Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

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Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von Redaktion » 11.03.2019, 12:49

Der neue Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat in einem Zeitungsinterview erstmals zugegeben, dass er mit Maurizio Arrivabene "Meinungsverschiedenheiten" hatte © LAT Waren keine Freunde: Mattia Binotto und sein Vorgänger Maurizio Arrivabene Der neue Ferrari-Teamchef Mattia Binotto hat 2018 offenbar ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, die Scuderia zu verlassen und den Rennstall zu wechseln. Das enthüllt er kurz vor dem Auftakt der Formel-1-Saison 2019 in Melbourne in einem Interview mit dem 'Corriere della Sera' - und bestätigt damit Spekulationen über einen Machtkampf bei Ferrari, über den wir bereits im Oktober 2017 erstmals berichtet haben.

Ferrari-Insidern war klar, dass die letztendlich erneut erfolglose Saison 2018 nur einer überleben kann: entweder Binotto oder Maurizio Arrivabene. Zwischen den beiden tobte dem Vernehmen nach ein Machtkampf.

Binotto, konkret auf das Thema angesprochen, drückt sich diplomatisch aus: "Ich arbeite seit 25 Jahren bei Ferrari und hatte großes Glück, auch glorreiche Momente erleben zu dürfen. Die Jahre von Todt und Brawn und Schumacher. Und dann mit Stefano Domenicali. Ich habe von allen gelernt", sagt er - und zählt Arrivabene, das lässt zumindest der Subtext vermuten, nicht zu den großen Ferrari-Figuren der vergangenen Jahrzehnte.

Binotto verkneift es sich aber, öffentlich nachzutreten, und vergisst daher nicht auf freundliche Floskeln, wenn er sagt: "Ich habe auch von Maurizio gelernt und bin ihm dafür dankbar. Persönlich hatte ich immer ein gutes Verhältnis zu ihm, wir haben nie gestritten. Unsere Schwierigkeiten ruhten daher, dass wir unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, wie das Team am Rennwochenende geführt werden sollte. Da hatten wir Meinungsverschiedenheiten."Binotto sorgt für klare VerhältnisseZum Beispiel über die Rollenverteilung zwischen den Fahrern. Während Ferrari 2018 noch in Monza, auf dem Höhepunkt des WM-Kampfs, Sebastian Vettel für Kimi Räikkönen Windschatten spendieren ließ, hat Binotto Vettel vor dem ersten Saisonrennen 2019 zur Nummer 1 erklärt. Zumindest vorerst. Unter der alten Achse Arrivabene/Rosato genoss Vettel nicht die volle Rückendeckung des Teams. Ein Drink mit Eddie Irvine (Folge #15) Eddie Irvine erinnert sich an seinen Ex-Ingenieur Mattia Binotto und nimmt Maurizio Arrivabene in Schutz. Und hofft, dass Ferrari italienisch bleibt. Weitere Formel-1-Videos Die internen Querelen führten dazu, dass Binotto vergangenes Jahr zumindest für sich selbst ein Ultimatum stellte: Entweder geht Arrivabene - oder ich. Ob das in der gleichen Tragweite auch ausgesprochen und offen diskutiert wurde, entzieht sich unserer Kenntnis. Aber selbst wenn es nur eine Idee in Binottos Kopf war, hat er sich letztendlich durchgesetzt."Ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Job nicht mehr gut machen kann, und das habe ich zum Ausdruck gebracht", sagt er. "Das war nicht nur für mich schwierig, sondern für das ganze Team. Denn wenn ein Technischer Direktor seine Arbeit nicht mehr bestmöglich macht, wirkt sich das sehr konkret auf die Leistung aus. Es ist wahr, dass andere Teams angefragt haben. Meine Erfahrung hat in der Formel 1 inzwischen einen bestimmten Wert."Binotto: Mehr Manager als DesignerDabei weiß der 49-Jährige genau, dass er auch Schwächen hat. Er sei zum Beispiel "nicht besonders gut" im Designen von Komponenten und auch im mechanischen Bereich seien andere besser. Aber besonders im Bereich Management habe er in den vergangenen Jahren seine Stärken entwickelt. Das Ranking der Formel-1-Teams nach den Tests Ferrari - so weit, so gut - ist die #1 nach den Barcelona-Tests, aber was kommt dahinter? Wir wagen den Versuch einer Einschätzung ... Weitere Formel-1-Videos Binotto, geboren in Lausanne in der Schweiz und ausgestattet sowohl mit einem Schweizer als auch mit einem italienischen Reisepass, arbeitet seit 1995 für Ferrari. Er begann zunächst als Motoreningenieur, übernahm 2013 die Abteilung Antriebsstrang und wurde im Juli 2016 von Sergio Marchionne zum Technischen Direktor ernannt, ohne je ein Formel-1-Chassis gebaut zu haben.Binotto sieht sich nicht als diktatorische Führungspersönlichkeit, wie es Enzo Ferrari einst war, sondern eher als "väterliche Figur" und "Lehrmeister", der der Vielzahl der Ingenieure dabei hilft, ihr Wissen zu erweitern und ein optimales Arbeitsumfeld vorzufinden. "Es kommt darauf an, wie ein Team organisiert ist", weiß er - und erklärt: "In erster Linie sehe ich mich als jemanden, der anderen dabei hilft, ihren Job bestmöglich auszuführen."Das hat Binotto von Jean Todt und Ross Brawn gelernt, die auch keine Formel-1-Autos selbst designt haben. Und genau wie seine früheren Chefs strebt auch er nach Höherem, wenn er ankündigt: "Wir wollen nicht einmal Weltmeister werden. Sondern eine neue Ära beginnen."
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von terraPole » 11.03.2019, 13:06

