Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

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Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Redaktion » 03.08.2018, 09:28

Während man am Nürburgring weiter an den Traum von einem Nordschleifen-Grand-Prix glaubt, hat Hockenheim für 2019 plötzlich wieder eine echte Chance
Formel-1-Fans in Hockenheim

In Hockenheim gab es endlich wieder so etwas wie Formel-1-Euphorie

Die Chance auf einen Grand Prix von Deutschland im Jahr 2019 lebt. Das haben Recherchen von 'Motorsport-Total.com' im Umfeld des Hockenheim- und Nürburgrings ergeben. Beide Rennstrecken machen sich Hoffnungen auf eine Rückkehr in den Formel-1-Kalender. Doch zumindest für nächstes Jahr ist nur noch Hockenheim ein Thema.

"Aus wirtschaftlichen Gründen", lässt der Nürburgring ausrichten, habe man entschieden, die Verhandlungen mit Rechteinhaber Liberty Media für 2019 zu beenden. Anders die Situation in Hockenheim: Der Grand Prix 2018 mit 71.000 Zuschauern am Renntag, dem besten Ergebnis seit 2005, war ein echter Impuls. Weil er sowohl dem Veranstalter als auch Liberty gezeigt hat: Die Formel 1 in Deutschland lebt.

Besonders im Qualifying am Samstag, nach der Pole-Position von Lokalmatador Sebastian Vettel, herrschte wieder einmal so etwas wie Motodrom-Stimmung in Hockenheim. Was nicht zuletzt daran lag, dass diesmal keine leer gebliebenen Zuschauerplätze mit Abdeckplanen versteckt werden mussten. Die 71.000 Fans am Rennsonntag lagen rund 20 Prozent über dem Schnitt der fünf Grands Prix in den vergangenen zehn Jahren.

Parallel dazu passieren gerade für Hockenheim positive Entwicklungen: Erstens, dass der für 2019 geplante Grand Prix in Miami zumindest verschoben werden muss. Zweitens, dass es um ein Stadtrennen in Hanoi (Vietnam) in den vergangenen Monaten ruhig geworden ist. Und drittens, dass Buenos Aires eher kein Thema mehr ist, solange die Inflationsrate in Argentinien bei 30 Prozent liegt. Wo soll unter solchen Rahmenbedingungen das Geld für die Formel 1 herkommen?

Hockenheim glaubt an Grand Prix 2019

Ursprünglich hatte Liberty für 2019 einen 23 Rennen umfassenden Kalender in Aussicht gestellt. Davon ist inzwischen keine Rede mehr. Es werden 20 oder 21 sein. Wahrscheinlich mit Hockenheim. "Logischerweise führen wir Verhandlungen. Wir haben die Formel 1 nicht abgeschrieben", sagt Georg Seiler im Interview mit 'Motorsport-Total.com' und stellt klar: "Wir wollen die Formel 1."

Aber: Nach wie vor nicht um jeden Preis. Zwischen dem Hockenheimring und Liberty klafft immer noch eine Lücke, wenn es um die finanziellen Rahmenbedingungen geht. Dass diese in den nächsten Wochen geschlossen werden kann, davon sind alle Beteiligten überzeugt. Wie hoch die Differenz in den Vorstellungen ist, darüber will keiner sprechen. Man vermutet: Es sind rund drei Millionen Euro.


Fotostrecke: Camping & Selfies: F1-Fans in Hockenheim

Nichts könnte charakteristischer für die Formel 1 in Hockenheim sein als der Geruch von Holzkohle und das Schnalzen von Dosenbier-Verschlüssen auf einem Campingplatz ...

Nichts könnte charakteristischer für die Formel 1 in Hockenheim sein als der Geruch von Holzkohle und das Schnalzen von Dosenbier-Verschlüssen auf einem Campingplatz ...

Hockenheim möchte jedoch nicht nur Lückenbüßer sein, damit Liberty nach der Sommerpause einen ordentlichen 2019er-Kalender präsentieren kann, bis dann Miami, Hanoi und Co. den Platz wieder wegnehmen. Seiler stellt klar: "Unsere Absicht ist nicht, in die Bresche zu springen, nur weil 2019 ein Platz im Kalender frei ist. Wir würden gerne eine langfristige Lösung herbeiführen."

