Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

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Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon Redaktion » 05.03.2018, 12:02

Das Aus für die Grid Girls, neue Startzeiten und ein neues Logo sorgten zuletzt bei Formel-1-Fans für Unmut: Wie Formel-1-Boss Chase Carey die Zuschauer beruhigt
Jackie Stewart, Chase Carey

Chase Carey und Legende Jackie Stewart (li.): Verleugnet die Formel 1 ihre Wurzeln?

Bei den Kernfans der Formel 1 geht die Angst um: Macht Liberty Media aus der Königsklasse des Motorsports eine Hollywood-Show und verleugnet man die Wurzeln des Sports? Die Abschaffung der Gridgirls, die neuen Startzeiten, das neue Logo und auch das Showprogramm vor dem US-Grand-Prix haben in Fankreisen für Diskussionen gesorgt.

Doch nun bemüht sich Formel-1-Boss Chase Carey um Beruhigung. "Wir wollen ein Produkt schaffen, das alles beinhaltet, womit die Fans aufwuchsen, das aber nicht in der Zeit eingefroren ist", erklärt der US-Amerikaner gegenüber 'Auto Bild motorsport' seine Herangehensweise. "Wenn man den Wandel nicht zulässt, kann man nicht wachsen."

Von den Wurzeln der Formel 1 wolle er den Sport nicht lösen. "Die Fans sind uns unglaublich wichtig, genau wie Europa - und damit meine ich auch Deutschland - unsere Basis ist. Unser Motto lautet daher: selbes Spiel, andere Herangehensweise."

Formel-1-Boss verspricht: Wollen Ferrari halten

Daher sei es ihm auch wichtig, das Traditionsteam Ferrari, das vor allem wegen der geplanten Budgetobergrenze und gefährdeter Privilegien mit einer Konkurrenzserie droht, in der Formel 1 halten. "Ferrari ist extrem wichtig für den Sport, und wir wollen sie behalten", sagt Carey. "Gleiches gilt für Mercedes." Das Ziel sei es aber, den Sport für die Fans besser und unberechenbarer zu machen.
"Niemand wollte Manor kaufen, nicht mal für einen Dollar. Das kann doch nicht sein!"Chase Carey
"Die ganze Show drum herum, die digitale Transformation - all das ist abhängig von gutem Racing. Wir brauchen mehr Action, mehr Wettbewerb und weniger Vorhersehbarkeit", fordert der US-Amerikaner. Kein Wunder, dass das bei den großen Herstellerteams, die mit riesigen Budgets ihre Position an der Spitze absichern, für Unmut sorgt."Mein Ziel ist, dass neue Teams in die Formel 1 einsteigen wollen", erklärt Carey. "Sowohl Privatleute als auch große Hersteller." Derzeit sei ein Team allerdings nicht einmal geschenkt ein gutes Geschäft: "Niemand wollte Manor kaufen, nicht mal für einen Dollar. Das kann doch nicht sein! Es darf kein Team geben, das niemand kaufen will", warnt der Liberty-Media-Manager.

Careys Wünsche für 2018

Doch was wünscht sich Carey für die bevorstehende Saison? "Ich will Wettbewerb und Drama", sagt er. Selbst das Ende der klaren Mercedes-Dominanz und die Auferstehung von Ferrari im Vorjahr war für Carey noch nicht das Gelbe vom Ei. "Letztes Jahr war es mir zu sehr ein Duell nur zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton", kritisiert Carey.

"Ich wünsche mir aber, dass auch mal ein Underdog gewinnt und nicht immer nur die Favoriten. Kann ein Fernando Alonso vielleicht mal wieder auftrumpfen, bei dessen Ausfällen 2017 einem ja das Herz geblutet hat? Kann McLaren mit Renault angreifen? Hat Verstappen vielleicht mal mehr Glück als in der ersten Saisonhälfte 2017? Das wären schöne Szenarien."


