Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Bohne » 05.03.2018, 18:31

Ja, dann sollen sich die Frauen da versuche, wo sie keiner Probleme haben.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Pentar » 05.03.2018, 19:02

Carmen Jorda meint vermutlich die G-Kräfte, die aus der Seitenbeschleunigung der extrem gut haftenden Formel-1 Boliden in Kurven jeglicher Art resultieren. Diese seitlichen Beschleunigungswerte werden in keiner anderen Motorsportart übertroffen - und sind in 21 Rennen des Jahres, über 300km & etwa 90 Minuten lang von Mann & Frau auszuhalten - kein leichtes Unterfangen & Top-Konditionierung diesbezüglich ist hier absolut unabdingbar.
Somit spricht sie körperliche Defizite an.
Ich bin weder Frau, noch Rennfahrer & möchte mich dazu nicht weiter äußern.


Im Gegensatz zur Formel-1 erreichen "Top-Fuel-Dragster" bei der positiven Beschleunigung nach vorn über 5G - und gar -6G in der Bremsphase (mit Bremsfallschirmen). Die 8-Liter Motoren entwickeln über 8.000 PS & der Verbrauch beträgt knapp 6 Liter - pro Sekunde wohlgemerkt!
Wiki schreibt dazu:
Die Belastungen des Fahrers sind mit denen eines Astronauten beim Raketenstart vergleichbar.
Die stärksten Fahrzeuge erreichen aus dem Stand Geschwindigkeiten von bis zu 530 km/h - in etwa 3,8 Sekunden.
Jndia Erbacher hat Simona De Silvestro - zumindest was den Maximum-Speed angeht - schon eingeholt...

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon terraPole » 05.03.2018, 19:13

Typ17 GTI hat geschrieben:
LoK-hellscream hat geschrieben:Ich könnte mich nämlich nicht erinnern, dass sich mal jemand über die G-Kräfte beim Beschleunigen oder beim Bremsen beschwert hat, die Kurven-G's kamen aber in den letzten Jahrzehnten regelmäßig zur Sprache.

Also ich kann mich dunkel erinnern, daß manche Fahrer gesagt haben, als sie das erste mal F1 gefahren sind, daß sie auch Probleme beim Bremsen hatten, den Kopf gerade zu halten. Beim Beschleunigen sind es ja nur 1-1,5 g, glaube ich. Außerdem kann man da den Kopf hinten anlehnen. :wink:

Ich kann mich da auch dunkel dran erinnern aber ich glaube auch dass es nicht so schlimm ist weil das HANS-System ja eine solche Kopfbewegung bei Unfällen vermeiden soll...beim Bremsen kommt es ja dann auch zur Wirkung.


Zu den G-Kräften:
Der Rekord wurde glaub ich 2017 in Melbourne gemessen...6,5 G in der schnellen links-rechts Kombi (Kurve 11 und 12).
Das ist dort definitiv Querbeschleunigung
Zuletzt geändert von terraPole am 05.03.2018, 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Racing-Fan1997 » 05.03.2018, 19:21

Carmen Jorda hat im Motorsport überhaupt nichts verloren. Als normaler Fan ja,aber im Renneinsatz definitiv nicht! In der Formel E sind schon ein paar Frauen mitgefahrenja,aber Bäume ausgerissen haben sie mit ihren Leistungen nun wirklich nicht.
Und mit den wenigen Frauen in anderen Rennserien sieht es ähnlich aus. Aber naja,in diesem Artikel ging es ja auch mehr um die Physis,da kann ich als normaler Mensch ohne jegliche Motorsporterfahrung natürlich nicht wirklich mitreden.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Daresco » 05.03.2018, 21:27

"Wir Frauen haben in Formel 2 und Formel E ein physisches Problem, das wir meines Erachtens in der Formel E nicht haben", sagt sie bei einem Interview in Mexiko-Stadt.


Die Frau scheint ein Genie zu sein.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon TobiasNRW » 05.03.2018, 21:41

BruderimHerrn hat geschrieben:g-Kraft ist ja nur Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit.


Das ist falsch.

Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit ist die Beschleunigung und hat die Einheit m/s².

Die Kraft die sich aus einer Beschleunigung ergibt berechnet sich so: Kraft = Masse * Beschleunigung (F = m * a)

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Pinking » 05.03.2018, 22:05

TobiasNRW hat geschrieben:
TobiasNRW hat geschrieben:
BruderimHerrn hat geschrieben:g-Kraft ist ja nur Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit.


Das ist falsch.

Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit ist die Beschleunigung und hat die Einheit m/s².