Dass beim einen oder anderen Gespräch am Rande des Rennwochenendes Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit am Tisch saß, war auf symbolischer Ebene hilfreich. Es zeigt Liberty, dass der Automobilnation Deutschland die Königsklasse des Motorsports nicht egal ist. Scheuer steht der Formel 1 positiv gegenüber. Gelder für den Grand Prix aus öffentlicher Hand wird es trotzdem nicht geben. Das ist anno 2018 in Deutschland politisch nicht mehr durchsetzbar.

Liberty signalisiert Kompromissbereitschaft

Liberty scheint verstanden zu haben, dass man Hockenheim genau deswegen ein anderes Angebot unterbreiten muss als Russland, Abu Dhabi oder Aserbaidschan, wo politische Führer aus ihrer Portokasse die Millionen für den Grand Prix überweisen, um ihr internationales Ansehen aufzupeppen und sich im glanzvollen Licht der Formel 1 sonnen zu dürfen.
"Wir wollen in Deutschland bleiben."Sean Bratches
"Wir wollen in Deutschland bleiben", sagt Sean Bratches, Marketingchef der Formel 1, im Interview mit der Nachrichtenagentur 'Reuters'. "Wir haben derzeit drei von 21 Ländern, in denen der Grand Prix nicht von der Regierung unterstützt wird: Österreich, Großbritannien und Deutschland. Und wir versuchen, dafür eine angemessene Lösung zu finden. Wir sind jedenfalls noch nicht bereit, den Deutschland-Grand-Prix 2019 aufzugeben."Interessant ein Nebensatz, den Bratches fallen lässt: "Es gibt viele Strecken in diesem wunderbaren Land." Ein Stadtrennen in Berlin, vor dem Brandenburger Tor, wäre Libertys Wunschvorstellung. Dass so ein Projekt realisierbar ist, glaubt aber kaum jemand. Der Sachsenring wurde für Motorräder gebaut. Und Lausitzring und Oschersleben haben nicht den Glamour-Appeal, mit dem man die showorientierten Liberty-Amerikaner begeistern kann.

Nordschleifen-Traum noch nicht begraben

Aber seit dem Hockenheim-Wochenende geistert wieder die alte Nordschleifen-Idee durch die Medien, über die von 'Motorsport-Total.com' bereits vor einem Jahr erstmals berichtet wurde. Formel-1-Sportchef Ross Brawn hatte damals gesagt: "Vielleicht wäre es die Sache wert, uns das einmal durch den Kopf gehen zu lassen. Die Nordschleife gehört zu den Kultstrecken der Welt."
"Die Nordschleife gehört zu den Kultstrecken der Welt."Ross Brawn
Nach dem Brawn-Interview erklärte uns Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort, dass "eine mögliche Rückkehr der Formel 1 auf die legendäre Nordschleife sicherlich ein interessantes Gedankenspiel" wäre. Und schlug die Idee prompt den Formel-1-Machern vor, wie Recherchen von 'Motorsport-Total.com' ergeben haben.Pressesprecher Alexander Gerhard erklärt auf Anfrage, die Nordschleifen-Idee sei ein "ernst gemeinter Denkanstoß" gewesen, "für beide Seiten reizvoll". Wie Liberty auf den Vorschlag reagiert hat, lässt er nicht durchblicken. Zumindest hat es die Story vor zwei Wochen in die 'Frrankfurter Allgemeine Zeitung' geschafft.Markfort ist Feuer und Flamme für die verrückte Idee, und spätestens seit Timo Bernhard im Porsche 919 Evo den 35 Jahre alten Streckenrekord von Stefan Bellof geknackt hat, fragen sich viele: Wenn solche Geschwindigkeiten auf der Nordschleife möglich sind, könnte man dann dort nicht auch wieder Formel 1 fahren?

Lauda glaubt nicht an Realisierbarkeit

Niki Lauda, der bei seinem Feuerunfall 1976 beinahe sein Leben gelassen hätte, findet die Idee zwar "super", antwortet aber auf die Frage der 'FAZ', ob für ein Grand-Prix-Comeback ein tragfähiges Sicherheitskonzept denkbar sei, per SMS: "Nein." Eine Ansicht, die viele Motorsport-Experten teilen.Markfort mag ein Träumer sein, aber er ist nicht naiv. Den Nürburgring-Machern ist klar, dass ein solches Projekt nur dann möglich ist, wenn die FIA für einen so speziellen Event ihre Sicherheitsbestimmungen lockert. Mit FIA-Präsident Jean Todt eher nicht machbar. Aber es wäre kein Novum in der Formel 1: Auch für die enge Altstadt-Passage in Baku, um nur ein Beispiel zu nennen, wurde eine Ausnahmeregelung geschaffen.

