besiegen könnte, aber Geld würde ich Stand jetzt keines darauf setzen.

Man kann doch dem Leclerc nicht sein Talent absprechen.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

Sportsmann
Rookie
Rookie
Beiträge: 1510
Registriert: 28.11.2016, 00:12
Lieblingsfahrer: Einige
Lieblingsteam: Einige

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Sportsmann » 11.09.2019, 18:11

Shogun hat geschrieben:
Sportsmann hat geschrieben:
Shogun hat geschrieben:Vettel war eher überrascht gewesen dass seit langem ein TK nicht an einer Order hielt und dieser nicht mal einen auf dem Deckel bekommen hatte. Ich glaube aus seiner Erfahrung kennt er das anders.
Und wenn Vettel echt glaubt mit Teamplay (dazu mit einem starken TK) kann man im Top Team etwas erreichen sieht man doch dass er immer eine gute Position im Team hatte und sich nicht in irgendeiner Art behaupten musste. So kann ich mir nur sein "Nervenflattern" erklären. Druck gab es bei Red Bull auch und er schaffte dabei zwei Titeln zu holen wo der Druck immens war.


Der Druck war auch bei RedBull da, aber jetzt gibt es Druck und ein sehr unruhiges Auto, wo selbst ein Spitzenfahrer an seine Grenzen kommt. Wie der Wagen in Spa auf den Mediums gerutscht ist, das war kaum zu übersehen. So ein Auto fährt man unter Druck dann wohl eher ungern.
Ich hoffe dass Ferrari im nächsten Jahr ein weniger windschnittiges, aber abtriebsstarkes Auto baut, was gut ausbalanciert ist - um auf mehr als 5 Strecken pro Saison gewinnen zu können. Dann werden wir auch wieder einen Vettel sehen der es mit Leclerc aufnehmen kann. Es ist sicherlich schwierig seinen Weltmeister Fahrstil auf ein ~"schlechtes" Auto umzustellen - die Frage ist auch ob er das tun sollte, nur um dann sich wieder zurück-umzustellen. Andererseits, Ricciardo hat das hinbekommen. Und wie auch bei AMuS bemerkt wurde (Formel Schmidt Video), der Renault ist im Grunde genommen wie ein schlechter Ferrari. In Bahhrain war Renault top, in Monza auch - Solange es viel geradeaus geht ist alles gut.
Allerdings muss sich Vettel dann die Frage gefallen lassen, wieso er es mit der Brechstange versucht, wenn es doch mehrfach nicht geklappt hat. Aber spätestens nach Monza ist leider auch klar, dass er nicht einfach langsamer zuende fahren kann, denn er muss ja "verzweifelt" versuchen dem Teamkollegen die Grenzen aufzuzeigen.
Fazit: Schwieriger kann die Situation nicht sein. Ob er es zurück schafft liegt an der Anpassungsfähigkeit, bzw. Anpassungsbereitschaft und Ferraris Fähigkeiten ein gutes Auto zu bauen. Das Aktuelle ist schließlich nicht gut genug für Titel. Und ohne den (noch) geheimnisvollen Motorenboost (den die Kunden nicht bekommen) würde Ferrari noch schlechter aussehen.


Dieses "der Druck bei Ferrari ist aber größer" kann ich echt nicht mehr hören sorry. Vettel wusste was auf ihm zu kommt und er hat es in Kauf genommen und wegen sein Idol wollte er hin. Also selber Schuld wenn er daran zerbricht oder zerbrechen wird. Er wusste wer Schumi war und was er dort geleistet hat. Seb hat sicher nicht erst mitbekommen nachdem er zu Ferrari kam welche Erfolge Schumi erzielte und bekam dabei große Augen :lol:

Zum Auto. Er hat ja noch Glück dass der Ferrari noch um Siege und Podien fahren kann und trotzdem übertreibt er es und schmeißt es oft weg. Alonso zb hatte bei McLaren echt Möhren hat es aber im Griff gehabt und holte das Maximum aus dem Auto ohne es weg zuschmeißen.


Zum Fettgedruckten, worauf nimmst du Bezug Shogun? Dazu hab ich nicht ein Wort fallen gelassen. Druck ist das was man empfindet - ergo kann man nicht einfach sagen, bei Ferrari ist es mehr oder weniger. Aber man kann sagen, jetzt gibt es bei Ferrari Autos die nicht mehr auf der Straße kleben, das war und ist bei RB noch anders, von Mercedes brauchen wir nicht reden. Und damals wusste er noch nicht, dass er ein unruhiges Auto und einen harten Teamkollegen hat - um deiner Vergangenheits bezogenen Argumentation zu entsprechen.

Ich kann auch nichts gutes darüber sagen, dass Vettel immer mehr Material für die Videoreihe zu seinen Drehern liefert. Aber Alonso hatte so wie ich das gesehen habe, stets langsame Autos die aber immer gut lagen. Das mit einem wilden schwarzen Hengst zu vergleichen ist nicht angemessen. Um dir entgegenzukommen, ich glaube auch Alonso würde mit diesem Ferrari besser fahren als Vettel, aber wenn das Material stimmt, wäre Vettel womöglich wieder auf Spitzenniveau. Vielleicht.
Bild

CrAzyPsyCho
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3226
Registriert: 12.07.2009, 19:22

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon CrAzyPsyCho » 11.09.2019, 18:19

Es gibt im Gegenteil sogar eher "Indikatoren" dafür, dass Vettel auch 2020 unterliegen könnte, denn Vettel schafft es eben seit mindestens 1,5 Jahren nicht sich auf einen Wagen einzustellen, der nicht zu seinem Fahrstil passt. Und das finde ich nicht gerade überzeugend oder weltmeisterlich.

