Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

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EffEll
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon EffEll » 04.05.2018, 10:26

HappyVienna hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:
HappyVienna hat geschrieben:Das kommt also dabei heraus, wenn sich zwei unterhalten die von Physik, Chemie und Motorenbau keine Ahnung haben.
Sie ignorieren dabei sämtliche Grundsätze der Wissenschaften, die seit langem bekannt sind. Aber das z.B. Nitromethan eine doppelt so hohe Verbrennungsgeschwindigkeit, nämlich 6000m/sec, hat wie Benzin interressiert sie nicht, Fakten die das sehr, sehr gut erklären würden.

Mir ging es nicht darum und wovon ich Ahnung habe, weißt du genauso wenig.
Es ging mir darum, dass Ferrari letztjährig schon früh die strengen Ölverbrauch gefahren ist und Mercedes das, so weit wie möglich frühzeitig zu verhindern wusste. Die gewollte Undichtigkeit der Abdichtung und die damit verbundenene kontrolliert eingebrachte Menge an Schmiermittel, die dafür auch noch eine bestimmte Spezifikation besaß, hatte unweigerlich positive Auswirkungen. Vielleicht war es ja tatsächlich so, dass die Mercedes PU nur dadurch die überlegene Leistung hatte und der alte Motor mit 0,6l Öl auf 100 km schlicht nicht derart konkurrenzfähig gewesen wäre.
Die Mehr Leistung kam unter anderem dadurch zustande, dass der Kolben gekühlt wurde, was höhere Leistung zuließ.
Was hat das jetzt konkret mit Nitromethan zu tun? Es war der Stsndfähigkeit des Motors zuträglich, weshalb schärfere Modi für einen längeren Zeitraum gehalten werden könnten, ohne die Laufleitsung zu beeinflussen.


Es ging mir um den zeitlichen Vorsprung seitens Ferrari, den Silberner Mercedes erwähnte.

Steig mal bitte eine Überheblichkeitsstufe abwärts...

Wovon Du eine Ahnung hast, kann ich natürlich nicht beurteilen, wovon Du aber keine hast sehr wohl, nämlich von Verbrennungsmotoren. So einen Stuss was Du hier von Dir gibst, dient nichtmal als Grundlage für eine Diskussion. :facepalm:

Dieser Stuss ist ein Erklärungsversuch der Formel 1 Experten. Motorsport.com hatte durch Gespräch im Fahrerlager diese Erklärung mit dem Kühleffekt veröffentlicht. Es gab sogar eine Videoanimation eines britischen F1 Experten dazu. Die haben dann scheinbar auch keine Ahnung.
Dann lass uns an deiner Weisheit teilhaben und erkläre die genaue Wirkungsweise und wie dadurch die Leistung erhöht wird.
Allerdings frage ich mich, wieso dann du so genau bescheid weißt. Arbeitest du mit und an Hochleistungs-Rennmotoren?
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon HappyVienna » 04.05.2018, 20:41

icke hat geschrieben:
HappyVienna hat geschrieben:
icke hat geschrieben:Gar nicht.

Ich halte es durchaus für möglich, und man braucht ja nur 0,6l pur pro 100l um den Motor rund 10% mehr Leistung zu verleihen.

Nein, diese Substanzen, über die hier fabuliert wird, gibt es nicht. Mit 0,6 % eines brennbaren Stoffes 10 % mehr Leistung zu generieren, was hier gleichbedeutend mit 10 % mehr Wirkungsgrad wäre, gibt es ebenso nicht.
Außerdem sind "Oktan" und Verbrennungswärme zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
Die Motoren haben bereits unglaubliche 50+% Wirkungsgrad. Zwar kann man mit "Oktan" ein bisschen am Wirkungsgrad drehen aber nur, wenn man auch noch Reserven in diesem Punkt hat.
Kohlenwasserstoffe sind die energiedichtesten Stoffe. Mehr Energie pro Masse gibt es auf konventionellem Weg nur bei Wasserstoff, der aber hier keine Option darstellt.

