Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

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Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Redaktion » 31.07.2019, 12:24

Nico Hülkenberg nimmt Renault nach einer enttäuschenden ersten Saisonhälfte in die Pflicht - Daniel Ricciardo sieht es gelassener, ist aber ebenfalls nicht zufrieden
Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg glaubt aktuell noch nicht an den ganz großen Sprung bei Renault

Für Renault lief die erste Saisonhälfte 2019 überhaupt nicht wie erhofft. Eigentlich hatten die Franzosen zu Beginn des Jahres das Ziel ausgegeben, deutlich an der Spitze des Mittelfelds zu stehen. Doch daraus wurde bislang nichts. "Best of the Rest" ist aktuell McLaren mit bereits 31 Zählern Vorsprung auf das Werksteam. Und in Hockenheim zog sogar auch noch Toro Rosso vorbei.

WM-Rang sechs nach elf Rennen ist für Renault ohne Frage eine Enttäuschung. Und Nico Hülkenberg ist skeptisch, ob in der zweiten Jahreshälfte noch ein großer Durchbruch zu erwarten ist. Auf die Frage, welche Signale es gebe, dass es in der zweiten Saisonhälfte stabil bergauf gehe, antwortet er: "Bisher noch keine. Es wird nach der Sommerpause schon noch Updates geben."

"Die sind natürlich wieder darauf aus, das Auto deutlich zu verbessern. Die sind wichtig für uns. Die müssen einiges bringen, um der Charakteristik des Autos zu helfen und sie zu verbessern, damit die zweite Saisonhälfte deutlich besser werden kann", so Hülkenberg, der mit der Entwicklung des R.S.19 seit Beginn des Jahres nicht so wirklich zufrieden ist.

Der Renault ist "ein bisschen zickig"

"Es ist das Auto, das wir seit Jahresanfang kennen. Es hat die gleichen Probleme", zuckt er die Schultern und erklärt: "Es ist einfach ein bisschen zickig, speziell im Quali am Limit. Es ist nicht einfach zu fahren." Was ist also für Renault 2019 noch drin? Wie weit kann es laut den Berechnungen des Teams noch nach vorne gehen? "Es bringt nichts, jetzt konkrete Zahlen dazuzuschreiben", winkt Hülkenberg ab."Das Update muss fruchten. Und dann werden die Zahlen und Positionen von alleine besser", erklärt er und verrät: "Wir müssen uns mit dem Negativen beschäftigen und am Negativen arbeiten. Wir müssen unsere Probleme lösen. Du kannst sie nicht umgehen. Wir beschäftigen uns damit, sprechen intern darüber. Es geht darum, Lösungen zu finden. Dieser Prozess dauert an."

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Er habe auch keine Angst davor, den Finger in die Wunde zu legen. "Ich bin Deutscher, ehrlich und geradeheraus", grinst er und erklärt: "Bei mir kriegst du immer eine klare Antwort. Es gibt keinen Grund, etwas zu verheimlichen. Das Team muss wissen, wo die Schwachpunkte liegen. Je eher wir Bescheid wissen, umso eher können wir Lösungen suchen. Eine offene Gesprächskultur ist da sehr wichtig."Bislang habe es "gute und weniger gute Momente" gegeben. "Alles in allem stehen wir da, wo wir gerade stehen. Alle zwei Wochen kriegen wir einen neuen Eindruck, wo wir im Kräfteverhältnis zu finden sind", erklärt er und gesteht: "Sicher wären das Team und ich gerne ein bisschen weiter vorne. Das ist derzeit nicht der Fall. Daher können wir nur noch härter arbeiten und versuchen, in der Zukunft bessere Ergebnisse zu erzielen."

Ricciardo: Kritik muss konstruktiv sein

Teamkollege Daniel Ricciardo sieht die Lage übrigens ein bisschen entspannter. "Ich bin immer ziemlich positiv eingestellt", erinnert er und erklärt: "Natürlich wollen wir weiter vorne stehen. Aber ich weiß, dass es nicht immer sehr produktiv ist, wütend und frustriert zu sein." Das wurde lediglich zu schlechter Stimmung führen. Und es sei auch "Teil seines Jobs", alle im Team bei Laune zu halten.

"Wenn wir Dinge verbessern müssen, dann werde ich ihnen natürlich sagen, was wir meiner Meinung nach tun müssen. Aber es muss konstruktiv sein", erklärt er und ergänzt: "Wir haben uns zu Beginn der Saison ein Ziel gesetzt, und das haben wir noch nicht ganz erreicht." Jeder im Team wisse, dass man aktuell hinter den eigenen Ansprüche liege. Daher sei es nicht nötig, jetzt noch einmal daraufzuhauen.


