Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von daSilvaRC » 03.06.2019, 14:32

Schaberland hat geschrieben: Wenn der Strom zur Erzeugung aus fossilen Brennstoffen kommt ist, wie paar hier schon angemerkt, die CO2-Bilanz natürlich ernüchternd. Die Einführung dafür baut aber auch auf regenerativen Energien auf. Deren Überschuss kann lokal für die Kraftstofferzeugung genutzt werden, da CO2 ja überall vorhanden ist. Die Serienreife dafür ist natürlich auch noch nicht erreicht, aber es wird viel untersucht und erforscht.

Gibt aber auch Nachteile. Im Beispiel von OME 3-5 ist der Heizwert und somit die Energiedichte nur halb so groß wie bei Diesel/Benzin. Größter Vorteil für den Verkehrssektor ist dabei jedoch der gebundene Sauerstoff im Kraftstoff. Ruß der beispielsweise in fetten Bereichen gebildet wird, wird direkt aufoxidiert.

man könnte also sagen das durch den Motorsport (F2 usw werden sehr wahrscheinlich folgen). diese entwicklung sehr viel schneller laufen könnte. Grundsätzlich ist E Fuel wohl ne gute sache- wenn man die herstellung, und auch den heizwert optimiert bekommt- und genau da setzt die F1 ja an- beim optimieren.
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von AktenTaschenAkne » 03.06.2019, 14:33

cih hat geschrieben:
Staind hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben: Diesel wird immer verkaufbar sein :roll: Dagegen können auch die Grünen nichts machen.
Solange es Diesel gibt.
Es ist eine Illusion, dass fossile Brennstoffe unbegrenzt vorhanden sind.
Angebot/Nachfrage werden die Verkaufssituation der besagten Brennstoffe regeln. Sollte dieses Gleichnis ins Extrem ausschlagen wird der Diesel aufgrund eines exorbitanten Preises nicht mehr für den Verbrauchter interessant/erschwinglich/verkaufbar sein.

Die Grünen (in Deutschland) haben hier wenig zu sagen. Die Taktgeber für Öl sitzen im Westen, im Osten und im Südosten von uns. Geld und Zugriff auf Ressourcen sind mächtiger als ein Kreuz für eine Partei.
aufgrund der Europawahl wird sich das aber leider ändern. Wenn die Grünen hier in D erstmal die SPD überholt haben, kommen auf uns genug unsägliche Sachen wie Strafen oder Sperren hinzu das wir uns kaum noch bewegen können und zuhause versumpfen. Wird ja alles reglementiert und mit sinnfreien Steuern belegt. :wall: Man soll Bahn fahren aber die Tickets sind für die gleiche Strecke schon teurer als es mit dem Auto zu nutzen. Bald kostet Sprit dann 3,10 :D
Hoffentlich! Autofahren scheint nämlich noch viel zu günstig zu sein wenn ich mir die Verkehrszahlen, besonders in Ballungsgebieten, so anschaue. Ich fahr täglich mitn Rad an jeder Menge Stau vorbei und in gefühlt 90% der Fahrzeuge mit Ortskennzeichen sitzt sage und schreibe EINE Person. Man muss die Leute scheinbar zu ihrem Glück zwingen.

Und na klar, ohne Auto versumpft man zu Hause :roll: Was ist denn das für eine Denkweise?

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.06.2019, 14:35

Schaberland hat geschrieben:Hinsichtlich Partikelfilter Jein. Ruß, bei Diesel und direkteinspritzende Benziner, entsteht ja zum einem durch die hohen Abgasrückführraten, welche notwendig sind um die thermischen Stickoxide zu reduzieren. Wenn nun weniger Ruß, aufgrund des neuen Krafstoffes entsteht, wird dieses Plus genutzt um noch mehr AGR zu fahren und die Stickoxide weiter zu reduzieren, welche ja aktuell im Fokus sind.
Also rein theoretisch ja, wäre es möglich ohne DPF, aber mit der aktuellen Lage wird darauf hingearabeitet die NOx zu senken. Da kommt der Trade-Off zwischen Ruß-NOx ins Spiel, wo das eine nicht verbessert werden kann ohne das andere zu verschlechtern.
Sehr interessant, man dankt. :thumbs_up:
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von LoK-hellscream » 03.06.2019, 14:42

Wie einige schon geschrieben haben:

Hier kann die Formel 1 ein guter Vorreiter sein, um diese Technologie voranzutreiben. Finde ich gut.
cih hat geschrieben:Was hier bei dem ganzen allerdings bewusst verschwiegen wird obwohl schon oftmals angesprochen: Die Formel 1 wird grüner weil sie umweltschonendes Benzin usw. möchte bzw verbraucht.