Die Kraft die sich aus einer Beschleunigung ergibt, berechnet sich so: Kraft = Masse * Beschleunigung (F = m * a)


Wieso ist das falsch? 1g = ~9,81m/s²
Somit ist die g-Kraft eine Dimension der Beschleunigung und der Einheit entsprechend... oh, stimmt, Geschwindigkeitsänderung pro Zeiteinheit ist natürlich falsch, also wenn man's ganz genau nimmt. XP
Aber das ist scon kleinlich, denn im Grunde ist es ja doch nichts anderes. Nur kann der Kopf auf dem Hals keine Geschwindigkeit aufbauen, weil er eben angewachsen ist. :lol:

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Pentar » 06.03.2018, 14:26

Beschleunigung kann auch ein ruhender Körper erfahren, auf den eine Kraft einwirkt. Ein Beispiel ist die Gewichtskraft, die ein Körper auf unserem Planten aufgrund seiner Masse & Erdbeschleunigung erfährt.
F = m * a. Die Beschleunigung a ist im Beispiel = g = ca. 9,81 m/s^2

Eine popelige Federwaage ist ein schönes Beispiel dafür.
Man stellt sich drauf & die durch die Erdbeschleunigung erzeugte Kraft dehnt eine Feder mit einem Zeiger.
Die Skala unter dem Zeiger wird so geeicht, dass die Kraft einer Masse von 60 kg auf der Skala 60 kg anzeigt.
Die Waage misst also eigentlich die Kraft, nicht die Masse.
Auf dem Mount Everest zeigt diese Waage schon ein klein bisschen zu wenig an.
Auf dem Mond nur noch rund 1/6 der tatsächlichen Masse, im Beispiel also ca. 10kg...

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon reiskocher_gtr_specv » 06.03.2018, 14:51

Es wird ja allgemein (wissenschaftlich ungenau, aber was soll's) von "g-Kräften" gesprochen. "Kraft" bedingt ja bereits, dass die Masse im Spiel ist, wie korrekt bereits anhand der Formel aus der klassischen Mechanik nachgewiesen wurde (F = m * a).

#F1: Die "Masse Mensch" ändert hier sich nicht/kaum, sie wird aber ständig beschleunigt/verzögert und das in alle möglichen Richtungen (bei Unfällen auch gerne mal in Richtung der z-Achse, was nicht vorkommen soll, wir sind ja hier nicht beim red Bull air race).
Mit dem Begriff "g-Kräfte" schafft man aber eine für den Laien nachvollziehbare Größe. So ziemlich jeder hat schon mal in einer Achterbahn gesessen oder davon gehört. Erträglich sind über längere Zeit Werte zwischen 4-5 g, bei 10 g droht je nach Vektor der black out (Blut sackt in die Beine) bzw. der red out (Blut sackt in den Kopf).

Wie vom Vorredner richtig erwähnt, wirkt auf jeden Körper auf der Erde auf Höhe Normalnull "1g". Auf dem Mond ca. "1/6 g", auf dem Jupiter fast "3 g". "Gebremst" wird der Körper vom Untergrund, nimmt man den weg, wird's übel (siehe auch base jumper).

Ständiges Beschleunigen/Abbremsen kann übrigens zu körperlichen Beschwerden führen. Daher Vorsicht.
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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon eifelbauer » 06.03.2018, 15:34

Dann mal hoffen das sie bei Sauber auch mal fahren darf, https://www.sauberf1team.com/news/tatia ... er-f1-team

Zu der anderen Dame kann man ja eigentlich nur Spekulieren das ein gewisser Mr E. wohl seine Finger hat bei der Formel E fahrt, sie hat ja einen guten Kontakt mit ihm. Nach heute glaube ich da nicht mehr das es nur ein Zufall ist das ganze.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon Pentar » 06.03.2018, 16:59

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung.

Für das Fahren auf der Strecke ist eher die Beschleunigung (respektive deren Kräfte)
A) In Bewegungsrichtung (Gas geben & Bremsen)
B) Seitlich (Kurvenfahrt)
von Interesse.

A) Mit
a = dv / dt
ergibt sich für den Start von 0 auf 200 km/h in 5 Sekunden eine durchschnittliche Beschleunigung von
11,11 m/s^2 = 1,13 g.
Beim Abbremsen in 4 Sekunden von 300 km/h bis zum Stillstand ist die durchschnittliche Beschleunigung
-20,83 m/s^2 = -2,12 g.
Die in der F1 tatsächlich auftretenden & z.T. sehr kurzfristigen Spitzenbelastungen liegen bei -5,8 g.

B) Mit a = v^2 / r
ergibt sich für eine mit 200 km/h durchfahrene Kurve (Radius 75 m) eine Radialbeschleunigung von
41,15 m/s^2 = 4,19 g.
Die in der F1 tatsächlich auftretenden & z.T. sehr kurzfristigen Spitzenbelastungen liegen bei 5,7 g.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon theCraptain » 06.03.2018, 18:22

@Pentar
Klasse, vielen Dank für die Veranschaulichung, so ist es auch für einen Physik Laien (wie mich) nachvollziehbar :thumbs_up: :D
Früher war gar nix besser, ausser der Motorsport.

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Re: Carmen Jorda rät Frauen: Macht Formel E statt Formel 1

Beitragvon terraPole » 06.03.2018, 19:27

Pentar hat geschrieben:...Die in der F1 tatsächlich auftretenden & z.T. sehr kurzfristigen Spitzenbelastungen liegen bei 5,7 g.

Sogar 6.5 g :wink:
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