Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

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xtc
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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von xtc » 24.05.2019, 19:39

Einige hier lesen wohl die schweizer Bild-Zeitung, den/die Blick.

Alter Falter, die drehen ja total unrund. :eh: :wall:

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Das ist ja nicht mal annähernd vergleichbar.

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scott 90
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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von scott 90 » 24.05.2019, 21:52

Shogun hat geschrieben:
Ist zwar hart geschrieben aber ich glaube dir. Er war ja letztes Jahr komplett weg vom Schuss und urplötzlich siegte er in Serie. Oder war das Auto am Anfang der Saison so anfällig dass er unverschuldet durch defekte ausschied?
Das ist jetzt aber fast schon gemein. Zudem Obacht, in so einem Fall ist man stark anfällig für das absolute Totschlagargument, wer nicht nicht alle F3 EM Rennen 2018 LIVE gesehen hat, der braucht gar nicht erst mitreden wollen, wäre ja noch schöner :lol:

So damit habe ich schonmal schön meine Überlegenheit manifestiert, dazu trommle ich noch ein paar mal auf meine Brust und ... ach ne so bin ich einfach nicht :silent:

Mag ja sein, dass Schumacher relativ miese erste Saison in der F3 hatte, aber das war auch die aller erste Saison in der F3 EM, in der Prema nicht den Meister stellen konnte. Das ist durchaus bemerkenswert und lag mit Sicherheit auch am finanziellen Engagement rund um Lando Norris. In der Saison darauf war Carlin, Norris Team, wieder auf dem Boden der Tatsachen, ihr bester Fahrer war zehnter in der Meisterschaft... denen ging dann wohl die Traktionskontrolle aus, wa.

Das beweist eines, es gab schon einen Grund für dieses Ergebnis welches außerhalb der Inkompetenz des Schumacher Filus lag. Und generell da Prema so erfolgreich war, gab es diese Gerüchte über die Dehnung der Regeln auch schon vor Schumacher. Da ging es um verschiedene Dinge, meistens um Tests, die aber nicht illegal waren, das kam dann erst später. Dann bei Stroll ging es noch um bestimmte Teile und eine Disqualifikation usw. aber auch das hat sich nich erhärtert. Zumal wer fähig ist in seinem ersten Monaco Rennen das Auto auf vier zu stellen, kann gar keine so große Pfeife sein um das nötig zu haben.

Die Wahrheit ist um Augenschein relativ unspektakulär, die F3 Saison 2018 war von Anfang sehr umkämpft, es gab viele verschiedene Sieger und keiner konnte sich absetzen, die Meisterschaftsführung hat ein paar mal gewechselt. Dan Ticktum tat sich dabei als der konstanteste Fahrer hervor, aber ihm gelang es nicht ein mal zwei Rennen hintereinander zu gewinnen. Schumacher war in dem Pulk dabei, ab und zu auch vorne, aber in Summe hat er eigentlich nur gerade so Kontakt gehalten. In Spa ist dann der Knoten geplatzt, man muss ja in so einer Serie nicht soviel Zeit finden, es reicht oft schon ein bis zwei Zehntel. Analog zu Schumacher konnte sein Teamkollege Shvartzman auch stark zulegen, allerdings spricht selbst das gegen Betrug im Teamverbund, da ein anderer Prema Fahrer (Armstrong) eher die Puste ausging. Oben drauf kommt noch, der Schumacher Rivale Ticktum, dem es offenbar teilweise an Selbstrelfexion magelt, wurde zum Ende hin vom Teamkollegen Vips ebenfalls geschlagen.

Man kann die Meisterschaft von Mick also durchaus glücklich nennen, denn wenn es einen Dominator in der ersten Saisonhälfte gegeben hätte, wäre der Rückstand nicht merh aufzuholen gewesen. Doch den gab es in dieser doch sehr außergewöhnlichen Saison nicht, anders als in den Jahren zuvor gab es da keinen Rosenqvist oder Günther die mit "mehr" Erfahrung das Zeug dazu gehabt hätten. Die waren dafür wahrscheinlich zu unerfahren.