Aber!!! WER bitte hat daran gedacht das der ganze Tross von Mitarbeitern und die Autos auch für die Rennen um die ganze Welt geschifft bzw. geflogen werden. Diese Antriebe sind bei weitem NICHT grün und das wird bewusst verschwiegen, denn in diesem Bereich wird weit mehr an Recourcen verbraucht als beim Rennen selbst ;) denkt mal alle drüber nach!
Wenn man sowas anführt, sollte man sich aber auch selbst an der Nase nehmen. Denn wer bucht Kreuzfahrten? Wer bucht Flugreisen? Wer bestellt Waren vom anderen Ende der Welt? Wir, die Endverbraucher. Wir könnten enorm viel beitragen und schimpfen dann auf den Formel 1 Tross, der ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.06.2019, 14:44

AktenTaschenAkne hat geschrieben:Hoffentlich! Autofahren scheint nämlich noch viel zu günstig zu sein wenn ich mir die Verkehrszahlen, besonders in Ballungsgebieten, so anschaue. Ich fahr täglich mitn Rad an jeder Menge Stau vorbei und in gefühlt 90% der Fahrzeuge mit Ortskennzeichen sitzt sage und schreibe EINE Person. Man muss die Leute scheinbar zu ihrem Glück zwingen.

Und na klar, ohne Auto versumpft man zu Hause :roll: Was ist denn das für eine Denkweise?
Hier stellt sich halt immer das Problem der unterschiedlichen "Lebenswirklichkeiten", die jeder mit sich herum schleppt.

Ich wohne auf dem Land (Gemeinde mit 2000 Einwohnern) und bis zur nächsten mittelgroßen Stadt sind es 25 km. Das wird mit dem Fahrrad dann schon mal eng, auch mit E-Unterstützung. Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, den Bus zu nehmen, aber dieser fährt nur alle 2 Stunden (hin oder zurück), also wäre ich für einen Einkauf ohne den Zeitaufwand für diesen selbst 4 Stunden unterwegs.

Umgekehrt bin ich beruflich öfters in Berlin und es würde mir nie einfallen, dort mit dem eigenen Auto herumzufahren, weil sinnlos. Und da ich auf dem Land lebe, entlaste ich die geplagten Großstädte bzgl. Wohnungsmangel etc.

Hier gilt es für die Politik, für alle Gruppen Kompromisse zu finden. "Man muss sie halt zwingen" ist Quark in Tüten. Wenn es Alternativen gibt, die günstig und vor allen Dingen brauchbar sind, dann wählen die Leute diese auch. Bei 3.10 € ohne Alternative gibt es halt Gelbwesten.
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von CompraF1 » 03.06.2019, 14:54

AktenTaschenAkne hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:
AktenTaschenAkne hat geschrieben:
Diesel wird nur solange verkaufbar sein solange der Rohstoff dafür noch existiert und die Förderung noch rentabel ist.
Ja aber bis dahin liegen selbst unsere Kindeskinder schon unter der Erde. Will sagen, daß wir das Ende des Diesel oder der fossilen Brennstoffe alle nicht mehr mit erleben.
Ganz klar, Nein. Die Fördermethoden werden ja jetzt schon immer abenteuerlicher, Stichwort Tiefseeförderung und/oder Fracking. Und so bald es auch n ur im Ansatz eine Alternative geben wird, dadurch die Nachfrage sinkt, wird es für die Konzerne unrentabel.
Im übrigen ist das eine Denkweise die ich nicht nachvollziehen kann, so ganz getreu dem Motto: Nach mir die Sintflut. :shrug:
Machen wa einfach so weiter, ausbaden dürfen es dann die nächsten Generationen? Nur mal so, die nächsten Generationen lassen das nicht mehr mit sich machen, siehe die Wahlerfolge der Grünen.
Aber gerade das fracking ist noch am Anfang. Da ist noch lange nichts ausgereizt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist für den normalen Bürger, ist vollkommen egal. Die Großkonzerne machen das weil es sich lohnt. Und fracking ist immer mehr auf dem Vormarsch. Aber das weicht jetzt zu sehr vom Thema ab. Fakt ist, das Ende des Diesel's ist vollkommen Blödsinn. Ja irgendwie und irgendwann... Aber bis heute besteht keine Gefahr sich beim Autohaus seines Vertrauens einen guten Diesel zu kaufen.
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von AktenTaschenAkne » 03.06.2019, 15:06

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
AktenTaschenAkne hat geschrieben:Hoffentlich! Autofahren scheint nämlich noch viel zu günstig zu sein wenn ich mir die Verkehrszahlen, besonders in Ballungsgebieten, so anschaue. Ich fahr täglich mitn Rad an jeder Menge Stau vorbei und in gefühlt 90% der Fahrzeuge mit Ortskennzeichen sitzt sage und schreibe EINE Person. Man muss die Leute scheinbar zu ihrem Glück zwingen.