Wie kommst du jetzt auf 1,5 Jahre? Letztes Jahr kam Vettel zu Beginn der Saison gut mit dem Ferrari klar, hatte sogar ein Polster auf Hamilton. Gegen Mitte der Saison ging es ja erst los mit den Fehlern. Und die sahen jetzt nicht danach aus, als wären sie dadurch verschuldet, dass er nicht mit dem Ferrari klar kommt.
Er beklagt sich auch erst seit dieser Saison darüber, dass er zu wenig Vertrauen in das Auto hat.

Benutzeravatar
Ferrari Fan 33
Rennsportlegende
Rennsportlegende
Beiträge: 16938
Registriert: 10.06.2009, 21:07
Lieblingsteam: Ferrari natürlich!!
Wohnort: Niederkassel bei Köln

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Ferrari Fan 33 » 11.09.2019, 18:20

RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Ich persönlich habe große Zweifel daran, dass wenn man solche "Schläge kassiert hat und am Boden liegt", vor allem durch das ganze geschehene in Monza, dass man da noch in dieser Saison aufstehen kann und sich davon erholt. Ich hoffe es für Sebastian Vettel, kann aber nicht so richtig daran glauben.


Korea 2010 war doch viel schlimmer und er ist trotzdem zurückgekommen und hat den WM-Titel geholt.

Positiv: Er war eigentlich schneller als Lec im Qualifying.

Negaiv: Wieder so ein dummer Dreher, weil er zu viel will und zu aggressiv ist. Zudem kommt er mit dem Auto nicht so richtig zurecht.

Singapur hat er schon immer geliebt. Mal sehen, ob er dort zurückschlagen kann, obwohl der Ferrari wahrscheinlich nur dritte Kraft sein wird.

Das die Sache mit Korea 2010 viel schlimmer war für ihn, da glaube ich persönlich jetzt nicht so daran. Sebastian Vettel hat schon seit er klein war davon geträumt in der Formel 1 für Ferrari zu fahren und auch als er bei Red Bull war und im Jahr 2013 den Italien GP in Monza gewonnen hat, da wurde er in Interviews danach gefragt, wie es war da auf dem Podium zu stehen mit den ganzen Leuten unten. Seine Antwort war: "Unbeschreiblich, aber am allerschönsten wäre es in einem roten Rennanzug da ganz oben auf dem Podium zu stehen". Er hat es fünf Jahre mit Ferrari versucht und nicht geschafft den Italien GP in Monza zu gewinnen, da kommt ein neuer richtig junger Teamkollege dieses Jahr und schafft es auf Anhieb in einem fantastischen Rennen. Das wird schon heftig an ihm nagen, ich meine um einiges schlimmer als in Korea 2010.

Benutzeravatar
Shogun
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 5050
Registriert: 09.01.2012, 22:25
Lieblingsfahrer: A. Senna, Alo, Ham, Ric,
Lieblingsteam: McLaren
Wohnort: Tokyo

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Shogun » 11.09.2019, 18:28

Sportsmann hat geschrieben:
Shogun hat geschrieben:
Sportsmann hat geschrieben:
Der Druck war auch bei RedBull da, aber jetzt gibt es Druck und ein sehr unruhiges Auto, wo selbst ein Spitzenfahrer an seine Grenzen kommt. Wie der Wagen in Spa auf den Mediums gerutscht ist, das war kaum zu übersehen. So ein Auto fährt man unter Druck dann wohl eher ungern.
Ich hoffe dass Ferrari im nächsten Jahr ein weniger windschnittiges, aber abtriebsstarkes Auto baut, was gut ausbalanciert ist - um auf mehr als 5 Strecken pro Saison gewinnen zu können. Dann werden wir auch wieder einen Vettel sehen der es mit Leclerc aufnehmen kann. Es ist sicherlich schwierig seinen Weltmeister Fahrstil auf ein ~"schlechtes" Auto umzustellen - die Frage ist auch ob er das tun sollte, nur um dann sich wieder zurück-umzustellen. Andererseits, Ricciardo hat das hinbekommen. Und wie auch bei AMuS bemerkt wurde (Formel Schmidt Video), der Renault ist im Grunde genommen wie ein schlechter Ferrari. In Bahhrain war Renault top, in Monza auch - Solange es viel geradeaus geht ist alles gut.
Allerdings muss sich Vettel dann die Frage gefallen lassen, wieso er es mit der Brechstange versucht, wenn es doch mehrfach nicht geklappt hat. Aber spätestens nach Monza ist leider auch klar, dass er nicht einfach langsamer zuende fahren kann, denn er muss ja "verzweifelt" versuchen dem Teamkollegen die Grenzen aufzuzeigen.
Fazit: Schwieriger kann die Situation nicht sein. Ob er es zurück schafft liegt an der Anpassungsfähigkeit, bzw. Anpassungsbereitschaft und Ferraris Fähigkeiten ein gutes Auto zu bauen. Das Aktuelle ist schließlich nicht gut genug für Titel. Und ohne den (noch) geheimnisvollen Motorenboost (den die Kunden nicht bekommen) würde Ferrari noch schlechter aussehen.


Dieses "der Druck bei Ferrari ist aber größer" kann ich echt nicht mehr hören sorry. Vettel wusste was auf ihm zu kommt und er hat es in Kauf genommen und wegen sein Idol wollte er hin. Also selber Schuld wenn er daran zerbricht oder zerbrechen wird. Er wusste wer Schumi war und was er dort geleistet hat. Seb hat sicher nicht erst mitbekommen nachdem er zu Ferrari kam welche Erfolge Schumi erzielte und bekam dabei große Augen :lol:

Zum Auto. Er hat ja noch Glück dass der Ferrari noch um Siege und Podien fahren kann und trotzdem übertreibt er es und schmeißt es oft weg. Alonso zb hatte bei McLaren echt Möhren hat es aber im Griff gehabt und holte das Maximum aus dem Auto ohne es weg zuschmeißen.


