Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon FU Racing Team » 31.05.2019, 11:19

Vor allem bei den Qualifyings kann man sehen, dass Lewis noch Probleme auf eine Runde hat. Was der da rudert und korrigiert, sieht nicht gut aus. Im Rennen sieht man das so nicht, aber gerade auf eine Runde und im direkten Vergleich mit Valtteri finde ich es sehr deutlich.
Stellt Lewis dieses Problem noch ab bzw. bekommt es in den Griff, kann sich sein TK wohl warm anziehen.
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon mamoe » 31.05.2019, 11:21

_alec hat geschrieben:..in Monaco ist er doch nach eigener Aussage eins seiner 5 stärksten Rennen gefahren.

Wenn in dem Auto noch 5 Zehntel zu finden sind und er fühlt sich auch noch wohl dabei..
Bottas hat er im Griff und Ferrari ist zu weit weg.

Er fährt die Wm schön nach Hause. Alles andere würde mich wundern.


sehe ich genauso
Zuletzt geändert von mamoe am 01.06.2019, 11:31, insgesamt 1-mal geändert.
klein-, groß- sowie rechtschreibfehler sind beabsichtigt und führen bei logischer
verbindung zu einem code, mit welchem man einen schatz findet!

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http://www.youtube.com/watch?v=Ka5FCLy14Uw
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon bolfo » 31.05.2019, 15:30

DeLaGeezy hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:Mehr als Durchschnitt braucht er auch nicht abzurufen bei diesem Mercedes. Es ist dasselbe wie 2014, 2015 und 2016. Es ist so gut wie egal, wie "gut" die Mercedes Fahrer fahren. Sie sind dennoch vor allen anderen.

als mercedesfahrer kann man je nach streckenlänge ca 0,5 - 1 sekunde schlechter sein, als der beste fahrer aus der 2. liga :wink:
die übermacht freut mich einerseits und andererseits vermisse ich einen harten konkurenzkampf. ich bin da irgendwie zwiegespalten :shrug:



Für mich zählt einzig und allein der Konkurrenzkampf. Dominanzen sind immer langweilig, völlig egal, wer gewinnt. Spannend werden die nur, wenn sie (a) kurzfristig sind und (b) zwei Topfahrer gegeneinander im Team antreten. Das ist heuer - einmal mehr - nicht der Fall, da Hamilton mindestens eine Liga besser als Bottas ist. Insofern kennen wir - sollte Hamilton nicht aus Versehen auf der Treppe ausrutschen und sich das Genick brechen - bereits jetzt den Weltmeister von 2019. Und da sich auf 2020 wiederum nichts ändert, kennen wir auch dort den Weltmeister. Von daher bietet die F1 absolut nichts sehenswertes mehr. Das ist, als würde man eine Fussball-WM schauen, bei der man schon nach dem ersten Spiel weiss, wer Weltmeister wird, weil nur eine Mannschaft mit 11 Mann spielen kann, alle anderen aber nur mit 8 Mann antreten.
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon DeLaGeezy » 31.05.2019, 20:04

bolfo hat geschrieben:
DeLaGeezy hat geschrieben:
bolfo hat geschrieben:Mehr als Durchschnitt braucht er auch nicht abzurufen bei diesem Mercedes. Es ist dasselbe wie 2014, 2015 und 2016. Es ist so gut wie egal, wie "gut" die Mercedes Fahrer fahren. Sie sind dennoch vor allen anderen.

als mercedesfahrer kann man je nach streckenlänge ca 0,5 - 1 sekunde schlechter sein, als der beste fahrer aus der 2. liga :wink:
die übermacht freut mich einerseits und andererseits vermisse ich einen harten konkurenzkampf. ich bin da irgendwie zwiegespalten :shrug:



Für mich zählt einzig und allein der Konkurrenzkampf. Dominanzen sind immer langweilig, völlig egal, wer gewinnt. Spannend werden die nur, wenn sie (a) kurzfristig sind und (b) zwei Topfahrer gegeneinander im Team antreten. Das ist heuer - einmal mehr - nicht der Fall, da Hamilton mindestens eine Liga besser als Bottas ist. Insofern kennen wir - sollte Hamilton nicht aus Versehen auf der Treppe ausrutschen und sich das Genick brechen - bereits jetzt den Weltmeister von 2019. Und da sich auf 2020 wiederum nichts ändert, kennen wir auch dort den Weltmeister. Von daher bietet die F1 absolut nichts sehenswertes mehr. Das ist, als würde man eine Fussball-WM schauen, bei der man schon nach dem ersten Spiel weiss, wer Weltmeister wird, weil nur eine Mannschaft mit 11 Mann spielen kann, alle anderen aber nur mit 8 Mann antreten.

ja - es sieht stark danach aus, dass die Sache entschieden ist. Ich will mir aber einreden, dass Bottas nun wirklich ein harter Hund geworden ist und es spannend macht.
Im letzten Jahr war Ferrari dichter dran, aber dennoch nicht auf Augenhöhe (über die gesamte Saison betrachtet). Und seit 2014 liegt jedes Jahr Mercedes vorn. Im Prinzip kein Problem, aber da kein Team da mithalten kann (die WM deutlich entschieden wird) ist es dann doch wieder ein Problem.
Aber nicht die Mercedes Dominanz allein, schmälert den Unterhaltungswert. Es sind auch die Reifen bzw das Reglement. Im letzten Jahr und auch in dieser Saison kommen die Teams im Rennen mit einem Stopp je Fahrer aus.
Da das überholen anscheinend doch noch ein Problem darstellt ist dann im Normalfall das Rennen nach dem ersten Stopp fast entschieden.
Auch die Zuverlässigkeit im Allgemeinen ist in den vergangenen Jahren stets verbessert worden. Dadurch gibt es im Rennen kaum noch Überraschungsmomente.

Hoffnung könnte man durch das neue Reglement ab 2021 haben. Ich befürchte aber, dass technologische Vorsprünge bei kleinen, cleveren Teams schnell aufgeholt werden durch große Teams mit hohen und cleveren Budgets.
Die Formel 1 hat sich seitdem ich sie gucke (ca 1996) viel verändert. Verglichen mit den 90 er Jahren hat die Formel1 heute tatsächlich nichts sehenswertes mehr anzubieten.

Ein Problem sind sicherlich auch die Hersteller, die von Natur aus andere Interessen verfolgen als die privaten Konstrukteure und über mehr Macht und Mittel verfügen.
Es ist ein Dilemma. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass die Formel E bzw. alternative Antriebseinheiten immer populärer werden.
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon bolfo » 02.06.2019, 02:08

DeLaGeezy hat geschrieben:ja - es sieht stark danach aus, dass die Sache entschieden ist. Ich will mir aber einreden, dass Bottas nun wirklich ein harter Hund geworden ist und es spannend macht.
Im letzten Jahr war Ferrari dichter dran, aber dennoch nicht auf Augenhöhe (über die gesamte Saison betrachtet). Und seit 2014 liegt jedes Jahr Mercedes vorn. Im Prinzip kein Problem, aber da kein Team da mithalten kann (die WM deutlich entschieden wird) ist es dann doch wieder ein Problem.
Aber nicht die Mercedes Dominanz allein, schmälert den Unterhaltungswert. Es sind auch die Reifen bzw das Reglement. Im letzten Jahr und auch in dieser Saison kommen die Teams im Rennen mit einem Stopp je Fahrer aus.
Da das überholen anscheinend doch noch ein Problem darstellt ist dann im Normalfall das Rennen nach dem ersten Stopp fast entschieden.
Auch die Zuverlässigkeit im Allgemeinen ist in den vergangenen Jahren stets verbessert worden. Dadurch gibt es im Rennen kaum noch Überraschungsmomente.

