Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

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iceman2411
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon iceman2411 » 15.06.2019, 10:52

Simtek hat geschrieben:
Kugelblitz hat geschrieben:Das ist dann jetzt der gefühlt hundertste (Ex-)Rennfahrer und 12te F1-Weltmeister, der sich in dieser Situation eindeutig pro Vettel und kontra Rennkommissare/FIA ausspricht. Die FIA/Formel1 wird umdenken müssen. Vielleicht wird man die Strafe nicht mehr rückgängig machen, egal, was Ferrari jetzt vorbereitet, aber die Diskussion ist nicht mehr zu stoppen.

In meinem ersten Kommentar zu dem Rennen sagte ich: "Das wird noch Ärger geben". Und so sieht er aus! Bis auf Rosberg, der meines Wissens immer noch ein Gehalt von Mercedes bezieht ("Marken-Botschafter" oder sowas?) und Toto Wolff ist mir auch noch keiner aus der Szene untergekommen, der die Strafe als korrekt ansah auch nicht "60:40".


:thumbs_up:
mein Reden


Absolut korrekt :thumbs_up:
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reiskocher_gtr_specv
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 15.06.2019, 11:04

Kugelblitz hat geschrieben:Die Stewarts haben immer die Möglichkeit, das Reglement der Situation entsprechend auszulegen. Also zB. eine Strafe zu verschärfen, wenn der Regelverstoß zu einer wirklich harten kreuzgefährlichen Situation führte (Grosejean einst in Spa), oder sie abzumildern oder nach Diskussion mit den Betroffenen (nach dem Rennen - auch etwas, das die Stewarts in Kanada unterließen) fallenzulassen oder es mit einer Verwarnung bewenden zu lassen.

Hierzu 2 Anmerkungen:
1) Die Einführung von 5 (insbesondere) und 10 Sekundenstrafen (10 werden eh kaum verhängt) hat dazu geführt, dass der Entscheidungsdruck für die Stewards geringer geworden ist, Fahrer X "das Rennen zu zerstören". 5 Sekunden werden inflationär verhängt, weil man halt irgendwas bestrafen will oder muss (Konsistenz).
2) GRO in Spa ist trotzdem ein schlechtes Beispiel, denn man hat die Strafe u.a. daran ausgelegt, dass "ein WM-Aspirant", sprich ALO, aus dem Rennen genommen wurde. Das kann es auch nicht sein. Kreuzgefährlich zu werten, ok, wenn man will, kreuzgefährlich gegen Backmarker vs. Topfahrer no way.
Kugelblitz hat geschrieben:Ein Rennen zuvor hatten sie ja auch eine sehr milde Strafe gegen Verstappen ausgesprochen, nämlich 5 Sekunden statt der "dem Reglement entsprechenden" 10-Sekunden-Stop-and-go für die Unsafe Release.

Das ist leider ein Märchen, das u.a. diese Plattform befeuert hat. 10 seconds stop&go gilt bei "unsafe condition" (auch nicht zwingend), also hätte bspw. ein Reifen bei VER locker sein müssen. Bei unsafe release kann man wählen.
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Kugelblitz
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Kugelblitz » 15.06.2019, 11:16

@reiskocher

Da hast du nicht unrecht mit der Grosejean-Spa-Geschichte. Die harte Strafe hatte sicher viel mit Alonso zu tun. Dennoch war es korrekt, sie zu verhängen, weil Gro dort wie eine Kegelkugel in die Konkurrenten reingeknallt ist, also billigend einen Crash mit mehreren Beteiligten in Kauf nahm, ohne daß er da irgendwo eine echte Überholchance gehabt hätte.

Ich hatte es nur als Beispiel für das Verhärten einer Strafe gewählt, weil es mir gerade einfiel. Eben weil es für "causing a colision" normalerweise keine Rennsperre gibt.

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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Stulle68 » 15.06.2019, 11:40

Klemsi hat geschrieben:
asd hat geschrieben:so aus PR-Sicht wird sich Liberty Media vielleicht denken..
"bad publicity is better than no publicity"

Das wäre im Falle einer Nicht-Bestrafung anders gewesen.

die Frage ist ja nicht mehr ob Hamilton Weltmeister wird, sondern wann..