Zum Fettgedruckten, worauf nimmst du Bezug Shogun? Dazu hab ich nicht ein Wort fallen gelassen. Druck ist das was man empfindet - ergo kann man nicht einfach sagen, bei Ferrari ist es mehr oder weniger. Aber man kann sagen, jetzt gibt es bei Ferrari Autos die nicht mehr auf der Straße kleben, das war und ist bei RB noch anders, von Mercedes brauchen wir nicht reden. Und damals wusste er noch nicht, dass er ein unruhiges Auto und einen harten Teamkollegen hat - um deiner Vergangenheits bezogenen Argumentation zu entsprechen.

Ich kann auch nichts gutes darüber sagen, dass Vettel immer mehr Material für die Videoreihe zu seinen Drehern liefert. Aber Alonso hatte so wie ich das gesehen habe, stets langsame Autos die aber immer gut lagen. Das mit einem wilden schwarzen Hengst zu vergleichen ist nicht angemessen. Um dir entgegenzukommen, ich glaube auch Alonso würde mit diesem Ferrari besser fahren als Vettel, aber wenn das Material stimmt, wäre Vettel womöglich wieder auf Spitzenniveau. Vielleicht.


Zum Fett gedruckten. Großes Sorry habe dich mit einem anderen User verwechselt und habe die Post durcheinander geworfen :oops:

Benutzeravatar
Forza_Ferrari_93
Simulatorfahrer
Beiträge: 513
Registriert: 30.11.2016, 11:23
Lieblingsfahrer: M.Schumacher, Vettel, Alonso
Lieblingsteam: Ferrari

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Forza_Ferrari_93 » 11.09.2019, 18:35

FU Racing Team hat geschrieben:
Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:

Woher weißt du, dass Leclerc eben nicht in allen oder manchen Bereichen besser als Vettel ist?!? Du schließt das ja kategorisch aus. Ich bin mir da überhaupt nicht sicher. Das wird erst die Zukunft zeigen mMn.


Wenn er in allen Bereichen besser wäre, hätte er in Kanada keine 6 Zehntel Rückstand auf Vettel gehabt. Leclerc ist wie gesagt auch nur ein Mensch und kein Halbgott und Menschen haben nun mal Stärken und Schwächen. Zum Beispiel schließe ich es nicht aus, dass Leclerc mit den neuen Reifen oder mit Übersteuern deutlich besser klar kommt. Diese Stärken könnten aber schon bald ein Handicap werden, wenn es wieder darum geht schonend mit den Reifen umzugehen. Dann ist Leclerc derjenige, der seinen Fahrstil anpassen muss.



Hä? Wegen eines Qualifyings schließt du darauf? Hamilton lag auch schon mal über 6 Zehntel hinter Rosberg in der Quali (glaube Monza 2016). Und Vettel lag doch letztens auch 7,5 Zehntel hinter Leclerc. Sorry, aber das ist null schlüssig.

Und der Rest ist reines "wenn & vielleicht". Wer sagt dir, wer mit welchem zukünftigen Reifen besser zurecht kommen wird? Vielleicht kann sich ein Leclerc auch nächstes Jahr besser auf Auto und Reifen einstellen als Vettel. Es gibt absolut keinen FAKT, der deine Annahme unterstreicht. Es gibt im Gegenteil sogar eher "Indikatoren" dafür, dass Vettel auch 2020 unterliegen könnte, denn Vettel schafft es eben seit mindestens 1,5 Jahren nicht sich auf einen Wagen einzustellen, der nicht zu seinem Fahrstil passt. Und das finde ich nicht gerade überzeugend oder weltmeisterlich.

Ich will aber auch nochmal betonen: ich selbst will überhaupt nicht ausschließen, dass Vettel wieder zurück zu alter Form findet und auch einen Leclerc dann besiegen könnte, aber Geld würde ich Stand jetzt keines darauf setzen.

Man kann doch dem Leclerc nicht sein Talent absprechen.


1. Die Quali in Kanada war nur ein Beispiel von 6 in denen Vettel der schnellere war. Dazu kommen noch Österreich, Deutschland, Frankreich und Monza in denen Vettel sein Talent aufgrund technischer Fehler usw nicht zeigen konnte. Nur um es nochmal extra deutlich zu betonen. Vettel ist momentan im Nachteil und dennoch von der reinen Grundspeed her auf Augenhöhe mit Leclerc. Da ist es kein "wenn & vielleicht" sondern eine logische Schlussfolgerung, wenn ich behaupte, dass er mit einem Auto indem er sich wohl fühlt locker auf dem Niveau von Leclerc fahren kann. Verstehst du worauf ich hinaus möchte?

2. Für dich mag es vielleicht kleinlich wirken, aber die Aussage, dass Vettel seit Hockenheim 2018 nicht in der Lage sein soll sein Auto abzustimmen entspricht leider nicht der Wahrheit. 2018 war eine ganz andere Situation. In Hockenheim war es ein Fahrfehler bei Nässe. Dieses Jahr war er einer der wenigen, die sich keinen Fahrfehler in Hockenheim erlaubten.