Und in dem Licht diskreditiert man sich doch selbst, wenn man wieder am Verschwörungstheorierad drehen muss, warum sagt man nicht einfach, dass das Starterfeld zu schwach oder zu unerfahren war. Meine Güte, ist das denn so schwer oder gar zu langweilig?



Zu dem Rennen heute, lief eben nicht für ihn, der Start war nix, das wollte er dann unbedingt wieder gut machen. Was anfangs ja noch geklappt hat, aber in Monaco wird es dann erst recht gefährlich. Jedes erfolgreiche Überholmanöver erhöht die Chance im weiteren Rennverlauf einen Unfall zu bauen, weil man dann zuviel will und positiv bestärkt wurde. Das passiert aber auch erfahreneren Piloten siehe Latifi... Er hat gegen Calderon halt einfach zuviel gewollt, unnötig zuviel Risiko eingegangen, das passiert.

Überhaupt der Vergleich zum Vater hinkt auch, denn Mick macht eben genau das nicht aus. Der Vater wirkte auf mich in seiner erfolgreichen Zeit mehr als verbissen, gewillt alles, wirklich alles für den Erfolg zu tun. Dazu war er ja auch immer wieder in solche Situationen verwickelt, bei der er sich den Ruf ein stückweit auch verdient hat. Aber sein Sohn? Ganz im Gegenteil mir fällt da nicht viel ein, vielleicht fehlt ihm auch genau das. Aber wenn man das alles einfach mal ausblendet und sich nur diesen Fahrer ohne Namen usw, anschaut, dann ist das bis dato eben vor allem eine knapp überdurchschnittliche Motorsport Karriere. Nicht mehr aber auch nicht weniger, zumindest noch.
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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Simtek » 25.05.2019, 14:01

xtc hat geschrieben:Einige hier lesen wohl die schweizer Bild-Zeitung, den/die Blick.

Alter Falter, die drehen ja total unrund. :eh: :wall:

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Das ist ja nicht mal annähernd vergleichbar.
Das ist halt typische Schweizer Käse. :mrgreen:
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Simtek » 25.05.2019, 14:05

DerQuasiLA hat geschrieben:Würde er nicht Schumacher heißen, würde kein Hahn nach ihm krähen. Die Formel 1 Tests hat er ja auch nur wegen seines Namens und nicht wegen seiner Leistungen bekommen und es war halt gute Publicity für Ferrari und Alfa.
Nicht mal über die Topfahrer der Formel 2 oder gar über Formel 1 Fahrer wird soviel berichtet wie über ihn.
Und genau hier muss man sich fragen: "Vorteil oder Nachteil"?
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Plauze » 25.05.2019, 15:09

meanmc hat geschrieben:Der Sohn wie der Vater, Schummel-Schumi... es war in der Tat recht seltsam.. zumeist steckt eine Schummelei oder ein illegaler Trick dahinter.. man wird nicht plötzlich zum Überfahrer, wenn sich die Bedingungen nicht ändern...
Du meine Güte, und du willst den Leuten hier was von der Formel-1-Geschichte erzählen... :lol:
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Simtek » 25.05.2019, 16:19

Stammen diese Verschwörungstherien eigentlich von den gleichen Leuten die glauben das Elvis noch lebt und die Mondlandung ein Fake war? :think:
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Freddy102015 » 26.05.2019, 01:38

Redaktion hat geschrieben:Franz Tost glaubt nicht, dass bei Mick Schumachers Formel-3-Titel getrickst wurde...
Was geht denn hier ab? Er ist noch nicht einmal in der F1! Und dann solche "Nachrichten" :facepalm:
"Irgendwann habe ich gesehen, wie zwei Force-India-Piloten heraussprangen, beide ganz in Rosa. Und ich dachte: endlich mal ein nettes Paar schwule Piloten in der Formel 1."
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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von pilimen » 26.05.2019, 03:47

Simtek hat geschrieben:Stammen diese Verschwörungstherien eigentlich von den gleichen Leuten die glauben das Elvis noch lebt und die Mondlandung ein Fake war? :think:
Was? Die Mondlandung war kein Fake? Das ist mir neu.