Hätte es die Strafe nicht gegeben, hätte es ev. eine Kollision gegeben... Noch bessere und mehr schlechte Nachrichten!


Stimmt. Eventuell hätte ja Hamilton den Vettel von der Strecke geschoben. Wäre dann aber sicher nur über- oder untersteuern bei Hamilton gewesen.

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bolfo
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon bolfo » 15.06.2019, 12:52

Kugelblitz hat geschrieben:Und das alles gilt sogar, ohne daß man sich die Situation in Kanada genauer anschaut. Tut man das nämlich, so kommt heraus, daß die von Vettel gewählte Linie die mit Abstand sicherste Art war, auf die Strecke zurückzukommen. Aufgrund der Geschwindigkeit und der Mauer links bestand zum Zurückkommen ohnehin keine Alternative. Und jeder Versuch, es anders zu machen, hätte im Dreher oder Crash geendet. Sogar daß er am Ende wieder Gas gibt, ist hier positiv zu sehen - da Hamilton andernfalls nicht nur hätte vom Gas gehen müssen, sondern eine Vollbremsung machen, um nicht in Vettel zu krachen.
Vettel hat also nicht nur alles richtig gemacht er hat auch instinktiv die sicherste Variante gewählt, daß beide Fahrer im Rennen bleiben konnten. Dafür eine Strafe "wegen unsicheren Zurückkommens" zu erhalten, ist einfach nur unfaßbar dumm von den Stewarts.


Es ist nicht nur unfassbar dumm, sondern zeigt auch das Problem, dass wir Rechtsanwälte dabei haben, die sich lieber auf Wortklaubereien einlassen als auf realitätsnahe Ansichtspunkte. Denn rein theoretisch müsste man nun jeglichen Fahrer bestrafen, der sich "auf die Strecke zurückdreht", weil dies unsicher ist. Rein theoretisch müsste man Webber nachtragend zusätzlich für den Unfall in Südkorea 2010 bestrafen:

https://www.youtube.com/watch?v=pO7sEYTkqmY

Er ist bereits neben der Strecke. Aber er dreht sich in die Strecke zurück. Eindeutig ein gefährliches Zurückkommen. Er hätte ja einfach gerade aus fahren können. Und es kommt ja sogar zur Kollision.


Würde man hier deshalb den Wortlaut 1:1 umsetzen, müsste Webber bestraft werden. Wie alle anderen, die so unkontrolliert wieder auf die Strecke schliddern. Na dann gute Nacht.

Genau solche Wortklaubereien machen den Rennsport kaputt. Das ist, wie die Geschichte, als man einem Unfallopfer die Rechnung für das Saubermachen der Unfallstelle, wo man seine Blutlache entfernen musste, nach Hause schickt, weil es in der Stadtverordnung steht, dass man Leute, die die Umgebung verschmutzen, büssen darf. Oder die Geschichte hier in der Schweiz, als beim Brand im Gotthardtunnel ein Italiener Menschen aus dem Tunnel half, dabei eine Rauchvergiftung als Folge hatte und dann den Spitalaufenthalt selbst hätte bezahlen sollen, weil er nicht hier versichert war und seine Krankenkasse dies nicht abdeckte. Einfach unfassbar dumm, weil man einfach Gesetzestexte 1:1 umwandelt, ohne Rücksicht auf Verluste.

Wenn die F1 eines nicht braucht, dann sind es Anwälte. Nein, die F1 braucht Rennfahrer. Und zwar solche, die wieder echtes Racing leben, und nicht zuerst ein 100-seitiges Reglement studieren müssen, ehe sie wissen, wie man straffrei überholt oder verteidigt. Ich will Racing sehen, und nicht jedes Rennwochenende einen Gerichtsprozess, wo man mit juristischen Finessen festlegt, wer am Ende vorne ist.
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Lockeschopp » 15.06.2019, 13:18

Huhu bin neu hier im Forum und wollte mal meine Sicht der Dinge Schildern in Sachen VET und der Kanada Grand Prix.