Bin gerade nach Hause gekommen und wollte mir einen gemütlichen Abend mit den Seifensteinchroniken machen daher zunächst mal nur eine sehr kurze Antwort. Mercedes ja auch nur ca. 5% geschafft und das nur zu Zeiten wo das Öl unbegrenzt verbraucht werden durfte. Wir hatten Biodiesel zu Zeiten des Erdölhochpreises in Kleinanlagen hergestellt und mit einer Prüfanstalt für Treibstoffe zusammengearbeitet, ab 1,30 € waren wir mit dabei. Die Prüfanstalt gab uns Additive 1l pro 150l Fass um den Biodiesel 15% mehr Leistung einzuhauchen (getestet). Ich habe auch mit dem Leiter der Anstalt über F1 gesprochen und er sagte mir, dass Kleinstmengen an Additiven locker 15% mehr Leistung generieren. Es geht dabei nicht nur um die Oktanzahl sondern auch um die Verbrennungsgeschwindigkeit des Gas-Luftgemisches.

PS: Das mit dem Waserstoff ist a) falsch und b) absolut nicht richtig. Da gibt deutlich mehr als 1000 fache Energiedichten.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon HappyVienna » 04.05.2018, 20:46

EffEll hat geschrieben: Dieser Stuss ist ein Erklärungsversuch der Formel 1 Experten. Motorsport.com hatte durch Gespräch im Fahrerlager diese Erklärung mit dem Kühleffekt veröffentlicht. Es gab sogar eine Videoanimation eines britischen F1 Experten dazu. Die haben dann scheinbar auch keine Ahnung.
Dann lass uns an deiner Weisheit teilhaben und erkläre die genaue Wirkungsweise und wie dadurch die Leistung erhöht wird.
Allerdings frage ich mich, wieso dann du so genau bescheid weißt. Arbeitest du mit und an Hochleistungs-Rennmotoren?

Ja, kühlerer Motor, Kolben ist von Vorteil bringt aber nicht wirklich viel.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon funky » 04.05.2018, 23:51

Ich glaube, dass Mercedes mehr Leistung hätte, aber nicht abruft, weil sie nur mit 3 Motoren fahren in der Saison, die anderen hingegen fix mit 4 planen.

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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon icke » 05.05.2018, 01:07

HappyVienna hat geschrieben:Wir hatten Biodiesel zu Zeiten des Erdölhochpreises in Kleinanlagen hergestellt und mit einer Prüfanstalt für Treibstoffe zusammengearbeitet, ab 1,30 € waren wir mit dabei. Die Prüfanstalt gab uns Additive 1l pro 150l Fass um den Biodiesel 15% mehr Leistung einzuhauchen (getestet).

Also noch einmal: Leistung kann nur aus der zur Verfügung gestellten Verbrennungswärme des eingesetzten Sprits generiert werden und ist - bekanntermaßen - Verbrennungswärme durch Zeit. Ist aus dem Verbrennungsprozess die Verbrennungswärme bekannt, lässt sich die nutzbare Energie (pro Zeiteinheit) ausschließlich aus der verfügbaren Verbrennungsenergie multipliziert mit dem Wirkungsgrad errechnen. Bei einer vollständigen Verbrennung pro Zundvorgang spielt die Geschwindigkeit keine wesentliche Rolle, außer dass sie möglicherweise einen Einfluss auf den Wirkungsgrad ausübt. Was Du oben beschreibst, ist deshalb nur dahingehend sinnvoll, dass das Additiv den Wirkungsgrad des mit Biodiesel betriebenen Motors massiv steigern kann, denn die verfügbare Verbrennungswärme wird durch den Zusatz des Additivs, dessen Verbrennungswärme niedriger ist als die des Diesels, verringert und nicht gesteigert. Somit kann das Additiv nur den zweiten Term, den Wirkungsgrad beeinflussen. Natürlich reden wir von einer vollständigen Verbrennung je Zündvorgang. Ich gehe davon aus, dass unsere "Haushaltsmotoren" noch reichlich Luft für die Verbesserung des Wirkungsgrades haben, deswegen scheint die Leistungsteigerung von 15% zwar hoch aber vielleicht noch im Bereich des Möglichen zu sein.
Auch möglich, vielleicht sogar wahrscheinlicher als Erklärung für die Leistungssteigerung ist, dass es durch ein O-haltiges Additiv überhaupt erst zu einer vollständigen Verbrennung Deines Biodiesel kommt.
Dein anderes Beispiel, die Verwendung von Nitromethan, ist bestens als Beispiel geeignet, dass Additive im Promillebereich keinen substanziellen Beitrag zur Verbrennungswärme liefern können: Warum verwendet man Nitromethan als Treibstoff? Wegen der ach so tollen Verbrennungswärme von Nitromethan? Nein. Wegen der Verbrennungsgeschwindigkeit? teils, teils. Teils, teils deswegen weil man soviel Nitromethan pro Zündvorgang in den Zylinder reinkübeln muss, dass eine schnelle Verbrennung zwingend notwendig ist, um die Unmengen an Nitromethan die sich pro Hub im Zylinder befinden wenigstens nahezu vollständig zu verbrennen und weil man dazu den Sauerstoff im Nitromethan nutzen kann. Deshalb muss nicht so viel Luft in den Zylinder reingedrückt werden, wie dies für die vollständige Verbrennung eines regulären Kohlenwasserstoffs nötig wäre.
Zur Erinnerung: Zwei Ausscheidungsrennen eines Top Fuel Dragster über je 400 m Länge, inkl. warmup und burnout, verbrauchen mehr Treibstoff, als einem F1-Motor in einem 300 km Rennen zustehen, also mehr als 105 kg. Ja, und in 5 s müssen 30-40 kg Treibstoff verbrannt werden - klar, dass dies "schnell" passieren muss und Verbrennungsgeschwindigkeit eine Rolle spielt. Dies trifft aber auf F1-Rennen nicht zu, die immerhin 1000x länger dauern als ein Dragster-Sprint.

