Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

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Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Redaktion » 08.03.2018, 14:08

Romain Grosjean kritisiert die neue Regel, in der Formel 1 nach einer roten Flagge das Rennen mit stehendem Start wiederaufzunehmen
Grosjean

Ab der Formel-1-Saison 2018 wird nach einer roten Flagge stehend gestartet

In der Formel-1-Saison 2018 wird nach einer roten Flagge nicht mehr hinterm Safety-Car, sondern stehend gestartet. Romain Grosjean kritisiert die neue Regel, die der Franzose als sicherheitsgefährdend einstuft. Doch warum? Bei den Neustarts würden viele Piloten auf kalten, verschlissenen Reifen unterwegs sein. Mit den alten Gummis seien Unfälle vorprogrammiert, meint der Haas-Fahrer.

"Es wird bestimmt viel Schrott geben", erklärt Grosjean. "Ich habe einige Bedenken, was die Sicherheit angeht. Es ist möglich, dass das Auto mitten auf der Geraden außer Kontrolle gerät. "Beim Barcelona-Test hat er bereits einige Probestarts auf gebrauchten Reifen hingelegt. Dabei seien die Schaltvorgänge besonders schwierig gewesen: "Wenn ich hochschalte, drehen die Hinterräder durch. Schalte ich runter, blockieren sie."

"Das Auto ist nicht fahrbar", stellt Grosjean klar. "Als wir die Neustarts geprobt haben, fühlte es sich an, als wären wir auf Slicks im Regen unterwegs." Grosjean glaubt aber nicht, dass die neue Regel auf allen Strecken Schwierigkeiten machen wird. "In Kanada wird es keine Probleme geben, hier (in Barcelona; Anm. d. Red.) oder in China glaube ich nicht, dass wir die nötige Reifentemperatur erreichen werden."

"Ich weiß nicht, wie sich die anderen fühlen, aber ich habe kein Vertrauen in die kalten Reifen", so Grosjean. "Meiner Meinung nach ist es ziemlich gefährlich." Deshalb wolle sich der Haas-Pilot mit dem Direktor der Formel-F1-Fahrergemeinschaft, Alex Wurz, kurzschließen, um die Situation zu besprechen.


Formel-1-Wintertests in Barcelona (II) - Donnerstag

Stoffel Vandoorne (McLaren)

Stoffel Vandoorne (McLaren)

Vor einem Neustart werden die Piloten die Möglichkeit haben, neue Reifen aufzuziehen. Es ist aber fraglich, ob überhaupt genügend Pneus zur Verfügung stehen werden, damit alle Fahrer im Feld auf frischen Gummis starten können. Laut Grosjean verliert ein Pilot auf alten Reifen in der ersten Runde rund 25 Sekunden auf einen Konkurrenten mit neuen Pneus. Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass ein stehender Neustart nach einer roten Flagge signifikanten Einfluss auf das Resultat eines Rennens nimmt.

Grosjean leistete sich einen kleinen Fauxpas: Der Franzose dachte, der Automobil-Weltverband (FIA) würde noch mit den stehenden Neustarts experimentieren. Er wusste aber nicht, dass die Regel längst feststeht und in der Formel-1-Saison 2018 umgesetzt werden wird. Sein Teamchef Günther Steiner hat sich indessen für das neue Prozedere ausgesprochen: "Wir werden sehen, wie das Ergebnis ist. Deshalb gibt es die Tests. Die Offiziellen werden sich das schon genau ansehen und dann entscheiden, ob es wirklich gefährlich ist." Laut Steiner machen die neuen Neustarts ein Formel-1-Rennen "interessanter".


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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon KeepFighting123 » 08.03.2018, 18:48

Unglaublich, jetzt wird hier einmal eine Regel im Sinne der Fans angepasst und schon wird rumgeheult.
Als ob ein Auto das in der Entwicklung hunderte Millionen verschlingt nicht in der Lage wäre auf gebrauchten Reifen im stehend zu starten.

Das ist in meinen Augen noch viel lächerlicher als die Diskussion ob man bei Regen weiterfahren kann.

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Sinokle » 08.03.2018, 19:09

Wurden die Reifen ähnlich wie die Motoren auf 2 Sätze pro Wochenende begrenzt? Wie kann man sonst Sorge haben, dass man nicht genug Reifen vorrätig hat im Falle eines Restarts nach roter Flagge? Gerade wenn man bedenkt wie selten rote Flaggen in Rennen tatsächlich vorkommen. Komische Bedenken der Redaktion.
Grosjeans Bedenken ergeben schon mehr Sinn. Andererseits wird es doch im echten Renngeschehen anders ablaufen als in den Tests. Die Autos fahren in die Startaufstellung, die Teams dürfen an den Autos arbeiten und Reifen wechseln und Heizdecken montieren und dann geht es wieder los. Zur Not packt man eine weitere Einführungsrunde rein und die Fahrer können die Temperaturen dabei wieder hochtreiben.

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Tracklimit_F1 » 08.03.2018, 22:57

Ach Grosjean... irgendwie fehlt mir seine Maldonado Attitüde.
Oder kündigt er etwa sein Revival an?
"Es wird bestimmt viel Schrott geben", erklärt Grosjean

Würde die Rennen aufjedenfall interessanter machen.

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon turbocharged » 09.03.2018, 06:43

Wenn Grosjean im Grid steht, ist ein Start immer gefährlich.