Gleich vorab bin ich wie wieviel hier im Forum etc der Meinung das man in Zukunft die Regeln in den kommenden Saisons eventuell überarbeiten müsste um den Sport wieder Actionreicher zu gestalten. Was aber nicht heißen soll das ich die Strafe gegenüber VET verneine, ganz im Gegenteil. Ich für meinen Teil befürworte die Strafe sogar. Es gibt Regeln und die sind niedergeschrieben und die Leute die Sie im kleinen Gremium aussprechen haben wie wir alle mitbekommen haben allesamt genug erfahrung.
Der Shitstorm auf den Mercedes Rennstall gehalten wird kann ich absolut nicht verstehen. Jegliche zu vergleichende Situation mit dem Vorfall von Kanada ist doch meines Erachtens total an den Haaren herbeigezogen...anderes Jahr ...anderes Rennen....andere Strecke ...andere Rennsituation ...andere Autos und vor allem andere Fahrer.
Siehe Helmut Markos aussage gegenüber Mercedes und HAM in den News auf F1.de
Fakt ist doch letztendlich das VET durch seinen Fahrfehler ( durch den Druck von HAM ) diesen begangen hat. Und selbst wenn VET das Rennen schlussendlich doch gewonnen hätte , wären bis zum Ende der Saisons überwiegend Strecken gekommen die dem Mercedes doch besser liegen als dem Ferrari. Also wo ist jetzt das Probelm ? Ich kann es euch sagen.
Die Massen sind doch einfach nur angefressen weil die letzten Jahre immer Mercedes die Titeln gewonnen hat. Und da liegt der Hund begraben. Warum wird einfach nicht Honoriert das Mercedes über die Jahre einfach die beste Leistung an den Tag bringt ?
Ich kann es euch sagen und zwar weil kein Deutscher (mehr) für das Team fährt.
Anderes Bsp. War es nicht evtl. genauso langweilig als Schumacher über die Jahre mit Ferrari damals alles gewonnen hat ? (natürlich nicht würden viele sagen)
Klar war es vielleicht Spannender oder anspruchsvoller als vielleicht heute aber keiner hat sich beschwert weil er unter Deutscher Fahne alles gewonnen hat.

Drehen wir den Spieß doch einfach um ....würde VET für Mercedes fahren und sie hätten die letzten Jahren als Team nicht alles gewonnen und HAM für Ferrari der die Jahre alles mit der Scuderria gewonnen hätte , wie würden die Massen dann auf die Rennsituation in Kanada reagieren ????? Dann würde es vermutlich heißen....ja klar war die Strafe berechtigt gegenüber HAM und wie kann es denn sein das so ein erfahrener Pilot so auf die Strecke zurück kommt und sich nach dem Rennen aufführt wie ein kleines Kind.?!

Also Leute macht euch mal darüber Gedanken.

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pilimen
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon pilimen » 15.06.2019, 13:46

bolfo hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=pO7sEYTkqmY

Er ist bereits neben der Strecke. Aber er dreht sich in die Strecke zurück. Eindeutig ein gefährliches Zurückkommen. Er hätte ja einfach gerade aus fahren können. Und es kommt ja sogar zur Kollision.


Würde man hier deshalb den Wortlaut 1:1 umsetzen, müsste Webber bestraft werden. Wie alle anderen, die so unkontrolliert wieder auf die Strecke schliddern. Na dann gute Nacht.


Von welchem Wortlaut sprichst du hier genau? Habe jetzt nicht den gesamten Verlauf hier im Blick.

Nur verstehe ich hier den Zusammenhang zwischen Kanada un dem Video nicht.
Ich sehe bei Webber keine Absicht, wieder auf die Strecke kommen zu wollen, um das Rennen Fortzuführen. Sein Rutschen auf die Strecke ist eher die Folge der Kollision.

Es war einfach eine Kollision in Folge eines Fehlers auf der Strecke. Ähnlich wie in Spanien 2016 zwischen den Mercedes Piloten entschieden wurde.

