Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

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Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon Redaktion » 07.03.2018, 15:41

Lieber an einer gut laufenden Partnerschaft mit Renault festhalten als wirtschaftlich ins Risiko gehen, meint Brown - Eine Hintertür bleibt dennoch offen
Zak Brown

Lieber Kunde: Zak Brown will so schnell nicht unter die Motorenbauer gehen

Die McLaren-Mannschaft plant in absehbarer Zeit nicht den Bau von eigenen Formel-1-Antrieben. Wie Unternehmensboss Zak Brown am Rande der Testfahrten in Barcelona erklärt, würden sich die Briten trotz ihres Daseins als Autohersteller und enormer Ressourcen im technischen Bereich lieber auf den Chassisbau konzentrieren: "Es wäre sicher schön, aber Stand heute eher unwahrscheinlich."

Grund für die Skepsis sind die Kosten, die die Entwicklung eines V6-Motors mit einem Turbolader und gleich zwei Hybridsystemen verschlingen würde. "Es wäre eine enorme wirtschaftliche Investition, wenn wir unsere eigenen Motoren bauen würden", sagt Brown. "Wir sind gerade erst in eine Partnerschaft mit Renault gestartet und sehr glücklich darüber. Die Zusammenarbeit klappt prima."

Der Deal mit den Franzosen hat jedoch den Haken, dass McLaren sich auf Motorenseite nie einen Vorteil gegenüber dem Werksteam wird verschaffen können - wenn die Privatmannschaft überhaupt erwarten kann, mit gleichwertigem Equipment beliefert zu werden. Das wiederum macht eine Eigenentwicklung genauso attraktiv wie die Perspektive, die Antriebe selbst verkaufen zu können.

Eine Hintertür lässt sich Brown offen und spielt auf neue Motorenregeln an, die in drei Jahren kommen sollen: "Es ist unwahrscheinlich, aber wenn klar ist, in welche Richtung sich der Sport ab 2021 entwickelt, werden Eric (Rennleiter Boullier; Anm. d. Red.), die Ingenieure und das gesamte Team die Sache evaluieren - aus technischer und aus wirtschaftlicher Sicht." Attraktiv wäre für McLaren eine Vereinfachung der Hybridsysteme genau wie ein sogenannter Weltmotor, mit dem auch ein Start bei den 24 Stunden von Le Mans möglich sein könnte - davon träumt man in Woking.


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Re: Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon terraPole » 07.03.2018, 18:19

Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Was macht denn Mclaren für einen Gewinn??
50Mio...70Mio..90Mio??
Da ist man ja pleite wenn man die Motoren selbst bauen würde und sich nicht sofort der Erfolg einstellt.

MAMG pumpt im Jahr um die 300Mio nur in den Motor..aber die könnten Misserfolge locker abfedern bei einem Gewinn von 15-20 Mrd.
Würde mich nicht wundern wenn sich die Investitionen sogar auszahlen und das Image von Mercedes weltweit enorm ansteigt.
Aber an diesen Punkt muss man ersteinmal kommen...das kann natürlich auch nach hinten losgehen wenn man nur im Mittelfeld rumkrepelt..dann ist das ein Fass ohne Boden.
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Re: Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon SamSpeed » 07.03.2018, 23:03

terraPole hat geschrieben:Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Was macht denn Mclaren für einen Gewinn??
50Mio...70Mio..90Mio??
Da ist man ja pleite wenn man die Motoren selbst bauen würde und sich nicht sofort der Erfolg einstellt.

MAMG pumpt im Jahr um die 300Mio nur in den Motor..aber die könnten Misserfolge locker abfedern bei einem Gewinn von 15-20 Mrd.
Würde mich nicht wundern wenn sich die Investitionen sogar auszahlen und das Image von Mercedes weltweit enorm ansteigt.
Aber an diesen Punkt muss man ersteinmal kommen...das kann natürlich auch nach hinten losgehen wenn man nur im Mittelfeld rumkrepelt..dann ist das ein Fass ohne Boden.



Man vergisst hier oft das McLaren finanzstarke Anteilseigner im Hintergrund hat.

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Re: Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon Aldo » 07.03.2018, 23:45

terraPole hat geschrieben:Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.
Was macht denn Mclaren für einen Gewinn??
50Mio...70Mio..90Mio??
Da ist man ja pleite wenn man die Motoren selbst bauen würde und sich nicht sofort der Erfolg einstellt.