Fotostrecke: Deutschland: Fahrernoten der Redaktion

Pierre Gasly (5): Während der Teamkollege gewann, krebste er im Hinterfeld rum und fuhr sogar auf Albon auf. Das ist nicht mit den Bedingungen zu entschuldigen - genauso wenig wie der Unfall am Freitag. Gäbe es probaten Ersatz, wäre er schon längst weg.

Pierre Gasly (5): Während der Teamkollege gewann, krebste er im Hinterfeld rum und fuhr sogar auf Albon auf. Das ist nicht mit den Bedingungen zu entschuldigen - genauso wenig wie der Unfall am Freitag. Gäbe es probaten Ersatz, wäre er schon längst weg.

Ziel bleibe es aber weiterhin, Fortschritte zu machen und an die Mittelfeldspitze zu kommen. Wichtig sei es, motiviert zu bleiben. Dazu passt auch sein Plan für die anstehende Sommerpause. "Viel feiern und in Singapur wieder da sein", erklärt er mit einem Lachen und erklärt im Hinblick auf die zweite Saisonhälfte grinsend: "Hängt davon ab, wie schlimm der Kater wird."

"Wenn wir mit einem Kater nach Spa kommen, dann wird es eine Herausforderung", so Spaßvogel Ricciardo. Vorher steht aber noch ein Rennen in Ungarn an. Und da ist Hülkenberg "entschlossen", nach seinem Fehler in Hockenheim zurückzuschlagen. "Wir haben in schwierigen Bedingungen einen sehr guten Job gemacht", erinnert er. Ein Ausrutscher beendete sein Rennen jedoch vorzeitig, als er auf P4 lag.


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Zuletzt geändert von Redaktion am 31.07.2019, 12:48, insgesamt 9-mal geändert.
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Silberner Mercedes

Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Silberner Mercedes » 31.07.2019, 12:45

Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Hyeson » 31.07.2019, 13:29

Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:


Das stimmt. Man darf nur mit Schnupfen in die Wand rutschen. Aber ohne... geht gar nich.

Aber mal ernsthaft: Egal ob er gerade gegen RIC den Kürzeren zieht, er hat ja recht. Das Auto ist definitiv schlechter als letztes Jahr (oder die Anderen sind besser geworden). Das ist nunmal nicht das Ziel welches von Renault herausgegeben wurde.

Silberner Mercedes

Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Silberner Mercedes » 31.07.2019, 13:55

Hyeson hat geschrieben:
Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:


Das stimmt. Man darf nur mit Schnupfen in die Wand rutschen. Aber ohne... geht gar nich.



Man darf schon, aber dann sollte man evtl. besser mit Kritken warten. Zumal es für einen selbst die beste Platzierung ever hätte geben können. Schnupfnase hat wenigstens eine Begründung gehabt warum die Konzentration nicht zu 100% da war.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon terraPole » 31.07.2019, 14:16

Hyeson hat geschrieben:
Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:

..
Aber mal ernsthaft: Egal ob er gerade gegen RIC den Kürzeren zieht, er hat ja recht.
..

Silberner Mercedes hat aber auch recht..in Hockenheim hatte Hulk wohl das letzte mal in seiner Karriere die Chance aufs Podest zu fahren.
Das Auto hätte es unter diesen Bedingungen hergegeben aber er hat es selbst verschenkt.
Das Rennen in Hockenheim hätte sein Standing sehr aufgewertet wenn er auf P3 gekommen wäre..so werden aber seine Kritiker bestätigt die in HULK keinen Topfahrer sehen sondern eher einen Mann für die Mittelfeldteams.
Er schmeißt zu oft die seltenen Möglichkeiten auf gute Platzierungen weg.
Schade eigentlich denn die Saison hat er stark begonnen aber mittlerweile sieht er kaum noch Sonne gegen RIC.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Woelli38 » 31.07.2019, 15:04

Silberner Mercedes hat geschrieben:
Hyeson hat geschrieben:
Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:


Das stimmt. Man darf nur mit Schnupfen in die Wand rutschen. Aber ohne... geht gar nich.



Man darf schon, aber dann sollte man evtl. besser mit Kritken warten. Zumal es für einen selbst die beste Platzierung ever hätte geben können. Schnupfnase hat wenigstens eine Begründung gehabt warum die Konzentration nicht zu 100% da war.


