Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

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Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon Redaktion » 27.03.2018, 09:24

Auch in diesem Jahr gab es in Melbourne wieder kaum Überholmanöver zu sehen - Ross Brown erklärt, warum sich daran so schnell auch nichts ändern wird
Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen, Sebastian Vettel

Ohne Safety-Car wäre das Rennen wohl nach dem Start entschieden gewesen

Die Befürchtung vieler Experten hat am vergangenen Wochenende in Melbourne weitere Nahrung erhalten. Auf dem Straßenkurs in Australien deutete sich an, dass das Überholen auch in der Formel-1-Saison 2018 wieder ähnlich schwierig zu sein scheint, wie bereits im Vorjahr. Am Sonntag bekamen die Zuschauer lediglich fünf Überholmanöver im gesamten Rennen zu sehen.

Optimisten könnten nun sagen, dass man damit den Wert aus dem Vorjahr - als es lediglich zwei Manöver gab - mehr als verdoppelt hat. Fakt ist allerdings, dass in Melbourne noch nie so wenig überholt wurde, wie in den vergangenen zwei Jahren. Schlappe sieben Überholmanöver in zwei aufeinanderfolgenden Rennen sind laut den Daten von 'Forix' absoluter Negativwert, seit der Grand Prix 1996 erstmals im Albert Park ausgetragen wurde.

Zum Vergleich: 2013 gab es in nur einem einzigen Rennen ganze 43 Überholmanöver. "Es gab tatsächlich nur sehr wenige Manöver im ersten Rennen", ist sich auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn bewusst. Er räumt ein, dass dem Auftaktrennen damit "ein entscheidender Bestandteil" gefehlt habe. "Es ist wichtig, dass die Autos nah beieinander und Rad an Rad fahren können", weiß der ehemalige Ferrari- und Mercedes-Mann.

"Wenn es zwischen zwei Autos nur einen kleinen Geschwindigkeitsunterschied gibt, ist es für den Verfolger fast unmöglich, nah genug heranzukommen, um eine Attacke zu starten", erklärt er das Problem des aktuellen Reglements. Als Beispiel nennt er unter anderem die Kämpfe zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel und Max Verstappen und Fernando Alonso gegen Ende des Rennens.

In beiden Fällen war das hinterherfahrende Auto schneller, kam aber einfach nicht in die Position, um eine Attacke zu starten. So habe man laut Brawn die Chance auf gute Zweikämpfe "verpasst". Dabei versuchte man vor dem Rennen alles, um ein solches Szenario zu vermeiden. "Zum ersten Mal überhaupt hatten wir sogar eine dritte DRS-Zone, um die Chance auf ein Überholmanöver zu erhöhen", erinnert Brawn.

Der Effekt dieser Maßnahme war im Endeffekt aber quasi gleich null. Und laut Brawn ist kurzfristig auch keine Besserung in Sicht. "Bis wir einen strukturierten Ansatz für das Problem gefunden haben, werden wir keine echten Fortschritte machen", gesteht er. Das Problem: Bis zur Saison 2021 ist das technische Reglement der Formel 1 mehr oder weniger stabil. Große Änderungen wird es in den kommenden drei Jahren also nicht geben.


Fotostrecke: GP Australien: Fahrernoten der Redaktion

Valtteri Bottas (5): Das ganze Wochenende langsamer als Hamilton, im Qualifying unter dem Druck des Teamkollegen unnötig gecrasht, und im Rennen hat man schon aggressivere Aufholjagden gesehen. Für einen WM-Anwärter eindeutig zu wenig.

Valtteri Bottas (5): Das ganze Wochenende langsamer als Hamilton, im Qualifying unter dem Druck des Teamkollegen unnötig gecrasht, und im Rennen hat man schon aggressivere Aufholjagden gesehen. Für einen WM-Anwärter eindeutig zu wenig.

"Wir möchten Autos, die es den Fahrern erlauben, auf der Strecke gegeneinander zu kämpfen", erklärt Brawn. Daher laufe aktuell ein umfangreiches "Forschungsprogramm" mit zwei Automodellen. Man führe sowohl Windkanal- als auch CFD-Tests durch, um Boliden zu entwickeln, die eine ähnliche Performance wie die aktuellen Autos bieten, gleichzeitig aber auch Duelle auf der Strecke zulassen.

"Die Formel-1-Fans wollen eine bessere Show sehen - und ein Überholmanöver ist das aufregendste und spektakulärste Element, das es auf der Strecke gibt", weiß Brawn. Klar ist aber auch, dass das Überholen mit dem aktuellen Reglement weiterhin ein Problemthema bleiben wird. Ein kleiner Hoffnungsschimmer ist immerhin, dass Melbourne ohnehin nie zu den überholfreundlichsten Strecken zählte. Auf anderen Kursen dürfte es daher zumindest etwas mehr Action geben.