In Spa hat er gewonnen und in Monza hat er sich aufgrund einer Berührung mit Hamilton gedreht und nicht, weil er übersteuern hatte. Da ihm bewusst war, dass zu diesem Zeitpunkt keine neuen Updates aus dem Werk kommen, musste er es mit der Brechstange versuchen, weil Hamilton ab Singapur regelmäßig das bessere Gesamtpaket hatte. Im Gegensatz zu Ferrari war Mercedes nämlich in der Lage konstant Updates am Auto anzubringen. Also musste der Fahrer den Unterschied ausmachen was leider nach hinten los ging, das will ich gar nicht abstreiten. Ich will nur darauf hinweisen, dass man 2018 nicht mit 2019 vergleiche kann.

3.Was die Reifen angeht bin ich mir so sicher, weil Leclerc von sich selber behauptet ein aggressiver Fahrer zu sein. Er nimmt die Reifen hart ran und hat kein Problem mit permanenten Übersteuern. Ähnlich wie Hamilton zu seiner Zeit bei McLaren. Hamilton war ja auch bekannt dafür, eben kein Reifenflüsterer zu sein, was zwischen 2011-2013 ein Problem für ihn war. Button dagegen kam gut mit den Pirellis zurecht und war deswegen teilweise besser als Hamilton.

Ein ähnliches Szenario in naher Zukunft ist also gar nicht so abwegig, da Leclerc bereits 2018 Probleme mit dem Reifenverschleiß hatte und es ab 2020 wieder neue Reifen geben wird, die wesentlich einfacher zu managen sind. Zumindest für diejenigen, die den Reifen nicht so Hart rannehmen wie z. B. Leclerc.
Zuletzt geändert von Forza_Ferrari_93 am 11.09.2019, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
Tracklimit_F1
Nachwuchspilot
Beiträge: 275
Registriert: 08.03.2018, 18:35
Lieblingsfahrer: Daniel Ricciardo, Lando Norris
Lieblingsteam: Mclaren

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Tracklimit_F1 » 11.09.2019, 18:37

afa1515 hat geschrieben:
Tracklimit_F1 hat geschrieben:Ach Vettel wird schon zurückkommen, da mach ich mir garkeine Gedanken.
Ob das aber bei Ferrari so sein wird, ist ne andere Frage.


Aber welches Team sollte es sonst sein?
Vor allem so wie er aktuell fährt, ist er unbrauchbar für einen WM-Kampf. Da sehe ich weder bei Mercedes noch Red Bull wirkliche Chancen, und auch Ferrari dürfte man durchaus Alternativen sehen - z.B. Sainz oder Ricciardo.

Mittelfeldteam wird's wohl eher nicht werden. Ich denke es wird eher Richtung WEC gehen, wenn überhaupt.

Was du vergisst, dass die Teams nicht so emotional denken wie irgendein Forum-Schreiberling.
Vettel genießt bei den Teams sicher hohes Ansehen und sie wissen was Vettel kann, wenn er aus seinem Tief rausgefunden hat.
Lieblingsfahrer (retired) : Michael Schumacher, Fernando Alonso

Benutzeravatar
Michael-KR
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 8706
Registriert: 13.02.2008, 18:24
Lieblingsfahrer: Keiner! max. Stefan Bellof
Lieblingsteam: Keins

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Michael-KR » 11.09.2019, 18:59

Shogun hat geschrieben:....
Dieses "der Druck bei Ferrari ist aber größer" kann ich echt nicht mehr hören sorry. Vettel wusste was auf ihm zu kommt und er hat es in Kauf genommen und wegen sein Idol wollte er hin. Also selber Schuld wenn er daran zerbricht oder zerbrechen wird. Er wusste wer Schumi war und was er dort geleistet hat. Seb hat sicher nicht erst mitbekommen nachdem er zu Ferrari kam welche Erfolge Schumi erzielte und bekam dabei große Augen :lol:

Zum Auto. Er hat ja noch Glück dass der Ferrari noch um Siege und Podien fahren kann und trotzdem übertreibt er es und schmeißt es oft weg. Alonso zb hatte bei McLaren echt Möhren hat es aber im Griff gehabt und holte das Maximum aus dem Auto ohne es weg zuschmeißen.

Wahre Worte - danke! :thumbs_up:

Übrigens, der in diesem Beitrag verlinkte Artikel ist sehr interessant - viell. mal lesen!?
https://www.motorsport-total.com/formel ... c-19090906

Rückblickend sehr treffend (und passend zu dem, was "Shogun" schrieb) auch einige etwas ältere Nachrichten (aus Anfang 2015): "Jahr der Wahrheit - Wenn Sebastian Vettel zu Ferrari wechselt, werden Erinnerungen wach an Michael Schumacher, der ab 1996 für die Italiener fuhr." In einem anderen Beitrag (selbes Heft): Titelüberschrift: "Wie ein Kind im Spielzeugladen“ und dann im Beitrag: „. … für alle anderen stellt sich die Frage: Kann Sebastian Vettel Ferrari retten? Nicht weniger wird von ihm verlangt. Vettel weiß das, spürt das, will das. Der Wechsel zu Ferrari definiert auch seine Karriere, soll sie krönen, wird das Vermächtnis bestimmen. … im Winter häufig in Maranello … „Es ist beeindruckend, was dort geschieht. Das Potential ist enorm.“ … Daraus wächst ein Auftrag: Vettel soll den Turbo in sich auch auf die ganze Mannschaft übertragen … „ Autor Elmar Brümmer

Dann wiederum: „Vettels Traum-Elf“ - Angefangen vom Präsidenten Marchionne*** über Technikchef J. Allison, Chefdesigner S. Resta bis hin zur PR-Managerin B. Roeske und Physiotherapeut A. Kontsas werden dort alle kurz vorgestellt.

Dann wiederum (Titel): „Auf Schumis Spuren“ Untertitel: "Wo liegen die Parallelen zu Sebastian Vettel im Jahr 2015?"