Lach mich schlapp... :lol:

Ab SOFORT die Standardtitulierung... :wink: :D

Zu HULK: jepp, besser mal den "Ball flach" und die "Klappe zu" halten. So ein Geschenk wegzuwerfen, ist alles Andere als gute Werbung für einen selbst. Und das der Renault eine lahme Banane ist, sieht man bis jetzt von Rennen zu Rennen...
Man nannte Ihn den "Fisherman’s Friend" der Formel 1... :mrgreen:

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Sportsmann » 31.07.2019, 15:27

terraPole hat geschrieben:
Hyeson hat geschrieben:
Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:

..
Aber mal ernsthaft: Egal ob er gerade gegen RIC den Kürzeren zieht, er hat ja recht.
..

Silberner Mercedes hat aber auch recht..in Hockenheim hatte Hulk wohl das letzte mal in seiner Karriere die Chance aufs Podest zu fahren.
Das Auto hätte es unter diesen Bedingungen hergegeben aber er hat es selbst verschenkt.
Das Rennen in Hockenheim hätte sein Standing sehr aufgewertet wenn er auf P3 gekommen wäre..so werden aber seine Kritiker bestätigt die in HULK keinen Topfahrer sehen sondern eher einen Mann für die Mittelfeldteams.
Er schmeißt zu oft die seltenen Möglichkeiten auf gute Platzierungen weg.
Schade eigentlich denn die Saison hat er stark begonnen aber mittlerweile sieht er kaum noch Sonne gegen RIC.


Ich verstehe ja nicht warum ihr die Wahrheit nicht sehen könnt. LEC und HAM fliegen ins Kiesbett, Verstappen und HAM drehen sich, gerade das passiert also auch Topfahrern. Und wem ist das noch passiert? Genau Hülkenberg :wink: Ergo ist er ein zukünftiger Weltmeister.
Für mich ist das Hockenheimrennen im übrigen kein Qualitätsmaßstab. Hamilton, Verstappen und Hülkenberg waren über weite Strecken die schnellsten. Vettel hat die wenigsten Fehler gemacht. Winzige Fehler sind sicherlich auch Fehler, aber üblicherweise kosten die eben nur ein Zehntelchen. Jetzt sagen zu wollen Perez kann nicht fahren, oder Hamilton hat nur dank des Mercedes allein seine Siege geholt und Hülkenberg und Leclerc haben es einfach nicht drauf, würde natürlich deutlich zu weit gehen.
Im Übrigen halte ich auch Kritik für erlaubt (zumal es ja eigentlich nur eine Wiederholung der alten Aussagen war). Ein Mercedes mit viel und stabilem Anpressdruck oder nun auch ein RB sollten eigentlich im Regen besser zu fahren sein als ein zickiger Renault der noch nicht die Wohlfühlbalance hat. Denn im Regen ist wohl besser wenn das Heck gar nicht erst ausbricht, dann braucht man es auch nicht einfangen.
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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Tifoso » 31.07.2019, 16:08

Sportsmann hat geschrieben:
Ich verstehe ja nicht warum ihr die Wahrheit nicht sehen könnt. LEC und HAM fliegen ins Kiesbett, Verstappen und HAM drehen sich, gerade das passiert also auch Topfahrern. Und wem ist das noch passiert? Genau Hülkenberg :wink: Ergo ist er ein zukünftiger Weltmeister.


Hat nichts mit mit Wahrheit zu tun, sondern Selbst-Preservation seitens Nico selbst. Er fordert Renault auf, ein besseres Paket für mehr Punkte zu schnüren. Das ist auch korrekt - aber zum Gesamtpaket gehört ein Fahrer halt auch dazu.

Dass Hockenheim nicht ins Gesamtbild passt und nicht zum Schlüsselpunkt gemacht werden sollte, da stimme ich dir schon zu. Aber egalisieren sollte man es eben auch nicht. Dass entwertet die Leistungen aller anderen die eben keine Fehler gemacht haben.