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Zuletzt geändert von Redaktion am 05.03.2018, 12:03, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon LoK-hellscream » 05.03.2018, 12:11

Klingt wie die Aussage von Brawn und die finde ich im Kern auch sehr gut. Es muss einfach das Ziel der Formel 1 sein, dass man nicht schon vor dem Rennen weiß, wer nach dem Rennen auf dem Podest stehen wird. Dazu braucht man weniger Budget und weniger Computersimulationen, ohne das Ganze zu einem Würfelspiel verkommen zu lassen.

btw, die Überschrift finde ich aber unpassend.

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cih
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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon cih » 05.03.2018, 13:57

Formel1 ist Autorennen pur und kein Münchner Oktoberfest. Wenn Preise verlangt werden die n Monatslohn kosten ist es kein Wunder das es niemanden interessiert dort vor Ort zu erscheinen
Wissen braucht keine 2500 Beiträge

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon LoK-hellscream » 05.03.2018, 14:36

cih hat geschrieben:Formel1 ist Autorennen pur und kein Münchner Oktoberfest. Wenn Preise verlangt werden die n Monatslohn kosten ist es kein Wunder das es niemanden interessiert dort vor Ort zu erscheinen


Und das passt zu diesem Artikel weil ...? :??:

Zumal die vor Ort Preise noch auf Ecclestone-Zeiten beruhen und dies auch Zeit braucht, bis alles umgesetzt ist, da es ja auch Verträge gibt, die einzuhalten sind. Hier geht's um die Pläne von Liberty zur Show und nicht die Eintrittspreise.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon eifelbauer » 05.03.2018, 14:40

Nö die Formel 1 kommt zu ihren Wurzeln zurück :!:

Lange waren die Zuschauer an der Strecke nicht wichtig, Mr E. sagte selber das er sich kein Ticket kaufen würde. Jetzt bewegt man sich endlich wieder auf die Fans zu, klasse LM.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon theCraptain » 05.03.2018, 15:04

Die Worte höre ich gerne, schon seit fast 1 Jahr. Umgesetzt wurde bisher nur "Schmuck am Nachthemd".

Und wie ist der Plan zu "Back to The Roots"?

    Wann kommt endlich das neuen Reglement und bleibt die MGU-H?
    Wann wird endlich die Aero so geregelt, dass man wieder über mehrere Runden den Vordermann jagen kann?
    Wann und wie werden endlich die Track Limits umgesetzt?
    Wann wird das Gewicht der Kisten endlich wieder runtergesetzt?
    Wann wir diese unsägliche 3 PU pro Saison aka "Formel Save & Save" beendet?
    etc.?

Darauf möchte Herr Carey bitte klare Antwort geben.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon LoK-hellscream » 05.03.2018, 15:26

theCraptain hat geschrieben:Die Worte höre ich gerne, schon seit fast 1 Jahr. Umgesetzt wurde bisher nur "Schmuck am Nachthemd".

Und wie ist der Plan zu "Back to The Roots"?

    Wann kommt endlich das neuen Reglement und bleibt die MGU-H?
    Wann wird endlich die Aero so geregelt, dass man wieder über mehrere Runden den Vordermann jagen kann?
    Wann und wie werden endlich die Track Limits umgesetzt?
    Wann wird das Gewicht der Kisten endlich wieder runtergesetzt?
    Wann wir diese unsägliche 3 PU pro Saison aka "Formel Save & Save" beendet?
    etc.?

Darauf möchte Herr Carey bitte klare Antwort geben.


Du weißt aber schon, dass dies nicht alles Themen sind, die man mal so über Nacht ausarbeiten kann, zumal beim Reglement LM nur Vorschläge einreichen kann, das Reglement macht die FIA und nicht LM. Und damit man was erreichen kann, müssen auch gut ausgearbeitete Vorschläge eingehen, zumal ihnen in vielerlei Belangen auch noch die Hände gebunden sind, wie zB bei 3 PU's pro Saison. Das entscheidet nämlich, soweit ich weiß, die Strategiegruppe. Bevor hier nicht alle Altlasten ausgelaufen sind und es überall neue Verträge gibt, sind Änderungen schwierig.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon eifelbauer » 05.03.2018, 15:26

theCraptain hat geschrieben:Die Worte höre ich gerne, schon seit fast 1 Jahr. Umgesetzt wurde bisher nur "Schmuck am Nachthemd".