Aber auch: „Geplatzte Träume - Ferrari ist die Top-Adresse in der Formel 1. Die Garantie auf den WM-Titel aber bietet auch der legendärste aller Rennställe nicht.“

Will das gar nicht groß diskutieren, ist aber immer interessant, wenn man mal zurückblickt und dann Soll/Ist vergleicht.

Ach ja ein kleines Foto von AUTOSPORT mit dem Titel: "Can Vettel save Ferrari?" (Alles in Großbuchstaben). Dazu Bildunterschrift: "Höher kann der Anspruch nicht sein." - gibts im Heft auch.

*** Stichwort zum (leider zu früh verstorbenen) Chef Marchionne: Die wenigsten hier im Forum können sich daran erinnern, warum Leclerc überhaupt ins Team der Roten kam!? Und noch viel wenigere können nachvollziehen / wissen, warum Marchionne das wollte!?

CrAzyPsyCho
Pole-Sitter
Pole-Sitter
Beiträge: 3226
Registriert: 12.07.2009, 19:22

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon CrAzyPsyCho » 11.09.2019, 19:08

Tracklimit_F1 hat geschrieben:
afa1515 hat geschrieben:
Tracklimit_F1 hat geschrieben:Ach Vettel wird schon zurückkommen, da mach ich mir garkeine Gedanken.
Ob das aber bei Ferrari so sein wird, ist ne andere Frage.


Aber welches Team sollte es sonst sein?
Vor allem so wie er aktuell fährt, ist er unbrauchbar für einen WM-Kampf. Da sehe ich weder bei Mercedes noch Red Bull wirkliche Chancen, und auch Ferrari dürfte man durchaus Alternativen sehen - z.B. Sainz oder Ricciardo.

Mittelfeldteam wird's wohl eher nicht werden. Ich denke es wird eher Richtung WEC gehen, wenn überhaupt.

Was du vergisst, dass die Teams nicht so emotional denken wie irgendein Forum-Schreiberling.
Vettel genießt bei den Teams sicher hohes Ansehen und sie wissen was Vettel kann, wenn er aus seinem Tief rausgefunden hat.

Zudem gibt es auch Teams, wie bspw Red Bull, welche eine Marke in der Formel 1 repräsentieren und denen Medienwirksamkeit sehr wichtig ist.
Da ist ein Fahrer der polarisiert gerne gesehen. Zumal Vettel neben Verstappen wäre, was auch äußerst medienwirksam wäre.
Dürfte durchaus ein realistisches Szenario für Red Bull sein.
Hängt natürlich auch vom Kosten/Nutzen-Faktor ab (und von Vettel selbst).

Auch Mercedes hat bspw Schumacher nicht nur eingestellt, weil er ein guter Fahrer ist, sondern auch weil er sich gut vermarkten lässt.

Benutzeravatar
RedBull_Formula1
Vize-Weltmeister
Vize-Weltmeister
Beiträge: 6140
Registriert: 04.01.2010, 23:05
Wohnort: Deutschland

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon RedBull_Formula1 » 11.09.2019, 19:43

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
RedBull_Formula1 hat geschrieben:
Ferrari Fan 33 hat geschrieben:Ich persönlich habe große Zweifel daran, dass wenn man solche "Schläge kassiert hat und am Boden liegt", vor allem durch das ganze geschehene in Monza, dass man da noch in dieser Saison aufstehen kann und sich davon erholt. Ich hoffe es für Sebastian Vettel, kann aber nicht so richtig daran glauben.


Korea 2010 war doch viel schlimmer und er ist trotzdem zurückgekommen und hat den WM-Titel geholt.

Positiv: Er war eigentlich schneller als Lec im Qualifying.

Negaiv: Wieder so ein dummer Dreher, weil er zu viel will und zu aggressiv ist. Zudem kommt er mit dem Auto nicht so richtig zurecht.

Singapur hat er schon immer geliebt. Mal sehen, ob er dort zurückschlagen kann, obwohl der Ferrari wahrscheinlich nur dritte Kraft sein wird.

Das die Sache mit Korea 2010 viel schlimmer war für ihn, da glaube ich persönlich jetzt nicht so daran. Sebastian Vettel hat schon seit er klein war davon geträumt in der Formel 1 für Ferrari zu fahren und auch als er bei Red Bull war und im Jahr 2013 den Italien GP in Monza gewonnen hat, da wurde er in Interviews danach gefragt, wie es war da auf dem Podium zu stehen mit den ganzen Leuten unten. Seine Antwort war: "Unbeschreiblich, aber am allerschönsten wäre es in einem roten Rennanzug da ganz oben auf dem Podium zu stehen". Er hat es fünf Jahre mit Ferrari versucht und nicht geschafft den Italien GP in Monza zu gewinnen, da kommt ein neuer richtig junger Teamkollege dieses Jahr und schafft es auf Anhieb in einem fantastischen Rennen. Das wird schon heftig an ihm nagen, ich meine um einiges schlimmer als in Korea 2010.


Sorry, aber da muss ich vehement wiedersprechen: Ein verloren geglaubter erster WM-Titel ist deutlich schlimmer als ein verlorener Sieg in Monza für Ferrari.
"When you point your visionary bow towards a star and spread your wings to reach an unreachable height, thirsty for perfection and rebellious against mediocrity, you have within the mysterious spring of an ideal" - Jose Ingenieros

Benutzeravatar
senna88
Testfahrer
Beiträge: 843
Registriert: 11.07.2011, 02:01
Lieblingsfahrer: SEN ALO RIC RAI MSC

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon senna88 » 11.09.2019, 23:06

Immer wieder lustig zu lesen, dass viele optimistisch sind, dass Ferrari 2020 ein Auto baut, das mehr Vettels Fahrstil entspricht...