HappyVienna hat geschrieben:Ich habe auch mit dem Leiter der Anstalt über F1 gesprochen und er sagte mir, dass Kleinstmengen an Additiven locker 15% mehr Leistung generieren. Es geht dabei nicht nur um die Oktanzahl sondern auch um die Verbrennungsgeschwindigkeit des Gas-Luftgemisches.

Beide Aussagen bezweifle ich.
1. Mehr Leistung wird nur über mehr Wirkungsgrad generiert - vollständige Verbrennung vorausgesetzt.
2. Ein aktueller F1 Motor hat einen ausgesprochen hohen Wirkungsgrad von knapp 50% für den Verbrenner. Um 15% mehr Leistung aus einem F1-Verbrenner zu bekommen, müsste der Wirkungsgrad durch ein Additiv im Promillebereich um mehr als 7% gesteigert werden, das ist aussichtslos bei diesen auf Effizienz hochgezüchteten Motoren! Die PU-Jungs sind schon Stolz wie Bolle, wenn sie ihre Maschine von Prozent zu Prozent im Wirkungsgrad steigern können und da soll weniger als ein Prozent eines zugesetzten Additivs eine Steigerung des Wirkungsgrades um 7% bewirken? No way!
3. Ist die Verbrennung des eingesetzten Sprits pro Zündvorgang vollständig, und davon gehe ich bei 26,455 mg Treibstoff je Zündung aus, spielt die Verbrennungsgeschwindigkeit keine Rolle, da bei 11 k U/min genug Zeit für diesen Vorgang zur Verfügung steht.

HappyVienna hat geschrieben:PS: Das mit dem Waserstoff ist a) falsch und b) absolut nicht richtig. Da gibt deutlich mehr als 1000 fache Energiedichten.

Huh, zu Deinem Vorteil möchte ich davon ausgehen, dass Du meinen Beitrag nicht verstanden hast. Bedenke, dass ich immer von Massen geschrieben habe. Wasserstoff hat mit 120 MJ/kg zweifelsfrei die höchste Energiedichte aller konventionellen Treibstoffe natürlich bezogen auf die Masse --> deswegen keine Option hier.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon EffEll » 05.05.2018, 09:36

HappyVienna hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben: Dieser Stuss ist ein Erklärungsversuch der Formel 1 Experten. Motorsport.com hatte durch Gespräch im Fahrerlager diese Erklärung mit dem Kühleffekt veröffentlicht. Es gab sogar eine Videoanimation eines britischen F1 Experten dazu. Die haben dann scheinbar auch keine Ahnung.
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Ja, kühlerer Motor, Kolben ist von Vorteil bringt aber nicht wirklich viel.

Aha, jetzt kommst du plötzlich von "
HappyVienna hat geschrieben:So einen Stuss was Du hier von Dir gibst, dient nichtmal als Grundlage für eine Diskussion. :facepalm:
zu: Es bringt nicht viel? War vielleicht doch kein Stuss?