Hoffnung könnte man durch das neue Reglement ab 2021 haben. Ich befürchte aber, dass technologische Vorsprünge bei kleinen, cleveren Teams schnell aufgeholt werden durch große Teams mit hohen und cleveren Budgets.
Die Formel 1 hat sich seitdem ich sie gucke (ca 1996) viel verändert. Verglichen mit den 90 er Jahren hat die Formel1 heute tatsächlich nichts sehenswertes mehr anzubieten.

Ein Problem sind sicherlich auch die Hersteller, die von Natur aus andere Interessen verfolgen als die privaten Konstrukteure und über mehr Macht und Mittel verfügen.
Es ist ein Dilemma. Dazu kommt die Schwierigkeit, dass die Formel E bzw. alternative Antriebseinheiten immer populärer werden.


Das Problem ist eben, dass man ALLES getan hat, um die Überraschungsmomente zu nehmen. Die Zuverlässigkeit ist eine Sache. Die anderen sind die kilometerlangen Auslaufzonen, die keine Bestrafung mehr sind, sowie eine harte Regelung bei Zwischenfällen, wo man fast jeden Furz bestraft. Dadurch riskiert man erst recht weniger. Früher konnte man wenigstens noch hoffen, dass die Karre streikt oder einer sich ins Kiesbett verabschiedet. Heute bleiben aber oftmals selbst grösste Fehler wie jener von Hamilton 2014 in Brasilien ungestraft. Früher wäre das das sichere Aus gewesen.

Gleichzeitig sind die Autos zu komplex geworden. Früher konnte man grosse Updates bringen. Wie Ferrari 1996, als man inmitten der Saison auf die hohe Nase wechselte. Sowas ist heute gar nicht mehr möglich, weil die Autos vom Konzept her zu perfekt sind. Ein Auto mit Makel bleibt bis zu Saisonende ein Auto mit Makel. Das ist eines der grossen Grundprobleme.

Ein sehr grosses Problem sind zudem die Budgetunterschiede. Die gabs auch früher, heute reden wir aber von Unterschieden im Bereich von 300 Millionen Euro. Das ist krank. Und deshalb ist klar, dass ein Team wie Force India NIE gewinnen kann (ausser die Kugel fällt im Roulette mal zufällig). Ich mache mir deshalb auch auf 2021 Null Hoffnung. Schlicht aus dem Grund, weil Mercedes und Ferrari sich so lange gegen eine Budgetobergrenze stellen, bis diese Autos entwickelt wurden. Dann ist man eben wieder vorne. Gleichzeitig haben die Hersteller so viel Macht, dass sie die aktuellen Motoren beibehalten können. Was erst recht darauf hinausgeht, dass KEIN anderer Hersteller einsteigt und Renault sowieso kaum aufholt. Am Ende diktieren eigentlich Mercedes und Ferrari die Regeln (sonst wird mit Ausstieg gedroht; und da man die Mehrzeit mit Motoren versorgt, haben dann alle Angst) und damit automatisch wer gewinnt.

Für mich ist deshalb die F1 schon länger zur absoluten Null-Spannungs-Show verkommen. Spannend ist nur noch der Start. Dann vielleicht die ersten 3 Runden. Nachher kann man in der Regel den Fernseher ausmachen, weil das Resultat vorne feststeht. Es gibt dann vielleicht einen oder zwei Aufreger irgendwo im Feld. Aber für 90 Minuten Zeit ist mir das einfach zu wenig. Deshalb läuft die F1 bestenfalls noch nebenbei, wenn ich was zu tun habe. Aber für 2 Stunden fesselt mich die Rennserie schon lange nicht mehr an den TV.
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon Pentar » 02.06.2019, 11:15

@DeLaGeezy & bolfo:
Der Monaco-GP ist natürlich ein mächtig ungünstiger Zeitpunkt, um über den Unterhaltungswert dieser Serie zu diskutieren. Trotzdem habt ihr natürlich recht & ich bin ganz Eurer Meinung.