Wo war Ferrari zwischen 2016-2019? 2015 mal außen vor weil Vettel 2014 ja noch bei RB war...

Merkt ihr was? Also hört auf Kaffeesatzleserei zu betreiben und versteht endlich dass Ferrari und Vettel einfach ausgedient haben! Der Zug ist seit Baku 2017 abgefahren und endgültig nach diesem letzten Wochenende. Vettel ist unzufrieden und das Auto wird auch nicht im 6. Jahr wie ein RB der Jahre 2010-2013 ;)

Es ist Vorbei! HAM und VET sowieso RAI sollen Ende 2020 bitte in Rente gehen und die Jungen ran lassen!!!

Die Zukunft gehört den Leclers, Verstappens, Russels und wer weiß wer sonst noch alles dabei sein wird.

Vettel braucht niemanden mehr was zu beweisen! Einfach zurücktreten, Leben genießen und für seine (bald) 3 Kinder da sein.

Benutzeravatar
NR6-KeepFightingMSC
Rookie
Rookie
Beiträge: 1328
Registriert: 05.04.2014, 20:53
Lieblingsfahrer: ROS/MSC/HUL/NOR/VER
Lieblingsteam: Ferrari
Wohnort: Bayern

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon NR6-KeepFightingMSC » 12.09.2019, 05:11

FU Racing Team hat geschrieben:
Forza_Ferrari_93 hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:

Woher weißt du, dass Leclerc eben nicht in allen oder manchen Bereichen besser als Vettel ist?!? Du schließt das ja kategorisch aus. Ich bin mir da überhaupt nicht sicher. Das wird erst die Zukunft zeigen mMn.


Wenn er in allen Bereichen besser wäre, hätte er in Kanada keine 6 Zehntel Rückstand auf Vettel gehabt. Leclerc ist wie gesagt auch nur ein Mensch und kein Halbgott und Menschen haben nun mal Stärken und Schwächen. Zum Beispiel schließe ich es nicht aus, dass Leclerc mit den neuen Reifen oder mit Übersteuern deutlich besser klar kommt. Diese Stärken könnten aber schon bald ein Handicap werden, wenn es wieder darum geht schonend mit den Reifen umzugehen. Dann ist Leclerc derjenige, der seinen Fahrstil anpassen muss.



Hä? Wegen eines Qualifyings schließt du darauf? Hamilton lag auch schon mal über 6 Zehntel hinter Rosberg in der Quali (glaube Monza 2016). Und Vettel lag doch letztens auch 7,5 Zehntel hinter Leclerc. Sorry, aber das ist null schlüssig.

Und der Rest ist reines "wenn & vielleicht". Wer sagt dir, wer mit welchem zukünftigen Reifen besser zurecht kommen wird? Vielleicht kann sich ein Leclerc auch nächstes Jahr besser auf Auto und Reifen einstellen als Vettel. Es gibt absolut keinen FAKT, der deine Annahme unterstreicht. Es gibt im Gegenteil sogar eher "Indikatoren" dafür, dass Vettel auch 2020 unterliegen könnte, denn Vettel schafft es eben seit mindestens 1,5 Jahren nicht sich auf einen Wagen einzustellen, der nicht zu seinem Fahrstil passt. Und das finde ich nicht gerade überzeugend oder weltmeisterlich.

Ich will aber auch nochmal betonen: ich selbst will überhaupt nicht ausschließen, dass Vettel wieder zurück zu alter Form findet und auch einen Leclerc dann besiegen könnte, aber Geld würde ich Stand jetzt keines darauf setzen.

Man kann doch dem Leclerc nicht sein Talent absprechen.



Ich glaube das Qualifying was du meinst war Singapur 2016. Also das war zumindest das einzige Qualifying an das ich mich erinnern kann, bei welchem es wirklich eine richtige Ohrfeige von Rosberg gegen Hamilton gab, das war ja ansonsten nicht vorstellbar. Ich meine sogar, dass Hamilton 2016 in Monza auf Pole stand und dann den Start verbockt hat, aber nagel mich da nicht drauf fest.

Allgemein ist mir die Grundsatzfrage bei Vettel aktuell ein wenig zu extrem.
Ja, die Saison läuft alles andere als gut für ihn.
Ja, Leclerc performt mittlerweile bärenstark und ist ein riesen Talent.
Ja, Vettel hat mit dem losen Heck große Probleme und wird dadurch noch fehleranfälliger, als er es sowieso schon ist.