Und na klar, ohne Auto versumpft man zu Hause :roll: Was ist denn das für eine Denkweise?
Hier stellt sich halt immer das Problem der unterschiedlichen "Lebenswirklichkeiten", die jeder mit sich herum schleppt.

Ich wohne auf dem Land (Gemeinde mit 2000 Einwohnern) und bis zur nächsten mittelgroßen Stadt sind es 25 km. Das wird mit dem Fahrrad dann schon mal eng, auch mit E-Unterstützung. Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, den Bus zu nehmen, aber dieser fährt nur alle 2 Stunden (hin oder zurück), also wäre ich für einen Einkauf ohne den Zeitaufwand für diesen selbst 4 Stunden unterwegs.

Umgekehrt bin ich beruflich öfters in Berlin und es würde mir nie einfallen, dort mit dem eigenen Auto herumzufahren, weil sinnlos. Und da ich auf dem Land lebe, entlaste ich die geplagten Großstädte bzgl. Wohnungsmangel etc.

Hier gilt es für die Politik, für alle Gruppen Kompromisse zu finden. "Man muss sie halt zwingen" ist Quark in Tüten. Wenn es Alternativen gibt, die günstig und vor allen Dingen brauchbar sind, dann wählen die Leute diese auch. Bei 3.10 € ohne Alternative gibt es halt Gelbwesten.
Meine Aussage sollte bitte nicht so interpretiert werden das kein Mensch ein Auto benötigt. Ich bin da schon äh...Realist genug. Ich habe ja bewusst ein Bsp aus einem Ballungsgebiet gewählt. :wink2:
Und es gibt Alternativen, zumindest in den von mir erwähnten Ballungsgebieten. ÖPNV (auch wenn der in vielen Bereichen noch Verbesserungswürdig ist) oder das Fahrrad. Oder warum nicht einfach mal laufen? Die werden aber offensichtlich nicht angenommen, da geht vielen die Bequemlichkeit dann doch vor. Sind meine Erfahrungen aus vielen Gesprächen. Da sind 5km Arbeitsweg mitn Rad schon unzumutbar.
Ich muss leider manchmal mit dem Dienstwagen nach Hause fahren. Ich brauche 3x länger für exakt die selbe Strecke. Und nein, ich bin kein Fahrradrowdy. Wäre ich einer könnte ich hier nicht mehr schreiben, weil tot :)
Es geht doch auch nicht um die Abschaffung sämtlichen PKW-Verkehrs. Es geht um eine Reduzierung aufs Nötigste.

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von cih » 03.06.2019, 15:12

AktenTaschenAkne hat geschrieben:
cih hat geschrieben:
Staind hat geschrieben:
Solange es Diesel gibt.
Es ist eine Illusion, dass fossile Brennstoffe unbegrenzt vorhanden sind.
Angebot/Nachfrage werden die Verkaufssituation der besagten Brennstoffe regeln. Sollte dieses Gleichnis ins Extrem ausschlagen wird der Diesel aufgrund eines exorbitanten Preises nicht mehr für den Verbrauchter interessant/erschwinglich/verkaufbar sein.

Die Grünen (in Deutschland) haben hier wenig zu sagen. Die Taktgeber für Öl sitzen im Westen, im Osten und im Südosten von uns. Geld und Zugriff auf Ressourcen sind mächtiger als ein Kreuz für eine Partei.
aufgrund der Europawahl wird sich das aber leider ändern. Wenn die Grünen hier in D erstmal die SPD überholt haben, kommen auf uns genug unsägliche Sachen wie Strafen oder Sperren hinzu das wir uns kaum noch bewegen können und zuhause versumpfen. Wird ja alles reglementiert und mit sinnfreien Steuern belegt. :wall: Man soll Bahn fahren aber die Tickets sind für die gleiche Strecke schon teurer als es mit dem Auto zu nutzen. Bald kostet Sprit dann 3,10 :D
Hoffentlich! Autofahren scheint nämlich noch viel zu günstig zu sein wenn ich mir die Verkehrszahlen, besonders in Ballungsgebieten, so anschaue. Ich fahr täglich mitn Rad an jeder Menge Stau vorbei und in gefühlt 90% der Fahrzeuge mit Ortskennzeichen sitzt sage und schreibe EINE Person. Man muss die Leute scheinbar zu ihrem Glück zwingen.