Eddie Irvine: Lieber Nordschleife als Kasachstan!

Eddie Irvine findet, dass die Formel 1 mehr Pep braucht, und hofft auf ein Comeback des Grand Prix auf der Nürburgring-Nordschleife. Weitere Formel-1-Videos

Notwendig wären wahrscheinlich auch Modifikationen der Autos, denn Highspeed-Sprünge etwa am Pflanzgarten sind mit den aktuellen Boliden kaum denkbar. Am Nürburgring ist man sich dessen voll bewusst - und betont daher, dass der Traum vom Nordschleifen-Grand-Prix nur wahr werden kann, wenn nicht nur Liberty und die FIA das unbedingt wollen, sondern auch die Teams bereit sind, sich dafür zu bewegen.McLaren hat früher speziell für Monaco ein eigenes Chassis mit kürzerem Radstand gebaut, aber die Zeiten, in denen Teams und Hersteller Milliarden in der Formel 1 verbrannt haben, neigen sich dem Ende zu. Ein spezieller Aero-Kit für die Nordschleife wäre noch denkbar. Aber was ist mit den Radaufhängungen? Die einen sagen, die Idee ist unter keinen Umständen umsetzbar. Die anderen sagen: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Surer warnt vor den Gefahren der "Grünen Hölle"

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Marc Surer gehört zu den Skeptikern: "So, wie die Formel 1 jetzt ist, würde sie zwei Drittel der Nordschleife voll fahren", sagt er im Sommerinterview des Formel-1-Podcasts 'Starting Grid', das am Sonntag erscheint und entweder in unserem Radioplayer, via kostenlosem iTunes-Abo oder bei unseren Kollegen von meinsportradio.de abgerufen werden kann."Ich kann mich erinnern, als ich mit dem Formel 2 da fuhr, da hatten wir Schürzenautos. Da gab es nur noch wenige Kurven, die man anbremsen musste - der Rest ging alles voll. Das war schon damals kriminell. Irgendwann hat es mit dem Rückwärts-Salto von Manfred Winkelhock geendet", erinnert Surer an den legendären Horrorcrash im Jahr 1980.

Formel 2 1980: Horrorcrash von Manfred Winkelhock

  Weitere Formel-1-Videos

"Mit einem Formel 1", sagt er, "ist das für mich nicht vorstellbar, weil die Autos so dermaßen schnell wären, dass es zu gefährlich ist. Mit dieser Downforce und mit den Kuppen, wo sie vom Boden abheben, ist das nicht vertretbar." Nachsatz: "Obwohl es faszinierend wäre!"Das finden auch die aktuellen Stars der Formel 1, die für ein Nordschleifen-Comeback Feuer und Flamme wären. "Das wäre der absolute Hammer", sagt Sebastian Vettel gegenüber der 'FAZ'. "Das wäre episch, wenn sich das realisieren lassen würde. Wow. Gänsehaut." Und Lewis Hamilton ergänzt: "Das wäre einzigartig. Es ist die längste Strecke der Welt, das gibt es so nicht mehr. Ihr Charakter ist wunderbar. Ich würde es lieben."Vor ein paar Jahren hätte es auch noch als unmöglich gegolten, mit 380 km/h durch eine Stadt wie Baku zu donnern. Aber inzwischen ist das Realität. Ein Nordschleifen-Grand-Prix würde Hunderttausende zur "Grünen Hölle" locken, und es wäre ein weltweites TV-Spektakel. Markfort gibt seinen Traum jedenfalls nicht auf: "Wir sind überzeugt, dass es möglich ist."

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Pentar » 03.08.2018, 09:43

Dieses "Sommerloch-Thema" hatten wir schon X-mal.
Und die meisten hier im Forum sind sich einig:
Man darf gerne mal von träumen - ist aber völlig unrealistisch...

Ganz nebenbei bekommt man am Nürburgring (leider) nicht einmal mehr die GP-Strecke in den F1-Kalender...