ABER:
In Ungarn waren die beiden sowohl im Qualifying als auch im Rennen quasi gleich schnell, im Qualifying konnte sich Leclerc durchsetzen, im Rennen dann Vettel.
In Spa war Leclerc schneller, sowohl im Rennen als auch der Quali, aber hier waren die 7 Zehntel auch nicht der wahre Pace Unterschied. In Q2 waren sie ja bis auf 1 Zehntel zusammen und in Q3 ist Vettel mit den gestörten Outlaps schlechter zurecht gekommen. (Natürlich sollte man es Leclerc hoch anrechnen, wie er damit umgegangen ist und performt hat) Auch im Rennen hat Vettel unter der Strategie gelitten, sodass er so deutlich verloren hat. Aber das Wochenende geht natürlich klar an Leclerc.
In Monza war Leclerc in der Quali auch der schnellere, immerhin stand er auf Pole und Seb auf P4, richtig? Falsch. Und das ist es, was mich wirklich stört, weil das jeder zu vergessen scheint. Vettels Runde in Q3 war deutlich stärker als die von Leclerc, er hatte nur absolut keinen Windschatten. (Einfach mal das Video vom Formel 1 Channel auf Youtube anschauen, indem sie den Effekt des Windschattens darstellen, da gewinnt Leclerc alleine auf der Gerade zwischen Ascari und Parabolica knapp 1 Zehntel nur durch den Windschatten) Letztendlich hat Vettel am meisten unter dem Chaos in Q3 gelitten und wurde vom Team im Stich gelassen, sonst wäre er vermutlich auf Pole gestanden. Und von P1 läuft das Rennen vermutlich komplett anders, denn die Pace war auch im Rennen gut. Leider konnte man die Pace nicht wirklich vergleichen, da Vettel das Auto früh weggeschmissen hat, aber die Lücke zu Bottas konnte er schließen. Der Fehler darf einem Vettel natürlich nicht passieren und da sollte man zurecht kritisch mit ihm umgehen, aber man darf einfach nicht vergessen, dass er nur durch das Team in diese Position gebracht worden ist. Hätte er auch vorne ohne Dirty Air das Auto einfach so weggeschmissen? Weiß ich nicht und das weiß auch sonst niemand, mein Bauchgefühl sagt mir aber nein.
Deswegen wenn man nur die Pace der letzten drei Rennen betrachtet, die ja für die Form am aussagekräftigsten sind, kann man sagen:
- Ungarn gleich schnell
- Belgien Leclerc schneller
- Italien gleich schnell oder vielleicht sogar Vettel schneller, in Q3 war er das auf jeden Fall

Also als Vettel Fan würde ich mir da keine großen Sorgen machen. Es ist nicht alles so schlimm, wie es gemacht wird, was seine Pace angeht. Seine Fehleranfälligkeit schadet ihm natürlich und man kann nur hoffen, dass er diese in den Griff bekommt, aber die Pace ist zunächst mal das wichtigste.
KeepFightingSchumi!! NR6 - 2016 World Champion

Scorp!on
Rookie
Rookie
Beiträge: 1269
Registriert: 27.04.2010, 11:31

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Scorp!on » 12.09.2019, 08:51

Vettel ist der meist überschätze WM.
Bei allem Respekt zu seinen Erfolgen ( die er durchaus verdient hat ):
Seine Zeit ist abgelaufen. Wenn ein 21 Jähriger daher kommt in seinem 1. Ferrari und 2. Formel 1 Jahr und Vettel um die Ohren fährt sollte ihm das zu denken geben.
Und dieses "LEC kommt besser mit dem Auto klar" kann ich nicht mehr hören...beide haben die gleichen Voraussetzungen, spricht nicht für Vettel wenn er sich nicht anpassen kann.

Seine Zeit ist vorbei, WM in Rot wird er nicht da wird vorher Leclerc WM. Aber auch das ist kaum möglich in absehbarer Zeit da Mercedes einfach ZU stark ist und RB schläft auch nicht mit ihrem Megatalent Verstappen.

Projekt Ferrari-WM ist gescheitert, er sollte zurück treten. Wer das 10-Fache des TK verdient sollte wesentlich besser performen, macht er nicht. Ergo: Geldverschwendung

Benutzeravatar
Turel
Rookie
Rookie
Beiträge: 1945
Registriert: 27.07.2015, 11:34
Lieblingsfahrer: HÄK,MSCH,DC,HAM,JB,RIC,LEC,NOR
Lieblingsteam: Mclaren, von klein an!
Facebook: never
Google+: ever
Twitter: this
YouTube: shit
Tumblr: !

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Turel » 12.09.2019, 10:42

Michael-KR hat geschrieben:
Shogun hat geschrieben:....
Dieses "der Druck bei Ferrari ist aber größer" kann ich echt nicht mehr hören sorry. Vettel wusste was auf ihm zu kommt und er hat es in Kauf genommen und wegen sein Idol wollte er hin. Also selber Schuld wenn er daran zerbricht oder zerbrechen wird. Er wusste wer Schumi war und was er dort geleistet hat. Seb hat sicher nicht erst mitbekommen nachdem er zu Ferrari kam welche Erfolge Schumi erzielte und bekam dabei große Augen :lol:

Zum Auto. Er hat ja noch Glück dass der Ferrari noch um Siege und Podien fahren kann und trotzdem übertreibt er es und schmeißt es oft weg. Alonso zb hatte bei McLaren echt Möhren hat es aber im Griff gehabt und holte das Maximum aus dem Auto ohne es weg zuschmeißen.

Wahre Worte - danke! :thumbs_up:

Übrigens, der in diesem Beitrag verlinkte Artikel ist sehr interessant - viell. mal lesen!?
https://www.motorsport-total.com/formel ... c-19090906

Rückblickend sehr treffend (und passend zu dem, was "Shogun" schrieb) auch einige etwas ältere Nachrichten (aus Anfang 2015): "Jahr der Wahrheit - Wenn Sebastian Vettel zu Ferrari wechselt, werden Erinnerungen wach an Michael Schumacher, der ab 1996 für die Italiener fuhr." In einem anderen Beitrag (selbes Heft): Titelüberschrift: "Wie ein Kind im Spielzeugladen“ und dann im Beitrag: „. … für alle anderen stellt sich die Frage: Kann Sebastian Vettel Ferrari retten? Nicht weniger wird von ihm verlangt. Vettel weiß das, spürt das, will das. Der Wechsel zu Ferrari definiert auch seine Karriere, soll sie krönen, wird das Vermächtnis bestimmen. … im Winter häufig in Maranello … „Es ist beeindruckend, was dort geschieht. Das Potential ist enorm.“ … Daraus wächst ein Auftrag: Vettel soll den Turbo in sich auch auf die ganze Mannschaft übertragen … „ Autor Elmar Brümmer

Dann wiederum: „Vettels Traum-Elf“ - Angefangen vom Präsidenten Marchionne*** über Technikchef J. Allison, Chefdesigner S. Resta bis hin zur PR-Managerin B. Roeske und Physiotherapeut A. Kontsas werden dort alle kurz vorgestellt.