Alles klar. Ich glaube du hast dich da überhaupt nicht drüber informiert, sondern versuchst nur irgendwas abzuleiten, indem du "mit dem Leiter der Anstalt über die F1 Motoren gesprochen" hast. (dessen Theorie Icke anzweifelt)
Von Motoren magst du Ahnung haben, aber über den konkreten Öltrick hast du dich offenbar nicht wirklich informiert.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 05.05.2018, 12:10

HappyVienna hat geschrieben:
reiskocher_gtr_specv hat geschrieben:
HappyVienna hat geschrieben:Im übrigen habe ich gerade versucht die F1 Regularien zu lesen und habe nichts darüber gefunden, wie das Motoröl beschaffen sein muss. Da gibt es aber sicher bessere Kenner. Aber für mich wären, was ich bis jetzt gefunden habe, Additive im Öl nicht verboten, also legal.

Das Öl ist/war schlicht überhaupt nicht reglementiert, im Gegensatz zum Sprit.

Legitim ist es damit noch lange nicht Additive dem Motoröl beizumischen, aber legal alle mal. Und wie das Ölverbrennen funktioniert, wissen alle Motorenbauer. Mein Auto benötigt bei weitem nicht 1 Liter pro Ölwechselintervall.

Es geht nicht darum, was legitim ist. Du hattest nach "Ölregeln" (Zusammensetzung, nicht Menge) gefragt und die gibt es (noch) nicht. That's it.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon HappyVienna » 05.05.2018, 15:23

HappyVienna hat geschrieben:Ein Motor mit Nitromethan betankt hat bei entsprechender Kennfeldanpassung (Zündung) sofort die doppelte Leistung, in den meisten Fällen aber nicht sehr lange, weil das der Motor nicht aushält. Es gibt aber Additive die bereits bei ganz geringer Beimischung ganz locker 10% mehr Leistung aus dem Motor holen. Diese Additive könnten im Öl enthalten sein und würden die Leistungssteigerung sehr, sehr plausibel erklären!

Nitromethan hat eine sehr ähnliche Energiedichte wie Benzin, trotzdem ist die Leistungssteigerung enorm. Es wurde schon mal im Motorsport erfolgreich eingesetzt. Es ist löslich in vielen Flüssigkeiten wie Wasser, Benzin und natürlich auch Öl. Denkt mal darüber nach! Übrigens es kühlt auch den Kolben, natürlich nicht soviel wie wie die Leistungssteigerung ausmacht.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon HappyVienna » 05.05.2018, 15:47

Ward shocked the midget car racing world when he broke Offenhauser motor's long winning streak by using Vic Edelbrock's Ford 60 "shaker" motor at Gilmore Stadium on August 10, 1950.[2] The motor was one of the first to feature nitromethane for fuel.

https://en.wikipedia.org/wiki/Rodger_Ward
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon HappyVienna » 05.05.2018, 15:49

Ich will übrigens nicht behaupten, dass es so ist, aber es ist eine sehr logische Erklärung!
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon EffEll » 05.05.2018, 16:37

HappyVienna hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben: Dieser Stuss ist ein Erklärungsversuch der Formel 1 Experten. Motorsport.com hatte durch Gespräch im Fahrerlager diese Erklärung mit dem Kühleffekt veröffentlicht. Es gab sogar eine Videoanimation eines britischen F1 Experten dazu. Die haben dann scheinbar auch keine Ahnung.
Dann lass uns an deiner Weisheit teilhaben und erkläre die genaue Wirkungsweise und wie dadurch die Leistung erhöht wird.
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Ja, kühlerer Motor, Kolben ist von Vorteil bringt aber nicht wirklich viel.

Zusatz: du bist meiner Meinung nach auf dem falschen Weg. Du versuchst dir auszumalen, wie viel Leistung die Ölverbrennung an sich als Leistungszuwachs bringt, also wie viel mehr Energie dadurch freigesetzt wird.
MMn (und wohl auch die vieler Experten im Fahrerlager), wird die Mehrleistung dadurch erreicht, dass die an sich bessere Kühlung der Standfestigkeit zuträglich ist und daher schärfere Modi über eine längere Zeit gehalten werden können, ohne die Laufleistung negativ zu beeinflussen. Da ist es vollkommen egal, wie viel Energie in dem Öl und der enthaltenen Additive steckt. Die aktuellen PU können wohl sicher weit über 1000 PS problemlos erreichen, aber halten dann nicht im erforderlichen Masse.
Und vielleicht war die Mercedes PU ohne diesen Trick nicht so haltbar, weshalb sie eine neue entwickelten.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon icke » 05.05.2018, 16:40

HappyVienna hat geschrieben:
HappyVienna hat geschrieben:Ein Motor mit Nitromethan betankt hat bei entsprechender Kennfeldanpassung (Zündung) sofort die doppelte Leistung, in den meisten Fällen aber nicht sehr lange, weil das der Motor nicht aushält. Es gibt aber Additive die bereits bei ganz geringer Beimischung ganz locker 10% mehr Leistung aus dem Motor holen. Diese Additive könnten im Öl enthalten sein und würden die Leistungssteigerung sehr, sehr plausibel erklären!