Wenn der Führende - auf Ein-Stopp-Strategie unterwegs - in Runde 11 von 78 (also nach gerade einmal rund 14% der Renndistanz) die falschen Reifen aufgezogen bekommt & auf Diesen das Rennen trotzdem "nach Hause" fahren kann, dann läuft doch irgendetwas mächtig schief. Wenn dieser Pilot danach auch noch zum besten gibt: "Das (Reifen-)Fenster ist dieses Jahr noch schmäler.", dann darf man als Zuschauer durchaus den Sinn dieser Serie hinterfragen.

Ein HAM kann dafür Nichts - der will einfach nur seine beste Leistung abrufen. Wenn er nun selbstkritisch analysiert, dass das noch nicht geschehen ist - was ich ihm 100%-ig abnehme - dann gibt mir dieser Umstand allerdings zu denken.

Es spricht für HAMs Fahrkünste, wenn ihm sein Teamchef hin & wieder attestiert:
"Wie durch ein Wunder... ", "...hat Auto & Reifen nach Hause getragen", "...war eigentlich kurz vor dem Zerfall, aber...".
Alles natürlich ein bisschen übertrieben dargestellt - aber solche Fahrkünste haben die absoluten Top-Piloten.
Hier im Forum wird ja gerne mal über solche Dinge diskutiert & meistens geht es dabei recht lustig zur Sache.

In Wahrheit ist das Thema aber gar nicht lustig - im Gegenteil, das Ergebnis ist für mich als Zuschauer öde & langweilig.
Die Formel-1 hat viele Spannungsmomente verloren - der Haltbarkeitswahn ist nur ein Thema von Vielen...

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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon Aldo » 02.06.2019, 12:19

Was hier wieder rumdisktuiert wird. Hamilton hat doch Recht. Oder glaubt hier jemand ernsthaft dass Bottas über den Winter so viel Zeit gefunden hat? Bottas kam bis dato einfach besser mit dem Auto klar. Gut für ihn aber das bedeutet auch dass Hamilton noch Luft nach oben hat. Wenn sich Hamilton nicht wohl fühlt merkt man das vor allem an seinen Qualifying Leistungen. Es ist ziemlich vergleichbar mit 2016. Da hat Hamilton auch einige Rennen das Nachsehen gehabt gegen Rosberg. Doch irgendwann kommt er in Fahrt und ich glaube Monaco war der Startschuss. Bottas wird denke ich keine Chance haben über eine Saison gesehen - das war von vornherein klar.
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon Pentar » 02.06.2019, 12:31

@Aldo:
Natürlich hat er recht.
Seine Konkurrenz (inkl. sein TK) wird sich in der 2. Saisonhälfte warm anziehen müssen.
Denn in vielen der vergangenen Saisons lagen ihm diese Rennen besser - warum auch immer...

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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon Tebitu » 02.06.2019, 13:00

Das stimmt. Gerade in den letzten beiden Jahren, vor allem 2017, war Hamilton in der zweiten Saisonhälfte deutlich stärker, als in der ersten Hälfte. Irgendwie hat er sich etwas zu einem Spätstarter entwickelt.

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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon _PF1_ » 02.06.2019, 15:10

Tebitu hat geschrieben:Gerade in den letzten beiden Jahren, vor allem 2017, war Hamilton in der zweiten Saisonhälfte deutlich stärker, als in der ersten Hälfte.


Das stimmt, wobei man das bereits ab 2014 erkennen konnte.
Lewis Hamilton Fanclub :checkered: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Re: Hamilton warnt Rivalen: Erste sechs Rennen waren durchschnittlich

Beitragvon DeLaGeezy » 03.06.2019, 23:27

bolfo hat geschrieben:Das Problem ist eben, dass man ALLES getan hat, um die Überraschungsmomente zu nehmen. Die Zuverlässigkeit ist eine Sache. Die anderen sind die kilometerlangen Auslaufzonen, die keine Bestrafung mehr sind, sowie eine harte Regelung bei Zwischenfällen, wo man fast jeden Furz bestraft. Dadurch riskiert man erst recht weniger. Früher konnte man wenigstens noch hoffen, dass die Karre streikt oder einer sich ins Kiesbett verabschiedet. Heute bleiben aber oftmals selbst grösste Fehler wie jener von Hamilton 2014 in Brasilien ungestraft. Früher wäre das das sichere Aus gewesen.