Gerade bei den Mittelfeld Teams die nie eine Chance auf das Podium haben ist es wichtig das der Fahrer abliefert wenn sich durch Chaos eben doch diese nicht-existierende Chance ergibt. Bei solchen Rennen ist es halt wichtiger eben nicht die Fehler anderer zu machen - erst dadurch hat sich das chaotische Gesamtbild ergeben.
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Edit 2015: Hab meine Sig schon so lange nicht geändert dass Raikönnen mittlerweile auch schon wieder ein paar Jahre fährt. Von dem bin ich natürlich auch ein Fan :D

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon terraPole » 31.07.2019, 16:29

Sportsmann hat geschrieben:Ich verstehe ja nicht warum ihr die Wahrheit nicht sehen könnt. LEC und HAM fliegen ins Kiesbett, Verstappen und HAM drehen sich, gerade das passiert also auch Topfahrern. Und wem ist das noch passiert? Genau Hülkenberg :wink: Ergo ist er ein zukünftiger Weltmeister.

Doch doch..das habe ich gesehen und ich glaub es ging hier nicht darum Hülkenberg schlechter zu machen als andere Fahrer.
Deine genannten Fahrer sind auch alle abgeflogen und es war keine Glanzleistung.
ABER..zumindest VER und HAM haben in der Vergangenheit schon bewiesen dass sie zum besten gehören was die F1 zu bieten hat.
Niemand mit Ahnung würde denen das Ausnahmetalent absprechen.
Bei LEC bin ich mir noch unsicher aber er ist auf dem Weg zu den Besten.
Bei Hülkenberg sehe ich das eher nicht so..klar er hat die 24h gewonnen und hat auch in der F1 mal gute Rennen aber genauso hat er schon oft gezeigt dass ihm das gewisse Etwas fehlt, dass er zu langsam ist, dass er zu häufig Fehler macht wenn er in aussichtsreicher Position liegt.
Und ausgerechnet nach einem Rennen wo er sehr viele Punkte für sich und das Team weggeworfen hat zu sagen dass das Auto nicht das Gelbe vom Ei ist lässt ihn dann nicht ganz so gut dastehen (auch wenn es definitiv richtig ist).
Und das ist es worum es mir z.B ging.

Für mich ist das Hockenheimrennen im übrigen kein Qualitätsmaßstab...Jetzt sagen zu wollen Perez kann nicht fahren, oder Hamilton hat nur dank des Mercedes allein seine Siege geholt und Hülkenberg und Leclerc haben es einfach nicht drauf, würde natürlich deutlich zu weit gehen.

Da stimme ich zu. 1 Rennen und dann noch bei Regen ist keine Referenz. :thumbs_up:
Aber Ich glaube dass es für Hulk eine Art Scheideweg war.
Wenn er auf P3 gefahren wäre hätten ihn die Leute gefeiert und es hätte seinem Ansehen sehr gut getan und seine Fans würden sich bestätigt fühlen dass er ein guter Fahrer ist und er endlich das Podest verdient geholt hat.
Stattdessen ist er wieder eigenverschuldet ausgefallen so dass selbst Hulk-Fans frustriert die Hoffnung aufgeben (in anderem Thread).
Aber ich kann mich auch irren und hoffe dass es für ihn nochmal nach oben geht.

Ich will Hülkenberg hier wirklich nicht schlecht machen..denn als VET-Sympathisant hatte ich in den letzten 2 Jahren was die Fehlerquote angeht nicht viel zu lachen.
Es ging nr um die Äußerung von Hulk über das Material/Auto.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon afa1515 » 31.07.2019, 22:07

Sportsmann hat geschrieben:Ich verstehe ja nicht warum ihr die Wahrheit nicht sehen könnt. LEC und HAM fliegen ins Kiesbett, Verstappen und HAM drehen sich, gerade das passiert also auch Topfahrern. Und wem ist das noch passiert? Genau Hülkenberg :wink:


Nur hauen die anderen nicht bei jeder guten Chance das Rennen weg.
Vielleicht geht den Nico mal der Knoten auf, wenn er am Podium landet, aber dafür muss er es einfach mal ins Ziel bringen.
Sonst seh ich nur die Möglichkeit, dass er in den Ausdauerbereich wechseln soll - die 24h Le Mans hat er ja schon gewonnen. Scheinbar tut er sich dort nervlich leichter.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon besser.is.sicher » 31.07.2019, 22:19

terraPole hat geschrieben:
Hyeson hat geschrieben:
Silberner Mercedes hat geschrieben:Nach der Nummer in Hockenheim sollte Hülkenberg mit seiner Kritik vielleicht noch ein kleines bisschen warten. :lilsmile:

..
Aber mal ernsthaft: Egal ob er gerade gegen RIC den Kürzeren zieht, er hat ja recht.
..