Und na klar, ohne Auto versumpft man zu Hause :roll: Was ist denn das für eine Denkweise?
ich habe mal in Kirchwalsede gewohnt, googel das mal wo das liegt. 15km jeweils zu den nächsten Städten. Der Bus fuhr nur morgens und nachmittags damit die Schüler in die Schule kamen. Sonst passierte da nix!
Mir persönlich würden die 3,10 nicht weh tun. Mein Auto steht abgemeldet in der Garage. Hier in Hannover nutze ich gerne die Öffis.
Du kannst nicht davon ausgehen das überall in D alles in 10min per Öffis erreichbar ist. Ich war mal in Bayern auf nem Dorf da war der nächste Supermarkt 25km weg und es gab garkeine Öffis. Zudem war es bergig. Mach das mal mit dem Rad
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von LoK-hellscream » 03.06.2019, 15:13

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben: Hier stellt sich halt immer das Problem der unterschiedlichen "Lebenswirklichkeiten", die jeder mit sich herum schleppt.

Ich wohne auf dem Land (Gemeinde mit 2000 Einwohnern) und bis zur nächsten mittelgroßen Stadt sind es 25 km. Das wird mit dem Fahrrad dann schon mal eng, auch mit E-Unterstützung. Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, den Bus zu nehmen, aber dieser fährt nur alle 2 Stunden (hin oder zurück), also wäre ich für einen Einkauf ohne den Zeitaufwand für diesen selbst 4 Stunden unterwegs.

Umgekehrt bin ich beruflich öfters in Berlin und es würde mir nie einfallen, dort mit dem eigenen Auto herumzufahren, weil sinnlos. Und da ich auf dem Land lebe, entlaste ich die geplagten Großstädte bzgl. Wohnungsmangel etc.

Hier gilt es für die Politik, für alle Gruppen Kompromisse zu finden. "Man muss sie halt zwingen" ist Quark in Tüten. Wenn es Alternativen gibt, die günstig und vor allen Dingen brauchbar sind, dann wählen die Leute diese auch. Bei 3.10 € ohne Alternative gibt es halt Gelbwesten.
Ich wohne am Land, 25 km von der nächsten großen Stadt (> 100.000 Einwohner) entfernt, in der ich auch arbeite. Ich fahre jeden Tag mit dem Zug und habe das Glück, eine gute Verbindung zu haben. Jedoch fahren extrem viele Leute mit dem Auto, welche dies nicht müssten (vor allem während der Schulzeit sind das Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren, anstatt diese mit dem Zug oder dem Bus fahren zu lassen).

Andererseits jedoch ist der Zug so voll, dass nie alle einen Sitzplatz bekommen, was ich persönlich für eine Frechheit halte, denn jeder in dem Zug hat eine Jahreskarte und somit auch für einen anständigen Sitzplatz bezahlt. Wenn dann Ferien sind, wird ein Waggon eingespart und es müssen wieder Leute stehen. Ich weiß nicht, wie man damit die Menschen überzeugen will, vom Auto auf die Öffis umzusteigen, wenn ich dann zB im Sommer statt im kühlen Auto im Stau, im heißen unklimatisierten Zug stehend an andere Menschen gedrängt reisen muss.

Zum Thema Land: Bis vor 2 Jahren habe ich noch komplett am Land gewohnt (die nächste Stadt über 100.000 Einwohner war 100 km entfernt). Dort ist man fast aufgeschmissen, wenn man kein eigenes Auto hat, bzw. bezahlt man derzeit auch noch Unsummen, wenn man sich eine Jahreskarte für das ganze Bundesland für die Öffis kauft (dies wird sich zum Glück 2020 ändern). Und auch egal, wie man zum E-Antrieb steht, diesen kann man am Land bei uns fast vergessen. Es gibt viele Berge, die Winter sind sehr kalt, beides ist Gift für die Reichweite eines E-Autos.