Nitromethan hat eine sehr ähnliche Energiedichte wie Benzin, ...

Puh, ich muss zugeben, ich hätte mehr Sachkenntnis von Dir erwartet: wie kommst Du denn zu diesem Statement? Nitromethan liefert eine Verbrennungswärme von 11 MJ/kg, Rennsprit von wenigstens 44 MJ/kg, das ist der vierfache Wert! "Sehr ähnlich" ist absolut nicht haltbar, selbst Butter ist bezüglich Verbrennungswärme dem Benzin weit ähnlicher als Nitromethan.

HappyVienna hat geschrieben:...trotzdem ist die Leistungssteigerung enorm.

Ja warum denn? Geht Dir wirklich kein Licht auf? Es wird einfach viel mehr Treibstoff eingespritzt als bei Verwendung von Benzin. Und das kann man nur deshalb tun, weil Nitromethan bereits einen Teil des notwendigen Sauerstoffs mitbringt und somit Luft spart. Nun ist aber die Spritzuführung in der F1 auf 100 kg/h beschränkt. Ein Additiv, das im Promille-Bereich zugesetzt wird, hat nur einen marginalen Effekt auf die Gesamtverbrennungswärme und mit Nitromethan als besagtes Additiv ginge man den völlig falschen Weg. Wenn, dann muss man ein möglichst energiereiches Additiv einsetzen - ich würde da an Cuban denken, dass in den "Supersprits" der 80er schon einmal verwendet wurde.

HappyVienna hat geschrieben:Es wurde schon mal im Motorsport erfolgreich eingesetzt.

Das bestreitet doch niemand, nur wo ist dieser Stoff sinnvoll?
a) bei höchstdrehenden Kleinmotoren im Modellbau, wo Umdrehungen von über 20 k pro Minute eine superschnelle Verbrennung erfordern.
b) wenn Spritlimits keine Rolle spielen, beispielsweise weil ein Rennen eh nur wenige Sekunden dauert.

Noch einmal Die F1 muss mit 100 kg/h Fluss auskommen. Für jeden Zündvorgang werden bei Maximalfluss höchstens 26,455 mg Sprit verbrannt. Dafür werden mindestens 300 mL Luft benötigt, was nur wenig mehr als die vorhandenen 266 mL Zylindervolumen ist und eine moderate Ladung benötigt. Ein Top Fuel Dragster setzt bei jedem Zündvorgang etwa 6 g Nitromethan um. Das ist die mehr als 200-fache Menge gegenüber der für einen F1-Motor. Gleichwohl 8 L V8-Maschinen eingesetzt werden, bräuchte man weit mehr als 200 bar Luft, wöllte man Benzin vollständig verbrennen. Deswegen muss man hier Nitromethan einsetzen, um mit machbarer Ladung ausreichend Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung zu haben. By the way: Die genannten Dragster-Motoren verbrauchen ca. 6 kg Nitromethan pro Sekunde, dass heisst, es stehen 6 x 11 = 66 MJ pro Sekunde zur Verfügung, was gleichbedeutend mit 66000 kW thermischer Leistung ist. Die tatsächliche Leistung ist aber "nur" ca. 6000 kW. Damit haben diese Fahrzeuge einen Wirkungsgrad von 10%.

HappyVienna hat geschrieben:Es ist löslich in vielen Flüssigkeiten wie Wasser, Benzin und natürlich auch Öl. Denkt mal darüber nach!

Und? Als Additiv dennoch nicht sinnvoll für einen F1-Motor.

HappyVienna hat geschrieben:Übrigens es kühlt auch den Kolben, natürlich nicht soviel wie wie die Leistungssteigerung ausmacht.

Welche Leistungssteigerung? Dann kann es bei den Flussvorgaben nicht geben, im Gegenteil!
Zuletzt geändert von icke am 05.05.2018, 16:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon EffEll » 05.05.2018, 16:40

HappyVienna hat geschrieben:
HappyVienna hat geschrieben:Ein Motor mit Nitromethan betankt hat bei entsprechender Kennfeldanpassung (Zündung) sofort die doppelte Leistung, in den meisten Fällen aber nicht sehr lange, weil das der Motor nicht aushält. Es gibt aber Additive die bereits bei ganz geringer Beimischung ganz locker 10% mehr Leistung aus dem Motor holen. Diese Additive könnten im Öl enthalten sein und würden die Leistungssteigerung sehr, sehr plausibel erklären!