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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon KenTy » 27.03.2018, 09:32

und selbst ab 2021 braucht es da eine andere Strecke! So schön sie auch ist, aber zum Überholen ein NoGo

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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon modernf1bodyguard » 27.03.2018, 10:13

Ich warte erstmal auf andere Strecken im Kalender, man wollte ja ohnehin häufiger mit mehr DRS-Zonen arbeiten und ich bin ein großer Freund dieser Idee. Auch den Vorschlag, Strecken abzuändern um sich dem Problem zu widmen, halte ich kurzfristig für effektiver, zumindest bei Strecken, die sich dann 2021, wenn das langfristig gesteckte Ziel erreicht ist, wieder zur Ursprungsform abändern lassen, Melbourne ist da ein sich anbietendes Beispiel.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon besser.is.sicher » 27.03.2018, 11:29

"Wenn es zwischen zwei Autos nur einen kleinen Geschwindigkeitsunterschied gibt, ist es für den Verfolger fast unmöglich, nah genug heranzukommen, um eine Attacke zu starten", erklärt er das Problem des aktuellen Reglements. Als Beispiel nennt er unter anderem die Kämpfe zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel und Max Verstappen und Fernando Alonso gegen Ende des Rennens.

Und was hätte das für einen Unterschied gemacht, wenn Hamilton und Verstappen nah genug rangekommen wären um zu überholen? Sie hätten überholt und wären danach auf und davon gewesen. Um genau zu sein, war das Rennen nur spannend, weil die vermeintlich schnelleren Autos eben NICHT vorbeigekommen sind. Die Maßnahme mit dem DRS war schon eine gute Idee, welche leider nicht den gewünschten Effekt hatte. Ansonsten sind die Leistungsunterschiede einfach nochsehr groß, was allerdings in Saison 2 nach dem großen Regelumstoß auch kein Wunder ist.

Zudem wurde in der Vergangenheit oft etwas geändert, um das dominierende Team einzubremsen. Zu 2018 hingegen hat man mit den Motorrestriktionen sogar noch dafür gesorgt, dass der Vorteil größer wird und Hersteller wie Honda, es noch schwerer haben. An stelle der FIA hätte man die Motoren auf die Prüfstände zitieren können und eine maximale Systemleistung festlegen sollen, bis zu der hin entwickelt werden darf, damit die anderen mal aufholen können.Zumal zu 2021 ohnehin neue Aggregate eingeführt werden sollen.. Es macht de facto überhaupt keinen Sinn, da noch so enorm viel in Zuverlässigkeit zu investieren
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon theCraptain » 27.03.2018, 12:11

Schlappe sieben Überholmanöver in zwei aufeinanderfolgenden Rennen sind laut den Daten von 'Forix' absoluter Negativwert, seit der Grand Prix 1996 erstmals im Albert Park ausgetragen wurde.

Zum Vergleich: 2013 gab es in nur einem einzigen Rennen ganze 43 Überholmanöver. "Es gab tatsächlich nur sehr wenige Manöver im ersten Rennen", ist sich auch Formel-1-Sportchef Ross Brawn bewusst. Er räumt ein, dass dem Auftaktrennen damit "ein entscheidender Bestandteil" gefehlt habe.

Meinen die Melbourne 2013? Mit 43 Überholmanövern? Kann das sein?

DRS wurde eingeführt um ein "künstliches Überholen" zu ermöglichen. Mit dem 2017er Chassis-Reglement wurde der DRS-Effekt immer mehr eingeschränkt. Es wäre wichtig dort nachzubessern bis das grundlegende Problem ab 2021 behoben werden kann. Im Sinne von "Wenn wir schon mit DRS leben müssen dann benutzen wir es auch effektiv"

Der Kurs in Melbourne hat seine Grenzen was DRS betrifft, auf anderen Kursen wäre es durchaus machbar entweder die Zonen aus 2017 zu verlängern oder prinzipiell eine dritte Zone einzuführen. Monaco wird nicht gehen aber es gibt noch genug Kurse wo man es umsetzen könnte.
"Als ich 1996 in Spa zum ersten Mal bei einem GP war[.. ]Michael fuhr gerade mit seinem V10 vorbei. Das hat mich regelrecht durchgeschüttelt, es war wie ein Kampfjet", berichtet Hamilton, bei dem von dieser Faszination 20 Jahre später kaum noch etwas übrig ist.