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon faybn » 03.08.2018, 10:48

Mal die Faszination aussen vor gelassen: damit die F1 dort fährt oder fahren kann, muss der Kurs massiv umgebaut bzw. sicher gemacht werden. In FIA-Sprache heißt das: keine Rasenfläche/Kiesbett mehr neben der Strecke sondern schön große Parkplätze/Auslaufzonen. Will die Nordschleife ihre Seele & Charakter verkaufen, nur damit die vorhersehbarste Serie der Welt dort fährt? Sicher, es würde ziemlich viel Kohle reinkommen, da bin ich mir sicher, das wäre an Renomée größer als das Indy 500 oder Le Mans, doch zu welchem Preis?

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 03.08.2018, 11:00

Den Nordschleifen-Traum mal außen vor, das hört sich doch alles Andere als schlecht an für Hockenheim.

Nur, was man zwischen den Zeilen herauslesen kann, scheint man trotz "voller Hütte" im Prinzip das komplette WE über 3 Mio. Miese gemacht zu haben.
Das darf doch nicht wahr sein...
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon CompraF1 » 03.08.2018, 11:01

Kann man nicht einfach die Formel 1 mit der Formel 2 zusammen auf die Piste stecken? Da wäre das Feld gut gefüllt und es würde auch Sinn machen mit der Nordschleife.
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 03.08.2018, 11:08

CompraF1 hat geschrieben:Kann man nicht einfach die Formel 1 mit der Formel 2 zusammen auf die Piste stecken? Da wäre das Feld gut gefüllt und es würde auch Sinn machen mit der Nordschleife.

Geht nicht. Dafür müsste man das komplette Reglement umschreiben. In beiden Serien.
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Only_Formel1 » 03.08.2018, 11:31

faybn hat geschrieben:Mal die Faszination aussen vor gelassen: damit die F1 dort fährt oder fahren kann, muss der Kurs massiv umgebaut bzw. sicher gemacht werden. In FIA-Sprache heißt das: keine Rasenfläche/Kiesbett mehr neben der Strecke sondern schön große Parkplätze/Auslaufzonen. Will die Nordschleife ihre Seele & Charakter verkaufen, nur damit die vorhersehbarste Serie der Welt dort fährt? Sicher, es würde ziemlich viel Kohle reinkommen, da bin ich mir sicher, das wäre an Renomée größer als das Indy 500 oder Le Mans, doch zu welchem Preis?


Kleine Modifikationen ja, ein kompletter Umbau nein, dann wäre die Faszination grüne Hölle auch dahin. Wenn dann müsste sich die F1 der Strecke anpassen. Das wird schwierig, ganz klar, aber ich halte das nicht für unmöglich. An den ganz heiklen Stellen bei denen die Autos abheben würden würde ich, so blöd es sich anhört, ein Geschwindigkeitslimit festlegen. Ähnlich dem in der Boxengasse, nur natürlich deutlich schneller. Ja, künstlich langsam ist ganz sicher nicht im Interesse der F1, aber wenn die Boliden 70% der Strecke mit nahezu Vollgas heitzen, wäre das wohl zu verkraften.

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Plauze » 03.08.2018, 11:32

Die Verantwortlichen vom Nürburgring und bei Liberty täten gut daran, sich von ihren Träumen von einem Rennen auf der Nordschleife zu lösen, und sich stattdessen darauf zu konzentrieren, die Formel 1 wieder auf die dafür geeignete Grand-Prix-Strecke zu holen. Formel 1 auf der Nordschleife wäre unsicher, viel weniger spektakulär als man es sich vorstellt, und langweilig hoch drei. Der altehrwürdige Kurs sollte nicht verbastelt werden, um modernen Sicherheitsbestrebungen zu genügen, und kein Team stellt sich hin und pulvert zig Millionen in eine nordschleifenkompatible Version seines Autos, nur damit ein Herr Grosjean oder ein Herr Verstappen das dann irgendwo zwischen Kilometer 3 und 8 zu Schrott fährt.