Nitromethan hat eine sehr ähnliche Energiedichte wie Benzin, trotzdem ist die Leistungssteigerung enorm. Es wurde schon mal im Motorsport erfolgreich eingesetzt. Es ist löslich in vielen Flüssigkeiten wie Wasser, Benzin und natürlich auch Öl. Denkt mal darüber nach! Übrigens es kühlt auch den Kolben, natürlich nicht soviel wie wie die Leistungssteigerung ausmacht.


Wenn dem so wäre. Wie erklärst du dir, weshalb Mercedes dann nicht auch bei 0,6l davon profitiert? Das Öl an sich ist noch immer nicht reglementiert.
Warum also gingen sie beim neuen Motor dann auf eine 2016er Spezifikation?
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon icke » 05.05.2018, 18:18

EffEll hat geschrieben:Die aktuellen PU können wohl sicher weit über 1000 PS problemlos erreichen, aber halten dann nicht im erforderlichen Masse.

Hach immer diese Zahlen, die so "locker" in den Raum geschmissen werden. Betrachten wir doch einfach mal die maximale thermische Energie: Rennsprit produziert etwas über 44 MJ/kg. Berücksichtigt man, dass der Benzinfluss eines F1 Auto maximal 100 kg je Stunde betragen darf, bedeutet dies, dass je Sekunde 1220-1230 kW Wärmeenergie generiert werden. Mit einem Wirkungsgrad von 50% nur für den Verbrenner, was schon sensationell für einen Benziner ist, kann dieser also 610-615 kW produzieren. Das sind um die 830 PS und absolut "borderline". Hinzu kommt der Elektromotor mit 163 PS, dann sind wir bei 993 PS maximale Systemleistung. Ich glaube, da liegen wir aber noch ein Stück weit drunter. Die maximale Systemleistung steht aber einem Fahrer nicht ständig zur Verfügung und es ist jetzt nur zu vermuten, was die PU dauerhaft an elektrischer Energie (und damit Leistung) über ihre MGU-H noch hergeben kann. Meine Schätzung ist ca. 60-80 PS.
Damit läge eine PU bei einer Dauerleistung von maximal 900 PS also 660 kW. Damit hat eine PU einen Wirkungsgrad von 54% und das lässt sich nicht mal eben "problemlos" steigern.
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Re: Ölverbrennung: FIA verbietet Nutzung zusätzlicher Öltanks

Beitragvon EffEll » 06.05.2018, 10:18

icke hat geschrieben:
EffEll hat geschrieben:Die aktuellen PU können wohl sicher weit über 1000 PS problemlos erreichen, aber halten dann nicht im erforderlichen Masse.

Hach immer diese Zahlen, die so "locker" in den Raum geschmissen werden. Betrachten wir doch einfach mal die maximale thermische Energie: Rennsprit produziert etwas über 44 MJ/kg. Berücksichtigt man, dass der Benzinfluss eines F1 Auto maximal 100 kg je Stunde betragen darf, bedeutet dies, dass je Sekunde 1220-1230 kW Wärmeenergie generiert werden. Mit einem Wirkungsgrad von 50% nur für den Verbrenner, was schon sensationell für einen Benziner ist, kann dieser also 610-615 kW produzieren. Das sind um die 830 PS und absolut "borderline". Hinzu kommt der Elektromotor mit 163 PS, dann sind wir bei 993 PS maximale Systemleistung. Ich glaube, da liegen wir aber noch ein Stück weit drunter. Die maximale Systemleistung steht aber einem Fahrer nicht ständig zur Verfügung und es ist jetzt nur zu vermuten, was die PU dauerhaft an elektrischer Energie (und damit Leistung) über ihre MGU-H noch hergeben kann. Meine Schätzung ist ca. 60-80 PS.
Damit läge eine PU bei einer Dauerleistung von maximal 900 PS also 660 kW. Damit hat eine PU einen Wirkungsgrad von 54% und das lässt sich nicht mal eben "problemlos" steigern.

Es ging mir ja auch nicht um die hypothetische Zahl an sich, sondern um den Vorteil den ich beschrieb. Aber leider gehst du ja darauf nicht ein
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