Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

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Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Redaktion » 04.10.2018, 09:06

Liberty Media und die FIA versprechen sich von dem Vorschlag mehr Spannung und weniger Taktikpoker, aber es hagelt Kritik - Einführung 2019 sehr unwahrscheinlich © LAT In Zukunft könnten sich die Piloten viermal für das Qualifying anstellen müssen Liberty Media erwägt, das Qualifying-Format der Formel 1 ab dem kommenden Jahr zu ändern und auf vier statt bisher drei Segmente zu setzen. Der grundlegende Modus eines K.O.-Systems soll erhalten bleiben, sodass in den Abschnitten eins, zwei und drei jeweils vier Fahrer ausscheiden, um anschließend unter den letzten Acht die Pole-Position auszufahren. Bislang ist es nur ein Vorschlag.

FIA-Rennleiter Charlie Whiting erhofft sich mehr Unvorhersehbarkeit und Spannung, weil den Toppiloten bis zum letzten Abschnitt drei- statt nur zweimal kein Fehler unterlaufen dürfte. Außerdem will er die Reifenpoker in Q2 (im Falle der Änderung Q3) unterbinden und es den Besten schwieriger machen, sich mit einer härteren Mischung für das Schlusssegment zu qualifizieren.

Hinzu kommt: Die freie Reifenwahl gäbe es nicht mehr erst ab Platz elf, sondern schon ab dem neunten Rang. Ergo würden mehr Mittelfeld-Autos den Vorteil frischer Pneus am Start genießen. Sie könnten mit einer härteren Mischung die bessere Boxenstopp-Taktik anschlagen und aufholen.

Die Idee stammt von Libertys neuer Abteilung für Marktforschung. "Sie haben Studien mit Fans gemacht und glauben, dass es ihnen gefallen könnte", so Whiting. "Etwas kürzere Abschnitte und weniger Zeit zwischendrin - ich finde es eine schöne Idee, aber ich treffe die Entscheidung nicht." Fotostrecke: Die zehn denkwürdigsten F1-Regeländerungen © LAT #10: Fahren dürfen nur die Hinterbänkler - Sie ist der große Trumpf der Williams-Mannschaft. Doch nicht nur deshalb will die FIA der aktiven Radaufhängung beim Kanada-Grand-Prix 1993 einen Riegel vorschieben. Die fortschrittliche, aber unglaublich kostenintensive Technik wird von den Kommissaren bei der technische Abnahme als Fahrhilfe eingestuft und bei allen Teams für nicht-regelkonform befunden worden. Gleiches gilt für die Autos, die auf eine Traktionskontrolle setzten.Hintergrund: Die Systeme beeinflussen hydraulisch die Aerodynamik respektive entziehen dem Piloten teilweise die Kontrolle über den Vortrieb. Es entsteht die Drohkulisse, dass die Scuderia-Italia-Hinterbänkler Michele Alboreto und Luca Badoer die einzigen Starter in Montreal sind. Das Verbot wird bis Anfang 1994 aufgeschoben, dann aber durchgesetzt. Die FIA will prüfen, wie sich das Format auf die Anforderungen an die Pirelli-Reifen auswirken würde und wie die vier Segmente zeitlich bemessen sein müssten, um eine oder zwei schnelle Runden pro Session zu erlauben. Anschließend könnte ein konkreter Vorschlag ausgearbeitet werden.Es gibt bereits Kritik an der Idee: Sollten Mercedes, Ferrari und Red Bull weiter so dominant sein wie bisher und sich die Reifenmischungen nicht gravierend unterscheiden, würden sie trotz härterer Reifen genauso spielerisch unter die Top 8 fahren wie unter die Top 10 - ganz zu schweigen davon, dass es viel bräuchte, damit sie die erhofften Fehler begehen und früher ausscheiden. "Das hilft nur den großen Teams", sagt Saubers Teammanager Beat Zehnder gegenüber 'auto motor und sport'. Erklärt: Die Qualifying-Idee für 2019 2019 könnte in der Formel 1 ein neuer Qualifying-Modus eingeführt werden. So soll er aussehen! Weitere Formel-1-Videos Noch schlimmer würde sich die Regeländerung für die kleinen Mannschaften auswirken, wenn es pro Abschnitt weiter Zeit für zwei Versuche gäbe. Die Topteams würden wie bisher mit nur einer schnellen Runde auskommen und aussetzen, während sie mit einer zweiten Reifen verbrennen.Formel-1-Sportchef Ross Brawn will die Idee nicht zwangsläufig umsetzen: "Wir sollten uns Möglichkeiten, das Format zu verbessern, nicht verschließen", findet er. "Wir haben jetzt eine Diskussion angestoßen und müssen sicherstellen, dass sie fruchtbar wird." Eine Präsentation des Konzepts im Rahmen des jüngsten Meetings der Formel-1-Strategiegruppe brachte keine Einigkeit - die bräuchte es aber unbedingt, um das Sportliche Reglement für die Saison 2019 noch zu ändern.
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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Dr_Witzlos » 04.10.2018, 09:33

Alte,

Der Reifenpoker wäre schön unterbunden wenn es Qualireifensätze gäbe und überall freie Reifenwahk bei den Rennen geben würde.


Echt man schraubt wieder irgendwo was rum, was schon die ganze zeit gut funktionierte.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von StickyTB » 04.10.2018, 10:18

Ich würde es so belassen wie es ist. Es ist ja nicht so, dass dieses Quali-"Spektakel" jedes Rennen vor kommt. Die freie Reifenwahl bedeutet zwar eine schlechtere Startplatzierung, dafür aber mehr taktischen Spielraum. Empfinde jetzt nichts schlechtes daran.