MAMG pumpt im Jahr um die 300Mio nur in den Motor..aber die könnten Misserfolge locker abfedern bei einem Gewinn von 15-20 Mrd.
Würde mich nicht wundern wenn sich die Investitionen sogar auszahlen und das Image von Mercedes weltweit enorm ansteigt.
Aber an diesen Punkt muss man ersteinmal kommen...das kann natürlich auch nach hinten losgehen wenn man nur im Mittelfeld rumkrepelt..dann ist das ein Fass ohne Boden.

Da gebe ich dir Recht.

McLaren muss erstmal wieder eine Position an der Spitze einnehmen, mit starken potenten Sponsoren. In einer Situation wie man beispielsweise 2007-2012 war hätte so eine Idee Sinn gemacht. Langfristig wäre es aber evtl. l in Betracht zu ziehen, wenn die Motoren wirklich billiger werden und McLaren den Automobilpart des Unternehmens weiter ausbauen würde.

Wenn man sich ansieht was für eine Technik im P1 oder nun bald im McLaren-Senna steckt, arbeiten da sicher keine dummen Leute - aber selbiges könnte man bei Honda sagen. Fähige Ingenieure im Automobilbereich bedeuten leider nicht, dass man es automatisch in der F1 schaffen würde. Infrastruktur käme natürlich auch noch hinzu. Das muss ja erstmal alles gebaut werden - und wenn selbst ein Team wie RB da bisher die Finger von gelassen hat, sollte es McLaren erst Recht tun.
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Re: Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon Sczepchenko » 08.03.2018, 00:02

Bei Mclaren liegt die Wahrnehmung weit weg von der Realität. Man hält sich noch immer für das Top Team von damals, ist aber seit Jahren ein hinteres Mittelfeld Team welches das reinste Desaster abliefert. Weiter verlangt man für das aktuell sehr peinliche Team die selben Preise bei Sponsoren wie einst, so geht dieses Spiel nicht.

Und der Boullier ist Mclarens absoluter Untergang. Wie kann man aktuell so eine Außenpolitik abliefern? "Nur Testfahrten" - "Haben gehofft das sowas passiert" etc. Ist der noch ganz beisammen? Dann müssten Toto und Arrivabene fluchend auf den Tisch kloppen mit den Worten "Gott ist das eine scheiß Karre, was für scheiß Testfahrten der Wagen fährt und fährt wir lernen gaaaar nix!" Oder Toro Rosso "Dieser kack Motor läuft ohne Unterbrechung, wir brauchen defekte defekte defekte!"

"Neuer Motor, müssen ihn verstehen!" Was muss man da verstehen? Seit Bekanntgabe des Deals haben die sämtliche Daten, Skizzen, den Motor, müsseb ein Chassi bauen, in diesen den Motor: Der wird jetzt wohl nicht aussehen wie ein entstellter - sondern wie ein Motor. So wie es der Honda auch war, ein Motor den man nach Daten einbaut um welchen sich sogar die Renault Ingeneure kümmern.

Was war denn dieses Jahr toll für Eric B. woraus man gelernt hat? Ein Rad was einfach wegfliegt? Kabel die einfach wegschmoren? Das passiert nichtmal Mofa Hobby Bastlern. Das Öl Leck? Die Elektronik?

Dann soll man sich doch hinstellen und sagen "Sorry Honda, sorry Fans, sorry nicht vorhandene Sponsoren - wir haben einfach keinen Plan von den Hybrids wir haben es all die Jahre selbst verbockt"

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Re: Zak Brown: Eigener McLaren-Motor "eher unwahrscheinlich"

Beitragvon terraPole » 08.03.2018, 07:05

Aldo hat geschrieben:Langfristig wäre es aber evtl. l in Betracht zu ziehen, wenn die Motoren wirklich billiger werden und McLaren den Automobilpart des Unternehmens weiter ausbauen würde.

Hab vor kurzem einen Bericht über McLaren gelesen in dem genau das vom McLaren Chef ausgeschlossen wurde.
Man möchte dass McLaren und seine Produkte von der Kundschaft als exklusiv wahrgenommen wird und daher will man ein Überangebot vermeiden.
Man will dadurch wohl auch Konflikte mit Ferrari aus dem Weg gehen. :shrug:

Selbst wenn die Motoren in der F1 für Kunden billiger werden..die Entwicklung wird trotzdem Unsummen verschlingen.
Besonders wenn alle 5-10 Jahre die Motoren von Grund auf neu entwickelt werden müssen.
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