Bei Vettel in Kanada wurde aber darüber diskutiert, ob die Folge der Beinahekollision / des Blockierens nicht der Fehler auf der Strecke war, sondern seine Entscheidung mit dieser Geschwindigkeit wieder auf die Strecke zu kommen (sprich nicht genug auf dem Gras verzögert) und anschließend noch als zweite Begründung das sich zu weit nach Außen tragen lassen, als er das Rennen wieder aufgenommen hatte.

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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon bolfo » 15.06.2019, 13:52

pilimen hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=pO7sEYTkqmY

Er ist bereits neben der Strecke. Aber er dreht sich in die Strecke zurück. Eindeutig ein gefährliches Zurückkommen. Er hätte ja einfach gerade aus fahren können. Und es kommt ja sogar zur Kollision.


Würde man hier deshalb den Wortlaut 1:1 umsetzen, müsste Webber bestraft werden. Wie alle anderen, die so unkontrolliert wieder auf die Strecke schliddern. Na dann gute Nacht.


Von welchem Wortlaut sprichst du hier genau? Habe jetzt nicht den gesamten Verlauf hier im Blick.

Nur verstehe ich hier den Zusammenhang zwischen Kanada un dem Video nicht.
Ich sehe bei Webber keine Absicht, wieder auf die Strecke kommen zu wollen, um das Rennen Fortzuführen. Sein Rutschen auf die Strecke ist eher die Folge der Kollision.

Es war einfach eine Kollision in Folge eines Fehlers auf der Strecke. Ähnlich wie in Spanien 2016 zwischen den Mercedes Piloten entschieden wurde.

Bei Vettel in Kanada wurde aber darüber diskutiert, ob die Folge der Beinahekollision / des Blockierens nicht der Fehler auf der Strecke war, sondern seine Entscheidung mit dieser Geschwindigkeit wieder auf die Strecke zu kommen (sprich nicht genug auf dem Gras verzögert) und anschließend noch als zweite Begründung das sich zu weit nach Außen tragen lassen, als er das Rennen wieder aufgenommen hatte.


Wurz meint hierzu ganz klar, dass Vettel gar nicht anders auf die Strecke zurückkommen konnte, ohne die Karre ganz zu verlieren. Insofern erübrigt sich dieser Aspekt. In der Wiese lenkt man nun mal kaum. Vettel musste so lange korrigieren, bis er auf der Ideallinie war. Durchaus logische Argumentation von Wurz. Man sieht zudem auch, dass Vettel eben keine aktive Lenkbewegung macht, um das Auto auf die Ideallinie zu bringen, sondern immer am korrigieren ist. Folglich hätte Vettel dies nur verhindern können, wenn er einfach in die Mauer gefahren wäre.
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Neppi » 15.06.2019, 13:58

bolfo hat geschrieben:
Wurz meint hierzu ganz klar, dass Vettel gar nicht anders auf die Strecke zurückkommen konnte, ohne die Karre ganz zu verlieren. Insofern erübrigt sich dieser Aspekt. In der Wiese lenkt man nun mal kaum. Vettel musste so lange korrigieren, bis er auf der Ideallinie war. Durchaus logische Argumentation von Wurz. Man sieht zudem auch, dass Vettel eben keine aktive Lenkbewegung macht, um das Auto auf die Ideallinie zu bringen, sondern immer am korrigieren ist. Folglich hätte Vettel dies nur verhindern können, wenn er einfach in die Mauer gefahren wäre.


Auch wenn Wurz das sagt. Man sieht sehr schön wie er auf der Mitte der Strecke einmal kurz übersteuert. Der Grund? Er geht zu früh aufs Gas. Es ist nicht das Verzögern, das ist nämlich auf dem Gras so gut wie unmöglich. Aber beim Rückkehr auf die Strecke ist er zu früh aufs Gas gegangen wohl wissend wie knapp es vllt. wird. Ist ja eine typische Reaktion, wird aber bei den meisten Analysen hier vergessen. Man sieht es im Replay aber wirklich sehr deutlich, diesen Snap.

In den Emotionen wurde nämlich nicht genau auf diesen Snap geachtet. Ich will nicht sagen das Vettel das Auto 100% unter Kontrolle hat, aber andere die da rausgerutscht sind, sind nicht auf die Idealline gerutscht.