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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon moki » 27.03.2018, 13:58

Was für inkompetente Leute. Man wusste schon vor 2017, als das Reglement beschlossen wurde, dass überholen viel schwieriger wird. Der Dirty-Air-Effekt ist signifikant höher und man hat das Reglement trotzdem umgesetzt. Der Downforce über den Frontflügel hätte beschnitten, nicht erhöht werden müssen. Aber hauptsache die Rundenzeiten wurden schneller. Weil jeder weiß schnelle Rundenzeiten = gutes Racing :rofl:

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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon Iceman24 » 27.03.2018, 14:32

KenTy hat geschrieben:und selbst ab 2021 braucht es da eine andere Strecke! So schön sie auch ist, aber zum Überholen ein NoGo


Meiner Meinung nach ist die Strecke in Melbourne die beste im Kalender. Das ist wohl die einzige noch richtige Oldschool-Strecke. Spa und alle anderen wurden ja schon lange asphaltiert.
Diese Idee, dass man jetzt neuerdings die Strecken ändern will ist doch absurd. Seit Jahren weiss jeder wo das Problem liegt und trotzdem bastelt man an allem rum, anstatt das Problem anzugehen. Einheitschassis und den Anpressdruck über den Unterboden gewinnen.
Die IndyCar macht das wunderbar vor. Da hatte man gemerkt, dass die vor wenigen Jahren eingeführten herstellerspezifischen Chassis das Racing schlechter machen. Jetzt ist man dieses Jahr zurück bei einem Einheitschassis und gleich beim ersten Rennen in St. Petersburg (eine Strecke, die für ihre langweiligen Rennen bekannt ist) ein richtiges Spektakel.
Dass man die Strecken an die Autos anpasst ist sowieso Unsinn. Die Autos müssen an die Strecke angepasst werden, sonst hat man dann eben plötzlich nur noch Strecken wie alle diese neuen Kurse, die keinen eigenständigen Charakter haben.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon f1fan02 » 27.03.2018, 14:42

Iceman24 hat geschrieben:Dass man die Strecken an die Autos anpasst ist sowieso Unsinn. Die Autos müssen an die Strecke angepasst werden, sonst hat man dann eben plötzlich nur noch Strecken wie alle diese neuen Kurse, die keinen eigenständigen Charakter haben.


moki hat geschrieben:Was für inkompetente Leute. Man wusste schon vor 2017, als das Reglement beschlossen wurde, dass überholen viel schwieriger wird. Der Dirty-Air-Effekt ist signifikant höher und man hat das Reglement trotzdem umgesetzt. Der Downforce über den Frontflügel hätte beschnitten, nicht erhöht werden müssen. Aber hauptsache die Rundenzeiten wurden schneller. Weil jeder weiß schnelle Rundenzeiten = gutes Racing :rofl:


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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon LoK-hellscream » 27.03.2018, 14:45

Iceman24 hat geschrieben:Einheitschassis und den Anpressdruck über den Unterboden gewinnen.
Die IndyCar macht das wunderbar vor.


Dann können wir aber die Formel 1 abschaffen. Die Formel 1 ist nämlich keine Einheitsserie, im Gegensatz zu den IndyCars, die Reglement-technisch im Grunde schon alles mal probiert haben (mit Höhen und Tiefen) und derzeit damit recht gut fahren. Die Serie ist aber auch mit der Formel 1 kaum zu vergleichen.

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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon daSilvaRC » 27.03.2018, 14:47

moki hat geschrieben:Weil jeder weiß schnelle Rundenzeiten = gutes Racing :rofl:


fahren am Limit, mehr sage ich dazu nicht.

Es tritt exakt DAS ein was viele hier im Forum, und auch einige Experten vorraussagten- schnellere autos, führen zu langweiligeren rennen.
Damals wurde mit, wir wollen aber rennen am Limit sehen argumentiert, und keine weitere diskussion damit zugelassen. Jetzt hat man den Salat.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon Iceman24 » 27.03.2018, 14:48

LoK-hellscream hat geschrieben:
Iceman24 hat geschrieben:Einheitschassis und den Anpressdruck über den Unterboden gewinnen.
Die IndyCar macht das wunderbar vor.


Dann können wir aber die Formel 1 abschaffen. Die Formel 1 ist nämlich keine Einheitsserie, im Gegensatz zu den IndyCars, die Reglement-technisch im Grunde schon alles mal probiert haben (mit Höhen und Tiefen) und derzeit damit recht gut fahren. Die Serie ist aber auch mit der Formel 1 kaum zu vergleichen.