Binotto:
"Denn wenn ein Technischer Direktor seine Arbeit nicht mehr bestmöglich macht, wirkt sich das sehr konkret auf die Leistung aus. Es ist wahr, dass andere Teams angefragt haben. Meine Erfahrung hat in der Formel 1 inzwischen einen bestimmten Wert."
Puh..kann mir vorstellen dass Ferrari angst hatte dass nach Allison auch Binotto bei Mercedes unterkommt.
Der hätte dann wohl deutlich mehr Know-how mitgebracht als es Arrivabene je könnte.
Bin gespannt wie sich das auf Vettel auswirkt..das wäre ja jetzt genau das Umfeld was er braucht und was HAM schon seit mindestens 2 Jahren hat.
Unabhängig von den den eigenen Fehlern hat Monza 2018 bestimmt an Vettel genagt..das war eigentlich total unnötig ihn in diese Position zu bringen.

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von RedBull_Formula1 » 11.03.2019, 13:14

Arrivabene ist ersetzbar. Binotto nicht. Alles richt gemacht Ferrari. Man hätte den Schritt vielleicht schon 2018 vollziehen müssen.
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von Ferrari Fan 33 » 11.03.2019, 14:18

RedBull_Formula1 hat geschrieben:Arrivabene ist ersetzbar. Binotto nicht. Alles richt gemacht Ferrari. Man hätte den Schritt vielleicht schon 2018 vollziehen müssen.
:thumbs_up:
Das sehe ich genauso.
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von Sportsmann » 11.03.2019, 14:26

terraPole hat geschrieben:
Binotto:
"Denn wenn ein Technischer Direktor seine Arbeit nicht mehr bestmöglich macht, wirkt sich das sehr konkret auf die Leistung aus. Es ist wahr, dass andere Teams angefragt haben. Meine Erfahrung hat in der Formel 1 inzwischen einen bestimmten Wert."
Puh..kann mir vorstellen dass Ferrari angst hatte dass nach Allison auch Binotto bei Mercedes unterkommt.
Der hätte dann wohl deutlich mehr Know-how mitgebracht als es Arrivabene je könnte.
Bin gespannt wie sich das auf Vettel auswirkt..das wäre ja jetzt genau das Umfeld was er braucht und was HAM schon seit mindestens 2 Jahren hat.
Unabhängig von den den eigenen Fehlern hat Monza 2018 bestimmt an Vettel genagt..das war eigentlich total unnötig ihn in diese Position zu bringen.
Ich bin auch hoffnungsfroh. Binotto wirkt auch schon wie ein guter Manager. Er ist offen, scheint zielfokussiert, diplomatisch, kennt seine eigenen Stärken und Schwächen und gibt diese zu und trifft sorgfältig durchdachte Entscheidungen. Ich kann mir einen Binotto nicht mit gestresster Grimasse und hetzendem Gang durchs Fahrerlager laufend vorstellen - so wie wir es bei seinem Vorgänger öfters sahen. Auch bei der Vettel Nr.1 Entscheidung ist er klug. Er sagt, für den Saisonstart ist das so, alles weitere muss dann aus der Situation entschieden werden. Damit nimmt er Leclerc Druck sofort Topleistung abliefern zu müssen und gibt Vettel - wie du schon schriebst - die Wohlfühlumgebung die ein Spitzensportler braucht um die letzten 2% seine Leistung bringen zu können, bzw. nicht ins negative zu verfallen und dann gleich 10% einzubüßen. Und wenn sich die Vorzeichen ändern wird Binotto mit Argumenten und Verstand für Ordnung sorgen, statt mit stumpfen Machtworten - wie ich es in meiner Vorstellung bei Arrivabene gelaufen ist, wenige Worte, ich bin der Chef. So wie die Interviews liefen, wenn mal wieder Mist an der Strecke gelaufen ist. Ich erinnere mich noch an ein Skyinterview wo er von Pizza oder Spagetti gefaselt hat, reiner blödsinn und dann ist er am Satzende schon weg gewesen. Binotto ist für mich endlich jemand auf Wolff Niveau, der für das Team den besten Job macht. Vermutlich wird Binotto in der Außendarstellung Wolff Niveau sogar übersteigen, A) weil wir nicht so viel von ihm hören werden im deutschsprachigen Tv und B) weil er nicht soviel entschuldigend und erklärend reden wird, sondern mehr für sich behält, da er Vettel nicht ganz so pudern muss wie es womöglich bei Hamilton nötig ist.
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von FU Racing Team » 11.03.2019, 14:56