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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von bolfo » 26.05.2019, 08:02

Plauze hat geschrieben:
meanmc hat geschrieben:Der Sohn wie der Vater, Schummel-Schumi... es war in der Tat recht seltsam.. zumeist steckt eine Schummelei oder ein illegaler Trick dahinter.. man wird nicht plötzlich zum Überfahrer, wenn sich die Bedingungen nicht ändern...
Du meine Güte, und du willst den Leuten hier was von der Formel-1-Geschichte erzählen... :lol:
Zudem stimmt die Aussage allgemein nicht. Es gab im Motorsport einige Beispiele, wo ein Fahrer plötzlich überdominant war. Dies geschieht insbesondere bei Neulingen, die sich sehr gut entwickeln. Ein Beispiel ist Alex Zanardi, der in der CART-Saison 1996 in den ersten 8 Rennen KEIN EINZIGES PODIUM holte. In der zweiten Saisonhälfte ist er plötzlich der Dominator, als er plötzlich siegt. In den letzten 8 Rennen holt er nicht weniger als 5 Pole Positions und 6 Podien, darunter eben 3 Siege, 2 zweite und einen dritten Platz. In Vancouver wird er dominierend an der Spitze beim Überrunden abgeschossen. Zanardi ist ein klassisches Beispiel eines Neulings in einer sehr eng zusammenliegenden Konkurrenzserie, der für ein Top-Team fährt und der plötzlich zu dominieren beginnt. Nur kann man hier Ganassi eben auch keinen Beschiss unterstellen. Teamkollege Vasser gewann von den ersten 4 Rennen deren 3, und plötzlich lief nicht mehr viel - auch wenn er dann Meister wurde.

Irgend etwas musste also bei Zanardi nach den ersten 8 Rennen passiert sein. Wohl im Kopf. Denn nach dem ersten Saisonsieg dominierte 1996, wurde Dritter in der Endwertung, und dominierte dann komplett 1997 und 1998 fast nach Belieben.

Bei Schumacher könnte es eine ähnliche Kopfsache gewesen sein. Und der Ausgangspunkt ist ähnlich: Enge Serie, Top-Team... gute Entwicklung. Und nach dem ersten Sieg ist plötzlich der Knopf aufgegangen.

Erstaunlich ist ja, dass nicht weniger als 11 verschiedene Fahrer in der F3 damals Rennen gewonnen haben. Die Regularien führen dazu, dass alles sehr dicht ist, weshalb eine gute Eingewöhnungsphase eben dann in einer guten Phasen enden kann, wenn die Entwicklung eines Fahrers gut verläuft. Und eben erst recht, wenn man im wohl besten Team fährt.

Dies zeigte sich z.B. auch bei Teamkollege Shwartzman. Der hatte zum Zeitpunkt von Schumacher auch "nur" 2 dritte Plätze sowie einen zweiten Platz, und holt dann am Schluss plötzlich in den letzten 3 Rennwochenenden 2 Siege, 5 zweite und einen dritten Platz. Also plötzlich 8 Podien innerhalb der letzten 9 Rennen. Er und Schumacher haben plötzlich dominiert. Die anderen Teamkollegen jedoch nicht.

Zudem wars ja keinesfalls so, dass Schumacher vorher absolut abgeschlagen wäre. In den ersten 14 Rennen vor seinem ersten Sieg holte er 9 Punkteplatzierungen. Genau gleich viele wie der spätere Vizemeister. 9 Punkteplatzierungen in dieser Zeit waren überdurchschnittlich, was zeigt, wie "chaotisch" die F3 im Jahr 2018 zu Beginn war. Ganz anders als 2017, wo quasi immer die gleichen 4 Leute vorne waren.

Schumacher hat hier sicher von der Erfahrung des Prema Teams profitiert. Die haben immerhin 6 der 7 letzten Meister gestellt. Die Förderung der Fahrer dürfte da sicher nicht schlecht sein.
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Re: Franz Tost: Verschwörungstheorien um Schumacher sind Unsinn!

Beitrag von Simtek » 26.05.2019, 09:43

Es gibt halt nur dort Lug und Betrug, wenn ein Schumacher davon profetiert. :wink:
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"

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