Und wie ist der Plan zu "Back to The Roots"?

    Wann kommt endlich das neuen Reglement und bleibt die MGU-H?
    Wann wird endlich die Aero so geregelt, dass man wieder über mehrere Runden den Vordermann jagen kann?
    Wann und wie werden endlich die Track Limits umgesetzt?
    Wann wird das Gewicht der Kisten endlich wieder runtergesetzt?
    Wann wir diese unsägliche 3 PU pro Saison aka "Formel Save & Save" beendet?
    etc.?

Darauf möchte Herr Carey bitte klare Antwort geben.


Einfache Antwort 2021
Aber das sagt LM ja auch schon seit fast einem Jahr

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon theCraptain » 05.03.2018, 15:42

eifelbauer hat geschrieben: :chat:


LoK-hellscream hat geschrieben: :chat:

Bitte richtig verstehen, ich stehe LM gegenüber BEcclestone prinzipiell positiv gegenüber, messen tue ich aber nur an Taten. Die bisherigen "Taten" sind eher irrelevant, die grossen Probleme wie Track Limits und Aero sind LM längst bekannt. Hier kommen aber nicht einmal Worte, die haben scheinbar keinen Plan für die angesprochenen Big Themen.

Warum starten sie z. B. keine Initiative um diese lächerliche 3 PU pro Saison-Regelung zu kippen oder machen Vorschläge wie die Track Limits umgesetzt werden können?

Immer nur der Verweis auf "Das aktuelle Reglement geht noch bis 2021 und bis dahin müssen wir..." scheint wie eine Ausrede die wirklich wichtigen Themen nicht bearbeiten zu müssen.

LM könnte z. B. alle 3 Monate bei der Strategiegruppe Vorschläge zu Track Limits vorlegen ud diese Vorschläge auch öffentlich publizieren. Sind diese Vorschläge plausibel und umsetzungsfähig wird damit sicher Druck auf die FIA und die Strategiegruppe ausgeübt.

Aber wo ist der LM-Vorstoss zu Track Limits? Sowas wollen die Fans weltweit haben, auf Michael Buffer kann dafür gerne verzichtet werden.
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon LoK-hellscream » 05.03.2018, 16:05

theCraptain hat geschrieben:Bitte richtig verstehen, ich stehe LM gegenüber BEcclestone prinzipiell positiv gegenüber, messen tue ich aber nur an Taten. Die bisherigen "Taten" sind eher irrelevant, die grossen Probleme wie Track Limits und Aero sind LM längst bekannt. Hier kommen aber nicht einmal Worte, die haben scheinbar keinen Plan für die angesprochenen Big Themen.


Keine Firma teilt alle Konzepte einfach mal so öffentlich mit. Zumal LM recht wenig Einfluss auf die Track Limits hat, da dies ein reines Thema der FIA und Charlie Whiting ist. Zum Thema Aero gibt es jedoch sogar einen Artikel mit nem Interview mit Ross Brawn von vor gar nicht langer Zeit. Nur ist die Aero ein Thema, welches so Komplex ist, dass es seit 3 Jahrzehnten keinen vernünftigen Vorschlag dazu gab. Das geht nicht über Nacht.

Warum starten sie z. B. keine Initiative um diese lächerliche 3 PU pro Saison-Regelung zu kippen oder machen Vorschläge wie die Track Limits umgesetzt werden können?

Immer nur der Verweis auf "Das aktuelle Reglement geht noch bis 2021 und bis dahin müssen wir..." scheint wie eine Ausrede die wirklich wichtigen Themen nicht bearbeiten zu müssen.


Weil das die gleiche Sinnhaftigkeit hätte, als wenn du klagen vor dem obersten Gerichtshof einbringst zu Sachen, welche in der Verfassung klar definiert sind. Es gibt Regeln, daran hat sich jeder zu halten. Und die Änderung dieser Regeln beinhaltet klare Vorgehensweisen. Wenn man diese aushebelt, dann kann man die Regeln gleich in die Tonne kippen, weil dann ist jedes Regelbuch und jeder Vertrag überflüssig.