Silberner Mercedes hat aber auch recht..in Hockenheim hatte Hulk wohl das letzte mal in seiner Karriere die Chance aufs Podest zu fahren.
Das Auto hätte es unter diesen Bedingungen hergegeben aber er hat es selbst verschenkt.
Das Rennen in Hockenheim hätte sein Standing sehr aufgewertet wenn er auf P3 gekommen wäre..so werden aber seine Kritiker bestätigt die in HULK keinen Topfahrer sehen sondern eher einen Mann für die Mittelfeldteams.
Er schmeißt zu oft die seltenen Möglichkeiten auf gute Platzierungen weg.
Schade eigentlich denn die Saison hat er stark begonnen aber mittlerweile sieht er kaum noch Sonne gegen RIC.

Das ist doch nicht realistisch. Er wäre so oder so nicht aufs Podium gekommen. Und von diesem Moment nun auf seine Saison rückzugsschließen ist ebenfalls nicht angemessen. Wenn du dir ansiehst wie vorsichtig er da neben die Strecke gekommen ist und dann nichts mehr zu machen war... Also das hat nichts mit Fahrer Qualität pipapo zu tun.
Ich weiß genau was ich will, wenn was ich will, weiß was es will.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon Aldo » 01.08.2019, 00:06

https://www.gpblog.com/en/news/42598/re ... rmany.html

Wenn ich das lese, wars das wohl für Hülkenberg.
"I'm a pure racer, I always was and I always will be."


- Fernando Alonso

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To be continued..

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon David320TE » 01.08.2019, 09:19

Sportsmann hat geschrieben:Ich verstehe ja nicht warum ihr die Wahrheit nicht sehen könnt. LEC und HAM fliegen ins Kiesbett, Verstappen und HAM drehen sich, gerade das passiert also auch Topfahrern. Und wem ist das noch passiert? Genau Hülkenberg :wink: Ergo ist er ein zukünftiger Weltmeister.
Für mich ist das Hockenheimrennen im übrigen kein Qualitätsmaßstab. Hamilton, Verstappen und Hülkenberg waren über weite Strecken die schnellsten. Vettel hat die wenigsten Fehler gemacht. Winzige Fehler sind sicherlich auch Fehler, aber üblicherweise kosten die eben nur ein Zehntelchen. Jetzt sagen zu wollen Perez kann nicht fahren, oder Hamilton hat nur dank des Mercedes allein seine Siege geholt und Hülkenberg und Leclerc haben es einfach nicht drauf, würde natürlich deutlich zu weit gehen.
Im Übrigen halte ich auch Kritik für erlaubt (zumal es ja eigentlich nur eine Wiederholung der alten Aussagen war). Ein Mercedes mit viel und stabilem Anpressdruck oder nun auch ein RB sollten eigentlich im Regen besser zu fahren sein als ein zickiger Renault der noch nicht die Wohlfühlbalance hat. Denn im Regen ist wohl besser wenn das Heck gar nicht erst ausbricht, dann braucht man es auch nicht einfangen.


Das ist nämlich genau das - ich hab mir nach Hockenheim F1 TV abonniert und mir das mal aus Hulks Perspektive angeschaut. Allein wie Verstappen da weg zieht, während Hulk noch so vorsichtig am Gas spielt und der Renault hinten zickt wie noch was, Bottas fährt an ihm einfach vorbei als steht er...

Und ich persönlich bin auch der Meinung, dass hier Hockenheim mit die Schuld trägt. Das man wegen einem Auto, das mit dem Heck ein klein wenig kommt sobald man bei den Bedingungen das Gaspedal nur anschaut, komplett aus dem Rennen fliegt ist bitter genug, aber das man während dem Abfliegen absolut nichts mehr tun kann, ist schon noch mal ein grösseres Problem.
Hamilton und Räikkönen haben es auch "nur" geschafft, weil sie ein kleines Stück weiter hinten raus-geflogen sind und da an der Position zwischen Dragstrip und Strecke ist noch ein winziges Eck normaler Asphalt.
Man sieht den Unterschied jedenfalls mehr als deutlich wenn man sich ein paar Minuten Racing aus den Perspektiven von Bottas und Verstappen anschaut.

Vettel hat übrigens in den letzten 500 Metern auch noch mal einen Fehler gehabt und ist von der Strecke gerutscht. Kvyat hätte Torpedo spielen können...

Alles in allem bin ich der Meinung, Abiteboul muss gehen. Aber so traurig ich das als Hulk fan auch finde - Hulk muss sich Gedanken machen, ob er nicht lieber die Serie wechselt.