Und die Mär vom Monza-Windschatten geht weiter.... "Legends never die"
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von Zitterbacke » 11.03.2019, 15:01

Muss schon sagen, der kommt schon sehr sympathisch und kompetent rüber.

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von terraPole » 11.03.2019, 15:20

FU Racing Team hat geschrieben:Und die Mär vom Monza-Windschatten geht weiter.... "Legends never die"
Welche Mär?

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von theCraptain » 11.03.2019, 15:31

Dabei weiß der 49-Jährige genau, dass er auch Schwächen hat. Er sei zum Beispiel "nicht besonders gut" im Designen von Komponenten und auch im mechanischen Bereich seien andere besser. Aber besonders im Bereich Management habe er in den vergangenen Jahren seine Stärken entwickelt.
Interessant, ging das nicht umgekehrt in die Medien? Also vereinfacht gesagt, er solle bei der Technik bleiben und das Heft des Teamchefs einem übergeben der ein guter Manager ist?

So wie er es hier darstellt scheint sein Aufgabengebiet aber gut auf ihn zugeschnitten zu sein, freut mich, das verspicht Hoffnung.

PS Ich habe auch schon letztes Jahr mehrfach die Ablösung von Arrivabene "gefordert", es war für mich absehbar dass er spätestens 2019 draussen sein muss falls 2019 ernsthaft ein Titel gehoöt werden soll. Gab aber viele Ferrari-Fans die das völlig anders sahen und Arrivabene-Kritiker als "Ahnungslose" dargestellt haben :mrgreen:
https://www.auto-motor-und-sport.de/for ... toren-hat/
Sebastian Vettel Sochi 2019: "Wir brauchen wieder *** V12-Motoren"

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von unclebernie » 11.03.2019, 15:41

terraPole hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:Und die Mär vom Monza-Windschatten geht weiter.... "Legends never die"
Welche Mär?
Der Windschatten für Kimi sollte dafür sorgen, dass Kimi VOR Hamilton landet, da davon ausgegangen wurde, dass Vettel sowieso auf Pole steht. Vettel war nicht schnell genug, wider Erwarten. Das checken einfach viele nicht, sorry, aber man muss doch mal bisschen über den Tellerrand hinausschauen. Wenn ich schon lese "Ferrari macht keine Teamorder, Kimi wurde bevorzugt". Meine Güte, HIRN einschalten.

Ist nicht auf dich bezogen terra, nicht falsch verstehen.
Zuletzt geändert von unclebernie am 11.03.2019, 15:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von evosenator » 11.03.2019, 15:57

Ferrari Fan 33 hat geschrieben:
RedBull_Formula1 hat geschrieben:Arrivabene ist ersetzbar. Binotto nicht. Alles richt gemacht Ferrari. Man hätte den Schritt vielleicht schon 2018 vollziehen müssen.
:thumbs_up:
Das sehe ich genauso.
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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von terraPole » 11.03.2019, 17:03

unclebernie hat geschrieben:
terraPole hat geschrieben:
FU Racing Team hat geschrieben:Und die Mär vom Monza-Windschatten geht weiter.... "Legends never die"
Welche Mär?
Der Windschatten für Kimi sollte dafür sorgen, dass Kimi VOR Hamilton landet, da davon ausgegangen wurde, dass Vettel sowieso auf Pole steht. Vettel war nicht schnell genug, wider Erwarten. Das checken einfach viele nicht, sorry, aber man muss doch mal bisschen über den Tellerrand hinausschauen. Wenn ich schon lese "Ferrari macht keine Teamorder, Kimi wurde bevorzugt". Meine Güte, HIRN einschalten.

Ist nicht auf dich bezogen terra, nicht falsch verstehen.
Ach kein Ding..Wenn ich falsch liege lasse ich mich auch gerne belehren und wenn es so war dass man Kimi als Backup haben wollte dann zieh ich mir auch den Schuh der Unkenntnis an. :mrgreen:
Das hatte ich echt nicht mehr so auf dem Schirm.
Ich dachte man hat stur das Prozedere "Fahrer A und Fahrer B wechseln sich bei der Ausfahrt ab" durchgezogen und somit den Blick aufs wesentliche verloren.