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von AktenTaschenAkne » 03.06.2019, 15:23

cih hat geschrieben: ich habe mal in Kirchwalsede gewohnt, googel das mal wo das liegt. 15km jeweils zu den nächsten Städten. Der Bus fuhr nur morgens und nachmittags damit die Schüler in die Schule kamen. Sonst passierte da nix!
Mir persönlich würden die 3,10 nicht weh tun. Mein Auto steht abgemeldet in der Garage. Hier in Hannover nutze ich gerne die Öffis.
Du kannst nicht davon ausgehen das überall in D alles in 10min per Öffis erreichbar ist. Ich war mal in Bayern auf nem Dorf da war der nächste Supermarkt 25km weg und es gab garkeine Öffis. Zudem war es bergig. Mach das mal mit dem Rad
Darauf habe ich indirekt schon geantwortet. :wink2:

viewtopic.php?p=2057134#p2057134

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von draine » 03.06.2019, 15:26

Haben eigentlich endlich mal Katalysatoren ihren Weg in die Formel 1 gefunden? Zur Saugmotor-Ära wurden meines Wissens keine verbaut. Das wäre ein viel wichtigerer Aspekt, als durch Umwelt-Zertifikate schön gerechneter Sprit.
reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, den Bus zu nehmen, aber dieser fährt nur alle 2 Stunden (hin oder zurück), also wäre ich für einen Einkauf ohne den Zeitaufwand für diesen selbst 4 Stunden unterwegs.
Bei uns (800 Einwohner) fährt der Bus nur zu Schulzeiten ... 2 mal am Tag ... einmal morgens, einmal nachmittags. Aber immer nur in eine Richtung XD

Aber egal, das habe ich vorher gewusst. Ich versuche einfach viele Wege zu kombinieren. Wenn ich Feierabend habe, dann fahre ich eben nicht direkt nach Hause, sondern 300 m Umweg zum Einkaufsladen. Das ist manchmal anstrengend aber besser als später noch mal loszufahren.

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von -Gast- » 03.06.2019, 15:48

Die Formel1 ist gerade dabei einen völlig falschen Weg einzuschlagen. Wenn das so weitergeht, bin ich bald raus.

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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von cih » 03.06.2019, 15:53

draine hat geschrieben:Haben eigentlich endlich mal Katalysatoren ihren Weg in die Formel 1 gefunden? Zur Saugmotor-Ära wurden meines Wissens keine verbaut. Das wäre ein viel wichtigerer Aspekt, als durch Umwelt-Zertifikate schön gerechneter Sprit.
reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:Ich hätte im Prinzip auch nichts dagegen, den Bus zu nehmen, aber dieser fährt nur alle 2 Stunden (hin oder zurück), also wäre ich für einen Einkauf ohne den Zeitaufwand für diesen selbst 4 Stunden unterwegs.
Bei uns (800 Einwohner) fährt der Bus nur zu Schulzeiten ... 2 mal am Tag ... einmal morgens, einmal nachmittags. Aber immer nur in eine Richtung XD

Aber egal, das habe ich vorher gewusst. Ich versuche einfach viele Wege zu kombinieren. Wenn ich Feierabend habe, dann fahre ich eben nicht direkt nach Hause, sondern 300 m Umweg zum Einkaufsladen. Das ist manchmal anstrengend aber besser als später noch mal loszufahren.
ok hatte ich zwar überflogen aber bin nicht näher drauf eingegangen ;)
Ich als Großstädter geniesse gerne die Ruhe in der Feldmark und Wald wenn ich mal meine Eltern ausserhalb besuche. Gestern hab ich bei dem tollen Wetter halt mal ne Stunde mehr gebraucht weil ich die Ruhe und die Natur einfach genossen hab :D
Zumal es hier in der Region das Problem gibt das sich Hannover und Braunschweig seit Jahren um die Zone Peine kungeln weil jeder diese Gegend als ÖPNV nutzen möchte. Im Endeffekt leidet der Nutzer darunter weil sich einfach nix tut. Liegt halt an der Politik. Lt. Medien wird viel diskutiert und nix passiert.
Mir persönlich wäre es natürlich Recht wenns in den Hannoveraner GVH kommt.
Zuletzt geändert von cih am 03.06.2019, 16:01, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.06.2019, 15:58