Dann wiederum (Titel): „Auf Schumis Spuren“ Untertitel: "Wo liegen die Parallelen zu Sebastian Vettel im Jahr 2015?"

Aber auch: „Geplatzte Träume - Ferrari ist die Top-Adresse in der Formel 1. Die Garantie auf den WM-Titel aber bietet auch der legendärste aller Rennställe nicht.“

Will das gar nicht groß diskutieren, ist aber immer interessant, wenn man mal zurückblickt und dann Soll/Ist vergleicht.

Ach ja ein kleines Foto von AUTOSPORT mit dem Titel: "Can Vettel save Ferrari?" (Alles in Großbuchstaben). Dazu Bildunterschrift: "Höher kann der Anspruch nicht sein." - gibts im Heft auch.

*** Stichwort zum (leider zu früh verstorbenen) Chef Marchionne: Die wenigsten hier im Forum können sich daran erinnern, warum Leclerc überhaupt ins Team der Roten kam!? Und noch viel wenigere können nachvollziehen / wissen, warum Marchionne das wollte!?


:thumbs_up:
TeamLH4️⃣4️⃣ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

______________________
#keepfighting

Benutzeravatar
Michael-KR
Weltmeister
Weltmeister
Beiträge: 8706
Registriert: 13.02.2008, 18:24
Lieblingsfahrer: Keiner! max. Stefan Bellof
Lieblingsteam: Keins

Re: Gerhard Berger: Vettel nicht naiv, "aber zu gutgläubig"

Beitragvon Michael-KR » 12.09.2019, 14:39

senna88 hat geschrieben:Immer wieder lustig zu lesen, dass viele optimistisch sind, dass Ferrari 2020 ein Auto baut, das mehr Vettels Fahrstil entspricht...
Wo war Ferrari zwischen 2016-2019? 2015 mal außen vor weil Vettel 2014 ja noch bei RB war...
Merkt ihr was? Also hört auf Kaffeesatzleserei zu betreiben und versteht endlich dass Ferrari und Vettel einfach ausgedient haben! Der Zug ist seit Baku 2017 abgefahren und endgültig nach diesem letzten Wochenende. Vettel ist unzufrieden und das Auto wird auch nicht im 6. Jahr wie ein RB der Jahre 2010-2013 ;)
Es ist Vorbei! HAM und VET sowieso RAI sollen Ende 2020 bitte in Rente gehen und die Jungen ran lassen!!!
Die Zukunft gehört den Leclers, Verstappens, Russels und wer weiß wer sonst noch alles dabei sein wird.
Vettel braucht niemanden mehr was zu beweisen! Einfach zurücktreten, Leben genießen und für seine (bald) 3 Kinder da sein.

:thumbs_up: :thumbs_up:
Scorp!on hat geschrieben:Vettel ist der meist überschätze WM.
Bei allem Respekt zu seinen Erfolgen ( die er durchaus verdient hat ):
Seine Zeit ist abgelaufen. Wenn ein 21 Jähriger daher kommt in seinem 1. Ferrari und 2. Formel 1 Jahr und Vettel um die Ohren fährt sollte ihm das zu denken geben.
Und dieses "LEC kommt besser mit dem Auto klar" kann ich nicht mehr hören...beide haben die gleichen Voraussetzungen, spricht nicht für Vettel wenn er sich nicht anpassen kann.
Seine Zeit ist vorbei, WM in Rot wird er nicht da wird vorher Leclerc WM. Aber auch das ist kaum möglich in absehbarer Zeit da Mercedes einfach ZU stark ist und RB schläft auch nicht mit ihrem Megatalent Verstappen.
Projekt Ferrari-WM ist gescheitert, er sollte zurück treten. Wer das 10-Fache des TK verdient sollte wesentlich besser performen, macht er nicht. Ergo: Geldverschwendung

:thumbs_up: :thumbs_up:

Da kann man die Sache drehen und wenden wie man will, der - so schrieb schon ein anderer Forist dazu: Drops ist gelutscht!

Vettel ist bei Ferrari angetreten, um mit den Roten den WM-Titel zu holen, ja, denen zu schenken! Er wurde (inkl. von Vettel selbst so gesehen; er wollte es unbedingt seinem großen Idol M. Schumacher nachmachen – mehrfach hat er es selber so erzählt gehabt – erst kürzlich sagte er: „Es ist noch etwas offen“) als derjenige betrachtet, der die Scuderia aus dem Tal der nicht geholten WM-Tränen herausholen soll. Und genau daran ist Seb. Vettel voll gescheitert; ganz im Gegenteil, den Mist, den sich ein immerhin 4-fach WM in den letzten Monaten, ja sogar Jahren zusammen fährt, ist eines Champions völlig unwürdig.

Und GENAU das hat ein Marchionne schon vor über einem Jahr erkannt, öffentlich den Vettel dafür stark kritisiert. Das war auch der Grund, warum Marchionne einen Vettel förmlich dazu zwingen wollte, endlich die geforderte (und fett bezahlte) Leistung zu bringen! Vettel sollte durch einen sehr starken jungen Fahrer unter Druck gesetzt werden. Doch alles was bei Vettel herauskam war das, was wir in Monza erleben durften. Vettel ist endgültig zerbrochen und mit der „Mission Ferrari zum WM zu machen“ komplett gescheitert.
Das Thema ist mehr als durch und ich würde Ferrari raten, endlich damit Schluss zu machen, bevor es noch lächerlicher wird.


Zurück zu „News-Kommentare“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 13 Gäste