Die IndyCar ist auch keine Einheitsserie. Die Motoren werden von Honda und Chevrolet gebaut. Meiner Ansicht nach sollte man in der Formel 1 die Entwicklung frei lassen, aber das Chassis eben einheitlich halten, oder zumindest dort die erlaubte Entwicklung extrem in Grenzen halten. Die Geschwindigkeit der Formel 1 ist einfach zu hoch, als das man sich erlauben kann, den Herstellern freie Hand bei komplexen Aerodynamik-Konzepten zu gewähren. Für das Racing selber sehe ich ein Einheitschassis als die optimale Lösung.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon Iceman24 » 27.03.2018, 14:49

daSilvaRC hat geschrieben:
moki hat geschrieben:Weil jeder weiß schnelle Rundenzeiten = gutes Racing :rofl:


fahren am Limit, mehr sage ich dazu nicht.

Es tritt exakt DAS ein was viele hier im Forum, und auch einige Experten vorraussagten- schnellere autos, führen zu langweiligeren rennen.
Damals wurde mit, wir wollen aber rennen am Limit sehen argumentiert, und keine weitere diskussion damit zugelassen. Jetzt hat man den Salat.


Aber die fahren ja gar nicht am Limit, denn die Rennen sind deutlich langsamer als sie das vor 15 Jahren waren.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon modernf1bodyguard » 27.03.2018, 14:54

Iceman24 hat geschrieben:
KenTy hat geschrieben:und selbst ab 2021 braucht es da eine andere Strecke! So schön sie auch ist, aber zum Überholen ein NoGo


Meiner Meinung nach ist die Strecke in Melbourne die beste im Kalender. Das ist wohl die einzige noch richtige Oldschool-Strecke. Spa und alle anderen wurden ja schon lange asphaltiert.
Diese Idee, dass man jetzt neuerdings die Strecken ändern will ist doch absurd. Seit Jahren weiss jeder wo das Problem liegt und trotzdem bastelt man an allem rum, anstatt das Problem anzugehen. Einheitschassis und den Anpressdruck über den Unterboden gewinnen.
Die IndyCar macht das wunderbar vor. Da hatte man gemerkt, dass die vor wenigen Jahren eingeführten herstellerspezifischen Chassis das Racing schlechter machen. Jetzt ist man dieses Jahr zurück bei einem Einheitschassis und gleich beim ersten Rennen in St. Petersburg (eine Strecke, die für ihre langweiligen Rennen bekannt ist) ein richtiges Spektakel.
Dass man die Strecken an die Autos anpasst ist sowieso Unsinn. Die Autos müssen an die Strecke angepasst werden, sonst hat man dann eben plötzlich nur noch Strecken wie alle diese neuen Kurse, die keinen eigenständigen Charakter haben.

Die Praxis, Strecken an die Autos anzupassen, hat eine jahrzehntelange Verankerung in der F1-Geschichte und ist ganz und garnicht absurd. Schließlich werden sich die Autos bis 2021 nicht mehr auffallend ändern, bis dahin sollten also Lösungsmöglichkeiten für andere, überholfreundlichere Streckenlayouts bedacht werden. Damit sind jedoch keine Generalüberholungen wie in Hockenheim gemeint sondern lediglich kleine Änderungen an Stellen, die bereits asphaltiert sind und somit ohne viel Aufwand erfolgen und ab 2021 wieder rückgängig gemacht werden können.
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon daSilvaRC » 27.03.2018, 15:01

Iceman24 hat geschrieben:
Aber die fahren ja gar nicht am Limit, denn die Rennen sind deutlich langsamer als sie das vor 15 Jahren waren.


scheinbar schon, weil sonst würden sie ja schneller fahren?
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Re: Ross Brown warnt: Überholproblematik nicht vor 2021 zu lösen

Beitragvon LoK-hellscream » 27.03.2018, 15:40

Iceman24 hat geschrieben:Die IndyCar ist auch keine Einheitsserie. Die Motoren werden von Honda und Chevrolet gebaut. Meiner Ansicht nach sollte man in der Formel 1 die Entwicklung frei lassen, aber das Chassis eben einheitlich halten, oder zumindest dort die erlaubte Entwicklung extrem in Grenzen halten. Die Geschwindigkeit der Formel 1 ist einfach zu hoch, als das man sich erlauben kann, den Herstellern freie Hand bei komplexen Aerodynamik-Konzepten zu gewähren. Für das Racing selber sehe ich ein Einheitschassis als die optimale Lösung.


Die Formel 1 ist aber auch keine Chassis-Einheitsserie. Und war sie auch noch nie. Die Formel 1 hat ihre Daseins-Berechtigung, weil sie die höchste Serie für Chassis und Motor mit den besten Fahrern ist. Wenn man da das Chassis streicht, ist man eine etwas andere IndyCar-Serie. Nein danke.


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