AktenTaschenAkne hat geschrieben:Meine Aussage sollte bitte nicht so interpretiert werden das kein Mensch ein Auto benötigt. Ich bin da schon äh...Realist genug. Ich habe ja bewusst ein Bsp aus einem Ballungsgebiet gewählt. :wink2:
Und es gibt Alternativen, zumindest in den von mir erwähnten Ballungsgebieten. ÖPNV (auch wenn der in vielen Bereichen noch Verbesserungswürdig ist) oder das Fahrrad. Oder warum nicht einfach mal laufen? Die werden aber offensichtlich nicht angenommen, da geht vielen die Bequemlichkeit dann doch vor. Sind meine Erfahrungen aus vielen Gesprächen. Da sind 5km Arbeitsweg mitn Rad schon unzumutbar.
Das kenne ich aus Berlin und FFM anders. Wobei es bspw. im Umfeld von FFM (Taunus) schon wieder interessant wird. Selbst da funktioniert der ÖPNV nicht zufriedenstellend. Da stellen sich die Leute lieber in den erwarteten Stau von/nach Friedberg.
AktenTaschenAkne hat geschrieben:Ich muss leider manchmal mit dem Dienstwagen nach Hause fahren.
Na hoffentlich ein Diesel ^^
AktenTaschenAkne hat geschrieben:Ich brauche 3x länger für exakt die selbe Strecke. Und nein, ich bin kein Fahrradrowdy. Wäre ich einer könnte ich hier nicht mehr schreiben, weil tot :)
Es geht doch auch nicht um die Abschaffung sämtlichen PKW-Verkehrs. Es geht um eine Reduzierung aufs Nötigste.
Ich habe ja ganz bewusst verglichen, bzw. meinen Fall dargestellt, wo es nun ja, schwierig ist, anders zu handeln. Wir können aber wenigstens darüber ohne "Glaubenskonflikt" diskutieren, was ja schon einmal nicht schlecht ist.
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Re: Formel 1 will E-Fuels: CO2-neutrales Benzin ab 2021

Beitrag von reiskocher_gtr_specv » 03.06.2019, 16:08

Mein letzter Beitrag zu diesem Thema, weil wir doch inzwischen arg in die OT-Ecke geraten sind (und auch ich bin schuld :confused:). Da ich den Beitrag aber angestoßen habe:
LoK-hellscream hat geschrieben:Ich wohne am Land, 25 km von der nächsten großen Stadt (> 100.000 Einwohner) entfernt, in der ich auch arbeite. Ich fahre jeden Tag mit dem Zug und habe das Glück, eine gute Verbindung zu haben. Jedoch fahren extrem viele Leute mit dem Auto, welche dies nicht müssten (vor allem während der Schulzeit sind das Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto in die Schule fahren, anstatt diese mit dem Zug oder dem Bus fahren zu lassen).
Die gute Zugverbindung ist je nach ländlichem Gebiet die große Ausnahme. Bei mir sind es 1 km bis zur nächsten BAB-Auffahrt und 5 km zum nächsten Bahnhof. Von daher, schon mal gut!
LoK-hellscream hat geschrieben:Andererseits jedoch ist der Zug so voll, dass nie alle einen Sitzplatz bekommen, was ich persönlich für eine Frechheit halte, denn jeder in dem Zug hat eine Jahreskarte und somit auch für einen anständigen Sitzplatz bezahlt. Wenn dann Ferien sind, wird ein Waggon eingespart und es müssen wieder Leute stehen. Ich weiß nicht, wie man damit die Menschen überzeugen will, vom Auto auf die Öffis umzusteigen, wenn ich dann zB im Sommer statt im kühlen Auto im Stau, im heißen unklimatisierten Zug stehend an andere Menschen gedrängt reisen muss.
Womit wir wieder beim Thema Kinder/Eltern wären. Ganz zu schweigen davon, dass sich viele Eltern Sorgen machen, wenn ihre Kinder "Risiken" ausgesetzt werden.
LoK-hellscream hat geschrieben:Zum Thema Land: Bis vor 2 Jahren habe ich noch komplett am Land gewohnt (die nächste Stadt über 100.000 Einwohner war 100 km entfernt). Dort ist man fast aufgeschmissen, wenn man kein eigenes Auto hat, bzw. bezahlt man derzeit auch noch Unsummen, wenn man sich eine Jahreskarte für das ganze Bundesland für die Öffis kauft (dies wird sich zum Glück 2020 ändern). Und auch egal, wie man zum E-Antrieb steht, diesen kann man am Land bei uns fast vergessen. Es gibt viele Berge, die Winter sind sehr kalt, beides ist Gift für die Reichweite eines E-Autos.
Hier ist es ein Mix dessen, was Du beschrieben hast. Eine (edit: landesweite) Jahreskarte für die Öffis gibt es hier schlicht nicht.
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