Aber das kann ich wahrscheinlich sagen, so oft ich es will :shrug: Das zu früh aufs Gas gehen wird ja nicht in den Medien angesprochen sondern nur das "VErzögern" auf dem Gras, was natürlich totaller blödsinn ist. Das kann man kaum. Man kann nur vom Gas gehen und das Auto halten. Bremsen würde sofort zum Dreher führen.

Ich kann mir sehr gut vorstellen dass das auf der Telemetrie zu sehen war. Aus diesen Grund hat Vettel eben nicht alles mögliche getan um das gefährliche Zurückkehren auf die Strecke zu verhindern.
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Kugelblitz » 15.06.2019, 14:11

@Neppi

Wäre er nicht "zu früh" aufs Gas gegangen, wäre ihm Hamilton entweder ins Heck gekracht (statt nur vom Gas zu gehen) oder hätte sich die Reifen eckig gebremst, um es zu verhindern. Es ist nunmal so: durch den Abflug innen durchs Gras und die dreckigen Reifen hätte er bei dem Tempo das Auto nie vor der Idealline einfangen können.

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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Neppi » 15.06.2019, 14:24

Kugelblitz hat geschrieben:@Neppi

Wäre er nicht "zu früh" aufs Gas gegangen, wäre ihm Hamilton entweder ins Heck gekracht (statt nur vom Gas zu gehen) oder hätte sich die Reifen eckig gebremst, um es zu verhindern. Es ist nunmal so: durch den Abflug innen durchs Gras und die dreckigen Reifen hätte er bei dem Tempo das Auto nie vor der Idealline einfangen können.


Ich verstehe nicht was du mir sagen willst. Du sagst also er musste aufs Gas gehen damit ihn Hamilton nicht ins Heck rutscht? Niemals wäre das passiert, Hamilton ist schließlich nicht mit Vettel zusammen über die Wiese geholpert. Ohne das zu früh Gas geben hat er kein Übersteuern und rutscht damit auch nicht auf die idealline, Hamilton wäre also ohne großes Risiko vorbei gegangen.

Nein, das Gas geben tat er um soschnell wie möglich wieder auf Geschwindigkeit zukommen damit Hamilton nicht vorbei kommt (ohne jetzt genau zu wissen wo Hamilton ist). Und da das Auto noch nich stabil genug dafür war soviel Energie auf die Straße zu bringen nachdem Austritt, hat er Übersteuern und rutscht auf die Ideallinie (unabsichtlich). Das sieht man doch in der Replay recht deutlich.
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 15.06.2019, 14:29

Kugelblitz hat geschrieben:@reiskocher

Da hast du nicht unrecht mit der Grosejean-Spa-Geschichte. Die harte Strafe hatte sicher viel mit Alonso zu tun. Dennoch war es korrekt, sie zu verhängen, weil Gro dort wie eine Kegelkugel in die Konkurrenten reingeknallt ist, also billigend einen Crash mit mehreren Beteiligten in Kauf nahm, ohne daß er da irgendwo eine echte Überholchance gehabt hätte.

Das mit ALO kann man zwar, wenn man will, für das Urteil heranziehen, man darf es aber nicht reinschreiben 8)
Kugelblitz hat geschrieben:Ich hatte es nur als Beispiel für das Verhärten einer Strafe gewählt, weil es mir gerade einfiel. Eben weil es für "causing a colision" normalerweise keine Rennsperre gibt.

Nun, es war ja ein "Folgevergehen" und GRO war da schon ein wenig außer Rand und Band und man hat auch in die Vergangenheit geschaut.
Danach wurden die Strafpunkte eingeführt, wo man ab 12 Punkten (wenn man alle bei "racing incidents" gesammelt hat) ein Rennen aussitzen darf. Das hat aber noch niemand geschafft.

Ich wollte Dir in Deinem Grundansatz gar nicht widersprechen. Beispiele können aber auch hinken.
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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Kugelblitz » 15.06.2019, 14:52

Neppi hat geschrieben:
Kugelblitz hat geschrieben:@Neppi

Wäre er nicht "zu früh" aufs Gas gegangen, wäre ihm Hamilton entweder ins Heck gekracht (statt nur vom Gas zu gehen) oder hätte sich die Reifen eckig gebremst, um es zu verhindern. Es ist nunmal so: durch den Abflug innen durchs Gras und die dreckigen Reifen hätte er bei dem Tempo das Auto nie vor der Idealline einfangen können.