Deshalb vergesst die Nordschleife und ehrt die deutsche Motorsporttradition, indem ihr den bewährten Veranstaltern des Deutschland-GP entgegenkommt, der Zitterpartie endlich ein Ende bereitet und ihn in der gewohnten Form zu fairen Bedingungen im Kalender verankert. Davon profitiert am Ende auch die Nordschleife, die man ja an einem F1-Wochenende irgendwie anderweitig einbinden könnte (Rahmenrennen mit historischen Fahrzeugen, Legendenrennen, Fahrerparade o.ä.).
Mit Hockenheim ist man ja auf einem guten Weg.
Alles kann passieren. Und das ist auch gut so.

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon theCraptain » 03.08.2018, 11:48

@Pentar hat zum Thema Nordschleife und F1 schon alles sehr gut zusammengefasst :thumbs_up:

Zu Hockenheim, es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass MERC keinen Cent für Hockenheim bzw. den "German-GP" beisteuert. Gerade Merc, die seit Jahren die F1 dominieren und deren Hauptsitz gerade mal 100 KM von Hockenheim entfernt ist und so gerne von der "Silberpfeiltradition in der F1" sprechen.

Wer über RBR gerne schimpft, Merc toll findet und die F1 in Deutschland haben will darf sich bei denen mal umsehen wie sowas geht. RBR hat sogar den Kurs wieder F1-tauglich gemacht und promotet den Austria-GP, die nehmen das richtig viel Geld in die Hand. In diesem Sinne: Shame on Merc !

Es wäre schön wenn beim Thema "Finanzierung der F1 in Deutschland" prinzipiell immer Dr. Zetsche eingebunden wird und seine Aussagen zur Ignoranz des "Heim-GP" dann auch überall publiziert werden.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 03.08.2018, 11:59

theCraptain hat geschrieben:Es wäre schön wenn beim Thema "Finanzierung der F1 in Deutschland" prinzipiell immer Dr. Zetsche eingebunden wird und seine Aussagen zur Ignoranz des "Heim-GP" dann auch überall publiziert werden.

Zetsche hat doch nichts damit zu tun, was die Finanzierung betrifft.
Oder unterstützt "Fiat/Ferrari" Monza?
Williams Silverstone?
Was ist mit Kursen, zu denen kein Team "passt" wie Ungarn?

Einzige Ausnahme ist wie bereits von Dir genannt RB in Spielberg. Das sollte aber auch so bleiben. Steigt RB übermorgen aus, dürfte F1 in Spielberg Geschichte sein. Auch wieder so ein "Beeinflussungsdings" Teams <-> F1.
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon CompraF1 » 03.08.2018, 12:01

theCraptain hat geschrieben:@Pentar hat zum Thema Nordschleife und F1 schon alles sehr gut zusammengefasst :thumbs_up:

Zu Hockenheim, es muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass MERC keinen Cent für Hockenheim bzw. den "German-GP" beisteuert. Gerade Merc, die seit Jahren die F1 dominieren und deren Hauptsitz gerade mal 100 KM von Hockenheim entfernt ist und so gerne von der "Silberpfeiltradition in der F1" sprechen.

Wer über RBR gerne schimpft, Merc toll findet und die F1 in Deutschland haben will darf sich bei denen mal umsehen wie sowas geht. RBR hat sogar den Kurs wieder F1-tauglich gemacht und promotet den Austria-GP, die nehmen das richtig viel Geld in die Hand. In diesem Sinne: Shame on Merc !

Es wäre schön wenn beim Thema "Finanzierung der F1 in Deutschland" prinzipiell immer Dr. Zetsche eingebunden wird und seine Aussagen zur Ignoranz des "Heim-GP" dann auch überall publiziert werden.

Die juckt das doch nicht. Hauptsache die deutsche Hymne wird noch gespielt auf dem Podest. RB ist dort, wie du schon sagtest, ein gutes Beispiel. Aber MERC hat da mal keine Lust drauf. Lieber einen Kurs in China oder Amerika unterstützen das man noch mehr Autos dort verkaufen kann. Eine Schande.

Schade das der Trabant kein Team hat. Ein GP auf dem Sachsenring oder dem Lausitzring wäre schon schön :D
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Staind » 03.08.2018, 12:06

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
CompraF1 hat geschrieben:Kann man nicht einfach die Formel 1 mit der Formel 2 zusammen auf die Piste stecken? Da wäre das Feld gut gefüllt und es würde auch Sinn machen mit der Nordschleife.

Geht nicht. Dafür müsste man das komplette Reglement umschreiben. In beiden Serien.