LM könnte z. B. alle 3 Monate bei der Strategiegruppe Vorschläge zu Track Limits vorlegen ud diese Vorschläge auch öffentlich publizieren. Sind diese Vorschläge plausibel und umsetzungsfähig wird damit sicher Druck auf die FIA und die Strategiegruppe ausgeübt.


Sorry, aber von den Abläufen in einem realen Unternehmen hast du wirklich absolut keine Ahnung. Wenn so gearbeitet wird, ist dies nicht nur extrem ineffizient, man beraubt sich auch selbst jeglicher Glaubwürdigkeit. Zumal der Empfänger der Vorschläge vor den Kopf gestoßen würde mit der Veröffentlichung dieser Vorschläge.

Außerdem impliziert dein Vorschlag, dass bei der FIA sowieso jemand nur darauf wartet, dass sich jemand zu diesem Thema meldet, so dass sofort mit der Analyse dieses Vorschlags begonnen werden kann, da man ja für nichts anderes Ressourcen benötigt. Ich bitte dich, mach mal ein Praktikum in einer großen Firma bzw. erkundige dich auf andere Weise, aber dies entbehrt jeglicher Realität.

Aber wo ist der LM-Vorstoss zu Track Limits? Sowas wollen die Fans weltweit haben, auf Michael Buffer kann dafür gerne verzichtet werden.


Das eine hat mit dem Anderen nichts zu tun. Der Mensch, der bei LM an Track Limits arbeiten würde, würde sicherlich NICHT an der Rahmengestaltung eines F1-Wochenendes arbeiten.

Nichts gegen dich, aber mir tut das weh, wenn ich sowas lese.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon theCraptain » 05.03.2018, 16:29

LoK-hellscream hat geschrieben: :chat:

So kann auch nur ein Beamter sprechen der viel mehr Aufwand zur Rechtfertigung betreibt weil er nichts ändern will statt den Aufwand in die Richtung zu kanalieseren die zu einer Lösung des Problems führen könnten.

Wie kannst du die F1 mit LM und FIA mit dem Verwaltungsapparat eines traditionellen Unternehmens wie z. B. BASF oder VW etc.. vergleichen? Vor allem da LM die Rechteinhaber bzw. die eigentlichen Besitzer sind.

Und deine persönliche Anmache mir gegenüber kannst gerne via PN machen, hat mit dem Thema mal nichts zu tun und stellt nicht gerade eine gute Basis dar um weiterhin mit dir sachlich diskutieren zu wollen.
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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon LoK-hellscream » 05.03.2018, 16:44

theCraptain hat geschrieben:So kann auch nur ein Beamter sprechen der viel mehr Aufwand zur Rechtfertigung betreibt weil er nichts ändern will statt den Aufwand in die Richtung zu kanalieseren die zu einer Lösung des Problems führen könnten.

Wie kannst du die F1 mit LM und FIA mit dem Verwaltungsapparat eines traditionellen Unternehmens wie z. B. BASF oder VW etc.. vergleichen? Vor allem da LM die Rechteinhaber bzw. die eigentlichen Besitzer sind.

Und deine persönliche Anmache mir gegenüber kannst gerne via PN machen, hat mit dem Thema mal nichts zu tun und stellt nicht gerade eine gute Basis dar um weiterhin mit dir sachlich diskutieren zu wollen.


Weil ich schon in genügend Unternehmen gearbeitet habe, sowohl groß als auch klein, sowie auch mal kurz im öffentlichen Dienst, um dir sagen zu können, dass so, wie du das hier darstellst, bestenfalls in einem 5 Mann Familienbetrieb gearbeitet wird. In jeder größerer Firma wäre dies einfach nur extrem ineffizient.

Abgesehen davon, dass die von dir geforderte "Veröffentlichungspolitik" eine unternehmerische Kriegserklärung bedeutet. Sorry dass ich gegen dich schieße, aber das ist einfach nur realitätsfern.