Ich verstehe nicht was du mir sagen willst. Du sagst also er musste aufs Gas gehen damit ihn Hamilton nicht ins Heck rutscht? Niemals wäre das passiert, Hamilton ist schließlich nicht mit Vettel zusammen über die Wiese geholpert. Ohne das zu früh Gas geben hat er kein Übersteuern und rutscht damit auch nicht auf die idealline, Hamilton wäre also ohne großes Risiko vorbei gegangen.

Das ist physikalisch unmöglich. Der Schwung hätte Vettel so oder so auf die Idealinie rausgetragen, da er aufgrund der dreckigen Reifen vorher nicht hart bremsen konnte, um innen zu bleiben. Hätte er dann dort kein Gas gegeben, wäre Hamilton, der die Kurve normal gefahren ist, in größte Probleme gekommen. Eben entweder Vettel ins Heck gekracht, oder er hätte hart bremsen müssen. Am Ende wäre sogar Hamilton außen in die Mauer gekracht.
Das ist überdeutlich: Vettel gibt Gas - und Hamilton muß trotzdem sein Tempo deutlich verlangsamen. Jetzt stell dir man die gleiche Situation vor, nur daß Vettel diesmal kein Gas gibt: Crash!

Ich verstehe ja den Vorwurf einer bestimmten Fan-Gruppe, der sich darüber ärgert, daß Vettel es geschafft hat, trotz Fahrfehler vor Hamilton zu bleiben. Aber in dieser Situation, in dieser Kurve, gab es absolut keine Möglichkeit, Hamilton vorbeizulassen oder das Auto innen noch abzufangen. Das sagen praktisch alle (Ex-)Rennfahrer.

Und das ist keine Verteidigung Vettels, das ist Physik.

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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Pentar » 15.06.2019, 17:05

HAK kritisiert nicht die Entscheidung der Rennleitung & der Kommissare -
die aufgrund des aktuellen Reglements (auch m.E.) richtig entschieden haben.

HAK kritisiert
- ständig wechselnde Kommissare
- das aktuelle Reglement
Und zwar zu Recht...

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Re: Mika Häkkinen: Vettel-Strafe muss zum Umdenken führen!

Beitragvon Pentar » 15.06.2019, 17:33

bolfo hat geschrieben:...Er ist bereits neben der Strecke. Aber er dreht sich in die Strecke zurück. Eindeutig ein gefährliches Zurückkommen. Er hätte ja einfach gerade aus fahren können. Und es kommt ja sogar zur Kollision.

Würde man hier deshalb den Wortlaut 1:1 umsetzen, müsste Webber bestraft werden. Wie alle anderen, die so unkontrolliert wieder auf die Strecke schliddern. Na dann gute Nacht...

Es ist gibt aber einen mächtigen Unterschied zwischen einem "Unfall" & einem "Ausritt".

Wenn ein Fahrer verunfallt, und dabei (ungewollt, da unkontrolliert) auf die Strecke zurückkommt, sind er & seine Mitstreiter höchster Gefahr ausgesetzt. Das möchte Niemand & geschieht deshalb niemals mit Absicht. Leider passiert das in der Indy-Car sehr oft - vor Allem auf den Ovalen. Alessandro Zanardi kann ein Lied davon singen.

Hat ein Fahrer hingegen lediglich einen Ausritt & das Fahrzeug danach weiterhin "unter Kontrolle", gelten die Regeln für die "sichere Rückkehr auf die Rennstrecke" - und diese Regeln sollte man definitiv beibehalten.

Lediglich das Strafmaß ist zu überdenken.
5 Sekunden Zeitstrafe - im laufenden Rennen - anschließend aufgerechnet - sind der Tod für jegliche Spannung.
Da ist die Frustration vorprogrammiert - sowohl bei den Piloten, bei den Teams & vor Allem, bei den Zuschauern...


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