Es gibt sicher Möglichkeiten mit weniger Aufwand.
Bei den 24h sind leistungstechnisch auch völlig unterschiedliche Fahrzeuge dabei.

Etwas standardisierte Sicherheitsregeln (blue flags, SC, VSC, ...),eigene Wertungen sowie Kleinigkeiten halt.
Große notwendige Änderungen erschließen sich mir nicht.
Es geht doch darum die Piste voll zu kriegen und nicht sich der Illusion hinzugeben, ein GP2-Auto fährt Kreise um ein F1-Auto.
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon Dr_Witzlos » 03.08.2018, 12:09

reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
theCraptain hat geschrieben:Es wäre schön wenn beim Thema "Finanzierung der F1 in Deutschland" prinzipiell immer Dr. Zetsche eingebunden wird und seine Aussagen zur Ignoranz des "Heim-GP" dann auch überall publiziert werden.

Zetsche hat doch nichts damit zu tun, was die Finanzierung betrifft.
Oder unterstützt "Fiat/Ferrari" Monza?
Williams Silverstone?
Was ist mit Kursen, zu denen kein Team "passt" wie Ungarn?

Einzige Ausnahme ist wie bereits von Dir genannt RB in Spielberg. Das sollte aber auch so bleiben. Steigt RB übermorgen aus, dürfte F1 in Spielberg Geschichte sein. Auch wieder so ein "Beeinflussungsdings" Teams <-> F1.


Das geht letztendlich um das Prinzip, dass ein Weltmeister es nicht gebacken bekommt, ein rennen im eigenen Land zu unterstützen, obwohl die Millionen auf der hohen Kante haben.

RedBull bring es ja auch fertig und haben volles Haus.

Daher ist die Schande schon berechtigt.

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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 03.08.2018, 12:24

Staind hat geschrieben:Es gibt sicher Möglichkeiten mit weniger Aufwand.
Bei den 24h sind leistungstechnisch auch völlig unterschiedliche Fahrzeuge dabei.

Etwas standardisierte Sicherheitsregeln (blue flags, SC, VSC, ...),eigene Wertungen sowie Kleinigkeiten halt.
Große notwendige Änderungen erschließen sich mir nicht.
Es geht doch darum die Piste voll zu kriegen und nicht sich der Illusion hinzugeben, ein GP2-Auto fährt Kreise um ein F1-Auto.

Das Reglement bei den 24h von X ist darauf ausgelegt.

Was passiert denn, wenn ein F2 mit einem F1 kollidiert oder umgekehrt?

Dass ein F2 "den GP gewinnt", glaube ich nicht. Aber "man trifft sich". So einfach ist das alles nicht.
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Re: Nordschleifen-Traum lebt: Formel 1 auch 2019 in Deutschland?

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 03.08.2018, 12:30

Dr_Witzlos hat geschrieben:Das geht letztendlich um das Prinzip, dass ein Weltmeister es nicht gebacken bekommt, ein rennen im eigenen Land zu unterstützen, obwohl die Millionen auf der hohen Kante haben.

RedBull bring es ja auch fertig und haben volles Haus.

Daher ist die Schande schon berechtigt.

Es ist schon komisch, dass Du oft überhaupt nicht auf das eingehst, was geschrieben wurde.

Ich sage, ich halte einen "privaten Besitzer" einer Rennstrecke wie RB in Spielberg für problematisch, weil er sich als Teil der F1 verabschieden kann und damit der Event stirbt und Du antwortest, RB bekommt das Haus voll.

Ich sage, dass Zetsche genauso wenig dafür verantwortlich ist, Hockenheim zu ermöglichen wie Ferrari Monza. Du sprichst von "Schande", obwohl sich Ferrari mindestens genauso bedeckt hält bzgl. Monza wie Merc bei Hockenheim.

Du erklärst mir also Dinge, nach denen ich nie gefragt habe.

Und im Umkehrschluss wäre analog zu RB der Deutschland GP Geschichte, wenn "Merc" aussteigt. Will ich nicht, ich will keine GPs, die vom guten Willen irgendeines Teams abhängen.
Was im übrigen Teil dessen ist, was Du ständig bemängelst, der Einfluss der Teams/Hersteller ist zu groß. Kann man so sehen.

So richtig logisch ist das alles nicht.
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