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Ein sehr grosses Problem sind zudem die Budgetunterschiede. Die gabs auch früher, heute reden wir aber von Unterschieden im Bereich von 300 Millionen Euro. Das ist krank. Und deshalb ist klar, dass ein Team wie Force India NIE gewinnen kann (ausser die Kugel fällt im Roulette mal zufällig). Ich mache mir deshalb auch auf 2021 Null Hoffnung. Schlicht aus dem Grund, weil Mercedes und Ferrari sich so lange gegen eine Budgetobergrenze stellen, bis diese Autos entwickelt wurden. Dann ist man eben wieder vorne. Gleichzeitig haben die Hersteller so viel Macht, dass sie die aktuellen Motoren beibehalten können. Was erst recht darauf hinausgeht, dass KEIN anderer Hersteller einsteigt und Renault sowieso kaum aufholt. Am Ende diktieren eigentlich Mercedes und Ferrari die Regeln (sonst wird mit Ausstieg gedroht; und da man die Mehrzeit mit Motoren versorgt, haben dann alle Angst) und damit automatisch wer gewinnt.

Für mich ist deshalb die F1 schon länger zur absoluten Null-Spannungs-Show verkommen. Spannend ist nur noch der Start. Dann vielleicht die ersten 3 Runden. Nachher kann man in der Regel den Fernseher ausmachen, weil das Resultat vorne feststeht. Es gibt dann vielleicht einen oder zwei Aufreger irgendwo im Feld. Aber für 90 Minuten Zeit ist mir das einfach zu wenig. Deshalb läuft die F1 bestenfalls noch nebenbei, wenn ich was zu tun habe. Aber für 2 Stunden fesselt mich die Rennserie schon lange nicht mehr an den TV.


Ich bin voll bei dir, was die Budgets angeht. Ich bin eigentlich kein Freund davon, diese zu reglementieren, sehe aber hier auch keinen anderen Ausweg mehr. Es muss eine Grenze gezogen werden. Das wird dann ein Prozess über ein paar Jahre sein und hoffentlich wieder neuen Wettbewerb ermöglichen. Ich finde es schade, dass es an einigen Herstellern liegt. Denn ich vermute, dass die ein Budget haben, welches als Marketingkosten verbucht werden. D.h. die Formel1 muss sich nicht direkt rentieren und das ist dann für die privaten Teams sehr schwierig wie z. B. Williams, die eigentlich schwarze Zahlen schreiben wollen.

Und ja, es braucht wieder Kiesbetten, die ein Rennen beenden, falls sich da einer hin verirrt :)

Ich gucke die Rennen heute immer noch gern. Und Monaco war sogar ein gutes Rennen. Aber ich bin auch "Kummer" gewohnt. Ich kann mir auch ohne Probleme einen Marathonlauf angucken und ich gucke jedes Jahr den Ironman auf Hawaii (Triathlon, ca 8 Std live Übertragung :mrgreen: )
Aber wie du schon sagst, es ist verglichen mit früheren Grand Prixs nicht wirklich sehenswert.

Und wie "Pentar" es auch geschrieben hat, wenn einer in Runde 11 falsche Reifen bekommt und damit trotzdem zu Ende fahren kann, dann ist das für den Sport nicht so gut.
LM hat hier noch einige Aufgaben zu erledigen, zusammen mit der FIA.

Ich will aber auch nicht alles schlecht reden. Abseits der Strecke hat sich einiges verbessert, z. B. der offizielle Youtube Kanal ist sehr gut. Es gibt viele Interviews und die Zusammenfassung ist auch sehenswert. Da habe ich schon manchmal mich gewundert was man durch die Werbung bei RTL verpasst hat.
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