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Carol Krause » 09.03.2018, 11:21

Ich finde die neue Regel eigentlich gut, ich hab den Sinn der alten schon seit Jahren nicht verstanden :thumbs_up:
Aber wer weiß... Vielleicht hat Grosjean einfach nur Angst, dass Max Verstappen beim Neustart neben ihm steht :wink:
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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon daSilvaRC » 09.03.2018, 11:30

KeepFighting123 hat geschrieben:Unglaublich, jetzt wird hier einmal eine Regel im Sinne der Fans angepasst und schon wird rumgeheult.
Als ob ein Auto das in der Entwicklung hunderte Millionen verschlingt nicht in der Lage wäre auf gebrauchten Reifen im stehend zu starten.

Das ist in meinen Augen noch viel lächerlicher als die Diskussion ob man bei Regen weiterfahren kann.


:thumbs_up: :thumbs_up: :thumbs_up:
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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Tracklimit_F1 » 09.03.2018, 11:33

turbocharged hat geschrieben:Wenn Grosjean im Grid steht, ist ein Start immer gefährlich.


Ach qpqpqpqp (keine Ahnung wieviele qp noch), deinen Humor habe ich irgendwie vermisst.

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon f1fan02 » 09.03.2018, 15:19

Grundsätzlich bin ich ja nicht gegen einen stehenden Start nach einer Rotphase. Früher wurde schließlich auch stehend gestartet nach einer Rennunterbrechung.

Der Unterschied zu früher ist, dass mittlerweile ein unglaubliches Regel-Wirr-Warr entstanden ist. Das Regelwerk ist nicht mehr konsequent. Es wird nämlich nicht wirklich stehend gestartet. Alle fahren bei Rot in die Box. Dann wird das Rennen hinter dem SC wieder freigegeben (also gestartet) und in Runde 1 kommt das SC an die Box und die Fahrer reihen sich in den Grid Boxen ein. Dann Ampel auf grün und es geht weiter.

Es ist für mich wirklich sehr befremdlich, dass dieser ganze Mist (das sich aufreihen in den Startboxen), zur offiziellen (Netto-)Rennzeit zählt. Was passiert eigentlich wenn einer beim Restart ein Problem hat? Gibts dann eine Einführungsrunde, wie beim Originalstart?

Meiner Meinung nach, sollte eine Rotphase wieder ein "echter" Rennunterbruch sein, und nicht nur eine "Suspension". Zurzeit ist eine Rotphase nämlich nichts anderes, als eine SC-Phase, wo halt in der Box kurz gewartet wird, anstatt auf der Strecke (sinnlos) seine Runden zu drehen.
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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Pentar » 10.03.2018, 12:55

KeepFighting123 hat geschrieben: :chat:

:thumbs_up:


f1fan02 hat geschrieben: :chat:

:thumbs_up:


"Es wird bestimmt viel Schrott geben", erklärt Grosjean. "Ich habe einige Bedenken, was die Sicherheit angeht. Es ist möglich, dass das Auto mitten auf der Geraden außer Kontrolle gerät. "Beim Barcelona-Test hat er bereits einige Probestarts auf gebrauchten Reifen hingelegt. Dabei seien die Schaltvorgänge besonders schwierig gewesen: "Wenn ich hochschalte, drehen die Hinterräder durch. Schalte ich runter, blockieren sie."
"Das Auto ist nicht fahrbar", stellt Grosjean klar.

:thumbs_down:

Die eine Runde hinter dem SC (bevor dann aus dem Grid stehend gestartet wird) sollte ausreichen, auch die u.U. "Gebrauchten" wieder soweit aufzuwärmen, dass das Risiko für einen Formel-1-Piloten (der sein Auto, die Strecke & die Streckenverhältnisse kennt, wie kein Anderer) kalkulierbar ist.
LM möchte wieder mehr (kalkulierbares) Risiko - und das ist auch gut so...

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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon f1fan02 » 10.03.2018, 13:47

Pentar hat geschrieben:Die eine Runde hinter dem SC (bevor dann aus dem Grid stehend gestartet wird) sollte ausreichen, auch die u.U. "Gebrauchten" wieder soweit aufzuwärmen, dass das Risiko für einen Formel-1-Piloten (der sein Auto, die Strecke & die Streckenverhältnisse kennt, wie kein Anderer) kalkulierbar ist.
LM möchte wieder mehr (kalkulierbares) Risiko - und das ist auch gut so...


Ich verstehe nicht was Grosjean hier labert.
Erstens kann man in einer Rotphase die Reifen welcheln. (konnte man zumindest bisher immer)

Zweitens: ???

Redaktion hat geschrieben:Laut Grosjean verliert ein Pilot auf alten Reifen in der ersten Runde rund 25 Sekunden auf einen Konkurrenten mit neuen Pneus.


??? hä 25 Sekunden? Soll wohl 2,5 Sekunden heißen.
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Re: Grosjean: Neue Restart-Regel birgt großes Sicherheitsrisiko

Beitragvon Pentar » 10.03.2018, 15:25

f1fan02 hat geschrieben:...Ich verstehe nicht was Grosjean hier labert...

Ich auch nicht.



Und dazu
Grosjean leistete sich einen kleinen Fauxpas: Der Franzose dachte, der Automobil-Weltverband (FIA) würde noch mit den stehenden Neustarts experimentieren. Er wusste aber nicht, dass die Regel längst feststeht und in der Formel-1-Saison 2018 umgesetzt werden wird.

schreibe ich jetzt besser nichts mehr...


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