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von FU Racing Team » 11.03.2019, 17:13

terraPole hat geschrieben:
unclebernie hat geschrieben:
terraPole hat geschrieben: Welche Mär?
Der Windschatten für Kimi sollte dafür sorgen, dass Kimi VOR Hamilton landet, da davon ausgegangen wurde, dass Vettel sowieso auf Pole steht. Vettel war nicht schnell genug, wider Erwarten. Das checken einfach viele nicht, sorry, aber man muss doch mal bisschen über den Tellerrand hinausschauen. Wenn ich schon lese "Ferrari macht keine Teamorder, Kimi wurde bevorzugt". Meine Güte, HIRN einschalten.

Ist nicht auf dich bezogen terra, nicht falsch verstehen.
Ach kein Ding..Wenn ich falsch liege lasse ich mich auch gerne belehren und wenn es so war dass man Kimi als Backup haben wollte dann zieh ich mir auch den Schuh der Unkenntnis an. :mrgreen:
Das hatte ich echt nicht mehr so auf dem Schirm.
Ich dachte man hat stur das Prozedere "Fahrer A und Fahrer B wechseln sich bei der Ausfahrt ab" durchgezogen und somit den Blick aufs wesentliche verloren.


Ich hab das Qualifying gesehen (logisch) und bin mir doch sehr sicher, dass damals niemand irgendwem einen Windschatten gegeben hat. Weder einer der beiden MAMG-Fahrer noch einer der beiden Ferrari-Fahrer. Alle waren zu weit von einander entfernt auf der Strecke, um über Windschatten sprechen zu können. Ich glaube zwischen Vet und Rai lagen damals 250 Meter. In meinen Augen hatte absolut niemand der Topfahrer einen Vor- bzw. einen Nachteil.

Aber seit diesem Tag gibt es die Mär vom "fehlenden Windschatten für Vettel" ;-)

Windschattenspiele sieht man doch kaum noch. Meistens von Teams, die eher verzweifelt sieht (siehe McLaren in Belgien 2018, da war ich sogar live dabei).
"Okay Lewis, it`s Hammertime!" :domokun:

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von JPM_F1 » 11.03.2019, 17:21

fragt sich nur, warum ein technikchef überhaupt einen machtkampf provoziert.
klar, er hat seine karten ausgespielt, da er nun mal für das (gute) auto zuständig ist, aber seltsam ist das schon etwas.
für mich ist es klar, arrivabene sah es nüchtern und für ihn war die leistung von vettel unzureichend und es wäre unnötig, irgendwelche stallregie zu führen, wo der pilot doch eh kleinteile auf der strecke produziert.
dann kam wohl der ansatz von binotto, daß man doch dem vettel unter die arme greifen muss und ihn bevorteilen sollte, damit am ende überhaupt was rauskommt. das wollte sich dann arrivabene nicht gefallen lassen, wie er ein team führen muss.

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Re: Mattia Binotto gibt zu: 2018 dachte er über Teamwechsel nach

Beitrag von Jared » 11.03.2019, 17:35

JPM_F1 hat geschrieben:fragt sich nur, warum ein technikchef überhaupt einen machtkampf provoziert.
klar, er hat seine karten ausgespielt, da er nun mal für das (gute) auto zuständig ist, aber seltsam ist das schon etwas.
für mich ist es klar, arrivabene sah es nüchtern und für ihn war die leistung von vettel unzureichend und es wäre unnötig, irgendwelche stallregie zu führen, wo der pilot doch eh kleinteile auf der strecke produziert.
dann kam wohl der ansatz von binotto, daß man doch dem vettel unter die arme greifen muss und ihn bevorteilen sollte, damit am ende überhaupt was rauskommt. das wollte sich dann arrivabene nicht gefallen lassen, wie er ein team führen muss.
Arrivabene hat mehrmals schlechte Entscheidungen getroffen und nie klar Stellung bezogen und das wurde ihm irgendwann zum Verhängnis. Sowohl Kimi als auch Vettel haben sich darüber aufgeregt das es mal eine Stallorder gab und dann wieder nicht. Er hat schlicht und ergreifend keine klaren Aussagen getroffen und war demnach auch teamintern nicht beliebt.

Uns es ist nun mal Binottos gutes Recht vom Team eine Entscheidung zu fordern wie man zukünftig plant. Ihm war bekannt das Arrivabene intern nicht gern gesehen war und das dieser auch wenig positives auf der Habenseite hatte, denn die strategischen Entscheidungen waren nahezu alle für die Tonne.

Und wenn sich Arrivabene berechtigte Kritik nicht gefallen lassen will muss er halt auch gehen. :shrug:

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