"Mehr Action" hat uns nur so ein Schrott wie DRS gebracht. Klar, mit der aktuellen Aerodynamic der Boliden wäre dann auf dem Großteil der Strecken kein überholen mehr möglich. Dafür gibt es ja ein neues Reglement, was die Luftverwirbelung eindämmen soll und somit der hinterher Fahrende mehr Grip hat, aber DRS bleibt trotzdem bestehen. Für mehr "Action".

Überholen alleine ist keine Action. Wer erinnert sich noch daran, als zwei Fahrer 90% des Rennen hinterher fuhren und nur auf den Fehler des anderen gewartet haben. Ich fand das extrem Spannend. Spannender, als diese künstlichen Überholmanöver heutzutage.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von marcel-85 » 04.10.2018, 10:18

ich verstehe sowieso nicht, warum die Top 10 nicht auch freie Reifenwahl haben?

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Rostocker » 04.10.2018, 10:29

Ist ja super, dann hat Platz 9 freie Reifenwahl und die Top-Leute werden dafür bestraft das sie besser sind. Da verschiebt man wieder künstlich das Kräfteverhältnis, anstatt das Feld insgesamt enger zusammen zu führen.
Die Unterschiede zwischen den Teams sind einfach viel zu groß, daran hapert es seit Jahren! Ohne Defekt oder Unfall teilen sich die ersten 6 Plätze immer unter den 3 TopTeams auf...DAS ist das Problem.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Benutzername » 04.10.2018, 10:32

Soft - Medium - Hard - Qualireifen

Jeder darf sie einsetzen im Rennen wie er will, um das Optimum aus dem Auto rauszuholen, und ordentliche Taktikspielchen ergeben sich dadurch auch.

Heute haben doch direkte Konkurrenten die selbe Boxenstopp-Taktik bis aus 1-2 Runden Hin- oder Her.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von thegian » 04.10.2018, 10:46

Wie wäre es wenn man einfach nur noch 3 Reifentypen hätte. Soft/Medium/Hard, egal auf welcher Strecke, egal welches Team alle 3 können gewählt werden, kein auf Strecke X gibt es Hypersoft und Soft, kein auf Strecke Y gibt es nur medium und hard.
Wenn die eine Strecke für den Soft zu extrem ist, dann müssen die Teams halt mehr an die Box.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von ItachiU » 04.10.2018, 10:48

Immer schön das ändern was gerade richtig gut funktioniert :rofl: :rofl: :rofl:

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Dr_Witzlos » 04.10.2018, 11:06

ItachiU hat geschrieben:Immer schön das ändern was gerade richtig gut funktioniert :rofl: :rofl: :rofl:
Wenn ich so einen mist sehe, dann könne ich rasend werden.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Benutzername » 04.10.2018, 11:08

Dr_Witzlos hat geschrieben:
ItachiU hat geschrieben:Immer schön das ändern was gerade richtig gut funktioniert :rofl: :rofl: :rofl:
Wenn ich so einen mist sehe, dann könne ich rasend werden.
Mercedes halt...

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von f1fan02 » 04.10.2018, 11:08

Das Zukunftsmodell von LM. Ich bin mir sicher damit haben sie Erfolg:

- Das was funktioniert, wird geändert.

- Das was nicht funktioniert, wird nicht geändert.

Ende.

:wave:
"Neu muss nicht immer besser sein"

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von evosenator » 04.10.2018, 11:11

Dr_Witzlos hat geschrieben:Alte,

Der Reifenpoker wäre schön unterbunden wenn es Qualireifensätze gäbe und überall freie Reifenwahk bei den Rennen geben würde.


Echt man schraubt wieder irgendwo was rum, was schon die ganze zeit gut funktionierte.
f1fan02 hat geschrieben:Das Zukunftsmodell von LM. Ich bin mir sicher damit haben sie Erfolg:

- Das was funktioniert, wird geändert.

- Das was nicht funktioniert, wird nicht geändert.

Ende.

:wave:

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von Benutzername » 04.10.2018, 11:22

Auch im Rennen sind diese ganzen Soft-Dinger viel zu gleich.
Was bringt es, wenn man mit der weichesten Mischung 2/3 des Rennens fahren kann.

Den Pflichtboxenstopp und die 2 Mischungen halte ich für falsch.

Schumacher forderte in seiner Mercedes-Zeit auch schon mehr Reifenkonkurenz in der F1. Recht hatte er.
Wenn es diese gäbe, müsste man diesen ganzen künstlichen Kram nicht veranstalten. DRS kann von mir aus auch weg.

Lieber eine ausgeklügelte Aerodynamik die es physikalisch ermöglicht ranzukommen. Wenn der Fahrer es dann nicht schafft, Pech gehabt.

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von ItachiU » 04.10.2018, 11:24

f1fan02 hat geschrieben:Das Zukunftsmodell von LM. Ich bin mir sicher damit haben sie Erfolg:

- Das was funktioniert, wird geändert.

- Das was nicht funktioniert, wird nicht geändert.

Ende.

:wave:

:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:

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Re: Vier statt drei Segmente: Formel 1 erwägt neues Qualifying-Format

Beitrag von afa1515 » 04.10.2018, 11:41

Wenn man schon so viel Show braucht, dann sollte man vielleicht gleich nach K.O. Modus gehen. :facepalm:

Einfach vor jedem Wochenende 2 Duellpartner mittels Zufall auswählen. Die besten 10 kriegen dann je nach Zeit die Plätze 1-10; die Verlierer je nach Zeit die Plätze 11-20. Und einfach kürzen auf 30 Minuten das ganze...
Würden z.B. Hamilton gegen Vettel fahren, dann würde einer trotzdem von 11 starten, trotz zweitbester Zeit.

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