Aber abgesehen davon, wieso sollte LM keine traditionelle Firma sein? Und wieso sollte deren Kommunikation mit der FIA anders sein, als zB die Kommunikation mit anderen Firmen oder mit Ämtern? Weil LM cool ist? Weil LM sich an nichts halten muss, eben weil sie LM sind und deshalb machen dürfen, was sie wollen? Oder weil LM eine eierlegende Wollmilchsau ist? LM ist eine Firma wie jede andere.

Da LM "nur" Rechteinhaber für die Vermarktung der Formel 1 ist, dürfen sie eben auch nicht einfach machen, was sie wollen. Ich weiß, dieser Vergleich ist jetzt zwar etwas "Äpfel und Birnen", aber das wäre, wie wenn ein Franchise-Nehmer von McDoof macht, was er will. zB neue Burgervorschläge öffentlich promoten, welche dann nicht umgesetzt werden, so dass sich der Franchise-Geber plötzlich in Zugzwang sieht. Was glaubst du wohl, wie schnell sowas rechtliche Schritte nach sich ziehen würde? Und die FIA wird sich sicherlich auch nicht alles gefallen lassen, denn es gibt für die gegenwärtige Situation einen vertraglichen Rahmen. Daran haben sich alle Beteiligten zu halten, ansonsten wird das für den oder die Vertragsbrüchigen äußerst kostspielig.

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon Pentar » 05.03.2018, 18:04

LM muss noch einige Jahre sehr viele "Altlasten" mit sich herumschleppen, die nicht mehr in die neue Konzeption passen.
Solch gänzliche Veränderungen funktionieren nicht "über Nacht" (sprich eine Saison).
Diesbezüglich bin ich zuversichtlich, was die neue Marschrichtung angeht...

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon Red Baron » 05.03.2018, 18:49

Pentar hat geschrieben:LM muss noch einige Jahre sehr viele "Altlasten" mit sich herumschleppen, die nicht mehr in die neue Konzeption passen.
Solch gänzliche Veränderungen funktionieren nicht "über Nacht" (sprich eine Saison).
Diesbezüglich bin ich zuversichtlich, was die neue Marschrichtung angeht...

Man kann doch nicht ignorieren dass bestimmte Gegebenheiten (=Altlasten) bestehen die nicht einfach von heute auf morgen aus dem Weg zu räumen sind.
Ausserdem haben doch viele hier erwähnte Punkte wie Track-Limits, Aero usw. gar nichts mit LM zu tun.
So weit ich weiss, vermarkten sie ein Produkt, das die FIA entwirft und dass die verschiedenen Parteien diesen Entwürfen gemäß produziert.
Wenn also auf den Gebieten etwas geändert werden soll, dann muß man Jean und seiner Beraterin, Jeanette, der Sicherheitsh♫re, mal ans Bein pinkeln.
Da können die Fans LM den Rücken stärken indem sie lautstark äußern was sie von dem vermarkten Produkt erwarten.

Da präsentiert sich ein neues Problem; die Fans, als Gesamtheit, wissen ja selbst nicht was sie wollen.
Ich weise auf die Grid-Girls hin und das war etwas das LM ohne die FIA oder die Teams entscheiden konnte und auch entschieden hat.

Also ich bin der Meinung, gebt ihnen etwas Spielraum: Bernie hat ja auch (+/-) 30 Jahre gebraucht um das F1 Geschäft auf den Zenith und darüber hinaus zu bringen.
:silent: :shh: :silent: :shh:

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Re: Startzeiten, Gridgirls & Co.: Verleugnet Formel 1 ihre Wurzeln?

Beitragvon Simtek » 05.03.2018, 19:24

Redaktion hat geschrieben:
"Ich wünsche mir aber, dass auch mal ein Underdog gewinnt und nicht immer nur die Favoriten. Kann ein Fernando Alonso vielleicht mal wieder auftrumpfen, bei dessen Ausfällen 2017 einem ja das Herz geblutet hat? Kann McLaren mit Renault angreifen? Hat Verstappen vielleicht mal mehr Glück als in der ersten Saisonhälfte 2017? Das wären schöne Szenarien."


Wie wäre es mit Handicapgewichten? :roll:
Lieber Schumi, bitte denk daran: "Wer kämpft kann verlieren - wer nicht kämpft, der hat schon verloren!"


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