Im Übrigen hat Hulk tatsächlich keine Warnung von seinem Renningenieur bekommen. Der ihm davor aber allerlei Dinge ins Ohr quaselt - inkl. falschen Infos die er wieder revidiert.
Achtung! Dieser Beitrag enthält höchstwahrscheinlich meine eigene Meinung. Mit stichhaltigen Argumenten lässt sich diese Meinung ab und an ändern.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon terraPole » 01.08.2019, 10:07

besser.is.sicher hat geschrieben:Das ist doch nicht realistisch. Er wäre so oder so nicht aufs Podium gekommen.

Wieso ist das unrealistisch? Als Hulk ausgeschieden ist war KVY 20 Sekunden hinter ihm und STR sogar vorletzter..und das waren die beiden die um das Podest gekämpft haben.
Das konnte Hulk in dem Moment natürlich nicht wissen aber wenn ich bei solchen Bedingungen auf P4 liege kann ich ja wohl damit rechnen dass vor mir noch welche ausfallen.
Er wäre wohl definitiv ein Kandidat für P3 gewesen.

besser.is.sicher hat geschrieben:Und von diesem Moment nun auf seine Saison rückzugsschließen ist ebenfalls nicht angemessen.

Ich habe ja in meinem Kommentar davor geschrieben dass ein Rennen bei solchen Bedingungen keine Referenz ist..aber das ist für mich so dieser winzige Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.
Nach 3-4 Rennen hatte man das Gefühl dass Hülkenberg den Anschluss an RIC nicht halten kann.
Und wenn ich mir den Link von Aldo anschaue dann scheine ich nicht alleine mit der Meinung zu sein.

Hülkenberg kann aber auch Glück haben denn laut Rosberg hatte Bottas 2 Rennen um sich zu beweisen.
Das 1. hat er in Hockenheim in den Sand gesetzt. Wenn er in Ungarn nicht liefert könnte er durch Ocon ersetzt werden und Hulk fährt auch 2020 für Renault.

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Re: Hülkenberg kritisch: "Noch keine" Signale für bessere zweite Saisonhälfte

Beitragvon besser.is.sicher » 01.08.2019, 22:15

terraPole hat geschrieben:
besser.is.sicher hat geschrieben:Das ist doch nicht realistisch. Er wäre so oder so nicht aufs Podium gekommen.

Wieso ist das unrealistisch? Als Hulk ausgeschieden ist war KVY 20 Sekunden hinter ihm und STR sogar vorletzter..und das waren die beiden die um das Podest gekämpft haben.
Das konnte Hulk in dem Moment natürlich nicht wissen aber wenn ich bei solchen Bedingungen auf P4 liege kann ich ja wohl damit rechnen dass vor mir noch welche ausfallen.
Er wäre wohl definitiv ein Kandidat für P3 gewesen.

besser.is.sicher hat geschrieben:Und von diesem Moment nun auf seine Saison rückzugsschließen ist ebenfalls nicht angemessen.

Ich habe ja in meinem Kommentar davor geschrieben dass ein Rennen bei solchen Bedingungen keine Referenz ist..aber das ist für mich so dieser winzige Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt.
Nach 3-4 Rennen hatte man das Gefühl dass Hülkenberg den Anschluss an RIC nicht halten kann.
Und wenn ich mir den Link von Aldo anschaue dann scheine ich nicht alleine mit der Meinung zu sein.

Hülkenberg kann aber auch Glück haben denn laut Rosberg hatte Bottas 2 Rennen um sich zu beweisen.
Das 1. hat er in Hockenheim in den Sand gesetzt. Wenn er in Ungarn nicht liefert könnte er durch Ocon ersetzt werden und Hulk fährt auch 2020 für Renault.

Hulkenberg fährt seit Jahren wirklich auf hohem Niveau. Mehr hat bisher auch kein anderer Fahrer für Renault geholt. Das ist ja nunmal Fakt. Und es ist unterste Kategorie wenn sie ihn jetzt ersetzen. Meine Meinung. Als wenn er mit diesem Team unzählige Male irgendwelche Chancen gehabt hätte, Pokale zu gewinnen.
Ich bin kein Fan, wirklich. Doch die beiden tun sich unterm Strich nicht viel, bisher. Da hat niemand den Anschluss verloren.
Ich weiß genau was ich will, wenn was ich will, weiß was es will.


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